Donnerstag, 25. März 2010

Quentin Tarantinos Kameraengel und eine Frau, die GaGa ist

Normalerweise werden an Filmsets vor dem Dreh einfach irgendwelche Klappen ins Bild gehalten, Szene und Take genannt (meistens unter Verwendung des internationalen Fliegeralphabets), Klappe zu, Szene beginnt. Gähn.

Bei Quentin Tarantino ist alles ein bisschen anders. Die Regieanweisungen in seinen Drehbüchern triefen vor Coolheit. Für seine Cutterin Sally Menke nimmt er gerne kurze Schwachsinnsszenen auf, in denen die Crew Grüße bestellt. Und für das "Klappe ins Bild halten und Szene ansagen" beschäftigt Tarantino seit Jackie Brown die Italienerin Geraldine Brezca, die wahrlich nicht auf den Mund gefallen ist und stets einen ironischen Kommentar parat hat. Das folgende Video, das Jünger der Blu-ray und DVD-Importeure vielleicht schon kennen, zeigt die außergewöhnliche Arbeit Brezcas am Set von Inglourious Basterds.



Ich nenne diese Methode "Arbeitstourette": Den Job machen und dabei auflockernden Schwachsinn brüllen. Zum Arbeitsstil Tarantinos passt das perfekt.
Meine Lieblingskommentare: "Danny Elfman", "Approaching Ending", "Martini", "Au revoir, 66 Fuckers", "Achtung Nazis!", "Feet... Essential" (Tarantinos Lebensmotto) und "39 Blowjob".

Soviel zu Tarantinos letzten Film. Kommen wir auf seinen nächsten zu sprechen: Bis wir wissen, welches seiner gefühlten zwei Dutzend von angedachten Projekten er als nächstes anpackt, dauert es sicher noch ewig. Aber Tarantino behauptet bereits zu wissen, wen er in seinem nächsten Film castet: Lady GaGa. Ja, die Popnudel Lady GaGa. Was soll sie spielen? Na, eine Auftragskillerin natürlich. Was denn sonst?

Ob Tarantinofans sich bereits davor fürchten müssen? Meine Meinung dazu gibt's hier.

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich habe deinen Kommentar bei Quotenmeter (noch!) nicht gelesen, aber möglicherweise castet er sie ja für Kill Bill. Er hat der GaGa ja auch schon für ihr Video zu Telephone das Pussy Wagon geliehen :)
Ulkigerweise hab ich mir neulich auch mal vorgestellt, wie es wäre, Lady GaGa für einen Film zu casten. Bis wir sie in einem richtigen Film sehen, wird es wohl nicht mehr lang dauern, da sie nicht mehr nur als Musikerin arbeitet, sondern auch schon als Fotografin anfängt, rumzuknipsen. Ob das positiv oder negativ ist, bleibt abzuwarten...

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