Samstag, 9. Februar 2013

Die FFA-Zahlen 2012



Das Kinojahr 2012 liegt hinter zwar bereits hinter uns, aber Schnee von gestern ist es trotzdem noch nicht. Meine Filmhitliste fehlt ebenso wie die Oscar-Verleihung, die die besten Leistungen des Jahrs würdigt. Außerdem ist es längst Pflicht für mich geworden, die offiziellen FFA-Zahlen zu analysieren, um so einen Überblick auf die wirtschaftliche Kinolage zu bieten.

Das große Wunder sei direkt zu Beginn genannt: Trotz der Olympischen Spiele und Fußball-Europameisterschaft wurde 2012 ein Plus gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Mit 135,1 Millionen Kinogängern belief sich das Plus auf 5,5 Millionen Besucher beziehungsweise 4,2 Prozent. Diesen Aufschwung hat die deutsche Kinowirtschaft vor allem dem Frühjahrsüberraschungshit Ziemlich beste Freunde und dem Herbstkracher Skyfall zu verdanken, die beide jeweils über eine Millionen mehr Zuschauer als der größte Hit des Jahres 2011 hatten. So kam mit 15,6 Millionen Besuchern auch der erfolgreichste November seit der FFA-Erfassung zusammen.

 Mangels Til-Schweiger- und Matthias-Schweighöfer-Hits sank der Anteil, den deutsche Filme am Jahresgesamtergebnis hatten, unterdessen von 21,8 Prozent auf 18,1 Prozent. Hier war die Masse das rettende Argument: Obwohl sich nur ein deutscher Film unter den Top 20 des Filmjahres befand, wurden noch immer 24,0 Millionen Kinogänger gezählt.

Obwohl 2012 nur drei 3D-Filme in die Jahres-Top-Ten einzogen, während es 2011 noch fünf waren, stieg der Umsatz stärker als die Besuchersumme: Dank eines Plus von 7,8 Prozent steigerte sich der Umsatz von 958,1 Millionen Euro auf 1.033 Millionen Euro, womit erstmals die Milliarde geknackt wurde. Mitgrund dürfte der Preisanstieg um 3,5 Prozent für ein durchschnittliches Eintrittsticket gewesen sein. Das Kinosterben ging dennoch weiter: 23 Säle schlossen, 17 Städte verloren ihr Lichtspielhaus (darunter wieder einmal meine Heimatstadt). Vielleicht würde sich das langsam ändern, wenn die Preise wieder sinken würden. Dann ginge der durchschnittliche Deutsche sicher auch öfter als 1,65 Mal ins Kino.

Die Sir-Donnerbold-Zahlen

Mit 82 Besuchen war 2012 ein neues Rekordjahr für mich. Davon profitierten 16 verschiedene Kinos, deren Snacktheken 2012 wieder häufiger Popcorn, Nachos und Eis an mich los wurden, die Getränkevielfalt blieb auf dem Niveau des Vorjahres. Mit 26 3D-Vorführungen setzte ich aber häufiger Plastikbrillen auf meine Nase als noch 2011, der "Marktanteil" an 3D-Filmen stieg bei mir auf 31,07 Prozent.

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