Montag, 5. Dezember 2011

52 Songs #23: Parental Advisory


"Parental Advisory - oder: Musik, die Eltern auf die Palmen bringt", so lautet das 23 Motto bei 52 Songs. Ein Thema, dass man beliebig interpretieren kann. So interpretieren einige Projekt-Teilnehmer die Aufgabenstellung sehr persönlich und erzählen, welche Musik ihnen denn so verboten wurde.

Was das angeht, kann ich mit keinem Beitrag dienen. Meine Eltern haben stets auf mein Selbstverantwortungsbewusstsein gesetzt und dementsprechend nie in meinen Film- oder Musikkonsum eingegriffen. Wenn im Musikfernsehen Rammstein kam, habe ich schon zu Zeiten lauter aufgedreht, als manche Freunde von mir Viva generell nicht einschalten durften.

Andere verstehen dieses Thema weniger als die Suche nach "verbotenen" Songs, sondern eher nach Liedern, die ihre Eltern ganz einfach nicht aushalten. Selbst wenn sie einem erlauben, sich diese Musik anzuhören. Das weitet das Feld wohl für jedermann enorm, schließlich haben wir alle Genres, Lieder und Interpreten, die uns nerven. So natürlich auch meine Eltern. Zu diesem Thema aber mit Lena Meyer-Landrut, Marianne Rosenberg oder Daniela Katzenberger aufzuwarten, liegt nicht wirklich in meinem Interesse. Die sind allesamt zu harmlos. Außerdem ist mir Rosenberg egal und die Katzenberger bringt mich selbst auf die Palme. Wäre ja ein dämlicher 52 Songs-Beitrag. Klassischere Elternaufreger lassen meine Eltern dagegen im Regelfall einfach nur kalt. Bei Lordi etwa findet meine Mutter einfach nur die Masken doof, der Rest störte sie nie.

Also nehme ich eine noch allgemeinere Route. Was regt Eltern bei Musik denn am meisten auf? Richtig: Lautstärke und böse Texte. Tja, da habe ich etwas:



In Knorkators Böse geht es um richtig unerzogenes Handeln, dass manche Eltern wirklich richtig, richtig dolle wütend auf ihre Kindern macht. Und es ist laute Musik. Ich würde sagen "Thema erfüllt! Aufstehen, Note Eins". Oh - Arroganz. Bringt Eltern auch auf die Palme. Bekomme ich dafür noch einen Bonuspunkt?

2 Kommentare:

caroona hat gesagt…

Ganz herrlich. Das Problem jeder neuen Generation: Es bleibt immer weniger übrig, woraus sich eine ordentliche Revolte zusammenbasteln ließe. Alles schon durch. Die tun mir fast schon leid, die Kleinen.

Sir Donnerbold hat gesagt…

Eine echte Revolte wird wohl wirklich immer schwieriger (obwohl dieses Jahr immerhin "der Wutbürger" zurückkehrte). Dennoch denke ich, dass nicht alle gebrochenen Tabus für immer verschwinden. Manche kehren auch wieder zurück und werden, wenngleich nicht mit einem ganz so starken Stigma, wieder verpöhnt.

Etwa das Thema Abtreibungen. Mir liegen keine wissenschaftliche Zahlen vor, also kann ich nur ein paar Erkenntisse aus meinem Kommunikationswissenschafts-Studium aufkochen: In den 80ern schien das Tabu völlig gebrochen, was sich auch in den Medien widergespiegelt haben soll (kann ich selbst nicht bezeugen, also schenke ich dem Dozenten mal glauben). Mittlerweile sei man wieder verklemmter, als in den 80ern - aber natürlich noch immer offener, als anno dazumal.

In 30 Jahren könnte öffentlicher Alkoholgenuss wieder verpöhnt sein. Wer weiß? *Teufel an die Wand mal :-p *

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