Donnerstag, 9. September 2010

Musikalisches Immergrün - Meine 333 liebsten Disney-Lieder (Teil LXI)

zurück zu Teil LX

Die Top 5. Die fünf Bestplatzierten einer 333 Lieder umfassenden Liste. In diesem Bereich war ich wieder der Versuchung nahe, meine Vorhaben zu brechen und Platz 5 bis 2 einfach zu streichen und einen globalen, großzügig besetzten zweiten Rang zu vergeben. Aber ich musste mich entscheiden und nach argem, tagelangem Kopfzerbrechen gelang es. Bevor ich aber die Top 5 anbreche, möchte ich die Spannung noch etwas erhöhen und gleichzeitig einigen Liedern eine Erwähnung innerhalb von Musikalisches Immergrün spendieren, denen es anderweitig nicht vergönnt war.
Hach, was das kein schöner Euphemismus für "Ich führe euch jetzt ein paar Songs vor, die es nicht in eine 333-Ränge umfassende Hitliste geschafft haben"? Hier sind also einige der Lieder, die man garantiert in einigen Disney-Musikhitlisten auffinden wird. Nicht aber in dieser. Denn die folgenden Musikstücke finde ich persönlich entweder hoffnungslos überschätzt, oder sie sind schlichtweg nicht mit meinem persönlichen Musikgeschmack kompatibel.

Also legen wir direkt mit einem Lied los, dass unter US-amerikanischen Disneyfans sehr populär, in hiesigen Gefilden dagegen gänzlich unbekannt ist und von mir nur mit einem Kopfschütteln begrüßt wird: The Mickey Mouse Club March. Jimmie Dodds Titellied für The Mickey Mouse Club ist in meinen Ohren einfach nur schales und seelenloses Gedudel, dass zu allem Überfluss auch noch ausgerechnet einer ganz gewisse Maus huldigt. Die Originalfassung scheint nie ein Ende nehmen zu wollen und es erinnert mehr an ein improvisiertes Kindergartenlied als ein eine echte Disney-Komposition. Das einzige, was ich diesem Stück anrechnen muss, ist dass der Refrain prädestiniert für Disney-Megamedleys scheint. Als flexible Brücke zwischen zwei "richtigen" Liedern taugt es doch noch zu etwas. Dennoch wird man das so schnell nicht in der Nähe meiner Lieblingslieder finden. Peinliche Anekdote: Irgendwie scheinen sich nicht alle Disney-Verantwortlichen der Unbekanntheit dieses Songs bewusst zu sein. Wenn in einer deutschen Disney on Ice-Aufführung das Publikum gebeten wird, um "für ein Lied, dass wir alle seit unserer Kindheit in- und auswendig kennen" aufzustehen, dann erwartet Otto Normaldeutscher eher Probier's Mal mit Gemütlichkeit (Platz 51). Oder wenigstens irgendein Lied, das er je zuvor in seinem Leben gehört hat. Wie ahnungslos und stocksteif das Publikum in der Halle herumstand könnt ihr euch ja ausmalen...

Ein weiteres Mauslied, mit dem ich nichts anfangen kann ist Minnie's Yoo Hoo. Holpernde Melodie, nervige Texte und überdeutliche Überreizung als Titelmelodie früher Micky-Cartoons. Was braucht's noch, um mich zu nerven? Naja, vielleicht ein sterbenslangweiliges Rehkitz oder einen Fuchs, der sich mit einem Jagdhund anfreundet?
Dass keine Lieder aus Bambi und Cap & Capper in meiner Hitliste vorkommen, dürfte nicht all zu viele Leser überraschen. Allerdings sei festgehalten, dass ich diese Lieder nicht ausgeschlossen habe, weil ich die dazugehörigen Filme nicht mag. Immerhin hat die Totalkatastrophe Die Kühe sind los! gleich zwei Songs zu bieten, die Teil meiner 333 Disney-Songs sind (Wild ist der Westen auf Platz 251 und Ob die Sonne je wieder scheint? auf Platz 152), eher sind sie ein schwerwiegender Teilgrund, weshalb ich diese zwei zahnlosen Trickfilme nicht sonderlich leiden kann. Selbiges gilt für das biedere Schlager-Schlaflied Jemand wartet schon auf dich aus Bernard & Bianca. Wer hätte gedacht, dass man Baldrian in Noten umsetzen kann? Ich nicht, aber die Songs aus den drei genannten Filmen haben mir das Gegenteil bewiesen.

Ein Song, der sehr häufig gute Platzierungen in solchen Hitlisten erreicht, dessen Faszination sich aber nie auf mich übertrug, ist Wer bin ich?  (aka Mein Spiegelbild) aus Mulan. Ich habe, als ich erfuhr welche Wellen dieses Stück schlug, wirklich versucht zu verstehen, weshalb es so beliebt ist. Ich gab der deutschen Übersetzung Schuld und versuchte es mit der englischen Fassung, ich gab mir Christina Aguileras Single-Version, aber nichts half. Es will einfach nicht in meinen Kopf, Disney hat meiner Meinung nach so viel bewegendere Balladen, wieso hängen auch an dieser dermaßen viele Herzen? Für mich fällt das plätschernde Stück Wer bin ich? einfach nur flach und es ist meiner Meinung nach der größte Schwachpunkt an Mulan. Aber gut, sollen die Teeniemädels voller Wiedererkennung nur dahinschmelzen, ich gehe da lieber zu Sei ein Mann (Platz 38) ab.
Während ich bei Wer bin ich? wenigstens noch eine ganz nette Hauptmelodie erkenne, die instrumental nicht all zu langweilig ist, ist mir eine andere sehr beliebte Ballade ein noch größeres Rätsel. In Wer bin ich? erkenne ich immerhin den künstlerischen Reiz einer Symbiose aus asiatischen Klängen und westlichem Radioschmalz, weshalb ich durchaus Respekt für dieses Lied habe und davon ausgehe, dass es lediglich vollkommen an meinem Geschmack vorbeidonnert. Doch eine immens gefeierte Komposition von Randy Newman bleibt mir vollkommen unerschlossen: Sie liebte mich aus Toy Story 2. Die dazugehörige Sequenz, in der das aufgedrehte Cowgirl Jessie von ihrer ehemaligen Besitzerin erzählt, und wie die innige Liebe zwischen Besitzerin und Spielzeug zu Ende ging, ist ja ganz hübsch, rührend und einsichtig, ein kleiner doch feiner Vorgeschmack auf das, was Pixar in kommenden Filmen emotional auf seine Fans loslassen wird. Wäre da halt nicht dieses sterbenslangweilige Lied, in dem überhaupt nichts passiert. Es klimpert in einer Tonlage dahin, ohne ihr irgendeinen emotionalen Anstrich zu verleihen. Ich bin ja schon kein Freund von Randy Newmans Stimme, aber hier scheint man es kompensieren zu wollen, dass Newman die Gesangsaufgabe an eine Frau abgeben musste, indem man die Melodie des Songs dafür direkt doppelt so öde gestaltete. Und der vermeintliche "Country-Einschlag" dieser sperrig im Raum stehenden Ballade will mir auch nicht ins Ohr gehen. Ich weiß, dass viele an diesem Lied hängen, aber ich finde es wirklich schlecht, da es eine zutiefst rührende Pixar-Szene mit einem Schlag kaputt macht. Zum Glück setzte Pixar in kommenden Filmen bei solchen Szenen auf instrumentale Filmmusik.

Aber nun zum angenehmeren Teil einer solchen Artikelreihe. Weiter geht's mit der Top 5 meiner 333 liebsten Disney-Lieder:

Platz 5: Fremde wie ich ("Strangers Like Me") aus Tarzan
Musik und Text von Phil Collins (dt. Fassung von Frank Lenart)

Fremde wie ich ist Bonnie Arnolds Lieblingslied aus dem von ihr produzierten Film Tarzan, mein drittliebster Song aus der Disney-Renaissance, der bestplatzierte Rocksong innerhalb dieser Hitliste und meine liebste Phil-Collins-Nummer überhaupt!
Die Rockikone sagte zwar über Krach im Lager (Platz 158), dass er von allen Songs am schwierigsten zu komponieren war, im Vorfeld soll er aber am meisten Bammel vor dem Lied gehabt haben, welches letztlich zu Fremde wie ich werden sollte. Denn dieses Stück war für eine Stelle in der Handlung von Tarzan vorgesehen, an der Collins' Musik sehr viele Bälle jonglieren musste, da es schwierig gewesen wäre alle relevanten Subplots und Themen in klassischen Dialogszenen zu behandeln, ohne den Film direkt um eine halbe Stunde zu verlängern. In Fremde wie ich und der den Song begleitenden Montage mussten die sich immer stärker entwickelnde Chemie zwischen Tarzan und Jane behandelt werden, ebenso wie Janes Aklimatisierung mit dem Dschungel und Tarzans fortschreitende Menschwerdung. Zudem sollten auch die eigene Agenda des Schurken Clayton und die durch Tarzans Neugier über das Menschsein und die Kultur seiner artgenossen entstehenden Folgen für die Affenfamilie nicht untergehen. Und tatsächlich können all diese Handlungsfäden während dieser Sequenz effektiv abgehandelt werden, während das Lied Fremde wie ich ganz nebenher einfühlsam auf Tarzans gedeihende Selbsterkenntnis und seine unstillbare Begeisterung für's Fremde eingeht. Dass sich Fremde wie ich bei all dem zusätzlich als richtig fetzige, dynamische Rocknummer herausstellt, machte diesen Song schon bei meiner ersten Begegnung mit ihm zu einem meiner absoluten Lieblingen im gewaltigen Disney-Musikfundus. Dazu trägt auch, zu meiner eigenen Überraschung, die von Phil Collins anfangs gegen den Willen der Produzenten und des Regisseurs Kevin Lima eingeschmuggelte Ballade bei. An dieser Stelle des Films wünschten sich die Filmemacher keine eigenständige Ballade, doch Collins webte in seine schnell voranpeitschende Gesangseinlage rund 30 gefühlvolle Sekunden ein, in denen er zum Liebesthema stärker auf die Beziehung zwischen Tarzan und Jane eingeht. In diesem Part des Songs wendet sich sozusagen das Blatt: Zuvor handelt das Lied davon, wie Tarzan begeistert von Jane lernt, in dieser halben Minute aber geht es darum, wie Jane von Tarzan die harmonische Seite des Dschungels gezeigt bekommt. Dadurch entwickelt sich ihre Beziehung erstmals über eine Schüler-Lehrer-Dynamik hinaus und sie stehen sich gleichberechtigt gegenüber. Den Kniff einer emotionaleren Zäsur verwendete Phil Collins einige Jahre später in Willkommen (Platz 41) aus Bärenbrüder wieder, einem weiteren Lied, in dem sich der Protagonist des Films für eine ihn zuvor unbekannte, faszinierende Welt öffnet. Außerdem lässt sich Fremde wie ich als Spiegelstück zu So ein Mann (Platz 40) bezeichnen, in dem Phil Collins als Erzähler von Tarzans Entwicklung vom Kind zum erwachsenen Dschungelmann berichtet. Nun besingt Collins aus Tarzans Blickwinkel seine voranschreitende Entwicklung vom Dschungelmenschen zu einem "normalen" Menschen.
Was mir besonders an  Fremde wie ich gefällt, ist seine Doppelbödigkeit, da der Song gleichzeitig von Liebe handelt, die das lyrische Ich noch nicht als solche erkennt, wie auch von einer unbändigen Wissbegierde über Fremdes, das einem doch irgendwie schon bekannt ist. In dieser Kombination trifft Fremde wie ich genau meinen Nerv, zudem liebe ich das Tempo des Stücks und Collins' sehr eingängige Kombination von rockiger Intensität, dem Pop-tauglichen Einsatz der das Dschungel-Thema fortführenden Percussion und der warmherzigen Disney-Mentalität. Ein großartiges Stil-Triumvirat!
Was die verschiedenen Sprachfassungen von Fremde wie ich angeht, so stelle ich gewisse Qualitätsunterschiede fest. Wer sich beispielsweise schon über den versetzten Takt im Refrain bei der deutschen Gesangsfassung von Zwei Welten (Platz 10) erbost hat, dürfte konsequent weitergedacht nicht mit heiler Hutschnur durch die spanische Version von Fremde wie ich kommen, denn die Strophen passen rhythmisch nicht im Ansatz zur Musik. Der Refrain dagegen rockt auf Spanisch. Die italienischen Strophen hingegen sind gelungenund der Refrain klingt schwärmerischer als im englischen Original. Kurioserweise geht gerade der ruhigere Teil des Songs in dieser Sprache für mich nicht auf. Die französische Version dagegen besticht gerade in diesem Part von Fremde wie ich, während ich den Rest lediglich solide finde. Die Filmfassungen auf Deutsch und Englisch stehen in meiner Gunst indes gleich hoch, sowohl bezüglich Collins' Gesang, als auch textlich. Noch mehr sagt mir allerdings die Single-Version. Die ist zwar im Grunde genommen einfach nur die englische Filmfassung mit einem anderen, rockigeren Arrangement (während sich Dir gehört mein Herz und Zwei Welten in der Singlefassung ja ein bisschen mehr von der Filmvariante entfernten), aber das macht nichts. Fremde wie ich finde ich vom Aufbau und der Länge her eh perfekt so, wie es ist, also muss man daran ja nicht unnötig herumdoktern. Und bei Fremde wie ich trifft das "weltlichere", rockige Arrangement mit der stärker herausgestellten, klampfenden E-Gitarre und dem handelsüblichen Schlagzeug ohne Begleitung der Dschungel-Percussion genau meinen Musikgeschmack, was bei Zwei Welten nicht der Fall war. Dieser gewaltige Song profitierte enorm vom Filmorchester und verlor in der Radiofassung an Reiz sowie Bombast und somit auch an Wirkung. Fremde wie ich hat dagegen kleinere Ausmaße und wo kein episches Filmorchester benötigt wird, ist mir bei Collins' fetzigen Kompositionen die typische Rock-Kombo wieder äußerst willkommen. Deswegen ist Fremde wie ich für mich persönlich der größte Stolperstein des Tarzan-Bühnenmusicals. Als ich vorab das Album hörte, hatte ich bei manchen Liedern Bedenken, ob sie zu Collins' und Disneys Tarzan passen, da sie eine sanftere Klangfarbe haben (siehe etwa Gar keine Wahl und Wie Sonne und Mond), aber es waren neue Lieder, und so befürchtete ich schlimmstenfalls eine kleine Durststrecke zwischen den guten neuen Songs und meinen geliebten Gesangsnummern aus dem Film. Nach dem Musicalbesuch waren diese Sorgen letztlich vollkommen vergessen und die Wackelkandidaten unter den neuen Stücken herzlich unter meinen Disney-Lieblingen aufgenommen. Die Bühnenfassung von Fremde wie ich stößt mir dagegen weiterhin auf, denn hier wird einer meiner absoluten Disney-Favoriten zerhackstückelt. Das Arrangement ist viel zu weich, die Klangfarbe der Instrumente zu hell und die adrett klimpernde E-Gitarre ein Witz. Hinzu kommt, dass Jane eine Antwort auf den nun von Tarzan gesungenen Balladenpart singen darf, was das Timing dieser Nummer verhaut und Fremde wie ich schädlich in die Länge zieht. Wie schon Howard Ashman wusste, als Jeffrey Katzenberg weitere Strophen für Die Schöne und das Biest (Platz 18) forderte: Nicht immer ist "länger" mit "besser" gleichzusetzen. Auf der Bühne ist Fremde wie ich keinesfalls eine Katastrophe, doch durch diese Änderungen wurde mein unangefochtenes Lieblingslied aus Tarzan zu einem recht guten Stück im Tarzan-Musical degradiert. Da kann man schon etwas angesäuert sein.

Platz 4: Das Feuer der Hölle ("Hellfire") aus Der Glöckner von Notre Dame
Musik von Alan Menken, Text von Stephen Schwartz (dt. Fassung von Frank Lenart)

In Folge der historischen Oscar-Nominierung von Die Schöne und das Biest in der Kategorie "Bester Film" packte Disney-Studioleitung der Ehrgeiz. Allen voran Jeffrey Katzenberg witterte eine Goldader und sah in dramatischen Zeichentrickmusicals den Weg zum Oscar. Sämtlicher Antipathie, die man mit Jeffrey Katzenberg gegenüber hegen kann, zum Trotz, muss man anerkennen, dass sein Ziel ehrenwert und für die künstlerische Anerkennung dieses Mediums bedeutsam war. Ein Sieg in dieser Kategorie, oder wenigstens regelmäßige Nominierungen, wären ein Gottesgeschenk für den Zeichentrickfilm als solchen. Schließlich durfte er sich vor Die Schöne und das Biest nie mit den meist respektierten Realfilmen Hollywoods in der wichtigsten Kategorie der weltbekanntesten Filmauszeichnung messen. Katzenbergs Methodik, dies zu erreichen, ist dagegen wieder einer erschöpfenden Diskussion würdig, gänzlich ungeachtet ihrer Erfolglosigkeit. Pocahontas wurde während seiner Produktion komplett auf den Kopf gestellt und so lange durchgerüttelt, bis alle zu bunten oder cartoonigen Elemente aus dem Film flogen. Die Protagonisten alterten um den Film erwachsener wirken zu lassen und mehr Melodramatik fand Eingang in diese Geschichte. Wie ich im Laufe dieser Artikelreihe bereits mehrmals erklärte, pflege ich eine sehr ambivalente Meinung über den endgültigen Film. Der auf Pocahontas folgende Teil des Meisterwerke-Kanons und der zweite Film, der während Katzenbergs Oscar-Offensive Gestalt annahm, kann dagegen mit meiner vollsten Unterstützung rechnen, sämtlichen Anfeindungen puristischer Verehrer der Vorlage von Victor Hugo widerstehend. Der Glöckner von Notre Dame wurde nach dem Erfolg von Die Schöne und das Biest an dessen Regisseure Kirk Wise und Gary Trousdale sowie an Produzent Don Hahn herangetragen, und womöglich lag bereits darin der entscheidende Unterschied zu Pocahontas. Das Indianer-Liebesdrama befand sich bereits in der Konzeption, als die Chefetage von Walt Disney Feature Animation den Geschmack des Oscars verspürte, zudem standen mit Mike Gabriel (Bernard und Bianca im Känguruhland) und Eric Goldberg ein Regieanfänger und ein Verantwortlicher für einen unterschätzten, familiengerechten Abenteuerfilm am Steuerrad, in das stets hineingepfuscht wurde. Kirk Wise und Gary Trousdale dagegen bewiesen ihr Können mit einem hervorragenden Film, der auf einem schwiergen Stoff basierte, an dem sich zuvor bereits Walt Disney höchstpersönlich und seine begabten Nine Old Men die Zähne ausbissen. Sie hatten deutlich mehr Erfahrung mit für Disney ungewöhnlichen Stoffen und sie wurden nicht mit einem unerwarteten Richtungswechsel konfrontiert. Wise, Trousdale und Hahn konnten ihre Interpretation von Der Glöckner von Notre Dame von Grund auf planen, und das spürt man ihrem Film auch an: Die realistischen Hintergründe, das nur leicht überzeichnete Figurendesign und die dunkle Farbpalette betten die für Disney so ungewohnt düstere und ernsthafte Geschichte in ein ihr angemessenes, visuelles Kleid. Mindestens ebenso durchdacht sind Alan Menkens Kompositionen, die mit lateinischen Chören versetzt sind und voller theatralischer Passagen sind. Mehr als zuvor bemühte sich Menken um eine den ganzen Film übergreifende Klangfarbe, weshalb das Hauptmotiv aus dem Eröffnungssong Die Glocken Notre Dames (Platz 19) in mehrere Lieder eingebunden wurde und nahezu sämtliche Songs des Films mehrere Reprisen im Score erhalten, manche düsterer markiert, andere verletzlicher. Die Musik zu Der Glöckner von Notre Dame ist ein dichter, atmosphärischer Klangteppich voller Emotionen, der nie zu pathetisch wird. Der absolute musikalische Höhepunkt des Films letztlich wurde dem Schurken der Geschichte zugesprochen, und gerade bei dieser Geschichte könnte es nicht treffender sein. Frollo, der als Zugeständnis zum Familienpublikum Disneys vom Archidiakon zum Richter umgeschult wurde um keine zu hitzigen religiösen Debatten anzufachen, ist gewissermaßen das stilistische Aushängeschild von Disneys Adaption des Romanklassikers. Er ist nicht so überlebensgroß wie die meisten, genüsslich überzogenen Disney-Schurken, sondern hat eine viel tiefer gehende Psyche und somit mehr vor sich selbst geschobene Eigenrechtfertigungen für sein Handeln. Doch gerade dadurch wird er noch bedrohlicher und verdorbener, da man ihn nicht einfach als mondän-boshafte Cartoonfigur abhaken kann. Frollo ist realistischer, greifbarer als die meisten Disney-Bösewichter und in seiner Ideologie zerrütteter. Die Änderungen, die an Frollo in der Disneyversion gegenüber der Vorlage vorgenommen wurden, stehen stellvertretend für die Änderungen am gesamten Roman. Oberflächlich wurde Frollo etwas entschärft, so dass er für Kinder etwas leichter verdaulich als das Original ist, für das erwachsene Publikum sind seine Charakterzüge aber unveränderlich deutlich, so dass ein künstlerisch zufriedenstellender Kompromiss zwischen Disney und der Vorlage gefunden wurde. Zwar ist Frollo kein Geistlicher mehr, aber er ist weiterhin ein sich als streng gläubig gebender Despot, der seine Macht missbraucht und das Kreuz als Persilschein für seine Untaten handelt. Besonders deutlich wird Frollos Bigotterie in seinem Lied Das Feuer der Hölle, ein intensives Psychogramm eines rücksichtslosen Monsters, das seine Taten für selig hält und sich durch den verführerischen Körpers einer Frau aus einer von ihm verachteten Minderheit erstmals einer Sünde nahe sieht.
Mit Das Feuer der Hölle erhalten wir einen eindrucksvollen Blick in die verdrehten Gedanken des Handlungsmotors von Der Glöckner von Notre Dame. Die Bösewichter sind bei Disney sehr häufig der Antrieb des Plots, doch meistens besingen sie in ihren Liedern ihren Plan oder ihre Boshaftigkeit. Mit diesem Lied wird uns dagegen ein rarer Blick in die Gedanken eines Schurken gewehrt. Dass sich Frollo in einer Krise glaubt, und befürchtet vom angeblich rechten Pfad abzukommen, da ihm Esmeralda nicht mehr aus dem Sinn gehen will, macht seinen Song nur noch reizvoller.
Man kann Das Feuer der Hölle kaum angemessen besprechen, ohne auch Das Licht des Himmels (Platz 70) ansprechen, mit dem Frollos hasserfüllter und gottesfürchtiger Monolog durch einen Kirchenchoral verbunden ist. In der zarten Ballade Das Licht des Himmels besingt Quasimodo, wie ihm die Begegnung mit Esmeralda Hoffnung und Selbstsicherheit bescherte. Es ist ein ganz und gar unschuldiges, reines Lied, das von Quasimodos reiner Seele zeugt. Das Feuer der Hölle beantwortet dies mit einer beeindruckenden Verwendung von Antithetik. Frollos Lied ist das absolute Gegenteil von Das Licht des Himmels, die Melodie ist intensiver, die Grundstimmung panisch und verächtlich. Frollo betet zu Gott und der Jungfrau Maria, dass sie ihn von seinen sündhaften Gedanken befreien sollen, indem sie Esmeralda die seine machen. Oder zerstören.
Die Macher von Der Glöckner von Notre Dame erkannten, welch Potential in Frollos Schurkensong steckte, und so beschlossen sie, dass Das Feuer der Hölle eine der wichtigsten Szenen des Films sei und als solche zu behandelt werden musste. Dieses Lied gab ihnen die Chance, trotz aller Änderungen Frollo wie die verabscheuungswürdige Person aus dem Roman zu porträtieren und somit auch dem gesamten Film mehr Gewicht und Seriosität zu verleihen. Meiner Meinung nach zahlten sich sämtliche Mühen aus, und das selbst gesteckte Ziel, eine Sequenz zu erschaffen, die sich an dem kraft- und bedeutungsvollen Fantasia-Segment Eine Nacht auf dem kahlen Berge messen lassen kann, haben die Schöpfer dieses Films bravurös erreicht. Ich selbst ziehe Das Feuer der Hölle der Nacht auf dem kahlen Berge sogar deutlich vor. Zwar hat letztere meisterliche Animationen von Bill Tytla und eine impressive Inszenierung zu bieten, doch Das Feuer der Hölle ist mitreißender und behandelt seine Themen sowohl visuell, wie klanglich eindringlicher. Dennoch können beide als Krönung der dämonischen Seite Disneys Zeichentrick-Schaffen betrachtet werden, und ich finde es (ganz gleich, wie bewusst sich die Macher dieser Feuerwerkshow ihrer Entscheidung gewesen sein mögen) äußerst bezeichnend, dass diese beiden Stücke in der Grusel- und Schurken-Zelebrierung HalloWishes ineinander übergehen. Eine vortreffliche Idee, die für die bereits jetzt bekanntere Wasser- und Musikspektakel World of Color übernommen wurde, wenngleich die Umsetzung eine andere ist. Statt auf Eine Nacht auf dem kahlen Berge einen ungeheuer coolen und zugleich bedrohlichen Synthesizer-Remix von Das Feuer der Hölle folgen zu lassen, wird in der Wassershow World of Color mit einem bombastischen, orchestralen Medley aus der Feuervogel-SuiteEine Nacht auf dem kahlen Berge und Das Feuer der Hölle das pure Böse gefeiert. Und da Das Feuer der Hölle die Ehre hat, mit seinem Schlussakkord diese höllische Treiben denkwürdig abzuschließen, sehe ich mich von Walt Disney Imagineering in meiner Meinung bestätigt: Das Feuer der Hölle ist das ultimative Lied des Bösen.
Dabei beginnt alles ganz gesittet und christlich: Der Erzdiakon und einige Glaubensbrüder singen in der Kathedrale ein lateinisches Glaubensbekenntnis, während in Paris langsam die letzten Lichter ausgehen. Nur Frollo ist noch wach und besingt mit sanfter, aber stolzerfüllter Stimme seine strenge Tugend und vorbildliche Lebensweise. Während er sich dem riesigen Kreuz über seinem Kamin zuwendet, steigt eine aggressive Note in seiner Stimme auf und Frollo geht auf seine Verachtung gegenüber denen ein, die er als Sünder betrachtet. Ins Feuer blickend sieht er Esmeralda verführerisch in den Flammen tanzen, zwischen Seelenqual und Berückung hin und her gerissen ersucht er die Heilige Maria um Hilfe, fragt ob er dieser Verlockung ausgesetzt sein muss. Hier zeigt sich Frollo, so übel es auch klingen mag, von seiner menschlichen und verletzlichen Seite, es ist durchaus nachvollziehbar, dass er als streng gläubiger Mann nicht in Versuchung geführt werden möchte. Allerdings schlägt in Frollo ein dunkles Herz, weshalb er die falschen Konsequenzen zieht. Anstelle von Schuldbewusstsein tritt bei ihm Zorn, sehr bestimmt erfordert er eine Befreiung "von diesem Teufelsweib". Als Frollo daraufhin vor dem Schattengericht steht, gerät er zunehmends in Panik, Gesang und Musik werden hektischer, ein bedrohlicher "Mea Culpa" (zu deutsch: "Meine Schuld") brummender Chor ertönt und Frollo verstrickt sich immer mehr in abwehrenden Unschuldsbekundungen. So singt er "ich bin nicht schuld / es ist Gottes Plan / der Teufel ist doch so viel stärker als ein Mann", gibt jeglicher Seite zwischen Himmel und Hölle die Schuld an seiner Misere, bloß nicht sich selbst, während sein Tonfall durchaus eine andere Sprache spricht. Frollos Furcht entschwindet jedoch rasch wieder, zusammen mit den abschließend "Mea Maxima Culpa" bekennenden Schatten, die Stimmung schlägt erneut um, dieses Mal in betont aggressiven Gottesforderungen, der Bitte um Vergebung und den klaren Entschluss, dass Esmeralda in Flammen aufgehen muss, sollte sie ihn nicht erwähnen. Diese Forderungen wiederholt Frollo nach einer Erzwungenen Zäsur durch einen hineinplatzenden Wachmann, bevor erneute Zweifel im heuchlerischen Richter aufsteigen, der verletzt um Erbamen fleht, bloß um ein für alle Mal um Esmeraldas qualvollen Niedergang zu erbeten. Die mit erstaunlicher Effektanimation von Chris Jenkins und seinem Team bereicherte Filmsequenz entfernt sich in ihrem Laufe zunehmend vom realistischen Stil des Films und steigt gemeinsam mit dem von Kathy Zielinski ausdrucksstark animierten Frollo immer tiefer in den Wahnsinn hinab. Ominöse, gesichtslose Schattengestalten in blutroten Kutten schüchtern Frollo ein, die wie Esmeralda tanzenden Flammen sehen immer lebensechter aus und bewegen sich zunehmend kesser und der Lichteinfall in Frollos Kaminzimmer unterstreicht die Thematik dieser Sequenz perfekt. So formt sich um Frollo an einer Stelle eine Sarg, während er zum Schluss von langen, verzerrten Formen, die an Geistliche erinnern, ans Ende des Raumes gedrängt wird.
Bezüglich der verschiedenen Sprachfassungen ist Das Feuer der Hölle für mich ein eher schwieriges Stück. Nur sehr wenige Versionen gefallen mir, alle anderen finde ich eher bescheiden. Zu den guten zählt für mich, eher wenig überraschend, die englische Originalfassung, gesungen vom späten Tony Jay, außerdem sagt mir die etwas dunklere und kantigere russische Lokalisierung sowie die insgesamt sehr rund wirkende griechische Synchronfassung zu. Sehr überrascht war ich auch von der isländischen Version, die mir ungeheuerlich gut gefällt, obwohl ich die meisten anderen nordischen Fassungen bestenfalls mittelmäßg fand. Auf Isländisch klingt Frollo, sowohl wegen der Sprache als auch aufgrund seines Sängers, während Das Feuer der Hölle verletzlicher und verzweifelter als in anderen Versionen, was sehr stimmig rüber gebracht wird. Dass mir auch bei diesem Lied die deutsche Filmfassung am besten gefällt, wird zunächst eher wenig überraschen, da sich diese nunmal über die Jahre am meisten in meinem Ohr einbrennen konnte und sie den unschlagbaren Vorteil hat, dass keinerlei Sprachbarriere besteht. Hinzu jommt der mehrfach erwähnte Deutschbonus bei Schurkenliedern. Unsere Sprache ist ideal für lyrische Abscheulichkeiten! Sie klingt böse und schön zugleich, was kann man für einen Bösewicht-Song noch verlangen? Mit welchem Abstand die deutsche Filmfassung in meiner Gunst vor den anderen liegt, finde ich aber durchaus beachtlich. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass "Prof. Brinkmann" hinter dem Mikro stand. Da muss ich Klaus-Jürgen Wussow ordentlich Respekt zollen, denn seine Gesangsleistung ist wirklich erstaunlich. Überhaupt ist er ein großartiger, vielseitiger Frollo. Jaja, Promicasting und so...
Die von Michael Kunze umgetextete Musicalfassung von Das Feuer der Hölle finde ich, das sollte noch erwähnt werden, etwas schwächer als die Filmversion. Sie bemüht sich zu sehr, den eh schon schwerwiegenden und finsteren Text noch anspruchsvoller zu gestalten, da ja das komplette Musical einen harscheren Ton anschlägt als der Film. Dabei geht aber, meiner Meinung nach, viel von der Melodieführung des Textes verloren. Trotzdem: Das Feuer der Hölle ist ein bombastisches, eindringliches sowie vielschichtiges Glanzstück der Disneygeschichte und, in den richtigen Fassungen (ob mit Gesang oder instrumental), mit Abstand meine liebste Komposition von Alan Menken.

9 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Bei Reflection/Wer bin ich, kann ich die Aufklärung verschaffen. Das Lied sprich mit 90% die homosexuellen Disneyfans an. Wegen dem Text:

Sieh' mich an, niemals werde ich die perfekte Braut
So wie and're Töchter
Kann es sein, mach' ich immer alles falsch?
Doch ich weiß, wenn ich mich so gebe wie ich mich fühl'
Brech' ich allen hier das Herz

Was macht es mir so schwer? Ich erkenn' mich nicht mehr
Wer ist diese fremde Frau im Spiegel drin?
Wann seh' ich's endlich ein
Ich kann nicht anders sein
Wann zeigt mir mein Spiegelbild, wer ich wirklich bin?
Wann zeigt mir mein Spiegelbild, wer ich wirklich bin?

Erkennst du die ansprechenden Textstellen? Im Englischen ist es noch deutlicher:

Look at me
I will never pass for a perfect bride
Or a perfect daughter
Can it be
I'm not meant to play this part?
Now I see
That if I were truly to be myself
I would break my fam'ly's heart

Who is that girl I see
Staring straight
Back at me?
Why is my reflection someone
I don't know?
Somehow I cannot hide
Who I am
Though I've tried
When will my reflection show
Who I am inside?
When will my reflection show
Who I am inside?

"That if I were truly to be myself
I would break my fam'ly's heart" - Das spricht all' jene an, die warum auch immer, nicht so sein können wie sie eigentlich sind und sich in ein Scheinleben flüchten um mit ihrer Homosexualität nicht das "Herz der Familie" zu brechen...

Was Toy Story 2 betrifft: Vollste Zustimmung, das Lied taugt nichts und ist total überbewertet. (Wenn ich da an die Lieder in einem Film von einer gewissen Ratte denke, kein Vergleich)

Reallusionist hat gesagt…

Sowohl "Strangers like me" als auch "Hellfire" stehen meiner Meinung nach verdient soweit oben - beide Lieder finde ich absolut großartig! Wobei ich bei Tarzan eigentlich fast alle Lieder toll finde, zumindest hätte sich in meiner Liste "You'll be in my heart" wesentlich weiter oben platziert.

Ich mag übrigens "Wer bin ich" ganz gerne (und ich bin weder weiblich, noch schwul), wenngleich ich "Sei ein Mann" aber trotzdem um ein gutes Stück besser finde.

Ich hab jetzt deine Liste nicht soo genau verfolgt, weder kenn ich mich gut genug aus, um jetzt die fehlenden drei Lieder nennen zu können... allerdings müsste sich eigentlich "Der ewige Kreis" darunter befinden. Bin gespannt.

Anonym hat gesagt…

Ich tippe auf Der ewige Kreis sowie Hoist he colours.

Beim dritten Platz bin ich mir unsicher, eventuell das wunderschöne Beyond the sea (auch wenn es dann ein bisschen arg weit oben wäre. Ganz wagemutige Wetter könnten auch auf "leg das ding sofort zurück" wetten(immerhin war auch Timons Hula vertreten. Tatsächtlich fand ich Mikes kurz angerissene Gesangseinlage nochmal eine Spur lustiger, aber Platz 3? Ich weiß nicht.

Eine Außenseiterchance könnte auch "In dieser Welt ist für jeden platz" haben. Auch ein Lied, welches man eigentlich gut finden MUSS, welches in den Top 100 stehen müsste, aber bei dir, welcher den entsprechenden Film lediglich ganz gut findet auch nicht unbedingt in den obersten 3 zu erwarten ist.

naja, mal sehen...

Laichenängel hat gesagt…

"Hellfire"!
Schon, als ich im letzten Post deine Ausführungen über "Seid bereit" las, fragte ich mich, auf welchem Platz eigentlich "Hellfire" gelandet ist. *lach*
Und es steht meiner Meinung nach zu Recht so weit oben! Deine Begründung habe ich noch nicht gelesen, hole das aber gleich nach und bin - insbeondere nach den interessanten Informationen zu "Seid bereit" - gespannt, was du dazu zu sagen hast. :)

Sunshine hat gesagt…

Mist, doch nicht Top 3! *grummel* Du Schurke!

Muss mir deine Ausführungen zu den Liedern morgen mal in Ruhe durchlesen, bin heut ein wenig auf dem Sprung.. aber "Hellfire" ist toll auf italienisch! ;)

*psst* Mein Tipp für Platz 1 (das teilt es sich dann mit dem einen Lied aus Camp Rock) - es sei denn, ich hab total verpennt, dass das Lied schon war (Wehe!): "Hoist the colours". Tihi. Und immerhin, "Circle of Life" ist Top 3...

Sir Donnerbold hat gesagt…

@ Anonym 1: Klingt durchaus nachvollziehbar, weshalb sich einige mit diesem Lied so identifizieren können. Danke für die Erleuchtung. ;-)
Die (sicherlich eh nur dahingesagten) 90%-Verteilung zweifle ich aber an. Einige der Mädels, die dieses Lied lieben, sind dann doch ganz glücklich an einen Kerl vergeben. Und ich will da jetzt keine Keile zwischentreiben. *g*

Oh, und tatsächlich noch jemand, der "When She Loved Me" nicht sonderlich gut findet. Wow.

@ RealIllusionist: Hey, ein neues Kommentar-Gesicht. :-) Und guten Geschmack, hast du. ;-)

@ Laichenängel: Freut mich, dass die Songinfos zu gefallen wissen.

Allgemein: Wusste gar nicht, dass "Feuer der Hölle" so viele Fans hat. *freu*

Lutz hat gesagt…

Doch doch... "Hellfire" ist auch eines meiner Lieblingslieder. Ich teile zwar nicht immer deine Begeisterung für die deutschen Fassungen (ich denke, dass es zu einem Großteil auch damit zu tun hat, welche Fassungen man zuerst gehört hat und da das bei mir in den letzten 20 Jahren eigentlich immer die englischen Fassungen waren, war ich von den deutschen doch oft enttäuscht), aber bei Klausjürgen Wussow muss ich dir mal zustimmen.

Deine Meinung über Bambi und insbesondere Cap und Capper teile ich hingegen überhaupt nicht. Abgesehen von den humoristischen Zwischenspielen ist Cap und Capper für mich einer der reifsten und berührendsten Disney-Filme von allen und die Szene mit dem Abschliedslied der Witwe, auch wenn es eher Sprechgesang ist, treibt mir auch nach vielen Wiederholungen noch Tränen in die Augen. Ähnlich geht es mir übrigens bei der Originalfassung des Songs aus Toy Story 2. Aber gut, man muss ja nicht immer einer Meinung sein :-)

Sir Donnerbold hat gesagt…

Dass häufig die Gewohnheit eine Rolle spielt, welche Fassung man so bevorzugt, sage ich ja auch selbst des öfteren. Bei den Schurkenliedern stehe ich aber dennoch bei meiner These, dass Deutsch generell einen Vorteil hat. Ob der genutzt wird, das ist natürlich wieder eine andere Frage. ;-)

Sunshine hat gesagt…

@ Lutz: Ja, das Lied der Witwe in "Cap & Capper" bringt mich auch jedes Mal zum Heulen. Es ist ein Fuchs! Sie setzt ihn aus! Und er guckt so traurig und sie macht es nur, um ihn zu beschützen und überhaupt... *heul*

Wohingegen "Als sie mich liebte" auch nicht soooo doll finde. Die Szene gefällt mir zwar sehr gut, aber das Lied plätschert irgendwie so dahin. Die Szene berührt mich mehr als das Lied, sagen wir so. *g*

Kommentar veröffentlichen