Donnerstag, 31. Januar 2008

Habt keine Angst, die nächste Parodie ist schon unterwegs...!

Hätten die Wayans-Gebrüder damals gewusst, was für eine unaufhaltsame Welle an Parodien sie mit ihrem Scary Movie lostreten sollten, wer weiß, ob sie den Film trotzdem in die Kinos gebracht hätten.

Unter all den immer absurder und zusammenhangsloser werdenden Kinoparodien der letzten 8 Jahren blieben die "Scary Movies" tatsächlich noch die unterhaltsamsten. Zwar sollten auch bei denen die Qualität enorm schwanken und der Anspruch, neben einer unbarmherzigen Parodie noch zugleich eine eigenständige Geschichte zu erzählen, ist auch längst verflogen. Doch im Vergleich zu den traurigen Unterhaltungsversuchen Date Movie, Fantastic Movie sowie dem gerade in den USA gestarteten, angeblich noch mieseren Meine Frau, die Spartaner und ich sind die Scary Movie-Filme zumindest noch unterhaltsam.

Nachdem letztes Jahr mal eben die Briten die Kinofans der Welt mit Hot Fuzz daran erinnerten, dass parodistische Filme auch tatsächlich gut sein können, kehrt nun David Zucker zurück.

Gemeinsam mit den Abrahams-Brüdern verantwortlich für Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug, die Nackte Kanone-Filme sowie die zweite Hälfte der Scary Movie-Reihe versucht er sich nun wieder ohne seine alten Kumpanen. Neuer Partner ist der ehemalige Disney-Werbekampagnenchef, späterer Drehbuchautor Craig Mazin.

Gemeinsam machen sie sich auf den Ruf des "Spoof-Genres" zu retten... Wird es gelingen?



Der (bislang Youtube exklusive) Trailer ist bloß recht akzeptabel. Aber wenn man AICN glauben darf, wird es besser. Nun... wir werden sehen. Für einen spontanen Kinoabend mit Freunden reicht es ja immer noch...

Mittwoch, 30. Januar 2008

Der Klügere kippt nach

Hugo Egon Balder erlebt wohl derzeit ein Déjà Vu:
Vor einigen Jahren tingelte er von Sender zu Sender mit einem simplen Konzept, das eine bereits im Fernsehen etablierte Showform nahm und ihr einen kleinen Twist verpasste, so dass das ganze Konzept völlig neuartig wirkte.
Genial daneben - die Quizsendung, bei der die Kandidaten Prominente sind und nur sekundär nach der richtigen Antwort suchen und primär einfach nur wild herumrätseln und scherzen wurde schließlich nach einigem Hadern und Zedern von Sat.1 angenommen, wurde zu einem riesigen Quotenerfolg.

Ob auch Balders neues Konzept ein solches Happy End erlebt steht jedoch noch in den Sternen. Schon ironisch, schließlich sind die Teilnehmer von Balders neuem Konzept auch sternhagelvoll:

In Der Klügere kippt nach soll unter der Leitung von Wigald Boning eine politische Gesprächsrunde stattfinden, wie man sie aus Hart aber fair oder Anne Will kennt. Nur mit dem Unterschied, dass in dieser Sendung Alkohol konsumiert wird.

Die Senderchefs wissen nicht wirklich, was man mit diesem Konzept anfangen sollte und weisen Balder ab.

Sollte sich irgendwann doch einer der großen Sender dazu durchringen, Balder eine Chance zu geben, sind in der ersten Ausgabe sicherlich gute Quoten zu erwarten. Denn das laute Medienecho über die Unhaltbarkeit dieses Konzeptes kann ich bereits jetzt vernehmen... Und wie wir spätestens seit den Dschungelcamps wissen, locken Skandale Zuschauer in riesigen Scharen an...

Mehr Infos gibt es hier.

Dienstag, 29. Januar 2008

Subway zeigt meiner Heimatstadt endlich, wo das Brötchen die Körner hat!

Eine Kreisstadt ohne Bahnhof und neuerdings auch ohne Kino - das nenne ich Mal peinlich, erst Recht wenn man bedenkt, dass andere Städte im Kreis sehr wohl über diesen "Luxus" verfügen. Doch ab morgen gibt es endlich wieder etwas neues bei mir zu Hause:
Subway eröffnet eine Filiale schräg gegenüber des örtlichen McDonalds!

Endlich wieder ein Grund zur Freude. Subway ist lecker, frisch und schnell - drei Adjektive, die sich in der Gastronomie leider viel zu oft ausschließen.

Ich freu mich schon auf die ganzen völlig überforderten Einwohner meiner Stadt, die in der Schlange vor mir stehen und nicht richtig wissen, wie man bestellt... Dabei ist das doch überhaupt nicht kompliziert. Es ist nur komplexer als bei normalen Restaurants... Werde nicht verstehen, warum sich Leute beschweren, dass man bei Subway tatsächlich mal mitbestimmen darf, wie das Essen am Ende aussehen soll. Also mir kommt das nur gelegen.

Hoffentlich gibt es zur Eröffnung auch irgendwelche Begrüßungsaktionen. Ein paar Coupons werden es den Leuten hier sicherlich leichter machen, bis zum ach-so-unbekannten Subway zu gehen.

Montag, 28. Januar 2008

Roboter vs. Hund

Da hatte wohl jemand Langeweile: Weil der Hund eifersüchtig auf das neue Roboterspielzeug des Hauses war, wurde einfach mal der Robo auf "aggressiv" eingestellt... Der Kampf kann beginnen...

Selbes Thema - andere Herangehensweise 1.5

oder: Selbe Geschichte - anderer Blickwinkel

A tango takes two
- es gehören immer zwei dazu. Auch zu einer Liebestragödie bedarf es mehr als nur eine Einzelperson.
Vor kurzem stellte ich euch in meinem ersten Beitrag zur Reihe Selbes Thema - andere Herangehensweise eine aus dem Leben gegriffene Thematik vor, die bereits mehrfach musikalisch behandelt wurde. Sowohl im Song Apologize von OneRepublic, als auch im Lied Zu spät von den Ärzten besang ein männliches, lyrisches Ich seine gescheiterte Beziehung. Die Ex-Freundin versucht sich für ihr Handeln zu entschuldigen, doch dafür sei es zu spät.

Doch wie bereits angedeutet ist eine Liebestragödie nicht vollständig, wenn nur eine Seite geschildert wird.
Schließlich schildern die Männer in den besagten Songs allein ihre Sichtweise der Geschehnisse. Und wer sagt uns schon, dass es sich bei diesem lyrischen Ich um einen "reliable narrator", also einen Erzähler, der die Fakten richtrig präsentiert, handelt?

Nun, wie es der Zufall so will fiel mir ein Lied ein, dessen weibliches lyrisches Ich eine Geschichte erzählt, die perfekt zu den beim letzten Mal behandelten Schicksalen passt. Es ergänzt sich etwas besser mit der Geschichte, die Apologize erzählt, also mache ich diese zwei Songs zum "Paar" dieser Sonderausgabe meiner Rubrik.

Das Paar:

One Republic - Apologize:


Dido - White Flag:


Ähnlichste Stellen:
And I'm hearing what you say
But I just can't make a sound
You tell me that you need me
Then you go and cut me down

(One Republic)

I know I left too much mess
And destruction to come back again
And I caused nothing but trouble
I understand if you can't talk to me again

(Dido)

Die selbe Geschichte aus unterschiedlicher Sicht:
Wenn man sich die gesamten Songtexte der beiden Lieder anhört, möchte man fast glauben, dass Dido und der Frontmann von One Republic etwas miteinander hatten und beide daraufhin in diesen Liedern die Trennung verarbeiten. Natürlich ist es nicht so, aber trotzdem ergänzen sich die beiden Lieder an nahezu allen Stellen. Dido singt darüber, dass sie realisiert, dass sich ihr Ex aufgrund ihres Handelns nicht mehr für sie erwärmen kann. Sie versucht dennoch die Beziehung wiederzubeleben, möchte nicht aufgeben, entschuldigt sich bei ihm, doch der im Refrain geschilderte Trotz gegenüber seine abweisenden Reaktionen auf ihre Entschuldigungen wird zugleich von Dido in den Strophen relativiert. Sie würde es verstehen, wenn ein Aus für ihn nunmal auch "Aus!" bedeutet, und dass sie zuviel Chaos hinterlassen hätte, als dass er sie auch wirklich wieder lieben könnte.

Es ist, auch aufgrund der verwandten Stilistik beider Lieder, problemlos möglich, aus den zwei Liedern ein Gesamtbild einer Liebesbeziehung zu basteln, das noch tragischer ist, als die zwei einzelnen, unabhängigen Geschichten in diesen Liedern.

Fazit: Es ist wirklich faszinierend, dass man mit ein bisschen Fantasie und einer lästigen Assistentin was wirklich leckeres kochen kann... Äh, nein... Das war jetzt Tim Mälzer... Nochmal neu: Es ist wirklich faszinierend, dass man, wenn man ein bisschen Fantasie und eine ausreichend große Musikbibliothek mit sich bringt ganz einfach und ohne Probleme ganze Geschichten erzählen kann, wenn man nur genügend auf die Texte hört und die Lieder dementsprechend aneinanderreiht.

Und das nächste Mal halte ich mich wieder mehr an die Gesetze dieser Rubrik. Denn eigentlich sollen hier Werke mit ähnlichem Thema, aber gänzlich unterschiedlicher Umsetzung präsentiert werden.
Aber für dieses eine Mal durftet ihr nun auch zwie Werke mit ähnlicher Umsetzung und dem selben Thema kennen lernen. Nur dass einmal die Sicht des Verlassenen aufgezeigt wurde, und einmal die der sich entschuldigenden Person.

Und vielleicht hat euch das dazu inspiriert weitere Lieder zu finden, die zusammen eine gänzlich neue Geschichte erzählen. Wenn nicht, dann überlasst diese seltsame Freizeitbeschäftigung gerne mir... ;-)

Sonntag, 27. Januar 2008

Beim ersten Mal - DVD Review


Herzlich Willkommen bei "Irreführende Filmtitel, Part 367". Denkt man beim Poster, bei manchen der Trailer und beim Titel, es ginge ums erste Mal bzw. um das erste Mal, das direkt in eine Schwangerschaft mündet, handelt der Film in Wahrheit "lediglich" vom ersten gemeinsamen Mal zweier Menschen. Welches in eine Schwangerschaft mündet.

Es gibt sicherlich gravierendere Missverständnisse in der Geschichte des Films, aber dennoch wollte ich diesen relativ weit verbreiteten Irrtum ansprechen.

Nun aber zum wesentlichen.
Beim ersten Mal ist die zweite Regiearbeit von Judd Apatow, einem Verbündeten des "Frat Packs", dem Komödien-Klümmel um Ben Stiller, Will Ferrell, Owen Wilson, Jack Black und Co. Während Apatow weiterhin Freund dieses Klümmels ist, baut er sich derzeit eine eigene Comedy-Connection aus, und setzt sich derzeit in Hollywood zusammen mit seinem Freund Seth Rogen als einer der Big Player im Genre durch.

Das bemerkenswerte an Apatows Filmen ist, dass sie größtenteils auf Dialogwitz setzen - gerade im Subgenre der Sex-thematisierten Komödien eine kleine Sensation. Apatow setzt nicht auf das Fremdschämen und überbohrenden Slapstick mit herumfliegenden Sexzubehören und Körperflüssigkeiten.
Stattdessen erwarten einen sympathische und mehrdimensionale Figuren, die sich selbst, sich gegenseitig oder die sie plagenden Probleme verbal fertig machen. Jungfrau (40), männlich, sucht überraschte mit einer überzeugenden Liebesgeschichte, die den Zuschauer tatsächlich interessierte - die Figuren waren keineswegs das bloße Mittel zum Zweck der Pointen.

Dies ist auch in Beim ersten Mal der Fall. Die Geschichte über einen alkoholbedingten One-Night-Stand zwischen Alison, einer aufstrebenden, optimistischen TV-Journalistin und Ben, einem jung gebliebenen Tunichtgut, der zu einer ungewollten Schwangerschaft führt, ist sensibel erzählt. Man merkt dem Regisseur/Autor an, dass er sich um seine Hauptfiguren (und sekundär auch um einige der Nebenfiguren) sorgt - und so ergeht es auch dem Zuschauer. Nach wenigen Filmminuten wartet man nicht mehr den nächsten wahnwitzigen Dialog über Filme, Sex oder Drogen ab, viel mehr möchte man wissen, wie es dem Paar ergeht.

Einzige Makel des Films sind die etwas dahinschleppende Dramaturgie an mehreren Stellen und die sehr nervige Schwester von Alison.

Beim ersten Mal ist nun auch auf DVD erhältlich - das 2-Disc-Set ist proppevoll mit Bonusmaterial und beinhaltet zudem den längeren Cut des Films, anstelle der Kinoversion.

Als Bonusmaterial gibt es neben einem Audiokommentar, mehreren Blooper-Reels, einer Hand voll kurzer "Mockumentaries" über den Dreh und einem recht kurzweiligem Produktionstagebuch vor allem massenhaft erweiterte, entfallene und alternative Szenen. Die im Videotagebuch angesprochene Herangehensweise an den Film (Improvisieren bis die Schwarte kracht oder der Film reißt) macht sich anhand dieser Unmengen an weiterem Material bemerkbar. Sich bei diesem Film durch den Schnitt gekämpft zu haben muss eine Heidenarbeit gewesen sein.

Erfreulich ist, dass die meisten der erweiterten, entfallenen und alternativen Szenen auch einen Blick wert sind und nur selten langweilig werden.

Dennoch ist es auf einer Seite irgendwie schade, dass eine DVD-Veröffentlichung mit so viel Material nur recht wenig Einblick in die Entstehung des Films liefert.
Wer aber darüber hinwegsehen kann und nach einer erfrischenden Komödie mit herrlichen Dialogen und einer überraschend klug gestalteten Geschichte sucht, ist mit Beim ersten Mal gut bedient.

Freitag, 25. Januar 2008

Selbes Thema - andere Herangehensweise I

Willkommen zum ersten Teil einer möglichen Artikelreihe hier in meinem Blog.
Sollte ich genug Zeit und Ideen dazu haben, werde ich in der Reihe Selbes Thema - andere Herangehensweise auf Werke hinweisen, die ein verwandtes Thema behandeln.

Es sind immer "Paare", also stets zwei Werke pro Thema (und Blogeintrag), und bei diesen Werken kann es sich um alles mögliche handeln, was die unterhaltenden Künste so hergeben.

Der Zweck dieser "Kolumne" ist es aufzuzeigen, dass die Auswahl an für Menschen relevanten Themen zwar nicht unbbegrenzt ist, doch dass ein kreativer Geist immer noch eine neue Herangehensweise an ein bereits behandeltes Thema finden kann.


Zum Einstieg möchte ich euch zwei Lieder vorstellen, die ihr sicherlich bereits kennt. Aber vielleicht ist euch bisher entgangen, wie ähnlich sie sich sind.

Das ungleiche Paar mit so ähnlichem Thema ist: Apologize von One Republic (hier in der von Timbaland produzierten Version) und Zu spät von den Ärzten.

Gemeinsames Thema: In beiden Liedern besingt das lyrische Ich eine verflossene oder dahinsiechende Liebesbeziehung zu einer Frau. Sowohl bei One Republic, als auch bei den Ärzten kommt es zu Entschuldigungsversuchen des weiblichen Parts, doch das gehörnte und enttäuschte lyrische Ich empfindet, dass die Entschuldigung zu spät kommt.

Das Paar:

Die Ärzte - Zu spät:


One Republic - Apologize:


Ähnlichste Stelle:

Und dann tut es dir leid, doch dann ist es zu spät..
Zu spät!
(Die Ärzte)

You tell me that you’re sorry
Didn’t think I’d turn around and say..

That it’s too late to apologize, it’s too late
(One Republic)

Die größten Unterschiede:
One Republics Text ist sehr einfühlsam und melancholisch, das lyrische Ich bedauert die Situation, fürchtet zugleich die Versuche der ehemaligen Partnerin wieder eine Bindung mit ihm zu knüpfen, vermutlich aus Angst erneut verletzt zu werden.

Dementsprechend schlägt das Lied auch eher leisere Töne an, mit einer zurückhaltenden Orchestrierung und einer traurigen, sanften Sängerstimme.

Die Ärzte dagegen verwandeln mit schrägen Witz das Lied in einen Rachesong. Der weiterhin verliebte Sänger (bei One Republic wird dagegen von nachlassenden Gefühlen gesungen, in einer Stelle heißt es, dass aus feurigem Rot nun Blau wird) schwört Rache am gesamten weiblichen Geschlecht und erzählt auch von bereits unternommenen (und misslungenen) Racheversuchen an seinem Nebenbuhler. Ein weiterer Unterschied ist, dass in dieser Fassung der Geschichte die Frau keinen Kontakt mehr zum lyrischen Ich hat, während bei One Republic ja das gegenteil der Fall war.
Obwohl beide Bands der Rockmusik zuzuordnen sind (wenn auch sehr unterschiedlichen Subgenres), verwenden nur Die Ärzte starke Gitarrenriffs. Passend zur komischeren und auch wütenderen Natur des Textinhaltes ist ihr Song auch schneller und lauter, lädt mehr zum mitgröhlen denn zum mitfühlen ein.

Fazit: Männer, die verlassen werden und sich mit einer Entschuldigung des Gegenübers konfrontiert sehen können auf die Geschehnisse entweder trautig oder wütend reagieren. Manche nehmen die Situation sehr ernst, andere dagegen verfallen ihrem Humorzentrum.

Und Rockmusik kann nicht nur wild und anarchisch-wütend sein, sondern auch sehr witzig. Oder auch sehr einfühlsam.


Das war die erste von möglicherweise vielen Ausgaben meiner pseudo-wissenschaftlichen Artikelreihe Selbes Thema - andere Herangehensweise. Ich hoffe ihr mögt diese etwas andere Thematik. Wenn es euch gefallen hat, oder wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, dann schreibt es ruhig in die Kommentare. Zur Not erkläre ich auch, wie ich auf diese Idee gekommen bin, und wo denn nun nochmal der Sinn hier steckt.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Das Vermächtnis des geheimen Buches


Das Vermächtnis der Tempelritter aus dem Jahr 2004 wäre sicherlich Thema des großen Abschlusstests im großen Anfänger-Handbuch für Action- und Abenteuer-Kinofilme.
"Entdecken Sie sämtliche Stilrichtungen und Genretrends des Action- und Abenteuerkinos, die ihren Weg in Das Vermächtnis der Tempelritter gefunden haben."

Es gäbe keinen geeigneteren Kandidaten für ein solches Suchspiel als gerade diesen Film. Denn in dieser Jerry-Bruckheimer-Produktion finden sich dutzende von Strömungen wieder, die das Action- und Abenteuergenre in den letzten Jahrzehnten durchgemacht haben. Das tolle an Das Vermächtnis der Tempelritter ist, dass er die einzelnen Stilrichtungen und Subgenres zu einem großen Ganzen vereint. Der Film ist eine Einheit, ein großes Ganzes und fühlt sich zu keiner Zeit aus Versatzstücken zusammengesetzt an und man merkt noch nicht einmal, wie die einzelnen Strömungen ineinander übergehen - sie sind einfach eins. So bewahrt sich der Film eine eigene Identität und kann auf eigenen Beinen stehen, um einen sehr unterhaltsamen Streifen abzugeben. Doch zugleich kann man den zu prüfenden Filmfan spielen und nachsehen, was Regisseur Jon Turteltaub da so alles miteinander vereinte.

Auch wenn wohl kaum ein Kinozuschauer genau dies gemacht hat, und sich mit Notizblock und Bleistift in den Kinosessel gestürzt hat, um mitzuschreiben, so wird der heitere Subgenre-Mix in Das Vermächtnis der Tempelritter zu einem Großteil am Erfolg des Films Mitschuld tragen - dieser locker-heitere Fun-Ride durch die amerikanische Geschichte und die Action-Abenteuer-Kultur mit witzigen Charakteren war nun mal unwiderstehlich. Und so kam es, dass der einst für Touchstone Pictures geplante, aber dank seiner milden PG-Freigabe nun letztlich bei Walt Disney Pictures veröffentlichte Film zu einem Überraschungshit des Jahres 2004 wurde. Mit fast 350 Millionen Dollar weltweit zeigten sich auch Disney und Bruckheimer vom Erfolg überrascht. Und da Regisseur Jon Turteltaub, die Hauptdarsteller (allen voran Nicolas Cage) und auch die Autoren Spaß an der Produktion hatten, konnten sie den Lockruf des nach weiteren Dollars schielenden Studios nicht verneinen.

Teil 1 gehört zu meinen liebsten Bruckheimer-Filmen und da bei der Fortsetzung zu großen Teilen auch wieder das selbe Team vor und hinter der Kamera Platz nahm, war meine Vorfreude auf Das Vermächtnis des geheimen Buches auch entsprechend groß.

Aber konnte die mittlerweile fünfte Zusammenarbeit zwischen Nicolas Cage und Jerry Bruckheimer dem Druck standhalten?

Nun, diese Frage wollte ich mir gestern selber beantworten. Mit vier Freunden im Schlepptau enterte ich das nächstgelegene Kino, das ein Double-Feature der Vermächtnis-Double-Feature anzubieten hatte. Es ist wirklich erstaunlich, wie sich in den letzten Jahren die gute alte Tradition der "Doppelvorstellung" wieder durchsetzen konnte. Waren diese lange Zeit in normalen Kinos bloß besonders großen Kassenschlagern vorbehalten, gibt es mittlerweile bei nahezu jeder sich anbietenden Gelegenheit ein solches Double Feature. Wenn man bedenkt, dass ich seinerzeit noch Probleme hatte irgendwo ein Kill Bill-Double Feature ausfindig zu machen...

Im Double-Feature liefen (genau wie seinerzeit beim Pirates-Triple, das wir im selben Kino verfolgten) keinerlei Trailer. Auch der Goofy-Cartoon lief nicht, aber das scheint auch daran zu liegen, dass der Film aller Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht in Deutschland vor dem neuen Vermächtnis läuft. Sehr schade.

Dafür gab es aber eine andere, positive Überraschung nach der kurzen Pause zwischen den beiden Filmen: Das Vermächtnis des geheimen Buches beginnt mit einer neuen Musik, die über das Disney-Logo gelegt wurde. Die Musik ist ein netter Action-Thriller-Cue, die sozusagen noch während des Disney-Logos bereits das nächste Logo ankündigt, nämlich das von Blockbuster-Gott Jerry Bruckheimer.
Es ist nur eine winzige Kleinigkeit, aber dennoch finde ich es cool, dass man sich dazu hat hinreißen lassen, eine Melodie, die so 1:1 aus einem der 90er-Jahre-Bruckheimer-Kracher stammen könnte über die zwei Studio-Logos zu legen. Es stimmt gut auf den Film ein und passt auch gut zur Vermächtnis-Reihe, die ja den tollen Look der auf Hochglanz polierten Bruckheimer-Actionstreifen problemlos zu einem Teil des "Walt Disney Pictures"-Filmkanons macht.

Nun aber zur Handlung des Films selbst:

Benjamin Franklin Gates (Nicolas Cage) ist endlich ein anerkannter Historiker und wird sogar eingeladen, wissenschaftliche Vorlesungen zu halten. Diese sind gut besucht und hoch angesehen. Unterstützt wird Ben bei seinen Vorträgen von seinem Vater (Jon Voight), der sich nun mit seinem Sohn blendend versteht.

Doch die perfekte Welt endet hier. Ben hatte großen Streit mit Abigail Chase (Diane Krueger), sie lebt weiterhin im gemeinsamen Haus, Ben dagegen wurde bei seinem Vater einquartiert. Riley Poole (der großartig aufgelegte Justin Bartha als die heimliche Stimme des Publikums) versucht sich währenddessen erfolglos als Buchautor und hat schwer mit Steuerproblemen zu kämpfen.

Die Probleme eskalieren, als aus dem Nirgendwo ein gewisser Mitch Wilkinson (Ed Harris) auftaucht und behauptet anhand einer wiedergefundenen Seite aus dem Tagebuch des Lincoln-Attentäters John Wilkes Booth beweisen zu können, dass Gates' Ururgroßvater am Attentat beteiligt gewesen sei. Ben und sein Vater können diese Anschuldigung nicht weiter auf ihrer Familie ruhen lassen und machen sich auf die Suche nach Gegenbeweisen. Eine Reise durch die USA, Paris und London beginnt, die letztlich über das Titel gebende geheime Buch des Präsidenten hin zu einer erhofften Lösung des Rätsels führen. Und zu einem unglaublichen Schatz...

Es gibt einige Argumente die für, und auch einige die gegen eine Fortsetzung des ersten Vermächtnis-Filmes gesprochen haben. Klares Pro-Argument war, dass der Film ein toller Unterhaltungsfilm mit gutem Konzept war. Ein Abenteurer, der seine Probleme mit Köpfchen löst und in Wahrheit nur für die Ehre handelte, und nicht für das Materielle. Hinzu kam die gute Atmosphäre und das perfekte Vereinen so vieler Subgenres des Abenteuer- und Action-Kinos. Klar, dass man gern noch mehr solcher anspruchloser, aber nicht hirnrissiger Spaßfilme haben möchte. Da es dreist wäre, die selbe Mischung nun für einen weiteren, selbstständigen Film zu verwenden und zu befürchten wäre, dass beim Austausch der Figuren und Macher auch das Flair verloren geht, ist an dieser Stelle klar eine Fortsetzung zu befürworten.

Das Problem einer Fortsetzung ist jedoch die Glaubwürdigkeit. Sicherlich war schon Teil 1 mit seiner historischen Schnitzeljagd und den uralten, ausgeklügelten Gerätschaften bereits in einer problematischen Zone, doch die Genrekonvention und vor allem der aus den selbstironischen Actionern der späten 80er und vor allem der heutigen Action-Ära importierte Riley Poole retteten die Handlung vor'm Abrutschen ins seltsame. Riley fungierte als die ungläubige Stimme des Publikums und hinterfragte, was zu hinterfragen war.

Doch wenn ein Mann, der bereits einen großen Schatz fand, um den Namen seiner Familie zu retten nun einen noch größeren Schatz findet, indem er noch größere Verschwörungen durchstöbert, nur damit er die Ehre seiner Familie retten kann, dann kann auch Riley nicht mehr viel retten.

Und dies ist auch die einzige größere Schwäche des neuen Vermächtnis-Filmes: In Teil 1 war es eine Herzensangelegenheit von Ben Gates, diesen Schatz zu finden. Und man hat seine Arbeit gut getan, es war nachvollziehbar, warum er all dies durchmacht und es wirkte plausibel. Für die Spitzen der unglaublichen Szenen hatte man dann ja Rileys Kommentare.
In Das Vermächtnis des geheimen Buches wirkten die Umstände dagegen arg konstruiert: Natürlich kann Ben den Namen seiner Familie nur reinwaschen, wenn er noch einen Schatz findet, und natürlich kann man den nur finden, wenn man eine weitere Schnitzeljagd an historischen Rätseln abarbeitet, die an weiteren Verschwörungstheorien vorbeifindet...

Doch dies stört eigentlich nur beim direkten Vergleich der beiden Filme. Den Genuss mindert dieser Kritikpunkt, wenn überhaupt, nur minimal. Denn Das Vermächtnis des geheimen Buches ist so unterhaltsam und sehenswert inszeniert, dass es überhaupt nicht kümmert, wie unwahrscheinlich die Handlung im Gesamtkontext ist. Von Szene zu Szene betrachtet ist das alles eh auf üblichem Hollywood-Glaubwürdigkeits-Level...

Hinzu kommt, dass die hanebüschene Natur der großen Zusammenhänge des Hauptplots durch glaubwürdigere Charakterdarstellung ausgewogen wird. Hier merkt man bereits, dass die Pirates-Autoren Elliott und Rossio mehr Einfluss auf den neuen Teil der Reihe hatten. Zwischen den Action-, Comedy- und Abenteuerszenen gibt es die eine oder andere herrlich anzusehende Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen Figuren. Allen voran Jon Voight und Helen Mirren machen als die zerstrittenen Eltern von Ben Gates und absolut unfreiwillige Schatzjäger eine wunderbare Figur und fügen dem Film eine unerwartete Note hinzu.

Aber auch Abigail und Ben gehen glaubwürdiger (und witziger!) miteinander um. Ich möchte nicht spoilern, aber man achte auf die Szenen im weißen Haus und vor allem in London.

Im Gegensatz zu den meisten Kritikern muss ich außerdem sagen, dass sich die Fortsetzung angenehm vom Original entfernt hat (die meisten fanden ja, die Filme seien stilistisch zu ähnlich). Man spürt eine gewisse “Familienähnlichkeit”, aber dennoch wurde viel abgeändert - gerade im Hinblick auf das eingangs erwähnte Subgenre-Erkennungsspielchen. Entgegen den Vermutungen, die die Trailer aufkommen lassen, verschwindet in Teil 2 zum Beispiel gänzlich jeglicher Einfluss der klassischen Räuberpossen und Heist- bzw. Caper-Movies. Wo Teil 1 noch viel Zeit für den Raub der Unabhängigkeitserklärung verwendete und sich in diesem Part zu einer spannenden Gangsterposse verwandelte, bleiben in Teil 2 die kleinen kriminellen Aufgaben [SPOILER!]wie der Einbruch in den Buckingham-Palast und die Entführung des Präsidenten der Vereinigten Staaten [/SPOILER] eher kleinere Episoden im großen Abenteuer.

Auch sonst beschränkt sich die Fortsetzung auf weniger genreinterne Strömungen, die dafür aber ausführlicher ausgelebt werden. Im Grunde ist der neue Vermächtnis-Film eine wunderbare Mischung aus 90er-Jahre-Bruckheimer, 30er-Jahre-Abenteuer-Serial und eine 80er-Jahre Spaß-Abenteuer mit skurrilen Situationen in abenteuerlichem Setting.

[SPOILER!]
Die von einem deutschen Cartoon inspirierte Szene auf einer wackelnden Plattform tief in den Katakomben hinter dem Mt. Rushmore ist ein echtes Guilty Pleasure. In dieser Szene stehen die Hauptfiguren auf einer steinernen Insel, die droht jeden Moment in die tödliche Tiefe zu stürzen. Das alles erinnert stark an die sehr cartoonigen Abenteuerchen der 80er Jahre und hätte so nie in den ersten Teil gepasst, macht in der Fortsetzung aber ungeheuren Spaß und erweist sich als extrem spannend. [/SPOILER]

Insgesamt wird der Fokus mehr auf die abenteuerliche Seite des Schatzsuchens gelegt. Die Verfolgungsjagden sind kürzer und weniger als noch in Teil 1 und dafür gibt es mehr Geheimnisse zu entdecken und Fallen zu überwinden. So erhalten die zwei Filme der Reihe ihre eigene Identität.
Das Vermächtnis des geheimen Buches ist zudem abgefahrener im Humor. Der Dialogwitz des ersten Teils wird durch einige Portionen gut dosierten Wahnwitz bereichert. Vor allem die Verfolgungsjagd durch London hat viel Humor zu bieten.

Im Vergleich zu Teil 1 braucht dafür die packende Atmosphäre eine längere Vorlaufzeit - der Beginn des zweiten Vermächtnis-Streifens ist ein klein wenig gehetzt und lässt leider auch keine Zeit zum Miträtseln und Mitfiebern, wo denn der nächste Hinweis sein könnte. Auch der Bösewicht wird nicht völlig ausgeschöpft. Zwar steckt in Ed Harris’ Figur viel mehr Potential als noch in Sean Beans’ Bösewicht des Vorgängers, doch dafür kommt dessen Figur viel schneller in Fahrt.

Gelobt werden muss dafür noch Bruce Greenwoods Darstellung des US-Präsidenten, der eine gute Figur abgibt und dem man den Spaß am Film ansieht. Überhaupt scheinen die Männer im Film alle nur kleine Kinder zu sein, die unbedingt geheime Dinge entdecken wollen. Das macht Spaß beim Zusehen und zaubert ein unerklärliches Lächeln auf das Gesicht des Zuschauers.

Alles in allem ist Das Vermächtnis des geheimen Buches eine würdige Fortsetzung auf vergleichbarem Niveau. Der Witz und die abenteuerlichen Elemente sind ausgebaut worden, die Verfolgungsjagden sind weniger, aber dafür außergewöhnlicher, wenn auch nicht unbedingt spannender. Die Charaktere haben an Profil gewonnen, dafür der Gesamtplot an Plausibilität verloren. Dies ergibt einen herrlichen Popcorn-Streifen, der für etwas mehr als 2 Stunden hervorragend unterhält, beweist, dass der “alte”, “Pre-Pirates” Jerry Bruckheimer auch noch lebt und außerdem die Tür für einen dritten Teil offen lässt.

Reines Unterhaltungskino mit Hochglanzoptik und guten Ideen, aber dafür nun völlig ohne Anspruch. Die paar Subgenres sind doch viel zu schnell gefunden. ;-)

Dienstag, 22. Januar 2008

80th Academy Awards - Die Nominierungen

Ich habe mir eben live die Verkündung angesehen und nachdem ich feststellte, dass nur die Hauptkategorien verlesen werden (und freudig feststellte, dass die Bester Trickfilm-Kategorie anscheinend dazu gehört), habe ich mir auch direkt noch das kurz darauf aufgetauchte Verkündungspapier runtergeladen, das auch die restlichen Nominierten enthält.

Hier also die komplette Liste mitsamt meinen Kommentaren. Außerdem habe ich sämtliche Disneyrelevanten Nominierungen kursiv unterlegt. Für alle Hardcore-Disney-Fans unter den Lesern. ;)

Bester Hauptdarsteller
  • George Clooney in "Michael Clayton" (Warner Bros.)
  • Daniel Day-Lewis in "There Will Be Blood" (Paramount Vantage and Miramax)
  • Johnny Depp in "Sweeney Todd The Demon Barber of Fleet Street" (DreamWorks and Warner Bros., Distributed by DreamWorks/Paramount)
  • Tommy Lee Jones in "In the Valley of Elah" (Warner Independent)
  • Viggo Mortensen in "Eastern Promises" (Focus Features)
Hier kann ich nicht wirklich mitreden, da ich noch keinen dieser Filme gesehen habe. Aber auf Sweeny Todd und There Will Be Blood freu ich mich schon lange. Rein von den Trailern her gönne ich es Depp am meisten, der wurde eh schon oft übergangen. Den Sieg wird entweder er oder Day-Lewis von sich tragen. Denn auch Day-Lewis hat sich schon längst seinen Oscar verdient... und wir kennen ja die Taktik der Acadamy... Auch frühere Leistungen zählen.

Bester Nebendarsteller
  • Casey Affleck in "The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford" (Warner Bros.)
  • Javier Bardem in "No Country for Old Men" (Miramax and Paramount Vantage)
  • Philip Seymour Hoffman in "Charlie Wilson's War" (Universal)
  • Hal Holbrook in "Into the Wild" (Paramount Vantage and River Road Entertainment)
  • Tom Wilkinson in "Michael Clayton" (Warner Bros.)
Auch hier warte ich noch auf den Kinostart der meisten Filme und auf die DVD von Jesse James (der nirgends in meiner Nähe lief).

Beste Hauptdarstellerin
  • Cate Blanchett in "Elizabeth: The Golden Age" (Universal)
  • Julie Christie in "Away from Her" (Lionsgate)
  • Marion Cotillard in "La Vie en Rose" (Picturehouse)
  • Laura Linney in "The Savages" (Fox Searchlight)
  • Ellen Page in "Juno" (Fox Searchlight)
Beste Nebendarstellerin
  • Cate Blanchett in "I'm Not There" (The Weinstein Company)
  • Ruby Dee in "American Gangster" (Universal)
  • Saoirse Ronan in "Atonement" (Focus Features)
  • Amy Ryan in "Gone Baby Gone" (Miramax)
  • Tilda Swinton in "Michael Clayton" (Warner Bros.)
Die Blanchett-Stimmen werden sich wohl so ungünstig verteilen, dass sie keinen der beiden Oscars gewinnt. Ruby Dee war in American Gangster sehr gut, aber ich denke nicht, dass sie gewinnen wird.

Bester Trickfilm
  • "Persepolis" (Sony Pictures Classics): Marjane Satrapi and Vincent Paronnaud
  • "Ratatouille" (Walt Disney): Brad Bird
  • "Surf's Up" (Sony Pictures Releasing): Ash Brannon and Chris Buck
Könige der Wellen ("Surf's Up") ist eine Überraschung, aber keine unangenehme. Der Film hatte seine Längen, war aber technisch klasse und insgesamt auch sehr unterhaltsam. Mein Herz schlägt natürlich für die Ratte, der ich auch die größten Gewinnchancen einräume.

Beste Ausstattung
  • "American Gangster" (Universal): Art Direction: Arthur Max; Set Decoration: Beth A. Rubino
  • "Atonement" (Focus Features): Art Direction: Sarah Greenwood; Set Decoration: Katie Spencer
  • "The Golden Compass" (New Line in association with Ingenious Film Partners): Art Direction: Dennis Gassner; Set Decoration: Anna Pinnock
  • "Sweeney Todd The Demon Barber of Fleet Street" (DreamWorks and Warner Bros., Distributed by DreamWorks/Paramount): Art Direction: Dante Ferretti; Set Decoration: Francesca Lo Schiavo
  • "There Will Be Blood" (Paramount Vantage and Miramax): Art Direction: Jack Fisk; Set Decoration: Jim Erickson
Sweeny Todd wird mit SIcherheit gewinnen und es ist eine Schande, dass hier nicht Pirates genannt wird.

Beste Kamera
  • "The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford" (Warner Bros.): Roger Deakins
  • "Atonement" (Focus Features): Seamus McGarvey
  • "The Diving Bell and the Butterfly" (Miramax/Pathé Renn): Janusz Kaminski
  • "No Country for Old Men" (Miramax and Paramount Vantage): Roger Deakins
  • "There Will Be Blood" (Paramount Vantage and Miramax): Robert Elswit
Aus den bekannten Gründen kann ich leider nur raten. Aber es ist ziemlich klar, dass einer der drei "Wüsten"-Filme gewinnt.

Beste Kostüme
  • "Across the Universe" (Sony Pictures Releasing) Albert Wolsky
  • "Atonement" (Focus Features) Jacqueline Durran
  • "Elizabeth: The Golden Age" (Universal) Alexandra Byrne
  • "La Vie en Rose" (Picturehouse) Marit Allen
  • "Sweeney Todd The Demon Barber of Fleet Street" (DreamWorks and Warner Bros., Distributed by DreamWorks/Paramount) Colleen Atwood
Beste Regie
  • "The Diving Bell and the Butterfly" (Miramax/Pathé Renn), Julian Schnabel
  • "Juno" (Fox Searchlight), Jason Reitman
  • "Michael Clayton" (Warner Bros.), Tony Gilroy
  • "No Country for Old Men" (Miramax and Paramount Vantage), Joel Coen and Ethan Coen
  • "There Will Be Blood" (Paramount Vantage and Miramax), Paul Thomas Anderson
Tim Burton wird mal wieder nicht nominiert... :-(

Beste Dokumentation
  • "No End in Sight" (Magnolia Pictures) A Representational Pictures Production: Charles Ferguson and Audrey Marrs
  • "Operation Homecoming: Writing the Wartime Experience" (The Documentary Group) A Documentary Group Production: Richard E. Robbins
  • "Sicko" (Lionsgate and The Weinstein Company) A Dog Eat Dog Films Production: Michael Moore and Meghan O'Hara
  • "Taxi to the Dark Side" (THINKFilm) An X-Ray Production: Alex Gibney and Eva Orner
  • "War/Dance" (THINKFilm) A Shine Global and Fine Films Production: Andrea Nix Fine and Sean Fine
Sicko hätte es sicherlich nominiert, aber ich wage es zu bezweifeln, dass man Moore nochmal auf die Bühne lässt.

Beste Kurz-Dokumentation
  • "Freeheld" A Lieutenant Films Production: Cynthia Wade and Vanessa Roth
  • "La Corona (The Crown)" A Runaway Films and Vega Films Production: Amanda Micheli and Isabel Vega
  • "Salim Baba" A Ropa Vieja Films and Paradox Smoke Production: Tim Sternberg and Francisco Bello
  • "Sari's Mother" (Cinema Guild) A Daylight Factory Production: James Longley
Bester Schnitt
  • "The Bourne Ultimatum" (Universal): Christopher Rouse
  • "The Diving Bell and the Butterfly" (Miramax/Pathé Renn): Juliette Welfling
  • "Into the Wild" (Paramount Vantage and River Road Entertainment): Jay Cassidy
  • "No Country for Old Men" (Miramax and Paramount Vantage) Roderick Jaynes
  • "There Will Be Blood" (Paramount Vantage and Miramax): Dylan Tichenor
Das könnte durchaus Bourne für sich entscheiden.

Bester fremdsprachiger Film
  • "Beaufort" Israel
  • "The Counterfeiters" Austria
  • "Katyn" Poland
  • "Mongol" Kazakhstan
  • "12" Russia

Bestes Make Up
  • "La Vie en Rose" (Picturehouse) Didier Lavergne and Jan Archibald
  • "Norbit" (DreamWorks, Distributed by Paramount): Rick Baker and Kazuhiro Tsuji
  • "Pirates of the Caribbean: At World's End" (Walt Disney): Ve Neill and Martin Samuel
Norbit ist ja wohl ein schlechter Witz! Ich tippe und hoffe auf die Pirates.

Original score
  • "Atonement" (Focus Features) Dario Marianelli
  • "The Kite Runner" (DreamWorks, Sidney Kimmel Entertainment and Participant Productions, Distributed by Paramount Classics): Alberto Iglesias
  • "Michael Clayton" (Warner Bros.) James Newton Howard
  • "Ratatouille" (Walt Disney) Michael Giacchino
  • "3:10 to Yuma" (Lionsgate) Marco Beltrami
Die frankophile Musik von Giacchino hätte es eigentlich verdient...

Original song
  • "Falling Slowly" from "Once" (Fox Searchlight) Music and Lyric by Glen Hansard and: Marketa Irglova
  • "Happy Working Song" from "Enchanted" (Walt Disney): Music by Alan Menken; Lyric by Stephen Schwartz
  • "Raise It Up" from "August Rush" (Warner Bros.): Nominees to be determined
  • "So Close" from "Enchanted" (Walt Disney): Music by Alan Menken; Lyric by Stephen Schwartz
  • "That's How You Know" from "Enchanted" (Walt Disney): Music by Alan Menken; Lyric by Stephen Schwartz
Mit Sicherheit gewinnt Verwünscht, vorzugsweise That's How You Know.

Bester Film

  • "Atonement" (Focus Features) A Working Title Production: Tim Bevan, Eric Fellner and Paul Webster, Producers
  • "Juno" (Fox Searchlight) A Dancing Elk Pictures, LLC Production: Lianne Halfon, Mason Novick and Russell Smith, Producers
  • "Michael Clayton" (Warner Bros.) A Clayton Productions, LLC Production: Sydney Pollack, Jennifer Fox and Kerry Orent, Producers
  • "No Country for Old Men" (Miramax and Paramount Vantage) A Scott Rudin/Mike Zoss Production: Scott Rudin, Ethan Coen and Joel Coen, Producers
  • "There Will Be Blood" (Paramount Vantage and Miramax) A JoAnne Sellar/Ghoulardi Film Company Production: JoAnne Sellar, Paul Thomas Anderson and Daniel Lupi, Producers

Bester Kurz-Trickfilm
  • "I Met the Walrus" A Kids & Explosions Production: Josh Raskin
  • "Madame Tutli-Putli" (National Film Board of Canada) A National Film Board of Canada Production Chris Lavis and Maciek Szczerbowski "Même Les Pigeons Vont au Paradis (Even Pigeons Go to Heaven)" (Premium Films) A BUF Compagnie Production Samuel Tourneux and Simon Vanesse
  • "My Love (Moya Lyubov)" (Channel One Russia) A Dago-Film Studio, Channel One Russia and Dentsu Tec Production Alexander Petrov
  • "Peter & the Wolf" (BreakThru Films) A BreakThru Films/Se-ma-for Studios Production Suzie Templeton and Hugh Welchman
Bester Kurz-Spielfilm
  • "At Night" A Zentropa Entertainments 10 Production: Christian E. Christiansen and Louise Vesth
  • "Il Supplente (The Substitute)" (Sky Cinema Italia) A Frame by Frame Italia Production: Andrea Jublin
  • "Le Mozart des Pickpockets (The Mozart of Pickpockets)" (Premium Films) A Karé Production: Philippe Pollet-Villard
  • "Tanghi Argentini" (Premium Films) An Another Dimension of an Idea Production: Guido Thys and Anja Daelemans
  • "The Tonto Woman" A Knucklehead, Little Mo and Rose Hackney Barber Production: Daniel Barber and Matthew Brown
Bester Tonschnitt
  • "The Bourne Ultimatum" (Universal): Karen Baker Landers and Per Hallberg
  • "No Country for Old Men" (Miramax and Paramount Vantage): Skip Lievsay
  • "Ratatouille" (Walt Disney): Randy Thom and Michael Silvers
  • "There Will Be Blood" (Paramount Vantage and Miramax): Matthew Wood
  • "Transformers" (DreamWorks and Paramount in association with Hasbro): Ethan Van der Ryn and Mike Hopkins
Wird sicherlich an Transformers gehen, auch wenn ich es Ratatouille viel mehr gönne.

Bester Ton
  • "The Bourne Ultimatum" (Universal) Scott Millan, David Parker and Kirk Francis
  • "No Country for Old Men" (Miramax and Paramount Vantage): Skip Lievsay, Craig Berkey, Greg Orloff and Peter Kurland
  • "Ratatouille" (Walt Disney): Randy Thom, Michael Semanick and Doc Kane
  • "3:10 to Yuma" (Lionsgate): Paul Massey, David Giammarco and Jim Stuebe
  • "Transformers" (DreamWorks and Paramount in association with Hasbro): Kevin O'Connell, Greg P. Russell and Peter J. Devlin
Hier räume ich Ratatouille tatsächlich auch größere Chancen ein.

Beste Effekte
  • "The Golden Compass" (New Line in association with Ingenious Film Partners): Michael Fink, Bill Westenhofer, Ben Morris and Trevor Wood
  • "Pirates of the Caribbean: At World's End" (Walt Disney): John Knoll, Hal Hickel, Charles Gibson and John Frazier
  • "Transformers" (DreamWorks and Paramount in association with Hasbro): Scott Farrar, Scott Benza, Russell Earl and John Frazier
Das gewinnen die Pirates - Blech kann ja jeder gut aussehen lassen. *g*

Bestes adaptiertes Drehbuch
  • "Atonement" (Focus Features), Screenplay by Christopher Hampton
  • "Away from Her" (Lionsgate), Written by Sarah Polley
  • "The Diving Bell and the Butterfly" (Miramax/Pathé Renn), Screenplay by Ronald Harwood
  • "No Country for Old Men" (Miramax and Paramount Vantage), Written for the screen by Joel Coen & Ethan Coen
  • "There Will Be Blood" (Paramount Vantage and Miramax), Written for the screen by Paul Thomas Anderson
Bestes Original-Drehbuch
  • "Juno" (Fox Searchlight), Written by Diablo Cody
  • "Lars and the Real Girl" (MGM), Written by Nancy Oliver
  • "Michael Clayton" (Warner Bros.), Written by Tony Gilroy
  • "Ratatouille" (Walt Disney), Screenplay by Brad Bird; Story by Jan Pinkava, Jim Capobianco, Brad Bird
  • "The Savages" (Fox Searchlight), Written by Tamara Jenkins
Ratatouille wäre ein Traum. Ansonsten gewinnt der Außenseiter Lars und die Frauen.

Insgesamt hat die Disney Company 31 Nominierungen, darunter je 8 für No Country for Old Men und There Will Be Blood und sensationelle 5 Stück für Ratatouille. Der beste Film des Jahres wurde mehr oder weniger übergangen... Die Zeit ist wohl noch nicht reif für Piraten in den Hauptkategorien... ;-)

For Your Consideration

Um Stimmberechtigte zu beeinflussen, schalten die Hollywood-Studios jedes Jahr "For Your Consideration"-Anzeigen in den einschlägigen Branchenblättern. Hier die schönsten, eindrucksvollsten und auch die, die sich selbst gehörig überschätzen:



Wem das noch nicht genug war, hier gibt es noch mehr!

Caruso und LaBeouf wieder vereint - Neues vom "Disturbia"-Team

Eine der größten Überraschungen des Kinojahres 2007 war sicherlich Disturbia, der extrem charmante Teenager-Drama-Thriller, der sich (sehr) lose von Hitchcocks Klassiker Das Fenster zum Hof inspirieren ließ und sich als hervorragendes Vehikel für das große Talent Shia LaBeouf entpuppte.

LaBeouf ist in Deutschland noch relativ unbekannt, gehört jedoch zu den großen Hoffnungen des jungen Hollywoods. Während sich das einstmals viel versprechende Disney-Jungtalent Lohan selbst gegen die Wand fuhr und nun nur noch mit Unten-Ohne-Fotos, Sexkapaden, Drogenmissbrauch und Autounfällen auf sich aufmerksam macht und erst gestern mehrere Nominierungen für die Goldene Himbeere einheimste, besticht Shia (ebenfalls ein Talent aus den Disney-Studios) durch Filmauftritte.

Nach seinen Disney Channel-Auftritten überzeugte er 2003 im intelligenten Disney-Spielfilm Das Geheimnis von Green Lake auch auf der großen Leinwand, 2005 reihte er sich mit einem Golf-Film in die lange Reihe der disney'schen Sportdramen ein und letztes Jahr stand er witzelnd und völlig unterfordert zwischen sich kloppenden (und im Garten eines Familienhauses rumhoppsenden) Riesenrobotern. Und dieses Jahr wird er Indian Jones bei seinem vierten Leinwandabenteuer unterstützen.

unten: "Even Stevens"-Hauptdarsteller LaBeouf
in
Disturbia, hier mit seiner hübschen
Leinwand-Partnerin Sarah Roemer

Nicht zu vergessen ist dabei aber auch der bereits erwähnte Streifen Disturbia. Neben der wirklich bezaubernden Sarah Roemer, der ich (sollte sie sich von nun an die richtigen Filme aussuchen) noch eine große Karriere vorraussagen möchte, konnte er hier sein schauspielerisches Können wieder unter Beweis stellen. Dies lag nicht nur daran, dass er hier auch einen weiblichen Gegenpart hatte, der ebenfalls schauspielern konnte (im Gegensatz zu Transformers, wo sich LaBeouf der katastrophalen Megan Fox ausgesetzt sehen musste, die den gesamten Film
über nur einen Gesichtsausdruck aufgesetzt hatte), sondern auch am überraschend guten Skript und der recht starken Regie von David Caruso, der zuvor u.a. die Fernsehserie The Shield inszenierte, deren Handlung ich nicht wirklich mag, aber eine wirklich großartige Inszenierung attestieren muss.

Wie ComingSoon.net verrät, gibt es nun also Grund zur Freude: Nicht nur, dass LaBeouf für dieses Jahr einen viel versprechenden Action-Abenteuer-Blockbuster in der Mache hat (wenn Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels schlechter ist als der lediglich in einigen Pointen überzeugende Transformers fresse ich eine Putzfrau mitsamt Besen), nein, er arbeitet mit Caruso auch wieder an einem Thriller.

Die Dreharbeiten zu diesem Film, dessen Titel Eagle Eye lautet, begannen bereits im November 2007 und sollen im nächsten Monat beendet werden. Bislang ging das aber leider völlig an mir vorrüber - aber dafür ist die Freude jetzt umso größer.

Bei Eagle Eye handelt es sich übrigens nicht um eine Fortsetzung zum völlig unterschätzten de Palma-Thiller Snake Eyes (deutscher Titel: Spiel auf Zeit) mit Nicolas Cage in der Hauptrolle, sondern um einen eigenständigen Film, dessen Idee Steven Spielberg höchstpersönlich hatte - und ursprünglich auch selber umsetzen wollte. Bis sich dann die Produktion des vierten Indiana Jones-Streifens als umfangreicher herausstellte, als man es zuvor vermutete.

unten: Der Weihnachtsmann,
hier clever verkleidet als die bislang
eher unbekannte Michelle Monaghan


In Snake Eyes spielt LaBeouf einen Jugendlichen, der sich unter mysteriösen Umständen plötzlich mit einer ihm völlig unsympathischen jungen, allein erziehenden Mutter konfrontiert sieht. Diese wird von Michelle Monaghan gespielt, welche manche vielleicht aus Kiss Kiss Bang Bang oder Gone Baby Gone kennen könnten.

Die beiden erhalten über bedrohliche Telefongespräche unter Druck gesetzt und gezwungen, sich auf eine gefährliche Aktion einzulassen.

Des weiteren spielt auch Billy Bob Thornton mit, der einen die zwei verfolgenden FBI-Agenten verkörpert.

Die Story klingt bis hierhin vielleicht nicht sonderlich originell, doch wenn man bedenkt, was Caruso und LaBeouf in Disturbia auf die Beine stellten, bin ich sehr zuversichtlich.

Schade ist jedoch, dass Eagle Eye bloß hinter den Kulissen Verbindungen zu Disturbia hat. Dieser soll nämlich auch noch fortgesetzt werden. Befürchtete ich bislang, dass dies nur in die Hose gehen kann, schöpfte ich bei der Inhaltsangabe zu Eagle Eye wieder Hoffnungen. Doch wie ein Blick auf die Besetzungsliste und Rollennamen verrät (LaBeoufs Figuren in den beiden Filmen haben andere Namen), handelt es sich um zwei gänzlich verschiedene Storys.

Schade - ich hatte gehofft schon bald Roemer und LaBeouf erneut gemeinsam auf der großen Leinwand in ihren Disturbia-Rollen zu sehen. Nun werde ich darauf wohl doch länger warten müssen. Und hoffen, dass Caruso tatsächlich noch ein weiterer guter Thriller in die Hände fällt - schließlich soll das Disturbia-Sequel auch überzeugen!

Montag, 21. Januar 2008

V.E.S. Nominierungen - Der Spezialeffekt-Award

So wie man die "Annies" als die Trickfilm-Oscars und die "Razzies" als die Anti-Oscars bezeichnet, so kann man die VES Awards als die Spezialeffekt-Oscars bezeichnen. Hier werden die Spezialeffekte von Experten begutachtet und prämiert.

Die Nominierungen für die diesjährigen Awards sind bekannt gegeben worden und Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt stellte sich mit 7 Nominierungen (einer mehr als der zweite Teil der Trilogie) als absoluter Überflieger heraus.

Hier die Nominierungen in den wichtigsten Kategorien:

Outstanding Visual Effects in a Visual Effects Driven Motion Picture
  • I Am Legend
  • Transformers
  • The Golden Compass
  • Pirates of the Caribbean: At World's End
  • Spider-Man 3
Anhand der zahlreichen Nominierungen sehe ich eigentlich die Piraten ganz vorne, aber in den USA kann man nie wissen, wie sich Roboter so schlagen werden.

Outstanding Supporting Visual Effects in a Motion Picture
  • Ratatouille
  • Zodiac
  • We Own the Night
  • The Kite Runner
  • Blades of Glory
Ratatouille sollte eigentlich gewinnen, schließlich ist der Film ja eh nochmal für die besten "unterstützenden" Effekte nominiert.

Best Single Visual Effect of the Year
  • TRANSFORMERS - Desert Highway Sequence
  • PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD'S END - Jack and Davy Duel
  • 300 - Crazy Horse Sequence
  • SURF’S UP - Riding the Visual Effects
  • SPIDER-MAN 3 - The Birth of Sandman
Das Duell zwischen Jack Sparrow und Davy Jones ist so gut, dass man selbst in der Nahaufnahme nicht mehr sieht, dass es sich hierbei um Spezialeffekte handelt. Der Sandmann-Szene dagegen sieht man es sehr wohl an, allerdings ist diese vom künstlerischen Aspekt eine der besten CGI-Szenen, die es in einem Spielfilm je zu sehen gab. Musik, Skript und Darstellung geben ihr schon etwas lyrisches. Ich weiß nicht, ob der Inhalt mit berücksichtigt wird, aber ich drücke meinen Piraten vorsorglich die Daumen. Sollte es keine dieser beiden Szenen werden, gibt es aber definitv Ärger mit mir. ;-)

Outstanding Animated Character in a Live Action Motion Picture
  • SPIDER-MAN 3 - Sandman
  • THE WATER HORSE: LEGEND OF THE DEEP - Crusoe
  • PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD’S END - Davy Jones
  • ENCHANTED - Pip
  • TRANSFORMERS - Optimus Prime
  • I AM LEGEND - The Infected Leader
Davy Jones und sonst niemand. Bereits in Teil 2 wurde Jones' Aussehen oftmals für hervorragendes Make-Up gehalten, und in Teil 3 wird sein Schauspiel noch viel filigraner und glaubwürdiger. Jones muss gewinnen!

Outstanding Animated Character in an Animated Motion Picture
  • SURF'S UP - Chicken Joe
  • SHREK THE THIRD - King Harold
  • BEOWULF - Beowulf
  • SURF'S UP - Cody
  • RATATOUILLE - Colette
Chicken Joe war definitv ein toller und überzeugender Charakter, aber an Colette reicht er bei weitem nicht herran. Wo sich hier bitteschön Remy versteckt hat würde mich jedoch auch brennend interessieren.

Outstanding Effects in an Animated Motion Picture
  • BEOWULF - Dragon Chase
  • SHREK THE THIRD - Effects
  • RATATOUILLE - Food
  • SURF’S UP - Riding Wave - CG Style
  • RATATOUILLE - Rapids
Das Essen, das Essen! Es sieht so köstlich aus...

Outstanding Created Environment in a Live Action Motion Picture
  • SWEENEY TODD - The Old Bailey
  • PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD'S END - The Maelstrom
  • ZODIAC - Washington and Cherry
  • HARRY POTTER AND THE ORDER OF THE PHOENIX - The Hall of Prophecy
  • RUSH HOUR 3
  • I AM LEGEND - Times Square Hunt
Der Maelstrom!

Outstanding Models or Miniatures in a Motion Picture
  • PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD'S END - Practical and Digital Ships
  • LIVE FREE OR DIE HARD - Freeway Sequence - F35 Miniature and Effects
  • TRANSFORMERS
  • HARRY POTTER AND THE ORDER OF THE PHOENIX - Hogwarts School
  • SPIDER-MAN 3 - Building / Crane Destruction Miniature and Effects
Natürlich die wunderbare Kombination aus echten und digitalen Schiffen bei den Piraten - täuschend echt.

Outstanding Compositing in a Motion Picture
  • TRANSFORMERS
  • PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD'S END - [SPOILER!] Death of Beckett [/SPOILER!]
  • PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD'S END
  • I AM LEGEND - Seaport Evacuation
  • THE WATER HORSE: LEGEND OF THE DEEP - Crusoe
  • HARRY POTTER AND THE ORDER OF THE PHOENIX - Hall of Prophecy and Comp Shots
Ich finde es interessant, dass Pirates hier einmal genrell nominiert wurde und einmal speziell für die herausragende Spoiler-Sequenz. Dass sie auch Effektleuten so sehr ins Auge fiel und eine gesonderte Erwähnung erlangt überrascht mich trotzdem ein bisschen - damit hätte ich nicht gerechnet. Aufgrund schamloser Genialität und grenzenloser Selbstüberzeugung des Pirates-Teams (diese Szene hätte so schnell so albern und zusammengetackert aussehen können - es ist wirklich gewagt gewesen diese Sequenz zu planen und es ist schier unglaublich, dass die Szene so gut funktioniert) gönne ich es der Spoiler-Szene, ein Doppelsieg für Piraten aufgrund gleicher Stimmverteilung wäre natürlich noch schöner... Man wird ja noch träumen dürfen...

Outstanding Special Effects in a Motion Picture
  • HARRY POTTER AND THE ORDER OF THE PHOENIX
Pfff... Hui... Keine Ahnung... Ich tippe mal darauf, dass Harry Potter gewinnt...

So, das war's von den relevanteren Kategorien. TV-, Videospiele und Werbung habe ich mal rausgelassen.

Sämtliche Kategorien und mehr Informationen gibt es hier.

Planet Terror uncut leicht jugendgefährdend?

Wie ihr ja bereits wisst, kam vor einigen Tagen die Meldung heraus, dass das Planet Terror-Steelbook die FSK-Freigabe "keine Jugendfreigabe" erhalten wird, während die Collector's Edition momentan von der SPIO geprüft wird und vorraussichtlich ein "SPIO JK"-Siegel erhalten wird, welches bestätigt, dass der Film strafrechtlich unbedenklich ist.

Meine Vermutung war, dass dies möglicherweise aufgrund der Fake-Trailer geschieht, die aufgrund ihrer besonders trashigen und schockierenden Art teils noch größere Probleme mit den Jugendschützern haben als der Rest von Grindhouse. Und gerade Werewolf Women of the SS ist mit seinem Spaß am Irrsinn recht kritisch in Deutschland - schließlich fehlt in diesem Trailer jeglicher (ernst zu nehmender) historischer Kontext.

Doch wie sich nun herausstellte, liegt der Grund für die Ankündigung eines "SPIO JK"-Siegels für die Collector's Edition woanders.

"Bei der FSK (werden) Kino und DVD nicht gleich behandelt, soll heißen alle Filme, die im Kino "keine Jugendfreigabe" bekommen haben, müssen für die DVD-Auswertung neu geprüft werden.

Und bei der DVD-Prüfung ist PLANET TERROR komplett durchgerasselt...

Somit prüft jetzt die SPIO auf "keine schwere Jugendgefährdung". Ich gehe davon aus, dass der Film diese Freigabe ungeschnitten bekommen sollte. Die SPIO Version kommt dann in die Videotheken (als Steelbook-Edition) und in der Limited Collector's Edition analog zu DEATH PROOF. Die Steelbook Edition im Kaufsegment wird nun auf eine KJ-Fassung gekürzt. Sonst würde ja PLANET TERROR z.B. bei amazon gar nicht zu bestellen sein, was wirtschaftlich nicht gangbar ist."

Dies erklärte ein Capelight-Mitarbeiter bei Cinefacts.com

Capelight war bereits (im Auftrag Senators) für die Gestaltung der Death Proof-DVDs zuständig und wird sich auch der anderen Grindhouse-Hälfte annehmen.

Nochmal zusammengefasst: Sollte die SPIO der Collector's Edition besagtes Siegel geben, würde dies also bedeuten, dass bereits die Uncut-Kinofassung des Films leicht jugendgefährdend ist, und nicht wie von mir vermutet die Fassung mitsamt allen Fake-Trailern.

Möglicherweise wird der Film von der Komission auch mit einer "harten" SPIO-JK-Freigabe gesegnet, was präventiv den öffentlichen Verkauf einschränken würde. Der Handel würde den Film also ähnlich wie einen indizierten Titel behandeln, obwohl der Film nicht indiziert ist.

Ich persönlich finde diese Einordnung übrigens völlig übertrieben - ähnlich wie From Dusk Till Dawn scheinen die Jugendschützer hier wohl nicht das überdeutliche Augenzwinkern zu sehen, das jedem medienfähigen Volljährigen ganz klar suggeriert, wie wenig man den Film nachahmen sollte. Da gibt es schon deutlich gefährlichere Filme.

Samstag, 19. Januar 2008

P.S. Ich liebe dich


Das nennt sich wohl ausgleichende Gerechtigkeit - ich habe in den letzten Jahren so viele Leute mit ins Kino geschleppt, da war es nur eine Frage der Zeit, dass ich erstmals in einen Film gehen muss, den ich auf gar keinen Fall sehen will. Aber weil ich ja nett bin, beim Wort "Kino" sämtliche Verneinungen aus meinem Wortschatz streiche und eh nichts besseres zu tun habe... gehe ich dann halt doch mit.

Weder Inhaltsangaben, noch Trailer oder Making-of-Berichte brachten mich dazu, auch nur irgendwie zu hoffen, dass P.S. Ich liebe dich mir auch irgendwie gefallen könnte. Es gibt halt romantische Filme, die interessant klingen, und es dann auch sind, und es gibt welche, bei denen mir sofort klar wird, dass sie ereignislos und klischeebeladen vor sich dahinplätschern werden. Nicht alle Filmklischees sind mies, aber die Filme, die sich an guten Klischees bedienen sind nunmal weit in der Unterzahl.

Nun war ich gestern also als Mithängsel im ziemlich gut gefüllten Kino - und sah alle meine Befürchtungen über diesen Film bestätigt.

Die Grundidee ist dabei gar nicht mal so schlecht: Eine sich um ihre Zukunft besorgte junge Frau verliert ihren geliebten Ehemann, einen sorglosen und in den Tag hinein lebenden, musizierenden Iren.
Zu ihrem 30. Geburtstag erhält die Frau einen Brief von ihrem toten Freund - im Wissen bald an einem Tumor zu sterben, organisierte er sozusagen eine Schnitzeljagd in ein Leben nach der Verwitwung. In regelmäßigen Abständen erreichen sie immer wieder Briefe mit neuen Aufgaben, die sie aus ihrer Trauer reißen sollen und für eine neue Liebe vorbereiten soll.

Ich habe die Romanvorlage des Films nicht gelesen, aber ich bin mir sicher, dass diese Geschichte in Buchform viel besser funktioniert. Für eine filmische Dramaturgie hat es nämlich nicht gereicht. Das erste Drittel plätschert mit erschreckend harmlos dargestellter Trauer und einfachsten Aufgaben dahin, bis ein Ausflug nach Irland einen Tapetenwechsel und einen recht guten Akt mit sich bringt. Die Neuorientierung und immer wieder aufkeimenden Rückfälle sind interessant zu beobachten und vereinen Romantik mit einem netten Schuss Drama. Doch dann kommen die letzten 40 Minuten, deren Handlung im Roman sicherlich wie eine gute Ergänzung funktionieren - im Film wirken sie aber wie ein übereilter Nachgedanke. Konzentrierte sich der Film zuvor hauptsächlich darauf, dass die Hauptfigur die Trauer aufgeben und eine neue Liebe finden soll, ufert der Sinn der Briefe urplötzlich aus und wirkt wie eine komplette Charakterumkrempelung. Dies holpert zudem von einem Gedanken zum nächsten... "Ach ja, da war ja noch ein angedeutetes Problem! Lasst es uns lösen!"

Tödlich für den Film ist Hilary Swank, die im gesamten Film nur zwei Gesichtsausdrücke zeigt und eher gelangweilt als verliebt bzw. trauernd bzw. von ihren Problem geheilt aussieht. Ich konnte ihr zu keinem Zeitpunkt ihre Rolle abnehmen. Gerald Butler, der den verstorbenen, sorglosen Iren spielt, der in Wahrheit ja sehr weit vorausgedacht hat und die Briefe schrieb, ist dagegen überzeugend, allerdings auch recht farblos. Als hätte der Regisseur versucht sein Schauspiel zu zügeln (weshalb auch immer).

Da hilft leider auch nicht der gut gemeinte, und in den richtigen Händen sicherlich auch wirkungsvolle, Einsatz von Rückblenden nicht weiter - die uns die Vergangenheit der Liebenden näher bringt. Weder Romantik, noch eine Charakterstudie möchte hier aufkommen - es bleibt lediglich bei simpler Informationsübermittlung.

Somit hat P.S. Ich liebe dich vielleicht eine der originellsten Ideen, die das Romanzen-Genre in den letzten Jahren hervorgebracht hat, aber auch eine der uneffektivsten Umsetzungen. Mangelnde Atmosphäre (und dabei sind Irlands grüne Hügel eigentlich eine Stimmungs-Garantie) und eine angeödete Hauptdarstellerin stellen den guten Absichten ein Bein - und legen dem Film dann noch Steine in den Weg.

Vor dem Film lief aber der Trailer für Sweeny Todd. Das Eintrittsgeld hat sich also trotzdem bezahlt gemacht.

Siehe auch:

Freitag, 18. Januar 2008

Laptop für WALL• E-Fans

Entdeckt bei Pixar Planet:



Wenn es jetzt schon Fans gibt, die sich so was hübsches und aufwendiges wünschen, bin ich mal gespannt was passiert, wenn der Film endlich anläuft.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Planet Terror - Beste DVD des Jahres?

Wie ich bereits in meinem Bericht über die Death Proof-DVD andeutete, sehe ich momentan nur bei einer einzigen Veröffentlichung des noch kommenden Jahres das Potential, die sagenhafte Collector's Edition dieses Films zu übertreffen. Und zwar die Collector's Edition zu Planet Terror, welche sich ja stark an das Death Proof-Set orientieren wird (klar, schließlich handelt es sich bei diesen zwei Produktionen eigentlich um zwei gewaltsam getrennte Teile eines zusammengehörenden Films).

Ich bin ja ungern derjenige, der Gerüchte in die Welt setzt, die auf bloßer Spekulation beruhen und zudem unnötigerweise Hoffnungen schüren, aber mich hat da etwas stutzig gemacht:

PLANET TERROR kommt als exklusives Steelbook (keine Jugendfreigabe) sowie in ungekürzter Fassung als 2-Disc Limited Collector's Edition (SPIO/JK beantragt) mit dem ultra-coolen Machete-Trailer und weiterem bislang unveröffentlichtem Bonusmaterial (u.a. 'Die Typen von PLANET TERROR', 'Rebellen-Casting', 'Die Stunts' und 'Die PLANET TERROR Babes') in den Handel.

(Quelle: DVD-Palace)

Im Kino hatte Planet Terror (im Paket mit dem Fake-Trailer Machete) "keine Jugendfreigabe" (ehemals "ab 18 Jahren" oder auch "nicht unter 18 Jahren"). Dies trifft ja auch weiterhin auf das Bonusmaterial-arme Steelbook zu.

Die Collector's Edition von Planet Terror dagegen wurde laut dieser Meldung für das SPIO/JK-Siegel beantragt. Dies bedeutet in nahezu allen Fällen, dass die FSK eine Freigabe ab 18 Jahren verweigert hat. Um sich rechtlich abzusichern wird der Film (bzw. die DVD) einer Juristenkommission vorgelegt. Wenn der Film strafrechtlich unbedenklich ist, vergibt sie das besagte Siegel, dass, sehr sehr grob und vereinfacht gesagt, sozusagen ein Zwischending von "FSK ab 18" und "indiziert" ist.

Wie kommt es aber, dass die 2-Disc-Version schon Mal definitv nicht die selbe Freigabe erhält, wie das Steelbook? Es muss am zusätzlichem Material liegen. Aber welches Making-of kann denn bitte schön eine FSK ab 18 (!) verhindern?

Deshalb vermute ich einfach Mal, dass sich in der 2-Disc Edition möglicherweise ebenfalls eine Trailer-DVD befindet... hier aber mit Fake-Trailern.

Wenn dem so sein sollte... dann wäre dies unbestreitbar die DVD des Jahres.

*Hoffentlich habe ich Recht*

Bild aus dem neuen Clements/Musker-Film

Nachdem im vergangenen Jahr bereits einige Konzeptbilder zu The Princess and the Frog veröffentlicht wurden, veröffentlichte Disney in seinem aktuellen Jahresbericht das erste Szenenbild des kommenden Zeichentrickfilms.

Im Internet kursieren seit einigen Tagen kleine bis mittelkleine Versionen des Bilds, aber dank moviegod.de haben wir nun endlich eine mit ordentlicher Größe. Klickt auf das Bild, um es in seiner vollen Pracht zu erleben.

Wirklich sehr schön und wesentlich viel versprechender als Bolt.

Dienstag, 15. Januar 2008

Preisgaudi bei McDonalds, Sparmenü bei Burger King - von der Preispolitik zweier Fast-Food-Ketten

Ich bin ja ein Nachtschwärmer. Das Problem daran ist, dass man nachts viel schwieriger seinen Hunger stillen kann als tagsüber. Wenn nach einer ausschweifenden Pokernacht oder einem langen DVD-Abend plötzlich der Magen knurrt, ist man mehr oder weniger aufgeschmissen. Selber kochen lässt sich aufgrund der hohen Geruchs- und Geräuschentwicklung nur dann umsetzen, wenn man allein in der Wohnung oder im Haus ist.
Wenn man weiterhin mit Freunden unterwegs ist, ändert sich die Situation auch nicht besonders. Wer will schon nach 1 Uhr mit fünf Leute in der Küche stehen um mal eben was aufwendiges zu zaubern? Zu fünft die Tiefkühltruhe des Gastgebers plündern um Pizza, Fischstäbchen oder sonstiges zu bruzzeln (beziehungsweise zu backen) ist dagegen nicht sonderlich anstrengend, aber auch nicht wirklich nett.

Wenn nachts der Hunger anklopft, heißt es "auswärts essen gehen". Doch schon nach 23 Uhr schrumpft die Anzahl der Alternativen enorm, und nach 1 Uhr gibt es hier in der Gegend nur noch eine Möglichkeit: McDonalds.

Ich mag das Essen bei McDonalds nicht besonders. Die meisten ihrer Burger sind mir zu pappig oder zu fettig, die Fritten sind im Vergleich zu denen, die ich im näheren Umkreis kaufen kann auch nicht die Rede wert.
Trotzdem strande ich immer und immer wieder beim Restaurant zum goldenen M. Entweder, weil ich von Freunden dahin mitgeschleppt werde (meistens esse ich dann die McNuggets oder neuerdings die Chicken Selects, welche ja als gesunde Alternative verkauft werden und laut Nährwertangaben eigentlich genauso schlimm sind), oder weil es sonst keine Alternative mehr gibt. Nur vereinzelt lockt mich eine Aktionswoche zu McDonalds - die Aktionsburger sind ab und an wirklich köstlich. Eine Zeit lang gab es auch eine McFlurry-Geschmacksrichtung, die mich reizte, aber die wurde natürlich abgeschafft.

So viel also über mein Verhältnis zu McDonalds. Ich hasse den Laden nicht, aber aufgrund der für mich eher geringen Auswahl an Dingen, die mir schmecken und der auch sonderlich kleinen Auswahl an akzeptablen Produkten (gegen recht viele aus der Kategorie "Mag ich nicht") hat diese Kette bei mir auch bloß den Status eines Fallnetzes - wenn alle Stricke reißen, dann halt dort hin.

In den letzten Monaten wurde mein Verhältnis zu McDonalds noch ambivalenter. Auf der einen Seite begrüße ich die Bemühungen der Kette, ihr Image zu verändern. Die Chicken-Produkte, die bei McDonalds während meiner Kindheit noch die zweite oder gar dritte Geige spielten, werden immer stärker in den Fokus gerückt und immer mehr Restaurants werden optisch veredelt.
Außerdem erwies sich das Personal im McDonalds in der Nähe meines Gymnasiums als sehr geduldig - als wir anfingen in Lerngruppen für das Abitur zu büffeln waren die Angestellten nirgends toleranter gegenüber uns in Bücher versunkenen, wenig bestellenden und trotzdem lang dort bleibenden Leutchen wie bei McDonalds.

Auf der anderen Seite werden die Preise immer höher, während sich die Portionsgrößen gar nicht verändern oder sogar kleiner werden und die Qualität der teureren Produkte gar nicht besser wird oder nur minimal. Der Preisanstieg steht also überhaupt nicht im Verhältnis zur Leistung. Zugleich ist der Imagewandel ziemlich scheinheilig. In den USA gestartet um gegen Starbucks anzukommen und deren Laptop schleppende Business-Kundschaft abzuwerben, bringt uns das neue Erscheinungsbild in Deutschland herzlich wenig. Ja, es sieht besser aus. Aber die braunen Ledersessel und dunklen Holztafeln sind auch ein deutliches Overstatement und die Kundschaft hat sich auch nicht wirklich verbessert.
Trotzdem erfreut sich McDonalds bei der Jugend ungebrochener Beliebtheit - es sei ja so billig und lecker.

Das nennt man wohl erfolgreiches Markenbranding. Durch die übermächtige Stellung im Fast-Food-Bereich und die fast schon an Kult grenzende Beiweihräucherung der Marke zu Beginn der 90er (und die keineswegs die Popularität einschränkenden Anti-Mäcces-Witze gegen Ende der 90er) sind die jetzt 16 bis 23-jährigen völlig hörig auf McDonalds. Anders kann ich es mir nicht erklären. 2,3 Millionen Gäste täglich und immer wieder bekommt man zu hören, es sei schnell und günstig.

Schnell? Vielleicht. Aber günstig?
Ein Chickenburger (Portionsgröße 148 Gramm) kostet 1,30 €, der momentan beworbene Big Cheese (Portionsgröße: 232 Gramm) kostet einzeln 3,79 € .



...


...


Ich gebe zu, der Big Cheese war ein Aktionsburger, der mich wieder zu McDonalds gelockt hat. Einen ähnlichen Burger gab es bereits letztes Jahr im Angebot und er hat mir recht gut geschmeckt. Aber die Preise für die Aktionsburger nehmen mittlerweile unvorstellbare Höhen an und über 6 Euro für ein Maxi Menü sind echt lachhaft. Aber McDonalds war ja immer günstig, also wird das ja auch jetzt so sein... Die haben ja ihre 1-Euro-Produkte... (aus dem 1-Euro-Programm wurden übrigens bereits 2 Artikel entfernt).

Schauen wir nun zu Burger King.

Burger King steht generell im Schatten von McDonalds. Weder in Deutschland, noch in den USA hat es diese Kette geschafft sich gegen den Mitbewerber zu behaupten. Ja, Burger King gehört zu den erfolgreichsten Restaurantketten weltweit, aber man bleibt nunmal "die andere große Burger-Braterei".

Doch Burger King ist weiterhin groß im Aufschwung. Waren vor einigen Jahren "Burger King"-Werbespots eher irgendwo im Jugendprogramm versteckt, laufen sie nun mit erhobenem Haupt genauso wie die von McDonalds andauernd im Programm. Und Burger King (bzw. die deutsche Geschäftsführung) erkennt die Zeichen der Zeit. Auch wenn die McDonalds-Abtrünnigen weiterhin eher wenige sind, so versteht es diese Kette, sie sofort für sich zu gewinnen. Burger King bietet es von sich aus an, seine Burger individuell zu verändern. Bei McDonalds bleiben Fragen wie "Geht das auch ohne Zwiebeln?" Sonderwünsche.
Und während McDonalds immer teurer wird, stürmt Burger King immer öfter den deutschen Markt mit Dumping-Aktionen. Zwischendurch erfolgen weiterhin Aktionen, die preislich an McDonalds erinnern, doch der Großteil der Aktionswochen zeigt McDonalds mittlerweile, wo die Preisspirale hinführen sollte.

So auch die aktuelle Aktion: Für 3,99 bekommt man einen Burger mit doppelt Fleisch und wahlweise Ketchup, Zwiebeln und Chillischoten oder mit zwei Scheiben Käse, Gurke und Ketchup. Dazu ein mittleres Getränk und eine mittlere Portion Pommes.

Wie kommt es also, dass Burger King ein ganzes Menü anbieten kann, das nur 20 Cent mehr kostet als der aktuelle Aktionsburger von McDonalds?

Klar. Burger King will die Leute anlocken, die realisieren, dass McDonalds unverschämt teuer geworden ist.
Sicherlich ist auch Burger King nicht perfekt. McDonalds macht die besseren Desserts und hat im Normalfall die innovativeren Aktionen. Aber Burger King ist frischer, erfüllt Sonderwünsche ohne murren und vergleichbare Burger gefallen mir in der Regel bei Burger King besser. Außerdem finde ich den derzeitigen Trend, aus knalligen 50er-Jahre-Stil-Einrichtung langsam gediegeneres 50er-Ambiente zu schaffen ehrlicher als die Umwandlung bei McDonalds.
Und zu guter Letzt: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist viel besser.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich letztens kurz hintereinander an einem Burger King und an einem McDonalds vorbei ging. McDonalds war völlig überfüllt, man sah viele Leute mit der auffälligen Verpackung der aktuellen Aktionsburger. Burger King dagegen war kaum gefüllt. Ich frage mich echt, wie viel teurer McDonalds noch werden darf, und wie weit Burger King noch seine Preise drücken muss, bis sich das mal ändert.
Ein Burger King-Menü zum Preis eines McDonalds-Burgers finde ich jedenfalls schon sehr extrem.

Aber mir als Gelegenheitskunde kann das ja egal sein... Ich wundere mich halt nur.

Die 10 unglaublichsten Quizantworten

Die durchaus sehr humorvollen Medienkritiker auf www.fernsehkritik.tv schließen sich dem unabbändigen Trend der Countdownshows an und präsentieren in knapp weniger als zehn Minuten die unglaublichsten "Quizantworten", die man bei den nächtlichen und morgendlichen Abzockspielchen beim DSF und der Ganoverrei-Dauerschleife von 9live zu hören bekam.

Die Antworten sind so dreist, dass man nur noch darüber lachen kann - seine im tiefsten innernden aufkeimende Reaktion (Streitaxt rausholen und die Betrüger einen Kopf kürzer machen) kann man ja schlecht rauslassen...

Das Video ist zwar schon etwas betagt, aber ich möchte es euch trotzdem vorstellen.

Montag, 14. Januar 2008

Machen Sie Urlaub! Lassen Sie Ihr Gehirn zuhause! Aber bringen Sie bitte den Nintendo DS mit!

Disney-Insider Jim Hill berichtet heute auf seiner Webseite von der so genannten Disney Magic Connection, einer neuen technischen Entwicklung, die sich derzeit in der Testphase befindet. Diese Tests werden derzeit mit Gästen des Magic Kingdom-Parks in Walt Disney World durchgeführt,bei Erfolg soll die Erfindung anscheinend für den gesamten Freizeitkomplex eingesetzt werden.

Laut Hill muss man dieses Gerät lediglich in seinen Nintendo DS stecken, und schon hält man den ultimativen Parkguide in den Händen. Es bietet ausführliche Lagepläne, stets erneuerte Informationen über die Wartezeiten an den einzelnen Attraktionen sowie über die Verfügbarkeit des FastPass - und dies ist nur die Grundlage. Obendrein soll es den Besuchern ermöglichen eine Wunschliste an Attraktionen, Shows und Paraden zu erstellen, die man besuchen möchte - die Disney Magic Connection "errechnet" den optimalen Weg, sie abzuarbeiten.
Außerdem verrät diese technische Spielerei, wann und wo welche Disney-Figuren auftauchen. Und als wäre das nicht genug, es erkennt, wo man sich im Park befindet und bietet im Falle einer Warteschlange (was in Disney-Parks mitunter vorkommen kann) entsprechende Trivia-Infos und Spiele an, die die Wartezeit verkürzen sollen.


Sind die Amerikaner zu dumm oder zu faul, ihren Besuch selber zu planen? Die Disney-Parks haben in der Nähe ihres Central Plazas eine regelmäßig aktualisierte Tafel, welche die Wartezeiten an den Attraktionen verrät. Lagepläne der Parks liegen bei Disney zu Hauf herum - sie sind schön gestaltet, für Parkneulinge hilfreich und obendrein schöne Andenken. Und die Auftrittszeiten der wichtigsten Figuren sowie die Termine sämtlicher "Autogrammstunden" (= Auftritte von Disney-Figuren mit einem Fotografen, die Kinder müssen sich anstellen - im Gegensatz zu den sonstigen Begegnungen mit frei herumlaufenden Figuren) sind im Park angeschlagen und auf einem Showzeiten-Flyer abgedruckt.
Und die Überraschungsbegegnungen mit den Charakteren gehören doch zu den magischsten Erlebnissen in den Parks.


Also... wofür dann dieses Ding? Lohnenswert ist dies doch nur für Großfamilien die zum ersten Mal in den Park fahren. Da haben die Eltern sicherlich nicht den Kopf, selber in die Pläne zu gucken und dann müssen sie auch noch dafür sorgen, dass die kleinsten ihre Lieblingsfiguren auf jeden Fall sehen.
Aber schon einer vierköpfigen Familie traue ich genug Grips und Zeit zu, den Aufenthalt in einem einzelnen Park alleine zu planen.

Das ist jedenfalls meine Meinung. Vielleicht sehe ich das aber auch etwas zu zynisch. Möglicherweise lese ich aus Hills Artikel zu viel "Hirn-an-der-Kasse-abgeben" heraus und in Wahrheit ist das Gerät nur ein kleiner Helfer?
Trotzdem - sollte ich mal nach Florida kommen (oder sollte es in Paris angeboten werden)... Ich werde darauf verzichten.

Außerdem... ich wundere mich, wie Disney die Illusion einer "anderen Welt" aufrecht erhalten will, wenn überall Leute mit ihrem DS herumhantieren und versuchen ihren Besuch in einem FREIZEITPARK zu optimieren...

Umfrage gestartet

Dieser Blog befindet sich ja noch in der Experimentierphase, und da gehört neben der Themenfindung auch das wilde Herumspielen mit Blog-Features dazu. Deshalb teste ich gerade aus, ob eine Umfragefunktion in diesem Blog Sinn macht oder nicht.

Die aktuelle Umfrage findet ihr in der linken Spalte dieses Blogs, und sobald sie abgelaufen ist, werde ich mich entscheiden, ob es eine neue gibt oder nicht.

Edit: Den Beginn macht ja meine kleine, unschuldige Kinoumfrage. Wer möchte, kann gerne mit Hilfe der Kommentarfunktion verraten, welchen Film er sich ansah bzw. warum er bisher nicht im Kino war ("keine Zeit", "läuft nix interessantes", "das Kino meiner Stadt ist Pleite gegangen", "mein Hund hat die Haustürschlüssel gefressen und deshalb kann ich nicht weggehen", "geht dich doch nichts an"...)

Sonntag, 13. Januar 2008

Verwünschte Disney-Anspielungen

SPOILER! Wer Verwünscht noch nicht gesehen hat, braucht gar nicht erst weiterlesen!

Gestern war ich endlich zum zweiten Mal in Verwünscht und wie bereits versprochen möchte ich euch die Disney-Anspielungen vorstellen, die ich beim ersten und zweiten Ansehen des Films entdeckt habe.

Der Film verliert übrigens beim zweiten Ansehen nicht an Qualität - zwar zünden, naturgemäß, nicht mehr alle Pointen so sehr wie beim ersten Mal, aber dafür habe ich nun das Lied "So nah" lieben gelernt, welches ich bei meiner Verwünscht-Premiere nur ganz gut fand. Trotzdem bleibt "Wie zeigst du deine Liebe?" mein ungeschlagener Favorit. Das Aufräumlied hat bei mir übrigens auch an Respekt gewonnen. Mir hat es ja schon letztes Jahr sehr gefallen, aber ich konnte mich aufgrund der herrlichen Szene nicht so gut auf das eigentliche Lied konzentrieren. Nun habe ich etwas mehr auf die Komposition geachtet und finde sie wirklich sehr pfiffig.

So viel also zum Update meiner Rezension. Nun aber zum Kern dieses Beitrages. Ich werde bemühen mich auf audiovisuelle Anspielungen zu beschränken, sowie auf einzelne Handlungsideen. Auf größere Handlungsparallelen einzugehen würde zu weit führen und zugleich auch die Frage aufwerfen, wie viel davon auf Genrekonventionen zurückzuführen ist und was nun Absicht war.

  • Das Disney-Logo wird abgewandelt - eine Kamerafahrt, ausgehend von der Endposition des normalen Logos, führt ins Schloss hinein und offenbart einen Raum mit einem Märchenbuch. Die Fahrt in ein sich öffnendes Märchenbuch ist klassisch für Disney-Märchenfilme und auch die Schrift, in der die Einblendung "Walt Disney Pictures presents" gehalten ist erinnert an Schneewittchen oder auch Dornröschen.
  • Die Erzählerin ist niemand geringeres als Julie Andrews, die Darstellerin von Mary Poppins. (Diese Anspielung entnahm ich dem Internet, selber konnte man sie in der Synchronfassung wohl kaum entdecken.)
  • Königin Narissa ist die Stiefmutter von Prinz Edward. Das könnte Genrekonvention sein, oder aber eine Referenz auf die bösen Stiefmütter in Cinderella und Schneewittchen.
  • Giselle hat sprechende und singende Tierfreunde mit Schneidertalenten, eine deutliche Referenz an Disneys Cinderella. Aber auch Schneewittchen und Aurora hatten Tierfreunde, jedoch haben diese nicht geantwortet. Arielle zähle ich jetzt nicht auf, die war ja auch ein Fabelwesen, da wundert es nicht, dass sie mit Tieren kommunizieren kann. ;-)
  • Unter Giselles tierischen Freunden befindet sich auch eine Schildkröte. In älteren Disney Zeichentrickfilmen waren Schildkröten auffällig überrepräsentiert und mischten sich munter unter die üblichen Waldtiere wie etwa Waschbären, Rehe und Hasen. Besonders auffällig ist dies in Schneewittchen.
  • Als Giselle die Diamanten hochhält, ähnelt das Bild an Seppl, als er durch einen Diamanten blickt.
  • Giselle singt von einem Mann, den sie im Traum gesehen hat. Erinnert das nicht an Aurora?
  • Dass Giselle eine "Statue" ansingt könnte dagegen aus dem Meisterwerk von 1989 entnommen sein.
  • Giselles "Lockruf" ist der Gesang, den Schneewittchen ihrem Spiegelbild im Brunnen zuwirft.
  • Der Troll trägt die Kleider von Schneewittchen, Belle, Aurora und Cinderella sowie Arielles Muschel-Bikini... Ich will die Vorgeschichte nicht wissen...
  • Als sich Giselle und Prinz Edward von den Tieren gefolgt singend auf einem stolzen Pferd in den Sonnenuntergang verabschieden um am nächsten Tag zu heiraten, könnte man kurzzeitig schwören gerade die Endsequenz von Schneewittchen zu sehen.
  • Giselles Kutsche erinnert frappierend an die von Cinderella.
  • Auch die Tatsache, dass die Tiere ihr in letzter Sekunde das Kleid fertig stellen erinnert einen an den Disney-Klassiker von 1950.
  • Narissas Verkleidung als alte Frau (bzw. Hexe) erinnert einen natürlich an Schneewittchen.
  • Giselle verwechselt einen erzürnten, kleinwüchsigen Mitmenschen mit dem Zwerg Brummbär. Und die Synchro hat den Gag tatsächlich verstanden.
  • Das "Schloss" an das Giselle klopft (ohne zu merken, dass es Werbung für ein Casino ist) sieht aus, als sei es die Billig-Firma-Kopie einer Disneyland-Werbung.
  • "Das flotte Aufräumlied" steht in der Tradition von "Wer bei der Arbeit pfeift" und "Ein Löffelchen voll Zucker", Giselles Reflektion in den Seifenblasen erinnert an Cinderella. Die zurücksingenden und wegfliegenden Küchenschaben auf Giselles Finger erinnert an das Rotkelchen auf Mary Poppins' Zeigefinger.
  • Nancys Nachname ist laut Abspann "Tremaine" - dies ist, laut Merchandising und Disney-Archivmaterial, der Nachname von Cinderellas Stiefmutter.
  • Die Anwaltskanzlei von Robert heißt "Churchill, Harline and Smith" - dies sind die Nachnamen der Songschreiber von "Schneewittchen".
  • In der Anwaltskanzlei läuft eine Easy-Listening-Version von "Part of your World" aus Arielle, die Meerjungfrau.
  • Roberts Sekretärin sprach einstmals eine rothaarige Disney-Prinzessin, die unter dem Meer geboren wurde. Ja. Es ist Jodi Benson in einer Cameo-Rolle!
  • Auch die Gesangsstimme von Pocahontas taucht im Film auf: Judy Kuhn spielt die Mutter mehrerer Kinder, die Prinz Edward entgegnet, er sei zu spät.
  • In der Telenovela, die sich Edward ansieht ist Paige O'Hara, die Stimme von Belle, zu sehen. Im Hintergrund läuft eine abgewandelte Fassung von "Die Schöne und das Biest".
  • Laut Abspann sieht sich Robert auch Disneys (Spielfilm-)Robin Hood an.
  • Prinz Edward schaltet im Fernsehen einmal um und es ist eine sehr heitere Melodie zu hören. Zunächst dachte ich, sie sei aus Drei Caballeros (genauer gesagt aus der Szene, in der der Pop-Up-Zug die chaotische Schienenführung bezwingt), doch beim zweiten Ansehen des Films habe ich eher vermutet, es sei ein Schnipsel aus "Rosa Elefanten". Laut Abspann von "Verwünscht" kommt der Song auch im Film vor, also wird meine zweite Vermutung wohl eher stimmen.
  • Ein Filmausschnitt aus "Fröhlich, Frei, Spaß dabei" ist zu sehen.
  • Die Reporterin heißt Mary Ilene Caselotti, was eine Zusammensetzung aus den Namen der Sprecherinnen von Aurora, Schneewittchen und Cinderella sind. (Danke an IMDB für diese Idee, ich habe den Namen der Reporterin nie aufmerksam verfolgt...)
  • Die Musiksequenz im Central Park erinnert stilistisch an Menkens ausgelassenen Songs der 90er-Jahre-Meisterwerke. Die jamaikanische Steeldrum-Band mitsamt Sänger ist ein Wink an Sebastian, genauso wie die Bootsfahrt mitsamt weißem Sonnenschirm. Die Mariachi-Band dagegen ist eine subtile Hommage an "Drei Caballeros" und "Saludos Amigos", zwei Mischfilme und somit "Vorgänger" dieses Films. Dass als dritte Nation ausgerechnet Deutschland mit in den Mix geworfen wird erinnert daran, dass Grimms Märchen für Disney eine stete Geschichtenquelle waren. Und als gegen Ende der Sequenz eine ganze Meute hüpfend und singend einen Pfad folgt und letztlich Giselle hochgehoben wird und vom erhöhten Platz aus den Zuschauern zuwinkt, indem sie den Arm ausstreckt und eine schwingende Bewegung macht wirkt die Choreographie wie aus einer Disney-Parade entsprungen.
  • Hier musste ich wieder nachgucken: Angeblich sind die älteren Männer, die eher zu Beginn dieser Musikszene steppend zu ein paar älteren Damen tänzeln allesamt Background-Tänzer der "Schritt und Tritt"-Tanzsequenz aus "Mary Poppins". Ihre Choreographie soll auch an diese Szene angelehnt sein.
  • Verwünscht ist nicht der erste FIlm mit einer alten Frau, die Vogelfutter mit sich trägt... (Mary Poppins, anyone?)
  • Die giftigen Äpfel sind natürlich aus Schneewittchen.
  • Das Restaurant "Bella Notte" ist natürlich eine Hommage an den zentralen Song in "Susi und Strolch".
  • Giselle sagt, sie habe kein Kleid um auf den Ball zu gehen und sie wüsste nicht, wo sie eine gute Fee herbekommen sollte. Cinderella lässt grüßen.
  • Die Kamerafahrt während der Ballsequenz nahmt die aus "Die Schöne und das Biest" nach.
  • Ich weiß nicht, ob es Absicht ist, aber Roberts blauer, mit gold besetzter Anzug in der Ballsequenz erinnert mich an das Biest.
  • Wie Giselle den Apfel fallen lässt, ist genau den Kameraeinstellungen aus Schneewittchen nachempfunden.
  • Dass nur ein Kuss die "Prinzessin" erlösen kann, kam schon zwei Mal bei Disney vor. Bei Schneewittchen und bei Dornröschen.
  • Narissas Schleppe und die Verwandlung in einen Drachen entstammen aus Dornröschen.
  • Im Abspann sind einige Silhouetten zu sehen, die bereits von Disney verfilmte Märchen nachahmen... Und die Geschichte von der Prinzessin und dem Frosch... Dem nächsten Disney-Zeichentrickfilm. Rapunzel dagegen wird im Central Park aufgeführt (und Giselle platzt in die Vorstellung rein). Zufall?

So, ich habe sicherlich einiges übersehen oder einfach nur wieder vergessen. Aber dafür haben wir ja die Kommentarfunktion...