Dienstag, 21. Juni 2011

Wenn der Konsens egal ist: Film- und Werkreihen die ich anders gewichte

Ihr kennt ja bereits zehn meiner peinlichen (?) Film-Leidenschaften sowie meine Hitliste der Filme, die jeder liebt - ich jedoch nicht. Aber man kann auf eine weitere Weise mit dem generellen Filmkonsens kollidieren. Etwa, wenn man in einer langlebigen Filmreihe nicht jedermanns Liebling am meisten schätzt, oder wenn man das Opus Maximus eines Regisseurs hinter ein vergessenes Juwel stellt.

Hier möchte ich mich genau darüber auslassen. Es geht nicht um miese Filme, die ich gut finde, oder beliebte Filme, die ich nicht mag. Sondern darum, dass ich in Regie-Filmografien und Kinoreihen eine andere Gewichtung vornehme, als der laute Durchschnitt. Wieso ich das breittrete, fragt ihr? "Wieso nicht?", frage ich! Gerade solche Hitlisten sind doch eh immer sehr beliebt, und genau deswegen geht's mit dieser jetzt auch direkt los...!

Krieg der Sterne/ Star Wars IV - Eine neue Hoffnung ist nicht der beste Teil von Lucas' knalliger Weltraumoper (und auch nicht der zweitbeste)

Schiele ich auf die aktuelle Top 250 bei IMDb, dann sehe ich, dass ich mit dieser Rangfolge gar nicht mal all zu vielen Leuten auf den Schlips zu treten scheine. Dennoch ist mir bewusst, dass es genügend Leute gibt, die für eine andere Meinung eintreten, so dass eine Nennung im Rahmen dieses Artikels durchaus angebracht ist. Das Imperium schlägt zurück ist für mich ganz klar der beste Star Wars-Film. Regisseur Irvin Kershner kreiert eine viel intensivere Atmosphäre für seinen Eintrag in die lucas'sche Weltraumoper-Western-Samurai-Komödien-Abenteuerdrama-Saga, als George Lucas und Richard Marquand gelang, Lucas war zum Zeitpunkt dieses Films als Drehbuchautor gereift (und noch nicht an dem Punkt angekommen, wo er sämtliches Feedback ignorierte) und es ist der Film, der zwischen knalligbunten und dunklen Passagen, imposanten Bauten und erstaunlichen Spezialeffekten die beste Balance findet. Ich muss auch Dante aus Clerks zustimmen: Der finstere Schluss hinterlässt einen beachtlichen Eindruck. An zweiter Stelle würde ich dann Die Rückkehr der Jedi-Ritter setzen - die seit den Prequels nochmals wesentlich härter angegangenen Ewoks finde ich ganz kurzweilig und die Actionszenen finde ich ausgereifter als jene aus Eine neue Hoffnung. Und inhaltlich bringt der Abschluss der Originaltrilogie auch deutlich mehr mit sich als Teil I (bzw. IV). Dessen Anfang finde ich schleppend und den aufgrund der Fanreaktionen in den Fortsetzungen verschobenen Fokus, weg vom mich nicht sonderlich ansprechenden Luke hin zu Harrison Fords coolen Han Solo, kann ich nur begrüßen. Der originale Star Wars-Film kann noch so bedeutsam sein - seine Fortsetzungen finde ich um einiges durchdachter und unterhaltsamer.

The Sixth Sense ist nicht der beste Film von M. Night Shyamalan

Nach zwei kaum beachteten Indie-Filmen machte M. Night Shyamalan mit einem gewaltigen Knall von sich reden: Das spannende, übernatürliche Drama The Sixth Sense mit einer sensationellen Leistung des Kinderdarstellers Haley Joel Osment und einem nuanciert spielenden Bruce Willis eroberte 1999 die Kinowelt im Sturm. Mit sechs Oscar-Nominierungen, darunter für den besten Film und das beste Original-Drehbuch brach The Sixth Sense als einer von nur wenigen Filmen mit dem ungeschriebenen Gesetz, dass Produktionen mit größeren Horrorelementen keinerlei Beachtung von der Academy erhalten. Außerdem erreichte Shyamalans Geistergeschichte ein breitgefächertes Publikum. Und ja, selbst wenn ich nie verstanden habe, wieso so viele den Film als außerordentlich gruselig bezeichneten (ich bin ja wahrlich kein Gorehound, aber von ein oder zwei Jump Scares abgesehen fand ich dieses Mysterydrama nicht gerade erschreckend), so finde ich ihn wirklich respektabel. Doch The Sixth Sense hat auch ein paar langgezogene Passagen und ich persönlich finde ihn von Shyamalans guten Filmen den am wenigsten involvierenden - ich finde mich bei ihm als bloßen Betrachter wieder.

Ganz ehrlich gesagt, ist für mich The Sixth Sense nicht einmal Shyamalans zweitbester Film. Sogleich zwei seiner Regiearbeiten übertreffen seine gemeinhin populärste Arbeit in meiner Gunst - und das nicht zu knapp. Zum einen wäre da Unbreakable. Dieser Superheldenthriller, der den ersten Akt eines jeden guten Superheldenfilms nimmt und packend auf volle Spielfilmlänge streckt, gewann über die Jahre an Fans dazu, und die gedankenreiche Auslegung des Superheldenmythos, die bedrückende Stimmung und die zwischen Plausibilität und schierer Comic-Logik liegende Farbästhetik von Unbreakable machen ihn für mich wesentlich interessanter als The Sixth Sense. Zu einem gewissen Grad nahm Shyamalan die Jahre später von Christopher Nolan in The Dark Knight behandelten Themen stilvoll vorweg, und das ist im Bezug auf Comicfilme nicht gerade ein schwaches Kompliment.

Mein Lieblingsfilm von Shyamalan bleibt jedoch, und darin finde ich bekanntlich weniger Unterstützer als bei meiner Liebe zu Unbreakable, ganz eindeutig The Village. Dieser Film ist wohl oder übel das Paradebeispiel dafür, wie schädlich Marketing sein kann, und ich werde nicht müde, es bei jeder passenden Gelegenheit herbeizuzitieren. Ich wage zu behaupten, dass die Trailer zu The Village nicht nur dem Film selbst, sondern der gesamten Karriere von Shyamalan geschadet haben. Nun gut, mit Filmen wie Das Mädchen aus dem Wasser hat sich der Kerl selbst keinen Gefallen getan, doch selbst wenn Shyamalan nach The Village einen Volltreffer gelandet hätte - er wäre an weiten Teilen des Publikums vorbeigelaufen.

The Village wurde als finsterer, gruseliger Monsterhorror verkauft. Und das Publikum schluckte das Fehlmarketing des Disney-Konzerns. Ja, hat denn keiner von denen je zuvor einen Shyamalan-Film gesehen? Als nächstes beschwert sich irgendjemand darüber, dass "plötzlich" in Quentin-Tarantino-Filmen mehr geredet als abgeschlachtet wird... Nun gut, The Village war dennoch fpr Shyamalan unytpisch, da selbst die zu erwartende Suspense eine eher untergeordnete Rolle spielte. Stattdessen entfaltete sich The Village während seines Verlaufs als in hypnotischen Bildern eingefangene, cineastische Liebeslyrik voller gesellschafts- und politkritischer Parabeln. Auf eine solche Mischung muss man sich eh einlassen können, insbesondere wenn sie in einem historischen Gewand daherkommt und Shyamalans markant rationale, emotional unerklärlich... entrückt... wirkenden Dialog beinhaltet. Aber wenn der ganze Spaß dann auch noch als das krasse Gegenteil verkauft wird - wen soll es da bitte wundern, dass das Publikum bei so einer Verkaufsstrategie auf die Barrikaden geht? Gewiss, Fehlmarketing kann funktionieren, wie Disney Jahre später mit Rapunzel beweisen sollte oder die Weinstein Company mit Inglourious Basterds, dessen Teaser ähnlich weit von der Realität entfernt war, wie die Trailer zu The Village. Weshalb Basterds nicht Tarantinos Genick brach? So falsch der Tonfall des Teasers auch wahr, so enthielt Inglourious Basterds genug Grindhouse-Kult um das angelogene Publikum zu befriedigen - und mit hervorragender Erzählkunst euphorisierte der Film es dann letzten Endes.

So sehr ich den Pre-Das Mädchen aus dem Wasser-Shyamalan auch mag, ein Tarantino war er nun auch nicht. Und erst recht keiner in Basterds-Höchstform, der sich ein solches Fehlmarketing erlauben durfte. The Village ist trotzdem ganz klar sein Meisterwerk - wenigstens für mich. Zu vielsagend die Bilder, zu verführerisch verstrickt die verkopfte und dennoch aufgehende Gefühlswelt des Films, zu sehr stimme ich der in ihm liegenden Politparabel zu, zu beklemmend die Atmosphäre. Es ist ein verzweifelnder Film, aber auf die rare, berückende Weise. Ja, durch den Plottwist macht es sich Shyamalan unnötig schwer, selbst das Publikum an der Stange zu halten, welches keinen Monstersplatter erwartete. Aber wenn man gar nicht auf einen genialen Twist wartet, sondern nur Konsequenz erhofft... so ist das Ende die logischste und nachhaltigste Fortführung der Kernthematik von The Village. Unrealistisch soll das sein? Dann schaut euch zuvor Fahrenheit 9/11 an. Michael Moores Doku-Essay ergänzt The Village fast schon erschreckend schlüssig...

Zweiohrküken ist besser als Keinohrhasen

Damit wir alle jetzt kurz durchatmen können, nun eine verschobene Rangfolge, die wohl weniger bedeutsam ist. Jedenfalls wüsste ich nicht, dass die Schweiger-RomCom-Fanbase mit so energischen Mitteln kämpft, dass ich mir nun einen Schutzbunker suchen müsste...
Keinohrhasen finde ich ja ganz nett. Schweiger hat ein Händchen für schöne Bilder, Nora Tschirner ist äußerst liebenswert, auch der Autor-Regisseur-Hauptdarsteller-Produzent sichert sich ein paar Sympathiepunkte und passagenweise haben die Dialoge schon ein klein wenig was von einem Kevin-Smith-Nachfolger. Weshalb mich der große Publikumserfolg des Films überraschte? Ich finde ihn dramaturgisch recht unausgereift. Die Liebesgeschichte verläuft an einigen Wendepunkten sehr unglaubwürdig - da werden Dinge verziehen oder eben nicht verziehen, wie es dem Plot gerade in den Kram passt, statt den Figuren das Steuerrad zu reichen. Und Mensch, hatte ich irgendwann Schweigers Montagen satt.
Zweiohrküken gefiel mir da schon was mehr. Beim zweiten Anschauen sind die "Ich halte übertrieben große Geschlechtsteile in die Kamera"-Momente anstrengend, ja, und auch die ganze "Kacke auf dem Nachttisch"-Storyline wird mir zwar allein schon durch ihre Erwähnung jetzt sicher einige neue Googletreffer einbringen, ist ohne pubertierendes Kinopublikum um einen herum aber nur halb so komisch (und trotzdem noch immer amüsanter, als man es befürchten mag). Doch Zweiohrküken ist emotional komplexer, die Figuren sind ausgereifter und handeln plausibel, sie steuern den Verlauf des Films, nicht der aufgedrückte Gedanke "Was wäre jetzt für die Story das angebrachteste?" und der Kitsch ist dank zusätzlicher, ehrlicher Dramatik auch schöner. Der Soundtrack ist aber nicht ganz so einprägsam.

Der beste Bully-Film ist...

... schonmal ganz eindeutig nicht der maue Lissi und der wilde Kaiser, aber gegen diese Aussage wird auch kaum jemand klagen. Nein, ich muss sagen, dass mir (T)Raumschiff Surprise - Periode 1 tatsächlich ein Stückchen besser gefällt als Der Schuh des Manitu. Viele hauen ja auf Bullys Weltraumkomödie drauf, weil "der Schwulenwitz irgendwann raus war" - aber das war auch schon in Der Schuh des Manitu so. Aber die Mannschaft des (T)Raumschiffs ist ja mehr, als ein wandelndes und dümmliches Schwulenklischee, also ist es vollkommen in Ordnung, wenn die bully'sche Art "schwul" zu sprechen ihren Witz verliert. Denn der eigentliche Gag hinter Spucky, Kork und Schrotti ist, dass diese drei planlosen Trottel eines der größten Sci-Fi-Abenteuer überhaupt erleben und dort mit jeder Menge Dusel souverän durchstolpern Das gleicht schonmal einige der durch zuviel Wiederholung von Der Schuh des Manitu entstandenen Schwächen aus. Hinzu kommen aber der tolle Soundtrack von Stefan Raab, ein enorm witziger Til Schweiger, die Doppel- und Dreifachrollen von Rick Kavanian und Sky Dumont und jeder Menge gelungener Meta-Humor. Jepp... ich find die Sci-Fi-Parodie einen Tacken besser... Space Taxi.... flieg mit uns!

Der (bislang) mit Abstand erfolgloseste Werner-Film ist zugleich mein Liebling

Das Phänomen Werner. Sonderlich sympatisch sind die Figuren von Brösel nicht unbedingt, nennenswertes Identifikationspotential bieten sie nur Motorradfahrern und Installateuren von "Gas, Wasser, Scheiße" (denen dafür aber auch einiges, da Brösel doch recht gut darin zu sein scheint, den anstrengenden Alltag zu überspitzen) und sonderlich hübsch gezeichnet sind die Filme auch nicht gerade. Und trotzdem haben die ersten vier Werner-Filme insgesamt über 13 Millionen Eintrittskarten verkauft. Sie haben ja auch was - als "(Very) Guilty Pleasure" kann ich sehr gut über die Werner-Filme lachen, selbst wenn mich die Vorschau auf den fünften Teil bislang nicht sonderlich euphorisch gemacht hat. Wie dem auch sei, jeder der vier Werner-Filme hat seinen eigenen Reiz. Die Suche nach meinem Favoriten ist dennoch schnell abgeschlossen, wenn man die restlichen Anwärter knallhart mit meinem Favoriten vergleicht: Beinhart! ist im Vergleich zum Rest schlecht gealtert. Das muß kesseln!!! versucht sich darin, eine eigenständige Geschichte zu erzählen und muss sich deshalb für ein paar narrative Schnitzer verantworten, Volles Rooäää!!! braucht stellenweise zu lange, um seine Gags vorzubereiten - und nicht immer lohnt es sich so sehr wie bei der Aktion "Scheißen für das Vaterland!"
Bleibt nur ein Film übrig, und der gewinnt bei mir auch recht klar: Gekotzt wird später hat zwar den strunzdämlichsten Titel der Reihe (Gratulation, das ist eine Leistung!), doch das war's dann auch schon mit den relevanten Kritikpunkten. Zunächst einmal handelt es sich hierbei endlich um einen Road-Movie (das hätte die Filmreihe schon früher machen sollen), und ich habe einfach ein Faible für dieses Subgenre. Und, ganz ehrlich, es ist ein recht vorbildliches Roadmovie obendrein. Naturgemäß ist Gekotzt wird später sehr episodenhaft, allerdings waren tragende Geschichten eh nie Brösels Stärke (oder Anliegen). Gekotzt wird später klammert also eine Schwäche der Werner-Filme gekonnt aus, und erzählt einfach, was die Jungs so auf dem Weg nach Korsika erleben, wo sie unbedingt "Flachköpper" machen wollen. Das ganze hat dann sogar richtigen Flair von Freundschaft und dem jugendlichen Drang nach Lebensfreude und Abenteuer, ganz gleich, was vernünftig sei oder nicht. Ekelhumor weicht (gekonnt) derben Zoten und sympatischem Schwachfug und die Schlusspointe ist in ihrer Konsequenz wahrlich beneidenswert. Das von den fast fünf Millionen Zuschauern aus der Blütezeit nur noch rund ein Fünftel der Zuschauer zurückkehrte, ist bedauerlich. Wäre man gemein und auf Provokation aus, könnte man behaupten, es läge daran, dass der vierte Werner der ist, der (aus Versehen oder etwa doch, weil die Macher gereift sind?) Teil ist, der am ehesten sowas wie Gehalt hat. Aber das wäre fies - in Wahrheit war wohl einfach der Hype abgeflaut.

 Cinderella II ist "besser" als Cinderella III

We're scraping the barrel, my friend! Ja, wir sind wohl am Tiefpunkt dieses Artikels angelangt. Disney-Fortsetzungen, exklusiv erschienen auf Video und DVD. Was noch viel versprechend mit Filmen wie Dschafars Rückkehr und dem musikalisch vergleichsweise ambitionierten Der König der Löwen 2 begann, führte irgendwann zu Schrott wie dem knatschig-kitschigen Der Glöckner von Notre Dame 2. Cinderella II ist auch einer dieser sinnlosen Filme. Das Kleine-Mädchen-Beschäftigungsprogramm erzählt von Cinderellas aufregenden Abenteuern nach ihrer Märchenhochzeit... etwa davon, wie sie ein Banquet organisiert. Oder davon, wie durch Missbrauch des Zauberstabs der guten Fee ein paar Haushaltsgegenstände lebendig wurden (wo passiert denn bitte sowas?). Ja, Cinderella II ist sehr redundant, und weder die Zeichner, noch die Kolorationsabteilung haben sich sonderliche Mühe gegeben. Für einen auf kleine Mädchen abzielenden Film voller Quark und überdramatisierter Probleme ist Cinderella II allerdings schockierend erträglich, zwischendurch sogar fast... ja... süß. Deutlich besser als der zum Kinderkitsch mutierte Pitch für einen viktorianischen Horrorfilm über ein psychopatisches Mädchen, den Disney Jahre später rausrotzte. Und wie ich finde, ist Cinderella II auch erträglicher als der von überraschend vielen (US-)Disneyfans gelobte dritte Cinderella-Teil. In diesem mit Pornosynchrp gesegnetem, den Zuschauer mit dämlichen Dialogen malträtierendem Versuch, das Märchengenre zu dekonstruieren (ihr wisst schon, auf knuffigem Direct-to-Video-Niveau...) stiehlt die böse Stiefmutter den Zauberstab der guten Fee (die Frau sollte sich das Teil ans Kleid nähen lassen!) und reist durch die Zeit, um die Geschehnisse aus dem ersten Film rückgängig zu machen. Eine spannende Zeiteisegeschichte entsteht... nicht. Der Film ist einfach saublöd - finde ich. Und damit stelle ich wohl eine Minderheit dar. Wieso auch immer...

 Pulp Fiction ist nicht Tarantinos beste Regiearbeit

Pulp Fiction ist cool. Die Sprüche sind zu recht kult und es ist faszinierend, wie Quentin Tarantino auf nahezu jegliche Gesetze des Drehbuchschreibens scheißt und dennoch einen ansprechenden, spannenden und bei aller Vulgarität obendrein smarten Film schuf. Und obwohl Pulp Fiction wohl für immer und ewig der meistzitierte Film des Kultfilmers bleiben wird, Poster von ihm die meisten Studentenbuden schmücken werden... Ich finde ihn längst nicht den ansprechendsten Streifen aus seiner Feder. Aber wisst ihr was? Das ist Stoff für eine ganz andere Hitliste...

So weit also mein jüngster kleiner Blick auf Fälle, in denen ich dem generellen Filmkonsens wiederspreche. Dabei gilt: Hey, hier geht es um Meinungen und ich will keinesfalls behaupten, dass die in dieser Liste vertretenen Positionen allgemeingültig sein sollten. Klar, ich bin froh um jeden, der mich unterstützt, aber das heißt nicht, dass Fans von Beinhart, deren liebster Star Wars-Film das Original ist und die jeden Tarantino-Film abseits von Pulp Fiction dämlich finden allesamt einen schlechten Geschmack haben. Dazu müssten sie bekanntlich zu allem Übel James Camerons Titanic gut finden.

Boah, Spaß, das war ein schlechter Scherz, regt euch ab! Schon gut, schon gut... mein letzter Seitenhieb war lange her, irgendwie muss ich meine Zwangsneurose ja ausleben, und ich halte mich ja momentan echt zurück mit Titanic-Bashing... Diskutiert also lieber eure liebsten Werner-, Til-Schweiger, Star Wars-und Bully-Filme, denn das fände ich sehr interessant. Und am meisten bin ich gespannt, ob irgendjemand auf mein Geschwafel bezüglich Shyamalan antwortet. Lasst mal von euch lesen, wenn ich schon nicht mehr tagtäglich poste... :-)

Weiterführende Artikel:

20 Kommentare:

Sunshine hat gesagt…

Ist es nicht allgemeiner Konsens, dass "Das Imperium schlägt zurück" besser ist als "Eine neue Hoffnung"? Ich kenn das aus diversen besprechungen zum x-ten Jubiläum nicht anders. *g*
... Ich sollte die Filme vielleicht mal gucken.

Bei Bully tun sich "Traumschiff" und "Schuh" nicht viel, finde ich. Ich lach mich über beide Filme immer noch total kaputt und liebe auch die Audiokommentare.

Sir Donnerbold hat gesagt…

Bei IMDb definitiv, aber es gibt genug andere Stimmen. Und dass "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" besser sein soll, kann je nachdem, in welcher Ecke des Webs man unterwegs ist, schon was mehr Ärger mit sich ziehen. *g*

An die Audiokommentare der Bully-Filme kann ich mich gar nicht erinnern. Auf zum DVD-Regal!

Anonym hat gesagt…

Ich dachte eigentlich auch, der Konsens sei, dass der zweite Star Wars der besten sei, dicht gefolgt vom dritten... (das entspricht aber auch meiner persönlichen Meinung)

Anonym hat gesagt…

Dass du Cinderella 2 vor Cinderella 3 stellst, schickt sich einfach nicht!

Cooper hat gesagt…

Moin Sir D.

Yupp, den alten Haudegen hat´s mal wieder zu unchristlicher Stunde auf deinen Blog verschlagen und ihn sich zu einen Kommentar hinreißen lassen. Keine Sorge - ich mach´s kurz.^^

Da hat sich der weiße Erpel in seiner Piraten-Gala-Enter-Uniform doch erdreistet, die Gewässer des Parlé zu umschiffen und jeden kielzuholen... Was soll ich sagen? Gut tust du daran!

Es gibt ja das berühmte Zitat, Nachahmmung sei die größte Form der Verehrung... (Wer hat nur so 'nen Seemannsgarn von sich gegeben!) Ich sage - berechtigte Zustimmung ist die ehrlichste Form der Würdigung.

Da du schon soviele Worte verloren hast (noch dazu in den letzten Wochen erfreulich fehlerfreier als manchmal von mir recht erstaunt bemerkt... noch Germanistikstudent oder?), wozu sollte ich ins gleiche Nebelhorn Blasen und das Echo geben?

In diesem Sinne mit berechtigter Zustimmung:

Star Wars:
/sign

M Night Shyamalan:
/sign
Hast du "The Happening" in deiner Rezensionsliste? ... Heute Abend mal nachsieht...

Zweiohrküken vs. Keinohrhasen
/sign
Leider spielt Herr Schweiger nur zu oft den mitunter arg sexistischen Beau und er bekommt mMn unverdient Nora Tschirner! Was er sich da an dem Restaurant-Tisch rausnimmt, dafür müsste man ihn kielholen / den Haien zum Fraß vorwerfen / über die Planke schicken uvm. *grummel*

Bullys Klamauk:
/sign

Werner Noch-Quadrologie
- Pardonnez moi! Nix geht über Teil eins (Fußballspiel)- auch wenn der nicht vollanimiert ist. Hab aber auch nicht im Gegensatz zum weißen Erpel bis Teil 4 durchgehalten.
Das sollte ich nach deiner Kurzrezension evtl. überdenken... Eine Ente die auf Roadmovies steht - die kann so falsch ja nicht liegen wie? ;-) Irgendwomit muss ein Seemann ja seinen Landgang erträglich machen - außer mit Rum und dem schwachen Geschlecht, mit seinen starken Reizen! Aye?

Cinderella II vs. III
Ähm (sich vernehmlich räuspert) davon gab´s nen dritten Teil? Schockschwerenot! Gut dass ich bei Disney DtV-Produktionen vor dem Buckligen Nr. 2 oder der nun vermählten Cindy die Segel streichen lies!

btw.
Erinnere dich an Teil! Wenn du mir sagst (vermutlich durch einen futuristischen Blick durchs Bullauge der Flying Dutchman), wie einer nicht der Magie bewanderten Figur der Zauberstab von Cindys guter Fee in die unwürdigen oder ehrlosen Hände (Teil 2 & 3!) fallen kann, dann heuer ich auf deiner Jolle an!

--> 2:03 Min
http://www.myvideo.de/watch/7297166/Cinderella_German_Part_5

"Wozu tackern bei so nem Versteck...?" frage ich dich.



Finale! Finale? Oh bitte ein Grande Finale!

"Ja da brat mir doch einer nen Storch!" Was ist denn bitte gegen Ende dieser tollen Fahrt an Deck ausgebrochen? So 'ne Wende bei voller Fahrt, das erinnert mich doch stark an cartooneske Filmszenen aus manchem Zeichentrick, wo der Protagonist Neptuns (meinethalben auch Poseidons) Gunst verlor und Calypso selbst ihn in die Untiefen der See wünschte.
Da schipperst du, untermalt von Hans Zimmers heimlich für PotC 5 vorbereiteten Score, auf ein von langer Hand geplantes Finale mit Quentin Tarantino zu und dann...?
Erwischte dich ne Flaute? Hattest du die Segel gestrichen? Hat dich ne Meerjungfrau bezirzt oder gar der Kraken doch noch in seine Arme geschlossen?

Ich will gefälligst mein Grande Finale und net bis zur Fortsetzung warten!

Wenn du schon Mr. Tarantino ins Spiel bringst, dann spiel das gefälligst auch zu Ende! Ich tipp ja mehr (als aus den überschwenglichen Zeilen lesend) auf die Basterds... Doch wer weiß schon, wie sehr dich schon jetzt - obwohl unbesehen - "Djangos Erbe" im Griff hat oder dir gar die "Reservoir Dogs" den Landgang versüßten...

Ansonsten ein toller Post und meine beinahe vollständige Zustimmung.

Cooper hat gesagt…

Nebenbei - das mit "kurz" muss ich noch üben - ich weiß.
Ach ja bevor du fragst - ich hab PotC: OST noch nicht im Kinosessel bestaunt. Deine löblichen Worte und deren Wirkung zu Teil 3 sind jedoch nicht abgeklungen - sei beruhigt. Ich bin sowas wie ein See-Elefant und hoffe/glaube auch deren Erinnerungsvermögen ist jenem der nicht verwandten Säuger zu Lande gleichwertig.

Petri Heil und auf bald Sir D.

Werte Grüße, Cooper.

Stefan Kraft hat gesagt…

Nette Liste, Sir Donnerbold - sie zeigt mal wieder, wie unterschiedlich manchmal Menschen denken.

Zu Star Wars: Mir scheint der allgemeine Konsens zu sein, dass Episode V (Imperium schlägt zurück) der beste ist, gefolgt von Episode IV und dann mit Abstrichen Episode VI (Rückkehr der Jedi-Ritter). Manchmal kommt dann mit mehr oder weniger großem Abstand ("grade noch erträglich" o.ä.) Episode III (Rache der Sith). Meine Meinung? Objektiv ist sicherlich Episode V der künstlerisch beste und emotional ausgereifteste; generell bin ich bei Star Wars aber einfach naiv und sage: Wenn ich das Star-Wars-Feeling habe, ist der Film (sehr) gut, und diese Filme mit Feeling sehe ich dann (fast) als gleichwertig an. Wenn ich das Feeling nicht habe... Nun, tatsächlich gefallen mir 5 der 6 Filme (und nein, der Film, der daneben liegt, ist für mich nicht Episode I - Die Dunkle Bedrohung, aber auch nicht Episode V).

zu Bully: Ich finde "Schuh des Manitu" besser, wobei mir "(T)Raumschiff Surprise" beim letzten Ansehen besser gefiel, als ich es in Erinnerung hatte.

zu Tarantino: Leider kenne ich noch nicht alle seine Filme; die, die ich kenne, kann ich aber irgendwie gar nicht recht vergleichen (zu verschieden erscheinen mir als naiver Filmgucker "Basterds", "Death Proof", "Kill Bill I + II" und "Pulp Fiction" - gefallen tun sie mir alle).

Mein eigener Listeneintrag:
Mein liebster Nolan-Batmanfilm ist "Batman Begins", nicht "The Dark Knight"; das hat eher persönliche Gründe (die ich hier im Blog bereits an anderer Stelle erwähnt habe), meine Meinung findet sich aber durchaus auch in der (nicht von mir stammenden) Rezension unter http://www.batmans.de/news/article/The-Dark-Knight/1218317890.html wieder. (Schlecht finden weder der Autor noch ich den Film, keine Sorge ;-) )

Stefan Kraft hat gesagt…

P.s.: Sir Donnerbold, war da nicht etwas auf Deinem Twitter-Account bezüglich der Ocean's-Trilogie? Ich meinte, Du würdest nicht "Ocean's Eleven" als den besten ansehen; ich kann mich aber auch täuschen.

Anonym hat gesagt…

Man, da ist ja fast alles falsch.
Der erste Star Wars ist ja wohl etwas besser als der Erste, der hat immerhin einen richtigen Abschluss und im zweiten fehlt der Todesstern. Der zweite hat dafür Yoda, die schlacht auf Hoth und die ich bin dein Vater-Szene. Trotzdem ist der erste etwas besser.

The Village bester Film von Shyamalan?? Und Unbreakable der zweitbeste? Unbreakable ist ja wohl die größte Enttäuschung von allen, schlechtester Film mit Bruce Willis. Na gut, the Sixth Sense ist auch nicht mein Liebling, da ich den halben Film schon kannte, bevor ich das erste Mal gesehen hab.
Der Beste von Shyamlan: Signs.

Der Beste Bully: Schuh des Manitu, keine Frage. Traumschiff war viel schlechter, vielleicht liegts auch daran, dass ich älter geworden bin.

Der Beste Werner: Beinhart! (hatte das Fußballspiel zuerst), dann "Volles Rooäää", dann "Gekotzt wird später" und zuletzt "Das muss Kesseln"

Pulp Fiction nicht der Beste Tarantino? Da kann ja was nicht stimmen. Ich sehs schon kommen, dein Liebling ist Jackie Brown.

Cinderella II besser als III? Zweiohrküken besser als Keinohrhasen? Kann ich nichts zu sagen, da ich die Filme alle nicht kenne, aber wahrscheinlich wären wir auch hier anderer Meinung.

Und Titanic ist sehr gut, auf jeden Fall zillionen-mal besser als Fluch der Karibik 3.

Ein Bespiel, bei welchem ich nicht mit dem allgemeinen Konsesn übereinstimme ist Indiana Jones, so finde ich "der letzte Kreuzzug" viel besser als "Jäger des verlorenen Schatzes".

Stefan Kraft hat gesagt…

@Anonym: Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Sir Donnerbold hat hier nur seine eigene (teilweise subjektiv, teilweise objektiv begründete) Liste aufgestellt; er sagt ja selbst: "...dass *ich* in Regie-Filmografien und Kinoreihen eine andere Gewichtung vornehme, als der laute Durchschnitt." (Hervorhebung von mir)
Zu Indiana Jones: Gute Frage, welchen ich bevorzuge (wobei ich den neuesten "Kingdom of the Crystall Skull" noch nicht gesehen habe, Schande über mich): "Jäger des verlorenen Schatzes" hat die Indiana-Jones-Filme gestartet, ich empfinde ihn ernsthafter/"seriöser" als der "Der letzte Kreuzzug", den ich wiederum lustiger (im positiven Sinne) finde wegen Jones Sr... So gesehen bevorzuge ich selbst auch eher "Der letzte Kreuzzug".

Ach ja: Auf diesem Blog "Titanic" dem Film "Fluch der Karibik 3" vorzuziehen grenzt an Meuterei, und wir wissen ja alle, was mit Meuterern passiert... ;-)

Sir Donnerbold hat gesagt…

... Meuterer HÄÄÄNGEEEEN!!!
http://www.youtube.com/watch?v=szUEkiRPQwQ&feature=related

@Cooper: Möchtest du damit sagen, der Blog war früher fehlervereuscht? :-( Nun, die Menge an Artikeln hat nachgelassen, da ist's umso einfacher, beim Korrekturlesen nichts zu übersehen. Für frühere Fehler mag ich mich trotzdem entschuldigen, und wenn mir welche begegnen, werden sie rigoros verbessert. :-)

Hast du denn meine "The Happening"-Kritik gefunden? ;-)

Zum Schluss überkam mich übrigens KEINE Schreibunlust. Ich wollte euch nur heiß machen... *g*

@Stefan: Und welcher ist denn nun der böse Bube unter den Star-Wars-Filmen?

Und ja, bei Twitter habe ich mal geschrieben, dass "Ocean's 13" der coolste Teil der Reihe ist. Aber diese Liste erhebt eh keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei PotC habe ich bekanntlich auch einen ungewöhnlichen Favoriten und das wäre auch nicht der letzte Fall, wo ich mit dem Konsens in Streit gerate. Wollte erstmal schauen, ob an sowas Interesse besteht (offenbar) und ob ich so einen Artikel überlebe (check!).

Danke auch für die Antwort an den letzten anonymen Poster. Zum Schluss hin klingt's aber eh, als wäre mein Ansatz rübergekommen. Vielleicht verstehen wir auch nur sein "da ist ja alles falsch" nicht, wie von ihm gedacht?

@ den letzten anonymen Poster: Dass "Signs" der beste Shyamalan ist, ist allerdings ebenso "falsch". ;-)
Und ja, der erste Werner hatte zuerst die Fußballspiel-Sache. Das Konzept ist also beim zweiten Anlauf schon alt - die Gags aber neu. Und bei dieser Art Film ist's ähnlich wie bei "Hangover": Der erste war origineller und somit objektiv besser (obwohl der erste Werner diesen Punkt durch andere Mäkel wieder verlieren könnte), aber so lange die Gags beim zweiten Mal genauso gut sitzen, ist es als reine Komödie noch immer sehr ansehnlich. Finde ich jedenfalls.

Cooper hat gesagt…

@Sir D.:
Viele Zeilen von mir mit dem Versuch, ein paar nautische Begriffe und Seefahrerjargon einfließen zu lassen. Ich bin sicher sie fanden deinen Gefallen.^^

Nun. Wohl jeder - der Seefahrt erprobten Wasserratten (oder wie in meinem Falle ein gebürtiger Ostfriese), wird gut daran tun, dir keine Verseuchung im Blog durch Fehler nachzusagen.

Trotzdem komme ich nicht umhin, kleinere Mängel für einen so belesenen, der deutschen Sprache so filigran in Worten kundigen Mann diese Rückmeldugn zu geben.^^
Dein "früher" grenze ich dahngehend auf das letzte halbe Jahr ein und es ist keine Epidemie ausgebrochen, nur hat das Deck deines Posts ein paar mal weniger geglänzt, wie das davor der Fall gewesen ist. Nenne mich verwöhnt ob deiner Sprachkünste, aber in der Tat fielen mir Worte wie "käufte" u.a. auf.
Doch ich bin sicher, dass diese Erwähnung keinesfalls negativer bei dir anklang, als die Meldung der Meuterei von Jack Sparrow (fehlt da nicht irgendwo ein Captain?) an Black Beard. ;-) (Tolles Video - Danke auch, für diesen Einblick. ^_^ )

So, so... heiß machen. Denke daran, wer seine Leser verwöhnt und doch des öfteren Kommentare auf hohem Niveau (mit Seemannsgarn!) bekommt, wird es sehr, sehr schwer haben, diese bewußt forcierte Erwartungshaltung auch zu erfüllen.

Du hast ja schon gezeigt, dass du zu wirklich grandios-langen wie wunderbaren Texten fähig bist. Ich sehe da also sehr positiv in die Zukunft.

Diesbezüglich bin ich also in der Tat ganz heiß auf ein (sehr gerne) subjektives Ranking des weißen Erpels zu Quentin Tarantinos Schaffen.

Nebenbei - ich hab ihn (deinen wertenden Happening-Post) entdeckt. ;)

Stefan Kraft hat gesagt…

(Achtung, es folgt ein eher zu langer und ziemlich egozentrischer Beitrag)

@Sir Donnerbold: Wenn Du so lieb fragst, welcher Star-Wars-Teil mir nicht gefällt: Episode II. Plötzlich konnte ich nachvollziehen, wie viele über Episode I gedacht haben (den ich allerdings bis heute mag). Bei Ep. II wollte irgendwie von den ersten Szenen an nichts so recht passen, es gab einfach kein "Feeling". Letztendlich denke ich, dass es a) an der Liebesgeschichte liegt (ja, George ist nicht Shakespeare, und normalerweise hat mich das auch nicht gestört, aber die Liebesdialoge waren einfach zu viel des Guten*) und b) am Film- und Musikschnitt (bei der Endschlacht wurde z.B. Musik aus Ep I recycelt, und das auch noch schlecht); leider gehört für mich nun einmal die Musik zum Star-Wars-Erlebnis dazu. Überhaupt hätte dem Film ein halbes Jahr mehr zur Fertigstellung sicher gut getan.
Man sieht: Kindlich-naive Herangehensweise an die Star-Wars-Saga mit höchst persönlichen Gründen, warum einem die Episoden gefallen oder nicht - und ich kann wirklich keinem vorwerfen, wenn er es vollkommen anders sieht als ich.
Trotz alledem halte ich Episode II nicht einmal für einen dummen Film (der Thematik der Prequels von der Umwandlung einer Republik in eine Diktatur habe ich durch Ep. II noch mehr Beachtung geschenkt - wenn der Film sich nicht wie SW für mich anfühlte, so wollte ich ihm wenigstens etwas abgewinnen); es gibt auch Szenen, die mir gut gefallen (!), unter anderem die Szenen auf dem Klonplanet Kamino (ironischerweise sind es auch die einzigen im Audiokommentar, in denen George tatsächlich einmal über die Rolle des Filmschnitts für die Stimmung einer Szene redet).
Ich könnte das Ganze noch länger ausführen, aber man merkt: Episode II ist letztendlich der Teil der Saga, mit dem ich nichts Großartiges anfangen kann. Oder leicht abgewandelt nach dem Hausmeister bei Scrubs: "Ich weiss zwar nicht, was es ist, aber Episode II hat es nicht."

* Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass George die Szenen absichtlich eher "schwülstig" / klassisch halten wollte, im Stil alter Hollywoodfilme u.ä. Das mag keine dumme Idee gewesen sein, in meinen Augen ist er aber über das Ziel hinausgeschossen.

Stefan Kraft hat gesagt…

Bei meinem vorigen Beitrag hätte ich mich zurückhalten sollen...

Zur Ergänzung wollte ich noch sagen: Je nachdem, wen man fragt, rangiert "Rückkehr der Jedi-Ritter" bei vielen Fans ziemlich niedrig in der Rezeption (sie sehen darin teilweise schon George Lucas' beginnenden Verfall der dunklen Seite des Kommerzes). So gesehen ist Deine Gewichtung tatsächlich ausserhalb des Mainstreams - nicht in Deiner Meinung über Episode V, sondern über Episode VI.

Stefan Kraft hat gesagt…

Ach ja: Wann gibt's eine Fortsetzung des Artikels?

Sir Donnerbold hat gesagt…

Wieso hättest du dich zurückhalten sollen?

Und zu deiner Frage: Die direkten Fortsetzungen waren ja gewissermaßen die Tarantino-Hitlisten. Aber sobald ich meinen Bachelor in der Tasche und somit mehr Zeit zur Verfügung habe, setze ich mich mal an "Wenn der Konsens noch immer egal ist". Oder so ähnlich. Den Titel tüftle ich aus, wenn es so weit ist. ;-)

Stefan Kraft hat gesagt…

Zurückhalten sollen hätte ich mich, weil mein Kommentar dann doch zu lang und gleichzeitig "off-topic" für Deinen Beitrag war.

Eine Ergänzung noch (manchmal habe ich wirklich eine lange Leitung): Du verreißt hier Ep. IV (den Original-Star Wars) nicht, hast aber etwas zu bemängeln. Im Zuge der Diskussion um die Star Wars BluRays usw. ist es mir nochmals klar geworden: Ich bin bis jetzt im Fandom eigentlich nie über Deine, Hemators und (wenn ich das "/sign" richtig interpretiere) Coopers nicht ganz so euphorische Meinung über Ep. IV gestolpert. Eigentlich war es immer "Ep. IV ist fantastisch, und Ep. V setzt dann nochmals einen drauf!"
Ich gehe sogar so weit zu behaupten: Würdest Du im Rahmen einer BluRay-Besprechung die Filme bewerten und ähnliche Gedanken wie oben äußern ("Mal ehrlich, Leute, der Film hat doch einen zähen Beginn, inhaltlich bieten die beiden anderen Teile der OT mehr, und..."), müsste man die Kommentarfunktion nach einiger Zeit schließen wegen 5 verschiedener Morddrohungen gegen Dich.
Natürlich stößt man dann doch hin und wieder über eine extreme Meinung ("Ep. V ist zu gut für Star Wars"), aber selbst da wird dann doch Ep. IV noch als zweitbester Teil der Saga genannt und VI wie von mir bereits erwähnt abgekanzelt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Auch in Hinblick auf Deine positive Meinung zu Ep. VI, aber insbesondere zu Deiner nicht ganz euphorischen zu Ep. IV gewichtest Du die Filme wirklich anders.

Sir Donnerbold hat gesagt…

Ach, Quark, dein Kommentar war vollkommen legitim. Kommentarsektionen sind ja nicht nur für "MECKER!" und "Hast du gut gemacht" da, sondern auch für "Also, bei mir ist das so, weil...".

Und gut, dass nach anfänglicher Verwirrung, ich liege bei "Star Wars" ja doch im Konsens nun eine griffige Zusammenfassung entstanden ist, weshalb ich doch diesen Artikel mit "Star Wars" beginnen durfte. *g*

Mh, ob ich die Fortsetzung ähnlich kontrovers beginnen soll?

Stefan Kraft hat gesagt…

Das überlasse ich Deinem künstlerischen Geschmack. ;-)

Alice hat gesagt…

Bin gerade sehr begeistert wegen deiner "The Village"-Bewertung. Ich finde diesen Film so wahnsinnig beeindruckend gut... und meine Freund teilen meine Meinung nicht sondern hängen auch an "The Sixth Sense". Verdammt. Einfach mal gut zu lesen, dass ich nicht die Einzige bin ;)

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