Dienstag, 18. November 2008

Mein Verhältnis mit der Maus

Der Mausestro. Der Dirigent Disneys. Meine Damen und Herren: Micky Maus!

Heute vor achtzig Jahren feierte ein fast achtminütiger, schwarz-weißer Cartoon seine Weltpremiere. Dass noch heute über dieses Ereignis berichtet wird, hat der Kurzfilm seinem für damalige Verhältnisse bahnbrechenden Einsatz des Tons zu verdanken. Die Tonspur wurde so gewitzt und technisch makellos mit dem wilden Cartoongeschehen synchronisiert, dass sich bis heute harktnäckig der Irrglaube hält, dieser Film wäre der erste vertonte Zeichentrickfilm, ja, sogar der erste Tonfilm überhaupt gewesen.
Wahrscheinlich wäre dieser Trickfilm trotzdem längst in Vergessenheit geraten, wären die Köpfe hinter ihm nicht so klug gewesen nach dem einschlagenden Erfolg flux die zuvor produzierten, stummen Cartoons Plane Crazy und The Gallopin Gaucho auf gleiche Weise zu vertonen und in Windeseile zahlreiche weitere Filme mit der Hauptfigur zu produzieren. Von 1928 bis 1937 erschienen 74 Schwarz-Weiß-Cartoons mit ihr, und der hohe Einfallsreichtum der Filmchen mit grpßer Gagdichte machte aus ihr die populärste Cartoonfigur. Spätestens, als ihre Macher das Merchandising-Geschäft für sich entdeckten und eine Armbanduhr mit der kleinen Cartoonfigur durch die hohe Nachfrage eine ganze Firma vor dem Ruin rettete, wurde diese Figur unsterblich.

Micky Maus wurde in den Jahren nach seinem Debüt in Steamboat Willie zum perfekten, wahren Beispiel für den amerikanischen Traum. Sein Erfinder Walt Disney stieg vom Farmerssohn zum König des Zeichentrickfilms und zum kreativen Übervater Hollywoods auf, der international gefeiert wurde. Schon früh war Micky mehr Symbol als Charakter, mehr Markenzeichen denn einvernehmender Leinwandheld. Allerdings waren seine frühen Cartoons so stark, dass Micky trotzdem lange Zeit als Überfigur behandelt wurde.

Mitschuld an Mickys Scheitern war sein Erfolg: Micky wurde so beliebt und allgegenwärtig, dass Eltern befürchteten, ihre Kinder würden die frechen Spielereien der eigentlich so lieben Maus nachstellen. Micky musste weichgespült werden, um seine Rolle als die Trickfilmfigur der Trickfilmfiguren, als Repräsentant der Disney-Studios gerecht zu werden.
Die konsequente Folge: Neben ihm agierten neue, kantigere Figuren. Die ungleich mehr Charme auf die Zuschauer ausübten und beliebter wurden.

Ich möchte Micky hiermit keinesfalls sämtliches Charisma absprechen und ihn als leeres Blatt bezeichnen. Micky ist schon eine eigene Marke und er hat sich so seine eigene Fangemeinde aufbauen können, zweifelsfrei. Aber die Figur Micky steht zweifelsfrei im Schatten des Symbols Micky Maus. Und da Mickys Charakter eh schon recht schwammig definiert ist, ist es für ihn schwerer, solche passionierten Fans anzulocken, wie sie seine Leinwandkollegen Goofy, Pluto und Donald haben. Erst Recht mit zunehmendem Alter der Cartoonzuschauer. Immer wieder heißt es in der Sekundärliteratur, dass Micky es bei Kindern noch relativ leicht hat. Er ist charmant, sieht liebenwürdig aus und hat was auf dem Kasten. Erwachsene dagegen sympatisieren eher mit dem Anti-Helden Donald, den unperfekten Tölpeln Goofy und Pluto oder den im Mittelpunkt ungleich komplexerer Ereignisse stehenden Protagonisten der Disney-Meisterwerke.

Ähnliches spielte sich hinter den Kulissen ab: Sobald Donald Solo-Cartoons spendiert bekam, wollten die Disney-Animatoren und -Regisseure viel lieber mit ihm arbeiten als mit Micky Maus. Die Donald-Cartoons versprachen abwechslungsreichere Arbeit, da Donalds Charakter facettenreicher und vor allem wilder ist als der von Micky.
Gerüchte besagen, dass Walt Disneys Frau Lillian Donald genau deshalb gehasst haben soll. Angeblich ertrug sie nicht, dass eine freche und laute Figur das sanftere Alter Ego ihres Mannes und den Grundstein dessen Erfolgs überflügelte.
Auch Pluto war bei vielen Animatoren beliebter als Micky, da sie ihn als eine kunstvolle Herausforderung sahen. Pluto erforderte weil er stumm war eine viel detailliertere, ausdruckskräftigere Animation als die anderen klassischen Charaktere, und so gilt für viele Animationshistoriker sein Kampf mit dem Fliegenpapier in Playful Pluto als die Geburt der Charakteranimation.

Kleine Maus spielt mit großem Sternenhimmel

Der aufgrund dessen gestartete Versuch, Micky Maus aus dem Schatten seiner Leinwandkollegen herauszuholen, ist geradezu charakteristisch für seine Leinwandkarriere: Für den Kurzfilm Der Zauberlehrling sah Disney vor, seiner wohl wichtigsten Schöpfung die aufwändigsten Effekte zu spendieren, ihn in einer leinwandfüllenden Rolle das Publikum verzaubern lassen. Dieses Projekt wurde so kostenspielig, dass ein gesamter Konzertfilm aus ihm wurde, um es irgendwie rentabel zu machen. Doch Mickys Segment sollte weiterhin das Herzstück bleiben, die Neugeburt einer Trickfilmlegende.
Der Auftritt der Maus in Fantasia spielt die Stärken der früheren Maus-Cartoons neu aus. Seither lernten die Disney-Studios dazu, die Filmtechnik entwickelte sich weiter, die finanziellen Möglichkeiten waren ungleich größer. Ein wenig mutet es an, als hätte man Micky die modernere und epochale Variante seiner alten Rolle in die Hände gelegt. Die Spießer-Maus durfte wieder ein wenig Schabernack treiben, charakterliche Schwächen wie Übermut, Zorn und Faulheit zeigen. All dies jedoch mit spielerischem, undschuldigem Witz, Micky war kein Frechdachs, er war nur der Macht des Zauberhutes nicht gewachsen.

Formell ist dieses Fanatsia-Segment ebenfalls eine verbesserte Abwandlung der älteren Kurzfilme: Er begeistert aufgrund der sämtliche Konkurrenz überragenden Animation (wobei Fantasia im Gegensatz zu den Cartoons der 20er und früheren 30er noch heutzutage als Maßstab gültig ist), einer optimalen Inszenierung sowie seinem unvergleichlichem Musikeinsatz, der an Perfektion grenzenden Synchronität von gezeigtem und hörbarem. Der Zauberlehrling ist in seiner Bildgewalt und musikalischen Sprachfähigkeit unbestritten anspruchsvoller, als die alten Slapstick-Cartoons in Schwarz und Weiß, für Micky ändert sich dadurch aber nicht viel. Worauf ich hinaus möchte ist nämlich, dass Micky in vielen seiner größten Filmmomente rein theoretisch austauschbar wäre. Der Zauberlehrling funktioniere auf erzählerischer Ebene mit vielen anderen Disneyfiguren genauso gut, lediglich Mickys Ruhm und seine Stellung in den Disney-Studios beeinflusst im Falle von Fantasia bei den Zuschauern das Seherlebnis auf einer unterbewussten Ebene.
Es ist nicht unmöglich mit Mickys als Protagonisten gute Filme zu machen, nur erklärt sich deren Klasse dann mehr durch die Inszenierung, als durch den Charakter der Hauptfigur. Diese Cartoons sind dann wegen der Handlung, den Pointen, der Regie oder ihrer Musikwahl so großartig.
Vor allem der frühe, frechere Micky könnte eigentlich nahezu jede andere Figur der damaligen Zeit sein. Sie alle trieben bunten Schabernack. Und der spätere Micky ist vornehmlich ein Allerweltsspießer. Er könnte jederman sein, zugleich allerdings auch niemand - zumindest meiner Meinung nach. Andere sehen in seiner simplen Charakterdefinition, die nur ein paar Grenzen vorgibt, sicherlich Potential für eine leichtere Identifizierung. Möglich wäre es. Bei mir funktioniert das aber nicht.

Dies gilt übrigens sowohl für den Cartoon-Micky, als auch für den Comic-Charakter. Auch in den Comics sehe ich Micky als zu ungeschliffen an. Er ist eine gute Seele mit Grips, mehr Eigenheiten sehe ich bei ihm nicht, und auch wenn es in Literatur und Film ähnlich undefinierte Figuren gibt, so gelingt es bei manchen von diesen, dass es sich bei ihnen zu einem Vorteil wandelt, nicht jedoch bei Micky.
Ich gehe so weit zu sagen, dass viele der Micky-Comicjünger die mehr Micky-Geschichten im Lustigen Taschenbuch fordern, eigentlich bloß mehr Geschichten im Stile der älteren Micky-Abenteuer und -Krimis lesen möchten. Manchen geht es sicherlich auch um die Figur, die meisten dagegen werden wohl nur wieder diese Qualität in den Comics haben wollen. Das ginge rein theoretisch mit vielen anderen Figuren.
Ob de Vita, Cavazzano oder Murry, unter ihrer Feder entstanden großartige Maus-Geschichten. Aber selbst die größten dieser Comics sind "bloß" wegen der toll geschriebenen Geschichte und den gelungenen Zeichnungen so großartig. Ich sehe in ihnen, sofern Micky der Dreh- und Angelpunkt ist, bloß keine Charakterstücke.
Das macht die Comics nicht schwächer. Dan Browns Romane etwa könnten ebenfalls allesamt mit einem neuen Protagonisten auskommen. Sie sind wegen der Verschwörungstheorien so populär, nicht etwa weil Langdon die packendste literarische Figur der letzten Dekaden ist.

Dass in Disneyforen so viele weniger Ducks und mehr Micky fordern ist nicht einer größeren Liebe zum Charakter geschuldet, sondern bei einem Großteil der Leute mehr einem verständlichen Wunsch nach Abwechslung sowie einer Überdrüßigkeit der schlechten Duck-Comics der vergangenen Jahre. Und das möchte ich ihnen nicht abspenstig machen, denn Micky ist eine ideale Figur für weniger charakterzentrierte Handlungen. Irgendein kluges Kerlchen muss in der Geschichte vorkommen und es klappt. Der Vorteil an Micky: Die meisten Krimigeschichten funktionieren deshalb sehr gut mit ihm im Mittelpunkt. Er passt sich sehr gut hinein, Donald dagegen wäre zu ungeduldig und impulsiv. Da müsste schon eine Phantomias-Geschichte her, was den Stil wieder verändere...

Vielleicht drücke ich mich etwas polemisch aus, wenn ich sage, Micky sei die Blankokarte, der mit ein paar Regeln ausgestattete Freifahrtschein, das gebe ich zu.
Dabei möchte ich Mickys Ruhm nicht beflecken. Es gibt gute Comics mit ihm, und auch gute Cartoons, und vor allem ist er schwer zu hassen. Manchmal nervt vielleicht seine Besserwisserei, doch eine waschechte Abneigung kann man gegen Micky kaum entwickeln. Man kann für ihn vielleicht Gleichgültigkeit empfinden, wenn man abgehärtet ist.
Vor allem sollte man vor Micky Respekt haben, denn seine Bedeutung für den Disney-Konzern ist nahezu unermesslich.

Mit Micky begann alles, und mit seinem Charme und seinem hohen Wiedererkennungswert steht er auch stellvertretend für Disneys Schaffen. Micky hat sich seine Position als Disney-Frontfigur verdient, was allerdings nicht bedeuten soll, dass man Micky auf diese Funktion beschränken sollte. Wie bereits erwähnt, kann man mit Micky gutes schaffen, und er hat es nicht verdient ein Schattendasein auf Briefköpfen und in Studiologos fristen zu müssen, ab und zu unterbrochen von Ausflügen ins Kinderprogramm. Und auch wenn Micky wegen seiner Gestaltung ein ideales Stofftier ist, darf er keineswegs nur durch solche Produkte weiterleben. Ja, Micky ist sozusagen der Teddy unter den klassichen Disneyfiguren (obwohl Winnie Puuh ihm in den letzten Jahren den Rang streitig macht), ideal zum knuddeln, süß und harmlos - ja, es ist seltsamerweise logisch, dass es mehr Merchandising von ihm gibt als von Donald, Goofy und Pluto, obwohl sie als Filmcharaktere beliebter sind. Design und Mickys Historie macht ihm zum optimalen Dekogegenstand. Das darf er gerne zusätzlich zu seiner eigentlichen Aufgabe als Comic- und Filmheld sein. Nur beschränkt sich Disney tragischerweise auf den ersten Part.

Der Prinz und der Bettelknabe zeigte zuletzt, wie man Micky auch in Zeiten der Disney-Trickfilmrenaissance treu seines Charakters behandeln kann (Micky Monstermaus sehe ich von der Stimmung her Mal als offizielles und herrlich-schräges Spaß-Fanprojekt, ohne die klassische Figur zu verletzen).
Es war eine zu ihm passende Geschichte, mit Micky funktionierte sie besser als sie es mit anderen Disney-Helden in den Hauptrollen hätte. Die Reduzierung auf einfache Charakterzüge, wie sie auf viele Figurne zutreffen könnte (fröhlich, nett, gewitzt), ohne zusätzliche Attitüden aufzuweisen ermöglichte es ihm, die altbekannte Geschichte, das freudige Wiedersehen mit ihm und seinen Freunden, das Drama und den Humor zusammenzuhalten. Micky war sozusagen das Bindemittel der einzelnen Elemente dieses Kurzfilmes, so wie er einst das beliebte Bindeglied zwischen Musik und Pointe war. Ja, so eine Charakterdefinition wird ihn als alleinstehende Figur nie mein Herz erobern lassen, und oft ist er austauschbar, doch für diese Stoffe ist er wie geschaffen.
Heute an seinem Geburtstag musste ich ihm wieder Erfolge solcher Natur wünschen. Damit er seine Würde wiedererlangt.

Denn eben diese von mir gelobte Eigenschaft Mickys verbindet ihn gewissermaßen mit seinem Schöpfer.
Walt Disney war alles andere, als ein begnadeter Drehbuchautor. Oder Regisseur. Geschweige denn ein Zeichner oder Finanzmann. Gute Güte, Walt Disney verprasste sein Geld Hals über Kopf für seine Träumereien. An normalen Maßstäben gemessen wäre er ein grausamer Leiter eines Filmstudios. Doch Walt Disney hielt seine Ideen und Mitarbeiter zusammen, wusste Talent richtig einzusetzen und hatte eine Vision. Letzteres kann man Micky nicht zwangsweise zusprechen, das gebe ich zu. Dafür schafft es Micky in seinen besten Filmen und die einzelnen Elemente irgendwie zusammenzubringen und in seinen besten Comic vereint er das Abenteuer und den spannenden Kriminalfall mit dem alltäglichen, der Hoffnung ein Jedermann (oder ein Niemand?) könne es ihm gleichtun.

In diesem Sinne möchte ich Micky vom ganzen Herzen alles Gute für die nächsten achtzig Jahre wünschen. Micky, du wirst nie zu meinen engsten Lieblingen gehören, doch du hast meinen ganzen Respekt verdient. Du bist das richtige Aushängeschild für Disney und ein Charakter, der sich von selbst nicht in den Vordergrund stellt und die Geschichte an sich reißt. Du bist ein dich anpassender Akteuer in großen Animationsmeilensteinen, hast Animation und Musik ineinander verschmelzen lassen. Setz deine Bosse mal wieder etwas unter Druck und lass sie dir etwas auf den Leib schneidern, dass seine Stärken betont!
Dann müssen wir beim nächsten Jubiläum nicht völlig in Nostalgie versinken.

Happy Birthday, und alles Liebe,

Sir Donnerbold

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2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wirklich sehr schöner Text!
Ehrlich, aber dabei nicht zu dem unverfroreren Schluss kommend, dass Micky überflüssig o.Ä. sei.

Charakterstudien in Literatur und Film sind meistens sehr interessant und zu recht berühmt, daneben gibt es aber genauso viele - wenn nicht mehr - Werke in denen die Geschichte im Vordergrund steht und weniger die Personen; meistens gefallen mir diese mehr. Und für solche braucht es nunmal austauschbare Personen, diese sehr zutreffende Erkenntnis bekam ich beim Lesen. Insbesondere Krimis sind es, in denen die Handlung im Vordergrund steht (krasses Gegenbeispiel: "Twin Peaks" ;-). Spontan fiel mir als weiteres Beispiel dafür der gute alte Inspektor Columbo ein: Er ist weder ein Menschenhasser, noch leidet er an tausenden Phobien oder ein arroganter Cool-Man ist er auch genausowenig wie eine robuste alte Dame oder ein seltsamer Franz... äh pardon, Belgier, sondern ein völlig normaler Mensch mit Stärken und Schwächen, keiner besonderen Biografie und keinen auffallenden Charakterzügen, quasi ein Mensch wie du und ich. Und obwohl er wie Micky, vergleichsweise wenig Auftritte hat, weltweit so mit der erfolgreichste TV-Ermittler überhaupt. Figuren mit starken Charakterzügen polarisieren auch einfach viel zu sehr. Donald mag man entweder oder man mag ihn nicht. Micky eher weder noch.
Dennoch war auch ich immer deine Meinung, dass gerade das Aushängeschild Disneys viel zu viel zurückstecken musste und habe mir deshalb immer mehr mit im gewünscht. Dass dies bei Fans im Comic-Sektor auh so sei, ist mir allerdings neu, da ich den Eindruck habe, dass alles, was nicht mit Barks in Verbindung gebracht werden kann, unter Comic-Fans keine Existenzberechtigung hat. Beim Lesen merkte ich allerdings auch, dass ich mir alte Paul-Murry-Stories wohl auch weniger wegen Micky, als wegen den spannenden Geschichten wünsche. Aber auch da hast du recht: Donald könnte höchstens als Sidekick funktionieren, so wie in den langen Schatzsuchenabenteuern mit Dagobert und zu diesem oder auch zu den Neffen würden Detektivstories nicht passen. Von totalen Charakterfiguren wie Düsentrieb, Dussel, Franz,... fange ich gar nicht erst an.

So ganz weiß ich nocht nicht, wie ich mit dem alten micky umgehen soll. Es lässt sich nunmal nicht leugnen, dass die Maus, die in "Steamboat Wille" Tiere gequält hat eben nicht Oswald, Bugs Bunny oder sonstwer ist, sondern auch Micky! Daher kann man es nicht einfach ignorieren. Hier zeigt sich dann aber auch, dass Micky später eben doch nicht völlig charakterlos war, sonst würde hieraus kein Konflikt entstehen. Vielleicht kann man es damit entschuldigen, dass auch der geduldigste Mensch irgendwann mal "Aussetzer" hat.

Jedenfalls danke für deinen Artikel zu dem Grundstock dessen, was mein Leben gezeichnet hat.

Sir Donnerbold hat gesagt…

Hi,

erstmal vielen Dank für dein Lob und die ausführliche Reaktion. Freut mich sehr, dass der Artikel Anklang findet.

Auf einen Punkt in deinem Kommentar muss ich unbedingt eingehen:
"Dass dies bei Fans im Comic-Sektor auh so sei, ist mir allerdings neu, da ich den Eindruck habe, dass alles, was nicht mit Barks in Verbindung gebracht werden kann, unter Comic-Fans keine Existenzberechtigung hat."

Es hängt ein wenig davon ab, ob man sich mehr nach den amerikanisch geprägten Comicfans (meistens die, die das "Micky Maus Magazin" favorisieren) oder den italienisch geprägten (LTB) orientiert. Barks wird wohl von allen im Disneysektor vergöttert, doch die LTB-Fans sind anderen Zeichnern gegenüber sehr offen und ziemlich rattig auf die Maus (man verzeih' mir den kleinen Wortwitz).

Ironischerweise können meinen Beobachtungen nach die Heft-Leser eher auf die Maus verzichten... Wenn man das der Einfachheit grob verallgemeinern möchte.

Nochmal vielen Dank für deinen Kommentar. Jetzt habe ich Lust auf eine Columbo-Folge oder einen Poirot-Film. :-)

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