Samstag, 29. November 2008

"Golden Globe"-Kampagnen und mehr von "WALL•E" und "The Dark Knight"

Die Oscar-Werbeanzeigen scheinen sich bei euch bester Beliebtheit zu erfreuen, und das nicht zu Unrecht. Irgendwie ist es doch auch fazinierend, welche Filmszenen die Studios für würdig erweisen, ihren Film einemanspruchsvollem Publikum schmackhaft zu machen. So schmackhaft, dass sie ihn bei wichtigen Filmpreisen nominieren und am besten auch wählen.

Die meisten Anzeigen richten sich tatsächlich gezielt auf die Oscar-Verleihung, doch auch für den Golden Globe lassen die Studios einige Dollar springen.
So auch Warner Bros., die für The Dark Knight ein nachdenkliches, heroisches und aufgrund Batmans Umgebung auch deprimierendes Bild aus Nolans Film wählten, um ihn den Juroren in mehreren Kategorien, darunter Bester Film (Drama) und Beste Musik, vorzuschlagen. Im Gegensatz zum Oscar ist hier die Musik von Hans Zimmer und James Newton Howard nämlich nicht disqualifiziert.


Im Gegensatz zu Disney, die (zumindest in dieser Anzeige) offen ließen bei welchen Filmpreisen High School Musical 3, richtet Universal seine Energie bezüglich Mamma Mia! direkt auf die "Bester Film (Musical oder Komödie)"-Kategorie der Globes. Ob es zum Sieg reicht möchte ich nicht beurteilen, doch da dieses Jahr im Bereich der anspruchsvollen Komödien rar gesät war, rechne ich dieser verfilmten Endorphinüberdosis hohe Chancen auf eine Nominierung an.

Und da die Serie mehrere Globes gewann, kann man sich wohl leider nicht zurücklehnen und hoffen, dass diese Werbeanzeige hier ins Leere läuft:

Diese Burn After Reading-Anzeige zielt zwar nicht direkt auf die Globes, doch dort sollte die verschrobene Komödie der Coen-Brüder am ehesten mitmischen können. Für die Oscars reicht es meiner Meinung nach nicht wirklich. Für die eventuell eintretenden, bunten Pop-Oscars ist er zu zynisch, und für eine "normale" Oscar-Saison zu schräg.

Und zum Abschluss eine weitere WALL•E-Oscaranzeige, die sehr geschickt ein perfekt erlesenes Kritikerzitat einsetzt:
The Director, Andrew Stanton, has conjured up a tender, comical Love Story between two robots whose feelings for each other seem as nuanced and depp as any you're likely to encounter these days in Live-Action Drama.


Oder kurz gesagt: WALL•E ist so gut, wie ein modernes Spielfilm-Drama. Also behandelt den Film gefälligst auch so wie eins.

Recht so. Überhäuft den kleinen Roboter mit Statuetten. Wenn Shakespeare in Love ein "Bester Film" bei den Oscars ist, dann ist es dieser hier schon lange!

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