Montag, 3. August 2009

Michael Moore verabschiedet sich vom Dokumentarfilm

Mit seiner lange Zeit unbetitelten Dokumentation Capitalism: A Love Story (siehe den Trailer hier) möchte sich der erfolgreiche und polarisierende Essayist vom Dokumentarfilm verabschieden. Das erzählt er zumindest The Detroit News.

Ob er sich für immer und ewig von seinem Erfolgsmetier verabschiedet oder nur vorrübergehend in anderen Bereichen Luft schnuppern will, sei bislang unklar. Moore ist sich jedenfalls sicher, dass er den Zeitpunkt für seinen Wechsel in ein anderes Fach richtig gewählt hat. "Ich fing an darüber nachzudenken: Wenn ich nur noch einen einzigen weiteren Film machen könnte, welcher wäre es?", sagte Moore gegenüber Detroit News. Capitalism sei dieser Film, denn er ist die Essenz seiner bisherigen Arbeit. In ihm behandelt er die Wurzel des Übels, die allen seinen bisherigen Dokumentationen zu Grunde liegt.

Für die Zukunft nahm sich Michael Moore vor ins fiktive Fach zu wechseln (welches er seinen Kritikern zu Folge eigentlich niemals verlassen hat). Moore hat eigenen Aussagen nach bereits zwei Drehbücher in der Hinterhand, eine Komödie und einen Krimi. Moores letztes fiktionales Projekt, Unsere feindlichen Nachbarn, stammt aus dem Jahr 1995. Es ist John Candys letzter Film und zeigt auf satirische Weise die Medienfolgsamkeit Amerikas auf. Die Komödie, in der die US-Regierung beschließt die Wirtschaft mittels eines Kriegs gegen Kanada zu stabilisieren, floppte trotz mancher wohlwollender Kritiken an den Kinokassen.

Moores womöglich letzte Dokumentation startet unter dem Titel Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte am 22. Oktober in den deutschen Kinos.

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