Donnerstag, 15. Juli 2010

Facebook - Der Film: Vorsichtige Überzeugung macht sich breit

Als David Fincher, der geniale Regisseur hinter Fight Club, Sieben und Der seltsame Fall des Benjamin Button, einen Film über das soziale Netzwerk Facebook ankündigte, war ich nicht angetan. Diese Meldung kam in Mitten einer Welle von Ankündigungen zahlreicher Brettspiel-Verfilmungen, und naiverweise setzte ich The Social Network mit diesen Profuktionen gleich. Eine Verfilmung von Facebook? Wer braucht das schon? Selbst, nachdem ich erhellt wurde, dass es sich um einen Film über die Entstehung der Website handelt, blieb ich sehr lange desinteressiert.

Vor ein paar Wochen informierte ich mich letztlich, weshalb die Gründungsgeschichte eines sozialen Netzwerks einen Regisseur wie David Fincher reizen könnte, und ich erkannte, was Fincher zu dieser Idee hingerisse haben wird: Die Entstehung von Facebook ist eine Parabel über Freundschaft, Missgunst und Habgier. Dennoch blieb ich reserviert.

Der neue Trailer zu The Social Network lässt mich mit diesen Informationen im Hinterkopf langsam meine Ablehnung für den Film ablegen. Vorausgesetzt, dass Hauptdarsteller Jesse Eisenberg (Zombieland) der Herausforderung gewachsen ist, eine den Zuschauer integrierende, integrante Hauptfigur zu erschaffen, dann könnten wir ein schweres, reizvolles Drama mit einem modernen Aufhänger haben, das über zeitlose Themen referiert. So etwas ist immer gern gesehen...



Am 7. Oktober 2010 werden wir in den deutschen Kinos sehen, ob sich Fincher mit diesem Thema verzockt hat, oder ob man aus so jungen Stoffen angemessen schwere Filme stricken kann.

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