Donnerstag, 23. September 2010

Persiens Prinz ist ein gern gesehener Hausgast

Gute Nachrichten für alle Freund von Prinz Dastan: Nach Angaben von The Hollywood Reporter eroberte Prince of Persia - Der Sand der Zeit Amerikas Heimkino-Charts. Das Action-Abenteuer mit Jake Gyllenhaal eroberte sowohl die Verkaufscharts für DVDs und Blu-rays sowie die Verleih-Hitlisten.

Jerry Bruckheimers Wüstenabenteuer Prince of Persia - Der Sand der Zeit gilt als eine der finanziell größten Enttäuschungen des Kinosommers. Die Videospielverfilmung nahm weltweit zwar respektable 335.143.643  US-Dollar ein, doch dem stehen nicht nur ein auf 200 Millionen Dollar geschätztes Budget und insbesondere deutlich größere Erwartungen gegenüber. Prince of Persia sollte das weniger augenzwinkernd-aufgedrehte Pirates of the Caribbean für Liebhaber der Orientromantik werden. Stattdessen können wir uns glücklich schätzen, wenn Bruckheimer und Disney in Betracht ziehen, Prince of Persia als neues Vermächtnis anzusehen. Denn mit Nicolas Cages Schatzjagd lassen sich die Einnahmen schon eher vergleichen: Das Vermächtnis der Tempelritter nahm weltweit 347.512.318 US-Dollar ein, was bekanntermaßen genügte um die Produktion der Fortsetzung Das Vermächtnis des geheimen Buches zu rechtfertigen.

Die Hoffnungen auf eine Fortsetzung zu Der Sand der Zeit scheinen also nicht vollends vergebens, vorausgesetzt, dass der Film sich weiter auf dem Heimkinomarkt durchsetzt. Vielleicht kann er dann das Minus gegenüber dem Kinoeinsatz von Das Vermächtnis der Tempelritter aufholen.

Trotzdem möchte ich keine verfrühte Euphorie auslösen: Bis eine Fortsetzung des Films als realistisch betrachtet werden kann, muss noch einiges geschehen. Das größte Problem von Prince of Persia sind nämlich seine schwachen Zahlen auf dem US-Markt. International schnitt Prince of Persia mit rund 245 Millionen US-Dollar klar stärker ab, als der erste Vermächtnis-Film (174 Millionen $) und knapp besser als dessen Fortsetzung (237 Millionen $). Bekanntermaßen lenkt Hollywood aber seinen ersten Blick auf den Markt vor der eigenen Haustür, und dort sieht es mit nicht ganz 91 Mio. Dollar eher schwach aus.

Der Heimkinomarkt könnte der Trumpf im Ärmel von Prince of Persia werden. Aber dazu benötigt er einen langen Atem. Man mag es nämlich kaum glauben, da die Popularität des Films gerne unterschätzt wird, aber Das Vermächtnis der Tempelritter zählt mit beinahe 9 Millionen verkauften Einheiten allein in den USA zu den erfolgreichsten DVDs aller Zeiten.

Ich werde Disneys und Bruckheimers Reaktionen auf die Verkaufszahlen von Prince of Persia auf jeden Fall gespannt verfolgen. Wer weiß, was sich in Dastans Persien noch so tun wird...

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1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich drück' ganz ffest die Daumen das eine Fortsetzung kommt.
genug stoff aus den Videospielen ist ja da. :)
Danke für die Außerordentlich große Information zu den laufenden Ereignissen.

Hoffen wir auf das Beste :)

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