Mittwoch, 22. September 2010

RIP, Meatball

Leere Druckerpatronen sind der Erzfeind eines tüchtigen Studenten, der brav seine Seminararbeit abliefern möchte. Damit mir nicht in letzter Sekunde einfällt, dass es an Tinte mangelt, ging ich gestern zum Elektronikfachhandel meines Vertrauens. Außerdem hörte ich in die aktuellen Alben von Ozzy Osbourne, Phil Collins und Linkin Park rein. Zwei davon muss ich mir wirklich dringend kaufen, Linkin Park dagegen enttäuschte mich. Aber gut, dann gibt's bei Gelegenheit den neuen Tinkerbell-Film, Ozzy und Collins Motown-Album. Dazu noch einen 18er-Film, und die Kassiererin schenkt mir wieder perplexe Blicke. Ich freu mich jetzt schon drauf!

Auf dem Heimweg wollte ich mir dann einen kleinen Happen bei Subway gönnen. Und was muss ich sehen? Das Meatball-Sub wurde von der Speisekarte genommen! Das Meatball! Von der Karte genommen!
Wie kann man nur? Köstliche Fleischbällchen in einer herzhaften Tomatensoße, das ist lecker und vor allem außergewöhnlich. Salami auf einem Brot, das kann ich auch zu Hause problemlos haben, aber ein Bolognesebrot, das ist was einzigartiges. Noch ein guter Schuss scharfe Soße drauf, perfekt.

Das Meatball war mein allererstes Sub. 2006, als meine gesamte Stufe verdonnert wurde länger in der Schule zu bleiben um irrelevante Dinge über Facharbeiten zu erfahren, gingen ein paar Freunde zum mir damals noch völlig unbekannten Sandwich-Restaurant. Von der gesunden Auswahl überfordert, wählte ich den einzig logischen Weg und nahm das Fast-Food-typischste im ganzen Laden: Ein Meatball. Es war warm, würzig, fleischig. Ich wurde noch nicht zum Dauerkunden, aber wenn ich da war, dann nahm ich dieses Sub.

Später mussten regelmäßig Freistunden bezwungen werden, und dank Free Refill und netter Bedienung strandeten wir öfter bei Subway, wo ich mich dann langsam auch anderen Subs annäherte. Die letzten zwei Jahre war das Meatball wieder beinahe vergessen. Sagen wir so, der Sir Donnerbold, der das gerade schreibt hat einen anderen Gaumen als der, der damals erstmals ein Subway betrat. So bekamen die Hähnchen-Subs Vorrang. Trotzdem, nach sehr langen und anstrengenden Tagen hielt ich ab und zu dem viel geschundenen Sub die Stange. Meatball, baaaah, viel zu pampig, sagen Leute die sich zu viel Soße drauftun lassen. "Da krieg' ich viel zu wenig für mein Geld", sagen Leute, die ich nicht verstehen kann, weil sie sich stattdessen ein Sandwich mit Truthahnbrust holen und behaupten, dass sie sich sowas ja nicht daheim machen könnten - anders als ein Meatball.

So wurde das Meatball viel zu selten bestellt. Und jetzt ist es weg. Hätte ich es gewusst, ich hätte mir ein Abschiedssub geholt. Wenn Subway zum Ausgleich wenigstens das Nacho- oder das African-Voodoo-Sub reaktivieren würde. Dazu bräuchte man ja eh nur eine (bzw. zwei) Soßen mehr im Programm, fertig...

Oh, und an alle treuen Leser mit hyperaktivem Gedächtnis: Ja, in meinem letzten Fast-Food-Beitrag sagte ich, dass mir Subway zu teuer wurde und ich deswegen seltener hingehen werde. Woher dann dieser Beitrag? Habe ich gelogen? Nein, nicht wirklich: Müsste ich den vollen Preis bezahlen, wäre ich tatsächlich sehr selten dort. Aaaaaber: Wenige Wochen nach meinem Beitrag führte Subway das spottbillige Studentenmenü ein. Gewusst, wie...

4 Kommentare:

Mowgli hat gesagt…

Ich fand das Meatball-Sub auch immer eklig, bei uns gibt es das aber noch. Scheint also nicht deutschlandweit aus dem Programm genommen worden zu sein. Und mit den diversen Gutscheinen, die es von Subway ja eigentlich ständig gibt, fand ich die Preise gerade noch im Rahmen.^^

Steve hat gesagt…

WAS? Kein Meatball mehr? Wie können die nur?

Und auch Phil Collins hat ein neues Album? Mhm: Er, OMD, Joe Cocker, Kim Wilde... Rückkehr der Zombies. ;) Nur a-ah verabschieden sich. :D

Lutz hat gesagt…

Also, auf der Homepage ist es unter den Produkten noch aufgeführt...

Anonym hat gesagt…

In brazilien giebt es das auch noch

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