Donnerstag, 31. Dezember 2015

Meine Hits des Jahres 2015


Wieder liegt ein Jahr hinter uns, und bevor wir uns ab dem 1. Januar alle daran gewöhnen müssen, nicht weiter "2015", sondern eben "2016" niederzuschreiben, wenn wir irgendwo das Datum zu vermerken haben, blicke ich hier im Blog zurück. Auf die Lieder des Jahres. Dies ist traditionell eine weitere seltsame, wild zusammengewürfelte Rangfolge im Blog, auch, weil ich bei diesen mir liebsten Songs des Jahres (die nicht aus Filmen stammen) nicht nur die Komposition selbst betrachte, sondern auch das, was ich mit dem Lied verbinde. Denn Hits haben es an sich, immer irgendwo zu laufen und so das Jahr mitzuprägen. Dies hier ist sozusagen mein Soundtrack 2015!

Platz 10: Traffic Lights (Lena Meyer-Landrut)
I hope that the traffic lights don't change / Keeping me away from you

Lena macht einen auf Ellie Goulding: Ein süßer, kühler Song mit Stimmung, Melodie und großen Ohrwurmqualitäten, ohne dass er auf Dauer zu nerven beginnt. Einfach ein rundes Ding!

Platz 9: Tonight Again (Guy Sebastian)
Oh, everyone’s got their problems / There’s always something on your mind / Oh, but tonight we ain’t gotta solve them / For now let’s leave them all behind

Was jahrzehntelange Begeisterung bewirken kann: Weil Australien über eine riesige Eurovision-Fangemeinde verfügt, durften unsere Freunde von "Down under" 2015 erstmals beim ESC mitmischen. Und was für ein Debüt sie hingelegt haben: Tonight Again klingt (und das meine ich so positiv, wie es nur sein kann) nach einer Mischung aus Bruno Mars und High School Musical 3: Senior Year. Gute Laune mit der extra Portion campiger Disney-Laune und einem Hauch Funk!

Platz 8: Baby Got Laugengebäck (Jan Böhmermann)
You come in so many different shapes / Pretzels, breadticks, ... rolls / Even croissants!

Elektro-Dance trifft Musicalklänge und Kinderreim: Baby Got Laugengebäck ist eine echt seltsame, echt launige, enorm kreative Komposition der bildundtonfabrik und eines der Highlights aus dem ersten Sendejahr von Neo Magazin Royale. Böhmermann ist, was gut gemachte Gaga-Songs angeht, so etwas ähnliches wie der neue Raab - und er macht einem große, große Lust auf Laugengebäck.

Platz 7: Heroes (Mans Zelmerlöw)
We are the heroes of our time / But we're dancing with the demons in our minds

Der Gewinner des diesjährigen Eurovision Song Contests ist zwar nicht mein liebster Song, den der paneuropäische Musikwettstreit 2015 hervorgebracht hat, doch es ist für mich klar eine Nummer, die mit mehrmaligem Hören dazugewinnt. Es hat dieses "Anthem"-artige und geht ins Ohr sowie in die Beine. Cooles Lied, das aus seinen Guetta-Anleihen was eigenes macht!

Platz 6: Ach ja!? (Mr. Hurley und die Pulveraffen)
Komma her!

Seit Jahren im Repertoire der Pulveraffen, doch erst 2015 brachten sie diesen Piraten-Folk-Spaßsong auf einer ganz und gar eigenen Platte heraus. "Komma her! Ach ja!? Komma her! ..." kann mitunter zu einer Dauerbegrüßungsformel mutieren, wenn man mit den richtigen Leuten über die richtigen Orte schreitet. Aber auch so eine schöne, ulkige Komposition!

Platz 5: Throne (Bring Me The Horizon)
So you can throw me to the wolves / Tomorrow I will come back

Irgendwann musste es diese britische Band ja in meine Song-Hitliste schaffen. Immerhin hat sie sich (mit leichter Abwandlung) nach einem Fluch der Karibik-Zitat benannt. Nun, da sie ihre Deathcore-Einflüsse heruntergeschraubt hat, ist es so weit. Einige Fans der ersten Stunde bedauern diesen Schritt, aber ich begrüße diesen Schritt rüber zu düster-melodisch-harten Klängen!



Platz 4: POL1Z1STENS0HN (Jan Böhmermann)
Nichts Hurensohn / Polizistensohn, mein Schatz!

Satire, produziert auf enorm hohem Niveau: Mit Gangster-Rap kann ich ja nichts anfangen, aber wenn "der dürre, blasse Streberjunge" die Stilistik und Akustik dieses Genres klaut, um ihm einen Spiegel vorzuhalten sowie die herberen Auswüchse der Polizeiarbeit zu kritisieren, dann nicke ich eben doch breit grinsend mit dem Beat mit!

Platz 3: Rhythm inside (Loic Nottet)
And if we die tomorrow / What do we have to Show / For the wicked ways down below / The rhythm inside is telling us

Von allen ESC-Songs 2015 hat mich der belgische Beitrag am nachhaltigsten beeindruckt: Diese basslastige, kühle, von Loic Nottet leicht wahnsinnig übermittelte Nummer ist eingängig und originell. Und die Bühnenperformance? Spitze!



Platz 2: Geiles Leben (Glasperlenspiel)
Ich wünsch' dir noch 'n geiles Leben / mit knallharten Champagnerfeten / mit Fame, viel Geld, dicken Villen und Sonnenbrillen / Ich seh' doch ganz genau / dass du eigentlich was Anderes willst!

Glasperlenspiel stellte für mich mit dieser energiereichen Popnummer, die dank der Vocals von Carolin Niemczyk auch eine betrübliche Note des Bedauerns beinhaltet, den Höhepunkt des diesjährigen (letzten?) Bundesvision Song Contests dar. Diese gesungene Abrechnung mit einer befreundeten Person, die völlig abhebt, hat Pepp, geht ins Ohr und darf dort auch bleiben. Top!


Platz 1: Die Legende von Daisy Jones (Mr. Hurley und die Pulveraffen)
Halt mich fest, wenn du kannst  / Und hab nur keine Angst vor mir / Reich mir nur die Hand und dann tanzen wir / Bevor das Meer mich verschluckt


Gut, dass ich in dieser Liste meine eigenen Regeln schreibe. Denn Mr. Hurley und die Pulveraffen touren schon seit einigen Jahren mit dieser Nummer durch die Lande, die obendrein schon 2014 eine EP-Veröffentlichung erhalten hat. Aber erst dieses Jahr kam Die Legende von Daisy Jones auf einem Album heraus. Und ... Ich finde das zählt! Wenn ihr das anders seht, dann lasst euch doch von Daisy Jones und ihren Tentakeln auf den Meeresgrund zerren! Diese humorig-atmosphärische Seefahrer-Romanze-wider-Willen gehört auf meine Nummer eins. Schluss, Ende, Aus!

Und somit bleibt mir nur noch eins: Euch allen einen guten Rutsch und ein frohes, neues Jahr zu wünschen!

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen