Freitag, 31. Juli 2009

Flynn's Fantastic Fox Strike

Drei sehr unterschiedliche Videos stehen nun im Fokus.
Zunächst präsentiere ich euch den Trailer für The Fantastic Mr. Fox, den ersten Animationsfilm von Wes Anderson (Royal Tennenbaums, Darjeeling Limited).


Schön ist ja, dass Anderson seine markanten Kameraeinstellungen auch in diesem Film wiederfinden lässt. Aber das Figurendesign und die Animation? Das ist ja grausig! Erinnert mehr an uralte Frühstücksflocken-Werbespots oder billige TV-Specials. Und kommt mir nicht mit dem "das soll so sein"-Argument. Man kann absichtlich schlecht aussehen und versagen oder absichtlich schlecht aussehen und dabei Charme versprühen (Grindhouse!) und das hier gehört für mich in die erstere Kategorie.

Um die Comic Con auch endlich hinter uns zu lassen, gibt's hier ein professionell gedrehtes Video von der Comic Con, das sich auf Flynn's Arcade konzentriert und einen nochmal so richtig neidisch macht auf all diejenigen, die anwesend waren:


Und für Disney-Fans und -Historiker habe ich mir extra das Highlight bis zum Schluss aufgehoben: Privataufnahmen vom Streik 1941, die ihr euch hier angucken könnt.

Bruckheimers Weltkriegsroboter

Jerry Bruckheimer weitet sein Feld immer mehr aus. Von den früheren Action-Blockbustern hin zu Action-Abenteuern mit Fantasy- und Komödienelementen wie Fluch der Karibik hin zu Familienstoff wie G-Force oder Känguru Jack. Und jetzt versucht er sich auch im Bereich der Graphic-Novel-Adaptionen und Sci-Fi-Stoffen:

Wie Variety meldet erwarb Bruckheimer die Kinorechte an der Graphic Novel "World War Robot", einer 48-seitigen Sci-Fi-Story über einen brutalen Krieg zwischen Erd- und Mars-Bewohnern sowie ihren Robotern. Der Kampf findet auf der Erde, dem Mond und dem Mars statt und wird aus beidne Perspektiven im Stil eines Kriegs-Tagebuchs erzählt.

Jim Hill stellt in seinem heutigen Artikel heraus, dass sich der Disney-Konzern gestern mehrere Internetdomains zu diesem Titel sicherte, ebenso wie die Domain ohsaycanyoupee.com und thetigerkingmovie.com. Was sich wohl dahinter verbirgt?

Donnerstag, 30. Juli 2009

Brennendes Interesse

Die Comic Con wirbelte letztes Wochenende so einigen Staub auf und goss großzügig Öl in die lodernden Flammen meiner Vorfreude auf einige Filme.
Dies möchte ich mir zum Anlass nehmen eine Hitliste der Filme zu erstellen, die ich am wenigsten abwarten kann. Und bevor einige treue Leserinnen und Leser aufspringen, möchte ich noch schnell erklären, dass es sich hierbei nicht um eine Neuauflage meiner 70 Most Wanted handelt. Damals listete ich meine 70 am heißesten ersehnten Wunschfilme. Filme die Disney ankündigte und wieder einstellte, Filme die in der Development Hell feststeckten, Produkte der Gerüchteküche und meine eigenen Traumfilme.

Hier hingegen möchte ich mich auf offiziell angekündigte Filme beschränken. Um die Regeln etwas zu verschärfen, sind auch weitere "Lebenszeichen" des Projekts Grundvoraussetzung. Die Disney/ImageMover Digital-Koproduktion Animated American über einen animierten Jugendlichen, dessen menschliche Freundin ihn ohne jegliche Vorzeichen verlässt und somit in einen Selbstfindungsprozess stürzt werdet ihr beispielsweise nicht in dieser Liste finden, weil sich seit der ersten Ankündigung überhaupt nichts mehr bezüglich dieses Films tat.

Diese Hitliste ist also nichts weiteres als ein kleines Barometer für meine Vorfreude für einige Filme. Von "ich will ihn bald sehen!" bis "zum Bersten mit Erwartungen und Vorfreude gefüllt".

Und da ihr euch eh schon denken könnt, welcher Film gewinnt, verzichte ich auf den Countdown-Modus und präsentiere euch die Hitliste von Rang 1 an abwärts.

Meine 15 am meisten erwarteten Filme

Platz 1: Pirates of the Caribbean 4
Das sollte nur die wenigsten überraschen. Von sämtlichen bestätigten Filmprojekten freue ich mich mit Abstand am meisten auf die neuste Fortsetzung zu Fluch der Karibik. Und wisst ihr wieso? Neugierde... Ich will wissen, wie er schmeckt... Und wieso auch nicht? Die ursprüngliche Trilogie besetzt drei Plätze in meiner persönlichen Film Top Five und da mit Johnny Depp als Hauptdarsteller, Jerry Bruckheimer als Produzent und Ted Elliott und Terry Rossio als Autoren auch die für mich entscheidensten Köpfe hinter dem Franchise für eine Rückkehr bestätigt sind gibt es in meinen Augen keinerlei Grund zur Besorgnis, dass Teil 4 der Reihe Unrecht tun könnte.
Bis zum Drehstart (angeblich schon Frühjahr 2010) können weitere Verkündungen meine schon brennende Vorfreude weiter anheizen. Gut, für diese Hitliste wird es keinen Unterschied machen, aber vermerkt sei es trotzdem, dass eine Rückkehr von Hans Zimmer als Komponist, Kevin McNally (Gibbs), Lee Arenberg (Pintel) und Mackenzie Crook (Ragetti) mein Herz noch höher schlagen ließen. Geoffrey Rushs Rückkehr sehe ich als gesichert an, eine Bestätigung wäre dennoch sehr angenehm.

Pirates of the Caribbean 4 - ganz klar auf Platz 1, weil alles andere bedeuten würde, dass bereits ein brauchbar klingender Donald-Duck-Alter-Ego-Kinofilm angekündigt wurde und sich mein Herz von der Ankündigung noch immer nicht erholt hat. Weshalb ich das hier eigentlich gar nicht schreiben könnte...

Platz 2: Rapunzel
Meine Vorfreude auf Rapunzel muss ich mittlerweile wohl ebenso wenig erklären, wie die auf Pirates of the Caribbean 4. Der ursprünglich von Glen Keane konzipierte Computeranimationsfilm war anfangs ja nicht gerade ein Kandidat für solche Hitlisten, allerdings sind diese Zeiten mittlerweile nahezu vergessen. Die Märchenparodie, in der eine Zicke und ein Pizzalieferant in ein Märchenbuch gehext werden entwickelte sich zu einem sich selbst ernstnehmenden Märchen mit weit reichenden Ambitionen. Keanes Ziel scheint nichts geringeres zu sein, als den bestaussehendsten Computeranimationsfilm aller Zeiten zu produzieren. Der hier im Blog schon oft herbeizitierte erste Akt einer frühen Fassung dieses Films, der angeblich alle bis dato bei Disney produzierten Filmeröffnungen übertrumpft, ist da fast schon nur die Kirsche aus dem Eisbecher. Bleibt nur zu hoffen, dass die neuen Regisseure den in uns Fans gesäten Erwartungen gerecht werden.

Platz 3: Tron Legacy Platz 4: Alice im Wunderland
Ohje, ohje, ich sehe jetzt schon die geschockt-erzürnten Gesichter am anderen Ende der Internetverbindung... Deshalb komme ich schnell zum Punkt: Ich will hiermit nicht sagen, dass Tron Legacy besser wird als Alice im Wunderland, ich will bloß sagen, dass ich seit der Comic Con auf Tron Legacy nochmal einen kleinen Ticken mehr gespannt bin als auf Tim Burtons nächsten Traum von einem Film. Denn bei Alice im Wunderland bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher, was ich zu erwarten habe. Der Streifen wird großartig, und Punkt. Tron Legacy dagegen ist dahingehend eher ein unbeschriebenes Blatt, aus dem Film könnte alles mögliches werden. Ein neuer Geheimtipp, ein feuchter Geek-Traum dessen Faszination nur manche nachvollziehen können oder ein hammergeiler Blockbuster. Der Film könnte gut aussehen oder auch tatsächlich gut sein.
Und deshalb freue ich mich auf meinen Kinobesuch von Tron Legacy jetzt schon ein wenig mehr als auf Alice im Wunderland. Denn dann werde ich endlich Gewissheit haben, wie die lang erwartete Fortsetzung denn nun ist.
Das ändert aber nichts daran, dass ich vor lauter Vorfreude auf Alice im Wunderland nicht schon total verrückt werde...

Platz 5: Oben
Nach Alice im Wunderland folgt in meiner Filmrangliste der Ungeduld erstmal eine größere Lücke. Die vier bislang genannten Filme sind die Speerspitze meiner inneren Unruhe, die Filme ab jetzt dagegen will ich zwar unbedingt sehen, aber ich platze nicht bereits vor Neugier auf sie. Dennoch ist meine Vorfreude auf Oben unbändig. Hervorragende Kritiken. Gute Trailer. Ein fantastisches US-Einspielergebnis. Es ist der Pixar-Film, der dieses begnadete Studio möglicherweise zu seiner ersten Oscar-Nominierung in der Kategorie "Bester Film" bringen könnte... Und er läuft in 3D. Ich muss ihn sehen!

Platz 6: Sin City 2
Na gut, na gut... Ich geb's ja zu: Bei Filmen von Robert Rodriguez kann man sicherlich darüber streiten, ob sie meine Qualifikationsbedingungen überhaupt erfüllen. Schließlich wurden sie allesamt Mal angekündigt, und das war's. Kein bestätigtes Casting, kein Drehbeginn, kein Trailer. Allerdings gibt's bei Rodriguez-Filmen wenigstens in fast schon regelmäßigen Abständen Rückmeldungen, weshalb der Film noch nicht verwirklicht wurde, und wann wir mit neuen Entwicklungen zu rechnen haben. Daran hält sich Rodriguez zwar selten, doch es ist mehr als das Stillschweigen um viele andere Filme.
Und von sämtlichen bislang unverwirklichten Rodriguez-Filmen ist Sin City 2 derjenige, auf den ich am heißesten bin. Sin City ist für mich Rodriguez' bislang beste Leistung als Ein-Mann-Filmcrew. Er hat den Geist der Graphic Novels perfekt eingefangen, den Look adäquat auf die Leinwand gebracht und weiterentwickelt, eine hervorragende Darstellerriege zusammengewürfelt, einen stimmigen, oberlässigen Score zusammengezimmert und er hat als bislang einziger Regisseur aus Jessica Alba eine gelungene darstellerische Leistung herausgekitzelt. Sin City ist cool, böse, hart und eine wahre Augenweide. Sin City 2 kann kommen. Und wenn das Casting aus der Gerüchteküche eintreffen sollte, dann umso besser. Johnny Depp als rauer Hund in Basin City? Was kann da schief gehen?
(Okay, auf Angeline Jolie als A Dame to Kill könnte ich verzichten, aber sonst steht einem hiermit ein Knaller bevor!)

Platz 7: Machete
Die Fake-Trailer waren das heimliche Highlight von Grindhouse. Sie waren maßlos übertrieben, albern und lieferten dank des typischen Trailerformats einen schnell geschnittenen Ausblick auf schlechte, nichtexistente Filme.
Kann ein solcher Fake-Trailer zu einem Langfilm weitergesponnen werden, ohne dass er zu dem mutiert, was er ursprünglich auf die Schippe nehmen wollte? Während ich es Eli Roth nicht wirklich zutraue (mich aber gerne eines besseren belehren lasse, sollte er Thanksgiving je in Angriff nehmen), halte ich es durchaus für möglich, dass Robert Rodriguez aus Machete eine brüllend komische, mit derber und unrealistischer Action vollgestopfte Pseudotrashperle schöpfen kann. Machete könnte für das Racheaction-Subgenre das darstellen, was Planet Terror für billige Zombie-Splatteraction ist. Wenn der Film jemals überhaupt zustande kommt...

Platz 8: Toy Story 3
Ich bin ja kein sonderlicher Anhänger der Toy Story-Filme. Ich find sie keineswegs schlecht und ihr Einfluss auf den Animationsfilm ist nicht zu unterschätzen, meine Leidenschaft für Pixar begann allerdings erst mit Die Monster AG. Und trotzdem freue ich mich riesig auf Toy Story 3.
Aber warum?!
1) Pixars Arbeitszeugnis, 2) Mir gefiel bereits Toy Story 2 deutlich besser als Toy Story, die Erfahrung spricht also für Toy Story 3, 3) Bislang mochte ich die Pixar-Filme bei denen Lasseter nicht Regie führte mehr, als den Rest und Toy Story 3 gehört zur ersteren Kategorie, 4) Bisher deuten alle Interviews sehr zu meiner Freude auf eine sehr "erwachsene" Toy Story hin

Platz 9: Inglourious Basterds
Das Warten auf Inglourious Basterds hat ja glücklicherweise bald ein Ende! Tarantinos neuster hat ein schweres Erbe zu tragen, und trotz höchst unterschiedlicher Kritikerreaktionen in Cannes bin ich fest davon überzeugt, dass mich Tarantino nicht enttäuschen wird. Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich nämlich längst gelernt, dass bei ihm mehr geredet als gehandelt wird. Wie kommen Leute, die Pulp Fiction gesehen und für cool befunden haben, überhaupt auf die Idee, bei anderen Tarantino-Streifen urplötzlich stundenlange Gewalteskapaden zu erwarten?
Aber naja, ich schweife ab: Inglourious Basterds bedeutet für mich eine neue Dosis Tarantino und noch dazu einen beeindruckenden, internationalen Cast. Der erste Weltkriegsfilm seit Ewigkeiten, den es sich meiner Meinung nach anzusehen lohnt.

Platz 10: Küss den Frosch

Jetzt, nachdem sogar der deutsche Trailer veröffentlicht wurde, sollte ich mich langsam mal an den deutschen Titel gewöhnen... Ich finde ihn zwar weiterhin schlecht gewählt, das große Schauder bleibt jedoch mittlerweile aus, wenn ich ihn höre. Ist ja schonmal ein Therapiefortschritt.
Kommen wir aber vom Titel weg, hin zu weniger oberflächlichem und sprechen über den Film selbst. Im Mai schrieb ich ja noch, dass ich mich auf Oben und Küss den Frosch gleichermaßen freue. Das ist mittlerweile passé und Oben hat sich auf meiner "Most Wanted"-Liste hochgearbeitet. Allerdings soll das nicht bedeuten, dass ich mich nicht wahnsinnig auf Disneys nächsten Zeichentrickfilm freue. Ich werde ihn mir natürlich mit großen, erwartungs- und hoffnungsvollen Augen am Starttag ansehen, nur kehrte bei mir noch nicht das ungeduldige Zittern der Hände ein, wenn ich über Küss den Frosch schreibe. Das ist bei Oben anders.

Platz 11: The Imaginarium of Dr. Parnassus

Terry Gilliam befand sich lange genug ungerechtfertigt auf dem absteigenden Ast der Kritiker- und Filmliebhabergunst. Es ist wirklich an der Zeit, dass er seine einstige Anerkennung zurückerlangt und der völlig abgedrehte, surrealistische und unheimlich einfallsreiche The Imaginarium of Dr. Parnassus könnte diese verdiente Wende bringen. Die Krönung des Ganzen ist natürlich die (aus der tragischen Not geborene) Besetzung von Jude Law, Johnny Depp und Colin Farrell als Ergänzung von Heath Ledgers Hauptrolle.

Platz 12: Inception
Viel weiß man nicht über Inception. Was man allerdings schon weiß genügt, um ihm einen Platz in seiner "Must See"-Liste zu geben. Christopher Nolan. Hans Zimmer. Ein Sci-Fi-Thriller, der innerhalb des Verstandes spielt. Top Darstellerriege.
Kinobesuch am Starttag? Na sicher...

Platz 13: Prince of Persia - Der Sand der Zeit
Obwohl der eventuelle Anfang einer Prince of Persia-Kinoreihe bereits am 27. Juli 2010 bleiben uns Disney und Bruckheimer einen Teaser schuldig. Gerade bei einem solchen actionorientierten Film der zudem mit beeindruckenden Zeitlupeneffekten auftrumpfen muss ist ein Trailer für die Hypebildung geradezu unerlässlich. Deshalb rechne ich der kommenden Bruckheimer-Produktion auch noch ein wesentlich höheres Euphoriepotential zu. Wenn der Trailer actionreich ist und zugleich eine außergewöhnliche und opulente Optik verspricht könnte sich die Videospieladaption in meiner Warteliste radikal nach oben kämpfen. Bislang nährt sich meine Erwartungshaltung ausschließlich von den wenigen bereits veröffentlichten Bildern und den Neugierde weckenden UK-Postern. Die haben ihre Arbeit bereits erfolgreich getan - jetzt will ich endlich diesen Trailer haben!

Platz 14: Wo die wilden Kerle wohnen
Ich finde Being John Malkovich großartig, der erste Trailer zu diesem Film hat mir sehr zugesagt und allein schon die Idee ein kurzes Bilderbüchlein in einen abendfüllenden Film ohne fest zementierte Zielgruppe zu verwandeln macht mich hellhörig. Und ja, ich geb's zu, das ganze Trara zwischen Warner und Jonze um die "Kinderfreundlichkeit" hat mich ebenfalls auf diesen Film aufmerksam gemacht. Ein Teil von mir mag es halt, wenn vermeintlicher Kinderstoff noch besser für Erwachsene geeignet ist. Das können die Hobbypsychologen unter euch gerne von vorne bis hinten durchanalysieren, mir doch egal...

Platz 15: The Bear and the Bow
Pixars erstes Märchen. Pixars erster Film mit einer Frau auf dem Regieposten (Brenda Chapman, Regisseurin von Der Prinz von Ägypten und Ehefrau des Tarzan- und Verwünscht-Regisseurs Kevin Lima). Es ist Pixar! Und es spielt in Schottland. Sehen will!

Weitere Filme, auf die ich mich besonders freue:
  • Spider-Man 4
  • Nolans dritter Batman-Film
  • Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte
  • Newt
  • Zack & Miri Make a Porno
  • A Couple of Dicks
  • Red State
  • Surrogates
  • Bioshock
  • Neverackers
  • Red Sonja
  • Heavy Metal
  • Funny People
  • Nine
  • A Serious Man
  • und bestimmt so einige mehr, die ich jetzt einfach nur vergessen habe

Verschollen auf Kabel Eins

Serien von JJ Abrams haben bei ProSieben irgendwie keinen guten Stand. Alias - Die Agentin wurde hin und her geschoben, die Austrahlung verzögert und von Stefan Raab falsch angekündigt und Lost kämpft spätestens seit der Primetime-Wiederholung der ersten Hälfte von Staffel Eins (die im Anschluss an die Ausstrahlung der ersten Hälfte der ersten Staffel ausgestrahlt wurde) mit herben Quotenproblemen. Nur Fringe scheint ein anderes Schicksal vorbestimmt zu sein. Zumindest bis jetzt. Es weiß ja niemand, welche absurden Programmpläne ProSieben in Zukunft noch austesten wird.

Lost zumindest wird nach vier Staffeln von ProSieben verbannt und nach Kabel Eins abgeschoben (siehe diesen Quotenmeter-Artikel).
Ich als treuer Lost-Fan, der immer schön brav dem ProSieben-Stand gefolgt ist nehme die Nachricht positiv auf. Während der ProSieben-Ausstrahlung hatte ich immer Angst um die von mir so heiß geliebte Serie - die Erfahrungen von Alias ließen zu große Narben zurück, als dass ich dem Sender zutrauen konnte Lost schon brav weiter auszustrahlen. Auf Kabel Eins dagegen wird man mit den Lost-Quoten wohl zufrieden sein.

Lost
hatte eh kaum noch Gelegenheitszuschauer, die ProSieben-Gucker waren (vermutlich) fast ausnahmelos Fans der Serie, die sich kein Pay-TV leisten können/wollen und auch auf's Saugen aus dem Internet verzichten. Diese werden, sofern die ProSiebenSat.1-Media AG dafür sorgt, dass sich der Senderwechsel auch herumspricht, mit großer Wahrscheinlichkeit mit der Serie auf Kabel Eins rüberwandern - und schon ist Lost keine Quotenenttäuschung mehr.

Trailer zum neuen Film der Coen-Brüder: "A Serious Man"

Die Coen-Brüder sind derzeit außerordentlich produktiv. Zwischen No Country for Old Men und Burn After Reading verflog die Zeit geradezu und dieses Jahr folgt bereits der nächste Streifen der legendären Gebrüder.
Nach der mit Stars besprickten Agentenkomödie Burn After Reading treten sie allerdings ein klein wenig vom Gas und besetzen ihren Film mit weniger berühmten Darstellern. Aber die Namenhaftigkeit der Darstellerriege ist bei den Coen-Brüdern eh relativ unbedeutend.

Um mich ins Kino zu locken reichte eigentlich schon die Filmankündigung. Konsequenterweise finde ich auch den Trailer eher schlecht. An meinen Kinoplänen ändert er trotzdem nichts:

"Tron Legacy": Casting des Bösewichts und Vorschau auf den Soundtrack?

Obwohl Tron Legacy zum Großteil schon abgedreht wurde, gibt's noch immer neues über die Besetzungsliste zu vermelden. So bestätigte Disney erst gestern das Gerücht, dass Michael Sheen (Frost/Nixon) eine nicht-menschliche Rolle im Film übernehmen wird, wobei viele mutmaßen, dass er den Bösewicht verkörpert.

Außerdem entdeckte Latino Review ein fast fünfminütiges Stück, das angeblich eine von dem Elektronikmusik-Künstler Cryda Luv überarbeitete Version eines von Daft Punk für Tron Legacy komponiertes Musikstück sein soll.
So verwirrend diese Beschreibung auch klingen mag, könnt ihr euch das Ergebnis hier schonmal anhören. Sollte Tron Legacy so klingen, oder hofft ihr, dass dieser Fund nichts mit dem Film zu tun haben wird?

Mittwoch, 29. Juli 2009

Düster. Dampf. Disney.

Das zerstörte Spaceship Earth aus Epcot, Monstro, der Earful Tower und Dampfbetrieb? Das ist seltsam, ein klein wenig verstörend und vor allem außerordentlich einfallsreich!

Was das ist? Angeblich handelt es sich um ein Konzeptbild zu Warren Spectors (bislang nur semi-offiziell angekündigten) Steampunk-Videospiel Epic Mickey. Sollte sich das als wahr erweisen, steht älteren Disneyfans ein atemberaubendes Spektakel bevor, denn die weiteren auf kotaku gezeigten Zeichnungen stehen dem oben abgebildeten, schaurigen Monstro in nichts nach.

Sofern das ganze wirklich wahr ist, fragt sich nur eins: Wieso nimmt Disney im Videospielbereich eine solch willkommen düstere Wandlung, während die Walt Disney Animation Studios 2011 einen neuen Winnie-Puuh-Film raushauen?

Und wieso ist bitte Micky die Hauptfigur eines solch finsteren, erwachsenen Videospiels und nicht etwa jemand, der wirklich dafür geeignet ist.

(P.S.: Wenn die Konzeptbilder am Ende doch unecht sind oder sich als verworfen herausstellen, bitte schlagt mich nicht. Man kann es ja nicht jedem Recht machen - der eine hätte zu Recht gerne einen Artikel zu dem Spiel, der andere ist ebenfalls zu Recht enttäuscht, wenn es am Ende ein lasches Disney-Jump'n'Run wird... Ich hoffe natürlich, dass das Spiel hält, was wir alle uns jetzt versprechen...)

Tron Legacy - Videointerview mit den Hauptdarstellern

Jahrzehnte lang wartet die Welt auf die Fortsetzung von Tron, und urplötzlich kriegt man sie aus den Schlagzeilen nicht mehr raus. Tron Legacy eroberte auf der San Diego Comic Con die Herzen der Filmjournalisten und -fans im Sturm (nicht zuletzt dank der einzigartigen viralen Werbestrategie) und die Vorfreude auf den Film erreicht neue Höhen.

Dabei bekam man bislang kaum etwas von den Darstellern zu hören. Bislang! Collider stellte vor kurzem nämlich dieses Videointerview online, in dem Jeff Bridges, Garrett Hedlund und Olivia Wilde über Tron Legacy plaudern. Unter anderem korrigierte Hedlund die Meldung, die Dreharbeiten seien komplett abgeschlossen und Tron Legacy müsse nur noch durch die Post-Produktion. Tatsächlich werden noch einige Szenen gedreht, nämlich die Lightcycle-Sequenzen, welche mittels Motion-Capturing realisiert werden. Außerdem sprach Olivia Wilde über die beeindruckenden Stets von Tron Legacy.



Vor allem die Tatsache, dass es bei Tron Legacy beeindruckende Sets zu bestaunen gibt überrascht mich. Ich ging eigentlich von vielen digitalen Sets aus, also von Greenscreen-Effekten. Die einzigen praktischen Sets vermutete ich in den Szenen, die in der realen Welt spielen. Dass man sich aber tatsächlich die Mühe machte, auch für die Welt innerhalb des Computers prächtige Sets zu bauen treibt meine Vorfreude auf den Film weiter an.

Um euch die Sucharbeit zu ersparen, habe ich übrigens die von Bridges angesprochene Karton-Version von Tron mal schnell eingebettet:


Mehr über Tron Legacy:

Pixar, Sex und Wissenschaft (Und NEIN, es geht hier nicht um versaute Fan-Fiction)

Einige Pixar-Künstler, darunter der Konzeptzeichner Lou Romano, beschäftigen sich neuerdings mit einem Thema, das in ihren Filmen bislang ausgelassen oder bestenfalls vorsichtig angerissen wurde: Sex.
Im ersten von drei geplanten Nachfolgern für das von Kritikern gepriesene Hardocver The Ancient Book of Myth and War erforschen die Pixarkünstler den Zusammenhang zwischen Sex und Wissenschaft. Die Zeichnungen erinnern stark an die stilisierten, grafischen Cartoons der 50er Jahre wie etwa den Oscar-prämierten Toot, Whistle, Plunk and Boom mit Desigsn von Thomas Orebs, Eyvind Earle und Kendall O'Connor. Mir scheint auch ein kleiner Einfluss von Mary Blair (it's a small world) vorhanden zu sein.

Scott Morse (Your Friend the Rat) erklärt die im ersten Moment ungewöhnlich klingende Entscheidung ein Buch über die Parallelen zwischen Sex und Wissenschaft zu gestalten wie folgt:
"They're similar in that they both have correlating patterns, like the rhythm of math and sex, or like music with peaks and valleys, highs and lows. They can both be very calculated."

(Bildquelle: i09)

Das Thema Sex liege den Pixar-Machern übrigens gar nicht so fern, wie Morse erläutert: "Well, we're usually pretty introverted, so maybe that makes us a little kinkier. And there's a tradition of us loving Playboy cartoons and naughtier things in general. We all remember drawing in the margins of our textbooks when we were younger."

Fast könnte man einen Trend vermuten, dass Animatoren und Zeichner von großen Studios ihrer Kreativität in Buchform freien Lauf lassen. Pixars Kollegen aus den Disney-Studios produzieren neuerdings ja ebenfalls im Alleingang kleine Sammlerstücke (siehe hier). Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Dreamworks nachzieht. Ob's ebenso vielversprechend aussehen wird, das steht auf einem anderen Blatt...

Trailer zum "Toy Story"-Double-Feature in 3D


In Deutschland werden Toy Story 1 & 2 ab dem 27. Mai 2010 in 3D zu sehen sein, um auf den Kinostart von Toy Story 3 am 30. September 2010 vorzubereiten. Und nach diesem saulustigen Teaser habe ich richtig Lust mir diese Spielzeugbande nochmal anzusehen.

Dienstag, 28. Juli 2009

Fortsetzungen, (Ex-)Disney-Star-Casting und der Rest der Comic Con

  • Machete: Rodriguez' Lieblingshobby scheint das Verschieben von Drehterminen zu sein. Machete ist im Juni fertig, Machete dreht Mitte Juli, jetzt heißt es Machetes Drehbeginn sei in wenigen Wochen. Und laut MTV hätte Rodriguez auch eine tolle Rolle für Lindsay Lohan parat...
  • Stimmt sowieso nicht: Britische Zeitungen behaupten, Miley Cyrus würde Batgirl im nächsten Batman-Film verkörpern.
  • Disney und die Comic Con: Jim Hill hat ein paar Fotos von Disneys Kostümausstellung unterschätzter Filme auf der Comic Con (Condorman rulz!).
  • Doctor Parnassus: Collider schrieb beim Comic-Con-Panel zum neuen Terry-Gilliam-Film fleißig mit. So verriet Gilliam, dass ihm die Idee zum Film kam, nachdem Tideland katatsrophal floppte. The Imaginarium of Doctor Parnassus, die Geschichte eines Künstlers der in seiner eigenen Welt lebt und für dessen Kunst sich niemand mehr interessiert, verarbeitet sozusagen die Gefühle des verschrobenen Regisseurs.
  • Oh Gott...: Laut Variety ist eine Fortsetzung von Bevery Hills Chihuahua in Arbeit. Disney möchte wohl unbedingt ein Gegengewicht für seine kommenden, ernstzunehmenden Spielfilme außerhalb der Familienzielgruppe haben. Aber warum gleich so etwas?!

John Lasseter beantwortet Fragen von Pixar-Fans

Pixar Planet bekam die Gelegenheit Fragen zu sammeln, die John Lasseter in Form eines Videoblogs persönlich beantwortet. Diese Videoreihe ist Teil einer neue Initiative Pixars über's Internet eine stärkere Bindung zu seinen Fans aufzubauen und online mehr Informationen über seine Filme und das Studio anzubieten.

Das folgende Video widmet sich dem Anfang von Oben, und es werden weitere Videoblogs folgen. Anscheinend wird sich jedes der Videos einer Frage widmen.
Und somit sammelt Pixar im Kampf um den Titel des sympatischsten Filmstudios wieder einmal jede Menge Punkte und baut seinen Abstand weiter aus...

"Dead Space" und "Castlevania" werden verfilmt

Das Sci-Fi-Horrorgame Dead Space reiht sich ein in die lange Liste der für die Leinwand adaptierten Videospiele. Aber wer wird den Videospiel-Kassenschlager verfilmen? Doch nicht etwa Uwe Boll?

Nein, natürlich nicht. Stattdessen konnte Electronic Arts laut Variety mit D.J. Caruso den Regisseur von Disturbia (überraschend gut) und Eagle Eye (überraschend mies) für den Dead Space-Film gewinnen. Das Spiel handelt von einem Mechaniker im 26. Jahrhundert, der sich durch ein Raumschiff voller Leichen metzelt, die von einem Alienvirus wiederbelebt wurden.
Ob Carusos Dauerhauptdarsteller Shia LaBeouf wieder mit an Bord sein wird, steht bislang noch nicht fest.

Wer Sci-Fi-Horror albern findet und lieber die klassischen Monstergeschichten bevorzugt wird sich vielleicht freuen, dass auch Konamis Horrorspielklassiker Castlevania ebenfalls verfilmt wird. Regie soll James Wan, der Regisseur von Saw und Autor von Saw VII, übernehmen. Wie Variety meldet verfasst Dead Sentence-Autor Ian Jeffers das Drehbuch.

Klingt für mich nicht so, als müsse man viel von der Castlevania-Adaption erwarten. Allerdings wäre dies nicht das erste Mal, dass ein Saw-Regisseur das Publikum zu überraschen weiß...

*sing* Reeeee-pooo Maaaaan.... Reee-pooo Maaaaan... *sing*

Terroristen setzen Sacha Baron Cohen auf ihre Abschussliste

Also eigentlich ist das kein Grund wie eine Elfe herumzuhüpfen...

Die Reaktionen auf Brüno waren ja eh schon (noch) kontroverser als erwartet, aber sie beliefen sich bislang wenigstens auf Empörtheit und Klagen. Damit konnte Sacha Baron Cohen ja durchaus rechnen und leicht zu ignorieren ist diese gratis PR ebenfalls. Die neuste Antwort auf die radikale Dokusatiromödie Brüno ist dagegen ein ganz anderes Kaliber:

Laut Times Online sollen die al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden "sehr erbost" über die Darstellung in Baron Cohens Komödie sein und den Film als "Teil einer Verschwörung gegen die al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden" betrachten, weshalb sie sich "das Recht nehmen auf angemessene Weise auf [Baron Cohen] zu antworten".
Baron Cohen und seine Familie stehen seit dieser Drohung unter erhöhter Sicherheitsbewachung.

Mögliche Spoiler für Brüno:


Auslöser der Terroristendrohung ist eine Szene in Brüno, in der Sacha Baron Cohen im Interview mit dem (ehemaligen) Terroristenführer Ayman Abu Aita über Schnauzbärte herzieht und "König Osama" beleidigt. Abu Aita zog es vor Baron Cohen aufgrund seiner irreführenden Darstellung im Film zu verklagen. Der Film würde ihn in aufgrund der aufgeführten Verbindung mit der Terroristengruppe ins Visier der Israelis bringen, während er aufgrund des Zusammenhangs mit Homosexualität befürchten müsse von Palästinensern ermordet zu werden.

Mehr zum Film:

Hans Zimmer und Nolan arbeiten erneut zusammen

Von Christopher Nolans Inception gab es lange nichts neues mehr zu hören. Die letzte Meldung besagte, dass der innerhalb der "Architektur des Verstandes" angesiedelte Thriller laut der Gerüchteküche einen größeren Umfang hat, als bislang vermutet. Entgegen nahezu jedermanns Meinung, Inception werde ähnlich wie Prestige für Nolan eine Verschnaufpause zwischen zwei Batman-Filmen, soll uns ein teures Mammutprojekt erwarten.

Screen Rants Meldung, Hans Zimmer komponiere den Soundtrack für Inception, ließe sich durchaus als Indiz nehmen, dass die Gerüchte die Wahrheit verkünden. Nolan wählte für seine "kleineren" Filme bislang ausnahmelos David Julyan als Komponisten, während er für seine Batman-Filme auf Zimmer und James Newton Howard zurückgriff.
Natürlich fischt man mit dieser Vermutung im Dunkeln, doch ob man die Mutmaßungen nun richtig sind oder nicht ist eigentlich eh egal.

Das wesentliche ist für mich der Fakt, dass Nolan sich erneut für eine Zusammenarbeit mit Hans Zimmer entschloss. Darüber kann ich mich nämlich schonmal pro forma freuen. Trotz seines immensen kommerziellen Erfolges und seiner offensichtlichen Beliebtheit bei den Studiobossen, Produzenten und Regisseuren sehe ich Zimmer durchaus weiterhin als einen unterschätzten Künstler an. Genügend (selbsternannte) Cineasten verpöhnen Zimmers Arbeit als stumpfen Einheitsbrei und "dumm", und dann lässt sich nicht weiter mit ihnen diskutieren. Das Totschlagargument "das ist dumm" lässt sich bei solchen Leuten einfach nicht erweichen. Sie sind ihrer Meinung nach völlig unumstößlich als die feingeistigen Intelektuellen einzuschätzen, und wer mit einem lauteren Komponisten ankommt, der sich zu allem Überfluss dazu erniedrigt auch Actionfilme mit Musik zu unterlegen, muss ein dummer Mensch mit Massengeschmack sein, der dumme Musik liebt. Als wäre Musik automatisch intelligenter, bloß weil sie leiser wird. Das stimmt genauso wenig wie die Vermutung, dass eine Herrschar von E-Gitarren und Schlagzeugen jeden Soundtrack automatisch aufwertet.

In meinen Augen greift bei vielen von Zimmers Kritikern lediglich eine ätzende Angewohnheit vieler, die ihren Musik- Filmgeschmack für etwas besseres halten (und nicht einfach nur für ihren eigenen Geschmack): Die "Mainstream ist für Idioten"-Keule.
Sobald etwas bei der Mehrheit beliebt ist (etwa der Soundtrack zu Fluch der Karibik) kann, ja darf etwas nicht gut sein. Das ist nicht etwa individuelles Denken und das bilden einer eigenen Meinung, sondern genauso stumpfsinnig und von einer ominösen Masse bestimmt wie das Hinterherrennen eines Trends.

Zugegebenermaßen lässt sich Zimmer gerne mal von sich selbst inspirieren, zugleich ist er aber auch sehr wandlungsfähig. Seine Filmografie enthält so unterschiedliche Filme wie Cool Runnings, Der König der Löwen, Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt, Die Simpsons - Der Film, Illuminati und The Dark Knight, und trotz seiner markanten Handschrift klingen sie alle völlig anders. Vor allem in den letzten Jahren hat sich Zimmer stark darin verschossen, seinen distinktiven Stil mit zahlreichen Spielereien und experimentellen Arrangierungen zu verbinden, wie etwa das rasiermesserscharfe Joker-Thema aus The Dark Knight oder die überraschend komplexen Melodien aus Am Ende der Welt zeigen.

Glücklicherweise stellen die selbstverliebten Kritiker Zimmers nur eine (laute) Minderheit dar, weshalb mir diese Kommentare eigentlich egal sein könnten. Trotzdem wollte ich das einmal loswerden und es passt ja gerade.
Ich zumindest erwarte einen außergewöhnlichen Score - Zimmer, Nolan und Sci-Fi? Bei dieser Mischung muss doch etwas schwer vergleichbares bei herauskommen!

Montag, 27. Juli 2009

Neue Bilder aus "Prince of Persia: Sands of Time"

Prince of Persia: Sands of Time wurde auf der San Diego Comic Con von Disnes sträflich vernachlässigt, aber dafür präsentiert Empire Online heute zwei neue Fotos aus dem Fillm sowie zwei Blicke hinter die Kulissen der kommenden Spieleadaption. Nach den ersten UK-Postern stellen diese Bilder einen netten Farbkleckser dar und sehen mit ihrem warmen gelb-orangenen Farbton schon eher nach einem persischen Abenetuer aus. Aber seht selbst (indem ihr die Bilder anklickt, um sie zu vergrößern) und bestaunt die klitschnassen Hauptdarsteller:


Das letzte Bild zeigt Bruckheimer bei der Ausführung eines seiner Hobbys: Er fotografiert liebend gerne die Sets seiner Produktionen. Diashows mit seinen Fototagebüchern sind unter anderem auf den DVDs zur Pirates-Trilogie und King Arthur zu finden.

Sensationell, meine Damen und Herren!

Der neu angekündigte ProSieben-Comedy-Dienstag erhält hochkarätigen Zuwachs: Nach den Simpsons und Two and a Half Men folgt ab dem 15. September die zwölfteilige Reihe Granaten wie wir, in der jede Woche eine andere Fernsehikone vor einem Livepublikum junge Komiker und Gäste aus allen möglichen Fernsehgenres begrüßen wird.
Unter anderem dürfen wir uns auf je eine Ausgabe mit Stefan Raab, Johann Lafer, Reinhold Beckmann und Tim mälzer freuen.

Wem bei der Aufzählung der Gastgeber etwas aufgefallen sein sollte, darf sich auf die Schulter klopfen und sollte seinen Switch reloaded-Konsum nochmal überdenken. Denn alle diese Fernsehgesichter sind natürlich Switch-Rollen vom vielfältigen Parodisten Max Giermann.

Granaten wie wir (mehr zur Show auch bei Quotenmeter) stellt also im Grunde ein inoffizielles, Giermann-zentrisches Switch-Spin-Off dar. Kein Wunder, dass ProSieben ihm eine eigene Sendung gibt, schließlich ist Giermann spätestens seit seiner Raab-Parodie der beliebteste Darsteller der Parodiereihe und wie man schon beim Comedypreis oder RTLs World of Comedy sehen konnte auch vor Livepublikum gnadenlos komisch.
Besonders gespannt bin ich auf die angekündigte wöchentliche Rubrik "Was wäre, wenn..." in der gezeigt wird, wie sich Fernsehstars wohl in anderen Berufen schlagen würden. Wie sähe zum Beispiel ein Gottesdienst bei Pfarrer Raab aus?

Ich bin jedenfalls sehr neugierig auf das neue Format und hoffe, dass ein paar Mitglieder der restlichen Switch-Crew ihrem flügge gewordenen Benjamin einen Besuch abstatten.

Einmal quer durchs Linkfeld

  • /Film sammelte alte Pixar-Werbespots zusammen.
  • Funny or Die komentiert die DVD-Veröffentlichung von Watchmen
  • Jim Hill spoilert über Alice in Wonderland und verspricht außerdem, dass die auf der Comic Con versteckte Ausstellung von Kostümen und Requisiten nach London, Toronto, Berlin, Deville, Madrid und einer Stadt in Japan geschifft wird, sowie möglicherweise auch nach Anaheim.
  • Die Leser des Time Magazins durften zehn Fragen an Jerry Bruckheimer stellen.
  • MTV hat eine Vorschau auf Stan Lees und Disneys erstes gemeinsames Motion Comic
  • Gamestar interviewte einen Prüfer der USK

Sonntag, 26. Juli 2009

"A Couple of Dicks" braucht neuen Titel

Kevin Smith hat bei der Auswahl seiner Filmtitel alles andere als ein glückliches Händchen: The Passion of the Clerks musste aufgrund Proteste in Clerks II umbenannt werden und weil das Wort "Porno" anstößig ist, wurden von Zach and Miri Make a Porno extra Fernsehspots ausgestrahlt, in denen der Titel auf Zach & Miri verkürzt wurde. Für Wal-Mart musste letztlich sogar ein eigenes DVD- und Blu-ray-Cover erstellt werden (siehe hier).

Jetzt erwischt es die Polizistenkomödie A Couple of Dicks. Bereits kurz nach Produktionsstart kamen Gerüchte auf, dass der Titel geändert werden muss, allerdings gab Smith damals noch Entwarnung. Auf der Comic Con musste Smith jetzt zurückrudern: Laut Coming Soon gab Smith dort bekannt, dass sich ABC, NBC und CBS weigern Fernsehspots für diesen Film vor 21 Uhr abends auszustrahlen, weshalb eine Titeländerung bevorsteht.

Weitere Neuigkeiten bezüglich A Couple of Dicks gab es auf der Comic Con nicht, was eine bewusste Entscheidung von Smith war. Er erklärte dem Publikum, dass er immer mit neuem Material zur Comic Con fährt, frenetischen Applaus erntet und dann eine kommerzielle Bauchlandung hinlegt. Dieses Mal soll es anders laufen. Und wenn er doch scheitert, so will er das Genre der Polizisten-Buddystreifen mit in den Ruin ziehen: "Das Genre war tot, und jetzt werden wir es vergraben, weil der fette Clerks-Kerl einen Film darin gemacht hat."

Möglich wär's: Laut Smith hat A Couple of Dicks 60% weniger Action als Lethal Weapon, "und ich spreche über den ersten, der bereits keinerlei Action hatte."

Aber mal ehrlich: Wer geht schon in einen Smith-Film und erwartet Action?

San Diego Comic Con: Interviews mit Tim Burton und den "Tron Legacy"-Machern

Im Moment beherrscht die Comic Con beherrscht diesen Blog. Und das komplette filmzentrische Internet. Kein Wunder, schließlich passiert in San Diego auch jede Menge. So langsam sind die wichtigsten News aber raus, und es ist Zeit für ausführlichere Interviews.

Die LA Times führte zum Beispiel ein zweiteiliges Interview mit Tim Burton, in dem er unter anderem die Postproduktion von Alice in Wonderland als einen einschüchternden Prozess beschreibt, der entgegen seiner Gewohnheiten läuft. Er ist es gewohnt früh das fertige Ergebnis zu sehen, weshalb er auch Stop-Motion so sehr mag. Man hat dort die Sets und die Figuren, ähnlich wie im Realfilm. Bei Alice dagegen bekommt er viele der Elemente erst sehr spät zu Gesicht (bislang sah er keine einzige endgültige Aufnahme des Films), was ihn durchaus verunsichert.

Latino Review sprach derweil mit dem Tron Legacy-Regisseur Joe Kosinski und Produzent Sean Bailey. Zunächst einmal enthüllte das Interview, dass sich die Filmcrew im besten Pixar-Stil einheitliche T-Shirts drucken ließ, aber es gab auch weniger oberflächlich-geekiges zu hören: So wurde nochmal betont, dass Tron eine tragende Rolle im Film spielen wird, auch wenn in der bisherigen berichterstattung über den Film kaum ein Wort über diese Figur verloren wurde.

King Arthur

Sommer 2003: Meine Vorfreude auf Fluch der Karibik steigt ins Unermessliche, ich kann den Kinostart gar nicht mehr erwarten. Exakt auf dieser Welle meiner Vorfreude lese ich ein Interview mit Keira Knightley in dem sie darüber spricht, dass sie nach Fluch der Karibik als nächstes in einer von Jerry Bruckheimer produzierten Adaption der Arthus-Sage zu sehen sein wird. Allerdings sei dies eine sehr raue, harte und realistische Umdeutung des berühmten Stoffes und sie würde in sehr knaper Kleidung außerordentlich intensive Actionszenen drehen.

Na, halleluja! Da habe ich nach Start von Fluch der Karibik ja weiterhin etwas zum drauf freuen. Bruckheimer + knallhart + König Arthus? Ich war sofort angefixt, und nachdem ich Fluch der Karibik gesehen hatte, schwang sich auch meine Vorfreude auf King Arthur weiter nach oben. Im Rausch der Begeisterung für das Piratenspektakel genoß der Megaproduzent Bruckheimer bei mir blindes Vertrauen und weil Knightley in Fluch der Karibik zu gefallen wusste, aber zu wenig an der Swashbuckling-Action teilnahm, konnte der Ausgleich durch ihre schwitzig-blutige und erbarmungslose Amazonen-Guinevere nicht schnell genug kommen.

Bis zum Kinostart im Sommer 2004 trieben Disney und Bruckheimer meine Erwartungen durch das Versprechen knallharter, realistischer und zugleich innovativer Schlachtenszenen immer weiter in die Höhe und auch der Trailer überzeugte mich auf ganzer Linie. Kurz vor Kinostart folgte jedoch ein jäher Dämpfer.

The Untold True Story That Inspired The Legend

Dabei fand ich bei meinem Kinobesuch von King Arthur viele der versprochenen Elemente, die ihn von anderen Artusfilmen unterscheiden sollten, wider. So stellt King Arthur trotz einiger historischer Inkorrektheiten (wie etwa das Auftauchen mittelalterlicher Schwerter) die wohl bislang realistische filmische Neuerzählung der Artussage dar. Das vom Gladiator-Autor David Franzoni verfasste Historienepos verzichtet auf sämtliche übernatürlichen Einflüsse, die in Geschichten über den legendären König und Kriegsherren so häufig auftauchen, und streicht jegliche Heldensagen-Romantisierung aus seiner Gleichung. Konsequenterweise und angeblich an historischen Befunden orientiert verlegte der Autor seine depressive Artusgeschichte ins Jahr 452 nach Christus, statt sie weiterhin in einer glanzvollen Ära der Ritterepik zu belassen. Britannien ist ein verfallenes Land und die glorreichen Ritter der Tafelrunde erweisen sich als zum Kriegsdienst gezwungene Heiden, die sich unter der Führung des Halbrömers Arturius, genannt Arthur, befinden und mit einem wüsten Durcheinander aus verdreckten, römischen sowie barbarischen Ausrüstungsüberresten durch verschiedenste Aufträge metzeln.
Am Tag, an denen die unfreiwilligen Krieger ihre Freiheit zurückerlangen sollten, zwingt ihnen der römische Bischof einen letzten, selbstmörderischen Auftrag auf. Sie sollen eine römische Familie aus dem von einem Sachenangriff bedrohten, eiskalten Norden eskortieren.

Die Zeichnung des Ritterdienstes in weniger glorifizierenden Tönen korreliert mit der von Regisseur Antoine Fuqua gewählten Optik und Stimmung. Sein pessimistisches und winterlich-unterkühltes Schlachtgemälde kennt kaum erheiternde Momente, die Liebesgeschichte zwischen Guinevere und Arthur wird auf eine lüsterne Liason reduziert und imposant weiten, leeren Landschaftsbilder baden förmlich in ihrer bedrückenden und rauhen Gräulichkeit.
Selbst der Titelheld bekommt hinter all seiner Aufrichtigkeit von seinem Darsteller Clive Owen eine undurchsichtige, rätselhafte Ausstrahlung verliehen, die zwischen ihm und dem Zuschauer trotz seiner Liebe zur Gerechtigkeit eine Distanz entstehen lässt.

Bezüglich dessen hielten Produzent Jerry Bruckheimer und das produzierende Studio Touchstone Pictures ihre Versprechungen ein. King Arthur wurde tatsächlich ein betrüblicher Monumentalfilm mit von Bruckheimer gewohnt hohen Produktionswerten.
Was meinen Erwartungen einen Dämpfer versetzte, und den gesamten Film in Mitleidenschaft zog, war jedoch etwas anderes.

Rule Your Destiny

Das Schicksal meinte es nämlich nicht gut mit einem weiteren Kernelement von King Arthur: Seinem Gewaltlevel. Ursprünglich plante Regisseur Antoine Fuqua mit diesem Epos ein Schlachtengemälde das in pechschwarz und blutrot gemalt wurde. Seine Darstellung von Arthur und den Rittern der Tafelrunde war rau und kompromisslos, und so sollte auch die Gewaltdarstellung im Film sein. Zusammen mit Produzent Jerry Bruckheimer war ein R-Rating bereits abgesprochen und angeblich zählten die härteren Momente aus Braveheart als Mindestmaß für die Kämpfe in King Arthur. Die Ritter sollten von ihrer außergewöhnlichen Ausrüstung (so verzichtet Lancelot auf ein Schild und kämpft mit zwei Schwertern), vollsten Gebrauch machen und so die Actionszenen in King Arthur von anderen Ritterschlachten abheben.

Doch es hat nicht sollen sein. Nachdem Warner Bros. in den US-Kinos mit Troja eine Schlappe erlitt, gaben Hollywoods Finanzexperten dem R-Rating die Schuld. Die Angst, hoch budgetierte Filme mit einem R-Rating in die Kinos zu entlassen, wurde in Hollywood wieder angefacht und der Disney-Konzern geriet bezüglich der ausschweifenden gewalt in King Arthur ins Grübeln. Als dann mit Hidalgo und Alamo zwei kostspielige Produktionen des Erwachsenenlabels Touchstone Pictures katastrophal floppten brauchte der Konzenr unbedingt einen massentauglichen Megahit. Diese Rolle sollte King Arthur übernehmen. Mit dem frisch gebackenen Star Keira Knightley in der Darstellerriege und dem Erfolgsgaranten Jerry Bruckheimer als Produzenten müsste das doch klappen, wenn man dieses dämliche R-Rating los wird...
Und so wurde Antoine Fuqua gebeten die kritischsten Stellen zwei Mal zu drehen, einmal in einer Fassung, die ein PG-13 bekommen würde, und einmal als R-Rating. Außerdem solle die Stimmung des Films wenigstens ansatzweise etwas aufgelockert werden.

Was in die Kinos entlassen wurde, war letztlich eine schwer definierbare Mischung aus angenehm realistischer Ritterdepressivität und blutleerer Umsetzung. Man merkte dem Film an, dass irgendetwas fehlte.
Auf DVD folgte 2005 schließlich der Director's Cut, der den Film zurück ins Gebiet des R-Ratings beziehungsweise der FSK-Freigabe ab 16 Jahren führte. Das für die Kinofassung digital entfernte Blut wurde wieder eingesetzt, eine kurze Liebesszene an eine andere Stelle gesetzt, eine heitere Lagerfeuersequenz gestrichen und die Schlachten erhielten ihre Brutalität zurück.

Im Director's Cut fühlt sich King Arthur prompt wesentlich "kompletter" an. Die zusätzliche Viertelstunde verleiht ihm mehr Intensivität und die härteren sowie spannenderen Kämpfe lassen King Arthur nicht weiter entzwei fallen. Für die Atmosphäre, die der Film provoziert, sind die Kämpfe allerdings selbst im Director's Cut nicht hart genug. Es lässt sich außerdem nicht das Gefühl erwähren, dass die langatmig-pessimistische Grundstimmung des Films ursprünglich finsterer und beißender geplant war.

Aber auch im Director's Cut krankt der Film an seiner schwachen Exposition. Die Vorstellung der Charaktere wirkt abgehetzt und gerät sehr oberflächlich. Bis auf Arthur, Lancelot und Guinevere verkommen die restlichen Ritter deshalb zur Staffage und man wünscht sich, dass man ihnen noch mehr Zeit eingeräumt hätte.
Die Charaktere, die etwas zu sagen haben, sind dafür aber durchaus gelungen. Neben der bereits erwähnten Darstellung Owens als schwer lesbaren Arthur besticht vor allem Keira Knightley. Sie spielt Gunievere mit unaffektierter und naturbelassener Attraktivität und lässt uns ihr sowohl die ungehemmte Kampfamazone aus dem Finale, als auch die galantere Bogenschützin und das fragile Opfer, das Arthur aus dem Kerker religiöser Fanatiker befreit.
Ioan Gruffudds Lancelot komtm bereits etwas zu wenig Leinwandzeit zu, aber dort kann er mit spitzbübischem Charme auftrumpfen ohne der realistischen und rauhen Natur des Films zu schaden.

Die Höhepunkte des Films stellen selbstverständlich die längeren Kampfszenen dar. Vor allem die famose Schlacht auf einem gefrorenen See ist originell geraten und interessant inszeniert. Aber auch das ausführliche Finale weiß zu überzeugen: Die letzte Schlacht zieht mit ihrer detaillierten Darstellung und ausschweifenden Länge den Zuschauer in ihren Bann, dank verschiedener Angriffsphasen ist zudem für Abwechslun gesorgt. Bedauerlich ist bloß, dass zuvor den meisten Figuren zu wenig Zeit gegeben wurde sich zu etablieren. Wenn man sich auf der Gegenseite nur deshalb an Stellan Skarsgård als Sachsenanführer erinnern kann, weil er zwischendrin zwei, drei coole Sprüche loswerden durfte, und einem sein Sohn nur deshalb besonders auffällt, weil er nunmal von Til Schweiger gespielt wird, dann denkt man sich schon, dass man mit besserer Vorarbeit mehr mitfiebern würde.

Was bei King Arthur unbedingt noch herausgestellt werden muss, sind die großartigen Maskenzeichnungen. Der Einsatz von diesen Spezialeffekten ist intensiv, aber nicht aufdringlich oder spürbar: Die künstliche Landschaften im Film sind beindruckend und fügen sich in ihrem Realismus nahtlos in die tatsächlich gefilmten Elemente nahtlos ein. Sogar das Wetter stammt fast ausnahmelos aus dem Computer - King Arthur wurde während eines Rekordsommers gedreht, was man ihm zu keinem Moment anmerkt.

Musikalisch liefert Komponist Hans Zimmer in King Arthur größtenteils routiniert solide Kompositionen ab, allerdings gönnte er sich ein paar Ausrutscher nach oben. So vermengt die einfallsreiche Untermalung zur ersten Kampfszene (Woad to Ruin) irische Vitalität mit kriegerischer Härte und Schwere, während spätere Themen einen gelungenen Balanceakt zwischen Mythologisierung der Charaktere und zum Film passender, dunklerer Dramatik vollbringen. Nennenswert ist außerdem, dass zwei der dramatischeren Motive im Film offenbar Ideengeber für den Score waren, der während Jack Sparrows letzter Szene in Fluch der Karibik 2 zu hören ist.

Fazit: King Arthur ist trotz schwerfälliger Handlungs- und Charakterentwicklung ein mit sehenswerter Optik ausgestattetes Schlachtenepos, dessen Kampfszenen zwar selbst im Director's Cut härter sein dürften, aber ansehnlich, kurzweilig und stellenweise auch einfallsreich inszeniert wurden.
Unklar ist, ob man den Film gerne verlängern möchte, um seinen Figuren mehr Profil zu verleihen, oder lieber verkürzen, um die Längen zu überspringen und ihn auf die Höhepunkte zu verkürzen.

Davon abgesehen bleibt nur die Frage offen, wie King Arthur ausgesehen hätte, wäre ihm sein ursprünglich vorgesehener Regisseur treu geblieben. Bis er aufgrund von Budgetproblemen abdankte entwickelte nämlich Michael Bay diesen Film fünf Jahre lang für sich selbst...

King Arthur läuft heute Abend ab 20.15 Uhr auf ProSieben. Erfahrungsgemäß erwartet uns bei der Nachtwiederholung um 1.00 Uhr der Director's Cut.

Robert Rodriguez auf der San Diego Comic Con 2009

Movieweb sprach auf der Comic Con mit Robert Rodriguez, und in diese kurzen Interview kündigte der Texaner schon wieder ein neues Projekt an. Er schreibe derzeit an einer eigenen Idee, über die er noch nicht mehr verraten darf. Außerdem entwickelt er derzeit den Predator-Reboot weiter. Red Sonja sei dagegen derweil ein Opfer der Wirtschaftslage geworden, eingestellt ist das Projekt laut Rodriguez jedoch noch nicht eingestellt und er hofft auf der nächsten Comic Con etwas vorzeigen zu können.

Cinematical fand derweil in einem weiteren Kurzinterview heraus, woher Rodriguez seine Produktivität herhat und weshalb er so viele Projekte ankündigen kann: Er klaut einfach die Ideen seiner Kinder und arbeitet wie ein Irrer für sein eigenes Studio, Troublemaker Studios. Von Koffein als Wachhaltemittel hält Rodriguez übrigens nichts, da wünscht er sich lieber nicht mehr schlafen zu müssen, um noch mehr Filme ankündigen zu können:


Auf Sign On San Diego lässt sich außerdem nachlesen, dass Rodriguez' kommender Kinderfilm Shorts (seht euch hier den Trailer an) in unchronologischer Reihenfolge abläuft, was Rodriguez scherzhaft mit "Es ist Pulp Fiction für Kinder" kommentiert.

Und sogar Machete lebt weiter: Angeblich soll Robert Rodriguez nun auch C-Movie-Star Steven Seagal in die engere Auswahl für eine Rolle im Grindhouse-Spin-Off genommen haben. Seagal neben Jonah Hill und De Niro? Könnte das wirklich passieren? Ich drücke die Daumen...

Samstag, 25. Juli 2009

Update: Disney ist mit der Comic Con noch längst nicht fertig: Angriff der Animationsfilme

Die San Diego Comic Con wird von Jahr zu Jahr immer größer und informativer, und vor allem die Walt Disney Studios zeigen eine fast schon erschreckend hohe Lernkurve. Letztes Jahr überraschten sie alle mit einem Teaser für die Fortsetzung von Tron, und dieses Jahr übertrumpften sie in ihrem Aufwand alle anderen Studios. Und dabei geben die sich auch schon jede Menge Mühe.
Innerhalb eines Tages überschüttete Disney seine geekigsten Fans mit einem Trailer für Tron: Legacy, dem Trailer für Tim Burtons Alice in Wonderland, einer geheimen "Teeparty", einer elaborierten Schnitzeljagd die zu Flynn's Arcade führte, der Ankündigung, dass Pirates of the Caribbean 4 im Frühling 2010 mit dem Drehen beginnen wird und eine Präsentation von Eine Weihnachtsgeschichte, Tron: Legacy und Alice in Wonderland gab's auch noch.

Und damit hat Disney mit der Comic Con noch längst nicht abgeschlossen. Denn die Animationsfilme müssen ja auch noch beworben werden!

Bezüglich Toy Story 3 bestätigten Disney und Pixar offiziell Michael Keaton als den Sprecher von Ken, wie die LA Times berichtet. Ken und Barbie werden in Toy Story 3 eine größere Rolle spielen und die erste gezeigte Szene mit Ken (eine Fake-Dokumentation namens "Groovin' with Ken") verspricht wahnsinnig witzig zu werden.

Außerdem führte man den Bösewicht-Song aus The Princess and the Frog vor, welches laut Cinema Blend wie eine Mischung aus "Arme Seelen in Not" und "Nur ein kleiner Freundschaftsdienst" klingt.

Als abschließendes Highlight gab es eine Interviewstunde mit Hayao Miyazaki und John Lasseter, die ihr euch bei Collider durchlesen könnt.

Update: /Film befragte John Lasseter über Walt Disney Imagineering, Pixar-Bösewichter und die Inspiration für Toy Story 3.

Update 2: Lee Unkrich wurde auch interviewt.

Freitag, 24. Juli 2009

Endlich und in glasklarer Qualität: Der "Tron: Legacy"-Teaser

Ich... bin... überwältigt.
Sicherlich erinnern sich noch die meisten daran, wie Disney vor einem Jahr ohne jede weitere Ankündigung auf der Comic Con den vermeintlichen Teaser für Tr2n vorführte. Die meisten werden auch die wakelige, milchig-graue, abgefilmte Version gesehen haben. Endlich, nach einem Jahr warten, stellte Disney dieses Video in absoluter Top-Qualität online, und es ist wirklich fantastisch!



(klickt hier für die ultrahochauflösende Version)

Jetzt, nachdem ich es ultrahochauflösend gesehen habe kann ich das frenetische Jubeln auf der "Raubkopie" nochmals deutlich besser nachvollziehen. Das Video ist einfach phänomenal. Und dabei muss man bedenken, dass es bloß eine Promo-Reel ist, die ursprünglich produziert wurde um das Studio von einer Tron-Fortsetzung zu überzeugen. Der endgültige Film wird also höchst wahrscheinlich um einiges fabelhafter aussehen!

Disney hat hier eine wahre (Optik-)Perle in petto!

Mehr über den Film: