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Dienstag, 12. August 2014
O Captain! My Captain!
Als ich in der Nacht vom Montag, dem 11. August 2014, auf den heutigen Dienstag die Eilmeldung las, Robin Williams sei gestorben, habe ich diese Worte erst gar nicht fassen können. Ein Teil meines Gehirns redete mir erfolgreich ein, dass diese Aneinanderreihung von Buchstaben keinen Sinn ergebe. Als ich dann aber den ersten Nachruf las und eben jene Worte direkt unter einem Bild des von mir seit Kindheitstagen geliebten Schauspielers sah, brach die Illusion zusammen, das alles sei einfach nicht wahr.
Dass ich auch Stunden später immer und immer wieder an ihn und sein Werk denken muss, ist ein Testament seines ungeheuerlichen Talents. Auch wenn er vier reguläre Golden Globes sowie einen Ehren-Globe für sein Lebenswerk erhielt und obendrein bei seiner vierten Academy-Award-Nominierung endlich seinen lang verdienten Oscar gewann, so sehe ich in ihm noch immer einen unterschätzten Mimen. Mit seiner Beteiligung wurden Filme zwar aggressiv beworben, zum Teil sogar gegen seinen Willen, trotzdem wehte beim Klang seines Namens nie die ehrfürchtige Aura eines begnadeten Meister seines Fachs mit. Oder das glänzende Appeal eines laut umjubelten Superstars.
Vielleicht liegt es daran, dass Robin Williams dank vieler seiner Rollen eine familiäre Ausstrahlung hatte. Als lebensfroher, schlagfertiger Dschinni im Disney-Zeichentrickklassiker Aladdin wurde zum unvergleichlichen Weggefährten, für den selbst die größten magischen Tricks nur einen kleinen Freundschaftsdienst darstellen. Dank Der Club der toten Dichter wird er für immer als der frei denkende, einfühlsame Lehrer in Erinnerung bleiben, den sich jeder von uns wünscht. In Good Will Hunting zeigte er sich als der verletzliche Mentor, der die Stärken seines Schützlings herauszukitzeln weiß. Und dank Komödien wie Jumanji, Mrs. Doubtfire oder Flubber sorgte er für Lacher, die im Kindesalter ebenso zünden wie im Erwachsenenalter.
Doch Williams war mehr als nur der liebenswerte Komiker. Er war auch ein echter Wirbelwind, wie seine Liveauftritte zeigten. Oder leider auch seine Drogeneskapaden. Lange Zeit war Williams ein regelrechtes Partytier, das mit John Belushi um die Häuser zog oder mit einigen Cast- und Crewmitgliedern am Set des Disney-Musicals Popeye nach eigenen Aussagen "bis zum Gehtnichtmehr gekokst" hat. 1986 schwor Williams den Drogen ab und war 20 Jahre lang clean, 2006 kam es zu einem kurzen Rückfall. Im Juli dieses Jahres wollte er einem weiteren Rücksturz vorbeugen und ließ sich prophylaktisch in eine Therapieklinik einweisen.
Dies sind aber nicht die Dinge, die mit ihm für ewig in Verbindung stehen sollten. Oder werden. Denn noch stärker als Williams überdrehte Seite hallt seine tragikomische Ader nach. Ob in Good Morning, Vietnam, König der Fischer, Hinter dem Horizont, Der 200 Jahre Mann oder zahlreichen anderen Filmen: Williams war scheinbar mühelos dazu fähig, nach alter Showmanship-Regel für jeden Lacher auch eine Träne hervorzurufen. Selbst in turbulenten Familienkomödien wie Flubber war er dazu imstande, neben all dem Slapstick auch herzliche Momente in sein Schauspiel einzuarbeiten.
Williams' finsterste Seite kam dagegen leider nur selten auf dem Zelluloid zur Geltung, obwohl er in entsprechenden Rollen so begnadet war. In den Thrillern Insomnia und One Hour Photo war er erschreckend beklemmend und in der Mediensatire Tötet Smoochy betonte er ebenso wie in The World's Greatest Dad die rabenschwarzen Aspekte seines Humors. Eines war aber nahezu allen seiner Darbietungen gemein: Egal wie gut oder schwach ein Film insgesamt war, in beinahe jedem Fall machte Williams ihn besser, drückte ihm seinen Stempel auf und stellte sich trotzdem zugleich voll und ganz in die Dienste des Gesamtwerks.
Oftmals zeigten seine Figuren zudem die Einsamkeit hinter einer fröhlichen Maske. Auf der Leinwand ging es für Williams' Schöpfungen zum Glück zumeist gut aus. Im wahren Leben dagegen gewann leider die Finsternis im Inneren der Frohnatur. Der 63-Jährige verlor den Kampf gegen seine Depressionen und nahm sich laut Polizeibericht sein Leben.
Es ist ein bitteres, tragisches Ende für das Leben eines Mannes, der Millionen von Menschen frohe Stunden bereitete und der auch nach seinem Ableben dank seiner unsterblichen Figuren noch unzählige Menschen unterhalten wird. Aber es bringt nichts, nur an seinen frühen Tod zu denken. Was bleibt, ist Williams' Schaffen. Und dafür: Danke, Sean. Danke, Adrian. Und vor allem: Danke, Dschinni. Und natürlich: Danke, oh Captain, mein Captain!
Donnerstag, 8. März 2012
In Gedenken an Robert Sherman
Robert Sherman (rechts) und sein Bruder Richard (links) am Set von Mary Poppins
Zweifacher Oscar-Gewinner, Preisträger mehrerer der höchsten internen Würdigungen, die der Disney-Konzern zu bieten hat, fünffach Golden-Globe-nominiert und Teil der Songwriter Hall of Fame ... doch vor allem: Mitgestalter der Kindheitserinnerungen mehrerer Generationen, musikalischer Zauberer, dessen Bann zeitlos wirkt. Am Montag ging eine der wichtigsten Stützen des Disney-Erbes von uns, Robert Sherman, die ältere Hälfte des verbrüderten Komponisten-Duos, das mit Mary Poppins, Das Dschungelbuch und zahlreichen anderen Filmen Musik-, Film- und Disney-Geschichte schrieb.
Der am 19. Dezember 1925 geborene New Yorker verstarb im Alter von 86 Jahren. Laut Angaben seines Sohnes Jeffrey verschied er nach monatelangem Ringen friedlich und eines natürlichen Todes. Robert Shermans Lebenswerk kann man nicht besser zusammenfassen, als in Jeffreys Statement zum Tod seines Vates: "Wie er immer sagte, wollte er der Welt Freude bescheren, was ihm zweifelsohne gelang. Seine Liebe, seine Gebete, seine Philosophie und seine Poesie werden eweig weiterleben. Seine Lieder und sein Genie werden für immer Hoffnung, Glücklichkeit und Liebe in diese Welt bringen, die klein, so klein ist."
Dass all dies dem legendären Komponisten mit einer so mühelos scheinenden Dauerhaftigkeit gelang, ist seine wohl bemerkenswerteste Leistung. Der Sohn des russisch-jüdischen Tin-Pan-Alley-Musikers Al Sherman diente im Alter von nur 19 Jahren führte er die erste Truppe alliierter Soldaten an, die das nur wenige Stunden zuvor von den Nazis verlassene Konzentrationslager in Dachau erreichten. Wenige Tage später wurde Sherman im Einsatz ins Knie geschossen, die Folgeverletzung war so schwer, dass er für den Rest seines Lebens auf eine Gehhilfe angewiesen war. Auch im Schoße der Familie war Shermans Leben nicht frei von Spannungen. Obwohl er und sein Bruder professionell eine fruchtreiche, jahrzehntelange Zusammenarbeit genossen, war ihr privates Verhältnis zueinander äußerst kompliziert und angespannt.
Und dennoch war die Musik der Shermans nahezu ausnahmelos freudiger Natur: "Wir mögen die düstere Seite von Dingen nicht, wir wollen die Menschen einfach nur unterhalten. Wir mögen singbare Lieder im Gegensatz zu, beispielsweise, Liedern speziell für musikalisch gebildete Performer. Wir schreiben nicht für jemanden, wir schreiben für jeden", erklärten die Shermans ihre Musik, die zahlreiche Genres überspannte und dennoch stets eine wiedererkennbare Handschrift trug. Mit dieser prägten sie den Klang Disneys auf unvergleichliche Weise mit: Über 200 Lieder schrieben sie für den Disney-Konzern, darunter auch Walt Disneys persönliches Lieblingslied, Feed the Birds aus Mary Poppins.
Die Kooperation ergab sich, da ihr Vater die Sherman-Brüder herausforderte, sich doch als Komponisten und Songtexter zu versuchen. Einer ihrer ersten Erfolge war Tall Paul für Anette Funicello aus dem Mickey Mouse Club, die mit diesem Song 1959 als erste Frau einen Rock'n'Roll-Titel in den Top Ten platzierte und somit ihre Gesangskarriere rasant in Gang brachte. Zugleich wurde dadurch Walt Disney auf die Shermans aufmerksam. Sie machten aus Mary Poppins den beschwingen Klassiker, den wir ihn alle kennen und lieben, schrieben den zahlreichen Statistiken nach am häufigsten gespielten Song der Geschichte (it's a small world) und auch abseits Disneys hinterließen sie mit Dauerbrennern wie Tschitti Tschitti Bäng Bäng ihre Spuren.
Jedem, der sich für Disney, Musik oder kreative Arbeit interessiert, sei in Gedenken an Robert Sherman die einsichtsvolle Dokumentation The Boys empfohlen:
Dienstag, 23. August 2011
Deutschlands Lehrer in Sachen Humor ist verstorben
Wie heute bekannt wurde, verstarb gestern Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot, im Alter von 87 Jahren. Der am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel geborene Karikaturist, Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur sei aufgrund von Altersschwäche "sanft entschlafen", wie eine Sprecherin des Diogenes Verlags im Namen Loriots Hinterbliebenen mitteilte.
Loriot gehörte zu den bedeutendsten und vielseitigsten deutschen Künstlern. Mit seinem feingeistigen Humor brachte er erst als spitzfindiger Cartoonist und ab 1967 auch als Fernsehmoderator und -komiker dem spröden deutschen Bürgertum das Lachen bei. Am bekanntesten wurden seine Fernsehsketche im Rahmen der sechsteiligen ARD-Reihe Loriot, in der er unter anderem gemeinsam mit Evelyn Hamann das Versagen der zwischengeschlechtlichen Kommunikation auf's Korn nahm. Zahlreichen Sketchen, darunter dem Jodeldiplom und dem Weihnachtstrubel bei Familie Hoppenstedt ("Früher war mehr Lametta!") gelang der dauerfristige Eingang in unseren Sprachgebrauch.
Dem unter anderem mit dem Bambi, der Goldenen Kamera, dem Wilhelm-Busch-Preis sowie dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Multitalent gelang es mit seinem besonnen Auftreten und der so ruhigen Art, selbst bei den spießigsten Deutschen auf Akzeptanz zu stoßen. Dabei zog Loriot eben diese stocksteife Natur genüsslich durch den Kakao. Und trotzdem versprühte er stets eine ehrliche, gelebte Würde, die viele Komiker für den Witz abstreifen. Selbst in seinen skurrilsten, subversivesten Momenten schien Loriot über den Dingen zu stehen - vielleicht konnte er genau deshalb so treffende Beobachtungen über den Irrsinn in den langweiligsten Situationen des Alltags machen. Verdientermaßen wurde er dafür zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie ernannt.
Wie wichtig Loriots Schaffen für die hiesige Humorkultur ist, lässt sich kaum zusammenfassen. Möge er in Frieden ruhen. Denn seine unvergesslichen Schöpfungen werden es, glücklicherweise, nicht.
Loriot gehörte zu den bedeutendsten und vielseitigsten deutschen Künstlern. Mit seinem feingeistigen Humor brachte er erst als spitzfindiger Cartoonist und ab 1967 auch als Fernsehmoderator und -komiker dem spröden deutschen Bürgertum das Lachen bei. Am bekanntesten wurden seine Fernsehsketche im Rahmen der sechsteiligen ARD-Reihe Loriot, in der er unter anderem gemeinsam mit Evelyn Hamann das Versagen der zwischengeschlechtlichen Kommunikation auf's Korn nahm. Zahlreichen Sketchen, darunter dem Jodeldiplom und dem Weihnachtstrubel bei Familie Hoppenstedt ("Früher war mehr Lametta!") gelang der dauerfristige Eingang in unseren Sprachgebrauch.
Dem unter anderem mit dem Bambi, der Goldenen Kamera, dem Wilhelm-Busch-Preis sowie dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Multitalent gelang es mit seinem besonnen Auftreten und der so ruhigen Art, selbst bei den spießigsten Deutschen auf Akzeptanz zu stoßen. Dabei zog Loriot eben diese stocksteife Natur genüsslich durch den Kakao. Und trotzdem versprühte er stets eine ehrliche, gelebte Würde, die viele Komiker für den Witz abstreifen. Selbst in seinen skurrilsten, subversivesten Momenten schien Loriot über den Dingen zu stehen - vielleicht konnte er genau deshalb so treffende Beobachtungen über den Irrsinn in den langweiligsten Situationen des Alltags machen. Verdientermaßen wurde er dafür zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie ernannt.
Wie wichtig Loriots Schaffen für die hiesige Humorkultur ist, lässt sich kaum zusammenfassen. Möge er in Frieden ruhen. Denn seine unvergesslichen Schöpfungen werden es, glücklicherweise, nicht.
Freitag, 24. Juni 2011
Eine Frage hatte er da noch...
Der US-amerikanische Schauspieler und Produzent Peter Michael Falk, bestens bekannt als Titellheld der langlebigen Krimireihe Columbo, verstarb gestern, am 23. Juni 2011 im Alter von 83 Jahren.
Der Sohn russischer und polnischer Einwanderer wurde am 16. September 1927 in New York geboren. Bereits im Alter von drei Jahren wurde ein Tumor in seinem rechten Auge entdeckt, welches durch ein Glasausge ersetzt werden musste und wodurch Falk sein charakteristischen, zugekniffenen Blick erhielt, der insbesondere für seine Paraderolle des Columbo zum Markenzeichen wurde.
In der High School entdeckte Falk seine Leidenschaft für die Theaterbühne, der er sich nach seiner Zeit in der Marine intensiver widmete. Der Sprung auf die Kinoleinwand fiel Falk deutlich schwerer als der Start einer Theaterkarriere, so ist beispielsweise überliefert, wie ihn der damalige Studioboss von Columbia Pictures mit der Begründung ablehnte, er könne "für den selben Preis einen Darsteller mit zwei Augen" haben. Dennoch ergatterte er 1960 nach einigen kleinen Rollen in den späten 50er Jahren eine prägnante Nebenrolle als süffisant-boshafter Killer im Gangsterfilm Unterwelt. Für diese Leistung erhielt Falk eine Oscar-Nominierung. Im Jahr darauf war Falk neben der Kinolegende Bette Davis in Frank Capras letztem Film Die unteren Zehntausend zu sehen, wofür er erneut eine Oscar-Nominierung ergatterte.
Falk widmete sich danach wieder vermehrt der Theaterbühne, wo er große Erfolge feierte. Unter anderem erhielt er 1972 für seine Rolle im Broadwaystück Das Nervenbündel den begehrten Tony Award. In Film und Fernsehen absolvierte er vorerst nur noch kleinere Parts, wie etwa in der Kultkomödie Eine total, total verrückte Welt.
Internationale Berümtheit erlang Falk jedoch mit der Rolle des Inspektors (bzw. Lieutenants) Columbo. Obwohl Falk unsterblich mit dieser Figur verbunden ist und sein legendärer, zerknitteter Regenmantel aus Falks Privatbesitz stammte, wurde die Rolle nicht für ihn geschrieben. Columbo hatte seinen ersten Auftritt 1960 in einer Episode von The Chevy Mystery Show, welche zwei Jahre später als Bühnenstück realisiert wurde. Erst als NBC 1968 beschloss, dieses Theaterstück als Fernsehfilm zu adaptieren, fanden Falk und seine populärste Rolle zusammen. Und selbst dies war ein reiner Zufall, da Bng Crosby, der Wunschkandidat für diesen Fernsehfilm, absagte.
Aufgrund des Erfolgs dieses Fernsehfilms wurde um Columbo eine regelmäßige Reihe von Fernsehfilmen gesponnen, die Peter Falk schnell einen Emmy einbrachte. Falk erbat nach sieben Jahren ein Ende der Reihe, da er nicht auf die immens beliebte Ermittlerfigur beschränkt sein wollte. Er war es auch, der sich stets dagegen aussprach, aus Columbo eine wöchentliche Serie zu machen, da dies mit einer zu enormen Fallhöhe einherginge. Falk spielte nach dem zwischenzeitigen Ende von Columbo unter anderem im zum Klassiker gewordenen Fantasyfilm Die Braut des Prinzen mit, außerdem spielte er sich selbst in Wim Wenders Der Himmel über Berlin.
1989 kehrte Columbo wegen der hohen Nachfrage aus seinem vorzeitigen Ruhestand zurück, dieses Mal als ein- bis zweimal pro TV-Saison ausgestrahlte Filmreihe. Mit ihrem neben der allgegenwärtigen Konkurrenz der so genannten "Whodunits?" ungewöhnlich wirkenden Aufbau und Falks bestechendem, trotteligen Charme wurde Columbo zu einem internationalen Phänomen - mittlerweile sehr zum Vergnügen Falks. Vergnügt erzählte er Anekdoten, wie er während Afrika-Besuchen von einheimischen Kindern freudig mit "Columbo! Columbo!" empfangen wurde.
Der Mord wurde in Columbo bereits zu Beginn der Filme gezeigt, die Identität der Täter war dem Publikum bekannt - nicht das Rätsellösen sollte für Spannung sorgen, sondern die Art und Weise, wie Columbo den Fall löst. In den letzten Jahren war die Serie deswegen ein, höchst respektiertes, Relikt früherer Zeiten. Dass der keinerlei Gewalt anwendene Columbo nutzte sein verplantes Äußeres zu seinem Vorteil und wiegte sein Gegenüber stets in Sicherheit. Voller Schmeichelen und total harmlos wirkend sammelte er seine Hinweise, die mit einem Fuß aus der Tür zeigend gestellte Floskel "Eine Frage hätte ich da noch..." wurde zum geflügelten Wort und Columbos Vorgehen ging als "Der Columbo-Effekt" ins Polizei-Vokabular ein. 2003 endete Columbo nach insgesamt 69 Episoden.
2007 plante Falk eine finale Episode namens Columbo: Hear No Evil, später umbenannt in Columbo's Last Case. Das Projekt sollte nie umgesetzt werden. Ende 2007 diagnostizierten Falks Ärzte bei ihm schwere Demenz. Als 2009 Falk aufgrund seiner fortgeschrittenen Erkrankung unter Vormundschaft gestellt wurde, konnte er sich nicht einmal an die Figur des Columbo erinnern.
Der Sohn russischer und polnischer Einwanderer wurde am 16. September 1927 in New York geboren. Bereits im Alter von drei Jahren wurde ein Tumor in seinem rechten Auge entdeckt, welches durch ein Glasausge ersetzt werden musste und wodurch Falk sein charakteristischen, zugekniffenen Blick erhielt, der insbesondere für seine Paraderolle des Columbo zum Markenzeichen wurde.
In der High School entdeckte Falk seine Leidenschaft für die Theaterbühne, der er sich nach seiner Zeit in der Marine intensiver widmete. Der Sprung auf die Kinoleinwand fiel Falk deutlich schwerer als der Start einer Theaterkarriere, so ist beispielsweise überliefert, wie ihn der damalige Studioboss von Columbia Pictures mit der Begründung ablehnte, er könne "für den selben Preis einen Darsteller mit zwei Augen" haben. Dennoch ergatterte er 1960 nach einigen kleinen Rollen in den späten 50er Jahren eine prägnante Nebenrolle als süffisant-boshafter Killer im Gangsterfilm Unterwelt. Für diese Leistung erhielt Falk eine Oscar-Nominierung. Im Jahr darauf war Falk neben der Kinolegende Bette Davis in Frank Capras letztem Film Die unteren Zehntausend zu sehen, wofür er erneut eine Oscar-Nominierung ergatterte.
Falk widmete sich danach wieder vermehrt der Theaterbühne, wo er große Erfolge feierte. Unter anderem erhielt er 1972 für seine Rolle im Broadwaystück Das Nervenbündel den begehrten Tony Award. In Film und Fernsehen absolvierte er vorerst nur noch kleinere Parts, wie etwa in der Kultkomödie Eine total, total verrückte Welt.
Internationale Berümtheit erlang Falk jedoch mit der Rolle des Inspektors (bzw. Lieutenants) Columbo. Obwohl Falk unsterblich mit dieser Figur verbunden ist und sein legendärer, zerknitteter Regenmantel aus Falks Privatbesitz stammte, wurde die Rolle nicht für ihn geschrieben. Columbo hatte seinen ersten Auftritt 1960 in einer Episode von The Chevy Mystery Show, welche zwei Jahre später als Bühnenstück realisiert wurde. Erst als NBC 1968 beschloss, dieses Theaterstück als Fernsehfilm zu adaptieren, fanden Falk und seine populärste Rolle zusammen. Und selbst dies war ein reiner Zufall, da Bng Crosby, der Wunschkandidat für diesen Fernsehfilm, absagte.
Aufgrund des Erfolgs dieses Fernsehfilms wurde um Columbo eine regelmäßige Reihe von Fernsehfilmen gesponnen, die Peter Falk schnell einen Emmy einbrachte. Falk erbat nach sieben Jahren ein Ende der Reihe, da er nicht auf die immens beliebte Ermittlerfigur beschränkt sein wollte. Er war es auch, der sich stets dagegen aussprach, aus Columbo eine wöchentliche Serie zu machen, da dies mit einer zu enormen Fallhöhe einherginge. Falk spielte nach dem zwischenzeitigen Ende von Columbo unter anderem im zum Klassiker gewordenen Fantasyfilm Die Braut des Prinzen mit, außerdem spielte er sich selbst in Wim Wenders Der Himmel über Berlin.
1989 kehrte Columbo wegen der hohen Nachfrage aus seinem vorzeitigen Ruhestand zurück, dieses Mal als ein- bis zweimal pro TV-Saison ausgestrahlte Filmreihe. Mit ihrem neben der allgegenwärtigen Konkurrenz der so genannten "Whodunits?" ungewöhnlich wirkenden Aufbau und Falks bestechendem, trotteligen Charme wurde Columbo zu einem internationalen Phänomen - mittlerweile sehr zum Vergnügen Falks. Vergnügt erzählte er Anekdoten, wie er während Afrika-Besuchen von einheimischen Kindern freudig mit "Columbo! Columbo!" empfangen wurde.
Der Mord wurde in Columbo bereits zu Beginn der Filme gezeigt, die Identität der Täter war dem Publikum bekannt - nicht das Rätsellösen sollte für Spannung sorgen, sondern die Art und Weise, wie Columbo den Fall löst. In den letzten Jahren war die Serie deswegen ein, höchst respektiertes, Relikt früherer Zeiten. Dass der keinerlei Gewalt anwendene Columbo nutzte sein verplantes Äußeres zu seinem Vorteil und wiegte sein Gegenüber stets in Sicherheit. Voller Schmeichelen und total harmlos wirkend sammelte er seine Hinweise, die mit einem Fuß aus der Tür zeigend gestellte Floskel "Eine Frage hätte ich da noch..." wurde zum geflügelten Wort und Columbos Vorgehen ging als "Der Columbo-Effekt" ins Polizei-Vokabular ein. 2003 endete Columbo nach insgesamt 69 Episoden.
2007 plante Falk eine finale Episode namens Columbo: Hear No Evil, später umbenannt in Columbo's Last Case. Das Projekt sollte nie umgesetzt werden. Ende 2007 diagnostizierten Falks Ärzte bei ihm schwere Demenz. Als 2009 Falk aufgrund seiner fortgeschrittenen Erkrankung unter Vormundschaft gestellt wurde, konnte er sich nicht einmal an die Figur des Columbo erinnern.
Freitag, 11. Februar 2011
Disney-Legende Bill Justice stirbt im Alter von 97 Jahren
Der Mann, der Klopfer sein markantes Klopfen beigebracht hat, ist gestern, am 10. Februar 2010, verstorben. Bill Justice, 1996 zur Disney-Legende ernannt, starb in einem Pflegeheim in Santa Monica eines natürlichen Todes. Nur einen Tag nach seinem 97. Geburtstag,
Der in Dayton, Ohio geborene, gerlernte Portraitzeichner stieß 1937 zu den Walt Disney Studios, wo er seine Feuerweihe mit dem Zeichentrick-Meilenstein Fantasia bestand. Direkt im Anschluss beteiligte er sich als Zeichner am Oscar-prämierten Donald-Duck-Cartoon Der Fuehrer's Face und als Zeichner von Klopfer in Bambi. Im Bereich der abendfüllenden Zeichentrickfilme folgten für ihn Beteiligungen an Saludos Amigos, Drei Caballeros, Make Mine Music, Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte, Alice im Wunderland sowie Peter Pan. Darüber hinaus wirkte Justice an 57 Kurzfilmen mit. Als Zeichner war er Teil einiger der besten späteren Donald-Kurzfilme, wie The Plastics Inventor, dem Vorboten der zahlreichen A- und B-Hörnchen-Cartoons Old Sequia, Wet Paint (mit einem der furiosesten Wutanfälle des cholerischen Erpels), Clown of the Jungle (der dem Kinopublikum ein Wiedersehen mit dem Aracuan aus Drei Caballeros bescherte) oder die ganz klar zu den Highlights von Tick, Trick und Tracks Kinolaufbahn gehörenden Soup's On und Donald's Happy Birthday. Darüber hinaus war Justice mehrfach als Zeichner von A- und B-Hörnchen verantwortlich, darunter in ihrem charmanten und über die Jahre zum Kult gewordenen, Donald-freien Cartoon Two Chips and a Miss.
In die Herzen der US-Baby-Boom-Generation fand Justice aber mit dem Vorspann zum Original-Mickey Mouse Club Eingang, bei welchem er Regie führte. Justice führte daraufhin vermehrt Regie, unter anderem bei den drei Oscar-nominierten Kurzfilmen Noah's Ark, A Symposium on Popular Songs und The Truth About Mother Goose, außerdem zeigte das Multitalent sein Faible für Stop-Motion-Trickserien, indem er an den Effekten in Babes in Toyland, Mary Poppins und Die Vermählung ihrer Eltern geben bekannt... mitwirkte. Justice zeigte sich auch für den Vorspann (und somit den charmantesten Teil) von The Misadventures of Merlin Jones verantwortlich. Von seinen anvertrauten Kollegen X. Atencio (der später Yo-Ho (A Pirates' Life for Me schrieb) und T. Hee wurde er als der Anführer des eingeschworenen Trios bezeichnet.
Von Justices vielfältigen Fähigkeiten beeindruckt, bat Walt Disney ihn darum, Teil des Walt-Disney-Imagineering-Teams zu werden. Dort programmierte er zahlreiche Audio-Animatronics für die Attraktionen Great Moments with Mr. Lincoln (einem Meilenstein der Robotertechnologie), The Carousel of Progress, Mission to Mars, Pirates of the Caribbean, The Haunted Mansion, Country Bear Jamboree und America Sings, sowie später auch in der Hall of Presidents von Walt Disney World sowie der Mickey Mouse Revue. Insbesondere die Arbeit an der legendären Attraktion Pirates of the Caribbean machte ihm große Freude, da er die Arbeit an den zahlreichen Vignetten der Handlung als erfüllende Herausforderung betrachtete.
Justice beließ es allerdings nicht nur bei den Audio-Animatronics. Er enwtickelte zudem ein Faible für das Gestalten von Paraden, weshalb er die Kostüme und Paradenwagen für die erste Weihnachtsparade im Disneyland entwarf und die ersten Konzeptbilder zur von Disneyfans umfeierten Main Street Electrical Parade zeichnete.
Justice gehört zu jenen Disney-Legenden, die mit ihrer Arbeit für Walt Disney und sein Erbe aufblühten. Er war eifriger Besucher und Gastredner auf Disney-Conventions und fand immer Zeit, den Anwesenden eine Skizze zu schenken, und sei gerade auch nur eine Papierserviette griffbereit.
Er hinterlässt seine Tochter und eine Enkelin.
Der in Dayton, Ohio geborene, gerlernte Portraitzeichner stieß 1937 zu den Walt Disney Studios, wo er seine Feuerweihe mit dem Zeichentrick-Meilenstein Fantasia bestand. Direkt im Anschluss beteiligte er sich als Zeichner am Oscar-prämierten Donald-Duck-Cartoon Der Fuehrer's Face und als Zeichner von Klopfer in Bambi. Im Bereich der abendfüllenden Zeichentrickfilme folgten für ihn Beteiligungen an Saludos Amigos, Drei Caballeros, Make Mine Music, Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte, Alice im Wunderland sowie Peter Pan. Darüber hinaus wirkte Justice an 57 Kurzfilmen mit. Als Zeichner war er Teil einiger der besten späteren Donald-Kurzfilme, wie The Plastics Inventor, dem Vorboten der zahlreichen A- und B-Hörnchen-Cartoons Old Sequia, Wet Paint (mit einem der furiosesten Wutanfälle des cholerischen Erpels), Clown of the Jungle (der dem Kinopublikum ein Wiedersehen mit dem Aracuan aus Drei Caballeros bescherte) oder die ganz klar zu den Highlights von Tick, Trick und Tracks Kinolaufbahn gehörenden Soup's On und Donald's Happy Birthday. Darüber hinaus war Justice mehrfach als Zeichner von A- und B-Hörnchen verantwortlich, darunter in ihrem charmanten und über die Jahre zum Kult gewordenen, Donald-freien Cartoon Two Chips and a Miss.
In die Herzen der US-Baby-Boom-Generation fand Justice aber mit dem Vorspann zum Original-Mickey Mouse Club Eingang, bei welchem er Regie führte. Justice führte daraufhin vermehrt Regie, unter anderem bei den drei Oscar-nominierten Kurzfilmen Noah's Ark, A Symposium on Popular Songs und The Truth About Mother Goose, außerdem zeigte das Multitalent sein Faible für Stop-Motion-Trickserien, indem er an den Effekten in Babes in Toyland, Mary Poppins und Die Vermählung ihrer Eltern geben bekannt... mitwirkte. Justice zeigte sich auch für den Vorspann (und somit den charmantesten Teil) von The Misadventures of Merlin Jones verantwortlich. Von seinen anvertrauten Kollegen X. Atencio (der später Yo-Ho (A Pirates' Life for Me schrieb) und T. Hee wurde er als der Anführer des eingeschworenen Trios bezeichnet.
Von Justices vielfältigen Fähigkeiten beeindruckt, bat Walt Disney ihn darum, Teil des Walt-Disney-Imagineering-Teams zu werden. Dort programmierte er zahlreiche Audio-Animatronics für die Attraktionen Great Moments with Mr. Lincoln (einem Meilenstein der Robotertechnologie), The Carousel of Progress, Mission to Mars, Pirates of the Caribbean, The Haunted Mansion, Country Bear Jamboree und America Sings, sowie später auch in der Hall of Presidents von Walt Disney World sowie der Mickey Mouse Revue. Insbesondere die Arbeit an der legendären Attraktion Pirates of the Caribbean machte ihm große Freude, da er die Arbeit an den zahlreichen Vignetten der Handlung als erfüllende Herausforderung betrachtete.
Justice beließ es allerdings nicht nur bei den Audio-Animatronics. Er enwtickelte zudem ein Faible für das Gestalten von Paraden, weshalb er die Kostüme und Paradenwagen für die erste Weihnachtsparade im Disneyland entwarf und die ersten Konzeptbilder zur von Disneyfans umfeierten Main Street Electrical Parade zeichnete.
Justice gehört zu jenen Disney-Legenden, die mit ihrer Arbeit für Walt Disney und sein Erbe aufblühten. Er war eifriger Besucher und Gastredner auf Disney-Conventions und fand immer Zeit, den Anwesenden eine Skizze zu schenken, und sei gerade auch nur eine Papierserviette griffbereit.
Er hinterlässt seine Tochter und eine Enkelin.
Freitag, 17. Dezember 2010
Der legendäre Regisseur Blake Edwards verstirbt im Alter von 88 Jahren
Der Weg in die darstellerischen Künste war Blake Edwards in die Wiege gelegt. Am 26. Juli 1922 unter dem Namen William Blake Crump in Oklahoma geboren, wuchs Blake Edwards als Sohn eines Theaterregisseurs auf. Schon früh versuchte er sich als Schauspieler, doch es sollte ihn in die Autorenschaft verschlagen. Er arbeitete an Orson Wells unvergessenem Hörspiel Krieg der Welten mit und verband in der Radio-Kriminalreihe Richard Diamond, Privatdetektiv die Atmosphäre eines Film noir mit dem unvergleichlichen Humor, der Edwards im späteren Verlauf seiner Karriere zu einem der erfolgreichsten Regisseure Hollywoods machte.
Edwards Filmographie ist untrennbar mit zwei Namen verbunden: Peter Sellers und dem Rosaroten Panther. Stattliche fünf Filme über den schusseligen Inspektor Clouseau drehten Edwards und der britische Komödiendarsteller vor Sellers Tod. Den Verlust seines Weggefährten Sellers, dem er schon zu Lebzeiten mit der zeitlosen Slapstick-Komödie Der Partyschreck in Form einer turbulenten (Beinahe-)One-Man-Show ein Denkmal setzte, verarbeitete Edwards indem er für einen sechsten Film zuvor ungenutztes Drehmaterial verwendete. Möglicherweise weniger im Bewusstsein des Publikums verankert war Edwards enge Freundschaft zum Komponisten Henry Mancini, dem genialen Schöpfer des Pink Panther-Themas oder Moon River aus Frühstück bei Tiffany.
Letztgenannter stellte Generationen von Filmliebhabern beeindruckend zur Schau, welches Geschick Edwards darin hatte, atmosphärische Mischungen aus Unschuld und Vulgarität, schwerer Dramatik und leichtherzigem Humor zu komponieren - ein Talent Edwards, das viel zu häufig übersehen wird. Dabei ging nicht nur Frühstück bei Tiffany als, insbesondere für sein Genre, erstaunlich tiefsinnig in die Filmhistorie ein; auch in der musikalischen Verwechslungskomödie Victor/Victoria über Transvestitismus und sexuelle Identifikationsfindung schlug Edwards inhaltlich-stilistische Brücken. Filme wie diese oder auch Das große Rennen um die Welt mit Jack Lemmon heben Edwards' Schaffen über die sich totgelaufene Rosaroter Panther-Reihe sowie ein paar weitere künstlerische Ausrutscher hinaus und dürften ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass Edwards 2004 einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk erhielt. Zuvor wurde er nur mit einer einzelnen Drehbuch-Nominierung (für Viktor/Viktoria) bedacht.
Edwards war in zweiter Ehe mit Julie Andrews verheiratet, mit der er zwei Kinder adoptierte. Andrews brachte ein leibliches Kind aus einer früheren Ehe mit, genauso wie Edwards aus erster Ehe zwei Kinder hatte. Er starb in Anwesenheit seiner Familie am 15. Dezember in Santa Monica, Kalifornien an den Folgen einer Lungenentzündung.
Edwards Filmographie ist untrennbar mit zwei Namen verbunden: Peter Sellers und dem Rosaroten Panther. Stattliche fünf Filme über den schusseligen Inspektor Clouseau drehten Edwards und der britische Komödiendarsteller vor Sellers Tod. Den Verlust seines Weggefährten Sellers, dem er schon zu Lebzeiten mit der zeitlosen Slapstick-Komödie Der Partyschreck in Form einer turbulenten (Beinahe-)One-Man-Show ein Denkmal setzte, verarbeitete Edwards indem er für einen sechsten Film zuvor ungenutztes Drehmaterial verwendete. Möglicherweise weniger im Bewusstsein des Publikums verankert war Edwards enge Freundschaft zum Komponisten Henry Mancini, dem genialen Schöpfer des Pink Panther-Themas oder Moon River aus Frühstück bei Tiffany.
Letztgenannter stellte Generationen von Filmliebhabern beeindruckend zur Schau, welches Geschick Edwards darin hatte, atmosphärische Mischungen aus Unschuld und Vulgarität, schwerer Dramatik und leichtherzigem Humor zu komponieren - ein Talent Edwards, das viel zu häufig übersehen wird. Dabei ging nicht nur Frühstück bei Tiffany als, insbesondere für sein Genre, erstaunlich tiefsinnig in die Filmhistorie ein; auch in der musikalischen Verwechslungskomödie Victor/Victoria über Transvestitismus und sexuelle Identifikationsfindung schlug Edwards inhaltlich-stilistische Brücken. Filme wie diese oder auch Das große Rennen um die Welt mit Jack Lemmon heben Edwards' Schaffen über die sich totgelaufene Rosaroter Panther-Reihe sowie ein paar weitere künstlerische Ausrutscher hinaus und dürften ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass Edwards 2004 einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk erhielt. Zuvor wurde er nur mit einer einzelnen Drehbuch-Nominierung (für Viktor/Viktoria) bedacht.
Edwards war in zweiter Ehe mit Julie Andrews verheiratet, mit der er zwei Kinder adoptierte. Andrews brachte ein leibliches Kind aus einer früheren Ehe mit, genauso wie Edwards aus erster Ehe zwei Kinder hatte. Er starb in Anwesenheit seiner Familie am 15. Dezember in Santa Monica, Kalifornien an den Folgen einer Lungenentzündung.
Dienstag, 30. November 2010
"Das Imperium schlägt zurück"-Regisseur Irvin Kershner stirbt im Alter von 87 Jahren
Gestern wurde bekannt, dass der beste Regisseur des Star Wars-Fanchises am vergangenen Samstag, den 27. November, von uns gegangen ist. Irvin Kershner nahm Ende der 70er Jahre die gewaltige Herausforderung an, unter Geroge Lucas' Fittische die Fortsetzung zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten und einem nicht zu unterschätzenden kulturellen Phänomen zu drehen: Das Imperium schlägt zurück, der das dreifache Budget seines Vorgängers zur Verfügung hatte, sollte nicht nur durch einige packende Cliffhanger und nunmehr legendäre Plottwists in die Filmgeschichte eingehen, sondern sich bei zahlreichen Star Wars-Fans (sowie Gelegenheitsguckern) aufgrund seines hervorragenden Pacings und der dichten Atmosphäre zum beliebtesten Teil der Kinoreihe aufschwingen.
Kershner war eine ungewöhnliche und riskante Wahl für die Fortsetzung von Krieg der Sterne: Man erwartete, dass Lucas seine Saga selbst weiterführen möchte, doch er wollte die Aufgabe an jemanden geben, dem er vertraute, weshalb er seinem ehemaligen Film-Professor den Regieposten anbot. Lucas sah in Kershner seinen Mentor und sah in ihm eine reizvolle Wahl, da er über alles Wissen verfügte, dass ein Hollywood-Regisseur benötigt, ohne Hollywoods Entscheidungen und Stil zu repräsentieren. Kershner, zuvor ausschließlich für Charakterstücke bekannt, lehnte zunächst ab, wurde von seinem Agenten aber überredet. Durch Kershner erhielt Das Imperium schlägt zurück eine Tiefe und Reichhaltigkeit, die der verspieltere Lucas in seinen Star Wars-Filmen nicht erreichen sollte.
Der am 29. April 1929 in Philadelphie geborene Regisseur fand seinen Weg zum Film über einen künstlerischen Umweg: Er studierte zunächst Musik, bevor er sich dem Studium der Malerei widmete. Nach einem Umzug in die Stadt der Engel gewann er Interesse an der Fotografie, die er später an der USC School of Cinematic Arts unterrichten sollte. Zeitgleich nahm er Kurse über die Filmkunst - eine weitere Leidenschaft die er vertiefen wollte.
Kershner ist einer der meist übersehenen Regisseure mit großem Einfluss: Er drehte nicht nur Das Imperium schlägt zurück, sondern auch das nicht zum EON-Kanon gehörende Feuerball-Remake Sag niemals nie, Sean Connerys mit feiner Selbstironie gewürztes Bond-Comeback. Kershners letzter Kinofilm war der für ihn ungewöhnliche RoboCop2, der als Effekt- und Gewaltspektakel angenommen wurde, dem viele Kritiker aber im Vergleich zum Original ein menschliches Herz absprachen.
Kershner starb an Lungenkrebs, den er seit drei Jahren bekämpfte.
Kershner war eine ungewöhnliche und riskante Wahl für die Fortsetzung von Krieg der Sterne: Man erwartete, dass Lucas seine Saga selbst weiterführen möchte, doch er wollte die Aufgabe an jemanden geben, dem er vertraute, weshalb er seinem ehemaligen Film-Professor den Regieposten anbot. Lucas sah in Kershner seinen Mentor und sah in ihm eine reizvolle Wahl, da er über alles Wissen verfügte, dass ein Hollywood-Regisseur benötigt, ohne Hollywoods Entscheidungen und Stil zu repräsentieren. Kershner, zuvor ausschließlich für Charakterstücke bekannt, lehnte zunächst ab, wurde von seinem Agenten aber überredet. Durch Kershner erhielt Das Imperium schlägt zurück eine Tiefe und Reichhaltigkeit, die der verspieltere Lucas in seinen Star Wars-Filmen nicht erreichen sollte.
Der am 29. April 1929 in Philadelphie geborene Regisseur fand seinen Weg zum Film über einen künstlerischen Umweg: Er studierte zunächst Musik, bevor er sich dem Studium der Malerei widmete. Nach einem Umzug in die Stadt der Engel gewann er Interesse an der Fotografie, die er später an der USC School of Cinematic Arts unterrichten sollte. Zeitgleich nahm er Kurse über die Filmkunst - eine weitere Leidenschaft die er vertiefen wollte.
Kershner ist einer der meist übersehenen Regisseure mit großem Einfluss: Er drehte nicht nur Das Imperium schlägt zurück, sondern auch das nicht zum EON-Kanon gehörende Feuerball-Remake Sag niemals nie, Sean Connerys mit feiner Selbstironie gewürztes Bond-Comeback. Kershners letzter Kinofilm war der für ihn ungewöhnliche RoboCop2, der als Effekt- und Gewaltspektakel angenommen wurde, dem viele Kritiker aber im Vergleich zum Original ein menschliches Herz absprachen.
Kershner starb an Lungenkrebs, den er seit drei Jahren bekämpfte.
Leslie Nielsen verstarb im Alter von 84 Jahren
Viele komödiantische Schauspieler wechseln nach einiger Zeit ins dramatische Fach, vermeintlich um die Herausforderung und Anerkennung zu suchen. Tom Hanks beispielsweise können sich viele gar nicht mehr in komödiantischen Rollen vorstellen - obwohl er in diesem Fach seinen Anfang nahm.
Leslie Nielsen war die Antithese dazu. Der am 11. Februar 1926 in Regina, Saskatchewan geborene Schauspieler startete seine Hollywood-Laufbahn als respektierter Darsteller in ernsten Rollen, zunächst im Fernsehen, später auch in Kinofilmen wie dem Sci-Fi-Film Alarm im Weltall und weiteren MGM-Titeln. Für die Disney-Westernreihe The Swamp Fox kehrte er auf die Fernsehbildschirme zurück - eine Zeit auf die er später gerne zurückblickte, da er Disneys gönnerhaftes Budget und die ausschweifende Produktionszeit jeder einzelnen Episode besonders genoss.
In den 70er Jahren drehte Nielsen einige Katastrophenfilme, darunter den erfolgreichen Die Höllenfahrt der Poseidon. Diese Rollen sollten seine Karriere für immer beeinflussen: Das Zucker-Abrahams-Zucker-Trio besetzte Nielsen wegen seiner Erfahrung mit solchen Stoffen in der Katastrophenfilmparodie Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug, die für Nielsen und die Geschichte der Kinoparodie einen Wendepunkt darstellte. Nielsens staubtrockene und höchst ernste Darstellung in Mitten des absurden Chaos traf das Humorzentrum des Kinopunblikums und so gab ihm das ZAZ-Trio 1982 die Gelegenheit zu einem weiteren TV-Comeback, dieses Mal als Hauptdarsteller in der Polizei-Comedy Die nackte Pistole. Deren Kino-Spin-Off Die nackte Kanone von 1988 wurde zu einem der ganz großen Parodieklassiker der Kinogeschichte und zog zwei Fortsetzungen nach sich. Damit war Nielsens Ruf als begnadeter Komödiendarsteller endgültig festzementiert.
Was den Hobby-Golfer ausmachte, war dass er seine Texte nie lustig spielte. Wo andere Komiker mimisch und gestisch doppelt und dreifach betonen, dass sie gerade witzig sind, gab sich Nielsen stets so, als befände er sich mitten in einem schweren Drama. Dadurch stellte er die komödiantische Leistung des Drehbuchs stärker in den Fokus - und kam stets auch sehr sympatisch und ehrlich rüber, weshalb selbst seine schwächeren Filme immer noch angenehm zu verfolgen waren.
Wie im Laufe des gestrigen Tages bekannt wurde, erlag Nielsen am Sonntag an den Folgen einer Lungenentzündung.
Leslie Nielsen war die Antithese dazu. Der am 11. Februar 1926 in Regina, Saskatchewan geborene Schauspieler startete seine Hollywood-Laufbahn als respektierter Darsteller in ernsten Rollen, zunächst im Fernsehen, später auch in Kinofilmen wie dem Sci-Fi-Film Alarm im Weltall und weiteren MGM-Titeln. Für die Disney-Westernreihe The Swamp Fox kehrte er auf die Fernsehbildschirme zurück - eine Zeit auf die er später gerne zurückblickte, da er Disneys gönnerhaftes Budget und die ausschweifende Produktionszeit jeder einzelnen Episode besonders genoss.
In den 70er Jahren drehte Nielsen einige Katastrophenfilme, darunter den erfolgreichen Die Höllenfahrt der Poseidon. Diese Rollen sollten seine Karriere für immer beeinflussen: Das Zucker-Abrahams-Zucker-Trio besetzte Nielsen wegen seiner Erfahrung mit solchen Stoffen in der Katastrophenfilmparodie Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug, die für Nielsen und die Geschichte der Kinoparodie einen Wendepunkt darstellte. Nielsens staubtrockene und höchst ernste Darstellung in Mitten des absurden Chaos traf das Humorzentrum des Kinopunblikums und so gab ihm das ZAZ-Trio 1982 die Gelegenheit zu einem weiteren TV-Comeback, dieses Mal als Hauptdarsteller in der Polizei-Comedy Die nackte Pistole. Deren Kino-Spin-Off Die nackte Kanone von 1988 wurde zu einem der ganz großen Parodieklassiker der Kinogeschichte und zog zwei Fortsetzungen nach sich. Damit war Nielsens Ruf als begnadeter Komödiendarsteller endgültig festzementiert.
Was den Hobby-Golfer ausmachte, war dass er seine Texte nie lustig spielte. Wo andere Komiker mimisch und gestisch doppelt und dreifach betonen, dass sie gerade witzig sind, gab sich Nielsen stets so, als befände er sich mitten in einem schweren Drama. Dadurch stellte er die komödiantische Leistung des Drehbuchs stärker in den Fokus - und kam stets auch sehr sympatisch und ehrlich rüber, weshalb selbst seine schwächeren Filme immer noch angenehm zu verfolgen waren.
Wie im Laufe des gestrigen Tages bekannt wurde, erlag Nielsen am Sonntag an den Folgen einer Lungenentzündung.
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Dienstag, 28. September 2010
Sally Menke, Cutterin von Quentin Tarantinos Lebenswerk, ist verstorben
Denkt man an Quentin Tarantinos Filmästhtetik, so denkt man unbewusst an die Schnittarbeit von Sally Menke. Die zweifach für den Oscar nominierte Cutterin arbeitete an sämtlichen Filmen des Kultregisseurs und prägte maßgeblich den Stil seiner Filme. Freunde Menkes meldeten sie gestern Morgen vermisst und sie wurde heute früh tot in Beachwood Canyon, Los Angeles aufgefunden. Berichten der LA Times zu Folge ging sie am Montag mit einem Freund und ihrem Labrador wandern. Als ihr Bekannter, vermutlich aufgrund der derzeitig in Los Angeles grasierenden Hitze, den Heimweg antrat, führte Menke zusammen mit ihrem Hund die Wanderschaft fort. Obwohl von der Polizei momentan keine expliziten Aussagen getätigt werden, geht man davon aus, dass Menke einem Hitzschlag erlegen ist.
Sally Menke wurde am 17. Dezember 1953 in Mineola, New York geboren und nahm am NYU Film Program der Tisch School of the Arts teil, bevor sie 1990 mit Teenage Mutant Ninja Turtles ihren Einstand in Hollywood feierte. Bekanntheit und großen Respekt in der Filmbranche erlangte Menke allerdings durch ihre langjährige kreative Partnerschaft mit Quentin Tarantino, für deren Pflege sie zahlreiche Angebote anderer Regisseure ablehnte. Menke formte gemeinsam mit ihm die Bildsprache seiner Regiearbeiten und galt aufgrund ihrer intensiven Zusammenarbeit alsbald als seine heimliche Ko-Autorin. Sally Menke wurde durch ihr Schaffen mit Tarantino unter anderem auch als Verfechterin des gewissenhaft eingesetzten Regelbruchs in der klassischen Schnittarbeit bekannt. Für Menke galt, dass man, sofern man über intensive Kenntnisse der grundlegenden Gesetze der Filmgrammatik verfügt, durch bedachtvollen Bruch eben dieser Gesetze eine intensivere Wirkung erzielen kann. Menke und Tarantino verwendeten unter anderem bewusste Achsensprünge in ihren Filmen und der zum Grindhouse-Projekt gehörende Film Death Proof kokettierte mit dem stümperhaften Charme der Exploitation-Filme aus den 70er Jahren. Für ihr präzises, das Filmerlebnis intensivierende Timing in Pulp Fiction und Inglourious Basterds erhielt Menke jeweils eine Oscar-Nominierung. Letztes Jahr erhielt Menke bei den Hamilton Behind The Camera Awards eine Auszeichnung für ihr Lebenswerk.
Zu Tarantinos letzten beiden Filmen wurden "Hi Sally"-Rollen veröffentlicht, Montagen aus witzigen, am Set gedrehten Grußworten, die der Cutterin Sally Menke die Arbeit versüßen sollten:
Sally Menke ist eine im Hintergrund agierende Künstlerin, deren verfrühter Tod definitiv seine Spuren hinterlassen wird. Ihre Arbeit an Tarantinos Filmen war ein elementarer Teil, der zur Verständlichkeit seiner unkonventionellen, zuweilen nonlinearen Erzählstrukturen beitrug und die dabei half, den stilisierten Rhythmus von Tarantinos Dialogsequenzen zu verstärken, sie vom endlosen Textschwall in Kultmaterial zu verwandeln. Es wird schwer, die nun enstandene Lücke zu füllen.
Sämtliches Beileid geht an ihre Verwandten und Anvertrauten. (1953-12-17)
Sally Menke wurde am 17. Dezember 1953 in Mineola, New York geboren und nahm am NYU Film Program der Tisch School of the Arts teil, bevor sie 1990 mit Teenage Mutant Ninja Turtles ihren Einstand in Hollywood feierte. Bekanntheit und großen Respekt in der Filmbranche erlangte Menke allerdings durch ihre langjährige kreative Partnerschaft mit Quentin Tarantino, für deren Pflege sie zahlreiche Angebote anderer Regisseure ablehnte. Menke formte gemeinsam mit ihm die Bildsprache seiner Regiearbeiten und galt aufgrund ihrer intensiven Zusammenarbeit alsbald als seine heimliche Ko-Autorin. Sally Menke wurde durch ihr Schaffen mit Tarantino unter anderem auch als Verfechterin des gewissenhaft eingesetzten Regelbruchs in der klassischen Schnittarbeit bekannt. Für Menke galt, dass man, sofern man über intensive Kenntnisse der grundlegenden Gesetze der Filmgrammatik verfügt, durch bedachtvollen Bruch eben dieser Gesetze eine intensivere Wirkung erzielen kann. Menke und Tarantino verwendeten unter anderem bewusste Achsensprünge in ihren Filmen und der zum Grindhouse-Projekt gehörende Film Death Proof kokettierte mit dem stümperhaften Charme der Exploitation-Filme aus den 70er Jahren. Für ihr präzises, das Filmerlebnis intensivierende Timing in Pulp Fiction und Inglourious Basterds erhielt Menke jeweils eine Oscar-Nominierung. Letztes Jahr erhielt Menke bei den Hamilton Behind The Camera Awards eine Auszeichnung für ihr Lebenswerk.
Zu Tarantinos letzten beiden Filmen wurden "Hi Sally"-Rollen veröffentlicht, Montagen aus witzigen, am Set gedrehten Grußworten, die der Cutterin Sally Menke die Arbeit versüßen sollten:
Sally Menke ist eine im Hintergrund agierende Künstlerin, deren verfrühter Tod definitiv seine Spuren hinterlassen wird. Ihre Arbeit an Tarantinos Filmen war ein elementarer Teil, der zur Verständlichkeit seiner unkonventionellen, zuweilen nonlinearen Erzählstrukturen beitrug und die dabei half, den stilisierten Rhythmus von Tarantinos Dialogsequenzen zu verstärken, sie vom endlosen Textschwall in Kultmaterial zu verwandeln. Es wird schwer, die nun enstandene Lücke zu füllen.
Sämtliches Beileid geht an ihre Verwandten und Anvertrauten. (1953-12-17)
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Sonntag, 21. März 2010
In Gedenken an Davy Crockett
Am 18. März ging eine weitere große Disneylegende von uns: Fess Elisha Parker, jr. Besser bekannt als Fess Parker, der Darsteller des populären Westernhelden Davy Crockett in der immens beliebten Disney-Fernsehreihe von 1954.Fess Parker wurde am 16. August 1924 in Fort Worth, Texas geboren. Seine Karriere im Filmgeschäft begann er als Statist und Darsteller kleinerer Nebenrollen. Walt Disney entdeckte Parker angeblich im B-Movie Formicula, in dem Parker einen Piloten spielte, der in die Nervenheilanstalt geliefert wird. Disney wählte daraufhin Fess Parker als Hauptdarsteller für die dreiteilige Fernsehfilmreihe rund um die amerikanische Westernlegende Davy Crockett aus. Die Filme lösten eine wahre Manie in den Vereinigten Staaten aus und Parker wurde über Nacht zum Star. Schnell setzte Walt Disney den Dreh weiterer Davy Crockett-Fernsehfilme an und machte Parker außerdem zu einem Vertragsschauspieler für die Disney-Studios.
Parker wurde, gegen seinen Willen, schnell auf den Rollentypus des kernig-sympatischen Westernhelden festgesetzt und spielte praktisch die immer gleiche Art von Figur in Filmen wie In geheimer Mission, Sein Freund Jello und Zug der Furchtlosen. Dennoch fand Parker in dieser Nische seine Heimat und stand immer wieder als Pate für das Frontierland im Disneyland Pate. Eine Zeit lang plante er sogar, einen eigenen Western-Themenpark zu eröffnen.
Von 1964 bis 1970 spielte er in der Fernsehserie Daniel Boone die Titelrolle, einen weiteren Helden aus Amerikas Trapperjahren.
Danach zog sich Parker aus dem Scheinwerferlicht zurück und gründete eine Winzerei. Das Label der Weine aus diesem Familienbetrieb ist, in Anspielung auf Parkers berühmteste Rolle, eine goldene Waschbärenfellmütze.
1991 wurde der charismatische Schauspieler, der auch als Sänger tätig war, offiziell zur Disneylegende ernannt.
Parker hinterlässt seine 84-jährige Frau Marcella, zwei Kinder, elf Enkel und einen Urenkel.
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Roy E. Disney ist verstorben
Am Mittwoch, dem 16. Dezember 2009, verstarb Roy E. Disney im Alter von 79 Jahren.Der Neffe von Walt Disney wurde durch eine Krebserkrankung von uns genommen. Er hinterlässt seine Frau Leslie, vier Kinder aus seiner vor zwei Jahren geschiedenen Ehe und 16 Enkel.
Roy E. Disney war ein Glanzlicht für die von seinem Onkel und seinem Vater Roy O. Disney gegründeten Konzern. Er vereinte die Stärken der zwei Gründerväter der Walt Disney Company und hatte sowohl in kreativen, als auch das finanziellen Belangen einen sicheren Blick.
Der passionierte Segler kümmerte sich stets mit ganzem Herzen um das Erbe seiner Familie und steckte wohl mehr Herzblut in die Firma, als alle anderen Disney-Aktionäre. Er war viele Jahre Senior Executive und ein festes Mitglied des Beraterstabes.
Um das Wohlergehen der Walt Disney Company zu sichern, zog er zwei Mal erfolgreich die Fäden hinter elaborierten Initatiiven, deren Ziel es war die Führungsspitze des Konzerns zu stürzen. 1984 konnte er mit Hilfe des Finanzspekulanten Stanley Gold Ron Miller von seiner Position als CEO vertreiben, um Michael Eisner, Frank Miller und Jeffey Katzenberg zu Disney zu holen, wodurch die Firma vor dem Ruin gerettet wurde.
Ironischerweise fuhr Eisner nach seinen Glanzjahren einen ebenso schädlichen Kurs, weshalb Roy E. Disney die Save Disney-Kampagne startete. Eisner, der unter anderem die Verbindungen zu den Weinstein-Brüdern und Pixar kappte und sich dafür einsetzte die von Roy E. Disney geliebte Kunstform des Zeichentricks bei Disney aus wirtschaftlichen Gründen einzustampfen, machte Platz für einen Führungsstand, der Disneys Passion für die Zeichentricktradition verstand und die Verhandlungen mit Pixar wieder aufnahm. Und bereits in den 80ern kämpfte Roy unerbittlich für die Erhaltung des Zeichentricks - ohne ihn hätte es die vergangene Disney-Renaissance wohl nie gegeben.
Roy E. Disney wurde am 10. Januar 1930 geboren und fand früh den Weg zum Studio seines Vaters und Onkels: Er war unter anderem als Cutter, Autor, Assistentsregisseur und Produzent tätig. 1967 wurde er in den Verwaltungsrat gewählt und seither steckte er seine Seele in den Balanceakt zwischen Modernisierung des Konzerns und stetem Orientieren an den wertvollen Wurzeln Disneys.
Zu den für ihn bedeutsamsten Disney-Projekten gehörten unter anderem der Kurzfilm Destino, die späte Verwirklichung einer Zusammenarbeit zwischen Salvador Dali und Walt Disney, und Fantasia 2000. An der Realisierung dieser zwei Traumprojekte war Roy E. Disney sehr aktiv beteiligt und es war ein Leichtes in Interviews abzulesen, wieviel Liebe er in diese Produktionen steckte.
Für mich ist sein Tod eine wirklich sehr schockierende Nachricht. Er war für mich ein integraler Teil des Disney-Konzerns. In ihm lebte der Geist der Gründerväter weiter. Roy E. Disney war für mich stets so etwas wie die Seele des Studios, ich sah in ihm einen ebenso vernünftigen wie ambitionierten und emotional involvierten, aufrichtigen Menschen. Wenn er hinter einer Entscheidung stand, war ich stets beruhigt und sicher, dass sie im Sinne Walts gewesen wäre.
Ich werde ihn vermissen.
Mein herzliches Beileid geht an seine Freunde und Anverwandten.
Mittwoch, 20. Mai 2009
Ein berühmtes Lachen ist verstummt
Wie heute bekannt wurde, verstarb am 18. Mai Wayne Allwine in Folge einer Diabeteserkrankung. Er war ein geliebter Ehemann, geschätzter Kollege und seit Jahrzehnten die Stimme der berühmtesten und beliebtesten Maus der Welt.Allwine sprach Micky Maus erstmals 1977 für die TV-Show The New Mickey Mouse Club, seit dem Kinostart von Mickys Weihnachtserzählung im Jahre 1983 ist er sein offizieller Stammsprecher. Angelernt wurde er von Jimmy MacDonald, der genau wie Allwine in Disney Soundeffektabetilung tätig war, bevor er seinen Mentor als Mickys Stimme ablöste. Nach seiner Festanstellung als Sprecher Mickys verfolgte er kurze Zeit seine Karriere als Soundeffektcutter innerhalb und außerhalb der Disney-Studios weiter, bevor er sich ganz auf seine Arbeit als Mickys Stimme konzentrierte.
Für Allwine war Micky allerdings mehr als nur ein Job, er war eine wahre Leidenschaft, ein unentbehrlicher Teil seines Lebens. Er kannte die Figur besser als alle anderen im Disneykonzern, und oft genug musste er mit Regisseuren oder Marketingexperten über einige Zeiel diskutieren. Wenn auch stets in einer sehr freundlichen Art, denn Allwine war ein sehr warmherziger und zuvorkommender Mitmensch. Trotzdem kämpfte er stets dafür, den Charakter Mickys zu bewahren. Walt Disney wäre sicherlich stolz auf ihn.
Während der Synchronarbeiten lernte Allwine die Sprecherin von Minni Maus kennen. Er und Russi Taylor verliebten sich auf Anhieb und heirateten 1991 auf Hawaii. Jeder, der eines ihrer gemeinsamen Interviews sah, erkannte, dass die zwei füreinander geschaffen waren.
Der am 7. Februar 1947 in Los Angeles geborene ist der erste Sprecher Mickys, der diesen Staffelstab nicht noch zu Lebzeiten an einen Nachfolger weitergab.
Mein Beileid an die hinterbliebenen Freunde und Verwandte, ganz besonders an Russi Taylor. Die Wärme zwischen Micky und Minni wird nicht mehr sein, was sie einst war.
Freitag, 24. April 2009
Britischer Regisseur Ken Annakin verstorben
Die Welt ist um einen mutigen Regisseur ärmer. Und um einen Mann, der uns darum brachte, den späten Walt Disney als Spielfilm-Gastregisseur zu erleben. Bei den Dreharbeiten des damals teuersten Disneyspielfilms, Dschungel der 1000 Gefahren (1960) schlug Disney eine Szene mit einem Tiger vor. Der sich sonst den strapaziösen Aufgaben der Abenteuerkomödie stellende Regisseur riet zunächst davon ab und wollte stattdessen lieber mit einem Löwen arbeiten. Walt Disney soll den Regisseur geneckt haben: "Wenn du davor Angst hast den Tiger zu filmen, dann komme ich halt mit einer 16mm-Kamera und dreh es von alleine."Der Tiger wurde nicht durch einen Löwen ersetzt, und es war nicht Walt Disney, der die Szene drehte. Sondern Ken Annakin.
Der am 10. August 1914 in Beverley, Yorkshire geborene Regisseur Ken Annakin erlag am 22. April im Alter von 94 Jahren den Spätfolgen eines Schlaganfalls. Dies gab seine Tochter Deborah Annakin Peters nach mitteleuropäischer Zeit in der Nacht von gestern auf heute bekannt. Ihr Vater habe den Schlaganfall im Februar erlitten und seither habe sich sein Zustand stetig verschlechtert.
Annakin begann seine von Neugier und romantischen Gefühlen für die Kunst des Drehens getriebene Filmkarrie Mitte der 40er Jahre. Annakin zeichnete sich dadurch aus, dass er sich nie einem einzigen Genre oder Publikumskreis verschrieb. So zählen zu seinen Regiearbeiten neben Pippi Langstrumpfs neueste Streiche und Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten (für die er auch als Drehbuchautor arbeitete) der Jack-London-Abenteuerfilm Ruf der Wildnis, das legendäre 3-Stunden-Kriegsepos Der längste Tag und mehrere Disney-Abenteuerfilme wie der unter US-Disneyfans zur Allgemeinbildung gehörende Dschungel der 1000 Gefahren und der aufwändig produzierte Der dritte Mann im Berg, der als Vorbild für die Matterhorn-Fahrt in Disneyland gilt und trotz ambitionierter Arbeit von Cast & Crew sowie guten Kritiken leider nicht sein Publikum fand.
Annakin erhielt für das Drehbuch von Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten eine Oscarnominierung, wurde allerdings für das komödiantische Piratenmusical Pirate Movie 1983 mit der Goldenen Himbeere abgestraft.
Für seine Verdienste für die Walt Disney Studios wurde er 2002 zur Disney Legende ernannt.
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Dienstag, 2. September 2008
"The Voice" ist verstummt
Gestern verstarb die Sprecherlegende Donald "Don" LaFontaine, auch bekannt als "The Voice", "The King of Movie Trailers" und "Voice of God".Sein Name mag vielen unbekannt sein, doch jeder Amerikaner und jeder größere Filmfan kennt seine zugleich sonore und unheilvolles verheißende Stimme und seine melodramatische Sprachfärbung.
Der am 26. August 1940 in Duluth, Minnesota geborene Sprecher begann seine Karriere als Tontechniker und Werbetexter unter Floyd Peterson, der die Radiospots für Dr. Strangelove produzierte. Peterson gefielen LaFontaines Ideen und so wurden die beiden Partner.
1964 sollte LaFontaine durch bloßen Zufall den Arbeitsauftrag erhalten, der sein ganzes Leben und die Werbeindustrie Amerikas für immer veränderte: Der Trailersprecher für Pulverdampf in Casa Grande fiel aus, weshalb man spontan LaFontaine einspringen ließ. Dem Auftraggeber gefiel LaFontaines besondere Stimme und so war LaFontaine klar, dass er eine neue Berufung gefunden hat.
Zahlreiche Werbeagenturen und Hollywoodstudios wurden nach und nach auf LaFontaines Stimme aufmerksam, der Sprecher wurde geradezu mit Aufträgen überhäuft. Er sprach durchschnittlich 60 Beiträge in der Woche und zu Stoßzeiten laut eigenen Aussagen sogar bis zu 80 Stück täglich.
Aber unter der Menge an Aufträgen litt nie die Qualität seiner Arbeit: LaFontaines Stimme war einvernehmend und verlieh Werbespots und Filmtrailern eine ganz besondere Note. Dass LaFontaine mit der Zeit zur lebenden Legende wurde lag jedoch nicht nur an seiner Stimme: Er versicherte sich auch stets, dass die Texte die er spricht ihm zusagen, und dank seiner Vorbildung als Werbetexter wusste er stets auch, wie er die Vorlage seiner Texter verbessern kann. So schuf er solch typische Trailersätze wie "In a World..." und prägte zahlreiche weitere Normen in Werbespots und Trailern.
Sympatischerweise ging dieser Mann, dessen Stimme bei weitem stattlicher als seine eigentliche Statur war, auch sehr selbstironisch mit seinem Image um. Im Zuge des Blockbuster- und Actionkinobooms entwickelten sich einige seiner Trailerschöpfungen zu Klischees und Industrie-Insidergags, die er selber auch mit viel Witz auf die Schippe nahm.
LaFontaine, der seinen Auftraggebern Rekordgagen in Millionenhöhe wert war, liebte seinen Beruf, das spürte man ihn in den zahlreichen Interviews, die er im Laufe seiner langen Karriere gegeben hat. Und die Fans liebten sein Schaffen. In Hollywood wird gescherzt: "When you die, the voice you hear in heaven is not Don's. It's God, trying to sound like Don."
Gestern verstarb Don LaFontaine an einem Pneumothorax, einer gefährlichen Form der Lungenverletzung. Er hinterlässt seine Ehefrau Nita Whitaker und drei gemeinsame Kinder. Laut seiner Webseite sprach er über 750.000 TV-Werbespots und ca. 5.000 Filmtrailer. Möge er in Frieden ruhen - seine Stimme wird nie vergessen.
Nachfolgend eine kleine Auswahl an Videos von und über "The Voice":
Terminator 2-Trailer
Trailer zu Die Simpsons - Der Film, in denen LaFontaine die von ihm geprägten Klischees parodiert:
Kurzer Bericht über LaFontaines Arbeit:
Trailer zu Per Anhalter durch die Galaxis in dem typische Hollywood-Trailer und LaFontaine parodiert werden (La Fontaine hat sogar einen kurzen "Gastauftritt"):
GEICO Werbespot, in der sich LaFontaine selbst spielt und parodiert:
Dienstag, 24. Juni 2008
US-Komikerlegende George Carlin verstorben

George Carlin ist eine amerikanische Legende. Er prägte die Comedylandschaft der USA ungemein und ist sogar, wie er selber von sich sagte, eine Fußnote in der US-Rechtsgeschichte. Und stolz darauf.
Der ehemalige Radio-Discjockey begann seine TV-Karriere in der Ed Sullivan Show, einem Meilenstein der TV-Geschichte dessen Ruhm sich nie bis nach Deutschland herumsprechen sollte. Die Show bot ein breites Spektrum an Unterhaltung an, von Oper über Rock bis Comedy. Die Sendung wurde ein Sprungbrett für George Carlin, der danach vermehrt in die Tonight Show - der Urmutter der Late-Night-Shows, eingeladen wurde.
Das besondere an George Carlin war sein zwangloser Umgang mit Tabus, sein schwarzer Humor, mit dem er auch politische Satire betrieb oder seine Ansichten über Religion und Besonderheiten der Sprache verpackte.
Letzteres führte dazu, dass Carlin zur besagten Fußnote in der Justitzgeschichte wurde: Eine Comedy-Routine von ihm war ein Monolog über die sieben Wörter, die im amerikansichen Fernsehen tabu sind. Nach einem Auftritt in Milwaukee im Juli 1972 wurde er aufgrund Obszönitäten (nämlich seinem Programm) verhaftet und im Jahr danach führte eine Klage eines Vaters (dessen Sohn im Radio eben jenes Comedy-Programm hörte) dazu, dass Behörden anstößiges Radioprogramm zu Zeiten, während denen Kinder zuhören könnten, zensieren dürfen.
Carlin, der später auch der erste Moderator von Saturday Night Live wurde (einem weiteren TV-Meilenstein, der in Deutschland trotz seines Einflusses - auch auf deutsche Comedy - relativ unbekannt ist) prägte in den 70ern zudem ein neues Bild von Komikern. War das Publikum zuvor gewohnt, dass Comedians fein gekleidet sind und gepflegt auftreten, führte Carlin mit seinem Look die Zuschauer an ein lässigeres Erscheinungsbild: Lange Haare, Bart, zerrissene Jeans.
Für seine Comedy-Alben erhielt Carlin mehrere Grammy Awards und seit Dogma, in dem er als Kardinal auftrat, ist er auch ein regelmäßiger Gaststar in den Filmen von Kevin Smith, einem der vielen Vertreter der Carlin folgenden Komiker-Generationen, denen die sieben schmutzigen Wörter nicht fremd sind.
Aber auch in jugendfreien Filmen hinterließ Carlin seine Spuren: Er sprach Filmore, den entspannten VW-Bus in Pixars Cars.
George Carlin starb am 22. Juni an einem Herzversagen. Möge der Tabubrecher in Frieden ruhen.
Edit: Kevin Smith schrieb einen Nachruf für George Carlin, den ihr hier lesen könnt.
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Dienstag, 15. April 2008
Der letzte der "Nine Old Men" verlässt uns
Disney-Fans traf nun ein herbes Schicksal.
Mit Ollie Johnston verstarb gestern der letzte bislang verbliebene der legendären "Nine Old Men" - jenen neun Animatoren, die dem Maestro höchstpersönlich besonders beeindruckten. Die neun großen Meister der Animationskunst, die den Zeichentrick mit ihrer Arbeit aus dem Feld der simplen Schwarz-Weiß-Slapstick-Blödeleien rausholten und zu einer Kunstform machten.
Mit seinen 95 Jahren wurde der am 31. Oktober 1912 in Palo Alto (in Kalifornien) geborene Johnston für den passionierten Disney- und Animationsliebhaber in den vergangenen Jahren zum Sprachrohr der vergangenen Ära. Johnston teilte seine Erfahrungen nicht nur in zahlreichen Bonusmaterialien mit und gab den Fans einen Eindruck davon, wie es unter Walt im Disneystudio so aussah - er stand auch für seine jüngeren Kollegen stets mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem war er zusammen mit seinem engen Freund Frank Thomas (ebenfalls einer der "Nine Old Men") Co-Autor verschiedener Bücher über den Animationsfilm.
So rettete er die Erfahrungen dieser Animationspioniere in die heutige Zeit.
Dies brachte ihm besonderen Respekt unter seinen Kollegen ein. Der Regisseur von Die Unglaublichen und Ratatouille verewigte ihn in seinem Erstlingswerk Der Gigant aus dem All und gab ihm mit Thomas zusammen einen Cameo-Auftritt in Die Unglaublichen.
Ollie Johnston haben wir solch unvergessliche Momente wie die Bella Notte-Sequenz in Susi und Strolch, die enge Freundschaft zwischen Balu und Mowgli oder auch die Neckereien zwischen Käpt'n Hook und Mr. Smee zu verdanken und ohne ihn hätte Bambi nie seinen treuen Freund Klopfer erhalten.
Das tiefste Beileid geht an seine Freunde und die Hinterbliebenen in seiner Familie.
In unseren Herzen wird er ewig Leben, seine Arbeit wird jede Generation auf's neue begeistern.
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