Mittwoch, 9. März 2016

3 Gedanken ... "Spoiling the Magic"


Weiter geht es mit meinen Berichten von meinem lang herbeigesehnten Urlaub im wunderschönen Disneyland Paris! In diesem Artikel möchte ich euch an den Gedanken teilhaben lassen, die ich während des Trips hatte und die sich um Dinge drehen, die mit der Illusion brechen. Wer also nicht über die normalsterblichen Freunde der Disney-Figuren nachdenken möchte (also vielleicht die ganz jungen Leserinnen und Leser), sollte diesen Beitrag besser überspringen.

1. Ich finde es echt stark, dass die neue Show Forest of Enchantment trotz der Anwesenheit von "Atmosphere Characters" (auch bekannt als "Fur Characters") komplett live eingesungen wird. In früheren Compilation-Shows kam es durchaus vor, dass einzelne Lieder, die zu komplett kostümierten (meist tierischen) Disney-Figuren gehören, nur vom Band eingespielt wurden. In Forest of Enchantment hingegen übernehmen zwei Darsteller des Showensembles die Parts von King Louie und Balu, die wiederum nur einzelne vorab aufgenommene Sätze zum Besten geben.

2. Die Rapunzel-Darstellerin, die bei meinen vier Forest of Enchantment-Vorführungen aufgetreten ist, hat mich vollkommen vom Hocker gehauen. Die Performer im Disneyland Paris sind zwar immer voll in ihrer Rolle drin, aber so intensiv habe ich nur selten jemanden eine Disney-Figur spielen sehen. Sie hat ihre Persönlichkeit perfekt auf die Bühne gebracht, und das mit so einem Nachdruck, dass ich mich dabei ertappt habe, scherzhaft zu denken: "Ich fürchte fast, sie glaubt tatsächlich, Rapunzel zu sein!" Umwerfende Darstellung!

3. Ich konnte nun erstmals mit der Ratatouille-Bahn fahren. Ich werde in einem späteren Artikel genauer auf diese aufwändig gestaltete, spaßige Attraktion eingehen. Aber ich mag schon jetzt anmerken, dass mir die Bahn zwar gefällt, ich nun jedoch die kleine, laute Gruppe innerhalb des Disneyland-Paris-Fandoms verstehen kann, die über diese Attraktion schimpfen. Es ist im ganzen Resort der einzige sogenannte "Screen Rides", also die einzige Bahn, in der überdimensionale Leinwände aufgebaut sind, an denen man vorbeifährt. Und diese Technologie hat mich vom eigentlichen Erlebnis ein klein wenig distanziert. Die Wechsel zwischen Requisiten und Leinwänden ließen mich bei meiner ersten Fahrt unentwegt darüber nachdenken, weshalb die Imagineers die Leinwand hier und da aufgebaut haben und weswegen dieses Requisit echt ist, jenes aber Teil des Films, und so weiter. Bei der zweiten Fahrt konnte ich mich mehr fallen lassen, dennoch blieb es für mich eine technische Fahrt, während ich etwa bei den Fantasyland-Bahnen und Pirates of the Caribbean oder Phantom Manor in der Illusion versinke.

Und das waren sie bereits, jene Momente in meinend drei Urlaubstagen, bei denen ich mehr über das "wie" als das "was" nachgedacht habe. Demnächst folgt hier dann mein Reisebericht. Seid bereit!

1 Kommentare:

Herbert von Vaucanson hat gesagt…

Hatte bei Ratatouille ähnliche Eindrücke. Die Bahn ist ja von der Technik her sehr ähnlich dem Spiderman-Ride in den Universal-Studios. Der ist dabei aber so rasant, das man kaum zum Luftholen kommt ... eine tolle Erfahrung, die meine Freude auf Ratatouille sehr genährt hatte. Umso enttäuschter war ich also bei der ersten Fahrt.
Wie Du aber auch geschrieben hast, geht es beim zweiten Mal gleich viel besser, die Atmosphäre zu genießen. Ist schon ganz schön gemacht ...

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