Samstag, 29. November 2008

"Golden Globe"-Kampagnen und mehr von "WALL•E" und "The Dark Knight"

Die Oscar-Werbeanzeigen scheinen sich bei euch bester Beliebtheit zu erfreuen, und das nicht zu Unrecht. Irgendwie ist es doch auch fazinierend, welche Filmszenen die Studios für würdig erweisen, ihren Film einemanspruchsvollem Publikum schmackhaft zu machen. So schmackhaft, dass sie ihn bei wichtigen Filmpreisen nominieren und am besten auch wählen.

Die meisten Anzeigen richten sich tatsächlich gezielt auf die Oscar-Verleihung, doch auch für den Golden Globe lassen die Studios einige Dollar springen.
So auch Warner Bros., die für The Dark Knight ein nachdenkliches, heroisches und aufgrund Batmans Umgebung auch deprimierendes Bild aus Nolans Film wählten, um ihn den Juroren in mehreren Kategorien, darunter Bester Film (Drama) und Beste Musik, vorzuschlagen. Im Gegensatz zum Oscar ist hier die Musik von Hans Zimmer und James Newton Howard nämlich nicht disqualifiziert.


Im Gegensatz zu Disney, die (zumindest in dieser Anzeige) offen ließen bei welchen Filmpreisen High School Musical 3, richtet Universal seine Energie bezüglich Mamma Mia! direkt auf die "Bester Film (Musical oder Komödie)"-Kategorie der Globes. Ob es zum Sieg reicht möchte ich nicht beurteilen, doch da dieses Jahr im Bereich der anspruchsvollen Komödien rar gesät war, rechne ich dieser verfilmten Endorphinüberdosis hohe Chancen auf eine Nominierung an.

Und da die Serie mehrere Globes gewann, kann man sich wohl leider nicht zurücklehnen und hoffen, dass diese Werbeanzeige hier ins Leere läuft:

Diese Burn After Reading-Anzeige zielt zwar nicht direkt auf die Globes, doch dort sollte die verschrobene Komödie der Coen-Brüder am ehesten mitmischen können. Für die Oscars reicht es meiner Meinung nach nicht wirklich. Für die eventuell eintretenden, bunten Pop-Oscars ist er zu zynisch, und für eine "normale" Oscar-Saison zu schräg.

Und zum Abschluss eine weitere WALL•E-Oscaranzeige, die sehr geschickt ein perfekt erlesenes Kritikerzitat einsetzt:
The Director, Andrew Stanton, has conjured up a tender, comical Love Story between two robots whose feelings for each other seem as nuanced and depp as any you're likely to encounter these days in Live-Action Drama.


Oder kurz gesagt: WALL•E ist so gut, wie ein modernes Spielfilm-Drama. Also behandelt den Film gefälligst auch so wie eins.

Recht so. Überhäuft den kleinen Roboter mit Statuetten. Wenn Shakespeare in Love ein "Bester Film" bei den Oscars ist, dann ist es dieser hier schon lange!

Mehr zum Thema:

Morricone komponiert doch nicht für die Basterds


Ein Cinefacts-Mitglied machte darauf aufmerksam, dass die vor wenigen Wochen angekündigte Zusammenarbeit zwischen Tarantino und Ennio Morricone aus terminlichen Gründen wohl auf Eis gelegt werden muss.

Das ist wirklich schade, und nun stellt sich die Frage, ob Tarantino auf einen anderen Komponisten zurückgreifen wird (nochmal Rodriguez vielleicht), oder ob Tarantino bei Inglourious Basterds komplett auf "Archivmaterial" zurückgreifen wird.

Freitag, 28. November 2008

Frohes Wochenlinke!

Wieder ist eine Woche vorbei, und wieder einmal sammelte sich im Internet jede Menge neues Zeug an. Das beste, interessanteste, witzigste oder sonstwie irgendwas-igste findet ihr hier:

Donnerstag, 27. November 2008

Australia ist weder Fisch noch Fleich, macht wieder Platz an der Oscar-Tafel

"Deine Haare fühlen sich viel weicher an, als die von meinem treuen Ross!"
- "Oh, Wolverine, das ist das romantischste was jemals jemand zu mir gesagt hat. Das ist noch romantischer als Toms Frage, ob ich Scientologin werden möchte..."


Baz Luhrmann ist Australiens großer Regieexport. Und wie ein gutes Buschmesser teilt er die Menge. Die einen lieben ihn für seine rasant gezündeten, überbrodelnden visuellen Feuerwerke, die anderen hassen ihn für den knallbunten Kitsch, den er fabriziert.

Amerikas Kritiker und die Acadamy of Motion Picture Arts & Sciences standen bei Moulin Rouge auf Luhrmanns Seite, für den ganz großen Oscarregen genügte es allerdings nicht. Dementsprechend gebannt waren Brancheninsider, Filmjournalisten und Oscar-Blogger auf Australia, in dem sich Luhrmann staubiger Western-Ästhetik, dem zweiten Weltkrieg und einer epischen Romanze zwischen Nicole Kidman und Hugh Jackman widmete. Kerniges und zugleich (typisch Luhrmann) fantasievoll-romantisiertes und farbexzessives versprachen die Trailer. Sollte diese mutige Mischung gelingen, so wäre Australia garantiertes Oscarmaterial. Wenn nicht, so erwarte uns eine Katastrophe, dachte ich mir.

Weder das eine, noch das andere traf ein. Stattdessen teilt Luhrmann mit Australia die Filmkritiker so, wie er zuvor das allgemeine Publikum teilte. Von 120 bei Rottentomatoes gezählten Kritiken sind 61 positiv gestimmt. Die Wertung von 51% macht Australia nicht unbedingt zu einem schlechten Film, zumal die generelle Luhrmann-Begeisterung in Kritikerkreisen erloschen ist (was die Durchschnittsnote gerne mal drückt), eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Film kann sich der Australier dennoch abschminken.

Australia sei zu lang, zu albern, melodramatisch an Stellen, die romantisch sein sollen; sagen seine Gegner. Klassische Romantik aus vergessenen Zeiten in wunderschönen Bilder, sagen die Anhänger. Und in einer Filmbesprechung bezeichnet ein Kritiker Baz Luhrmann als Australiens Michael Bay. Ist das nun positiv oder nicht? Nun, Rottentomatoes zählt diese Kritik als positiv...

Ich werde mich bei Gelegenheit (ob Kino oder DVD entscheidet meine Geldbörse) selbst von Australias Stärken / Schwächen / Michael Bay-Plagiaten überzeugen. Doch auch ohne ihn im Kino gesehen zu haben, wage ich mich, ihn aus meiner Oscar-Prognose rauszuwerfen und an dessen Stelle Slumdog Millionaire zu setzen.

Und falls ihr gerade ein schadenfrohes Händereiben hört, keine Sorge, ihr seid nicht verrückt. Ihr habt bloß extrem gute Ohren, denn das was ihr da hört kommt direkt aus Burbank und Emeryville, wo sich Disney und Pixar freudig die Hände reiben. Je mehr (inhaltlich) oscartaugliche Spielfilme an den Kinokritikern scheitern, umso höher die Chancen, dass sich tatsächlich die Liebesgeschichte zweier Roboter durchsetzt...

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Bolt-Update: Mehr Interviews und neues zum Einspielergebnis

"Und ihr wisst immer noch nicht, wo mein Publikum hin ist...? Ohhhh..."
- "Komisch, auf den Werbeplakaten wirkt er ganz anders..."

Bolt könnte sich in den USA doch noch zum versöhnlichen Minierfolg entwickeln. Die gute Mundpropaganda und der alljährliche Boom von Familienfilmen in den Kinos lässt Experten vermuten, dass Bolt an diesem langen Wochenende einige Wiedergutmachung für das enttäuschende Startwochenende leisten könnte. Mark G. von der deutschen Box-Office-Referenzseite Insidekino vermutet sogar, Bolt könnte (im Gegensatz zu Twilight) sein Ergebnis der Vorwoche überbieten.

Während wir Disneys Rückkehr zu gelungenen Filmen mit Herz die Daumen drücken, könnt ihr euch dieses Videointerview mit Miley Cyrus, John Travolta und Mark Walton ansehen und hier ein weiteres Gespräch mit John Lasseter durchlesen.

Mehr zum Thema:

Desperate Housewives 4x15: Muttertag

Mit großen Schritten nähern wir uns dem Staffelfinale von Desperate Housewives und so langsam müssen die folgenübergreifenden Handlungsfäden abgeschlossen werden, wenn die Autoren es nicht vorhaben, sie in die nächste Staffel mitzunehmen. Was nicht unbedingt zu empfehlen wäre.

Vor allem "das große Staffelgeheimnis" nähert sich seiner Auflösung, und so wie es scheint, nimmt die Geschichte eine gänzlich andere Wende, als noch vor der streikbedingten Pause vor einigen Episoden. Rückblickend verärgert die Erzählweise bis zur Tornado-Episode, denn wenn das große Geheimnis tatsächlich auf das hinausläuft, worauf in der aktuellen Folge hingedeutet wird, so gab es viel zu viele rote Heringe, also absichtliche Irreführungen, die ein für Housewives-Verhältnisse simples Geheimnis unnötig aufblähten.

Vielleicht aber deckt Dylans Vater in den nächsten Folgen noch ein viel fieseres Geheimnis auf... Wer weiß das schon? Jedenfalls ist die Geschichte um die Mayfairs weiterhin ein Schwachpunkt, und sollten keine großen Wenden mehr kommen aller spätestens seit dieser Woche vorhersehbar, allerdings bemüht man sich endlich, wenigstens die Frage nach den Beweggründen und die Form, wie es aufgedeckt wird spannend zu halten.

Susan bekommt unterdessen Besuch ihrer nervigen Schiwegermutter. Neu ist das alles schon lange nicht mehr, wenigstens ist es recht lustig geraten.

Der Rest dieser Episode ist nichts weiter als eine Weiterführung der vorherigen Woche. Edie und Bree rasseln aufeinander und müssen aus dem bisher Erlebtem Konsequenzen ziehen, Kayla treibt Lynette weiter in die Verzweiflung und Gaby und Carlos müssen auf den Drogenfund im Zimmer ihrer Untermieterin reagieren.

Eigenständig ist diese Folge allein in Susans Storyline, wobei die Idee, wie gesagt, bereits abgenutzt ist. Der Rest ist nicht schlecht, doch weniger packend als die letzten Episoden. Bloß die Wende in Brees Geschichte ist gut umgesetzt und etwas völlig neues. Auch wenn es, über die gesamte Serie gesehen, vielleicht etwas plötzlich kommt.

Weitere Rezensionen:

Mittwoch, 26. November 2008

True Romance

Die brutale und schonungslose Liebesgeschichte eines Einzelgängers und eines Callgirls. Coole Sprüche. Ehrliche Liebe. Brutales Gemetzel. Und Drogen.

Christian Slater (Der Name der Rose, Robin Hood, Interview mit einem Vampir) in der Hauptrolle.
Patricia Arquette (Ed Wood, Lost Highway) in schampigen Outfits.
Brad Pitt (Se7ven, Fight Club, Twelve Monkeys, Die Ocean-Trilogie) als relaxter Kiffer, der nie seine Couch verlässt.
Dennis Hopper (Easy Rider, Apocalypse Now) und Christopher Walken (Pulp Fiction, Annie Hall) in einer übercoolen Dialogszene über die genetischen Vorfahren der Sizilaner. Val Kilmer (Deja Vu, Top Gun, The Doors) als Elvis. Gary Oldman (Batman-Filme, Harry Potter-Filme, JFK). Samuel L. Jackson (Pulp Fiction, Stirb langsam 3, Unbreakable,...), James Gandolfini (8mm, Sopranos). Die Musik stammt aus der Feder von Pirates of the Caribbean- und Gladiator-Komponist Hans Zimmer.
Regie von Tony Scott (Top Gun, Der Staatsfeind Nr. 1, Mann unter Feuer).
Drehbuch: Quentin Tarantino, Meister des Kults.

Klingt nach dem Stoff, aus dem unsterbliche DVD-Geheimtipps sind? Nach einem weltberühmten Kultfilm?

Nunja. Nicht so ganz. Zwar hat True Romance dank der zahlreichen Fans seines Drehbuchautors in den Jahren seit seinem Kinostart (1993) eine treue Anhängerschaft aufgebaut, an den Klutstatus eines Natural Born Killers oder From Dusk Till Dawn (zwei anderen Tarantino-Skripten, die nicht von ihm verfilmt wurden) reicht er jedoch bei weitem nicht heran. Geschweige denn an die treue Fanliebe, die "echte" Tarantinos erfahren.

Weshalb True Romance trotz dieser geballten Starpower zu seiner Zeit kein Riesenerfolg wurde, lässt sich ja dadurch erklären, dass viele seiner Zugpferde erst später den kultigen Ruhm genießen durften. Tarantino war zum Kinostart noch nicht so bekannt wie heute, Brad Pitt stand ebenfalls am Anfang seiner Karriere. Und sogar Samuel L. Jackson war zu dieser Zeit nicht der obercoole "Motherfucker" der er heute ist. Zudem ist seine Rolle im Film verflixt klein.

Doch wieso konnte sich True Romance nicht über die Jahre hinweg einen so hohen Status aufbauen, wie es Natural Born Killers und From Dusk Till Dawn taten? Warum ist True Romance eine Fußnote im Kultgefahrbericht der 90er-Jahre?
Diese Frage kann ich nicht mit der nötigen Expertise beantworten, allerdings kann ich erklären, warum mir persönlich True Romance nicht so wirklich gefällt. Und vielleicht lassen sich einige meiner Kritikpunkte auf andere Zuschauer übertragen - womit wir dem Geheminis der im Vergleich zu anderen Tarantinos geringe Popularität auf die Spur kämen.

Mein Problem mit True Romance ist sogar schnell zusammengefasst: Die interessante Mischung aus ungewöhnlicher Liebesgeschichte und knallhartem Gangster-Roadmovie scheitert ganz einfach am Regisseur. Beziehungsweise am Drehbuchautor.

Tarantino schreibt am besten für sich selbst. Er schreibt Geschichten, wie er sie liebt, wie sie ihm als Filmemacher liegen. Er schreibt was er sehen und filmen will. True Romance hat auf der Handlungsebene den waschechten Tarantino-Stil mit obercoolen Dialogen, die Charaktere lassen auf Tarantinos distinktives Figurenrepertoire zurückschließen, die Gewalt ist typisch Tarantino. Doch die Umsetzung ist nicht von ihm.

Tony Scott ist kein schlechter Regisseur, auch wenn er vor allem bei elitären Filmkritikern weit hinter seinen Bruder Ridley zurückfällt, er schafft Spannung und ist gehört visuell zu den stärkeren aktiven Actionregisseuren. Aber er ist nunmal nicht Tarantino. Unter Scott wirken die Charaktere zu verschroben, die Dialoge knallen gegen die restliche Inszenierung, laufen auf. Als Slaters Charakter früh im Film erfährt, dass seine neue Bekannte und Geliebte ein Callgirl ist, das damit beauftragt wurde in dieser Nacht mit ihm zu schlafen, nimmt er es total locker hin.

In Tarantinos sowieso verzerrtem Filmuniversum würde dies überhaupt nicht stören, doch in True Romance sitzt Quentin nicht auf dem Regiestuhl, und das spürt man. Diese unvergleichliche, leicht überzogene stetige Aura des unwirklich-coolen fehlt einfach, macht die überaus simple Beziehung zwischen den Hauptfiguren albern. Realistisch wäre die so zweidimensional gezeichnete Liebe eh nicht, aber bei Tarantino hätte sie einen gewissen Style, würde Flair ausstrahlen. Leider schafft Scott es nicht, den tarantino'schen Inhalt auf Tarantino-Weise umzusetzen, oder aber den Inhalt sich selbst anzupassen.

Unter Scott, der eher für ästhetische Verfolgungsjagden und Explosionen steht, wirken auch die tarantino'schen Blutorgien deplatziert. Einige Gewaltspitzen würden bei Tarantino unvermeidlich und zum Film passend wirken, doch in True Romance erscheinen mir die harten Szenen unnötig, aufgesetzt und selbstverliebt.

Diese zwei Mängel ziehen - für mich - den Gesamtgenuss von True Romance so sehr runter, dass die guten Pointen und der originelle Verlauf des Films nicht mehr zum tragen kommen. True Romance schafft es bei mir einfach nicht, seine Mängel zu überdecken. Ähnlich geht es auch Natural Born Killers (den ich zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht auch hier im Blog bespreche), allerdings reizt mich bei ihm die Komponente der Mediendiskussion genug, um den gesamten Filmgenuss zu rechtfertigen - und dank seiner schrägen Visualität und der exzessiven Gewalt baut er sich in (vornehmlich männlichen) Jugendgruppen auch genug weitere Reize auf, um zum Kult zu werden.

Wirklich gut ist unter den Ergebnissen von Tarantino-Drehbüchern, die sich andere Regisseure vorknöpften, bloß From Dusk Till Dawn von Rodriguez, dem man die Freundschaft zu Tarantino anmerkt. Zwar haben beide Regisseure einen eigenen visuellen Stil und gänzlich andere Neigungen was das Erzähltempo angeht, doch sie sind dennoch auf der gleichen Wellenlänge...

Darum trauere ich Tarantinos außerordentlich produktiven Zeit der 90er nicht nach - nur er selbst und Rodriguez können Tarantinos Drehbücher gebührend umsetzen. Und da ich Rodriguez eigene Werke auch sehr mag, wäre es schade, wenn er denen Zeit abzwacken würde, um Tarantinos Drehbücher zu verfilmen.

Mehr Tarantino:

IMAX und Disney gehen neue Partnerschaft ein

Während MGM für seine Filme den Weg zu einem kleineren Format vorbereitete und eine Kooperation mit Youtube sicherte, plant die Disney Company in die entgegen gesetzte Richtung.

In den vergangenen Jahren gewannen die IMAX-Kinos immer mehr an Bedeutung und wandelten sich von Breitwandkinos mit Erlebniskurzfilmen wie 3D-Horrorfilmchen und vornehmlich auf beeindruckende Bildästhetik konzentrierte Dokumnetationen zur Zukunft für Hollywoodfilme. Der König der Löwen und Die Schöne und das Biest wurden zum Beispiel nur in IMAX-Kinos neu aufgeführt, Filme wie Superman Returns, die Matrix-Fortsetzungen oder der letzte Harry Potter kamen in die IMAX-Kinos und brachten viel Geld ein. The Dark Knight brach in neue Gebiete auf, enthielt extra für dieses Format gedrehte Szenen.

Trotzdem läuft die Eroberung der IMAX-Kinos durch Hollywood schleppender vorran, als es möglich wäre.
Die Disney Studios treiben die Entwicklung jetzt weiter und schlossen einen fünf Filme umfassenden Vertrag mit IMAX ab. Ab 2009 will Disney fünf große Produktionen als 3D-Version in die IMAX-Kinos bringe, und somit den weiterhin mehr am Rand stehenden Riesenkinos größere Zuschauerscharen einbringen, während IMAX durch die Besonderheit seines Formates den einen oder anderen unsicheren Kinozuschauer doch noch in die Säle locken könnte.

Der erste Film wird Zemeckis' A Christmas Carol sein, die restlichen vier Filme stehen noch nicht fest. Allerdings spekuliert die IMAX-Kette in seiner Pressemitteilung auf Filme von Tim Burton und Jerry Bruckheimer.
Vor allem Tim Burtons Filme, die eh in 3D angekündigt sind, sollten eigentlich sogar für das IMAX-Format feststehen. Die Ankündigung von Bruckheimer-Produktionen im IMAX dagegen setzt eine schleichende Reihe von Spekulationen fort, dass Pirates of the Caribbean 4 in 3D gedreht werden könnte...

Mehr zum Thema:

Dienstag, 25. November 2008

Aus Sir Donnerbolds Klamottenkiste: Die FSK-Ansage



Gerade bei Youtube gefunden: Die FSK-Ansage, die vor langer Zeit auf sämtlichen Videokassetten zu sehen war.
Da kommen Erinnerungen an die Kindheit hoch. All die alten Disney-Videos aus den 80ern, und die ersten Non-Disney-Filme, sie alle fingen mit dieser Warnung an. Eigentlich auch eine sinnvolle - hätte man sie beibehalten, wer weiß, ob wir uns dann jetzt mit so riesigen FSK- und USK-Flatschen rumschlagen müssten, wie sie uns bald auf sämtlichen Covern heimsuchen werden...

Warner stellt "The Dark Knight"-Soundtrack gratis online

Dem Joker geht es nicht ums Geld

Benötigt ihr zufälligerweise neues Klangfutter für eure Ohren, wenn ihr am PC Hausaufgaben macht, Protokolle schreibt oder den Feierabend mit kurzen Chats beginnt? Oder überlegt ihr euch gerade, ob es sich lohnt, den The Dark Knight-Soundtrack auf die Weihnachtswunschliste zu setzen?

Dann könnt ihr euch Warner Bros. ab sofort kopfüber, gratis und legal in den düsteren und packenden Score von Hans Zimmer und James Newton Howard stürzen: Auf der For Your Consideration-Webseite des Filmstudios könnt ihr euch die gesamte Soundtrack-CD in sehr guter Qualität anhören.
Eigentlich ist dieser Service primär für Filmjuroren gedacht, doch da er für jeden Internetbenutzer frei zugänglich ist, spricht nichts dagegen bei der Arbeit am PC zumindest akustisch nach Gotham zu reisen.
Der Score von The Dark Knight gehört meiner Meinung nach zu den besten dieses Jahres und er steht definitiv auf meiner musikalischen Prioritätenliste. Bis ich ihn mir besorgen kann, werde ich regelmäßig auf Warners Webseite vorbeisurfen.

Dass Warner den Soundtrack von The Dark Knight so offensiv nutzt mag vielleicht einige verwundern, schließlich wurde er erst kürzlich für die Acadamy Awards disqualifiziert. Jedoch ist er noch immer beeindruckend und versetzt die Besucher der Seite in die richtige Stimmung. Zumal es neben dem Oscar ja noch andere Auszeichnungen gibt...

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Montag, 24. November 2008

Ich könnte Ihnen da eine gut abgedunkelte Fledermaus empfehlen...

WALL•E und dessen Oscar-Kampagne habe ich euch bereits mehrfach nahe gebracht, und es ist an der Zeit, euch jetzt mit den Anzeigen für The Dark Knight vertraut zu machen. Im Gegensatz zu Disneys Versuch, High School Musical 3 ins Golden Globe- und Oscar-Rennen zu bringen, schließen Warners Werbeaufrufe für Nolans Batmanfilm nahtlos an die düsteren und stilleren "For Your Consideration"-Anzeigen der letzten Oscar-Saison an.

Vornehmlich informativ war die erste Werbeanzeige, die Jurymitglieder auf spezielle IMAX-Vorführungen aufmerksam machte. Die dahinterstehende Absicht ist offensichtlich: The Dark Knight beinhaltet einige extra für dieses Mega-Breitbildformat gedrehte Szenen, die nur im IMAX ihre volle Wirkung entfalten können. Je mehr Stimmberechtigte den Thriller in diesem Format sehen, desto größer sind die Chancen auf Nominierungen für die Kamera oder auch die Regie. Ganz zu schweigen, dass der gesamte Film gleich viel epochaler und eindringlicher wirkt, wenn man ihn im Kino sieht, und nicht auf einer extra für Jurymitglieder erstellten DVD mit lästigen Wasserzeichen...

Taktisch außerordentlich klug ausgewählt ist das Kritikerzitat auf dieser auf Internetseiten geschalteten Werbeanzeige, das (ohne das Wort "Comic" zu erwähnen) betont, wie sehr sich The Dark Knight von seiner Vorlage entfernte und weiterentwickelte. Die Charaktere reißen das Publikum mit, sind also dreidimensional. Somit möchte Warner die Vorurteile mancher Juroren gegenüber Comics aus dem Weg räumen. Dass das Zitat sogleich noch die Darsteller, die Regie und die Technik lobt soll im gleichen Atemzug die Chancen in eben diesen Kategorien verbessern...
Nicht umsonst steht hier das Zitat an der präsentesten Stelle.

Ganz anders diese Anzeige. Sie konzentriert sich auf Heath Ledger und die Empfehlung, ihn in der Nebendarstellerkategorie auszuzeichnen. Statt einen typischen "Poster Shot" zu wählen, auf dem Ledger frontal in die Kamera guckt, am besten noch möglichst grimmig, sehen wir ihn mit geneigtem Haupt, wie er seine Clownsmaske vom Kopf zieht, um darunter seine Schminke zu enthüllen. Es ist ein beeindruckendes und beklemmendes Bild, ohne übertrieben zu sein. Eher ist es ein bescheidenes, zurückhaltendes Motiv.


Die DIN A4-Seite voller Zitate sollte für sich alleine stehen können, oder?

Das Titelblatt der Variety-Ausgabe von letztem Montag. Keine Schriftzüge. Keine Zitate, kein Logo. Nicht einmal ein Kategorienvorschlag. Einfach nur die omnipräsente Figur des Jokers, die am helllichten Tag auf der Straße steht.
Ein Bild, das sich im Gedächtnis festsetzt und den Film zusammenfasst, ohne die publikumsorientierten Tricks der Posterästhetik anzuschneiden.

Aber wird das ein elitäres Klientel zum wählen überreden?

Mehr dazu:

"Bolt" enttäuscht doch: Aber an den Kinokassen

"Und ihr wisst wirklich nicht, wo mein Publikum hin ist?"

Die Kritiker mögen Bolt. Einige lieben ihn sogar, sorgen für eine Wertung von 84% bei Rottentomatoes. Die amerikanischen Disney-Blogs und -Foren loben Disneys drittes CGI-Meisterwerk. Endlich habe Disney seine Magie zurück.

Dennoch nahm der erste komplett unter John Lasseters Regentschaft bei Disney entwickelte Trickfilm lediglich circa 27 Millionen Dollar an seinem gestern beendeten Startwochenende ein, womit er um bloß 2 Millionen das bereits enttäuschende Startwochenende vom ungleich weniger überzeugenden Triff die Robinsons überbot. Ein Vergleich mit dem wesentlich misslungeneren Himel und Huhn lässt einen fast in Verzweiflung ausbrechen: 40 Millionen brachte die überdrehte und in sich nicht wirklich zusammenhängende Hühnerkomödie seinerzeit in den ersten drei Tagen ein.

Gehässige Naturen und Gegner Lasseters und der Pixar-Übernahme reihen sich bereits auf um die nahezu obligatorische Schelte auszuteilen. "WALL•E und Ratatouille spielen weniger ein als Findet Nemo, weshalb Pixar eh nichts mehr wert ist" hat als Gegenargument endgültig ausgesorgt. Stattdessen bietet sich den Gegner Lasseters ein Argument an, welches auf weniger lautstarke Gegenreaktionen stpßen wird. WALL•E schlecht zu reden ist ein Wagnis, doch dass Bolt Disneys Animationssparte nicht retten konnte scheint den Zahlen nach zu urteilen offensichtlich.

Weshalb aber scheiterte Bolt?
Zum einen genügt ein scheuer Blick über den Tellerrand: Am selben Wochenende platzierte sich Twilight mit 70 Millionen Einnahmen in der ewigen Bestenliste der erfolgreichsten Nicht-Sommer-Starts und löste bei (weiblichen) Jugendlichen einen Hype aus, der seinesgleichen sucht. Wie Star Wars-Fans kampierten sie vor den Kinos um die erste Vorführung sehen zu können.
Das Geld (und die Zeit für den Kinobesuch) muss ja irgendwo herkommen - und ganz offensichtlich hat Twilight dem neuen Disneyfilm etwas vom Publikum abgezwackt. Für Disney- und Medienblogger Jim Hill sind die von Twilight begeisterten Teenagermädels der Hauptgrund für den Beinahe-Flop von Bolt.

Allerdings sehe ich den Erfolg der Vampirromanze bloß als Teilelement. Mindestens ebenso entscheidend ist Disneys Versäumnis eine lang gehegte und ausführliche Werbestrategie für Bolt aufzutischen. Während Pixar seine kommenden Produktionen traditionell bereits im Vorfeld seiner aktuellen Kinofilme bewirbt und somit einem breiten Publikum (genauer gesagt sogar der Zielgruppe) vorstellt, brachte Disney nur schleppend Trailer für Bolt raus.
Das erste Mal, dass der durchschnittliche Kinogänger und die typische amerikanische Familie aussagekräftige Bilder von Bolt präsentiert bekam war vor WALL•E, gegen den im direkten Vergleich nahezu alle anderen Animationsfilme verjährt und infantil aussehen. Bolt, dessen Story eh keine Innovationspreise gewinnen wird, konnte einfach nicht glänzen.

Der beste Trailer war der auf High School Musical 3: Senior Year zugeschnittene (und vor ihm gezeigte) Sondertrailer, doch ein Großteil dessen Publikums sah sich dieses Wochenende ja Twilight an. Und der ähnlich überzeugende, kaum umgewandelte letzte Bolt-Trailer erschien vor gerade Mal zwei Wochen im Internet. Zusammen mit den sehr generischen und unspektakulären Postern sind das nicht gerade erfolgsversprechende Aussichten.

Am besten kümmerte sich Disney, überraschenderweise, um seine erwachsenen Fans. John Lasseter rührte in seiner herrlich geekigen Art die Werbetrommel für Bolt und sprach damit gezielt die Leute an, die sich in Disneyforen rumtreiben oder hyperaktive Filmblogs mit Schwerpunkt Disney durchlesen.
Fast könnte man meinen, Disney wolle damit Schadensbegrenzung betreiben, schließlich ist gerade diese Zielgruppe Bolt gegnüber besonders schlecht eingestimmt. Von der kompletten Umstrukturierung des Films und Chris Sanders dadurch ausgelöste Kündigung bis hin zu sämtlichen frühen Bildmaterialien: Viele Disneyfans hassten Bolt. Nicht, dass ich da eine Ausnahme gebildet habe. Jedoch lebe ich in Deutschland und konnte deshalb lange genug vor Kinostart umgestimmt werden und gehe bei Disneyfilmen selbst in Fällen von eher kleinen Hoffnungen auf gelungene Unterhaltung ins Kino.
Amerikanische Disneyfans dagegen wurden erst in den letzten Wochen vor Kinostart mit überzeugendem Material gelockt. Viele werden das wohl erst noch sacken lassen müssen und in den kommenden Tagen ins Kino gehen.

Abschreiben dürfen wir Bolt genau deshalb noch nicht. Es folgt noch der Thanksgiving-Kinoboom und es bleibt abzuwarten, ob die Teenies nochmal in Twilight gehen, oder jetzt Zeit für Bolt finden.

Und 2009 dürfen wir deutschen Fans uns endlich selbst ein Bild von Bolt machen.

Mehr weiße Hunde-Artikel:

Samstag, 22. November 2008

Link diddel di Link

In einer Woche können sich viele Links ansammeln. Lasset sie uns teilen:
Soviel zum Rumgelinke für heute. Wir kehren nun zurück zu unserem üblichen Programm. Nachrichten, Meinungen und langes Rumgeschreibe.

Freitag, 21. November 2008

Pixar-Attacke auf Onlinedienste: Interviews, Making-Ofs und Videos!

WALL•E erscheint auf DVD und Blu-Ray, Bolt kommt in die Kinos. Und John Lasseter besucht nahezu jede Filmwebseite, die nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Leider kennt der Hawaiihemdträger noch nicht diese Bagatellen, dafür mache ich mich auf die Suche nach Lasseter- und Pixar-Beiträge. Davon gibt es momentan mehr wertvolle, als man Zeit zum Lesen und Anschauen hat.

/Film durfte Lasseter interviewen, und der sympatische Lasseter plaudert begeistert und fanboy-mäßig über 3D, Bolt und Pixar. Jemand, der seine Hochzeitsfotos in 3D schießen lässt ist eine wahre Bereicherung für die Animationsbranche, solch kreativer Irrsinn beflügelt die Animatoren.

Rotten Tomatoes darf dagegen ein sehr ausführlich bebildertes Making of zu WALL•E veröffentlichen. Neues lernt man nicht unbedingt, aber das Bildmaterial macht den Beitrag sehr lesenswert und weckt Lust, den Film nochmal zu gucken.

Cartoon Brew bekam zwar keine Gelegenheit, mit Lasseter zu sprechen, macht dafür aber eine sehr interessante Entdeckung (*klick*) und Collider wartet mit dem absoluten Highlight auf: Eine Videotour durch Lasseters Büro bei Disney! Lasseter ist ein waschechter Disneyfan und liebt seine Arbeit, das merkt man in jeder Sekunde des Videos - und es erklärt auch ein wenig die Magie von Pixar (und nun wieder auch Disney).

Star Wars + Muppetsong = Schwachsinniger Spaß

Im Internet findet man so viel sinnlosen Kram... warum bloß ist er dabei noch so witzig, wenn er gut gemacht ist? Ich weiß es nicht. Jedenfalls ist das unten stehende Video ein weiterer Beweis, dass Schwachfug unterhaltsam sein kann.
Star Wars untelegt mit "Mana Mana"!



Ähnliche Star Wars-Fundstücke und mehr Muppets:

"Ice Age 3: Dawn of the Dinosaurs"-Trailer online

Eine der unterhaltsamsten CG-Kinoreihen ist wieder da. Ice Age von den Blue Sky Studios, die es (im Gegensatz zu einem gewissen anderen Studio) schaffen ohne unnötige Angriffe auf Konkurrenten und zahllose Popkulturgags ohne nennbares Haltbarkeitsdatum sympatische Filme zu machen, geht in die dritte Runde.

Und das erwartet uns:



Eine Ms. Scratch brauchen wir nicht wirklich, und eigentlich bleibt zu befürchten, dass die Ice Age-Formel sich abnutzt, doch der Trailer ist weiterhin ganz unterhaltsam und in voller Länge wird es wohl immerhin gute Unterhaltung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und das ist schonmal was.

Oh... mein... Gott... Disney will's wissen, wirbt weiter um Filmpreise und lässt die Teenies raus!

Vor einem Jahr stachen sich No Country for Old Men, Sweeney Todd und There Will Be Blood gegenseitig mit epochalen, düsteren Werbeanzeigen aus, als es hieß, auf sich aufmerksam zu machen und die Oscarjury von sich zu überzeugen.

Ginge es nach den Hollywoodstudios, ändert sich die dominierende Stimmung bei den Oscars in dieser Saison radikal, darüber berichtete ich an dieser Stelle ja bereits mehrfach.
Doch dass die für Public Relations zuständigen Köpfe in Hollywood so radikal denken, hätte ich nie gedacht. Meine Damen und Herren, schnallen Sie sich an, atmen Sie tief ein und trauen Sie ruhig Ihren Augen:

Ja. Nach langem Abwägen, wie es die Siegeschancen verändern könnte, startete Disney letzten Monat eine Best Picture-Kampagne für WALL•E, wonach ja bloß die halbe Film-Blogosphäre schrie. Und jetzt stürmt Disney das Rennen und schlägt in einer neuen Anzeige High School Musical 3: Senior Year für den besten Film und den besten Song vor.

Bester Film und Bester Song.

Dass Disney auf seiner offiziellen Award-Webpräsenz auflistet, wer im Falle einer "Best Picture"-Nominierung geehrt wird, ist nichts ungewöhnliches. So lange vor den entscheidenden Preisen wird in solchen Auflistungen das Spektrum weit gesteckt. Und auf studioeigenen Seiten wird aus taktischen Gründen zu diesem Zeitpunkt immer noch mit "For Your Consideration - In All Categories" geworben. Die wichtigsten werden dann gesondert genannt.

Auf Werbanzeigen dagegen entscheiden sich Studios zwischen so einer allgemeinen Ausdrucksweise, oder der expliziten Nennung von einigen, wenigen Kategorien (sehet hier). Anders gesagt: Disney möchte wirklich, dass HSM 3: Senior Year als bester Film nominiert wird. Nicht bei Kinderpublikumspreisen, sondern bei Preisverleihungen von Hollywood-Insidern, Filmjournalisten und anderen Gremien. Bei den Oscars wohl kaum, denn das ist wirklich utopisch... Das ist inhaltlich einfach kein Filmstoff, aus dem Oscar-Nominierungen gemacht werden!

Wow... eine Best Picture-Anzeige für einen High School Musical-Film. Wer hätte das vor fünf Monaten noch gedacht? Vor wenigen Wochen hätte ich Disney an dieser Stelle ausgelacht, jetzt finde ich es einfach nur mutig... Sich bereits jetzt auf die Songkampagnen zu konzentrieren könnte großen Erfolg bringen, das hier dagegen ist wirklich... ungewöhnlich. Ich bin gespannt, was von seitens Disney da noch folgt...

Realistischer sind die Hoffnungen, die sich Pixar macht. Mit der obigen Anzeige werben die Disney-Studios für WALL•E als möglichen Preisträger der Kategorien "Bester Film", "Bester Trickfilm", "Beste Hintergrundmusik" und "Bester Song". Gegönnt ist es ihm, keine Frage.

Das werden wirklich spannende Oscars...

Mehr zu den kommenden Oscars:

Donnerstag, 20. November 2008

Desperate Housewives 4x14: Willkommen

Hatte da etwa jemand während des Streiks die Gelegenheit, sich alte Folgen der eigenen Serie durchzulesen?
Die vierte Staffel von Desperate Housewives begann wie jede andere: Unsere Hauptcharaktere Bree, Susan, Lynette und Susan (und zu gewissem Grade auch Edie) haben unterschiedlichste Probleme, die in den einzelnen Folgen behandelt werden, und der mysteriöse Kern der Staffel, der alles zusammen hält ist das dunkle Geheimnis eines neuen Nachbarn, dieses Mal Katherine Mayfair.
So lief Desperate Housewives in der vierten Staffel nach dem gewohnten Schema ab, wenn auch mit einem interessanter wirkenden zentralem Geheimnis als noch in den zwei Staffeln zuvor und einer herrlichen Spielfreude bei den männlichen Charakteren.

Doch dann kam der Sturm. Und der Autorenstreik.
In der Zeit nach der Zwangspause trat das große Geheimnis um Katherine Mayfair einen Schritt zurück, lenkte den Fokus weniger auf sich. Dafür wurde zum Beispiel plötzlich wieder Orsons in der zweiten Staffel ausgeübter Mordversuch an Mike thematisiert. Dieses Thema erreichtenun bereits seinen Höhepunkt, und schon wird eine in Staffel Drei eingeführte Problematik wieder aufgegriffen.

In der dritten Staffel erhielt die Familie Scavo ein neues Mitglied: Kayla, das Ergebnis eines One-Night-Stands Toms aus der Zeit bevor er mit Lynette zusammen war. Kaylas Mutter wurde in einer der wohl besten Episoden der gesamten Serie (3x07: Peng) aus dem Weg geräumt, und Kayla von den Scavos adoptiert. Kayla war Lynette gegenüber jedoch alles andere als zugeneigt und zeigte sich ihr gegenüber von ihrer biestigen Seite.

Zeitsprung in die vierte Staffel. Lynette erfährt, das Kayla der Kopf hinter dem Brandanschlag auf Ricks Restaurant ist und mit einigen diabolischen Streichen für Chaos in der Familie sorgt. Anscheinend legte sich ihr Hass auf Lynette doch nicht, obwohl man es aufgrund der langen Zeitspanne ohne größere Vorkommnisse vermuten mag.
Erneut stellt sich die Frage, was besser wäre: Dass die Autoren lose Fäden verschwinden lassen, weil ein Wiederanknüpfen nicht so ganz in die derzeitigen Entwicklungen der Serie hineinpasst, oder für inhaltliche Kontinuität sorgen und so den Stil etwas auf den Kopf stellen.

Wie bei Orson entschieden sich die Autoren dafür, die Kontinuität zwar spät zu reparieren, dafür aber mit Feingefühl für die "neue" Inkarnation dieser Figur zu überraschen. Dass Kayla erst nach all den anderen Ereignissen in der Scavo-Familie zu des Teufels Brut mutiert, müssen mir die Autoren dagegen erst noch schmackhaft machen. Da die nachgeschobene Auflösung alter Themen schon bei Orson funktionierte, habe ich jedoch Vertrauen, dass in der nächsten oder übernächsten Episode "die Kayla-Sache" einen runden Abschluss findet.

Orsons Geschichte geht während dessen einen altbekannten Weg: Wieder einmal nistet sich ein abgelegter Ehemann bei Edie ein. Das ist mittlerweile schon ein Running Gag, gewinnt durch Orsons Einzigartigkeit aber stärker an Witz, als zuvor gedacht.

Das eigentliche Staffel-Geheimnis dagegen dümpelt weiter vor sich hin. Katherine ist ein super Charakter und Dana Delaney interagiert hervorragend mit ihren Schauspielpartnerinnen, weshalb es umso enttäuschender ist, dass sie vorerst an das große Mysterium gekettet ist. Die ganze Geschichte nahm nach der Zwangspause eine völlig andere, unspektakulärere Wende als vorher angedeutet wurde, und es macht nicht den Anschein, als würde sich noch etwas ändern.

Die anderen neuen Nachbarn aus dieser Staffel, das Homo-Paar Bob und Lee, darf derweil ebenfalls wieder in die Kamera winken. Ich mag die zwei Charaktere, da sie sehr frischen und kurzen, knackigen Humor aufweisen. Nur haben sie sich einen denkbar schlechten Zeitpunkt ausgesucht, um in die Wisteria Lane zu ziehen. Susan ist schwanger, Gaby muss sich mit ihrem blinden Ehemann rumschlagen, Lynette hatte erst mit dem Krebs und nun mit einem miesen Adoptivkind zu tun und Bree täuschte erst eine Schwangerschaft vor, um daraufhin ihren Mann aus dem Haus zu werfen. Wenn man dann nicht eine dreckige Vergangenheit zu bewältigen hat, so wie Katherine, kann man eine regelmäßige Screentime völlig abschreiben.

Dieses Mal dürfen/sollen Lee und Bob Gaby dabei helfen, ihre neue Untermieterin als Hure zu enttarnen. Die Szenen sind nur sehr kurz, aber zum brüllen komisch und machen hungrig nach mehr von den beiden.

Susan begegnet unterdessen in einem Schwangerschaftskurs ihrem Ex-Mann, was sie erneut für eine Woche aus ihrem Slapstickhumor befreit und willkommenderweise die Dosis an Sprachwitz erhöht. Und damit diese Woche auch wirklich keine angefangene Geschichte unangetastet bleibt, macht sich Mrs. McClusky wieder auf die Suche nach der Katze ihrer beim Tornado verstorbenen Freundin.

Unter'm Strich ist Willkommen eine weitere sehr gute Housewives-Episode, womit der Qualitätsschub in der vierten Staffel ungestört weitergeht. Einzig der Mayfair-Plot trübt den Gesamteindruck, und ungeduldige, kritische Gemüter mögen vielleicht schon jetzt die ausgegrabene Kayla-Problematik aufgesetzt finden.

Weitere Rezensionen:

Animationsbudgets Interaktiv


Wolltet ihr schon immer einmal auf einen schnellen Blick die Budgets für Animationsfilme der 30er mit denen von heute vergleichen? Wolltet ihr schon immer wissen, ob Dornröschen auch unter Berücksichtigung der Kosten pro Minute seinerzeit einen Kostenrekord aufstellte?

Jetzt könnt ihr euch das alles und noch viel mehr ansehen, nämlich in der interaktiven Übersichtsgrafik für Animationsbudgets.

Erstellt wurde sie von Captain Capitalism, der sich auch mit Animatorengehältern auseinandersetzte.
Die Grafik ist sehr informativ und für Animationsfans auch ein sehr spaßiger Zeitvertreib. Schaut mal drauf!

(gefunden via Cartoon Brew)

"Where The Wild Things Are" - Jonze äußert sich endlich

Spike Jonzes Kinderbuchadaption Where The Wild Things Are musste schon einiges durchleiden, bevor er überhaupt offiziell in Produktion ging. Nach Start der Dreharbeiten fand die ungewöhnliche Arbeit des Being John Malkovich-Regisseurs jedoch keine Ruhe, ganz im Gegenteil.
Eine katastrophale Testaufführung soll mehrere Kinder im Publikum völlig verstört haben, kurz darauf orderte das produzierende Studio Warner Bros. Neudrehs an (siehe diese zwei Artikel). Schnell weckte diese Meldung Fans von Jonze und erwachsene Kinogeeks, die nun vor Neugier platzten und unbedingt genau diese verängstigende Fassung sehen wollten.

Zwischenzeitlich wurde es wieder ruhig um Where The Wild Things Are, doch jetzt bricht Spike Jonze das Schweigen. In einem sehr ausführlichen Interview mit Moriarty von Ain't It Cool News spricht er über seine Vision, den ungewöhnlichen Drehprozess und die Bedeutung, die das Kinderbuch für ihn hat.

Zentraler Punkt ist, dass Warner Bros. sich mittlerweile mit Jonzes Vision anfreunden konnte. Das Studio habe laut ihm etwas völlig anderes erwartet, doch jetzt habe es den Film akzeptiert, wie er ist.
Ein paar Neudrehs gab es wohl dennoch, die seien allerdings tatsächlich zum verbessern des Films dagewesen, durch diese Drehs bekam Jonze mehr Budget und Zeit für seine erwünschte Fassung.

Bitch Slap: Trash oder Spaßfeuerwerk?

Mit Grindhouse haben Tarantino und Rodriguez eine B-Movie-Welle losgetreten. Doch im Gegensatz zum übergenialen Film der Kultregisseure mangelt es den meisten "neuen" Schundkinofilmen an Selbstironie. Dadurch werden sie zu nichts anderem, als modernen Schrottfilmen und scheitern daran die Klasse der Grindhouse-Vorlage zu erreichen.

Bitch Slap wird selbstverständlich auch nicht an diesen Film heranreichen. Allerdings versprechen dessen Macher, dass er seine Geschichte über drei knapp gekleidete Frauen, die mitten in der Wüste jede Menge Geld von einem Gangsterboss entwenden wollen, mit viel Ironie und hinter der trashigen Oberfläche auch mit etwas Intellekt ausgestattet ist.

Die bisherigen Trailer des im Januar 2009 in den USA startenden Filmes sehen so aus, als könnte das stimmen und Bitch Slap spaßig werden - genauso gut erwecken sie jedoch den Eindruck, es könnte einfach nur Trash werden.





Mit von der Partie sind neben zahlreichen unbekannten Darstellerinnen auch Lucy Lawless (Xena) und Zoe Bell (Death Proof).

Mittwoch, 19. November 2008

Disneys 3D-Ära: Von Piraten, Biestern und dem Wunderland

Um ehrlich zu sein: In 3D bist du nicht viel hübscher, Bill...

Dass sich Walt Disney Pictures ziemlich in die neuen 3D-Technologien verschossen hat, wissen wir schon länger. Die regelmäßige Neuaufführung von Nightmare before Christmas und die 3D-Einsätze von Himmel und Huhn, Triff die Robinsons und Bolt sind klare Indizien, und die Ankündigung sämtliche Pixars ab einschließlich Up! in 3D zu veröffentlichen spricht eine noch deutlichere Sprache. Nicht zu vergessen die nahenden 3D-Neuaufführungen von Toy Story 1 & 2.

Disneys 3D-Pläne sind mittlerweile noch umfangreicher geworden.
Die Bruckheimer-Actionkomödie G-Force, die Realfilm mit mehreren CG-Charakteren verquickt, wird zwar mit normalen Kameras gedreht, soll jedoch in der Postproduktion in einen 3D-Film umgewandelt werden, ähnlich wie Tim Burtons Alice im Wunderland, der als 3D-Film angekündigt wurde. Da auf den Sets allerdings laut 3D-Blogger Market Saw noch keine 3D-Kameras gesichtet wurden, wird Disney auch hier offensichtlich auf die Postproduktion setzen.

Mark Zoradi, der Präsident der Walt Disney Motion Pictures Group, kündigte unterdessen an, Die Schöne und das Biest 2009 oder 2010 als 3D-Film neu zu veröffentlichen. The Hollywood Reporter zitiert in einer dazugehörigen Meldung den Produzenten Don Hahn: "[By] using the separate background, effects and character animation elements, we're able to come up with a fun and unique 3-D experience for existing and new fans of the film."
("Wir verwenden die einzelnen Hintergründe, Effekte und Elemente der Charakteranimation, und sind so dazu fähig, eine spaßige und einmalige 3D-Erfahrung für neue und alte Fans des Films zu erschaffen")

Variety mutmaßt unterdessen, dass der vierte Pirates of the Caribbean-Film auch einen Schritt in die nächste Dimension unternehmen könnte.
Wenn ja, so möchte ich eine weitere Mutmaßung hinzufügen: Wiederaufführungen der ersten drei Teile sind in dem Fall wohl nicht auszuschließen, so wie Disney und Pixar es schon mit Toy Story machen.

Dienstag, 18. November 2008

Die unglaubliche Oscar-Musik

Musikalisch sollte die kommende Oscar-Verleihung ausgesorgt haben. Denn niemand geringeres als Michael Giacchino wird die Verantwortung für die Musik am großen Abend übernehmen und dazu noch das Orchester dirigieren, wie Variety bekannt gab.

Giacchino ist einer der coolsten momentan aktiven Filmkomponisten und hat eine sehr nostalgische, jazzig-groovige Handschrift, die vor allem in seinem von Blechbläsern betontem Score für Die Unglaublichen zum tragen kam. Weitere Engagements des sich an der alten Schule (aus einer Zeit vor digitalen Aufnahmeprozessen) orientierendem Komponisten waren der Oscar nominierte Score zu Ratatouille, die sich über die Jahre enorm verbessernde Musik in Alias und die schaurige Klanguntermalung für Lost.

Giacchino könnte dem glamourösen Abend endlich eine deutlich erkennbare, musikalische Richtung vorgeben, und seine Ankündigung, nostalgische Gefühle wecken zu wollen, weckt in mir tatsächlich Vorfreude auf die Verleihung an sich, und nicht blkoß auf die Bekanntgabe der Gewinner. Nun muss nur noch ein guter Moderator her...

A Night To Remember

Außerdem beginnt langsam das große Rätselraten um die Song-Kategorie, und wieder einmal sind die Disney-Studios das interessanteste Mitglied in der großen Oscar-Truppe. Letztes Jahr steuerte Verwünscht gleich drei von fünf Songs bei, und auch dieses Jahr könnte Disney einen Löwenanteil für sich beanspruchen.
Wenn auch nicht ein weiteres Mal dank einem einzelnen Film. Nachdem Verwünscht und Dreamgirls zwei Jahre nacheinander mit je drei Songs die Song-Kategorie für sich vereinnahmten (und dennoch nicht siegreich nach Hause gingen), änderte die Acadamy die Regeln. Nun darf ein Studio zwar für jeden Film beliebig viele Lieder einreichen (sofern sie die altbekannten Bedingungen erfüllen), doch maximal zwei können letztlich nominiert werden. Neu ist auch die Regel, dass nur noch der erste Song aus dem Abspann nominiert werden kann. Würde in WALL•E vor Peter Gabriels Down To Earth ein anderer Song im Abspann laufen, so könnte Gabriels Lied nicht am Oscar-Rennen teilnehmen.

Disneys bisherige Bemühungen, aus den Oscar-Angeboten anderer Studios herauszustechen, ist faszinierend. Auf der an Jurymitglieder von Filmpreisverleihungen gerichteten Disney-Webseite stellt das Studio seine diesjährigen Filme vor und erwähnt, wann Vorstellungen für dieses spezielle Publikum stattfinden. Im Laufe der Saison werden auch explizitere Vorschläge für das Wahlverhalten gemacht, derzeit listen die Studios üblicherweise sämtliche möglichen Kategorien auf. Subtil wird dennoch versucht, die Entscheidungsträger zu beeinflussen. So wird die WALL•E-Kampagne, die "Best Picture and Best Animated Feature" herraussticht fortgesetzt.

Bemerkenswert ist, dass Disney die Informationen für Bolt, High School Musical 3: Senior Year und WALL•E aktualisierte, nicht aber die für Miracle at St. Anna und Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian. Abgeschrieben sind die Filme noch nicht, worauf Disney seine Energie und Erwartungen konzentriert wird trotzdem schnell klar.

Aus allen HSM 3-Songs wählte Disney bereits vier Songs aus und reichte sie der Acadamy ein, die restlichen Lieder erfüllen (mit Ausnahme der neuen Version von We're All In This Together) zwar rein theoretisch auch die Qualifikationsbedingungen, fallen nun aber durch den Schritt Disneys, sie nicht einzureichen, heraus. Somit möchte Disney sicherlich die Chancen für die vier (eingereichten) Songs I Want It All, A Night to Remember, Scream, und Can I Have This Dance? erhöhen und einer Stimmenverteilung auf sämtliche Lieder des Films vermeiden. Womöglich bezweckt Disney auch, das Lieder-Repertoire so mehr auf die Oscar-Jury zu zuschneiden. Die poppigeren Lieder The Boys Are Back und Now or Never hätten eh geringere Chancen, und die restlichen Verbliebenen sind eh schwächere Glieder des Films.

Sollte High School Musical 3: Senior Year etwa wirklich die Transformation zu den Pop-Oscars abrunden? Es ist nicht auszuschließen, und wenn nicht HSM 3, so gibt es ja noch Disneys Bolt, der sich noch zweifach Hoffnungen macht. Einer der zwei Songs wird von Miley Cyrus zusammen mit John Travolta gesungen (der sich bereits als Cyrus-Fan outete und sie mit seiner Grease-Partnerin Newton-John verglich). Und was entscheidender ist: Cyrus hat an dem Song auch mitgeschrieben, was der 16-jährigen einen Oscar einbringen könnte (ohne das Lied zu können, schaudert's mir schon vorbeugend...).
Nach der Ehre, dafür gesorgt zu haben, dass Travoltas Tochter ihren Pappi endlich als Star anerkennt, ist ein Oscar für sie wohl der höchste Ritterschlag (dank an Wild Bill für die Info).

Disneys ruhigster Song des Jahres ist der bereits genannte Schlussong für WALL•E. Eigentlich mag die Acadamy Lieder aus dem Abspann nicht so sehr, doch da WALL•Es Abspann zur Erzählung dazugehört und Pixar schonmal einen Oscar für den Abspann rausholte, könnte Disney einem weiteren Genesis-Sänger zu höheren Filmweihen verhelfen.

Drewamworks Animation versucht es ebenfalls sehr poppig und schickt Hans Zimmer zusammen mit Black Eyed Peas-Mitglied will.i.am für Madagascar 2 ins Rennen. Und der Oscar-Buzz für Another Way To Die will auch nicht abreißen. Könnte einer der umstrittensten Bond-Songs tatsächlich einer der wenigen werden, der sich eine Oscar-Nominierung ergreift?

Oder setzen sich wieder Lieder aus Independent-Filmen durch? Fox Searchlights Sportdrama The Wrestler konnte sich immerhin Bruce Springsteen für einen Song schnappen...

Mehr zum Thema:

Geek-Time: Axiom T-Shirt und Cartoon-Porpaganda

Wenn Popkultur-Helden und Comic-Stars auf politische Inhalte treffen, ist alles dem Untergang geweiht? Nein, wie das Internet beweist. Denn auf Popped Culture gibt es die witzigsten und originellsten Fanzeichnungen zu sehen, in denen Popkultur auf Politpropaganda trifft. Und es ist überzeugend.
Wo muss ich für "Bork" mein Kreuzchen machen?

/Film entdeckte unterdessen, dass es im offiziellen Disney-Onlineshop mehrere filmuniversumskonforme T-Shirts zu kaufen gibt, darunter dieses hübsche Werbe-Shirt für die Axiom.

Seth Rogen macht noch einen Porno

Während Zack & Miri Make A Porno auf dem Weg ist, Smiths bislang erfolgreichster Kinofilm zu werden (dennoch wird er hinter den Judd-Apatow-Regiearbeiten stecken bleiben), bereitet sich Seth Rogen für seine zweite Porno-thematisierende Arbeit vor.

Zusammen mit seinem Drehbuchpartner Evan Goldberg entwirft Rogen eine TV-Serie über erwachsene Kumpels, die in einem Pornographie-Geschäft schuften und während der Arbeitszeit wichtige Lebens- und Liebeslektionen lernen, so /Film.
Klingt ein wenig nach Clerks im Sexshop, kann dennoch nicht Kevin Smith als Mitschaffenden aufweisen.
Bis mehr über die TV-Serie bekannt wird, warte ich auf einen deutschen Starttermin für Zack & Miri...

"Race To Witch Mountain" sieht besser aus, als gedacht

Zumindest so lange der erste Teaser Trailer ein Anhaltspunkt ist.
Stilistisch scheint sich der dritte Witch Mountain-Kinofilm (es gab zusätzlich zwei TV-Filme) sehr von seinen Vorgängern abzuheben und stärker auf der Welle moderner Disney-Spielfilme zu schwimmen, die sich auch einem jungen Erwachsenen-Publikum anpasst, so wie Pirates of the Caribbean oder die Vermächtnis-Filme.

Tatsächlich ist Race To Witch Mountain keine Fortsetzung und laut den Filmemachern auch kein Remake, sondern viel mehr ein gänzlich neuer Film, dem lediglich die selbe Grundlage vorliegt. Schon früher dieses Jahr versprach man uns ein kleines Spektakel, doch erst jetzt zeigt sich, wie ernst die Ankündigung gemeint ist:



Ich bin Mal gespannt, ob dies Disneys erster Non-Pirates-Film mit einer PG-13-Freigabe wird. Zumindest aus dem Interview mit Coming Soon lese ich heraus, dass Fickman (ja, so heißt der Regisseur) seine Actionszenen nach eigenem Gusto gestaltete, ohne ein PG oder PG-13 im Hinterkopf zu haben. Von Druck seitens Disney also schonmal keine Spur. Die Aussagen über eventuelle Nacktszenen von Dwayne Johnson und Carla Gugino stemple ich dagegen als Scherzerei ab... Sonst ist im prüden Amerika eine PG-13 nämlich garantiert, und das hätte man sicherlich bereits irgendwo flüstern hören.

Race To Witch Mountain kommt vorraussichtlich am 30. April 2009 in die deutschen Kinos.
Update: Der Film wurde auf den 9. April vorgezogen.

Mein Verhältnis mit der Maus

Der Mausestro. Der Dirigent Disneys. Meine Damen und Herren: Micky Maus!

Heute vor achtzig Jahren feierte ein fast achtminütiger, schwarz-weißer Cartoon seine Weltpremiere. Dass noch heute über dieses Ereignis berichtet wird, hat der Kurzfilm seinem für damalige Verhältnisse bahnbrechenden Einsatz des Tons zu verdanken. Die Tonspur wurde so gewitzt und technisch makellos mit dem wilden Cartoongeschehen synchronisiert, dass sich bis heute harktnäckig der Irrglaube hält, dieser Film wäre der erste vertonte Zeichentrickfilm, ja, sogar der erste Tonfilm überhaupt gewesen.
Wahrscheinlich wäre dieser Trickfilm trotzdem längst in Vergessenheit geraten, wären die Köpfe hinter ihm nicht so klug gewesen nach dem einschlagenden Erfolg flux die zuvor produzierten, stummen Cartoons Plane Crazy und The Gallopin Gaucho auf gleiche Weise zu vertonen und in Windeseile zahlreiche weitere Filme mit der Hauptfigur zu produzieren. Von 1928 bis 1937 erschienen 74 Schwarz-Weiß-Cartoons mit ihr, und der hohe Einfallsreichtum der Filmchen mit grpßer Gagdichte machte aus ihr die populärste Cartoonfigur. Spätestens, als ihre Macher das Merchandising-Geschäft für sich entdeckten und eine Armbanduhr mit der kleinen Cartoonfigur durch die hohe Nachfrage eine ganze Firma vor dem Ruin rettete, wurde diese Figur unsterblich.

Micky Maus wurde in den Jahren nach seinem Debüt in Steamboat Willie zum perfekten, wahren Beispiel für den amerikanischen Traum. Sein Erfinder Walt Disney stieg vom Farmerssohn zum König des Zeichentrickfilms und zum kreativen Übervater Hollywoods auf, der international gefeiert wurde. Schon früh war Micky mehr Symbol als Charakter, mehr Markenzeichen denn einvernehmender Leinwandheld. Allerdings waren seine frühen Cartoons so stark, dass Micky trotzdem lange Zeit als Überfigur behandelt wurde.

Mitschuld an Mickys Scheitern war sein Erfolg: Micky wurde so beliebt und allgegenwärtig, dass Eltern befürchteten, ihre Kinder würden die frechen Spielereien der eigentlich so lieben Maus nachstellen. Micky musste weichgespült werden, um seine Rolle als die Trickfilmfigur der Trickfilmfiguren, als Repräsentant der Disney-Studios gerecht zu werden.
Die konsequente Folge: Neben ihm agierten neue, kantigere Figuren. Die ungleich mehr Charme auf die Zuschauer ausübten und beliebter wurden.

Ich möchte Micky hiermit keinesfalls sämtliches Charisma absprechen und ihn als leeres Blatt bezeichnen. Micky ist schon eine eigene Marke und er hat sich so seine eigene Fangemeinde aufbauen können, zweifelsfrei. Aber die Figur Micky steht zweifelsfrei im Schatten des Symbols Micky Maus. Und da Mickys Charakter eh schon recht schwammig definiert ist, ist es für ihn schwerer, solche passionierten Fans anzulocken, wie sie seine Leinwandkollegen Goofy, Pluto und Donald haben. Erst Recht mit zunehmendem Alter der Cartoonzuschauer. Immer wieder heißt es in der Sekundärliteratur, dass Micky es bei Kindern noch relativ leicht hat. Er ist charmant, sieht liebenwürdig aus und hat was auf dem Kasten. Erwachsene dagegen sympatisieren eher mit dem Anti-Helden Donald, den unperfekten Tölpeln Goofy und Pluto oder den im Mittelpunkt ungleich komplexerer Ereignisse stehenden Protagonisten der Disney-Meisterwerke.

Ähnliches spielte sich hinter den Kulissen ab: Sobald Donald Solo-Cartoons spendiert bekam, wollten die Disney-Animatoren und -Regisseure viel lieber mit ihm arbeiten als mit Micky Maus. Die Donald-Cartoons versprachen abwechslungsreichere Arbeit, da Donalds Charakter facettenreicher und vor allem wilder ist als der von Micky.
Gerüchte besagen, dass Walt Disneys Frau Lillian Donald genau deshalb gehasst haben soll. Angeblich ertrug sie nicht, dass eine freche und laute Figur das sanftere Alter Ego ihres Mannes und den Grundstein dessen Erfolgs überflügelte.
Auch Pluto war bei vielen Animatoren beliebter als Micky, da sie ihn als eine kunstvolle Herausforderung sahen. Pluto erforderte weil er stumm war eine viel detailliertere, ausdruckskräftigere Animation als die anderen klassischen Charaktere, und so gilt für viele Animationshistoriker sein Kampf mit dem Fliegenpapier in Playful Pluto als die Geburt der Charakteranimation.

Kleine Maus spielt mit großem Sternenhimmel

Der aufgrund dessen gestartete Versuch, Micky Maus aus dem Schatten seiner Leinwandkollegen herauszuholen, ist geradezu charakteristisch für seine Leinwandkarriere: Für den Kurzfilm Der Zauberlehrling sah Disney vor, seiner wohl wichtigsten Schöpfung die aufwändigsten Effekte zu spendieren, ihn in einer leinwandfüllenden Rolle das Publikum verzaubern lassen. Dieses Projekt wurde so kostenspielig, dass ein gesamter Konzertfilm aus ihm wurde, um es irgendwie rentabel zu machen. Doch Mickys Segment sollte weiterhin das Herzstück bleiben, die Neugeburt einer Trickfilmlegende.
Der Auftritt der Maus in Fantasia spielt die Stärken der früheren Maus-Cartoons neu aus. Seither lernten die Disney-Studios dazu, die Filmtechnik entwickelte sich weiter, die finanziellen Möglichkeiten waren ungleich größer. Ein wenig mutet es an, als hätte man Micky die modernere und epochale Variante seiner alten Rolle in die Hände gelegt. Die Spießer-Maus durfte wieder ein wenig Schabernack treiben, charakterliche Schwächen wie Übermut, Zorn und Faulheit zeigen. All dies jedoch mit spielerischem, undschuldigem Witz, Micky war kein Frechdachs, er war nur der Macht des Zauberhutes nicht gewachsen.

Formell ist dieses Fanatsia-Segment ebenfalls eine verbesserte Abwandlung der älteren Kurzfilme: Er begeistert aufgrund der sämtliche Konkurrenz überragenden Animation (wobei Fantasia im Gegensatz zu den Cartoons der 20er und früheren 30er noch heutzutage als Maßstab gültig ist), einer optimalen Inszenierung sowie seinem unvergleichlichem Musikeinsatz, der an Perfektion grenzenden Synchronität von gezeigtem und hörbarem. Der Zauberlehrling ist in seiner Bildgewalt und musikalischen Sprachfähigkeit unbestritten anspruchsvoller, als die alten Slapstick-Cartoons in Schwarz und Weiß, für Micky ändert sich dadurch aber nicht viel. Worauf ich hinaus möchte ist nämlich, dass Micky in vielen seiner größten Filmmomente rein theoretisch austauschbar wäre. Der Zauberlehrling funktioniere auf erzählerischer Ebene mit vielen anderen Disneyfiguren genauso gut, lediglich Mickys Ruhm und seine Stellung in den Disney-Studios beeinflusst im Falle von Fantasia bei den Zuschauern das Seherlebnis auf einer unterbewussten Ebene.
Es ist nicht unmöglich mit Mickys als Protagonisten gute Filme zu machen, nur erklärt sich deren Klasse dann mehr durch die Inszenierung, als durch den Charakter der Hauptfigur. Diese Cartoons sind dann wegen der Handlung, den Pointen, der Regie oder ihrer Musikwahl so großartig.
Vor allem der frühe, frechere Micky könnte eigentlich nahezu jede andere Figur der damaligen Zeit sein. Sie alle trieben bunten Schabernack. Und der spätere Micky ist vornehmlich ein Allerweltsspießer. Er könnte jederman sein, zugleich allerdings auch niemand - zumindest meiner Meinung nach. Andere sehen in seiner simplen Charakterdefinition, die nur ein paar Grenzen vorgibt, sicherlich Potential für eine leichtere Identifizierung. Möglich wäre es. Bei mir funktioniert das aber nicht.

Dies gilt übrigens sowohl für den Cartoon-Micky, als auch für den Comic-Charakter. Auch in den Comics sehe ich Micky als zu ungeschliffen an. Er ist eine gute Seele mit Grips, mehr Eigenheiten sehe ich bei ihm nicht, und auch wenn es in Literatur und Film ähnlich undefinierte Figuren gibt, so gelingt es bei manchen von diesen, dass es sich bei ihnen zu einem Vorteil wandelt, nicht jedoch bei Micky.
Ich gehe so weit zu sagen, dass viele der Micky-Comicjünger die mehr Micky-Geschichten im Lustigen Taschenbuch fordern, eigentlich bloß mehr Geschichten im Stile der älteren Micky-Abenteuer und -Krimis lesen möchten. Manchen geht es sicherlich auch um die Figur, die meisten dagegen werden wohl nur wieder diese Qualität in den Comics haben wollen. Das ginge rein theoretisch mit vielen anderen Figuren.
Ob de Vita, Cavazzano oder Murry, unter ihrer Feder entstanden großartige Maus-Geschichten. Aber selbst die größten dieser Comics sind "bloß" wegen der toll geschriebenen Geschichte und den gelungenen Zeichnungen so großartig. Ich sehe in ihnen, sofern Micky der Dreh- und Angelpunkt ist, bloß keine Charakterstücke.
Das macht die Comics nicht schwächer. Dan Browns Romane etwa könnten ebenfalls allesamt mit einem neuen Protagonisten auskommen. Sie sind wegen der Verschwörungstheorien so populär, nicht etwa weil Langdon die packendste literarische Figur der letzten Dekaden ist.

Dass in Disneyforen so viele weniger Ducks und mehr Micky fordern ist nicht einer größeren Liebe zum Charakter geschuldet, sondern bei einem Großteil der Leute mehr einem verständlichen Wunsch nach Abwechslung sowie einer Überdrüßigkeit der schlechten Duck-Comics der vergangenen Jahre. Und das möchte ich ihnen nicht abspenstig machen, denn Micky ist eine ideale Figur für weniger charakterzentrierte Handlungen. Irgendein kluges Kerlchen muss in der Geschichte vorkommen und es klappt. Der Vorteil an Micky: Die meisten Krimigeschichten funktionieren deshalb sehr gut mit ihm im Mittelpunkt. Er passt sich sehr gut hinein, Donald dagegen wäre zu ungeduldig und impulsiv. Da müsste schon eine Phantomias-Geschichte her, was den Stil wieder verändere...

Vielleicht drücke ich mich etwas polemisch aus, wenn ich sage, Micky sei die Blankokarte, der mit ein paar Regeln ausgestattete Freifahrtschein, das gebe ich zu.
Dabei möchte ich Mickys Ruhm nicht beflecken. Es gibt gute Comics mit ihm, und auch gute Cartoons, und vor allem ist er schwer zu hassen. Manchmal nervt vielleicht seine Besserwisserei, doch eine waschechte Abneigung kann man gegen Micky kaum entwickeln. Man kann für ihn vielleicht Gleichgültigkeit empfinden, wenn man abgehärtet ist.
Vor allem sollte man vor Micky Respekt haben, denn seine Bedeutung für den Disney-Konzern ist nahezu unermesslich.

Mit Micky begann alles, und mit seinem Charme und seinem hohen Wiedererkennungswert steht er auch stellvertretend für Disneys Schaffen. Micky hat sich seine Position als Disney-Frontfigur verdient, was allerdings nicht bedeuten soll, dass man Micky auf diese Funktion beschränken sollte. Wie bereits erwähnt, kann man mit Micky gutes schaffen, und er hat es nicht verdient ein Schattendasein auf Briefköpfen und in Studiologos fristen zu müssen, ab und zu unterbrochen von Ausflügen ins Kinderprogramm. Und auch wenn Micky wegen seiner Gestaltung ein ideales Stofftier ist, darf er keineswegs nur durch solche Produkte weiterleben. Ja, Micky ist sozusagen der Teddy unter den klassichen Disneyfiguren (obwohl Winnie Puuh ihm in den letzten Jahren den Rang streitig macht), ideal zum knuddeln, süß und harmlos - ja, es ist seltsamerweise logisch, dass es mehr Merchandising von ihm gibt als von Donald, Goofy und Pluto, obwohl sie als Filmcharaktere beliebter sind. Design und Mickys Historie macht ihm zum optimalen Dekogegenstand. Das darf er gerne zusätzlich zu seiner eigentlichen Aufgabe als Comic- und Filmheld sein. Nur beschränkt sich Disney tragischerweise auf den ersten Part.

Der Prinz und der Bettelknabe zeigte zuletzt, wie man Micky auch in Zeiten der Disney-Trickfilmrenaissance treu seines Charakters behandeln kann (Micky Monstermaus sehe ich von der Stimmung her Mal als offizielles und herrlich-schräges Spaß-Fanprojekt, ohne die klassische Figur zu verletzen).
Es war eine zu ihm passende Geschichte, mit Micky funktionierte sie besser als sie es mit anderen Disney-Helden in den Hauptrollen hätte. Die Reduzierung auf einfache Charakterzüge, wie sie auf viele Figurne zutreffen könnte (fröhlich, nett, gewitzt), ohne zusätzliche Attitüden aufzuweisen ermöglichte es ihm, die altbekannte Geschichte, das freudige Wiedersehen mit ihm und seinen Freunden, das Drama und den Humor zusammenzuhalten. Micky war sozusagen das Bindemittel der einzelnen Elemente dieses Kurzfilmes, so wie er einst das beliebte Bindeglied zwischen Musik und Pointe war. Ja, so eine Charakterdefinition wird ihn als alleinstehende Figur nie mein Herz erobern lassen, und oft ist er austauschbar, doch für diese Stoffe ist er wie geschaffen.
Heute an seinem Geburtstag musste ich ihm wieder Erfolge solcher Natur wünschen. Damit er seine Würde wiedererlangt.

Denn eben diese von mir gelobte Eigenschaft Mickys verbindet ihn gewissermaßen mit seinem Schöpfer.
Walt Disney war alles andere, als ein begnadeter Drehbuchautor. Oder Regisseur. Geschweige denn ein Zeichner oder Finanzmann. Gute Güte, Walt Disney verprasste sein Geld Hals über Kopf für seine Träumereien. An normalen Maßstäben gemessen wäre er ein grausamer Leiter eines Filmstudios. Doch Walt Disney hielt seine Ideen und Mitarbeiter zusammen, wusste Talent richtig einzusetzen und hatte eine Vision. Letzteres kann man Micky nicht zwangsweise zusprechen, das gebe ich zu. Dafür schafft es Micky in seinen besten Filmen und die einzelnen Elemente irgendwie zusammenzubringen und in seinen besten Comic vereint er das Abenteuer und den spannenden Kriminalfall mit dem alltäglichen, der Hoffnung ein Jedermann (oder ein Niemand?) könne es ihm gleichtun.

In diesem Sinne möchte ich Micky vom ganzen Herzen alles Gute für die nächsten achtzig Jahre wünschen. Micky, du wirst nie zu meinen engsten Lieblingen gehören, doch du hast meinen ganzen Respekt verdient. Du bist das richtige Aushängeschild für Disney und ein Charakter, der sich von selbst nicht in den Vordergrund stellt und die Geschichte an sich reißt. Du bist ein dich anpassender Akteuer in großen Animationsmeilensteinen, hast Animation und Musik ineinander verschmelzen lassen. Setz deine Bosse mal wieder etwas unter Druck und lass sie dir etwas auf den Leib schneidern, dass seine Stärken betont!
Dann müssen wir beim nächsten Jubiläum nicht völlig in Nostalgie versinken.

Happy Birthday, und alles Liebe,

Sir Donnerbold

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