Samstag, 16. Oktober 2010

Eduardo Saverin spricht über "The Social Network"

David Finchers überaus sehenswertes Drama The Social Network nimmt in den USA Kurs auf die mehr als bloß respektable 100-Millionen-Grenze. Und aus der Oscar-Diksussion ist er nicht wegzudenken.

Natürlich geht so ein viel diskutierter Film nicht unbemerkt an den Leuten vorbei, von denen er handelt. Während Mark Zuckerberg wohl recht gut ohne The Social Network leben könnte, haben sich die Winkelvoss-Zwillinge knapp, aber positiv über Finchers Interpretation der Rechtsstreitereien um die Facebook-Gründun geäußert. Und auch Eduardo Saverin, Mitgründer von Facebook und moralischer Kompass der Filmhandlung, sprach über Finchers Film:

Saverin verfasste für CNBC einen Artikel darüber, wie er im Kino eine Passage seines Lebens durch Finchers Augen gefiltert nacherleben konnte. "Was ich aus der Kinovorführung von The Social Network mitnahm war größer und wichtiger, als die Frage ob die im Skript enthaltenen Szenen und Details akkurat seien. Letztendlich sollte der Film ja fraglos unterhalten, und war nicht als faktenorientierte Dokumentation gedacht. Was mich am meisten betraf war nicht was passierte - und was nicht - und wer was zu wem und warum sagte. Was ich wirklich aus dem Film zog war, dass Unternehmergeist und  Kreativität, wie kompliziert, schwierig oder qualvoll sie in der Ausführung auch sein mögen, die vielleicht stärksten Antriebskräfte der heutigen Geschäftswelt und für das wirtschaftliche Wachstum sind."

Er führt weiter fort: "Anders, als bei so vielen anderen Dingen im Leben, sind keine Grenzen diesbezüglich gesetzt, wer [heute] ein Unternehmer sein kann. Man kann auch ein Student sein. Wahre Innovation ist blind. Während das Internet unaufhaltsam die Welt der Innovationen demokratisiert und Kosten minimalisiert, kann jeder ein Produkt vorführen - man betrachte nur Facebook oder YouTube. [...] In der digitalen Welt sind die Grenzen durchlässig."

Abschließend zieht Saverin folgendes Fazit:
"Zwar ist es schmeichelnd und unterhaltsam, die 'Hollywood-Version' seines Studentenlebens zu betrachten, doch ich hoffe [vor allem], dass dieser Film zahllose Andere dazu inspiriert, etwas zu erschaffen und den Sprung zu wagen, ein neues Geschäft zu starten. Mit ein wenig Glück, kann man vielleicht die Welt verändern."

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