Donnerstag, 13. November 2008

Desperate Housewives 4x13: Hallo, kleines Mädchen

Desperate Housewives hat derzeit einfach einen Lauf: Senationelle Episoden, die einen umhauen gab es seit Tornado zwar nicht, doch erstens kann und will das auch wohl niemand wirklich verlangen, und zweitens hält sich das Niveau momentan auf einem hohen, zufriedenstellenden Stand, so dass eh keine Klagen kommen müssen. Humor und Drama, Geheimnisse und Verrücktheit halten sich im Zieleinlauf der vierten Staffel in einer erfreulichen Harmonie die Waage.

Ein kleines Wunder, schließlich wurde letzte Woche Orsons zuvor geheimer Mordversuch an Mike nach langer Zeit wieder aufgerollt und von ihm sogar (schlafwandelnd) gestanden, womit die Serie ihren besten Neuankömmling in der Zeit nach der ersten Staffel verlieren könnte.
Konsequenterweise konfrontierte Mike seinen Nachbarn in dieser Episode auch mit den neu gewonnenen Informationen, so dass wir den sonst so witzigen Orson in einer sehr gut gespielten dramatischen Szene bewundern dürfen.
Der Umgang mit den männlichen Charakteren ist in letzter Zeit sowieso viel gewitzter und besser als noch in der Vergangenheit, wo wir immer ein kleines Auf mit längeren Abs erleben mussten. So erlebt auch der wieder eingeführte Zwist zwischen Tom und seinem (Beinahe-)Nebenbuhler Rick eine willkommene Wende, die meine Befürchtungen, der normalste Charakter der Serie könnte jetzt ebenfalls überdrehen verpuffen lässt. Toms und Lynettes Handlung ist diese Woche wieder gut geschrieben, emotional aber nicht übertrieben gespielt und findet eine logische (vorläufige?) Auflösung.

Auch Carlos kommt dieses Mal voll zum Zuge. Um sich im Alltag besser zurechtzufinden schafft er sich eine Blindenhündin an, mit der sich Gabrielle natürlich wieder sofort anlegt. Die Interaktion zwischen der knurrenden und bellenden (und süüüüßen) Hündin und der gewohnt zickigen und gerissenen Gaby sind zum brüllen komisch und für mich das Highlight der Episode.

Ein klein wenig enttäuschend geriet die Handlung um Dylan, die von einem wildfremden Polizisten angesprochen wird, der behauptet ihr Vater zu sein. Vielleicht liegt es an der durchwegs hohl dreinblickenden Darstellerin Lyndsy Fonseca oder daran, dass dunkel munkelnde neue Charaktere in dieser Serie fast schon Alltag geworden sind, jedenfalls kam für mich kaum Spannung auf.

Ansonsten erneut eine super Episode. Vielleicht könnte dies meine Lieblingsstaffel werden...

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