Donnerstag, 26. November 2009

Versagt Camerons "Avatar"?

James Camerons Avatar rückt immer näher und die ganze Filmwelt fragt sich, ob der selbst ernannte König der Welt seinen Titanic-Erfolg wiederholen kann.

Schenkt man dem Klatsch-und-Tratsch-Blog Defamer Glauben, so scheiterte der anstrengende Regisseur in seinem Vorhaben. Möglicherweise spielt Avatar viel Geld ein, doch qualitativ soll Avatar einer eher unteren Schublade angehören, weshalb bereits Vergleiche mit Star Wars Episode I - Die dunkle Bedrohung gezogen werden. Eine ungenannte Quelle, angeblich aus der Unterhaltungsindustrie, behauptet sich große Teile des Films angesehen zu haben, mit weitreichenden Folgen:

"I watch a lot of movies, and am especially obsessed with watching horrible
films with inflated budgets. I was delighted to find that Avatar didn't
disappoint in the absolutely horrible fetishizing of azure humanoids that James
Cameron has obviously been drawing on the back covers of his notebooks since
middle school and secretly getting off to in the gym locker room. The new
technology they've been using to eliminate the headaches and sickness conducive
to old 3D tech has not been used properly in the action scenes throughout Avatar. The problem is with cutting in between 3D focal points and
perspective - the mind cannot adjust to it without a buffer - thus, Avatar is literally vomit inducing.

But the movie itself, the story/acting/tone are alienating and weird. Of
course there are very beautiful moments, with great editing/sound/art direction,
but overall it's a horrible piece of shit. The entirety of the Hollywood
marketing machine is behind it, however, so it's going to make a boatload (eh I
could slip a Titanic ref. whatever) of money."

Oder kurz: Avatar ist ein mieser, Brechreiz erregender Film mit hässlichen Aliens und einigen sehr schönen Sequenzen, in denen Technik und Design zu etwas beachtenswertem verschmelzen.

Ob das stimmt? Solchen Blogs vertraue ich nicht allzu sehr, doch ich selbst war bereits wenig angetan von den bisherigen Trailern und Camerons Titanic gehört für mich zu den unverschähmt überschätztesten Filmen aller Zeiten. Eine solche Reaktion auf Avatar, wie sie Defamer zukam halte ich deshalb für durchaus realistisch.

Mehr über Avatar, genauer gesagt über meine Haltung zu diesem Film, könnt ihr übrigens in meiner Quotenmeter-Kolumne nachlesen. Folgt ruhig diesem Link. Ich werde nach Klicks bezahlt.*

*Nein, werd' ich nicht.

4 Kommentare:

Sunshine hat gesagt…

Naja, extrem negative Kritiken kommen ja aus Prinzip zu jedem groß angekündigten Blockbuster raus.

Das Problem bei Avatar ist ja mittlerweile, dass der Hype so unglaublich groß ist ("Kinorevolution" usw.), dass der Film das alles eigentlich gar nicht erfüllen kann. Die Story ist nun wirklich nicht weltbewegend, die Optik find ich allerdings recht ansprechend. 3D ist für mich allerdings nur ein technischer Gimmick - wenn der Film mich ohne 3D nicht überzeugen kann, dann ists mir egal, was so alles auf mich zu springt oder wie plastisch die Landschaften wirken. Das entlockt dem Zuschauer dann ein "Boah, was die heutzutage alles können", aber ob es für positive Mundpropaganda reicht? Fraglich.

Deine Kolumne fand ich gut und sie zeigt mMn auch recht gut, dass ein extremer Hype manchmal genau den gegenteiligen Effekt haben kann. Manche Leute springen begeistert auf ("Ich hab noch nix von dem Film gesehen, aber der wird soooo genial!") und andere werden eher immer genervter und warten im Grunde schon fast darauf, dass der Film ein Flop wird. Einfach aus Prinzip, selbst wenn sie vll. früher einmal gespannt auf Infos gewartet haben. Aber jetzt kann man ja keine Schritt mehr tun, ohne irgendwas zu dem Film unter die Nase gerieben zu bekommen.

Ich bin kein Star Wars-Fan, aber ich erinner mich noch genau an die Fans, die nach Episode 1 extrem, ähm, angefressen aus dem Kino kamen. Wenn man die Erwartungen so extrem hochschraubt, dann muss man etwas wirklich Großes bringen. Sonst bekommt man die Wut der Fans zu spüren.

Mir ging zB damals der Hype um die Harry Potter-Bücher extrem auf die Nerven. Ich hab das alles konsequent ignoriert, war glücklich mit LotR - wobei mein fantasybegeisterter Vater da auch eine Rolle spielte^^ - und hab mich erst jetzt etwas mit Harry Potter beschäftigt, nachdem nicht mehr alle gleich in Fangekreische ausbrechen, wenn man nur den Titel erwähnt. Mir gefällt die Reihe bzw. bestimmte Charaktere. Warum das aber so extrem ausgeartet ist... steckt man nicht drin.

Sir Donnerbold hat gesagt…

Meine größte Angst ist ja, dass "Rapunzel" der "Avatar" des Animationsfilms werden könnte (im Falle eines Avatar-Flopps).

Lange Entwicklungszeit, hohes Budget, vermeintliche Revolution der Computertechnik, gigantische Erwartungen... *bibber*

Sunshine hat gesagt…

Wenn man das so liest, spricht ja fast alles dafür. Aber nein, das wird nicht passieren. Ganz sicher nicht! *daumendrück*
Gar nicht drüber nachdenken, sondern auf Küss den Frosch freuen! Der 6.12. ist nicht mehr lang hin! YAY!

Und wer weiß, vll. ist Avatar ja doch gut. Bei Filmen bin ich gern bereit, einfach mal verhalten optimistisch zu sein.

Anonym hat gesagt…

Die Optik finde ich saumässig schlecht, ich glaube die Leute haben zuviele Computerspiele gespielt, dass sie visuelle Scheisse gar nicht mehr wahrnehmen....

Echt... mir wird schlecht beim anschauen

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