Donnerstag, 20. März 2008

Most Wanted: 70 Filme, die Disney unbedingt ins Kino bringen sollte (Teil 16)

Platz 6: Fraidy Cat


Fraidy Cat ist wohl dazu bestimmt für alle Zeiten die einzementierte Manifestierung der kleinen Identitätskrise der Walt Disney Animation Studios in der Zeit von 2004 bis 2006 zu bleiben. Fraidy Cat – das ist das Projekt von Ron Clements und John Musker, den Disney-Veteranen, die mit Arielle, die Meerjungfrau und Aladdin wichtige Grundpfeiler der Zeichentrick-Renaissance abgeliefert haben und 2002 nach dem wahr gewordenen Traum der schlaflosen Animatorennächte, ihrem Projekt Der Schatzplanet, ins Kreuzfeuer des damaligen Animationschefs David Stainton gerieten.
Erst im Oktober 2004 hörte man wieder von ihnen: Sie schufen den Comedy-Thriller Fraidy Cat, ihr gemeinsames CGI-Debüt mit zahllosen Anspielungen an Kult-Regisseur Alfred Hitchcock. Die ersten Testvorführungen der Story Reel liefen großartig – doch Stainton entschied, dass der Film unmöglich zu vermarkten sei. Mit ihm könne man keine Happy Meals verkaufen. Also stampfte er das Projekt ein und das Duo verlies daraufhin die Disney Studios.

2006 kehrten Clements und Musker zum Glück zurück. Robert Igner und John Lasseter waren nun am Steuerrad des Unterhaltungsgiganten Disney, und unter diesen beiden Köpfen konnten sich Clements und Musker auch wieder vorstellen zu arbeiten. Ihr ambitioniertes Projekt ließen sie jedoch weiterhin liegen – nun gelüstete es ihnen nach einem Märchenfilm. Den Rest der Geschichte kennt der informierte Disney-Fan ja...

Es bleibt zu hoffen, dass nach der Produktion von The Princess and the Frog „das verlorene Kind“ vom Regie-Duo wieder aus den Archiven geholt wird. Denn Fraidy Cat versprach ein intelligenter und sehr eigenwilliger Film für die ganze Familie zu werden, der aber ganz besonders den Filmfans und den Erwachsenen im Kino gefallen würde... So wie Ratatouille, der für mich bislang beste Pixar-Streifen.

Es ist schwer zu sagen, warum ich mich so sehr in dieses Projekt verliebt habe. Es gibt kaum Informationen über die Story oder die anvisierte Crew. Es gibt nur einige Konzeptzeichnungen. Doch die sprechen Bände. Und lassen mich wohl für immer hoffen, dass der Film eines schönen Tages wieder in Produktion geht.

Platz 5: Kingdom Hearts


Wir erreichen die nächste Liga meiner Wunschprojekte. Diese Filme spielen nicht mehr in der Bundesliga der Filme, die noch nicht gedreht wurden. Sie spielen auch nicht in der Champions League. Nein. Das hier, das ist die verdammte Weltmeisterschaft der verflucht noch eins geilsten Filme, die die Welt bisher noch nicht sehen durfte. So langsam erreichen wir wirklich ein kriminelles Niveau – zumindest im Hinblick auf die Handlungen, die ich unternehmen würde um diese Produktionen voranzutreiben.
Ein solches, absolutes Kinohighlight wäre eine adäquate Umsetzung des Crossover-Meilensteins Kingdom Hearts, der nicht nur mehrere Disney-Universen, sondern auch noch Disney mit Final Fantasy überkeuzt. Um König Micky zu finden und die Welt vor den schrecklichen Herzlosen zu beschützen, vereinen der Träger des Schlüsselschwertes (Sora), Ritter Goofy und Zauberer Donald ihre Kräfte und reisen in die unterschiedlichsten Welten, wie etwa das antike Griechenland, das geweihte Land oder Halloween Town.
Eine tolle düster-magisch-märchenhafte Atmosphäre, zahlreiche Disney-Charaktere und eine gelungene Story, die alle disney’schen Universen plausibel vereint. Kingdom Hearts ist sozusagen alles, was das ewige Traumprojekt The Search for Mickey Mouse gern wäre.
Dieses Fantasy-Abenteuer wäre ein riesiges Kinohighlight, das die Disney-Fans, Fantasy-Geeks und Familien gleichermaßen befriedigen würde. Zudem könnten sich die Disney-Zeicher endlich wieder richtig austoben, wechseln hier doch stets die unterschiedlichsten Zeichenstile und Stimmungen. Heiter-buntes Wunderland, realistisch-dichter Dschungel und vieles mehr, der Film könnte zur Visitenkarte für Disneys Zeichenabteilung werden. Die Spielfilm- und Stop-Motion-Welten letztlich liefern guten Anlass für weitere Mischfilm-Segmente, was die Zuschauer ja stets ohne Murren akzeptieren. Der Schritt zum Mischfilm wäre also konsequent und logisch – den Film aus Angst vor Mischsegmenten komplett am Computer zu animieren oder komplett zu zeichnen würde nur die Fans des so in ein anderes Medium konvertierten Disney-Universums unnötig verärgern.
Sofern Disney dies berücksichtigt (und Donald genug Screentime gibt), kann eigentlich nichts mehr schief gehen, und wir hätten ein beinahe unübertreffliches Epos auf den Kinoleinwänden.
Aber leider wird Disney wohl nie den Mut beweisen, diesen Film ins Kino zu bringen...

Fortsezung folgt... und dann begeben wir uns bereits auf das Treppchen! Platz Vier und Drei erwarten euch! Seid gespannt...!

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