Dienstag, 15. April 2008

Der letzte der "Nine Old Men" verlässt uns


Disney-Fans traf nun ein herbes Schicksal.

Mit Ollie Johnston verstarb gestern der letzte bislang verbliebene der legendären "Nine Old Men" - jenen neun Animatoren, die dem Maestro höchstpersönlich besonders beeindruckten. Die neun großen Meister der Animationskunst, die den Zeichentrick mit ihrer Arbeit aus dem Feld der simplen Schwarz-Weiß-Slapstick-Blödeleien rausholten und zu einer Kunstform machten.

Mit seinen 95 Jahren wurde der am 31. Oktober 1912 in Palo Alto (in Kalifornien) geborene Johnston für den passionierten Disney- und Animationsliebhaber in den vergangenen Jahren zum Sprachrohr der vergangenen Ära. Johnston teilte seine Erfahrungen nicht nur in zahlreichen Bonusmaterialien mit und gab den Fans einen Eindruck davon, wie es unter Walt im Disneystudio so aussah - er stand auch für seine jüngeren Kollegen stets mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem war er zusammen mit seinem engen Freund Frank Thomas (ebenfalls einer der "Nine Old Men") Co-Autor verschiedener Bücher über den Animationsfilm.
So rettete er die Erfahrungen dieser Animationspioniere in die heutige Zeit.

Dies brachte ihm besonderen Respekt unter seinen Kollegen ein. Der Regisseur von Die Unglaublichen und Ratatouille verewigte ihn in seinem Erstlingswerk Der Gigant aus dem All und gab ihm mit Thomas zusammen einen Cameo-Auftritt in Die Unglaublichen.

Ollie Johnston haben wir solch unvergessliche Momente wie die Bella Notte-Sequenz in Susi und Strolch, die enge Freundschaft zwischen Balu und Mowgli oder auch die Neckereien zwischen Käpt'n Hook und Mr. Smee zu verdanken und ohne ihn hätte Bambi nie seinen treuen Freund Klopfer erhalten.

Das tiefste Beileid geht an seine Freunde und die Hinterbliebenen in seiner Familie.

In unseren Herzen wird er ewig Leben, seine Arbeit wird jede Generation auf's neue begeistern.

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