Freitag, 30. April 2010

Str1ptea5e - Da schmeißt du die Klamotten weg!

Da bin ich wieder, euer Elias Oliver Iwwerks.
Mein jahrelanger Kollege Sir Donnerbold hat sich wieder bei mir gemeldet. Meine bisherigen Beiträge seien bei euch so gut angekommen, dass ich unbedingt einen weiteren schreiben sollte. Egal, worüber. Und mir ist auch auf Anhieb ein Thema in den Sinn gekommen...

Ein Thema, dass mich nahezu überallhin verfolgt, und deswegen möchte ich es an dieser Stelle behandeln. Es handelt sich um... Striptease-Songs.

Ohne dass irgendjemand in meinem näheren Umfeld eine Strip-Bar eröffnen möchte oder wer einen Junggesellenabschied feiert und mich für die Musikauswahl dieses Abends verantwortlich gemacht hat, läuft mir stets die Frage nach den ultimativen Songs zum Ausziehen über den Weg.
Es ist aber auch ein wichtiges Thema. Der Song bestimmt die Stimmung, den Grad der Zärtlichkeit beziehungsweise Härte und das Tempo des Strips. Von schnell, wild und agressiv bis langsam, zärtlich und intim ist alles möglich. Und auch wenn der Song diese Dinge bestimmt, muss er noch immer zur Situation passen. Er darf auf keinen Fall kontraproduktiv wirken. Er muss Dinge anheizen, nicht den Hoseninhalt des Betrachters töten. So ist My Humps von den Black Eyed Peas geil, wenn eine sexy Frau in der Disco dazu tanzt. Im Schlafzimmer dazu entkleiden, hat sich dagegen als passabel, aber nicht gut genug für diese Liste erwiesen.

Nicht ganz das richtige Thema für diesen Blog, sagt ihr? Wieso denn? Das Medium Film hat doch einen großen Einfluss darauf, welche Lieder jemandem in den Sinn kommen, wenn er ans gekonnte Klamotten entfernen denkt...
Seien es Songs, die durch Striptease-Szenen in Filmen berühmt wurden oder die erst berühmt waren und dann in Filmen zu Strips benutzt wurden - die meisten Striptease-Songs sind von Hollywood geprägt.
Also, macht euch locker. Das Thema passt schon. Außerdem ist es ja noch immer Sir Donnerbolds Blog - und wenn er mich anfleht, irgendeinen Beitrag zu verfassen, dann mache ich es auch. Sollte ihn dieses Thema so sehr stören, kann er immer noch ein Veto einlegen und mich um etwas anderes bitten.

Naja, wie auch immer, hier sind sie jedenfalls. Die sorgfältig auserwählten musikalischen Werke zu denen sich Kleider optimal abziehen lassen. Die verlockendsten Striptease-Songs. Oder kurz: Sexy Music.

Übrigens: Bei diesem Countdown gilt ganz klar: Hey, es ist meine Meinung. Ich behaupte nicht, sie sei allgemeingültig oder wissenschaftlich fundiert. Wenn ihr anderer Meinung seid, sagt sie mir in den Kommentaren. Oder beweist mir, dass die Rangliste falsch ist. Bewerbungen für ausgiebige private Teststunden der einzelnen Songs inklusive darauf folgender Auswertung der Ergebnisse schickt ihr bitte an meine Sekretärin oder an mich selbst. Eine E-Mail mit Ganzkörperfoto (gerne leicht bekleidet) und Angaben über eure Körpergröße, eure Maße und euer Gewicht genügt.

Zieh' dich aus, kleine Maus - Die 15 besten Striptease-Songs

15) Eyes without a Face (Billy Idol)
Sicherlich wundern sich bereits die ersten: Wie kann so ein schnulzbackiger Schleimpopsänger wie Billy Idol sich auf einer solchen Liste platzieren? Nun, dieser Song hat einfach alles, was eine sinnliche Aktion im Schlafzimmer benötigt. Es beginnt sehr leidenschaftlich und verführerisch mit langsamer Musik und dahingehauchtem Gesang, bevor ungefähr zur Mitte die Gitarren reinkrachen und die Mademoiselle, die ihr erwählt habt, die Gelegenheit hat es ihnen gleich zu tun. Danach wird's wieder ruhiger und ihr habt Zeit für intensiveren Hautkontakt.

14) Twice as Hard (Black Crowes)
Der gute, alte Hard Rock wird in dieser Liste noch öfter vorkommen. Es ist nicht nur eine geile Musikrichtung, sie ist auch ideal für solche Vorhaben. Mädels, die auf Hard Rock stehen sind nicht ganz so dominant wie Metal-Rockerinnen und bei weitem nicht so zickig wie Hip-Hop-Tusen. Und mehr Klasse als die durchschnittlichen Pop-Kaugummikauerinnen haben sie eh. Auch Frauen, die mehr auf andere Musik stehen, können sich hierzu gut bewegen. Dieser Song ist mehr aufgrund seines Textes in diese Liste gerutscht, da es der Frau etwas Erfahrung oder einen besonders scharfen Körper abverlangt, um sich hierzu erotisch zu bewegen... Doch dann geht's richtig ab. Glaubt mir, der Song hat sich seinen Platz hier verdient.

13) Cowboy (Kid Rock)
Kid Rock ist sowieso geil. Er vermischt mit großer Lässigkeit Rap, Heavy Metal, Folk und Southern Rock zu einer coolen Stimmungsmucke. Cowboy gehört zu seinen besten Titeln und ist perfekt für einen Striptease in hohen Stiefeln, mit Cowboyhut und lasziv zusammengeknotetem Karohemd. Der Titel legt hält das Kostüm der Wahl nahe. Im Refrain kann das Cowgirl gut zur Melodie in die Knie gehen und etwas rumtänzeln, in den Strophen ist bewegungstechnisches Improvisationstalent gefragt. Und wenn am Ende alle Klamotten wegsind, na, welche Stellung sollte sie dann wohl einnehmen? ;-)

12) Da Ya Think I'm Sexy? (Rod Stewart)
Aufgrund des Titels womöglich für manche Leser hier eine ausgelutschte Wahl, aber sie schafft's immer wieder. Die Frage im Refrain spornt die Ladys zu besonders großen Mühen an, und heiß zu dieser Nummer stolzieren kann man frau auch. Stewarts rauchige Stimme gibt dem Song den richtigen, verrucht-klassischen Stil. Strippen mit Niveau ist halt besser, als billiges Spelunken-Gehopse.

11) After Dark (Tito & Tarantula)
Tequilla bereitstellen, zwei Gänge zurückschalten, zurücklehnen und genießen: Seit Robert Rodriguez' From Dusk Till Dawn ist das hier ein Klassiker für erotisches Tanzen, und das völlig zu Recht. Die Frau eurer Wahl sollte sich wirklich sehr kontrolliert bewegen können, aber dann kann sie hierzu einen wahren Zauber hinlegen, der die Luft zum Brennen bringt. Erst Recht, wenn sie mehr von ihrem Körper zeigt als Salma. Caliente!

10) Closer (Nine Inch Nails)
Richtig cooler, langsam und dramatisch aufbauender Einstieg, rauchig hauchender Gesang und den Nagel verrammelt noch eins auf den Kopf treffender Text. Yeah, das ist ein Song für all jene, die intensiven Minimalismus lieben. Zu dem Lied schwingt keine Frau mit Rhythmusgefühl ihren Körper durch die Gegend, sie macht wenig, aber das dafür umso schärfer. Die Stimmung von Closer? Eng. Ein wenig rau. Verrucht. Dieser Song ist das verrauchte Pokerhinterzimmer nach Ladenschluss, wenn die Dealerin was anderes durchmischt als die Karten.

9) Lady Marmalade (Christina Aguilera, Pink, Mya & Lil' Kim)
Muss man(n) dazu noch irgendetwas sagen? Ja, eins: Auf den Rap-Part kann man sehr gut verzichten. Aber dafür gibt's ja Tonschnittprogramme.

8) SexyBack (Justin Timberlake feat. Timbaland)
In dieser Liste herrscht zwar der Old School-Weg vor, doch der Erotik 2.0 des frühen 21. Jahrhunderts muss man ja auch irgendeinen Knochen zuwerfen. Lange schwankte ich zwischen diesem Song und Timberlakes Rock your Body hin und her, aber letzten Endes musste es einfach SexyBack sein. Rock your Body ist doch eher ein (genialer, stylischer) Aufreißsong, für die Stufe danach ist SexyBack doch etwas besser geeignet. Eine wohlgeformte, vollreife Rockerin versagt bei dieser coolen Nummer völlig, aber die ganzen Discomäuschen wissen, wie sie sich hierzu bewegen müssen und wie man zu Timbalands tollen Sounds die Klamotten abwirft. SexyBack: Cool, sleeky, up to date, knackig.

7) Bad to the Bone (George Thorogood)
Richtig schön altmodischer Bluesrock. Man sieht während dieser Nummer die zugequarzte Bretterbude vor sich, mit ihrer feuchten Theke, der grüne Filz des Billiardtisches ist verascht und langsam schreitet eine Frau in Stiefeln mit hohen Hacken herein. Alle Blicke sind auf sie gerichtet und sie marschiert lasziv direkt auf dich hinzu. Sie verzwirbelt mit vorsichtigen Fingerzeigen, großen Augen und ihrem halbgeöffneten vollen Mund den Verstand, lockt dich zu ihr nach Hause und dann blättern die Hüllen ganz langsam ab... Ohja, Rocker wussten noch, was sexy wirklich bedeutet!

6) Word up! (Gun)
Word up! diente bereits sehr treffend als Intromusik zu Pamela Andersons peinlichem Kinovehikel Barb Wire. Das ist aber nicht der Grund, weshalb es Einzug in diese Liste fand. Es ist viel mehr die umhauende Kombination aus der volumenreichen, sonoren und dennoch leicht quäkenden Stimme des Sängers, der zum Hinterteilwackeln einladenden Melodie und dem jede Menge Klasse beweisenden Rhythmus, die einen richtig guten Striptease-Song ergeben. Es ist sicherlich nicht der sinnlichste auf dieser Liste und der Song versprüht keine prickelnde Erotik, doch er vermittelt dieses selbstbewusst-kecke eines heißen Strips der für zwischendurch ins Spiel bringen soll.

5) Buttons (Pussycat Dolls)
Die Pussycat Dolls sind scheiße. Buttons ist hammer. Antreibende Musik, die zu sinnlichem Tanzen mit dem gewissen, flotten Kick verführt. Einen jeden Mann um den Finger wickelnde Musikdramaturgie. Verführerischer und knackig heißer Pop mit erotisch exotischem Flair. Glattgebügelt für dein Wohlbefinden. Heiß!

4) Pour Some Sugar On Me (Def Leppard)
Sexy Hard Rock at it's best! Def Leppards Pour Some Sugar On Me ist tanzbare Rocker-Sexualität in Reinform. Junge Groupies in engen Lederjacken - und sonst nichts. Ein heißer Tanz auf einer kleinen Bühne, dazu ein kühles Bier. Zerfetzte Jeans, die vom Leib gerissen werden. Und dergleichen mehr. Zu Pour Some Sugar On Me ist alles möglich. Ein etwas zurückhaltender Tanz passt genauso gut dazu wie offene Agressivität oder schmuddeliger Showtanz. Diese zu den Klassikern der Rockgeschichte gehörende Nummer hat etwas verruchtes an sich, gehobenen Stil und lädt an einigen Stellen auch zu einem wollüstigem Augenzwinkern ein. Es rockt einfach!

3) Careless Whisper (George Michael)
Was wäre eine solche Liste ohne ein Lied mit prominentem Saxofon-Sound? Lückenhaft, ganz genau! Nicht umsonst hatte der Saxofon spielende Bill Clinton ein derartiges Sex-Appeal. Und Careless Whisper wird an diesem Ruf des Saxofons nicht ganz unschuldig sein. Manche werden es sicherlich klischeehaft und abgedroschen halten, dass George Michaels zur sinnlichen Kuschelschmusefummelhymne mutierten Betrugsballade in dieser Liste vorkommt. Aber Careless Whisper hat sich seinen Ruhm verdient. Sinnlich, zärtlich, der Hauch des Verbotenen. Geogre Michaels Stimme und die unvergleichliche Atmosphäre des Songs bitten zu einer süßen Sünde. Und wer sagt da schon gerne Nein?

2) Grindhouse (Robert Rodriguez)
Vielleicht liegt es an seinem heißen texanischen Blut im Zusammenspiel mit seiner kühlen Gelassenheit, die ihn dazu befähigt. Vielleicht hat er einfach ein Talent dafür, Frauen zu sagen, wie sie sich zu bewegen haben. So oder so, Robert Rodriguez konnte sich von jeder heißen Tanzsequenz zur nächsten steigern. Salma Hayek in From Dusk Till Dawn war bereits mui caliente, Jessica Alba brachte in Sin City jedes bisschen Testorsteron zum Kochen (und das, obwohl sie viel zu viel von ihren Klamotten anbehielt), aber das alles war nichts im Vergleich zum Intro von Planet Terror. Rose McGowans Go-Go-Tanz ist packend, sinnlich, verrucht und einfach übermegascharf. Und auch wenn es "nur" eine Go-Go-Einlage ist lässt sich das Entfernen von Kleidung gut hinzufügen. Da ist die von Robert Rodriguez komponierte Nummer flexibel, die während des Intros zu hören ist: Ein siffiges Saxofon gibt den Ton an, ein schmuddelig-anzüglicher Bass verführt dazu, sich intensiver auseinanderzusetzen. Der Augenkontakt ist hergestellt, das verdorbene Vergnügen darf beginnen. Sinnlich, schmutzig, leidenschaftlich und mit genug antreibenden Stellen für eingeübte Kleinathletik versehen: Grindhouse ist die nahezu perfekte Striptease-Nummer. Rrrrrr!

1) You can leave your Hat on (Joe Cocker)
Das größte Strip-Musikklischee aller Zeiten, und dennoch ungebrochen die beste Begleitung, die man für einen Strip finden kann. Alle anderen Lieder in dieser Liste sind willkommen, um Abwechslung zu schaffen, aber wenn es hart auf hart kommt, dann gibt mir eine Lady, die weiß was sie tut, und schiebt You can leave your Hat on in die Steroanlage. Cockers Song ist lasziv und "show-mäßig", verspielt und erotisch, obwohl weder Melodie, noch Instrumentierung nach dieser Beschreibung schreien. So gesehen ist es dann eben doch keine Klischeewahl.
Fragt ihr mich nach meinem Geschmack, dann ist eine Live-Aufnahme dieses Songs zu bevorzugen. Die Dynamik der Bläser ist ansteckender als die Studioversion und der ungehemmt röhrende Cocker lässt den Motor gerne Mal so richtig heißlaufen. Aber egal ob live oder Studioaufnahme: Es ist einfach ein genialer Song, der nie alt wird.

Tangled (aka "Rapunzel"): Japp, es soll wirklich schön werden

Der Starttermin rückt näher und näher, und ganz langsam aber sicher erreicht Rapunzel beziehungsweise Tangled einen Status, der den hohen Erwartungen an die Optik des Films heranreicht. Zumindest, sofern wir Steve vom TAG Blog einen guten Geschmack zutrauen (und ja, das sollten wir an dieser Stelle):

There's some nifty footage of the fairy tale's settings, with light streaming down through towering trees, verdant landscapes, a huge castle. What's on display has the flavor of some of the older hand-drawn features, viewed through a CG prism. The brief scenes with Rapunzel and Flynn are beguiling.

Whether the splashy art direction and establishing shots add up to a feature that earns a big opening weekend and five or six weeks of staying power, I donno. That will probably depend on whether the story fires on all cylinders.

We'll find that out in November.

Fassen wir es kurz: Visuell beeindruckend, die Vorzüge eines Zeichentrickklassikers mit einem aufregenden computeranimierten Touch, wie die Story funktioniert wissen wir noch nicht.

Ach, bitte, bitte lasst die Handlung genauso gut sein oder gar noch besser...

Siehe auch:

Donnerstag, 29. April 2010

Exklusiver Webtrailer für "Toy Story 3"

Mit extra dick aufgetragenem Off-Sprecher. Denn im Web kann man die Subtilität genug verhauen.



Siehe auch:

Die magische 8

Es wurden ja bereits zahllose Spielzeug- und Brettspielverfilmungen angekündigt. Von Monopoly über Schiffe versenken hin zum magischen Oujia-Brett. Und schon seit langem schüttle ich über diese Ankündigungen den Kopf. Doch jetzt sollten wir den bislang kuriosesten Punkt erreicht haben. Laut Vulture will Paramount aus den "magischen" schwarzen 8er Billiardkugeln einen Film machen. Ihr wisst schon, diese Plastikteile mit seltsamer Flüssigkeit drin, die man schüttelt um sich eine Frage beantworten zu lassen.

Ursprünglich sei es als ein Projekt für Komödienregisseur Tom Shadyac (Der Dummschwätzer, Bruce Allmächtig) geplant. Nun wechselte allerdings das Studio (von Universal zu Paramount) und auch Shadyac verließ den Film. Paramount sieht einen Abenteuerfilm im Stile von Das Vermächtnis der Tempelritter vor. Ja, richtig gelesen. Das Vermächtnis der Tempelritter trifft den Magic 8 Ball. Wird das Teil gesucht? Oder schütteln die Schatzsucher manisch den doofen Ball, um an ihre Hinweise zu gelangen? Wie will man das rüberbringen? Wie heißt der Streifen? Auf der Spur der magischen 8? Und wir sollen den Film (vergleichsweise) ernst nehmen?

Mittwoch, 28. April 2010

Muppet Mania bei YouTube

Fast möchte man meinen, dass der mittlerweile komfortabelste Platz für die Muppets das Internet ist. Während ihre letzten zwei Fernsehfilme eher schwach waren, blühen die chatoischen Filzpuppen bei YouTube richtig auf. Für ihre Internetvideos erhielten die Muppets bereits den Internet-Oscar "Webby", damals für Beakers Ode to Joy (*klick*). Dieses Jahr haben die Muppets gleich zwei Chancen auf einen Webby: Ihr Musikvideo für Bohemian Rhapsody (*klick*) wurde sowohl als bestes virales Webvideo, als auch in der Kategorie für die besten Musikvideos nominiert.

Zur Feier dessen gibt es gleich zwei neue Videos.





Wer den Muppets zum Sieg verhelfen will kann es hier in der Kategorie Musik und hier für den Viral-Webby.

Fortsetzungenproduzieren leicht gemacht

Gute Nachrichten für alle Drachenzähmen leicht gemacht-Liebhaber: Obwohl die durch Shrek und Madagascar verwöhnten Dreamworks-Studios mit dem US-Startwochenende ihres bislang besten Films eher ein klein wenig enttäuscht waren, konnte die neue Regiearbeit von Chris Sanders und Dean DeBlois Katzenbergs Studio genügend überzeugen, um eine Fortsetzung zu genehmigen (nachzulesen bei Coming Soon). Bereits das Kinderbuch, auf dem der Film basiert, erhielt mehrere Fortsetzungen, darunter eine Piraten-zentrische. Ich bin gespannt und freu mich schon auf weitere Abenteuer mit Hicks und Nachschatten.

Eher zur Kategorie "Ohne mich" gehören die laut Deadline Hollywood angekündigten Fortsetzungen zu Kampf der Titanen (zur Kritik) und Die Reise zum Mittelpunkt der Erde. Einmal sterbenslangweilig, einmal hohler 3D-Effektfilm. Wow...

Und zu guter Letzt: Laut MTV wollen die Apatow-Clanmitglieder Paul Rudd, Will Ferrell, Judd Apatow, Adam McKay und Steve Carell auf einen Großteil ihrer Gage verzichten, um den Anhängern des kultig-durchgeknallten Anchorman eine Fortsetzung zu geben. Da seit nunmehr sechs Jahren davon geredet wird, darf man sich aber noch nicht zu sehr freuen. Zumindest derzeit wird von einer Rückkehr der gesamten Bande, inklusive Christina Applegate, und einem Drehstart im Februar 2011 gesprochen. Mal sehen, wie lange noch.

Dienstag, 27. April 2010

"Prince of Persia" goes LEGO und die Simpsons unterstützen "South Park"

Im MTV Movies Blog wurde eine sehr mühevoll erarbeitete LEGO-Rekreation des Prince of Persia-Trailers hochgeladen. Und ihr wisst ja: Spaß muss sein. LEGO macht Spaß. Spaß mit Lego ist besonders spaßig. Also... viel Spaß mit dem Prince of Persia-LEGO-Trailer. Er wirbt nicht für die LEGO-Kollektion zum Spiel. Würde als Spot aber sehr gut funktionieren.



Und nun zu etwas völlig anderem: Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, wurden die South Park-Schöpfer aufgrund der Jubiläumsdoppelfolge 200/201 Opfer von Attentatsdrohungen, da einige extreme Gruppierungen mit ihrer Darstellung Mohammeds nicht gerade einverstanden waren. Die Macher der Simpsons reagierten ungewöhnlich schnell auf dieses heiße Thema und nahmen Stellung dazu:

Sensei Lots-o'-Huggin' Bear

Vor wenigen Tagen sorgte ein altmodischer Werbespot für den in Toy Story 3 auftauchenden, nach Erdbeeren duftenden Teddybär Lots-o'-huggin' Bear für Verwirrung: Vergaß die halbe Welt, dass es dieses Stofftier bereits gab oder hat sich irgendjemand bei Pixar einen tollen Scherz erlaubt? Immerhin nimmt Pixar seit Wall•E sein Marketing selbst in die Hand. Wobei man nichtmal sicher sagen kann, ob das als virales Marketing durchgeht, oder schlichtweg eine der typischen Pixar-Verrücktheiten wie die Sockenpuppenversion von Die Unglaublichen.

Zumindest eine Frage scheint nun geklärt: Es handelt sich nicht um authentische Werbung. Einige Leute, die im Besitz von schärferen Augen sind, meinen im ersten Spot Pixar-Anspielungen entdeckt zu haben (Luxo jr. und A113). Außerdem tauchte ein weiterer Lotso-Werbespot auf, der sich als authentische Reklame aus Japan ausgibt. Was auch immer den Pixar-Leuten ins Kantinenessen oder unter die Cornflakes gemischt wird, ich will's auch haben!

Montag, 26. April 2010

Musikalisches Immergrün - Meine 333 liebsten Disney-Lieder (Teil XXXVII)

zurück zu Teil XXXVI

Mit diesem Block aus der Reihe Musikalisches Immergrün erreichen wir meine Top 100 der besten Disneylieder. Möglicherweise haben sich mittlerweile einige Fragen bei euch aufgestaut. Wie weit treibt Sir Donnerbold seine unerklärliche Zuneigung zu den Liedern aus der High School Musical-Trilogie, wo er doch häufig genug einräumt, welche Mängel vor allem die ersten beiden Teile der Reihe aufwiesen? Bleiben für die Top 100 eigentlich noch genügend klassische, populäre Disneystücke übrig, oder haben die Leser Recht, die einen Endspurt voller obskurer Fußnoten aus Disneys musikalischer Historie erwarten? Und welche Fernsehserie darf sich hier als diejenige mit dem Bestplatzierten Titelsong rühmen?

All diese und vergleichbare Fragen klären sich in den kommenden Artikeln ja von selbst, weshalb ich an dieser Stelle nicht weiter auf sie eingehen werde. Stattdessen möchte ich ein paar der Fragen anreißen, die ich mir bei der Erstellung dieser Hitliste selbst stellte. So dürfte aus manchen meiner früheren Hitlisten bekannt sein, dass ich Doppelbelegungen eines Ranges normalerweise nicht gänzlich ausschließe. Bei dieser Hitliste wollte ich es jedoch vermeiden, und tatsächlich habe ich nach langem Ringen mit mir selbst auch geschafft, jedem Ranglistenplatz auch nur einen einzigen Song zuzuteilen.

Eine weitere Frage war, wie mit Liedern zu verfahren ist, die mir nur teilweise gefallen. Was ist etwa mit einem dreiminütigen Song, von dem mich nur die letzten 30 Sekunden zu begeistern wissen, die dafür allerdings enorm? Solche (zum Glück eher raren) Fälle wollte ich nicht zu (pseudo-)wissenschaftlich anpacken und ganz einfach davon ausgehen, welchen Rang dieses Lied in meinen Augen verdient hat. Ein Vergleich mit den umliegenden Positionen sollte in solchen Situationen Abhilfe schaffen.

Auf jeden Fall soll euch nochmal versichert sein, dass ihr euch nicht seit Monaten mit einer schnell runtergekritzelten Hitliste beschäftigt. Das mag manche Differenzen zu meiner Meinung nun noch schwerer erscheinen lassen oder euch besänftigen, da es beweist, dass ich für meine absurde Ansichten schon Gründe haben werde - das kann ich nicht beeinflussen. Aber ich hoffe, ihr habt mit dem langsam einsetzenden Endspurt eure Freude. Und somit nun weiter im eigentlichen Programm...

Platz 103: Hallo, wie geht's? ("How Do You Do?") aus Onkel Remus' Wunderland
Musik und Text von Robert MacGimsey (dt. Fassung von Heinrich Riethmüller)

1951 gab es in Alices Wunderland eine gesungene Begrüßungsformel zu hören: Guten Tag, wie geht's denn? (Platz 266). Einige Jahre zuvor wurde man bereits in Onkel Remus' Wunderland sehr ähnlich begrüßt: Mit fröhlichem Lächeln auf dem Gesichte trällern Vögel, Frösche, Schmetterlinge und andere Cartoonfiguren den sympatischen und liebevollen Onkel Remus ein Hallo, wie geht's? entgegen. Hallo, wie geht's? ist wesentlich harmonischer und entspannt-glücklicher als der Uhrwurm aus der Lewis-Carroll-Adaption und ist ein richtig gelungener Stimmungsaufheller, der einen gut gelaunt in den Tag entlässt. Dieses schöne, unaufdringliche und locker-flockige Lied passt sehr gut in den Disney-Pantheon, und wohl genau deshalb wird es trotz Disneys Verleugnungsversuche bezüglich Onkel Remus' Wunderland auf manchen Musiksammlungen und in ein paar Medleys verwendet. Die Stimmung dieses Songs ist einfach typisch für Disney.

Platz 102: Kajütenfieber ("Cabin Fever") aus Muppets - Die Schatzinsel
Musik von Barry Mann, Text von Cynthia Weil (dt. Fassung von Eberhard Storeck)

Der durchgeknallteste und chaotischste Song in Muppets - Die Schatzinsel ist der in der deutschen Fassung kurioserweise Kajütenfieber betitelte Cabin Fever, obwohl der Refrain im eigentlichen Lied zum Kajütenkoller umgetextet wurde. Naja, vielleicht erlitten die Ersteller des Soundtracks ebenfalls einen Sonnenstich und ließen den eigentlichen Liedtext bei der Betitelung deshalb links liegen. Jedenfalls besingt Kajütenfieber auf vollkommen durchgeknallte und witzige Weise den Sonnenstich, den die Muppet-Mannschaft aufgrund einer Windstille erleidet.
Mit spaßigem Salsa- und Karibik-Flair ausgestattet und depperten Texten verjagt dieses Lied jeglichen Verstand und lädt mit eingestreuten Square-Dance- und Jodelelementen zum halt- und hirnlosen Rumgezappel ein. Für die Handlung ist diese Sequenz zu notwendig wie ein Kropf, aber die versprüht viel vom anarchischen Muppetgeist.

Platz 101: Ein Traum wird wahr ("A Whole New World") aus Aladdin
Musik von Alan Menken, Text von Tim Rice (dt. Fassung von Frank Lenart)

Eine weitere Oscar-prämierte Prinzessinnenballade, die es nicht in meine Top 100 geschafft hat. Ein Traum wird wahr scheiterte allerdings nur äußerst knapp an dieser magischen Grenze und gehört dessen ungeachtet zu den von mir meist geachteten Liedern aus dem Disneykanon. Bezüglich der Liebe, die es von mir erhält, muss es sich mit einem wirklich guten 101. Platz in einer 333 Songs umfassenden Hitliste ebenfalls nicht gerade verstecken. Ein Traum wird wahr ist definitiv ein besonders gut komponiertes Disney-Liebeslied und mauserte sich vollkommen verdient zu einer Erkennungsmelodie für die disneysche Traumfabrik. Ich liebe diesen Song wirklich, nur finde ich ihn für mich ganz persönlich, allein subjektiv von der Warte meines musikalischen Geschmacks aus gesehen, ein winziges bisschen zu einschmiegsam. Das ist allerdings nur eine winzig kleine Anmerkung und ich weiß genau, dass sie mich betrifft und nicht die Qualität des Songs an sich, weshalb ich ihn stärker respektiere als ich ihn verehre. Doch lassen wir die Haarspalterei hinter uns und kommen auf das Lied an sich zu sprechen:
Dieses wundervolle Liebeslied zwischen Aladdin und Jasmin hat eine wirklich träumerische und deswegen zu der unwirklichen Romantik der dazugehörigen Sequenz passende, befreiende und "offene" Melodie, die die in diesem Lied geäußerten Gefühle nach außen trägt, statt sie wie viele von mir kritisierten Balladen eher nahe bei sich zu behalten. Ein Traum wird wahr nimmt den Zuhörer mit auf den romantischen Ausflug Aladdins und Jasmins und lässt einen an ihrer zelebrierten Liebe teilhaben. Vor allem muss aber erwähnt werden, dass dieses Lied, welches Alan Menken anfangs The World At Your Feet betitelte, bevor Tim Rice den endgültigen Liedtext vorschlug, nur sekundär eine Liebesnummer ist und augenscheinlich zuvorderst die Erfüllung von Jasmins und Aladdins erträumtem Ausbruch aus ihrem "Gefängnis" (die Gosse beziehungsweise der goldene Käfig in Form eines Palasts) besingt. Außerdem ist es immer wieder schön, wenn die Prinzessin in den Liebesdinge behandelnden Szenen nicht der alleinige Fokus ist. Die beste Version des mit einem Oscar, einem Golden Globe und gleich zwei Grammys (für den besten Filmsong und als "Song des Jahres") ausgezeichneten Songs ist für mich ganz klar die englische Filmfassung, wobei einige internationale Versionen ganz nah an diese heranreichen. Die Pop-Singleauskopplung mit Peabo Bryson und Regina Belle ist dagegen eher misslungen. Aalglatt und charakterlos sülzt sie vor sich hin und konnte so Platz 1 der US-Singlecharts erklimmen. Nein, ich bleibe da lieber bei der "echten" Aufnahme des Songs, denn in der Version ist es einer der gefühlvollsten und magischsten Liebessongs aus dem Disneykanon.

Platz 100: Le Festin aus Ratatouille
Musik und Text von Michael Giacchino (frz. Übersetzung von Boualem Lamhene)

Die Pixar Animation Studios erwuchsen von kindlich nostalgischen Charmebolzen zu charismatischen, liebenswürdigen und detailversessenen Künstlern, die Anspruch mit Leichtfüßigkeit zu einer kaum schlagbaren Symbiose vereinigen. Der zumindest meiner Meinung nach bislang zweitbeste Film aus den Trickstudios ist der liebevolle und intelligente Ratatouille, der vom begehrten Komponisten Michael Giacchino mit herausragenden Kompositionen untermalt wurde. Giacchino, der seine Karriere im Videospielsektor begann und sich mit den TV-Serien Alias und Lost seine Sporen in Hollywood verdiente, ist ein selbst verpflichteter Sklave der Authentizität, der etwa für Die Unglaublichen auf digitale Aufzeichnungstechniken verzichtete und mit einem typischen 50er- und 60er-Filmblasorchester einen lebendigen Retro-Score zauberte. Für das zeitlose, moderne Beinahe-Märchen Ratatouille mit seinem sprühenden französischen Flair griff Giacchino tief in der Klischeekiste und lieferte alles, was man von einem künstlerischen, schwärmerischen Film erwartet, der in der romantischen Metropole Paris spielt. Diese gesetzten Erwartungen des Zuschauers setzte Giacchino aber so ein, dass dennoch etwas originelles und neues dabei herauskam, etwas, das einem schon beim ersten Anhören angenehm altbekannt vorkommt, und dennoch aufregend ungewohnt ist.
Der mehrmals im Laufe von Brad Birds zweiter Regiearbeit im Computeranimationsbereich eingesetzte Chanson Le Festin gehört zu den größten und am wenigsten bemerkten Geniestreichen von Ratatouille. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man ihn glatt für einen angestaubten französischen Evergreen halten, den die Pixar-Leute für ihre Produktion ausgruben. Wie wenig in Kritiken und Analysen auf Le Festin eingegangen wird, unterstreicht in diesem Fall, wie vortrefflich er funktioniert. Dieser gefühlvoll und intensiv hinweggehauchte Chanson, der mit melodischem, stilvollem Wimmern beginnt, ist mit seiner sehr unscheinbaren Instrumentierung ganz unaufdringlich und fügt sich ganz natürlich in Pixars vor Atmosphäre und Leben triefender Nachbildung Paris' ein. Es ist so, als wäre dieses Lied schon immer da gewesen. Le Festin lässt einen davon träumen, man säße in einem stilvollen, pittoresken Künstlercafé mitten in der Stadt der Liebe, und würde gerade während eines entspannten Gesprächs mit seiner besseren Hälfte bei einem Glas Rotwein auf die Seine blicken, überwacht vom nicht unweit stehenden Eifelturm. Es ist ein Konzentrat des romantisierten Frankreichs, wie wir es aus anspruchsvolleren, europäischen Filmkomödien oder -romanzen kennen. Einfach wunderschön.

Platz 99: Der Titelsong von Chip & Chap - Die Ritter des Rechts
Musik und Text von Mark Mueller (dt. Fassung von Peter Held ?)

Chip & Chap - Die Ritter des Rechts ist eine richtig, richtig tolle Disney-Zeichentrickserie. Die Transformation, die Donalds frechen Opponenten durchmachten mag zwar ein klein wenig Out-of-Character sein, aber das hat damals niemanden interessiert und ist bei diesen beiden Nagern weniger drastisch als beim bequemlichen Bären Balu, der für Disneys Seriennachmittag wesentlich stärker umgekrempelt wurde. Chip & Chap hatte viel Humor, sympatische Figuren, eine Prise Abenteuer und eine feine Dosis der guten Zutaten einer Kinder-Kriminalserie und vermischte es zu einer sehr einheitlich wirkenden Mischung. Der Titelsong traf nicht hundertprozentig die Stimmung der Serie, brannte sich aber dennoch vollkommen zu recht in das kollektive Gedächtnis mindestens einer Generation ein. Es vergeht wohl kein Tag, an dem nicht irgendwer irgendwo in der wstlichen Hemisphäre plötzlich an dieses Lied denkt, und in den meisten Fällen steckt er damit seine gerade zur Verfügung stehenden Freunde oder Verwandte an. Ein spaßiger Ohrwurm, mit dem unsereins in seiner Kindheit mit schöner Regelmäßigkeit bombardiert wird.

Platz 98: Now or Never aus High School Musical 3: Senior Year
Musik und Text von Matthew Gerrard und Robbie Nevil

High School Musical hatte einen Basketball-Song (siehe Platz 170) und da der Star von High School Musical 3 weiterhin ungebrochen diesen Sport ausübt, wirft uns das Musical über das letzte Schuljahr einen weiteren Song um die Ohren, der ein Basketballspiel besingt. Stärker als noch bei Get'cha Head in the Game ist es bei Now or Never allerdings allein das dazu gezeigte Filmmaterial, das diese Assoziation weckt. Nimmt man die Szene weg, ist Now or Never einfach nur ein sehr energischer, vorantreibender, moderner Popsong aus der Schlussphase der 00er, der von einer letzten Chance handelt. Dem Moment, in dem man etwas großes ein für alle Mal packen kann - oder eben versagt. Now or Never ist voll mit Elektrospielereien, setzt diese allerdings nicht selbstgefällig sondern sehr passend und effektiv ein. Zusammen mit dem hohem Tempo und dem soliden Gesang erwächst eine preschende, motivierende Popnummer, die mir problemlos ein Grinsen auf's Gesicht zaubert.
Was vor allem Musicalfans an Now or Never sauer aufstoßen dürfte, ist dass dieses Lied, immerhin das erste in einem Film mit dem Titel High School Musical 3, überhaupt nicht wie eine Musicaleinlage funktioniert. Viel eher lässt diese dynamische, schnelle Popnummer denn Eindruck entstehen, der Regisseur hätte eine aktuelle Hitsingle über das gezeigte Basketballspiel gelegt und irgendwer am Mischpult hätte die Musik zu laut aufgedreht. Now or Never hat aber auch nicht die Videoclip-Ästhetik, die etwa in Nine zu sehen war - von der reingeschmuggelten kurzen "romantisch-emotionalen" Szene zwischen den beiden Hauptfiguren abgesehen schaut das Intro des Films wirklich einfach nur so aus wie eine normale Filmszene, bei der die Hintergrundmusik zu hoch eingestellt wurde. Allerdings darf man aufatmen, nach Now or Never schlägt sich High School Musical 3 als Musicalfan-Rekrutierungsvideo eigentlich recht wacker.

Platz 97: Gar keine Wahl ("No Other Way") aus Tarzan - Das Broadway Musical
Musik und Text von Phil Collins (dt. Fassung von Frank Lenart)

Während der Herdenführer Kerchak im Zeichentrickfilm von 1999, wenngleich unter großem Grummeln, die Entscheidung seiner Frau Kala akzeptiert und das Menschenjunge Tarzan in seine Familie aufnimmt (oder eher aufnehmen lässt), beschließt er im Broadway-Musical gegen das Problem eines Menschens in seiner Gruppe anzugehen, was zwischen ihn und Kala eine Kluft entstehen lässt. Kerchaks dramatisches Solo Gar keine Wahl, welches er mit starker Stimme und sanft angestimmten Noten vorträgt, war mir beim ersten Anhören auf CD eher unlieb, es schien mir ein Fremdkörper zwischen Phil Collins Filmsongs zu sein. Der schwermütige, melodiös gesprochene Monolog Kerchaks passt defintiv zu seinem Charakter, das erkannte ich bereits damals, doch ich dachte nicht, dass er gut in seine musikalsiche Landschaft und die Stimmung des Stücks passt. Nach mehrfachem Anhören wuchs mir Gar keine Wahl allerdings bereits schneller ans Herz als etwa Wie Sonne und Mond (Platz 197), das als Auflösung dieses Subplots dienende, gesungene Gespräch zwischen Kerchak und Kala. Nachdem ich Gar keine Wahl auf der Bühne gesehen habe, funktioniert es nochmal um einiges besser für mich. Die Bedenken, dass es nicht in Disneys und Collins' Tarzan hineinpasst sind vollkommen vergessen, viel mehr noch, mittlerweile sehe ich es als einen der stärksten Momente der Bühnenfassung von Tarzan an. Collins trifft mit seinen Texten und der zurückhaltenden, aber emotional kraftvollen Musik genau den richtigen Punkt und zeichnet eine sehr gutes sowie nachvollziehbares Bild davon, wie ein von sich selbst überzeugter und von einer Machtposition gestärkter, stattlicher Mann in einer solchen Situation fühlt. Zu Beginn spürt man, wie Kerchak seine Zweifel vorsichtig kleinredet und zur Überzeugung kommt, handeln zu müssen und seine Entscheidung konsequent weiterzuverfolgen. Gegenüber Kala gewinnt in dieser stets Trauer, Zweifel, Angst und Überzeugung mitschwingen lassenden Komposition die energische Überzeugung die Oberhand, trotzdem lassen sich die Spuren der anderen Emotionen ungebrochen vernehmen. Am Ende des Songs werden wieder Angst und Zweifel größer. Gar keine Wahl ist bezüglich seiner Gefühlswelt einer der komplexeren Disneysongs, allerdings funktioniert dieses Lied dank Collins sorgfältiger Arbeit als Komponist und seiner jahrelangen Erfahrung dermaßen gut, dass es sehr leicht rüberkommt und mindestens genauso gut ins Ohr geht. Gerade letzteres gelingt nur wenigen Szenensongs, was für mich deren größtes Manko ist. Gar keine Wahl hingegen zeigt keine Schwächen und erzählt nicht nur sehr stark die Geschichte weiter, sondern hat auch eine nachhaltige Wirkung und lässt sich wunderbar einfach so anhören.

Das noch größere Krabbeln

Okay, das ist ein kleiner Schocker: Nachdem Freitag bereits Die Monster AG 2 offiziell angekündigt wurde, ertönen die ersten Stimmen, dass auch Das große Krabbeln 2 ansteht. Laut The Badger Herald erwartet uns diese Fortsetzung schon 2013.

Ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll, sofern das stimmt. Erstens reicht es langsam mit den Pixar-Fortsetzungen (einzig Die Unglaublichen 2 würde ich weiterhin akzeptieren), zweitens schreit Das große Krabbeln nicht gerade nach einer Fortsetzung und steht alleine bereits ganz gut dar und drittens ist Das große Krabbeln mehr oder minder das Stiefkind des Pixar-Kanons, der schnell übersehene Film von einst, der keine dermaßen große Fangemeinde oder solch hervorragenden Kritiken aufzuweisen hat wie die anderen Pixarfilme (für andere ist Cars eben dieses Stiefkind, aber für diesen Film spricht das massenhaft verkaufte Merchandising).

Wieso sollte man diesen Film fortsetzen? Hat wirklich irgendjemand da draußen seit 1998 mit gedrückten Daumen in der Ecke gesessen und für einen neuen Film mit Flik und seinen Freunden gebetet?

Pixar, oh Pixar, ich hoffe du weißt, was du tust...

Popmusikrezensionen aus dem Schatten

ThatGuyWithTheGlasses.com hat ein neues Mitglied Todd in the Shadows. Seine Spezialität: Verrisse von nervigen Popsongs. Dieses Mal: Ke$ha.



Ich teile seine Meinung zu Tic Toc: Es nervt, gefällt aber auch irgendwie. Das neue dagegen klingt, als hätte wer auf das Mischpult gekotzt.

Wer mehr von diesem Reviewer sehen möchte: Hier gibt's jede Menge.

Sonntag, 25. April 2010

Der Alltagstest: Ticke ich männlich oder weiblich?

Entdeckt bei Steves True Story!: Was sagen meine alltäglichen Neigungen über mein geistiges Geschlecht aus? Ist Sir D. vom Verhalten her eigentlich Lady D.? Finden wir's heraus!

MEINE WEIBLICHE SEITE:

[x] Du gehst hin und wieder gerne shoppen.
[ ] Du trägst Eyeliner.
[ ] Du hältst Cheerleading für einen Sport.
[ ] Du hasst es, die Farbe schwarz zu tragen.
[x] Dir gefällt es, ins Einkaufszentrum zu gehen.
[ ] Du magst es, eine Maniküre/ Pediküre zu bekommen.
[ ] Du trägst gerne Schmuck (Ketten, Ohrringe, Armbänder).
[ ] Du hast geweint, als du dir Titanic angesehen hast.
[ ] Röcke nehmen einen großen Teil deines Kleiderschranks ein.
[ ] Shopping ist eines deiner liebsten Hobbies.
[ ] Du magst den Film Star Wars nicht.
[x] Du machst Leichtathletik oder hast es mal gemacht (sofern "Laufen" zählt...).
[ ] Du brauchst eine Stunde oder länger um dich fertig zu machen.
[ ] Du lächelst/lachst viel mehr als du solltest.
[ ] Du hast 10 oder mehr Paar Schuhe.
[ ] Dir ist es wichtig, gut auszusehen.
[ ] Du magst es, Kleider zu tragen.
[x] Du benutzt Deo/Parfum.
[ ] Du benutzt sehr oft das Wort “süß”.
[ ] Du magst High Heels.
[ ] Du hast als Kind mit Puppen gespielt.
[ ] Du magst es, andere zu schminken.
[/] Du magst es im Mittelpunkt zu stehen. (Das gibt einen halben Punkt, es gibt Kreise, in denen ich lieber unscheinbar bin, und Kreise, in denen ich sehr gerne im Mittelpunkt stehe)
[ ] Pink ist eine deiner Lieblingsfarben.

TOTAL = 4,5

MEINE MÄNNLICHE SEITE:

[ ] Du trägst Kapuzenjacken.
[x] Du trägst Jeans.
[ ] Hunde sind besser als Katzen.
[ ] Du findest es lustig wenn sich jemand wehtut.
[ ] Du spielst mit Jungs in einem Team oder hast es mal.
[ ] Shoppen ist Folter.
[ ] Traurige Filme stinken.
[ ] Du hast eine XBOX/PS2/PS3.
[ ] Du hast als Kind mit Autos gespielt.
[ ] Du wolltest schon mal Feuerwehrmann werden.
[x] Du hast/hattest einen GB/DS oder SEGA.
[x] Du hast dir die Ninja Turtles angeschaut oder tust es immer noch.
[/] Du schaust dir Sport im Fernsehen an (zählen Raabs Sportevents? Nein, ja? Halber Punkt?)
[ ] Dir gefallen Kriegsfilme (sie sind mir meistens... egal...)
[ ] Du fragst deinen Vater um Rat.
[ ] Du hast ungefähr eine Trillionen von Caps.
[ ] Du sammelst Sammelkarten oder hast es mal.
[x] Du trägst Boxershorts.
[x] Du findest es komisch/blöd eine Pyjamaparty mit anderen Leuten zu schmeißen.
[x] Grün, schwarz, blau oder silber ist eine deiner Lieblingsfarben.
[x] Du liebst es, Spaß zu haben und dabei ist dir egal was andere über dich denken.
[/] Du machst Sport. (Zählt "Laufen"? Nein, ja, halber Punkt?)
[ ] Du redest auch mit vollem Mund.

TOTAL= 7

Okay, mehr Mann als Frau, aber insgesamt generell sehr un-klischeehaft. Damit kann ich sehr gut leben.

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Samstag, 24. April 2010

Lots-o'-Huggin' Bear: Ein Fall für Galileo Mystery?

Lots-o'-Huggin' Bear ist eine neue Figur im Toy Story-Universum. Der pinke Plüschbär, der nach Erdbeeren duftet wird in Toy Story 3 eine große Rolle spielen und im Rahmen der Ultimate Toy-Kollektion auch als tatsächlich duftendes Superdupermegaspielzeug von Disney•Pixar veröffentlicht.

Verwirrend ist allerdings dieser auf Youtube aufgetauchte, alte Werbespot:



Mit unter anderem Charlie Naseweis, Slinky oder auch Barbie und Ken tauchen in Toy Story einige bereits zuvor auf den Markt gebrachte Spielzeuge eine Rolle. Lots-o' hielt ich bislang allerdings für eine extra für diesen Film erfundene Figur. Eigentlich dachte das, meines Wissens nach, jeder. Nirgends wurde die Existenz alter Lots-o'-Plüschbären angesprochen, niemand meldete sich stolz, dass er bereits als Kind so einen hatte. Erst jetzt in den Kommentaren dieses Videos melden sich ein paar Leutchen. Davon abgesehen finde ich keine einzige Erwähnung, dass es diese Plüschbären bereits gab.

Hat Pixar hiermit einen genialen Marketingschachzug gelandet und einen großartig getürkten Werbespot auf YouTube hochgeladen?

Wie Claude-Oliver Rudolph zu Topper wurde

Jeder, der sich gefragt hat, wie es eine Gruppe von Hochschulsttudenten geschafft hat Claude-Oliver Rudolph für ihren Film Topper gibt nicht auf zu gewinnen, hier ist die Antwort:



Mehr dazu:

Freitag, 23. April 2010

Shörts for Nörds


Trendige Internetshops mit coolen Shirts wie Close Up oder (in der Metalvariante) EMP, wer kennt sie nicht? Vergleichsweise jung in diesem Line-up ist der Onlineshop 3D Supply der witzige Film-, Videospiel- und Politikshirts für humorige Leute bietet. Und exakt dieser hat sich eine wahnsinnig tolle Werbeaktion ausgedacht: Blogger, die sich ein T-Shirt aussuchen und darauf verlinken, bekommen dieses geschenkt! Ja, da mach ich doch glatt mit!
Ich als alter Depp- und Gilliam-Freund habe mich für ein Fear and Loathing in Las Vegas-T-Shirt entschieden, musste aber richtig mit mir kämpfen, weil es jede Menge toller Shirts gibt, wie dieses zu Lost oder den guten alten Feuerblumen-Klassiker. Habe aus meiner engeren Auswahl das stylischste und am wenigsten nerdigste genommen, weil ähm, öhm... das war gerade Intuition.

Schaut doch Mal bei diesem Shop vorbei - und wer einen Blog hat, kann sch ja auch dabei versuchen ein Werbegeschenk abzugreifen.

Kick-Ass

Ein das Rächergenre dekonsturierender Superheldenfilm der mit seiner Unverschämtheit provoziert, mit seinen liebenswürdigen Figuren berührt, dessen erfrischende Absurdität unterhält und der zugleich die Gesellschaft beißend kommentiert. Hancock wollte es mit aller Macht sein, Kick-Ass ist es. Die sehr kostengünstig unabhängig produzierte Comicadaption pflückt die Geschichten über maskierte Rächer der Unterdrückten außeinander wie Watchmen, reißt en passant während seiner spannenden und unterhaltsamen Handlung gesellschaftliche Probleme an wie es schon The Dark Knight tat, verleiht dem Blockbusterkino auf einer herrlich ehrlichen Weise den Blickwinkel eines durchschnittlichen, gesichtslosen Normaloschülers wie es bereits Superbad tat und ist bei alledem eine wahnsinnig kurzweilige, originelle Achterbahnfahrt.

Kick-Ass handelt vom Durchschnittsversager Dave Lizewski, dessen Alltag aus Masturbation, High-School-Trott, Langeweile und Comics besteht. Um aus der Bedeutungslosigkeit auszubrechen und gegen das über unserer Gesellschaft träge schwebende Desinteresse an Selbstlosigkeit ein Zeichen zu setzen, beschließt er eines Tages, sich als verkleideter Kämpfer für das Gute zu verdingen und gegen kriminelle Individuuen zu kämpfen. Schnell bekommt Kick-Ass eine harte Lektion über die Umbarmherzigkeit der Realität erteilt. Trotzdem steigt der Naivling im grünen Neoprenanzug im Internet zum Kultphänomen auf. Schnell bekommen die 11-jährige Hit-Girl und ihr äußerst unkonventionelle Erziehungsmethoden wählender Vater Big Daddy Wind davon, zwei wesentlich professionellere und kaltblütigere Selbstjustizler in Maske und Cape.

Ich mache es kurz: Während Kick-Ass hatte ich so viel Freude im Kino, wie schon lange nicht mehr. Tränen wurden gelacht, es wurde (gewollt) fremdgeschähmt und ich grinste mit den Machern des Films über bitterböse, schwarzhumorige Seitenhiebe auf Missstände in unserer Gesellschaft. Die nerdige Dekonstruktion des Superheldenfilms, die stets weiß, was von ihr erwartet wird und gekonnt damit spielt, ist die flippige, überdrehte und leichtfüßige, pseudorealistische Variante des gefeierten Kult-Comicmeisterwerkes Watchmen und liefert mit der fluchenden und metzelnden Hit-Girl eine der coolsten Filmfiguren der letzten Jahre.

Wie ich zu den Änderungen gegenüber der Comicvorlage stehe? Ich habe mich dazu entschieden, neutral dazu zu stehen. Manche werden sich über die Änderungen freuen, wie es Internet-Kritiker Spoony tat, andere werden fluchen.

Spoiler für den Comic und den Film. Zum Lesen den kommenden Abshcnitt markieren:

Es gibt zwei nennenswerte Unterschiede zum Comic. Der eine betrifft Big Daddy. Im Comic erfahren wir, dass er seine gesamte Hintergrundgeschichte erlogen hat und einfach nur ein Spinner ist, der unbedingt Superheld sein wollte. Während Big Daddy im Film qualvoll verbrennt, segnet er im Comic eher unspektakulär das Zeitliche.
Diese beiden Änderungen gleichen sich meiner Meinung nach aus: Während die Enthüllung im Comic zu schocken weiß, nimmt einen sein Tod nicht mehr wirklich mit. Im Film wird der Schrecken sozusagen verlagert, dadurch, dass er im Film hehre Motive verfolgte und trotz seiner Verschrobenheit als liebender Vater durchgeht, nimmt einens ein brutaler Tod mit und überrascht.

Die Veränderung bezüglich Daves Liebesglück hingegen kann man nicht zurecht reden, hier gleiche sich keine Details so aus, dass die Endwirkung von Comic und Film gleich bleiben. Im Film bekommt er seine Auserwählte und hat heißen, leidenschaftlichen Sex mit ihr, im Comic weißt sie ihn ab, lässt ihn verprügeln und schickt ihm als letzte Demütigung per MMS ein Foto von sich und ihrem Macker, wie sie ihm gerade einen bläst. Krönung des Zynismus: Dave holt sich auf diesem Bild einen runter.

Schnell kann man dem Film vorwerfen, er würde den klassischen Hollywoodweg des schmalzig fröhlichen Liebes-Happy End gehen. So kommt Daves Liebesglück im Film jedoch nicht rüber, es wird dafür nicht genug zelebriert, irgendwann schafft er es einfach sie rumzukriegen.
Viel mehr nimmt sich der Film in dieser Beziehung bezüglich des Zynismus einfach etwas zurück und erhöht dafür wieder den Grad des ironisch vermittelten Realismus, indem er durch diesen abgeänderten handlungsstrang wesentlich schlüssiger erklärt, weshalb dem alltäglichen Heldentum ad hoc Einhalt gewährt wird. Die Menschen haben Angst, durch ihr heroisches Einschreiten die simplen Vergnügen ihrer nichtigen Existenz zu verlieren. Dadurch, dass man Dave diese Wandlung durchmachen lässt, wird der Sozialkommentar dieser Geschichte etwas relavanter, als in der Comicvariante. Jemand wie Dave würde im Comic sogar eher irgendwann die Seiten wechseln, als ein Held zu bleiben, diese Charakterzeichnung ist also unschlüssig. Und sobald jemand Glück in der Liebe hat, hat er guten Grund klein beizugeben. Irgendwie deprimierend, nicht wahr?

Spoiler Ende

Kommen wir zum Schluss: Kick-Ass kann ich nur empfehlen. Witzig, frech, Feel-Good-Elemente, super Musik, gute Actionszenen, super Figuren und schwarzhumoriger Gesellschaftskommentar. That kicks ass!

Weiterführende Artikel bei Sir Donnerbolds Bagatellen:

"The Green Hornet" gewinnt an Dimensionen, lässt uns länger warten

"Ein Seth-Rogen-Superheldenfilm mit Michel Gondry als Regisseur und Christoph Waltz in einer Nebenrolle? Das glaube ich erst, wenn ich es sehe!"

All jene, die das sagten, müssen ihre Geduld länger auf die Probe stellen. Sollte The Green Hornet von Apatow-Clanmitglied Seth Rogen und Vergiss mein nicht!-Regisseur Gondry ursprünglich am in den USA begehrten Wochenende vor Weihnachten starten, verschob Sony den Film nun auf das Martin-Luther-King-Wochenende Anfang nächsten Jahres (genauer gesagt am 14. Januar). Wer nun mangelndes Misstrauen vermutet, liegt laut Sonys Marketingchef Jeff Blake falsch: Mit Der Kaufhauscop hatte man zu diesem Termin bereits einmal großen Erfolg, und man sei auf ihn ausgewichen, um den neuerdings als 3D-Film geplanten The Green Hornet auf genügend 3D-Leinwänden zeigen zu können, weil die Konkurrenz im Dezember zu groß sei, so jedenfalls seine Aussage gegenüber Variety. Das klingt durchaus glaubwürdig: Tron Legacy startet ebenfalls im Dezember und sieht unglaublich geil aus. Da kann es nicht schaden, den obskur klingenden und genau deshalb reizvollen Green Hornet zu verschieben.

Jetzt also doch: "Die Monster AG 2" kommt 2012

Es ging hin, und wieder her: Die Monster AG 2 war ein Gerücht, semi-offiziell bestätigt, die Fortsetzung wurde dementiert, als mögliches Gerücht abgetan und, und, und. Aber damit ist ein für alle mal Schluss: Während eines Presse-Events gab Disney offiziell bekannt, dass Pixar 2012 einen Originalfilm und eine Fortsetzung veröffentlichen wird. Im Sommer wird Brave (ehemals The Bear and the Bow) die Kinos erobern, am 16. November 2012 startet Die Monster AG 2 in den US-Kinos. Mehr über den neuen Monstropolis-Film wurde nicht bekannt gegeben. Da Pete Docter allerdings sagte, er sei an einem gänzlich neuen Film ohne bekanntes Ursprungsmaterial beschäftigt, dürfte man davon ausgehen, dass er entweder log oder bei Monster AG 2 nicht als Regisseur tätig ist. Dennoch wird er vermutlich irgendetwas mit diesem Film zu tun haben, da Pixars Politik besagt, dass keine Fortsetzungen ohne Beteiligung und Segen des Originalregisseurs genehmigt werden.

Derweil wird spekuliert, wie es Newt ergeht. Die Einstellung dieses Films wurde nie bestätigt - vielleicht verschiebt sich der Kinostart aufgrund von Storyproblemen?

Bis wir mehr wissen, weise ich nochmal auf meinen Artikel über mögliche Plots für Die Monster AG 2 hin. Womöglich lag ich nicht all zu falsch?

Und für alle Piraten-Fans: Das Logo für Pirates of the Caribbean - On Stranger Tides wird höchst wahrscheinlich zwei Fernrohre hinter dem obligatorischen Totenschädel kreuzen, sofern ich die mir bekannten, verwaschenen Bilder richtig deute. Das oder Baseball-Schläger. ;-)
Jedenfalls sind es leider keine vermodderten Paddel, aber immerhin etwas neues und dazu etwas, woran ich nicht dachte. Erwarten uns in Teil 4 also noch mehr eindeutige Zweideutigkeiten als in Am Ende der Welt? *g*

Donnerstag, 22. April 2010

Projekt Hörsturz - Die 18. Runde

Haltet eure Nutten fest, schmeißt das Koks auf den Tisch und lockert eure Gürtel: Projekt Hörsturz wird volljährig! Also schnappt euch eine Familienpackung von Cilit Gang Bang und ab geht die Lutzie mit fünf neuen Liedern aus der Blogosphäre!

Autobahn von Labrassbanda

Die Ost-Jugoslawakei schickt dieses Jahr ein sehr folkloristisches Lied zum Eurovision Song Contest. Der Frontsänger stammt aus Bayern, und entsprechend unverständlich ist der Gesa... äh, Moment, das hier ist kein Eurovision-Beitrag, sondern Projekt Hörsturz!
Am Anfang schreckte mich dieses Ethno-Folkpop-Tuba-Danceprojekt mit bayuwarischem Kauderwelsch ab, doch dann entwickelte es einen urigen Charme... Vielleicht hat mir die Stripperin, die ich dem Projekt geschenkt habe aber auch einfach nur den Kopf verdreht und ich mag jetzt alles...?!

3,5 von 5 Überraschungen

Chancer von Gloria Cycles

Diese Feier ist gezügelter, als ich dachte. Aber das ist nichts schlechtes. Mit locker umgebundenen Krawatten und leicht arrogant gehaltenen Biermixflaschen wird zu rhythmischem Brit-Rock getanzt. Gefällt.

3,5 von 5 stilvolleren Phasen

Relapse von Entertainment for the Braindead

Der Song ist lang, kommt mir lang vor und ist sofort wieder vergessen. Schlecht ist er allerdings auch nicht.

2 von 5 Gehirnen

Into Black von The Beauty of Gemina

Irgendwie scheint die Welt traurig zu sein, dass Projekt Hörsturz seine kindliche Unschuld verliert. Depriphase. Schwarz. Geneigte Häupter. Salzige Wangen. Pralinenschachtel. Trostfuttern. Badezimmerwaage. Schwarzer Kleiderständer im Übergrößenladen. Lachende Mitschüler.

Ja, ich sollte mich schähmen. Into Black ist ein bewegend-ernstes, trauriges Lied. Nicht so rumscherzen. Nur... berührt es mich nicht, so sehr es sich bemüht.

1 von 5 Achselzucken

Dead is the New Alive von Emilie Autmn

Der Beginn lässt etwas härteres erwarten, als dieses durchgefilterte Gothic-Radioairplay-Rauscherei-Irgendwas. Doch es hat eine nette Atmosphäre. Ich bin heute gütig (dieses doofe Koks, ey!) und gebe

2,5 von 5 Nietenbändern

So schnell wird man also 18... Wow, wie die Zeit vergeht. Aber keine Sorge, Projekt Hörsturz hat seine beste Zeit noch längst nicht hinter sich! Es sei denn, der Zufallsgenerator wird stinkig. Wir werden sehen...

Colbert und Katzenberg über 3D

Der US-Comedytalker und Nachrichtenparodist Stephen Colbert sprach in seiner Sendung mit dem Dreamworks Animation-CEO Jeffrey Katzenberg über 3D-Filme und gönnte sich im insgesamt recht freundlichen Gesprächs ein paar Seitenhiebe auf das Verhältnis von Katzenberg zu Steven Spielberg und den scheinbar unaufhaltsamen 3D-Trend sowie Hollywoods Wahn nach immer besseren Produktionswerten, der manchmal auf Kosten des Inhalts geht.

The Colbert ReportMon - Thurs 11:30pm / 10:30c
Jeffrey Katzenberg
www.colbertnation.com
Colbert Report Full EpisodesPolitical HumorFox News

3 x 3

Der gute, alte Will Smith ist zurück. Nach verzweifeltem Oscar-Gebettel in Form von Das Streben nach Glück und Sieben Leben sowie der unter ihren Möglichkeiten liegenden Superhelden-Actionkomödie Hancock stehen für den beliebten Schauspieler zwei lang diskutierte Fortsetzungen an, die ihn zurück zu seinen Wurzeln als charismatischer, witziger Actionstar führen werden.

Laut eines MTV-Interviews mit Martin Lawrence befindet sich der seit Kinostart von Bad Boys II von Cast, Crew und Fans erhoffte dritte Teil der Actionkomödienreihe weiterhin in Arbeit, erst kürzlich hätten sich Lawrence, Michael Bay und Will Smith über den Film unterhalten. Am Drehbuch wird ebenfalls gearbeitet - nun hofft man bloß noch darauf, dass Jerry Bruckheimer ihnen ein Startzeichen gibt.

Über Bad Boys III würde ich mich sehr freuen - der letzte Teil war gen Schluss zwar außerordentlich größenwahnsinnig, aber dennoch bot er sehr schmissige, leichte Unterhaltung und eine tolle Leinwandfreundschaft zwischen Smith und Lawrence. Als hohles Action-Entertainment sind mir die bösen Jungs wesentlich lieber als Michael Bays Transformer, also sollen die ruhig mit der Fortsetzung hinmachen.

Auch Men in Black wird fortgesetzt. Wie Collider meldet, haben sowohl Will Smith, als auch Tommy Lee Jones bereits für den Film unterschrieben und auch Regiesseur Barry Sonnenfeld wird zurückehren. Mehr ist über die in 3D startende Sci-Fi-Komödie noch nicht bekannt, allerdings wird vermutet, dass man einen Starttermin für den Mai nächsten Jahres anvisiert.

Und nun zum dritten dritten Teil in diesem Artikel: Wally Pfister, der Stamm-Kameramann von Christopher Nolan, sprach mit Cinematical über den dritten Batman-Film von Nolan, über den bereits einige Entscheidungen getroffen worden seien. Man werde sich bemühen, den ganzen Film im IMAX-Format zu drehen, ist sich jedoch noch unsicher darüber, ob man 3D-Technologie verwenden wird oder nicht. Man bleibe allerdinsg definitiv dem Film treu und werde nicht auf digitale Kameras zurückgreifen.

Mittwoch, 21. April 2010

Blümchen & Led Zeppelin vs. DSDS?

Flashback: 2009 gewann ein gewisser Herr namens Joe McElderry in Großbritannien die Castingshow The X Factor. Wie man es ja so kennt, erobern Castingsieger dank enormer Publicity üblicherweise die Chartspitze. In diesem Fall wäre es sogar der drüben auf der Insel heiß begehrte und legendäre erste Platz rund um die Weihnachtszeit. Doch trotzige Musikliebhaber wollten sich den Dauersiegeszug des Kommerzpops nicht gefallen lassen und riefen auf sozialen Plattformen im Internet dazu auf, im Erhebungszeitraum der Weihnachtscharts den Song Killing in the Name von Rage against the Machine zu erwerben. Die Aktion gelang: Alter Rock bezwang neuen Castingsieger. Großbritannien jubelte (zumindest die Beteiligten an dieser Protestaktion). In Deutschland soll diese Woche das selbe Spielchen abgezogen werden. Um den Deutschland sucht den Superstar-Gewinner Mehrzad von der Eroberung der Spitzenposition abzuhalten, werden Musikfans jeglicher Kajüte dazu aufgefordert im Rahmen einer Protestaktion bis zum 29. April gemeinschaftlich einen älteren Song zu erwerben. Nur welchen?

Tja, das ist nunmal das Problem solcher Nachahmaktionen. Der britische Präzedenzfall entstand aus einer fixen Idee, die sich wie ein Lauffeuer verbreitete. Die anstehende deutsche Kopie dieses Vorhabens hingegen hat ein klares Vorbild, von dem viele verschiedene Personen Wind bekamen, die alle ihre eigene Idealvorstellung eines Zeichens gegen die durchgeplante Dominanz des Popkommerzes haben. Aus den zahlreichen Imitatoren kristallisierten sich zwei heraus: Eine im studiVZ/meinVZ gegründete Aktion, die Stairway to Heaven von Led Zeppelin in den Charts sehen möchte sowie eine im Medienforum IOFF initiierte Boomerang-Bewegung, die Blümchens albernen 90er-Kindertechnotrash auf Platz 1 der deutschen Charts sehen möchte. Beide Ideen haben ihren Reiz: Mit Stairway to Heaven fände ein Klassiker der Musikgeschichte Einzug in die Weihen der Single-Charts, die Rückkehr von Boomerang auf Platz 1 würde unterstreichen, wie absurd die Musikcharts mittlerweile geworden sind.

Lange Zeit hatte ich Hoffnung darauf, dass sich der ideale Kompromiss aus beiden Konzepten durchsetzen wird. Die studiVZ-Gruppe, die ein charthistorisches Mahnmal setzen wollte, hatte anfangs nämlich Tribute der komödiantischen Rockgruppe Tenacious D ins Auge gefasst. Ein humoristisches Loblied an Stairway to Heaven, in dem Jack Black und sein Bandpartner Kyle Gass davon erzählen, wie sie den Teufel mit dem großartigsten Lied aller Zeiten bezwingen konnten, und dass sie sich jetzt nicht mehr an den genauen Laut dieses Songs erinnern können.
Leider ist Tribute nicht für die Erhebung der deutschen Single-Charts angemeldet, weshalb ein Massenkauf nicht zur Notiz genommen würde. Es ist ja schon bezeichnend, dass nicht jedes Lied in den deutschen Charts auftauchen könnte, egal wie häufig es sich verkauft - und noch vielsagender ist, dass sich Sony Deutschland trotz eines anfänglichen Kooperationswillen weigerte dies zu ändern. Die Single des DSDS-Gewinners erschien übrigens in der Sony Music Entertainment Germany GmbH. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Jedenfalls schwenkte man daraufhin zu Stairway to Heaven um - ebenfalls keine schlechte Wahl.

Jetzt liegt es in der Hand der Musikkonsumenten - welchen Song lädt ihr euch legal herunter? Oder greift ihr sogar auf beide Protestlieder zurück, in der Hoffnung DSDS in der Erstwoche auf Platz 3 zu verbannen? Wenn Mehrzad überhaupt so weit kommt, denn Lenas Satellite schreibt ungebrochen solide Kaufzahlen...

Robert Downey jr und das zauberhafte Land

Vergangenen Monat wurde bekannt, dass Walt Disney Pictures ein Prequel zu Das zauberhafte Land aka Der Zauberer von Oz plant, nachdem der Konzern in den 80ern bereits eine eigene, verrückt-finstere Quasifortsetzung in die Kinos brachte.

Wie die LA Times erfuhr könnte dieser Film, dessen Arbeitstitel bislang Brick lautete, reizvoller werden als bislang vermutet. Angeblich soll sich Robert Downey jr in Verhandlungen mit den Produzenten befinden, da er großes Interesse an der Rolle des Zauberers habe. Für den Regieposten befinden sich derweil zwei äußerst unterschiedliche Personen im Rennen: Einerseits der Bedtime Stories- und Hairspray-Regisseur Adam Shankman, auf der anderen Seite Sam Mendes, der vor allem für American Beauty bekannt sein sollte. Egal mit welchem der beiden Regisseure - Disney möchte nächstes Frühjahr schon mit den Dreharbeiten beginnen. Und hey, mit dem nachdenklich-zynischen Mendes auf dem Regiestuhl könnte ich mir das sehr unterhaltsam vorstellen.

Avatar - Aufbruch zum Ozean

Dschungel war gestern! Die Ozeane sind die Zukunft!

Im Interview mit Hero Complex erzählte James Cameron, der Regisseur der zwei kommerziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten, dass die Fortsetzung von Avatar - Aufbruch nach Pandora uns aus den Dschungeln seiner überwältigenden Fantasiewelt hinaus führen wird und sich intensiver mit den Ozeanen Pandoras beschäftige. Bis es so weit ist, wird man im Kino allerdings nicht auf die Na'vi verzichten müssen.

Wie bereits angekündigt, soll (zumindest in den USA) im August eine IMAX-Wiederaufführung von Avatar stattfinden, die sechs zusätzliche Minuten beinhaltet. Cameron begründet seine Entscheidung damit, dass Avatars Kinoeinnahmen nach dem Kinostart von Alice im Wunderland und später auch Kampf der Titanen und Drachenzähmen leicht gemacht nicht weiter um rund 8% die Woche fielen, sondern um 50%, was offensichtlich nicht mit einer sinkenden Nachfrage nach Camerons Sci-Fi-Fantasyepos, sondern mit mangelnden Kinoleinwänden zusammenhinge. Deswegen suchte man sich eine Phase, in der die großen 3D-Säle wieder frei seien und warte ab, wie stark die Lust des Publikums auf das Avatar-Kinoerlebnis dann sein werde.

Ich selbst kann diesen Entschluss nur gutheißen, da Cameron (dessen Film dieses Jahr bereits in einigen Kategorien die strikte Anti-Digitalisierungshaltung bei den Oscars durchbrach) somit einen Schritt für die breite Wiederaufführungen von bereits auf DVD und Blu-ray erhältlichen Filme tätigt. Avatar erscheint demnächst für's Heimkino und ich selbst habe bislang keinerlei Interesse daran, mir diesen Megaerfolg für zu Hause anzuschaffen, obwohl ich ihn für gut befand und gerne auch ein weiteres Mal sehen möchte. Für mich persönlich ist Avatar ein reiner Kinofilm, den ich nur im Kino genießen will, und genau deshalb kann es nicht schaden, wenn er der Heimkinoveröffentlichung zum Trotz auch außerhalb irgendwelcher Sonder-Programmreihen zurück auf die Leinwand findet. Wer weiß, möglicherweise spornt das andere Studios an, es 20th Century Fox und Cameron gleichzutun? Disney feierte mit dem Toy Story-Double in den USA bereits ebenfalls einen Achtungserfolg, und es gibt im Disneyarchiv genauso wie bei allen anderen großen Studios genügend Produktionen, die dringender nach der Kinoleinwand schreien.

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