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Montag, 11. Februar 2013

(Ab)Gebildet Quickie: Kate Beckinsale in Stirb langsam 4.0

Len Wiseman, der Regisseur des Total Recall-Remakes, sorgte vergangenes Jahr auf der San Diego Comic Con für einen kleinen Fan-Aufstand, als er beichtete, dass er Paul Verhoeven anrufen und fragen musste, was das Ende des Originalfilms von 1990 eigentlich bedeutet. Außerdem gab er zu, niemals Metropolis gesehen zu haben, weshalb er in den Augen vieler kein Sci-Fi-Macher sein dürfte.

Nun gut. Er hat also niemals Fritz Langs handwerklichen Meilenstein Metropolis gesehen. Damit hat er die Geringschätzung zahlloser Filmnerds gewiss. Aber wisst er, was Len Wiseman stattdessen mit hübscher Regelmäßigkeit sieht? Kate Beckinsale. Und das obendrein auch nackt. Denn die Underworld-Actionbraut ist Wisemans Gattin. Und Wiseman ist so verschossen in seine Frau, dass er als Regisseur bis dato nicht einen einzigen Kinofilm ohne sie gemacht hat.

Underworld und Underworld: Evolution zeigen Beckinsale bekanntlich in engem Leder (und der Hauptrolle) und Total Recall gibt Beckinsale eine prominente Nebenrolle. Aber was ist mit Stirb langsam 4.0, in dem Film spielt sie überhaupt nicht mit, oder? Nun ... ja. Zu sehen ist sie im Film trotzdem.


Kürzester Cameo der Filmgeschichte?

Das 2007 gestartete Sequel hat mit John McClanes Tochter und der rechten, in asiatischer Martial Arts bewanderten rechten Hand des Schurken keine weibliche Rolle zur Verfügung, die Beckinsale spielen könnte. Dennoch wollte Wiseman seine große Liebe in seiner dritten Kino-Regiearbeit verewigen, weshalb er ein Foto von ihr für die Dauer eines Einzelbildes in den Actioner einschmuggelte. Es ist noch während des Vorspanns zu finden, ungefähr bei Minute 2:06, wenn das erste Haus eines Hackers explodiert und der schwarze Van der Schurken, von Bildstörungen begleitet, davon fährt.

Tyler Durden versteckt Pimmel in Kinofilmen, die Grindhouse-Vorführer entfernen nackte Frauenkörper, Len Wiseman schmuggelt hübsche, überbeleuchtete Fotos seiner Gattin in Filme, die sonst ohne sie auskommen müssten. Wählt euren Favoriten.

Dienstag, 17. Juli 2012

(Ab)Gebildet: Die Entstehung des "Wreck-it Ralph"-Logos

Ende dieses Jahres findet mit Wreck-it Ralph ein Disney-Animationsfilm den Weg in die Lichtspielhäuser dieser Welt, der uns nicht bloß einen Einblick in die Seele eines Videospielschurken gewährt, sondern der dem geneigten Filmfreund und Disney-Liebhaber eine ungewöhnlich transparente Einsicht in den teils verworrenen Prozess der Titel- und Logofindung gestattete.

Die Idee, einen Animationsfilm über eine Figur aus einem 8bit-Arcadetitel zu verwirklichen, welche ihres überdrüssig geworden ist und in ein modernes Game eindringt, geistert bereits mehr als ein halbes Jahrzehnt durch die Walt Disney Animation Studios. Doch das ursprüngliche Konzept von Sam Levine fruchtete nicht gänzlich, so dass Joe Jump, so der ursprüngliche Titel, von Kreativchef John Lasseter vorerst auf Eis gelegt wurde. Im Herbst 2009 nahm sich der frühere Die Simpsons-Regisseur Rich Moore der Filmidee an. Unter seiner Leitung wurden auch die Figurenkonstellation umgemodelt: Statt eines Helden, der aus seiner 8bit-Welt ausbricht, soll im Film der Schurke eines Arcadespiels in modernen Titeln nach Bestätigung suchen.

Wurde die Produktion zunächst in Reboot Ralph umgetauft, beschloss man in den Disney-Studios letztlich, sie Wreck-it Ralph zu nennen, was auch der Name der Hauptfigur ist und darüber hinaus genauso gut der Titel eines klassischen Videospiels sein könnte.



Damit war die Schöpfung des Filmtitels jedoch noch nicht abgeschlossen, denn jeder Kinofilm, der etwas auf sich hält, benötigt auch ein aufwändiges Filmlogo, das in Promomaterialien und häufig auch im laufenden Film den Titel präsentiert.

Zu diesem Zweck engagierte Disney den mehrfach ausgezeichneten Designer und Illustrator Michael Doret, welcher bereits das Logo der New York Knicks entwarf und zahlreiche große Aufträge für Universal Studios, Nike, Adidas, Kiss und Capital Records oder auch den Playboy und das Time Magazine erfüllte.


Auch mit der Walt Disney Company arbeitete der New Yorker bereits zusammen, indem er Logos für Projekte von Walt Disney Imagineering gestaltete. Das Enagagement für Wreck-it Ralph wurde ihm durch Disney Executive Vice President John Sabel vermittelt und nahm laut Doret mehrere Monate in Anspruch, in denen er sich anfangs zahlreiche Möglichkeiten für ein von Videospielhallen und Arcadegames inspiriertes Logo ausdachte.


Um außerdem alle Möglichkeiten abzudecken, probierte er unterschiedliche "Stimmungslagen" bei den Logos aus. Manche haben einen eleganten Retrochic, andere sind aggressiver und entsprechen so dem Image, das der Schurke Wreck-it Ralph wohl auf die unwissenden Spieler ausstrahlen muss, die ihn in "seinem" Spiel zu besiegen versuchen.


Schlussendlich fand der Grafiker Begeisterung für die Idee, ein Logo im 8bit-Look zu entwickeln, mit pixeligen Buchstaben, die das Gesicht Ralphs umrahmen. Das Konzept stieß auf Zustimmung, womit sich der Arbeitsprozess für Doret vom klassischen Zeichentisch mit Stift und Papier zum Computer verlagerte, wo er unterschiedliche Farbkombinationen und Detailgrade ausprobierte.


Als der Rahmen um den Titel entfernt wurde, war fast schon das endgültige Design erreicht. Bloß Ralphs Gesichtsausdruck wurde noch einmal etwas aggressiver und auch die in den Lettern versuchte Imitation eines 8bit-Ziegelsteinlooks wurde aufgegeben. Heutzutage muss ja alles auch auf den kleinsten mobilen Endgeräten leicht erkennbar sein, und wenn "Walt Disney Pictures" sein Logo schon auf "Disney" runterkürzt, damit Trailer auf iPhones gut zu sehen sind, was sollen da schon Ziegelsteine in einem 8bit-Filmlogo?


Für Michael Doret war die Arbeit somit erledigt, nicht jedoch für den weltumspannenden Disney-Konzern, welcher seine Filme bekanntlich auch in zahlreichen nicht-englischsprachigen Ländern auf den Markt bringt. Und auch wenn Hollywoodfilme international mehr und mehr mit englischen Titel ins Kino finden (besonders gerne in Deutschland, wo auch mal englische Titel durch neue englische Titel ersetzt werden), bemüht sich Disney für seine Animationsfilme üblicherweise um eine Alternative in der Landessprache.

Bei Wreck-it Ralph befand man sich allerdings in einer Zwickmühle: Videospiele kamen auch zu Arcadezeiten häufig mit ihren Originaltiteln nach Deutschland (oder hat jemand von euch jemals Die herausragenden Mario-Gebrüder gespielt?), "Wreck-it" ist allerdings für des Deutschen Zunge keine leicht auszusprechende und bei weniger englischaffinen Sprechern auch keine verständliche Vokabel.


Aufgrund dessen testete Disney in einer Marktumfrage fünf neue Titelvorschläge auf ihre Publikumszustimmung. Darunter orientierten sich zwei eng am Originaltitel, waren aber dem hierzulande gebräuchlichen Englischsprachschatz angepasst: Crash-it Ralph und Smash-it Ralph. Darüber hinaus wurden Super Ralph, Revolution Ralph und Randale Ralph auf ihre Markttauglichkeit geprüft. Offenbar kam keiner dieser Titel auf zufriedenstellende Umfragewerte, weshalb Disney einen (vermeintlichen) Trumpf aus dem Ärmel zog. Wreck-it Ralph wird hierzulande als Ralph reicht's an den Start gehen.

Meiner bescheidenen Meinung nach hat sich Disney so nur selbst ins Knie geschossen. Habt ihr schon einmal mit jemandem versucht, über Ralph reicht's ein Gespräch anzufangen?

"Hast du eigentlich den Trailer zu Ralph reicht's gesehen?"
- "Ralfs Reich? Neee, kenn ich nicht. Wer ist Ralf?"
"Nein, nicht Ralfs Reich. Ralph reicht's!"
-"Ralf is' reich?"
"Nein! Ralph reichT ... ... 's! Wie in 'Ralph reicht es'!"
-" ... ?"
"Mrmpf ... Im Original heißt's Wreck-it Ralph und ..."
-"Klingt nach Videospiel!"

Gut gemacht, Disney.

Quellenhinweis: Die ersten sechs Bilder in diesem Artikel stammen von Michael Dorets Blog Alphabet Soup, wo ihr auch weitere Entwürfe von ihm entdecken könnt.

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Montag, 2. April 2012

(Ab)Gebildet: Die Top 5 der witzigen Details in "High Fidelity"

Ich kann mich schon gar nicht mehr richtig erinnern: Hatte ich mir den möglicherweise besten Film mit John Cusack wieder einmal angesehen, weil ich melancholisch-nostalgisch drauf war, oder bin ich nun melancholisch-nostalgisch drauf, weil ich mir wieder einmal den möglicherweise besten Film mit John Cusack angesehen habe?

So rum oder so rum, Fakt ist, dass High Fidelity zu den Filmen gehört, die nicht alt werden, sondern mit jeder Betrachtung besser wirken, da sich die zunächst amüsanten Feinheiten immer mehr als reale Beobachtungen und durchdachte Geniestreiche offenbaren. Randbetrachtungen, die anfangs zum Schmunzeln waren, werden zu schlüssigen Details, die in den Film hingehören, da er ja eh nur von einem durch seine persönliche Sicht eingefärbten Erzähler übermittelt wird.

Und weil ich meine Gedanken nicht davon ablassen kann, gibt es nun meine Top 5 der witzigsten Requisiten- und Kostümdetails in High Fidelity. In chronologischer Reihenfolge sind es das entlarvende Band-Shirt, das Buch, das eine Vorwarnung gab, die perfekt platzierten Poster, wichtige Nachrichten und ein weiteres entlarvendes Shirt.

(Faire Warnung, auch wenn alle diesen Film kennen sollten: Spoiler zu High Fidelity voraus ... )

Nummer 1: Rob erinnert sich an sein eigenes, persönliches Vietnam zurück ... die Trennung mit der eine Klasse über ihm stehenden Charlie. Er fühlte sich in dieser Beziehung nie wohl, da er sich für zu schlecht hielt, um mit ihr zusammen zu sein. Er kam sich vor wie ein Betrüger, jemand der sich für wen ausgibt, der er nicht ist. Und genau das scheint ihm Charlie eines Morgens nach dem Sex mit ihrer Kleidungswahl auszudrücken. Bonuspunkte dafür, dass dieses Shirt nicht nur Rob vorhält, wie er sich fühlt, sondern auch für Charlies wahre Natur spricht!

Nummer 2: Rob hätte sich eine Menge Ärger ersparen können, wenn er sich mehr für die Bettlektüre seiner Freundin Laura interessiert hätte. Sofern sie auch wirklich jemals Love Thy Neighbor las, und sich Robs Gedächtnis keinen Spaß mit ihm erlaubte ...

Nummer 3: Die Frau, die Rob so sehr am Herzen lag, dass er sich selbst beim Erstellen seiner Top 5 Trennungen etwas vormacht, machte er neben zwei Herzchen-Postern an einem Club klar. Wie musikalisch-subkulturell-romantisch ...

Nummer 4: Laura besucht Rob in einem verletzlich-versöhnlichen Geisteszustand, woraufhin sie ausdiskutieren, dass ihre gescheiterte Beziehung eine neunprozentige Chance hat, gerettet zu werden. Selbstverständlich blitzen dabei im Hintergrund die Shipping News auf, also entweder die Übersicht neuer Lieferungen, oder die "Verkupplungsnachrichten". Die zweite Bedeutung von "to ship" ist mittlerweile weit geläufig, entstand aber schon Mitte der Neunziger, deshalb traue ich es den Filmausstattern zu, 2000 absichtlich diesen Gag gemacht zu haben.

Nummer 5: Rob erfährt, dass er Chancen bei seiner Ex hat und feiert dies, indem er eine ihn faszinierende Sängerin flachlegt. Was für ein Schwein ...

Ich glaube, ich habe die obersten Regeln des Sample-Erstellens eingehalten ... Endlich scheine ich es begriffen zu haben. Als nächstes lerne ich, auf die Bücher meines sozialen Umfelds zu achten. Und die Tentakelmonster-Shirts sollte ich wohl auch im Schrank lassen ...

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Mittwoch, 9. Februar 2011

(Ab)Gebildet: Hit Somebody

Kevin Smith, Stimme einer Generation, Stellvertreter einer Geekkultur oder einfach nur ein Spaßbär? Für mich ist der Mann aus New Jersey alles zugleich. Er ist ein die Konventionen des Drehbuchschreibens auf den Kopf stellender Regisseur, der das Kunstprogramm mit Fäkalsprache und vermeintlichen Banalitäten unterwandert. Oder untermauert er seine vulgären Darstellungen menschlicher Bagatellen mit subversiv eingewobenem, ihm selbst womöglich unbewusstem künstlerischen Intellekt? Nun, beide Beschreibungen passen gewiss nicht auf den Kevin Smith zu, der Cop Out gedreht hat, bezüglich seine restlichen Regiearbeiten kann man diese Diskussion allerdings in Angriff nehmen. Je nach Film mit unterschiedlich starker Inbrunst, aber immerhin. Kevin Smith gelang es einst, das Programmkino-Klientel (oder zumindest den Anteil davon, der bei Schimpfwörtern und detaillierter Nacherzählungen sexueller Akte die Ohren abfallen) ebenso anzulocken, wie College-Kumpels, die mit dem Bier in der Hand auf Jay und Silent Bob warten.

Sofern Smith sich nicht gedanklich neu sortiert, können wir langsam Abschied von diesem vielleicht nicht jedermann liegendem, dennoch aber äußerst interessanten Filmemacher verabschieden. Denn nach Red State möchte er seinen letzten Film drehen: Das Hockey-Drama Hit Somebody. Es wäre durchaus ein angemessener Abschluss seiner Karriere als Autorrenregisseur. Denn seine selbst geschriebenen Regiearbeiten enthielten allesamt Referenzen auf seinen Lieblingssport.

Clerks
Ein Regiedebüt kann einen persönlichen Stil begründen, aber aus naheliegenden Gründen noch keine wiederkehrenden Elemente beweisen. Clerks, ein Film dessen Popularität laut Kevin Smith seine gesamte Karriere überschattete, sie aber auch gleichermaßen überhaupt vital hielt, enthielt Elemente, die unvermeindlich als Smiths Stil erkennbar waren. Die ehrlichen, überhöht dargestellten und vom Mund des nicht gerade im Zentrum der sozialen Hackordnung stehenden, männlichen Slackers abgeschauten Dialoge. Die Haltung, dass das Gesprochene wichtiger als die Kamera ist (man könnte es auch als das Fehlen eines inszenatorischen Stils bezeichnen). Die Einarbeitung seiner Lieblingsthemen. Star Wars und Hockey. Aber es wurden auch Elemente eingeführt, die sich erst später als Markenzeichen offenbaren konnten: Nahezu jedermanns Lieblingsgag des Films hat mit der Zahl "37" zu tun, die daraufhin als Running Gag immer wieder bei Smith auftauchte. Um nun jedoch endlich zum Hockey zu kommen: Dante, der eigentlich seinen freien Tag gehabt hätte, muss im Quick Stop, einem Gemischtwarenladen, arbeiten. Um das mit Freunden abgesprochene Hockey-Spiel nicht zu versäumen, beschließt er kurzerhand, es auf das Dach des Ladens zu verlegen.

Mallrats
In einer Zeit vor Cop Out und Jersey Girl galt Mallrats als das schwarze Schaf der Kevin-Smith-Filmografie. Nicht nur einige Fans belächeln den Nachfolger auf Smiths Sensationsdebüt, auch sein Förderer Harvey Weinstein war nicht sonderlich begeistert, so dass das Projekt zu Universal abwandern musste. Ein amüsanter Zufall, Universal schien sich somit als Auffangbecken für Weinstein-Kumpanen etabliert zu haben. Als Tarantinos Inglourious Basterds für die Weinsteins zu teuer wurde, kam ebenfalls Universal an Bord. Mallrats hatte nicht nur das größere Budget und somit unter anderem einen neuen, schmucken Ledermantel für Silent Bob in petto, sondern auch das Etablieren einer Figurenkontinuität in Smiths Filmen (im neu erschaffenen "View Askewniverse" kennt eigentlich jeder jeden um ein paar Ecken) sowie auf die Spitze getriebene Star Wars-Zitate und natürlich neue Hockey-Referenzen. Das obige Bild steht eigentlich stellvertretend für Smiths Referenzfreudigkeit: Comic-Anspielung, Hockey-Shirt, Hommage an Der weiße Hai. Alles drin.

Anders als in Clerks gibt es in Mallrats kein Hockeyspiel zu bestaunen. Dafür zockt der unter der Fuchtel seiner Mutter stehende Brodie direkt, nachdem er von seiner sexuell unbefriedigten Freundin aufgeweckt wurde auf seiner Sega-Konsole eine digitales Eishockey. Was eines der wiederkehrenden Grundthemen des "View Askewniverse" zusammenfasst: Nerdige Kerle, die mit ihren gutaussehenden Freundinnen, von denen sie selbst nicht wissen, wie sie sie bekamen, nicht umzugehen wissen und sich in spielerische Ablenkung fliehen.

Chasing Amy
Direkt auf den belächelten Mallrats folgte Kevin Smiths möglicherweise bester Film: Clerks umgibt zwar der größere Kult, doch das amüsante Liebesdrama Chasing Amy dürfte wohl die meiste Anerkennung erhalten haben. Mein persönlicher Liebling ist es nicht, dafür finde ich Dogma einfach zu witzig, trotzdem ist Chasing Amy jegliches Stück Respekt gegönnt, dass der Film bekommen kann. Vor allem, da Chasing Amy für Smith als Autoren und Regisseur einen großen Sprung bedeutete. Die Figuren sind ausgereifter, die Dialoge gehen einem näher, der Sextalk ist nicht nur da, um da und cool zu sein, sondern hat auch dramaturgische Relevanz und auch die Hockey-Elemente gehen dieses Mal über das bloße Tragen eines Shirts hinaus...

...oder einen Rückgriff auf das aus Mallrats bekannte Videospiel!

Eine unaufhaltsam entgleisende Unterhaltung zwischen den beiden Hauptfiguren wird von Regisseur Kevin Smith durch Gegenschnitte auf das von ihnen besuchte Hockeyspiel kommentiert. Die Entwicklung des Hockeyspiels, die eskalierenden pysikalischen Handlungen sind die Komplementärelemente zu den verletztenden Ausschreitungen im Gespräch der zwei Protagonisten. Die Gegenschnitte auf das Hockeyspiel sind rau und unbehandelt, was man als verstärkendes Element entschuldigen kann, als handwerkliche Unterstreichung der auf der Bildebene aufgezeigten Parallele zwischen verbaler und körperlicher Gewalt. Doch man muss sich auch als Smith-Anhänger eingestehen: Eine aufpoliertere Schnittmontage hätten die damals noch immer ungeschliffenen Cutter Scott Moiser und Kevin Smith nicht auf die Beine stellen können.

Dogma
In seiner Religionskomödie Dogma hielt sich Smith angesichts der zahlreichen ihn erwartenden, größeren Aufgaben mit zu vielen überflüssig ausgewalzten Traditionen glücklicherweise zurück. Zwischen Spezialeffekten und der Arbeit mit klassisch ausgebildeten Schauspielern wie Alan Rickman auch noch möglichst eine Hockey-Szene reinquetschen? Nein, danke. Einen angemessenen Platz für seinen Lieblingssport fand Kevin Smith trotzdem: Ein gemeingefährlicher, aus drei Jugendlichen bestehender Schlägertrupp benutzt für seine Gewalttaten Inliner (man muss sich ja schnell fortbewegen) und Hockeyschläger. Einer der drei stillen Jungs trägt außerdem ein Hockeyshirt (der fiktiven Mannschaft Highlands Clamdiggers), während der obig links abgebildete Bub' die obligatorische Comicreferenz des Films in Form eines thematisch überaus passenden Hellboy-Shirts am Leibe trägt. Der Kerl in der Mitte scheint mir dagegen eine Parodie von "Mr. Powerschuss" Fulton Reed aus Mighty Ducks zu sein. Dieser grimmige Blick, die trüb-zornigen Augen, die verwaschene Football-Kriegsbemalung...

Jay und Silent Bob schlagen zurück
Kevin Smiths problemlos auch als "Fanservice - Der Film" betitelbarer Beinahe-Abschluss seiner "View Askewniverse"-Reihe ist dermaßen mit Selbstreferenzen, Brüchen der vierten Wand und Serienkontinuitätsspielereien beschäftigt, dass für sonstige Traditionen nur der nötigste Raum blieb. Naja, mit mehreren Star Wars-Cameos hat sich Smith bei seinem Lieblings-Filmthema nicht zurückgehalten, dafür gibt es wie schon in Dogma gerade Mal ein Hockeyshirt zu bewundern. Andere Verweise auf Smiths Lieblingssport sucht man vergebens. Und sogar die Hockeyreferenz in Jay und Silent Bob schlagen zurück ist ein Selbstverweis Smiths: Randal trägt hier das gleiche CCCP-Trikot wie in Clerks.

Jersey Girl
Als bislang einziger von Kevin Smith selbst geschriebener Film, muss Jersey Girl ohne Hockey auskommen, was seinen Status als schwarzes Schaf nur weiter verstärkt. Dennoch hat der Film mehr Respekt verdient, wie ich finde, weshalb ich ihn auch nicht einfach aus diesem Artikel ausschließe. Statt einer Hockey-Abbildung serviere ich euch halt ein Filmbild der Grundschulaufführung von Sweeney Todd, die im Film vorkommt. Ganz einfach, weil ich's kann.

Clerks 2
Mit Clerks 2 macht Kevin Smiths Hauptschaffenswerk den Kreis vollkommen. Das "View Askewniverse" endet, wo es begann. Dass die Existenz von Hockes nun sogar auf die bloße Anwesenheit eines Tors und eines an die Tür gelehnten Schläger beschränkt wird, könnte der überengagierte Zuschauer als Brillanz auffassen: In einem Film, der in der Welt des Fast Foods spielt, kann der einzige mit größerer Präsenz gesegnete Sport bloß sowas wie langsam-spaßiges Kartfahren sein. Aber das ist eine Überinterpretation und reiner Zufall.


Spielt Kevin Smith mit Zack and Miri Make A Porno ein sicheres Spiel, oder stellte die Komödie mit Seth Rogen und Elizabeth Banks ein kleines Wagnis dar? Fans sind sich uneinig, wie sie Zack & Miri auf Smiths Weg zu einem anderen Filmemacher einordnen sollen. Klar ist schonmal: Den Verzicht auf Jay und Silent Bob kompensiert Smith mit einer Rückkehr zum Gefühl von Chasing Amy und einer Vielzahl an Hockey-Elementen, angefangen bei Elizabeth Banks im Pittsburgh-Penguins-Trikot. Und auch Star Wars-Fans haben einige Gründe, den Film zu sehen, aber das wäre Stoff für einen anderen Artikel.


Außerdem gibt es eine Stanley-Cup-Flagge der zu Drehbeginn zweifachen Siegermannschaft zu sehen. Die Verweise auf die Penguins dienen auch als Lokalkolorit: Zack and Miri Make A Porno spielt nicht in Kevin Smiths Heimatstaat New Jersey (so wie alle seine Filme zuvor, sondern in Pennsylvania, wo er auch gedreht wurde. Neben diesen Verweise auf Pennsylvanias Hockeymannschaft wird dem Drehort auch Tribut gezollt, indem die Figuren das nahe Pittsburgh gebraute Iron City Beer trinken. Auch die aus Zombie bekannte Monroeville Mall hat einen Auftritt, ebenso wie der aus Pittsburgh stammende Tom Savini.


Der Regisseurs des Pornos-im-Films, gespielt von Clerks-Veteran Jeff Anderson, wird derweil von einem Hockeyspiel der fiktiven Mannschaft Monroeville Zombies weggecastet.

 Weniger Hockeyreferenz, als Selbsttribut: Genau wie bei den Dreharbeiten für Clerks müssen die Figuren aus Zack and Miri Make A Porno aus Geldmangel improvisieren, weshalb sie statt professioneller Angelmikros an einen Hockeschläger geklebte Standardmikros verwenden. Überhaupt haben die Umstände, die Zacks und Miris Filmdreh umgeben viele Parallelen zu Kevin Smiths Erfahrungen als Regiedebütant. Der einzige große Unterschied ist im Grunde, dass Zack und Miri schon in Farbe drehen können. Und dass in Clerks bloß über Sex geredet wurde.

Und zu guter Letzt erleben wir in Zack and Miri Make A Porno, wie sich eine der Hauptfiguren als Schießbudenfigur bei einem Hockeyspiel verdingt. Dieser Gag ist ein Überbleibsel von einem früheren Clerks 2-Drehbuchentwurf, in dem Randel (gespielt von Jeff Anderson) sich damit ein kleines Zubrot verdient.

Dies wären also die mal mehr, mal weniger einschneidenden Hockey-Referenzen aus Kevin Smiths bisherigem Schaffen. Wie es in Red State mit Hockey aussieht, weiß ich derzeit nicht, dafür scheint Hit Somebody den umgekehrten Weg zu gehen. Nachdem Smiths Filmwerk mit Hockey-Versatzstücken bespickt wurde, plant Smith, seinen Hockey-Film mit selbstreflexiven Gedanken zu versetzen und seinen evenuellen Abschiedsfilm außerdem mit Gastauftritten all seiner Wegbegleiter zu unterfüttern.

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Mittwoch, 27. Januar 2010

(Ab)Gebildet: Die Entwicklung des Wunderlandes

Disney sandte mir diese Bilder zu, welche die Entwicklung der Grinsekatze, der sprechenden Blumen und des Wunderland-Gartens aus Tim Burtons Alice im Wunderland zeigen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht als einziger mit dieser Mail gesegnet wurde, mir selbst begegneten im Netz allerdings nur die Bilder mit Alice vor grüner Wand. Also veröffentliche ich die Bilder hier einfach - völlig gleich, ob sie nun möglicherweise bereits bekannt sind oder nicht.

Selbstverständlich steht an erster Stelle der visuellen Gestaltung die Konzeptzeichnung. Manchmal geschieht dies Parallel zur Drehbuchentwicklung. In diesem Falle gestaltete der Konzeptzeichner dieses Bild auf der Basis des Drehbuchs.

Doe Effektefirma Imageworks kümmerte sich dann um die computeranimierte Realisierung der sprechenden Blumen sowie ihrer umliegenden Umgebung. Wie ihr es sicherlich schon aus zahlreichen "Making of"s wisst, erarbeitet man zuerst eine grobe Animation mit geringer Auflösung. Trotzdem sind bereits in diesem Bild alle notwendigen Details beinhaltet, damit Animatoren an der Szene arbeiten können.

Mittels Licht- und Schattierungseffekten wird aus dem sterilen Bild eine realistisch aussehende Szenerie. Im fertigen Film wird zu sehen sein, dass die Blumen mit ihren Blütenblättern so wedeln, als wären es Arme und Hände.

Weil es zu umständlich gewesen wäre, Tim Burtons Vision des Wunderlandes nachzubauen, wurde sehr viel mit dem Green Screen gearbeitet. Die orangefarbenen Markierungen an der Wand hinter Mia Wasikowska ermöglichen es der Effektecrew im Nachhinein die Tiefe des Raumes und die Platzierung der Figur Alice in ihm zu errechnen. Nur auf diesem Wege wird es möglich, gut aussehende Kamerabewegungen in der CGI-Welt zu bewerkstelligen.

Das Spielchen kennt ihr ja bereits: Die Schauspielerin wird nun digital in eine grobe Version des so genannten Unterlands gesteckt...

... und erst wenn alles den Ansprüchen der Macher genügt, fügt man die Oberflächenstruktur und das Licht hinzu. Selbst bei diesem Schritt achtet man weiter auf Details, damit eine Pflanze nicht plötzlich ungewollt heraussticht oder ähnliches.

Das Treffen zwischen Alice und der Grinsekatze beginnt technisch gesehen mit einem digitalen Storyboard.

Sobal die Szene animiert werden soll, steckt man die detailliertere Figur, der bloß noch die kompletten Felleffekte sowie natürlich Licht und Schattierung fehlen, in die niedrig-auflösende Umgebung eingebettet, was den Animatoren ihre Arbeit dank kleinerer Datenmengen und wenig Aufwand erleichtern soll.

Um eine möglichst realistisch aussehende Katze mit cartoonig-übertriebenem, breiten Grinsen zu gestalten, legte man offenbar besonderes Augenmerk auf die Gestaltung des Fells, welches sehr detailliert erarbeitet wurde. Die Animation muss hier besonders plausibel wirken, um das irrealistische Grinsen "aufzufangen" und die Grinsekatze wieder in der Glaubwürdigkeit festzuankern.

Erneut besteht der letzte Schritt aus Lichteffekten, filigranen Details und der detaillierteren Umsetzung des Hintergrundes. Wie man z.B sehen kann, änderten einige der Äste hinter der Grinsekatze ihre Form und sind viel verschnörkelter als die simplken Ästlein im vorherigen Bild.


Ich muss sagen, dass mir die sprechenden Blumen am besten gefallen. Die haben etwas verstört-träumerisches an sich. Auch die Grinsekatze ist toll - rasiermesserscharfe Zähne und dennoch knuffig. Ob Stofftiere geplant sind?

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Mittwoch, 8. April 2009

(Ab)Gebildet: ...und eine Ziege

Die Ausstattung in der Pirates of the Caribbean-Trilogie ist imposant, für praktische Effekte wurden immense Unkosten in Kauf genommen und selbst wenn eine Szene im Drehbuch bloß aus einem Dialog zwischen zwei Charakteren besteht, findet sich im endgültigen Film eine lebhafte Szenerie.
Eines meiner Lieblingsbeispiele ist etwa die Anlegedock-Szene in Die Truhe des Todes ("Pirates of the Caribbean - Dead Man's Chest"). Diese bös unterschätzte Szene ist nicht bloß vollgestopft mit einigen der besten Zitaten der gesamten Trilogie ("Ich fühle mich zutiefst geschmeichelt mein Sohn, aber meine erste und einzige Liebe ist die See!", "Versteckt den Rum!", "Diese Kleidung schmeichelt Ihnen nicht wirklich. Es sollte ein Kleid sein oder nichts. Leider habe ich kein Kleid in meiner Kajüte."), Exposition (Wie funktioniert Jacks Kompass?) und rasant abgehandelten, dabei stets realistischen, Zusammenführungen der Charaktere, sondern war auch relativ schwer zu drehen, da sie nachts an einem echten Dock gedreht wurde, der mit vielen Figuren bevölkert ist. Und dennoch war es Verbinski nicht genug, weshalb wir im Hintergrund ein knutschendes Pärchen und die frisch angeheuerte Crew der Black Pearl bestaunen dürfen, die das Schiff belädt.

Ted Elliott und Terry Rossio fanden im Audiokommentar zu Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 (um den deutschen Originaltitel doch noch genannt zu haben) ein sehr originelles Merkmal für Gore Verbinskis Inszenierungsstil, insbesondere für seinen Hang zur opulenten und detaillierten Bildgestaltung: "...und eine Ziege", auch genannt "der Ziegen-Effekt".

Leicht scherzhaft erklären die Autoren, dass im Drehbuch simpel erscheinende Szenen plötzlich mit wankenden Statisten, Feuer, Spezialeffekten und (besonders erwähnenswert) Ziegen belebt werden. Warum? Weil Gore Verbinski es halt so will. Das Bild braucht halt Statisten... Feuer... und... Ziegen!

Wenn man sich dies im Hinterkopf behält, dann erlebt man die Pirates of the Caribbean-Trilogie bei erneuten Sichtungen plötzlich ganz anders. Man entdeckt im Hintergrund eine Ziege und denkt sich: Hey. Die steht nicht im Drehbuch. Sie ist völlig unwichtig. Aber Gore Verbinski fand bei der Planung der Szene, dass sie eine Ziege bräuchte... Irre...

Und schon findet man die eine oder andere Ziege an ganz unerwarteten Orten...

Fluch der Karibik

Die erste Ziege der Trilogie erwartet uns während Jack Sparrows ikonischer Einfahrt nach Port Royal. In einem Umschnitt sehen wir irritierd blickende Handelsfahrer, die ihr Schiff gerade mit einer Ziege beladen. Noch ganz normal...

Dass Will Turner am Morgen nach dem Angriff der Black Pearl seine angeschlagene Heimatstadt sieht und ein paar Hühner sowie eine Ziege frei in der Gegend herumlaufen ist ebenfalls noch zu verkraften...

Aber das?! Äh, was bitte?! Was macht diese Ziege ganz allein in diesem winzig-kleinen Boot? Ist sie der Jack Sparrow der Ziegenwelt und spielt Jacks erste Szene nach?

Dagegen sind die Gassi gehenden Ziegen auf Tortuga wieder völlig normal. Außerdem fallen sie aufgrund der Beleuchtung nicht ganz so sehr auf...

Die Truhe des Todes

Dass Gore Verbinski sich wirklich einen Spaß daraus macht, Ziegen in die Szenerie einzubauen, wird spätestens hier klar: Es ist regnerisch, eine Hochzeit fiel ins Wasser, die East India Trading Company überfällt Port Royal, ein ganzer Trupp Soldaten rennt zu Wills Schmiede... Vorbei an einer Ziege. Und kommt nicht mit "Es belebt das Bild, man würde es ohne sie irritierend leer empfinden"... Dieses Bild ist nur für wenige Sekunden (wenn überhaupt!) zu sehen... Niemand würde es bemerken, wäre hinter den Kerlen nix los...
(Es sei noch angemerkt, dass dies eine der wenigen stummen Ziegen ist. Die meisten machen noch laut
Mää-ääh! wenn sie zu sehen sind)

Unter Deck ist die Black Pearl sehr mies beleuchtet. Wir sehen ganz klar ein Schaf und ein Huhn. In der Mitte bewegt sich irgendetwas, und hinter dem Schaf steht auch irgendein Tier... Eine Ziege etwa? Dem lauten Ziegengemecker während des Bildes nach zu urteilen schon... Vielleicht ist das Schaf aber auch nur im Stimmbruch...
Wohl meine Lieblingsziege in der Trilogie: Will Turner befragt Leute, ob sie wissen wo Jack Sparrow ist. Während der Mann hier Wills Frage beantwortet, wird das Schiff im Hintergrund beladen. Eine Ziege wird durch das Bild gezogen, und unüberhörbar ertönt ein "Mää-äääh-äh!" In Bewegung ist das ganze noch viel lustiger...

Um der eingangs bereits gelobten Dock-Szene den letzten Touch zu geben und sie endgültig zu einem Juwel der Trilogie zu machen, ließ Verbinski dem ehemaligen Commodre eine Ziege in die Hand drücken... die beim Meckern die Zunge rausstreckt.

Am Ende der Welt

Zu Beginn von Am Ende der Welt lässt es Verbinski wieder subtiler angehen. Zwar hört man die Ziege am Anfang der Singapur-Sequenz überdeutlich, doch um sie auch zu erkennen, muss man schon was genauer hinschauen. Vielleicht will der gute Gore das Ziegen-Gassi-Führen auch bloß nicht zu offensichtlich bewerben - unterschwellige Botschaften bleiben ja besser haften...

Die Krönung des Ziegen-Effekts. Wie mag das nur in der Drehbuchbesprechung ausgesehen haben? "Also, das Schiff wird von ganz vielen Jack Sparrows bevölkert. Und einer rutscht lüstern ins Leere - links im Bild ist niemand, aber es sieht so aus, als wäre da eine Frau, an die Jack sich ranmacht..." -"Nee, leer gefällt mir nicht. Packt da 'ne Ziege hin."



Seltsamerweise verzichtete Gore Verbinski im aufwändigsten der drei Pirates-Filme darauf, weitere Ziegen einzubauen. War er etwa mit den vielen Massenszenen überfordert? Oder war er mit den Bildern so zufrieden, dass sie in seinen Augen keine weiteres "Ziegen-Plussings" benötigten?

So oder so... Eins vermisse ich in Pirates 4 bereits jetzt: Die versteckten Ziegen.

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