Donnerstag, 7. April 2011

Shakespeare aus den Augen Roland Emmerichs

Anonymous, so der Titel von Roland Emmerichs nächsten Film. Statt großer und lauter Action nun also ein Blick auf die Verschwörungstheorie, Shakespeare habe es nie gegeben - und falls er wohl lebte, so hat er nichts selbst geschrieben. Nicht gerade ein archetypisches Thema für den deutschen Weltuntergangsregisseur. Doch wen man will, kann man jedes Thema seinem Stil anpassen. Nun, andere Leute passen ihren Stil dem Thema an, aber dieser Trailer sagt schon alles:



Ohje, sieht recht konfus und albern aus. Sofern kein besseres Promomaterial kommt, bleibt mein Urteil über einen Kinobesuch: Wenn, dann nur aus beruflichen Gründen.

1 Kommentare:

Lutz hat gesagt…

Naja, die Edward de Vere-Theorie wird von vielen der Schakespeare-Forschern, die ihr anhängen, schon fundierter und weniger reißerisch unterfüttert. Von all den "Shakespeares Stücke wurden eigentlich von einem anderen geschrieben"-Theorien ist sie meiner Meinung nach allerdings schon die glaubwürdigste. Ich selbst glaube inzwischen allerdings wieder daran, dass die meisten Stücke von William Shakespeare von William Shakespeare geschrieben wurden.

Nach allem, was ich bisher über den Film gelesen und gesehen habe, muss ich aber sagen, dass ich mich drauf freue. Mir kommt das ganze wie eine nett gemachte Räuberpistole vor. Wenn ich mir den Film also ansehe, dann sicher nicht aus beruflichen Gründen, sondern eher aus purem Interesse an Unterhaltung.

Das einzige, was mich tierisch stört, ist, dass Emmerich jeden seiner Filme aus Prinzip immer künstlich als große Enthüllungen bewirbt und so tut, als hätte er die Wahrheit selbst entdeckt, nur, damit darüber geschrieben wird. Ich bin mir sehr sicher, dass Emmerich selbst weiß, dass er Gedankenspiele betreibt (von unterschiedlicher Qualität) die nicht mehr sind als das. Dieses zwanghafte hochpushen seiner Filme kotzt mich jedes Mal an. Ich glaube übrigens, dass die meisten de Vere-Anhänger sich eher darüber ärgern werden, was Emmerich aus ihrer schönen Theorie gemacht hat, als dass sie Dankbarkeit für ihren Fürsprecher empfinden werden.

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