Donnerstag, 12. November 2009

2012

Ursprünglich wollte ich Roland Emmerichs 2012 gezielt ignorieren.
Ich bin ja durchaus für "Hirn aus"-Kino zu haben, doch Emmerichs Stil hat mir irgendwie nie so zugesagt. In Sachen opulenter Katastrophenaction bin ich dann doch eher auf Michael Bays Seite. So finde ich Armageddon unglaublich unterhaltsam, während ich mich damals durch Independence Day quälen musste.

Als ich dann erfuhr, dass John Cusack in 2012 mitspielt, war meine neugier mit einem Schlag geweckt. Cusack ist eine richtig tolle Type, deren Filme ich wirklich gern verfolge. Und ich vertraue seiner Wahl bezüglich der Stoffe, die er annimmt. Vorzugsweise ja eher exzentrisches wie Grosse Pointe Blank oder Being John Malkovich.

Also stellte ich mich darauf ein mit 2012 mir meine geregelte Dosis Blockbusterkino auf großer Leinwand zu verabreichen.
Mit meiner neuen Anstellung als Quotenmeter-Filmkritiker hatte sich die Frage "sehen, nicht sehen, sehen wenn billig ist?" sowieso geklärt.

Und jaaa, 2012 hat mich gut unterhalten und konnte trotz mancher vorhersehbarer Stellen fesseln. An die spritzig-wuchtige Leichtigkeit eines Armageddon reicht es leider nicht heran, aber man muss ja nicht nur meckern...

4 Kommentare:

juliaL49 hat gesagt…

Ha, genau mein Argument, da John Cusack mein Lieblingsschauspieler ist und ich selbst Con Air, Turbulenzen und andere Katastrophen und Identity wegen ihm gesehen habe.
Was mich aber trotzdem abhält ist die deutsche Synchronisation und ich warte lieber auf die (Leih-)DVD.

Sollte ich trotzdem den Schritt ins Kino wagen?

Sir Donnerbold hat gesagt…

Ich weiß ja nicht, was genau du befürchtest. "2012" ist ja kein unübersetzbarer Film und Cusack hat seine Stammstimme.

Wenn du generell Synchros hasst... Naja, "2012" ist kein Film, der auf authentisches Spiel aufbaut. Wenn man "2012" sehen möchte, dann am Besten im Kino. Solche Filme lohnen sich auf der großen Leinwand halt am meisten. (Zur Not auf den Kinotag warten, da Cusack in "2012" nicht gerade groß aufspielen kann in seiner eng umrissenen Rolle)

juliaL49 hat gesagt…

Das mit der Leinwand ist natürlich ein gutes Argument und genau das wollte ich hören. Danke :)

Sunshine hat gesagt…

Hast du dich also doch hinreißen lassen. *g* Naja, Cusack kann man sich ja immer gut anschauen und auch, wenn seine Rolle hier vermutlich genausowenig tiefgründige Charakterstudie ist, wie in allen anderen Katastropenfilmen zuvor, so ist er doch erstmal aus Prinzip sympathisch. Und ein Grund, den Film doch gucken zu gehen.

Katastrophenfilme reizen mich ja schon immer etwas (ich habe mehr von Emmerichs statt Bays Filmen gesehen und mir hat Independence Day auch sehr gut gefallen, woran wohl aber die beiden Hauptdarsteller nicht ganz unschuldig waren), aber bei 2012 ist der Funke noch nicht übergesprungen. Wenn nicht noch jemand verzweifelt ankommt und mich anbettelt, mit reinzugehen, werd ich wohl passen.

Geld ist knapp, Weihnachten naht unaufhörlich, noch viele hübsche Filme, die ich gern sehen würde... (und ja, ich werde vermutlich am Ende irgendwen anbetteln, mit mir Zombieland schauen zu gehen... Wenn der in der Stadt mit Bahnhof und zwei Gymmis überhaupt läuft. Immer Bahn fahren...? *grummel*)

So, jetzt deine Songhitliste lesen. ;)

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