Sonntag, 30. Mai 2010

Eurovision 2010: Satellite und die Umlaufbahn meiner Siegeserwartungen

Disclaimer: Die im nachfolgenden Blogeintrag berichteten Fakten entsprechen allesamt der Wahrheit und dienen nicht dazu, mich nach dem Geschehen als Propheten darzustellen, auch wenn es jetzt auf einige sicherlich so wirken wird. Wie schon in meinem Artikel über die von Alice im Wunderland durchbrochene Milliarden-Dollar-Grenze geschrieben, stehe ich nicht darauf, mich hinterher klüger darzustellen, als ich es bin. Ich habe mich zwischenzeitlich sogar richtig darüber geärgert, nicht doch ein Liveblogging veranstaltet zu haben, einfach nur, um so zu beweisen, dass ich während dieses Abends wirklich so dachte... Aber lest selbst...

Lasst Stefan Raab wieder ran! Wie oft habe ich das schon verzweifelt und mit den Händen über dem Kopf zusammengeschlagen ausgerufen, während die deutsche Schundpresse nach einer weiteren Eurovision-Pleite die Schuld im Ostblock, unserer Vergangenheit und sowieso überall, nur nicht bei unserem Act suchte. Letztes Jahr war Deutschland endlich bereit aus seiner Schlappe zu lernen, und so wurde der verstaubte, viel zu oft panisch verschlimmbesserte Vorentscheid sowie NDRs Notlösung Entdemokratisierung vom Tisch gefegt um Platz für Stefan Raab zu machen. So zog der Misserfolg 2009 tatsächlich noch etwas gutes nach sich.

Der Traum von den Top Ten schien wieder in greifbarer Nähe. Denn während sich Ralph Siegel vom Erfolgsgaranten (1 x Platz 4, 3 x Platz 2, 2 x Platz 3) und Siegerkomponisten zum Flopgaranten (Platz 21 & Platz 12 für Deutschland, unter ferner liefen für andere Länder) entwickelte, konnte sich Raab drei Mal konsequent und mit überwältigender Rückendeckung aus Deutschland in den Top Ten platzieren. Etwas, das seit 2002 sonst niemand für Deutschland erreichte. Als großer Anhänger von Raabs Schaffen war mein Vertrauen in ihn von Beginn an blind - ich wollte einen Top-Ten-Platz nicht garantieren, war aber sehr sicher und vor allem war sofort klar, dass Raab wieder füe Enthusiasmus sorgen kann.

Seit die Kooperation mit Raab bekannt gegeben wurde, floß mittlerweile viel Wasser die Flüsse Europas hinunter. Lena Meyer-Landrut wurde während ihres ersten Auftritts bei Unser Star für Oslo in Sekundenschnelle zum Liebling vieler deutscher Fernsehzuschauer (während ihres ersten Vorentscheids pushte Lena via Google-Anfragen meinen Blog zu seinem damals erfolgreichsten Tag) und im Finale wurde Satellite als ihr Oslo-Song auserkoren. Aufgrund meiner wahnsinnigen Erwartungen an Meister Raab war ich in meinem Enthusiasmus minimal gebremst und statt eines "yeaaaaah, Top Ten, boooooar!" verspürte ich in mir zunächst ein "yepp, Top Ten, wir sind wieder da... mhm, ja". Dieses Gefühl musste langsam steigernder Sicherheit weichen, bis es zu einem mit aller Kraft bestätigtes "Top Ten, Bitch!" wurde. Ich wusste bloß nicht, ob es einer Gewöhnung an Satellite zu verdanken war oder der Einsicht, dass ich zuvor zu hohe Erwartungen an das Unser Star für Oslo-Finale hatte.

Aus dem "Top Ten, Bitch!" wurde vergangene Woche während TV Total Oslo Spezial in Anlehnung an einer Aussage von Hape Kerkeling immer mehr ein "Top 3 wäre absolut super, Top 5 absolut zu recht verdient, Top Ten müssen es sein, alles andere wäre 'Betrug'". Dann sah ich in der Nacht von Freitag auf Samstag im Internet die extra lange Sonderausgabe von TV Total, die dank der Schalten zu Lena und den Ausflügen von Lena und Raab hinter die Kulissen des Song Contests für mich zur mit Abstand besten Ausgabe der Show seit langem wurde, und dort wurde in mir die Saat des Siegesglauben eingepflanzt. Vorher habe ich es nichtmal gewagt, an den Sieg zu denken, bestenfalls wären wir auf Platz 2 und 3 gelandet (so mein Gedanke), und auch das wäre schon ein Grund zum Ausflippen gewesen. Doch wie Raab und Lena durch alle möglichen ESC-Events und die Showhalle streiften und ihnen jeder zum großartigen Song gratulierte... Das hatte was. Natürlich sagt stets jeder, dass er das Lied von dem, der ihm gerade gegenübersteht, am besten gefällt. So läuft das beim Eurovision Song Contest. Aber einige davon kamen mir wirklich sehr ehrlich rüber. Vor allem Alexander Rybak, der charmante Schlawiner, der andauernd begeistert um Lena herumschwänzelte und mit leuchtenden Augen einer "Unplugged-Probe" mit Raab an der Gitarre in Lenas Garderobe beiwohnte.

Als ich mich dann Samstag Abend um Punkt 20.15 Uhr vor den Fernseher setzte und den Countdown in der ARD sah, hatte ich plötzlich wieder dieses gewisse Kribbeln im Bauch. Dieses Kribbeln, dass ich sonst eigentlich nur verspürte, wenn Pixar mit einem Film, der nicht Die Monster AG oder Cars heißt, für den Oscar in der Kategorie "Bester Animationsfilm" nominiert war. Ich will den Sieg für meinen Favoriten, ich halte ihn für möglich, und ein Teil von mir meint, die Siegerverkündung vorweg nehmen zu können. Doch ich schob es auf meine Vorfreude, die so groß war, wie seit Max' Teilnahme nicht mehr, und schüttelte den Gedanken wieder ab. Top 3, Top 5... wenn es schlecht läuft Platz 8 und somit auf Max-Niveau. Oder..?

Dann fing die eigentliche Show an (meine Gedanken zum Eurovision-Finale an sich folgen in einem anderen Beitrag), und die Spannung steigerte sich mit jedem Lied. War ich von einschließlich 2005 an eher desinteressiert am deutschen Beitrag (ausgenommen 2009, da war ich neugierig darauf, wie Dita von Teese eingesetzt wird und sich Alex Swings Oscar Sings denn so live machen, wirklich freudig-gespannt war ich allerdings nicht), hatte ich nun wieder einen Grund, auf eine der Performances richtig hinzufiebern. Der Eurovision Song Contest ist ja eh Jahr für Jahr eine ungeheuer unterhaltsame Veranstaltung, aber er ist ungleich besser, wenn man eine ehrliche Antizipation verspürt (und nicht ein bloßes "ich will, das mein Land gewinnt" - "ich will, dass mein Land gewinnt, weil es den wie ich finde besten Song hat" wirkt sich halt doch deutlich mehr auf den Adrenalinpegel und Puls aus). Startnummer 21, Armenien mit Apricot Stone, verließ die Bühne, meine Aufregung stieg in unermessliche Höhen. Ich rückte näher an den Fernseher, dachte noch "und jetzt bitte nichts, nichts, nichts falsch machen, Lena!"... und dann... ertönten die ersten paar Takte von Satellite, die sofort von einem explodierenden Publikum in der Telenor Arena übertönt wurden. In dieser Sekunde hatte ich das Gefühl, dass etwas großes passieren wird. Während der ersten Strophe und des ersten Refrains wiegelte sich meine in Emotionen geborene, vom Verstand (als Schutz vor Enttäuschung) noch vorsichtig mit Ungläubigkeit beäugte Sicherheit bekräftigt. Aber dann kam die kurze Gesangspause nach dem Refrain... und das Publikum bejubelte Lena noch stärker als vorher.

In dieser Sekunde wusste ich, dass wir auf dem Weg sind, deutsche Popkulturgeschichte mitzuerleben. Das war eine Gewinnerperformance, die da gerade ablief. Lena traf den Nerv des Hallenpublikums, und in der Luft sprühten die Funken, dass sie auch Fernseheuropa um den Finger wickelt. Zumindest den Teil, den sie nicht schon im Vorfeld für sich gewann, denn wie der Vorabapplaus für Satellite bewies, musste sie ja bereits beliebt gewesen sein.

Als dann der Gitarrenpart kam, während dem die Kamera von oben herab durch die blauen Leuchtperlen zu Lena herunterflog und das Publikums Lenas Hüftschwung, der den letzten Refrain einleitete erneut mit einem perfekt zur Gesangspause abgestimmten, frenetischen Applaus belohnte, war ich endgültig gebannt. Das fühlte sich für mich nicht mehr wie der normale Eurovision Song Contest an. Es war die absolute Gewissheit, dass mein Favorit gewinnen wird - noch während der eigentlichen Show. Als Lordi und Rybak ihrerzeit mit 12 Punkten überhäuft wurden, stellte sich das auch langsam ein, aber dieses Mal flatterte mein Herz noch während des eigentlichen Liedes. Nachdem sich Lena von der Bühne komplimentierte, fiel ich kurz in einen vorgezogenen Freudestaumel, bevor ich während des Songs von Portugal langsam sauer wurde, dass ich nicht doch ein Live-Blogging veranstaltete. Ich verzichtete drauf, weil ich die Sendung in Ruhe sehen wollte und mir dachte, dass ich nach meiner Besprechung sämtlicher Songs eh nichts wichtiges zu sagen hätte. Irrtum, wie sich zeigte. Denn wie sollte ich jetzt noch beweisen, dass ich schon während Lenas Auftritt den Sieg sah? "Okay, vielleicht kann ich den Kommentar in einem meiner Stammforen loswerden", war mein Gedanke. Doch die waren überlastet.

Während der Punktevergabe war ich letztlich in nahezu ungebrochem Freudentaumel. Ich freute mich für Lena, für Stefan Raab, ich freute mich, dass hierzulande endlich die Heulsusen mit ihrem "Ostblock-Connection"-Gewimmer aufhören müssen, ich freute mich, nie wieder "Nicole, unsere einzige Grand-Prix-Siegerin" hören zu müssen, ich freute mich für mich, dass sich mein Favorit auf einem Siegeszug befand. Endlich konnte ich mich mal für Deutschland bei einer Sache freuen, die mir auch etwas wert ist. Wieso sollte ich mich für Leistungen Deutschlands freuen, bei Ereignissen, die mir vollkommen egal sind oder die ich sogar manchmal (mit ironischem Unterton) verachte? Noch dazu, wenn ich sie nicht immer zu den besten im Wettbewerb zähle? Das war jetzt alles nicht der Fall, es war ein unverfälschter, unbetrübter Sieg, der mich glücklich machte. Und ein spannender, denn die Punktevergabe beim Eurovision Song Contest dauert halt doch etwas länger als das Vorlesen eines Zettels während der Oscar-Verleihung. ;-)

Als Peter Urban dann im Kommentar bekannt gab, dass Deutschland nicht mehr eingeholt werden kann, stellte sich dann allerdings trotzdem Ungläubigkeit ein. Dass ich das tatsächlich erleben darf. Stefan Raab gewinnt (als Casting-Vorsitzender und Produzent) den Eurovision Song Contest! Deutschland gewinnt den Eurovision Song Contest! Und ich gönne es uns auch noch! Woooow! Ein Traum wird wahr!

Jetzt muss ich irgendwie an Karten für das Finale in Berlin/München/Köln/Wanne-Eickel (?) kommen. Ähm... also, liebe Veranstalter, ich bin ja ein wichtiger Mann, kann man da vielleicht was drehen? Ich stell Lena beim Meeting auch garantiert keine persönlichen Fragen! Heiß ja nicht Frauke Ludowig.

Wie dem auch sei: Wuuuuuuuuuuuuuuuuuuhu! Super, Lena! Danke, Europa!

Bitte weckt mich nicht. Ich will nicht wach werden...

8 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich ahne jetzt schon, dass jemand nach diesem Beitrag rumtrollen wird. Deshalb greife ich vorweg: NEIN! Das ist kein Widerspruch. Sich nach einem Favoritensieg freuen und vor einer Veranstaltung auf dem Weg dorthin sich krawallierend durch Zivilisten bahnen... Da besteht ein Unterschied.

Anti-Nervensäge

Mirco hat gesagt…

GEIL!!!!!!!!! :)

Mowgli hat gesagt…

Belin? München? Köln? Ich glaub es hackt. Hannover!!! Alles andere wäre ein Skandal ;)

oce hat gesagt…

Lena macht ein bisschen Frieden! ein wirklich verdienter Sieg für Deutschland mit einem echt klasse Song und Lena ist einfach Super sympathisch. Toll gemacht… Glückwunsch!!!

jemand hat gesagt…

1. Zum Sieg: Unfassbar... unfassbar................... unfassbar!

2. Zum Artikel: Schön, zu lesen, wie du den Abend miterlebt hast. Lustig, zu lesen, wie du immer wieder versuchst, dein Mitfiebern in Bezug auf mein "Rumgetrolle" (Zitat von Anonym) zu rechtfertigen.

Die "Ostblock-Connection" bestand auch dieses Jahr wieder, wenn du dir die Punktevergabe ansiehst. Der Sieger wurde aber auch letztes Jahr schon nicht von ihr gekürt.
Dieses Jahr hatten wir wohl das Glück selber eine kleine Connection aufzubauen mit unseren Nachbarn Dänemark und Schweiz.

Ich habe es ja leider zeitlich nicht mehr geschafft, mir noch die restlichen Beiträge und deine Kommentare dazu anzusehen. Du willst zwar über die Show noch gesondert schreiben, aber ich kann eigentlich auch jetzt schon sagen, dass mir - so wie ich sie in der Show gestern abend erlebte - die Beiträge von Zypern, Belgien und der Türkei ganz gut gefallen haben.

Da die Thematik ja jetzt generell zu Ende möchte ich auch noch etwas loswerden: Ich habe mich ja in den letzten Monaten dabei erwischt, wie ich das mediale Echo Lenas sehr genau verfolgt habe und kam mir dann dabei manchmal vor wie ein 13-jähriger Bravo-Leser. Ich habe es aber dennoch gemacht, weil ich es spannend fand, mal richtig mitzuerleben, wie ein Star von Null an aufgeaut wird. An vielen Seiten habe ich dabei etwas angeeckt - auch auf Seiten Raabs, weil ich seinen Leuten eine teilweise Überforderung der armen Lena unterstelle, wenn ich z.B. an den fertigen Eindruck denke, den sie in der NDR-Talkshow machte. Von den Boulevard-Medien habe ich kein anderes Verhalten erwartet, als sie an den Tag legten, noch spannender fand ich aber die Reaktionen von den Medien, die die Klatsch-Blätter "entlarvten": Man merkte ihrem Gefallen an Lena irgendwie an, dass sich damit auch ein gewisser Frust gegenüber den großen Blättern löste.
Was mich anfangs ein wenig wunderte, war, dass du nach ihrem USFO-Sieg überhaupt nicht mehr über sie berichtetest. Als sich dann aber innerhalb weniger Wochen die deutsche Medienöffentlichkeit mit Schlagzeilen, die von "Skandal: Lena nackt" bis "Lena war im Kloster" selber offensichtlich lächerlich machten, kam ich zu dem Schluss, dass deine Total-Ignoranz wahrscheinlich das Beste war.
Und da Schweigen eben manchmal das Beste ist, will auch ich auch über viele schöne Dinge den Grand-Prix betreffend schweigen um das Ausmaß diesen Kommentars nicht noch weiter zu sprengen.

In diesem Sinne grüßt herzlich
"jemand"

Sir Donnerbold hat gesagt…

@ jemand (Andi?):

Was hätte ich denn nach USfO als verantwortungsvoller Hobby-Journalist auch schon groß über Lena berichten können? Sie hat nach Satellite ja bloß das Album rausgebracht, und das konnte ich mir bislang noch nicht kaufen. Somit fiel das einzige sinnvolle Thema raus. Alles andere, was über Lena in vielen deutschen Medien berichtet wurde, war ja reinster Schwachfug, wie du auch richtig anmerkst.

Falls du Andi bist: Ich sehe deine Beiträge nicht als Rumgetrolle, und mittlerweile sollte ebnfalls bekannt sein, dass mir kein Kommentar zu lang sein kann. ;-) Aber ich muss zugeben, dass es mir manchmal so vorkommt, als würdest du die Texte gar nicht vollständig lesen, bevor du kommentierst (was du bei "Disturbia" ja verraten hast), und dann fängst du schon Mal an über Dinge zu diskutieren, die eigentlich schon beantwortet wurden. Und bezüglich dieses Beitrags hatte ich mit sowas schon gerechnet. *g*

Andi hat gesagt…

Aus dem Album kenne ich bisher leider auch nur die im TV vorgestellten Songs und kurze Schnipsel von amazon. Einen Kaufanreiz haben mir die bisher nicht gegeben. Trotzdem würde es mich interessieren.

Nachher schaue ich mir noch den Empfang in Hannover an und damit beende ich offiziell die Lena-Stalkerei ;-)

Danke, ich bemühe mich darum etwas Konstruktives beizutragen und nicht nur irgendwelche nichtssagenden Kommenare á la "toooolll...." oder "dooof..." abzugeben, auch wenn mir das manchmal zugegebenermaßen nicht gelingt und das ja aber auch nicht immer schlecht sein muss; wie zum Beispiel wenn man überraschenderweise den Grand-Prix gewinnt ;-)

Mit deiner Vermutung hast du oftmals Recht und mockierst dich auch berechtigterweise darüber. Eine richtige Entschuldigung kann ich dafür nicht vorbringen, aber ich bitte es mir etwas nachzusehen, dass ich nach viel lesen und schreiben und üben nach Feierabend längere Beiträge auch nur mal überfliege.
Was die Diskussionen angeht: Naja dafür ist ein Blog eigentlich nicht das richtige Format, aber ich habe weder Zeit noch Lust mich noch in irgendeinem Forum anzumelden und fühle mich bei dir so wohl, dass ich damit eben direkt hier anfange. Schön fände ich's auch wenn sich noch andere beteiligen würden. Und wenn sie unerwünscht sind darfst du mich jederzeit daraufhinweisen, ist ja schließlich dein Blog.
Ich finde es aber immer wieder ganz spannend und fordere dich ja bewusst als Gegner heraus, weil es ja langweilig ist mit Leuten die diesselbe Meinung haben wie man selbst zu "diskutieren".
Insoweit würde ich auch gerne die "Hooligan-Debatte" wieder aufnehmen, für die ich in den letzten Tagen keine Zeit hatte ;-)

Sunshine hat gesagt…

Sehr schöner Bericht! Und ich denke, ein Live-Blogging hätte wohl doch in gewissem Maße vom Genießen der Show abgelenkt, also was solls. :)

Wie bei mir geschrieben, hatte ich lena zu Beginn auf Top 10 eingeschätzt - allein schon, weil ich die anderen Lieder nicht kannte, mir ihrs aber gut genug gefallen hat, dass es doch irgendwem in Europa auch noch gefallen musste. *g*
Und dann gestern während ihres Auftritts - da kam so eine tolle Stimmung rüber, das war Spaß pur - da keimte in mir die Hoffnung, dass es vielleicht, vielleicht ja doch um einiges besser werden könnte.. Top 5, Top 3.. wagte man, das überhaupt zu denken? *g* Währned der Punktevergabe wurde die Euphorie dann immer größer, aber auch gleichzeitig der Unglaube - wie jetzt, wir gewinnen?! Das kann doch gar nicht sein! :D Hach, war das schön!

Ja, was Alexander Rybak anging dachte ich nachher bei der Siegerehrung "Na, da ist aber einer ein Fan!". *g* Supersympathisch - schade, dass ich die TV Total Folge nicht gesehen hab, aber vielleicht mach ichs noch übers Web.

Hah, die Reaktion vor Lenas Auftritt hatte ich auch! "Bitte Lena, jetzt kein Patzer!" *g* Sorge unbegründet. ;)

Hat richtig Spaß gemacht dieses Jahr. *g*

Zum Ostblock: Gut, es gibt in gewisser Weise eine Ostblock-Connection, genauso wie sich Portugal und Spanien Punkte zuschieben und es auch früher bei Deutschland und den Nachbarländern war. Man muss dazu aber sagen, dass der Ostblock häufig wirklich ordentliche bis richtig gute Lieder bietet mit viel Tam-Tam usw. Diese Länder bekommen ja nicht nur Punkte von ihren Nachbarn, sonst könnten die Türkei oder Rumänien nicht ganz vorne dabei sein. Wenn der Westen Europas keine vernünftigen Lieder zustande bringt (oder zumindest nichts, was beim breiten Publikum ankommt), ist das eben so.
Russland war dieses Jahr nur auf Platz 11; die Ost-Länder im oberen Feld waren alle gut produziert und massentauglich. ^^

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