Freitag, 15. August 2008

Der Testosteron-Wettbewerb

Die Welt ist so viel einfacher, als sie immer dargestellt wird. Es gibt eine kleine Hand voll von Kategorien, in die man Dinge auf dieser Erde einteilen kann - und abhängig von der Kategorie kann man diese Dinge auch beurteilen.
Unbestritten die Königsdisziplin auf der Welt, an der sich alle anderen messen müssen, ist die Männlichkeit. Alles was großartig, mega, hammer, cool oder geil ist... ist männlich.

Viele Dinge sind männlich. Autos. Sex. Fast Food. Akohol (aber nur richtiger Alkohol, nicht so ein Weibergesöff wie Baileys oder Weinschorle auf Eis). Kettensägen. Schlamm. Oder Musicals.
Musicals sind richtig männlich. Sie verbinden einfache Storys (so dass man nicht aufpassen muss) mit geiler Mucke. Außerdem sind Musicals richtig erprobte Dosenöffner bei den Ladys. Wenn ihr versteht was ich meine.

In letzter Zeit kommen viele auf mich zu und fragen: "Hey, Mann, Sir Donnerbold", fragen sie, "sag mal, du bist doch voll die Leuchte was Filme und all dieses krasse Zeug angeht, oder?"
So bescheiden ich auch sein mag, seine Kumpels, Fans und Groupies lügt ein ehrlicher Mann doch nicht an. Vor allem nicht die Groupies. Also sage ich: "Ja, natürlich", sage ich, "natürlich bin ich voll die Leuchte. Was gibt's?"

Ihr werdet staunen, aber in den vergangenen Wochen werde ich dann andauernd die selbe Frage gefragt.
"Sir Donnerbold, was ist männlicher? Mamma Mia oder High School Musical 1 und 2?"

Dies ist eine berechtigte Frage, und wird mir offensichtlich gestellt, weil mein Rat gesucht wird. Mein Rat auf der Suche nach dem männlichsten Musical der Neuzeit.
Beide sind enorm männlich, doch nur einer kann in diesem Wettkampf gewinnen. Also lasst uns genauer hinsehen. In mehreren kleinen Runden werde ich Mamma Mia und High School Musical vergleichen, um zu entscheiden, wer männlicher ist.

Lasst die Spiele beginnen!

Runde 1: Die Frauen

Die Männlichkeit eines Films lässt sich unter anderem am Aussehen der weiblichen Darsteller messen. Je heißer, schärfer und knackiger die Darstellerinnen, desto männlicher der Film.

Schnell verrät ein Blick auf die Darsteller, dass Disneys Teenie-Musicals eindeutig die Nase vorne haben:

Darstellerinen aus High School Musical:

Wow...

Hui...

Boah...

Ohhhhh jaaaa!

Darstellerinen aus Mamma Mia:

Ürks!

Während Disney zwei absolute Spitzenweiber auffährt, gibt es beim ABBA-Musical drei faltige Ledertaschen, die schon im letzten Jahrhundert völlig veraltet waren. Da wird doch kein Mann spitz... Klarer Sieg, 1: 0 Für High School Musical!

Runde 2: Die Männer

In High School Musical gibt es farblose Nebendarsteller sowie einen quietschbunten Heitei-Tei-Showtypen der gerne mit seiner Schwester in Musicals auftritt und einen dumpfbackigen Sportler, der nicht schauspielern kann.
In Mamma Mia! dagegen treten Stiefelriemen "Bill" Turner und James Bond auf. Zusammen!
Männlicher geht es kaum. Da müsste schon Chuck Norris höchstpersönlich in der Metal-Disco einen Roundhouskick verteilen. Punkt für Mamma Mia, nun steht es 1 : 1 unentschieden.

Runde 3: Die Musik

Die Männlichkeit eines Musicals orientiert sich natürlich auch enorm an seiner Musik. So ist das Queen-Musical We Will Rock You extrem männlich. Es rockt, fetzt und ist einfach männlich. Ein eventuelles Village People-Musical wäre dagegen ziemlich unmännlich, bedenkt man die sexuelle Orientierung der Band.
In diesem Männlichkeitswettkampf der Musicals tritt ein Jukebox-Musical (Mamma Mia besteht nur aus vorher bekannten Songs der Band ABBA) gegen zwei ohne jede Vorlage aus dem Boden gestampfte Disney-Fernsehfilme an.
Die Musik in den High School Musical-Filmen besteht aus wild ineinandergemischtem Pop-Rock, Hip Hop, discofähigem Pop und mehr. Eine starke, feste Mischung für den Mann von Welt, der in jedem Gebiet wildern möchte. Abwechslung ist nämlich cool. Und Coolness ist männlich.
Mamma Mia! dagegen besteht aus ABBA-Musik, und auch wenn die 70er eine sehr männliche Zeit waren (Bärte wohin man sieht, die Sex-Film-Welle im deutschen Kino) und ABBA kultig ist (Kult ist männlich, man siehe sich nur Mal Tarantino-Filme an!), mit diesem glockenhellen Frauengesang, den knatschbunten Klamotten und diesem ständigen Rumgejammere wegen Emotionen und so, trübt so manches die Männlichkeit von ABBA.
2:1 für HSM.

Runde 4: Die Tänze

Viele Männer glauben irrtümlich, dass das Tanzen eine feminie Ausdrucksform sei, eine weibische Art der Zeitverschwendung oder einfach nur bescheuert. Dabei kann auch Tanzen sehr männlich sein. Pogen. Headbanging. Oder auch Lambada. Ja, der Lambada. Der Song zum Tanz ist zwar typisch weibisches Urlaubs-Träumerei-Gewäsch, aber der Tanz... Rrrrrrrr... Sex, nur zur Musik abgestimmt und ausschließlich vertikal möglich. Und in der Öffentlichkeit.

Na, Männer, werden eure Ohren hellhörig? Sehr gut, denn somit rechtfertigt sich diese Kategorie. Es gibt männliche Tänze und weibische Tänze.
Mamma Mia zum Beispiel ist voller weibischer Tänze. Durch die Gegend hopsen, durch die Gegend hüpfen, fröhlich grinsend durch die Landschaft tänzeln und dabei singen "Ich bin wie eine Elfe, ich kann fliegen, huhu!".

In High School Musical dagegen gibt es einen Basketball-Tanz. Und in der Fortsetzung einen Baseball-Tanz.
Tanzen mit Bällen oder dem eigenen Schläger in der Hand. Das ist männlich.

3: 1 für High School Musical.

Runde 5: Die Kleidung

Während in High School Musical die Leute in typischen Teenie-Klamotten rumlaufen (nur was bunter), tragen die Leute in Mamma Mia normale Klamotten. Was ist davon nun männlich? Nichts, das ist relativ unauffällig. Doch beide Filme haben eine besonders auffällige Figur in Sachen Kleidung. Bei Mamma Mia! ist es die Hauptfigur, in HSM eine Nebenfigur. Während Ryan aus HSM in knatschbunten Klamotten rumläuft und überstylisch rumstolziert, trägt Donna aus Mamma Mia! eine Handwerker-Latzhose.
Da wird HSM tatsächlich in einer Männerkategorie von einer Frau platt gemacht...

Also 3:2 für High School Musical. Knapp, aber eindeutig. Somit ist bewiesen, dass Disneys Teenie-Filmreihe männlicher ist als das ABBA-Filmmusical.
Oder um es anders auszudrücken: High School Musical ist die einzige Filmreihe, die männlicher ist als ein Appletini!

Herzlichen Glückwunsch!

3 Kommentare:

Kevin Kyburz hat gesagt…

köstlich! =D

The Great Gonzo hat gesagt…

Göttlicher Erguss (=D). Ich lieg am Boden vor Lachen. :DD

Luanalara hat gesagt…

Herrlich! (Um bei den männlichen Begriffen zu bleiben.^^) Genau das Richtige an einem verregneten Sonntagnachmittag!

Hm, wenn man so drüber nachdenkt - könnte das männlichste Musical der Neuzeit nicht Rent sein? Rockertypen mit Tattoos, ein gefährliches Stadtviertel, Lesben und eine halbnackte Stripperin! Die sich an Stangen räkelt! Das ist nur was für richtige Männer!

Naja, oder vielleicht doch Sweeney Todd. Da spritzt schließlich literweise Blut. Und Depp ist ja mittlerweile auch irgendwie cool geworden. ;)

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