Montag, 11. Oktober 2010

Popcorn mit Champagner-Geschmack & feierlicher Rollenwechsel

Seit nunmehr fünfzig Wochen bin ich als Filmkolumnist beim Online-Fernsehmagazin Quotenmeter.de tätig. Eine Aufgabe, die ich sehr erfüllend finde und die mir richtig Freude bereitet, wenngleich sie mir manchmal einiges abverlangt. Ich nahm mir vor Start der Kolumnenreihe Popcorn und Rollenwechsel vor, eine gesunde Mischung aus kinotagesaktuellem Kommentar, bunt gemischtem Hintergrundwissen und meinem zum Patent angemeldeten Wahnsinn abzuliefern. Was sich als schwierig erwies, da sich kolumnentaugliche Filmnews erstaunlicherweise lieber zu Wochenbeginn tummeln und selten zum Wochenende, wo sie akzeptable Kolumnenthemen abgeben würden. Und sobald meine Kolumne an einem anderen Tag erscheint, ändert sich das sowieso wieder...

Dennoch bin ich insgesamt gesehen zufrieden mit dem, was ich das vergangene knappe Jahr für Quotenmeter so abliefern durfte. Und zur Feier, dass ich fünfzig Wochen lang aushielt (oder mich die Quotenmeter-Leser fünfzig Wochen lang über's Kino lamentieren ließen), möchte ich an dieser Stelle auf die ersten fünfzig Ausgaben zurückblicken (Ausgabe 50 findet ihr hier) und euch die Artikel präsentieren, mit denen ich selbst am glücklichsten bin. Sei es die Ausführung, das Thema oder die Tatsache, dass diese Ausgabe besser ankam als vermutet. Eigenlob stinkt zwar zum Himmel, aber unter seinem eigenen Geschreibsel wird man ja wohl noch Favoriten haben dürfen, ohne zum Stinktier zu werden.

Hier also in chronologischer Reihenfolge meine Favoriten unter den von mir ausgetauschten Filmrollen mit Popcornduft:

Verloren in der "Uncanny Valley" (2. November 2009)

Meine erste Kolumne für Quotenmeter.de: Was verbirgt sich hinter dem Phänomen "Uncanny Valley" und wie kann man diesem Effekt entgehen? Außerdem lasse ich meine Meinung über Robert Zemeckis' Motion-Capturing-Filme vom Stapel.

Das Programmkino (16. November 2009)

In der Besprechung mit dem Quotenmeter-Team sprach ich mich sofort dafür aus, dass meine Kolumne sowohl ins informative, wie ins meinungsdarstellerische oder komödiantische gleiten soll. Mit Das Programmkino lebte ich erstmals für Quotenmeter meinen patentierten Wahnsinn aus und präsentierte die Eigenheiten eines klassischen Programmkinos.

Die größten Karrierewandel der 00er - Teil 1 / Die größten Karrierewandel der 00er - Teil 2 (28. Dezember 2009 / 4. Januar 2010)

"Popcorn und Rollenwechsel" blieb bislang weitesgehend von Hitlisten verschont. Doch zum Jahrzehntwechsel machte ich eine der wenigen Ausnahmen. Alle Welt blickte auf die vergangene Dekade zurück. Da ich mich nicht anmaßen wollte, die besten Filme der 00er aufzulisten, habe ich nach was originellerem gesucht. Welche Personen und Institutionen Hollywoods haben die gravierendsten Änderungen erfahren?

Independent-Kino ade? (8. Februar 2010)

Disneys Entschluss, die Miramax-Studios zu schließen/verkaufen, konnte natürlich nicht unkommentiert an meiner Kolumne vorrübergehen. Ein Rückblick über die Studiogeschichte und die Bedeutung der Miramax-Studios für Hollywood.

Wildnis Kinosaal (15. März 2010)

So schön ein Kinobesuch auch sein mag, er wäre noch schöner ohne all diese Nervensägen. Und die sind nicht etwa eine vom Aussterben bedrohte Art, sondern eine facettenreiche Fauna.

Die Spur der verlorenen Kinogänger (26. April 2010)

Die bis dato wahrscheinlich durchgeknallteste Ausgabe von "Popcorn und Rollenwechsel": Die Analyse der deutschen Kinocharts vom Wochenende, dargestellt als Film noir.

Die Trailer-Lüge (14. Juni 2010)

Tränen und Dänen lügen nicht. Trailer dafür umso mehr. Szenen, die im Film nicht vorkommen, unbedeutende Hauptfiguren und vertauschte Genres: So lange es Leute anlockt, erlaubt sich die Werbung einfach alles.  (Inspiriert durch, was auch sonst, Rapunzel. Aber es geht auch um weiteren Trailerbetrug!)

Let's do the Time Warp again! (19. Juni 2010)

Zu Beginn der Sommerkino-Saison gab es eine kleine Hitliste an Kultfilmen, die zum Mitmachen einladen. Filme, die die Regeln des Kinos auf den Kopf stellen und bei denen man laut sein muss. Und alkoholisiert zu sein ist auch manchmal das Ziel der Übung.

Toy Story Why? (9. August 2010)

Toy Story 3 floppt, Inception verwirrt und erstaunt Kinodeutschland, Kindsköpfe ist ein Massenmagnet. Was ist bloß los mit Kinodeutschland?

Das Multiplex (23. August 2010)

Die Fortsetzung von Das Programmkino führt mich raus aus dem stereotypen Programmkino und setzt mich dafür den Schrecken des Multiplex' aus. Eine Trilogie, so dachte ich mir, kann ich aus dieser Reihe nicht spinnen, aber die User im Quotenmeter-Forum behaupteten anderes. Mal sehen.

Die sind doch wohl blöd (6. September 2010)

Obwohl ich Quotenmeters Kinokolumnist bin, kann ich mir ja auch mal einen Ausflug in einen Elektonikmarkt erlauben. Heimkino, und so. Aber ein DVD-Regal kann viel mehr Schrecken verbreiten, als man glauben mag. Weshalb ich mich wieder schnell in meine Kinoecke verzog.

Also parodierte Zarathustra (13. September 2010)

Wie schlägt man einen Bogen von Friedberg/Seltzer zu Stanley Kubrick? Woher stammt "diese eine Evolutionsmelodie"? Und was haben die Simpsons damit zu tun? Ein Überblick über die Kunstform der Parodie und eine kleine filmgeschichtliche Lektion in Sachen Strauss.


Fünfzig Ausgaben liegen jetzt also hinter uns und nun ihr wisst auch, welche meine persönlichen Favoriten darunter sind. Nächste Woche geht es dann bei Quotenmeter ganz regulär weiter - ohne Begleitkommentar hier im Blog.
Ich bedanke mich ganz herzlich für die Lesertreue und hoffe, dass ihr meiner Kolumne auch in Zukunft die Stange hält.

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