Samstag, 16. Februar 2008

Ratatouille - 2-Disc Special Edition


Ratatouille - das ist mehr als nur ein neuer Pixar-Film. Ratatouille ist schlicht und ergreifend das mit Abstand beste, was das geniale Animationsstudio aus Emeryville bislang zu Stande gebracht hat. Und das will was bedeuten, schließlich stammen von Pixar auch solche Geniestreiche wie Die Monster AG, Findet Nemo und Die Unglaublichen.

Nun ist Ratatouille also endlich auf DVD erschienen, sowohl als spärlich ausgestattete Single-Disc mit putzig-schönem Cover, als auch in einer 2-Disc Special Edition im glatten Steelbook (mit eher mäßigem Cover).
Da ich aber keine Verpackungen sammle, sondern Filme (und ggf. auch gerne das Bonusmaterial), griff ich trotzdem zum Steelbook.

Nachfolgend meine Rezension. Der Part über den Film basiert auf meinem Review im Duckfilm-Forum, wurde aber nochmal im Detail überarbeitet. Der Rest (über die DVD, das Bonusmaterial und sonstwas) ist neu.

Der Hauptfilm

Kurze Inhaltsangabe: Die Landratte Remy liebt gutes Essen - doch dies stößt nur auf Unverständnis bei seiner Familie. Seine Sehnsucht nach guten Speisenkompositionen bringt ihm jedoch nicht nur Gespött ein, sie bringt ihn auch in Gefahr, schließlich sind die Menschen, bei denen gutes Essen leicht zu finden sind, nicht sehr froh über Nagetiere in der Küche. Doch die eher talentlose Küchenaushilfe Linguini befreundet sich mit Remy...

Wie ist die Story und Erzählweise?: Kurzum? Vorzüglich! Die simpel klingende Grundidee eines "Fish-out-of-Water" gepaart mit einer ungleichen Freundschaft lässt nichtmals ansatzweise vermuten, wie unglaublich feinsinnig "Ratatouille" in Wahrheit ist! Mit viel Gefühl und Verstand erzählt Brad Bird Remys und Linguinis Geschichte - das Tempo ist dabei bedächtig, aber bei weitem nicht langsam. Es ist exakt so schnell, wie es diese Art von Film einfordert. Denn Ratatouille ist keine wilde Komödie oder ein romantisches Musicalmärchen (was ja die zwei mit wohl großem Abstand populärsten Trickfilmgenres sind), sondern eine liebevolle, charmante Dramödie (nicht zu verwechseln mit der traurigeren Tragikomödie), eine Art Coming-of-Age-Story, ein modernes Märchen... "Ratatouille" ist vieles, aber nichts, das einen an die Unmengen an anderen CGI-Filmen erinnern könnte.

Das große Dilemma in das sich Remys Leben dirigierte ist klug erzählt und nachvollziehbar, Linguini ist kein dummer, menschlicher Sidekick sondern hat eine eigene Seele. Der Druck, der auf den Protagonisten dank Küchenchef Skinner und Kritiker Anton Ego liegt, ist hier nicht der Treibstoff der Geschichte, es sind die Figuren und ihre Stärken und Schwächen, die den Film zum Laufen bringen. Hier trifft schon ein bisschen europäisches Flair ein - der Film nimmt sich auch Zeit für kleine, liebevolle Vignetten und hetzt nicht von einem großen Schauwert und laut angekündigten Plottwist zum anderen. Und trotzdem vergehen die fast 2 Stunden wie im Fluge. Halt ganz großes Kino.

[spoiler]Besonders sei noch das ungewöhnliche, "graue" Ende zu erwähnen, dass einen lächelnd aus dem Film entlässt, aber trotzdem weit ab vom üblichen Happy-End Marke 08/15 entfernt ist.[/spoiler]
Animation und Design: "Ratatouille" wird noch zum Lehrfilm für Pixar-Neulinge: Alles, was die Pixar-Optik zu was besonderem macht ist in "Ratatouille" vorhanden - und noch das gewisse Etwas, das diesen Film von seinen "Vorgängern" abhebt. Die Sets zum Beispiel sind wirklich atemberaubend. Ob das rustikale Frankreich, das edle Restaurant Gusteau's, dessen hektische Küche oder die atemberaubende Stadt der Liebe bei Nacht: Die Bilder sehen so unwahrscheinlich echt aus, dass man vergisst einen Trickfilm zu sehen - zugleich ist alles jedoch so sehr stilisiert, dass es ein künstlerisches Gesamtbild abgibt. Am besten kann man es meiner Meinung nach am Beispiel von Paris erklären: Die französische Hauptstadt ist eine der schönsten Städte dieser Welt - aber die romantisierte Version aus den Augen der Pixar-Schöpfer ist noch viel beeindruckender:



Ähnlich wie es schon bei "Findet Nemo" der Fall war: Die faszinierende Unterwasserwelt des Great Barrier Reef ist in der Pixar-Welt einfach noch eine Klasse schöner...

Die menschlichen Figuren folgen dem Beispiel des Klassenprimus "Die Unglaublichen" - statt befremdlich-photorealistische Menschen oder künstliche Plastikpuppen auf die Leinwand zu bannen, entschlossen sich die Animatoren erneut Karikaturen zu kreieren. Dies hilft dem Film ungemein: Durch diesen plausiblen "Unrealismus" lässt sich Linguini Marionetten-artig durch den Film dirigieren, was herrlichen Slapstick mit sich bringt, aber nie aufgesetzt wirkt.
Auch die Größenunterschiede zwischen einzelnen Charakteren sind völlig unrealistisch und besondere Körpermerkmale sind überspitzt dargestellt - dabei bleiben die Figuren jedoch "plausibel" und menschlich und vorkommen äußerlich nicht zu Witzfiguren. Was ja auch ihrem Wesen entspricht. :-)

Die Ratten sind, wie sollte es auch anders sein, extrem putzig und liebenswürdig gehalten. Aber keine Sorge, sie sind keine bloßen Plüschfigur-Werbemaskottchen. Remy hat besonders ausdrucksstarke Augen und auch seine Körperbewegungen sind gute Beispiele für hervorragende Charakteranimation. Einen Bonuspunkt bekommt das Team um Brad Bird für seinen Einfallsreichtum:
[spoiler]
Remy erklärt, dass er lieber auf zwei Beinen laufen möchte um sein Essen nicht zu beschmutzen- dies macht die Figur designtechnisch menschlicher und ermöglicht eine stärkere Darstellung seiner Emotionen, da er nun menschenähnlich gestikulieren kann[/spoiler]

Der an Disney-Cartoons der späten 50er Jahre erinnernde, im Limited-Animation-Stil gehaltene Abspann ist dann noch ein letztes Sahnehäubchen.
Der Humor: Von ein paar guten und soliden Slapstickeinlagen abgesehen gewinnt der Film seine Lacher durch Wortwitz und optischen Einfallsreichtum. [spoiler]So hat das Arbeitszimmer des unheimlichen restaurantkritikers Ego die Form eines Sargs und seine Schreibmaschine erinnert an einen Totenkopf.[/spoiler]

In Massenszenen gibt es in jeder Ecke der Leinwand was zu entdecken und ab und an gibt es charmante Hommagen an Frankreich zu entdecken.
[spoiler]Als Remy aus der Kanalisation läuft und dabei unwissend einen Streifzug durch Paris unternimmt kann man z.B. sehen wie eine Frau ihren Liebhaber mit einem Revolver bedroht - nur um ihm kurz danach leidenschaftlich um den Hals zu fallen. Die französische Filmschaffenseriode des "poetischen Realismus" - und ihr Einfluss auf den Film noir - lässt grüßen.[/spoiler]

Die Synchro: Wie heißt es so schön im Anti-Raubkopie-Trailer von "Ratatouille"? Genau, auch der Klang ist entscheidend für den erstklassigen Genuss. Leider wird dieser ab und an jedoch von einer lieblosen, auf große Namen schielende Synchronisation zerstört.

Nicht so bei "Ratatouille": Die Stimme der Hauptfigur Remy, die Synchronregie und das -buch übernahm Axel Malzacher, bekannt als deutsche Stimme von Jack in "Will & Grace" und Lord Cutler Beckett in PotC 2 & 3 hat einen großartigen Job geleistet. Remy ist leicht verschroben, extrem sympathisch und kann seine Emotionen hervorragend ausdrücken.
So wurde Axel Malzacher auch zu meinem persönlichen Lieblingssynchronsprecher des Jahres 2007. Er war ein vorzüglicher kalt-ironischer Bösewicht in PotC:AWE, und als Remy überzeugte er mich sogar noch mehr. Dieser vielsichtigen Figur eine gute Stimme zu verleihen stelle ich mir unglaublich schwer vor, zumal man Remy knapp ein Jahr lang schon mit anderer Stimme hörte (nämlich im Teaser zum Film). Doch Malzacher, der außerdem für die deutsche Fassung von "Scrubs" verantwortlich ist (und dort wunderbar sämtliche vermeintlich unübersetzbaren Stellen problemos ins Deutsche übersetzt und in der 2007er Staffel vorzüglich ein Klo sprach), ließ Remys "alte" Stimme sofort in Vergenssenheit geraten.

Und auch die anderen Rollen wissen zu überzeugen, ganz besonders gefielen mir (neben Remy natürlich) Donald Arthur als liebevoller, gemütlicher Koch Gusteau und Michael Caines Stammsprecher Jürgen Thormann als unheimlicher Restaurantkritiker Anton Ego.
[Spoiler]Vor allem letzter liefert am Ende des Film seine hoffentlich in die Disney-Geschichte eingehende Sprecherleistung ab, als er seine Kritik vorliest. Diese "Rede" ist fantastisch geschrieben und so wunderbar gesprochen, dass mir jedes Mal richtig warm ums Herz wird, wenn ich diese Szene sehe. [/Spoiler]

Und die Promis? Nun, außer Tim Mälzer gibt es keine "echten" Promis. Und um ehrlich zu sein... Ich habe Mälzer im Kino nicht raushören können. Da ich mich auch nicht über dessen Rolle informiert hatte, musste ich erst zu Hause nachlesen, welche Figur von ihm gesprochen wurde.
Nun, entweder hatte ich was an den Ohren oder Mälzer hat einen wirklich guten Job hingelegt. Seine Figur hat zwar sehr wenig Text, aber gehörte trotzdem zu den witzigsten Nebenfiguren. Bleibt nur die Frage, weshalb man ihn dann engagierte, wenn man ihn doch eh nicht erkennt. Aber das ist im Grunde doch auch wieder egal, oder?

Die Zielgruppe: Hätte ich den Film damals in einem Kinosaal gesehen, in dem ich der jüngste gewesen wäre, ich wüsste nicht, ob er Kindern gefallen würde. Er erinnert in nahezu keiner Szene an einen Kinderfilm und die Storyline schien mir eher Leute anzusprechen, die schon Versuche gestartet hatten flügge zu werden oder sich selbst zu finden.
Doch ich habe Ratatouille mit Kindern gesehen, und so weit ich das sagen kann, waren sie begeistert. Remy eroberte schnell das Herz der Kinder, genauso wie sein verfressener Bruder. Der Slapstick zog wie immer bei allen Altersklassen und, was mich besonders überraschte, gerade die Szenen, die mein Animationsfan-Herz haben höher schlagen lassen begeisterten auch (hörbar) die jüngeren Kinogänger. Die beeindruckenden Kamerafahrten in manchen Szenen und die tolle Bildkomposition verfehlten ihre Wirkung keineswegs.
[spoiler]Und auch die zwei kurzen an Fantasia erinnernden Szenen, in denen Remy die Wirkung guten Geschmacks erklärte kamen sehr gut an, was mich positiv überraschte.[/spoiler]

Trotzdem ist der Film sichtbar mehr an ältere gerichtet. Erzählstil, Optik und Charakterzeichnung sprechen Leute über dem Alter des "Trickfilm-Klischeepublikums" überdeutlich an.

Aber, wie sagen die Leute bei Pixar doch so gerne, sie machen ja keine Filme für Kinder oder Erwachsene. Sie machen Filme für sich. Und das merkt man nicht nur, das freut einen. Bei Pixar scheint man einen exzellenten Geschmack zu haben.

Pixar-o-Meter: In meinen Augen steigerte man sich bei den Pixar Animation Studios ja von Film zu Film. Während mir Toy Story (rein perönlich gesehen) nicht mehr als ein "joah, okay" abgewinnen konnte, sehe ich "Die Unglaublichen" als großes Meisterwerk an. "Cars" verpasste dieser Statistik einen kleinen Blechschaden und reihte sich nur knapp über dem sehr guten "Toy Story 2" ein. Doch Ratatouille bügelt diesen Fehler wieder aus: Remy und seine Kumpane sind nochmal ein dickes Stück besser als die Superheldenfamilie um Bob Parr.

Und wenn WALL*E auch nur die Hälfte von dem hält, was ich mir von ihm verspreche, muss die französische Landratte die Pixar-Goldmedaille bald wieder abgeben...

Bis dahin sieht es bei mir also so aus:


Fazit: Rundherum gelungenes Kino für die ganze Familie, das in diesem Falle den Erwachsenen und Cineasten noch mehr gefallen wird als es den anderen eh schon tut. Ratatouille wird noch in Jahrzehnten als gutes Beispiel für großartiges Animationskino dastehen können.

Die DVD
Verpackung und all das: Das Steelbook glänzt ein wenig und ist im Gegensatz zum üblichen Standard-Steelbook nicht metallisch-rau, sondern glatt lackiert. Wenn man sich nun auch noch für ein schönes Cover entschieden hätte, wäre die Verpackung dem Film würdig.
Den DVDs liegt der neue Disney-Flyer bei, welcher dem halbwegs gut informierten DVD-Sammler allerdings auch keinerlei neue Informationen bietet. Außerdem liegt ein Flyer für ein Disney-Gewinnspiel bei.
Menüs, Trailer und Technik: Auf der ersten Disc begegnet dem Zuschauer das neue Disney-Home-Entertainment-Erkennungsvideo (Logo kann man dazu ja nicht mehr sagen). Schon erstaunlich, dass sich eine vermeintliche Schnapsidee wie eine Verfilmung einer Wildwasserbahn innerhalb so kurzer Zeit zu einem der größten Disney-Hits mausern kann, so dass diese das Video eröffnen darf.
Es folgen einige Trailer, darunter für die Platinum Edition von 101 Dalmatiner, Aristocats und Wall•E. Auf der zweiten Disc kann man über das Hauptmenü ebenfalls einige zusätzliche Trailer anwählen.
Die Menüs sind alle sehr liebevoll im Stil des Abspanns gehalten und auch zum Großteil animiert. Auf der zweiten Disc verstecken sich auch wieder ein paar Easter Eggs.
Zur Technik muss man nicht mehr viel sagen. Wie bei jedem neueren Pixar.Film ist auch hier das Bild glasklar, Fragmente frei und gestochen scharf, der Ton ist klasse abgemischt.

Die Extras:
Im Gegensatz zu den aktuellen Trickfilmen aus dem Hause Disney, wissen die Pixar-Streifen stets auch mit dem Bonusmaterial zu überzeugen. Sofern sie nicht von Autos handeln.
Die 2-Disc-Edition von Ratatouille hat mehrere sehr interessante Hintergrundberichte zu bieten, unter anderem über die Gestaltung des Essens, der Stromschnellen und von Paris. Insgesamt laufen diese Extras leider nur recht kurz und bieten nicht mehr als einen Überblick. Außerdem gibt es internationale Werbespots zu sehen, kurze Porträts der Charaktere und mehrere geschnittene Szenen inklusive Intros vom Filmteam. Pixar-typisch gibt es auch wieder ein paar Easter Eggs zu entdecken, darunter eins über das Wort "Yes!" und eins über das Problem, einen Titel für den Film zu finden.
Besonders herausragend sind aber mal wieder die Kurzfilme: Lifted (Gary Rydstroms Regiedebüt) wusste schon im Kino zu begeistern, und der exklusive Kurzfilm Dein Freund, die Ratte mit Remy und Emile ist ein waschechter Brüller, vor allem für Kenner der Disney-Educational-Shorts.

Alles in allem sind die Extras zwar vom Niveau der Unglaublichen, der Monster AG und Nemo entfernt (dafür kommt der Making-of-Part einfach zu kurz), aber unter den Pixar DVDs nimmt das Steelbook von Ratatouille einen sehr guten vierten Platz ein.

Doch schon der Film allein macht diese DVD zu einem absoluten Pflichtkauf!

5 Kommentare:

Marco Arndt hat gesagt…

Schöne Kritik Sid, wobei ich sie schon kenne. Deine Meinung zu den Exztras kann ich nicht ganz teilen, hatten für mich Qualität als Werbematerial, mehr nicht, und aus den Podcast Videos haben sie ja auch nicht die genommen, die wirklich großartig Interessierten. Aber dafür, das nur wir Europäer die 2 Disc Edition bekommen (glaub ich), sind diese ganz in Ordnung.

Deine Meinung zum Film teil ich, aber nich zu Lifted^^

Anonym hat gesagt…

Der Film funktioniert relativ problemlos bei Kindern, unsere Tochter liebt den Film. Ist aber auch irgendwie vorbelastet. Lifted ist in meinen Auge absolut genial und für mich als X-Files-Fan endlich eine Erklärung. . .

PS: Über Toy Story als schlechtesten Pixar solltest du noch einmal nachdenken,
wirklich!!!!

WildBillKelso

Sir Donnerbold hat gesagt…

@ WildBillKelso:
Freut mich wieder von dir zu lesen. :-)
Dass die Kinder, die bei meinem ersten Kinobesuch nicht die einzigen sind, die an "Ratatouille" Gefallen haben ist schön zu erfahren. Wenn ich die paar Reaktionen nämlich nicht mitbekommen hätte, würde ich tatsächlich ein bisschen zweifeln. Welche Szenen gefallen deiner Tochter denn besonders?

Dass ich irgendwann nicht weiter ungeschoren davon komme, "Toy Story" als den schlechtesten Pixar zu bezeichnen wusste ich. Es war nur eine Frage der Zeit. *g*

Ich bin mittlerweile schon so weit, "Toy Story" bloß als den Pixar zu anzusehen, der mir persönlich am wenigsten gefällt. Die objektive Qualität des Films zweifle ich ja gar nicht mehr an.
Naja, sollte Pixar so weitermachen wie bis jetzt, wird in einigen Jahren ja Teil 3 mein Lieblingspixar sein. Vielleicht sehe ich "Toy Story" dann auch in einem besseren Licht?

Hab in der Hinsicht bitte etwas Geduld mit mir. :-)

Anonym hat gesagt…

Hi, da bin ich wieder.
Ich finde deinen Blog echt interessant, frage mich nur, wann du die Zeit für all das findest?!?!

Zu Ratatouille:
Es sind natürlich die humoristischen und Slapstickszenen, die mein Töchterchen erfreuen: Remy und sein Bruder, alle Gags mit dem kleinen Koch unter der Mütze und gerade das Lernen des Kochens, da sie gerade auch in einer solchen Phase steckt, bringen sie zum Lachen.
Ihr Lieblings-Pixar könnte übrigens WALL-E werden, ist aber wohl zur Zeit (nicht Lachen, ich habe sie nicht beeinflusst) Toy Story 2, gefolgt von TS1 und Monster AG.
Apropos WALL-E: Ich bin mir, obwohl ich alle Teaser und Trailer schon öfters gesehen habe, noch nicht sicher wie es mit der Musik bei dem Film wird. Die Latein-amerikanische Musik gefällt mir sehr gut, ob die aber im Film vorkommt, bezweifele ich.
Ich hatte mal einen Bericht über den San Diego ComiCon gelesen, bei dem ein längerer Ausschnitt gezeigt und live vertont wurde. Dann noch die Info über Peter Gabriel und meine Zweifel kommen wieder auf. Obwohl er ja auch eventuell nur im Vor/Abspann vorkommt wie Robiie Williams oder Rob Thomas mit Little Wonders bei den Robinsons.

Ok, man ruft mich zum Nacktmull-Rap!

Gruß,
Olaf

Sir Donnerbold hat gesagt…

Vielen, vielen Dank für das Lob! Freut mich ehrlich, dass der Blog gefällt. :-)

Zeit ist eigentlich gar kein so großes Problem. Momentan habe ich ja Semesterferien, und wenn ich Uni habe, schreibe ich meine Blogeinträge gerne mal zwischen den Vorlesungen vor, um sie dann zu Hause zu posten.
Jetzt in den Ferien poste ich in Foren und in meinem Blog hauptsächlich wenn ich gerade warten muss. "Abends Pokerabend bei Freunden, gerade für Germanistik gelernt und nun zwei Stunden Zeit? Mh, da gab's doch noch diesen einen Blogeintrag, den du schreiben wolltest..."

Allerdings muss ich zugeben, dass ich durchaus ab und zu länger brauche, als ich gedacht habe. Meine Rezension zu Sweeney Todd sollte zum Beispiel spätestens Freitag Nacht draußen sein.

Wenn ich mir so durchlese, wie deine Tochter auf die Pixars reagiert kann man ja schon richtig vermuten, dass guter Geschmack ja doch vererbbar ist. Das macht Hoffnung.

Die Musik von WALL-E wird ja laut IMDb von Thomas Newman geschrieben, der ja auch bei Nemo einen guten Job machte. Bliebe die Frage, wo Gabriels Arbeit vorkommt. Ich tippe genau wie du auf den Abspann. Kann mir nämlich kaum vorstellen, dass Gabriel in Collins-Manier während des Films mehrere Lieder aus dem Off singt. Davon hätte man bereits gelesen.

Die Musik aus dem Trailer stammt ja aus Gilliams "Brazil". Ich könnte mir vorstellen, dass man sie vlt. in einer Szene kurz verwendet, als eine Art Hommage, aber viel wahrscheinlicher wird man ganz auf Newman setzen. Ich tippe auf Musik im Stil älterer Sci-Fi-Filme.

Viele Grüße

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