Mittwoch, 20. Juli 2011

Der neue Spinnenmann biedert sich an

Irgendwo muss ein Nest sein. Erst der The Dark Knight Rises-Teaser, nun der Teaser Trailer zum neuen Spider-Man. Auch er wurde verfrüht inoffiziell veröffentlicht, aber dank Movie-List gibt es nun auch eine etwas klarere Version zu betrachten:



Andrew Garfield kann ich als neuen Spider-Man akzeptieren und Marc Web, Regisseur von (500) Days of Summer, scheint mir recht komfortabel mit seinem ersten wirklich großen Film. Dass Spideys Ausflug über die hohen Dächer New Yorks aus der Egoperspektive gezeigt wird, ist auch schön. Und trotzdem: Selbst wenn sich der Teaser Trailer dunkler anfühlt, als Sam Raimis erster Spider-Man, sehe ich keine wirkliche Innovation. Ich wurde den ganzen Trailer über diesen Gedanken "Und warum?!" nicht los. Zumindest dieser Trailer wirkt deutlich überflüssiger, als das, was ich aus jüngerer Vorberichterstattung bezüglich des Films gezogen habe. Als Nolan Batman neu erzählte, hatte das ja Hand und Fuß. Dies sieht mir dagegen wie das Projekt eines motzigen Studios aus, das nach Sam Raimis und Tobey Maguires Ausstieg neu anfängt. Weil man ja immer gleich bei 0 anfangen muss...

Mein Urteil, basierend auf diesem Teaser Trailer: Sieht ja ganz solide aus, doch es ist das Produkt einer depperten Idee. Ich will Spider-Man 4, nicht Spider-Man: Nochmal von vorn!

6 Kommentare:

Moose hat gesagt…

Unnötiger Film. Hat Hollywood den gar keine Ideen mehr, oder warum wird Spider-Man gerebootet? Die wollen ja auch noch Batman und Superman rebooten. Ich will nicht die selbe Geschichte immer wieder vorgesetzt bekommen.

Dominik Klein hat gesagt…

Ich unterschreibe Sir Donnerbolds Meinung diesbezüglich. Ich bin ja auch eines von den seltenen Exemplaren das den Raimi Filmen (Ja, allen dreien) einen ganz eigenen Charme zuspricht bei dem ich persönlich mich immer gleich heimelich und wohl fühle.

Sind einfach nette Filme mit wohldosierter Action. Spider-Man ist IMO auch kein Held den man unbedingt düster erzählen muss. Raimi hatte das schon ganz gut angepackt. Ich hätte gerne Raimis viertes Spinnnenabenteuer gesehen. Und auch wenn der jetzt echt ganz gut wird werde ich immer wissen das es wenn es anders gekommen wäre Spidey 4 hätte sein können.

Tja, so what.

Kevin Kyburz hat gesagt…

Diesen Film braucht die Welt in etwa so sehr wie … ich melde mich zurück, wenn mir ein sinnvoller Vergleich eingefallen ist. Mir gefallen die Spider-Man-Filme, aber diesen Film werde nicht aus tieferen Beweggründen umschiffen, sondern einfach, weil er mich kein bisschen interessiert.

Sir Donnerbold hat gesagt…

Passend zu Dominiks Kommentar möchte ich noch eine Feststellung loswerden: Ist noch jemandem aufgefallen, wie sehr "The Dark Knight" (und vlt. auch "Watchmen") die Sichtweise geändert hat, die viele Medienvertreter in Sachen Comic-Verfilmungen pflegen?

Als "Spider-Man" rauskam, und die quietschigen Schumacher-Batmans und allerhand Katastrophen wie "Steel" frisch in Erinnerung hatte, wurde Raimi für seinen unerwartet erwachsenen Umgang mit Comichelden gefeiert. Jetzt, nach Nolans Milliardenerfolg, kommentieren viele Journalisten den Trailer zum neuen "Spider-Man", dass man nach Raimis bunten, fröhlichen Filmen einen dunklen Ton anschlagen will.

Nun, Dominik schon recht: Spider-Man muss man nicht so finster umsetzen. Derart düster, dass er in eine Kategorie wie Nolan gehört, ist der Trailer wirklich nicht, doch ich finde, dass die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft bei Raimi schon ganz, ja, heimelich rüberkam. War schon gut so.

Dominik Klein hat gesagt…

Jap @ Sir Donnerbold, das ist mir auch aufgefallen.

Da rennt der ach so schlaue Schlausprecher der die Raimi Filme dieser Tage als Kinderkram tituliert aber in ein ganz schönes paradoxon...

...waren doch unter anderem der Efolg der ersten beiden X-Men Filme und des ersten Spider-Man Films, sprich den ersten beiden großen Marvel Franchises, der GRUND warum Warner sich überhaupt getraut hat wieder an Comicverfilmungen ranzugehen.

Ohne X-Men und Spider-Man hätte es Batman Begins nie gegeben. Warner hatte die Fledermaus ja so sehr gegen die Wand gefahren wie es nicht schlimmer ging.

Ohne Batman Begins hätte es keine Fortsetzung gegeben, und ohne die sicher auch kein Watchmen. Sin City war ja auch (auch wenn kein Superheldenfilm) einsehr spezielles Projekt da snur dadurch möglich wurde das ein ganz neuer Markt für Comicfilme erschlossen wurde. Und ohne Sin City sicher auch kein 300 oder V wie Vendetta.

Hängt alles zusammen. Wir verdanken Raimis Spider-Man einiges.

Und um genau deine Aussage noch mal zu kommentieren Sir Donnerbold, ich weiss noch ganz genau wie Spider-Man anno 2002 für seinen ERWACHSENEN Ton gelobt wurde. Jetzt ist es bunter Ktsch.

Bunter FAIL-Kitsch ala Marvel, das gibts auch, muss man eben Fantastic Four ansehen. DAS sind schlechte Filme, die kann man auch nicht schönreden. Wer Fantastic Four soeht wird Spider-Man kaum kindisch nennen könnnen.

Und noch was Sir Donnerbold, du hats ja sicher THOR gesehen oder?

Brandaktueller Film, die Kritiken in diesem Jahr waren OFTMALS der Meinung das der Film zwra selbstironisch aber KEINESFALLS Lächerlich und kindisch daherkäme. Ich stimme da voll und ganz zu.

Nur frage ich dich jetzt - ist in Sachen Tone und Stimmung des Films denn ein so großer Unterschied zwischen Thor und Raimis Spider-Man? Mit nichten, sage ich !

Und das Argument das Raimis Spider-Man Filme zu SOAP-lastig seien....das is ja das dümmste überhaupt - es ist SPIDER-MAN , gerade diese Soap und Everyman Elemente machen die Figur in den Comics seit Jahrzehnten aus.

Ich sags ja, Reboot überflüssig. Ich werds ansehen, aber es ist mir einfach schon viel zu viel drin laut Trailer wa sich kenne.

Oh mich beisst eine Spinne, oh aus mir wachsen komische Sachen raus, oh Onkel ben ist tot, oh ich kann über Häuserschluchten springen. Schon sind 70 Minuten des Filmes rum und ich FRAGE MIXH - WARUM??? Weil ich das alles schon kenne...

so ich muss aufhören sonst reg ich mich noch auf..

Cooper hat gesagt…

Hmm - Dominik, Kevin und Sid haben ja hier schon reichlich getippt. Dem ist an sich nichts mehr inhaltlich wirklich nennenswertes hinzuzufügen - außer vielleicht diesem hier:

Was zum Geier haben sich die Herren von Warner oder meinethalben der Regisseur, der Kameraman, der Cutter etc. dabei gedacht, eine mehr schlechte wie gute Adaption des Spielgefühls aus "Mirrors Edge" hinzuschludern? o.O

Ich seh schon die Schlangen begeisterter Kinogänger, die so wie ich generell jedem Superheldenfilm eine Chance geben - wenn nicht im Lichtspielhaus, so doch zumindest auf DVD... Im Zuge von "Motion Sickness" (Übelkeit durch Interpretationsfehler dessen was das menschliche Gehirn mit dem Anstellt, dass ihm die Augen an Informationen zukommen lässt) kann man dann auch gleich jedem eine rot-blau, mit Netzoptik versehene Tüte - für die gekaute, aber längst nicht verdaute Nahrung - mitgeben... Denn Selbige könnte in der Tat einigen hochkommen. *sfz*

Ich halte trotz der Möglichkeit einiger inhaltlicher Änderungen (u.a. keine Handgelenk-Klebepistolen, weil Peter nun ein waschechter Mutant ist?) - die durchaus spannend eingebettet werden können - den neuen Film lediglich für eine Mischung aus dem Folgenden:
"Mirror Edge" trifft Sam Raimis "Spider Man" und streift zumindest optisch / atmosphärisch Mr. Nolans "Batman"-Trilogie...


@Dominik Klein:
Wo ist denn das Wildhuhn? - War das nicht noch ein Zusatz deines Namens? *grübel*
Eine durchweg interessante Nennung von Filmen, die ohne einander nie so geworden wären.
Allerdings ist hier unbedingt die "Blade"-Reihe zu nennen, deren erster Teil wohl von nicht wenigen Menschen als Beginn der "modernen" Superheldenfilme gesehen wird.

Ich gehe an solche Filme wie z.B. den "Fantastic Four" und "Rise of the Silversurfer" vermutlich anders eran als du, doch ich fand diese Filme durchaus unterhaltsam. Sicherlich merkt man ihnen einiges an und ich sehe sie längst nicht auf der Stufe von Sam Raimi oder Christopher Nolan.

Doch das schreibt ein Mensch, dem Ang Lees "Hulk" besser gefiel (weil von der Stimmung mehr dem Comic ähnlich) als dieses "Resident Evil 2" pardon "The Incredible Hulk"-Werk von Louis Leterrier. Trotz des von mir wirklich hoch geschätzten Edward Norton gefällt mir die alternative Fassung des Hulk mit seinem Widerpart Abomination ganz und garnicht. Da hilft es auch nicht mehr Tony Stark mit seinem Cameo einzuführen...

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