Samstag, 9. Juli 2011

Muppets - Der Zauberer von Oz



Vor der Reise ins zauberhafte Land
Disney und die Muppets verbindet eine lange Geschichte. So wurden in der Muppet Show zahlreiche liebevolle Seitenhiebe auf Disney ausgeteilt und in einer Episode über die kulturelle Facettenhaftigkeit der Welt bezeichnete Kermit Disneyland als das Lieblingsland der Muppets. Nur um kurz danach durch it's a small world (after all) an den Rand des Wahnsinns getrieben zu werden.
Während der 80er Jahre liebäugelte Jim Henson öfters mit einer Disney-Übernahme. Mal gedachte er, die ins Trudel geratene Firma aufzukaufen, andere Male war ihm das Führen eines eigenen Studios zu lästig und es wäre zu einer Übernahme seitens Disney gekommen, deren Bedingungen vergleichbar mit denen gewesen wären, die einige Zeit später die Verschmelzung des Disney-Konzerns mit Pixar ausmachten. Allerdings äußerte die Disney-Geschäftsführung auch großes Interesse daran, die Rechte an der Sesamstraße zu erwerben, was für Jim Henson als "deal braker" betrachtet wurde.

1989 wurden von Michael Eisner, einem großen Muppet-Enthusiasten, die Verhandlungen neu aufgenommen, und dieses Mal sollte die Sesamstraße, so sehr es ihn auch schmerzte, keine Rolle spielen. 1990 näherte man sich, nachdem man bereits einige Kooperationen (wie das TV-Special The Muppets at Walt Disney World) einer Einigung, aber tragischerweise verstarb Jim Henson vor Vertragsabschluss. Seine Hinterbliebenen beschlossen, das Erbe Hensons nicht an Disney zu verkaufen. Stattdessen begann man eine Reihe von fruchtbaren gemeinsamen Projekten, darunter die vor seinem Tod von Henson ersonnene, satirische Puppen-Sitcom Die Dinos sowie zwei Muppet-Kinofilme. Gegen Ende der 90er, im Anschluss an den Quoten-Flop von Muppets Tonight!, ging man vorrübergehend wieder getrennte Wege.

Eisner ließ dennoch nicht locker. Als eine seiner letzten erwähnenswerten Geschäftshandlungen an der Spitze der Walt Disney Company konnte er 2004 mit der Jim Henson Company eine Vereinbarung treffen, in deren Folge die Rechte an den Muppets sowie Der Bär im großen blauen Haus (erinnert sich irgendjemand?!) an Disney übergingen, wobei das einstige Heim der Muppets weiterhin eine Hand in seiner populärsten Schöpfung behält (*pun intended*) und Kermit weiterhin in der Sesamstraße auftreten darf. Zu diesem Zwecke wurde The Muppets Studio, LLC gegründet. Der Disney-Konzern, als der marktbeeinflussende Unterhaltungsgigant, der er nunmal ist, beschloss, die Muppets zunächst durch einige Gastauftritte in Shows seines US-Fernsehsenders ABC sowie Werbedeals wieder ins kollektive Bewusstsein zurückzuholen. Daraufhin sollte ein großer Fernsehfilm folgen - der intensiv beworbene Muppets - Der Zauberer von Oz. Kurz darauf sollten die Arbeiten an einem zweiten Fernsehfilm (basierend auf Alice im Wunderland) beginnen. Der nächste Schritt in dieser skuzessiven Wiederbelebung der Muppets wäre eine neue Serie mit ihnen, gefolgt von einem Kino-Comeback.
Auf dem Papier sah es wie die perfekte Muppet-Offensive aus. Auf dem Papier. Doch die Realität sah anders aus.

Ein Unwetter zieht auf in Kansas...
Der endgültige Einzug der Muppets ins Disney-Universum beginnt mit Popstar Ashanti (wer erinnert sich nicht an ihren letzten Hit?), die in der Rolle der Farmerstochter Fast-Food-Bedienung davon träumt, in einem Musikvideo davon zu singen, wie es ist, ein großer Star zu sein. Doch ihre Tante 'Em (Queen Latifah) möchte sie nicht an die schale Glitzerwelt verlieren, was zu großem Familienkrach führt, als sie ihr verbietet, sich beim Popstar-Casting der Muppets teilzunehmen. Lange hält der Krach zwar nicht an, letztlich versäumt sie Dorothy dennoch den Termin und kann Kermit gerade noch zwischen Bustür und Angel eine Demo-CD in die Hand pressen. Als kurz darauf ein Tornado den Wohnwagenplatz erwischt, den Dorothy ihr Heim nennt, wacht sie in Oz auf. Dort verwandelte sich ihr treues Haustier Toto, eine faul in ihrem Glas rumsitzende Garnele, in eine sprechende Muppet-Riesengarnele (der von älteren Fans kritisch beäugte Shooting Star Pepe). Außerdem erfahren beide vom Volk der Munchkins, dass Dorothys Wunsch, ein Star zu werden, vom Zauberer von Oz erfüllt werden könnte. Sie machen sich auf den Weg zum Smaragdzauberer und begegnen dabei einer Vogelscheuche (Kermit), einem feigen Löwen (Fozzie) und einem Metallmann (Gonzo). Doch die böse Hexe (und Leder-/Rockerbraut) des Westens (Miss Piggy) ist hinter Dorothy und ihren neu erhaltenen silbernen Wunschglitzerschuhen her...

Wie man sieht, schlägt die Muppets-Neuinterpretation von Der Zauberer von Oz eine andere Richtung ein, als die von Disney produzierten Muppet-Kinofilme der 90er Jahre. Blieben Die Muppets Weihnachtsgeschichte und Muppets - Die Schatzinsel dem Setting ihrer Vorlagen treu. Muppets - Der Zauberer von Oz hingegen verlegt das Geschehen des Originals von L. Frank Baum in die Gegenwart. Angesichts der Übermachtsstellung, die das Judy-Garland-Musical Das zauberhafte Land im US-amerikanischen Raum innehält, ist dies vielleicht gar nicht einmal eine so schlechte Entscheidung. So differenziert sich das neue, farbenfrohe Familienmusical über Oz stärker vom altbekannten hochgelobten farbenfrohen Familienmusical über Oz. Mit dieser Idee kommt jedoch auch ein Problem daher: Die Muppets existieren in beiden Realitäten des Films, sowohl im von Dorothy ersehnten Hollywood, als auch in Oz. Für eine magische Darstellung hätte man jedoch die Muppets auf Oz beschränken sollen, so dass das zauberhafte Land auch wirklich besonders ist. So hingegen übernehmen die Muppets eine Doppelrolle ohne nachhaltigen Effekt. Sie sind halt einfach da...

Dass dieser Fernsehproduktion sämtliche Magie der Muppet-Kinoausflüge abhanden geht, ist zudem ein sehr großes Verschulden der Hauptdarstellerin. Wer auch immer auf die Idee kam, Ashanti in der Rolle Dorothys zu besetzen, hat sich allein vom Glamour verleiten lassen, den ihr Name anno 2004/05 im Popgeschäft versprühte. Nachhaltigkeit oder schlichtweg auch darstellerisches Können wurden dagegen scheinbar nicht bedacht. Nicht nur, dass der ganze "Haha, ein Popstar spielt wen, der ein Popstar sein möchte"-Gag eh recht lahm ist und bereits an heutigen Kindern vorbeirauschen dürfte, Ashanti kann ums Verrecken nicht schauspielern. Selten habe ich in Disney-Produktionen schlechtere Darbietungen gesehen, als Ashantis vollkommen seelenloses, hölzernes Rumstapfen durch die Muppet-Kulissen. Sie vermittelt keinerlei Emotion, ihr komödiantisches Timing ist eine mittelschwere Katastrophe und zu allem Überfluss kommt sie derart arrogant rüber, dass es mir richtig unangenehm ist, ihr zuzuschauen. Wenn man bedenkt, dass in der Vorproduktion mit Damen wie Natalie Portman, Anne Hathaway sowie Hilary Duff geliebäugelt wurde, schmerzt die Besetzung des Popstars umso mehr. Und das Skript tut Ashanti auch keinerlei Gefallen, da Dorothy einige sehr zickige, oberflächliche Zeilen abbekommt. Wenn man ganz streng ist, hat diese Dorothy eh keinerlei Chance auf Sympathiepunkte, da sie selbst in Oz nur das Ziel kennt, berühmt zu werden, statt auch nur einen glaubhaften Gedanken an ihre Familie zu verschwenden.
Wahrscheinlich das größte Verbrechen ist jedoch das Desinteresse, das Ashanti ausstrahlt. Vielleicht ist es auch nur eine Fehleinschätzung, trotzdem fehlt bei ihr jegliches freudige Glühen, das andere Co-Stars der Muppets zeigen. Man muss sich zum Beispiel nur die Trailer für Die Muppets ansehen und dann auf Jason Segel achten, dem man ansieht, dass er gerade die beste Zeit seines Lebens hat. Oder auch nur irgendeine der Muppet Show-Folgen, oder sonst irgendetwas... Ashanti wirkt so deplatziert und unwohl, und das neben den Muppets! Welch ein Affront!

Das durch Ashantis steifes Auftreten erzeugte Gefühl, dass mit Muppets - Der Zauberer von Oz etwas nicht stimmt, das Aufkommen von Sterilität, wo filmische Magie erscheinen müsste, wird durch die Inszenierung enorm verstärkt. Dies hervorzuheben schmerzt mir in meinem Fanherzen, denn Regie führte Kirk Thatcher, Autor und Produzent von Die Dinos, leitender Produzent bei Muppets Tonight und Regisseur des grundsoliden It's a Very Mery Muppet Christmas Movie (und später sollte er auch die Bohemian Rhapsody mit den Muppets inszenieren). Aber ich kann es nicht schönreden, vielleicht mischten sich die Disney-Studios zu sehr ein, womöglich wurde die Produktion überhetzt, eventuell sogar beides. Zumindest Jim Hill läutete es hören, dass angeblich zehn Tage vor Drehstart das Drehbuch von Disneys Rechtsabteilung zerpflückt wurde.

Jedenfalls hat Thatcher einen grausigen Job gemacht. Es fängt schon bei den kleinen Dingen an, wie etwa, dass die Muppets und Ashanti in keinerlei konstantem Größenverhältnis zueinander stehen. Das klingt nun nach übertriebener Mäckelei, doch was den meisten Zuschauern nicht bewusst auffällt, behindert unterbewusst trotzdem die sonst so hohe Glaubwürdigkeit der Muppets. Die Einstellungen sind nach Schema F gewählt, die Kameraarbeit wirkt steril und die Sequenzen sind stellenweise vollkommen unausgereift, sie plätschern einfach langsam aus. Andere dagegen brechen ab, bevor sie voll ausgeschröpft sind. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, wie dem Nachtclub Poppyfields, sind auch die meisten Sets unansprechend, gerade die Farben brennen sich irgendwann in die Augen der Zuschauer.

Das Drehbuch ist auch kaum besser - bloß die Rollenverteilung der Muppets ist gelungen. Abgesehen davon, dass Miss Piggy in ihrer Vierfachrolle schnell nervt. Sie auf die lederne Hexe zu beschränken, wäre besser gekommen. Die Handlung indes ist meiner Meinung nach sehr schlecht strukturiert, der Anfang, als Dorothy ihre neuen Freunde kennenlernt, ist völlig abgehetzt, dann folgt eine langgezogene Sequenz beim Zauberer von Oz (mit lächerlichen, peinlichen Computereffekten, die der netten Grundidee viel, viel Charme rauben) und dann ein elendig lang wirkender letzter Akt. Dieser hat mit der Handlanger-Rockerbande der bösen Hexe oder ihrem Luxus-Prickelbad einige der besseren Elemtente des Films zu bieten, aus narrativer Sicht kommt er dagegen kaum voran und läuft schließlich nach etwas, das als perfekter Schlussgag der Oz-Handlung dienen könnte, noch verfluchte 18 (!) Minuten weiter. Es kommt zu keinerlei emotionaler Bindung zu den Figuren, Spannung will nicht aufkommen, der Film läuft einfach und läuft und läuft... komplett an einem vorbei.

Wenn bei all diesen Kritikpunkten Muppets - Der Zauberer von Oz zumindest richtig lustig wäre, könnte man ihn ja eventuell mit einem zugedrückten Auge akzeptieren. Doch für jeden sitzende Pointe kommen mindestens drei Stinker. Dass die Muppets Anspielungen auf Girls Gone Wild, Gonzos Metallnippel und Markenschuhe vom Stapel lassen, finde ich dabei im Gegensatz zu einigen sehr erbost auf diese TV-Produktion reagierende Fans gar nicht einmal übel. Ja, dass Pepe in jedem zweiten Satz betonen muss, wie sexy er ja sei nervt, gerade, weil der mit spanischem Akzent sprechende Muppet auch richtig komisch sein kann und sich damit nur sein eigenes Popularitätsgrab schaufelt, ansonsten finde ich es per se ganz akzeptabel, wenn gezielt ältere Zuschauer angesprochen werden. Leute, die Pilotfolge der Muppet Show hieß The Muppet Show: Sex and Violence und die Muppet-Band hieß Die elektrische Selbstzerstümmelung, da darf man auch eine Parodie der wildgewordenen Partymädels anbringen. Fakt ist nur, dass die Muppets meistens besser darin waren, ihre wundervolle Vereinigung von unschuldiger Ausstrahlung und überraschend erwachsenem Witz auszubalancieren. In Muppets - Der Zauberer von Oz kommt es schon irgendwie krasser rüber, trotzdem find ich's durchaus annehmbar. Es zünden einfach viel zu wenige der Gags - genauso, wie mich die Musik überhaupt nicht anspricht.

Der einsame Höhepunkt des Films: Quentin Tarantinos Gastauftritt, in dem er Kermit Tipps gibt, wie man eine richtig wuchtige finale Kampfszene inszeniert. Göttlich. Und auch tragisch - der Auftritt eines so denkwürdigen Regisseurs wird im miesesten aller Muppetfilme vergeudet.

Brutale Folgen
Die US-Fernsehpremiere von Muppets - Der Zauberer von Oz wurde von 7,75 Millionen Zuschauern verfolgt, was das Branchenblatt Variety als solide bezeichnete. Die Verantwortlichen des Fernsehsenders ABC sahen dies ganz anders - ein gewaltiger Reinfall während des für die Bestimmung der Werbesätze so wichtigen Wonnemonats Mai? Ganz übel!
Nicht gerade besser lief es bei den Kritiken, denn neben ein paar positiven Stimmen, die ihn als (wenngleich nicht mit anderen Muppet-Werken ebenbürtig) gelungene Familien-Fernsehunterhaltung betrachteten, gab es eine Heerschar an schlechten bis katastrophalen Reaktionen. Exemplarisch möchte ich einfach auf die Rezension von Jim Hill verlinken, der wirklich erhebliche Probleme hat, überhaupt irgendwelche lobenswerte Aspekte am Film zu entdecken. Und auch ein IMDb-Wert von 5,0 ist nicht gerade eine stolzer Empfang für die Muppets im Disney-Konzern.

Kaum standen die Quoten fest, zog man im Disney-Konzern die Notbremse am zweiten Muppet-Fernsehfilm Muppets - Alice im Wunderland. Und nicht nur das: Die Geschäftsführung von ABC weigerte sich, die in der Entwicklung bereits fortgeschrittene Serie America's Next Muppet (eine Reality-Show-Parodie) in Produktion zu nehmen. Angesichts dessen, dass zudem bereits feststand, dass im September 2005 mit Michael Eisner der größte Verfechter der Muppets den Konzern verlässt, waren dies wahrlich keine guten Nachrichten. Es sah düster aus für die Muppets, zappenduster. Die Muppets schienen vom Publikum abgelehnt, Disney kopflos, die Muppet-Macher identitätlos. Sämtliche großen Muppet-Projekte wurden eingestampft, neue Ideen gesucht. Ein mit dem Muppet-Kosmos in Verbindung stehender Journalist schlug vor, Disney solle den Flop als große Gelegenheit ausnutzen. Er sponn dieses, wie ich finde, begnadete Szenario, in dem Kermit & Co. in Talkshows eingeladen werden, um sich bei der Fernsehnation für Muppets - Der Zauberer von Oz zu entschuldigen und zu gestehen, dass sie für diesen filmischen Unfall bereits bitter bezahlen müssen. Dass die Disney-Bosse die Muppets aus ihren teuren Büros schmissen, in die dreckigste Ecke des Studiogeländes verbannten und ihnen sämtliche Gelder kürzten. Es wäre der typische Muppet-Humor, sie wären wieder liebevolle Loser... es war Disney offenbar zu avantgardistisch. Man pfiff auf diese Idee.

Tja, die Muppets waren tatsächlich erstmal mehr oder weniger tot bei Disney. Ja, sie machten hie und da einen Werbeauftritt und in den US-Parks fuhr ein mit den Gästen interagierender Wagen mit Honigtau Bunsenbrenner & Beaker herum, doch imm Vergleich mit den früheren Monsterplänen waren das müde Witze. 2007 kam die Idee auf, die Muppets zu nehmen und zu einer Art Sesamstraße 2.0 umzuformen: Man überlegte, eine Edutainment-Serie zu produzieren, in der die Muppets Kinder über das Internet aufklären. Als ich davon las, schrie ich verzweifelt auf. Die Muppets als Kindergärtner? Disney, hör auf, dies deinen wichtigsten Figuren anzutun!

Erfreulicherweise nahm man, wohl aufgrund schwacher Werte bei der diesbezüglichen Marktforschungsumfrage, von der Schnapsidee Abstand. Zwei so-la-la Specials mit Disney-Channel-Stars folgten noch, aber es brauchte erst einen Jason Segel, der von der Arbeit an Nie wieder Sex mit der Ex angespornt auf den Konzern zugeht und ihm sagt: Hey, ich könnte die Muppets wiederbeleben!

Disney gab ihm erstaunlicherweise die Gelegenheit, ließ ihn ein Drehbuch schreiben. Bevor der Muppet-Film jedoch in Produktion ging, fing man 2008 damit an, den miesen Geschmack der letzten Muppet-Akionen durch geniale virale Videos wegzuwaschen. Vier Jahre nach Erwerb der Muppet-Lizenz hatte man endlich den Dreh raus, wie man mit den Puppen umzugehen hat. Und drei weitere Jahre später startet er endlich in den USA... der lang erwartete Muppet-Kinofilm. Meine Fresse, und das alles nur wegen dieses dreckigen Oz-Films!

Fazit
Boah, was soll ich sagen?! Ich kann Muppets - Der Zauberer von Oz niemandem guten Gewissens empfehlen. Fans von Quentin Tarantino sollten sich durchaus seine kurze Szene ansehen, riesige Muppet-Fans werden aus Gründen der Komplettheit wohl mit viel, viel Geduld und griffbereitem Alkohol den ganzen Film betrachten, aber vergnüglich wird das wohl kaum. Diese seelenlose Aneinanderreihung flach fallender Gags und die Zurschaustellung der schmerzlich hölzernen Schauspielversuche von Ashanti können einem jegliches Vergnügen an familientauglicher Puppenkunst verderben. Oder auch stundenlang die Laune. Es ist eine enttäuschende Verwendung der Oz-Geschichte, Futter für den in einem brodelnden Zynismus gegenüber Disneys Geldgeilheit und eine Beleidigung des Muppet-Erbes. Ich bin mir sicher, jedes Mal, wenn sich jemand diese Katastrophe ansieht, platzen irgendwo einer Puppe sämtliche Nähte.

Was Cars 2 für Pixar ist, ist dies für die Muppets. Der schmerzliche, desaströse und jegliche Magie absorbierende Tiefpunkt.

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