Donnerstag, 12. November 2009

Ridley Scott im kapitalistischen Wunderland

Ridley Scotts Verfilmung des bekannten Brettspiels und Abendkillers Monopoly ist ein Running Gag hier im Blog. Seit der ersten Ankündigung wundere ich mich, was das alles soll und wann endlich Vernunft einkehrt. Mit jedem Happen von Pseudoinformation wird und wird die Idee absurder. Dabei war sie schon von Beginn an absurd...

Die LA Times rückte gestern (pünktlich zum Beginn der fünften Jahreszeit) mit der (närrischen) Grundidee hinter dem Monopoly-Film heraus, und ich komm' aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Selbst wenn der Mann, der die Würfel erst ins Rollen brachte, dieses Unterfangen mit Fluch der Karbik vergleicht. Er habe damals so wie halb Hollywood über Disney Idee gelacht, die beliebte Wasserbahn zu verfilmen. Und nun müsse er die Häme über sein Projekt erdulden.

Der Kopf hinter dem Monopoly-Film ist Frank Beddor (Produzent von Verrückt nach Mary), der dazustieß, als die Idee bei Universal in Trubel geriet. Er nahm sich der Idee an und machte daraus sein ganz eigenes Ding. Das hat dann Ridley Scott vom Projekt überzeugt.

Aber was genau ist seine Grundidee? Nun, er ließ sich von den Alice-Geschichten inspirieren und beschloss eine Monopoly-Fantasiewelt zu entwickeln, in die ein moderner New Yorker hineingesogen wird. Es soll eine Mischung aus Jumanji und Komödien wie Bedtime Stories und Nachts im Mueseum werden, in dessen Verlauf die Hauptfigur gegen die bösen Parker-Gebrüder antreten muss. Das finale Drehbuch wird von Pamela Pettler (Monster House und Corpse Bride) stammen. Und so sehr ich Beddor abkaufe, dass er ehrlichen Enthusiasmus für diesen Film aufbringt (und nicht einfach einen Job erledigt), so bezweifle ich weiterhin, dass was daraus wird.

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