Donnerstag, 1. Dezember 2011

Ein chronologischer Wettkampf: Disney vs. Pixar

Pixar genießt seit nunmehr einigen Jahren so viel Respekt und Zuneigung seitens Filmliebhaber, wie es kaum einem anderen Studio zuteil wurde. Selbst hoch angesehene Regisseure wie Christopher Nolan dürften, so scheint es mir wenigstens, in einer Beliebtheitsumfrage keine großen Siegeschancen gehen das Studio mit der vitalen Tischlampe haben. Pixar ist es zu verdanken, dass der erwachsene Trickliebhaber mittlerweile einen unübersichtlich großen Strom an Lesefutter vorfindet, welches aus Kinokritiken besteht, die mehrere Animationsfilme als das Beste aus Hollywood bezeichnen. Nicht als besonders gelungene Trickfilme oder Kinderunterhaltung, sondern als ernstzunehmende Anwärter auf die Spitze der allgemeinen Jahresbestenliste.

Aber was ist mit dem Animationsstudio, das als Wiege der westlichen Trickkunst in ihrer uns bekannten Form angesehen werden kann, und das dieses Medium und seine Wahrnehmung prägte? Disney, der einstige Platzhirsch im Trickfilm. Profitiert Disney nunmehr allein von seinen wertvolleren Archivstücken und davon, dass der Konzern die Pixar-Studios übernahm? Oder überschatten das Kritikerlob für Pixar einerseits, die Imagekrise der Disney-Trickstudios andererseits etwa die ungebrochene Klasse des über 70 Jahre alten Traditionsstudios? Und welche Position nehme ich überhaupt im Wettstreit zwischen Disney und Pixar ein? Klar, ich bin eingeschworener Disney-Liebhaber, aber ich zähle Pixar üblicherweise zu meiner Passion für Disney mit dazu. Was also, wenn ich gegenwärtig entscheiden müsste, unter Berücksichtigung dessen, was Disney und Pixar seit 1995 abendfüllend ins Kino brachten?

Lasst es uns herausfinden, indem wir die Pixar-Produktionen gegen das Disney-Meisterwerk aus dem Jahr ihrer Kinouraufführung antreten lassen. Dann wissen wir, wer letzten rund fünfzehn Jahre wirklich die Nase vorn hatte.

1995: Pocahontas vs. Toy Story

Pixars Erstling Toy Story ist bis heute der von mir persönlich am zweitwenigsten gemochte Langfilm des Studios aus Emeryville. Ich vermisse im ersten Abenteuer von Woody und Buzz die Herzlichkeit der 90er-Disneyfilme und späterer Pixar-Werke. Nicht, dass Toy Story lieblos sei, keineswegs. Aber die Handlung selbst ist mehr Buddykomödie und weniger erarbeitete Reflektion über Freundschaft oder das Erwachsenwerden. Auch die Charakterzeichnung hat für meinen Geschmack noch ein paar Schwächen, Woody kommt mir zu Beginn widerlicher rüber, als es offensichtlich von den Machern beabsichtigt war und das Finale erzeugte bei mir nie die Spannung, die andere wohl in ihm sehen. Filmhistorisch geht der Sieg dennoch eindeutig an ihn. Pocahontas gewann zwar zwei Oscars, je einen für die Filmmusik und den Song Farbenspiel des Winds, und brachte Alan Menken so seinen (bis dato) letzten Doppelsieg, aber weder hat er im kollektiven Gedächtnis des Publikums eine solche Stellung eingenommen wie Toy Story, noch hatte er einen so erheblichen Einfluss auf das Trickmedium. Toy Story ist das Schneewittchen der Computeranimation, erhielt als erster Animationsfilm eine Nominierung für das beste Drehbuch (was mich zwar freut, aber verwundert) und sein Erfolg bei Kritikern und dem Publikum sollte Disney beweisen, wieso John Lasseter und Co. richtig damit lagen, ihr eigenes Ding zu drehen. Auch ich selbst ziehe Toy Story Jeffrey Katzenbergs Oscar-Bettelei vor: Pocahontas ist im direkten Vergleich der steifere Film, hat unattraktivere Figuren und der Versuch, Erwachsene und Kinder gleichzeitig zu unterhalten, gelang Toy Story besser. Der ist zwar naiver und glückseliger als spätere Pixar-Filme, erreicht aber sein breit geächertes Publikum fast durchgehend auf einer ebenbürtigen Ebene. Pocahontas fluktuiert mir in dieser Hinsicht zu sehr. Ich mag Pocahontas (wie sehr, das schwankt von Woche zu Woche), er hat einige gute Lieder und ausdrucksstark animierte Menschen, ich respektiere den Versuch ernster zu sein als die meisten anderen Disney-Zeichentrickfilme, aber hat zwei, drei dramaturgische Durchhänger mehr als Toy Story und ist viel "angeberischer" als Pixars Erstling, ohne es sich verdient zu haben.
Der Sieger: Pixar

1998: Mulan vs. Das große Krabbeln

1998 brachten sowohl die Walt Disney Animation Studios, als auch Pixar jeweils einen Film heraus, der meiner Betrachung nach nicht genug von der Allgemeinheit geschätzt wird. Auch wenn ich Das große Krabbeln 2010 in meiner Pixar-Rangliste auf den vorletzten Platz setze (dank Cars 2 steht der Film nun etwas besser dar), ist er für mich noch immer ein gelungenes Trick-Kleinod - zumindest diversen Internetforen nach zu Folge ist Fliks Abenteuer aber "dieser eine Pixar da". Ein Film, der unter ferner liefen einzuordnen ist. Nun, die damals beeindruckenden Naturbilder sind mittlerweile leicht unterdurchschnittlich (so manches C-Studio wäre noch immer neidisch auf diese Leistung), aber die Figuren sind recht sympatisch, Flik macht eine sehr glaubwürdige Charakterwandlung durch und Hopper ist ein richtig toller, überlebensgroßer Schurke. Einer von Pixars besten, wie ich finde. Und rein zufällig wohl auch der "disneyhafteste".
Mulan wiederum ist ein Film, der sehr viel Lob erhält, sobald man ihn in einer Gruppe oder einem Filmforum anspricht. Aber solange man den Fokus nicht aktiv auf ihn lenkt, scheint er von den meisten Leuten schlichtweg vergessen zu werden. Und das finde ich enorm schade. Die Szene, in der Mulan beschließt, sich als Soldat auszugeben, ist mit ihrem elektrisierenden Score und den ausdrucksstarken, nahezu stummen Bildern eine der besten Sequenzen im Meisterwerke-Kanon. Mushu ist einer der amüsantesten Disney-Sidekicks und die Geschichte ist durchweg spannend, wie witzig erzählt. Mulan hätte deswegen so viel mehr Respekt verdient, als dieses Meisterwerk erhält.
Der Sieger: Disney

1999: Tarzan vs. Toy Story 2

Machen wir es nicht spannender, als es ist: Obwohl mir Toy Story 2 aufgrund der größeren Comedyeinlagen deutlich besser gefällt als das Original, ist diese Pixar-Fortsetzung selbst beim besten Willen keine Konkurrenz für Disneys Augen- und Ohrenschmaus Tarzan. Ein geiler Soundtrack von Phil Collins, atemberaubende Hintergründe, ein hohes Erzähltempo und tolle Action machen Tarzan zum bombastischen Abschluss der Disney-Renaissance.
Der Sieger: Disney

2001: Atlantis vs. Die Monster AG

2001 separierten sich erstmals Disney und Pixar in meinen Augen deutlich voneinander. Zumindest qualitativ, denn stilistisch ist Atlantis eher ein Ausbruch aus dem Disney-Schema, wie es Pixar Jahre später etwa mit Die Unglaublichen versucht haben wird, während Die Monster AG einer der disneyhafteren Pixar-Filme ist. Aber machen wir das hier nicht verwirrender, als es ist: Ich mag Atlantis sehr und wünschte mir, dass er wesentlich mehr Anerkennung erhält. Ich mag den von Mike Mignola inspirierten Zeichenstil, das epische Gefühl dieses fantastischen Action-Abenteuers und ich liebe die Musik von James Newton Howard. Es ist ein guter, andersartiger Disneyfilm. Aber mit Die Monster AG gelang Pixar ein richtig großer Wurf, zumindest meiner Meinung nach. Sehr viel Humor, eine sehr emotionale Geschichte (die innige "Vater-Kind-Beziehung" zwischen Sully und Buh ist der Beginn der rührenden Seite Pixars) und eine wunderbar kreierte Monster-Parallelwelt zeigten mir, dass Pixar ein Trickstudio ist, das großes bewegen kann.
Der Sieger: Pixar

2003: Bärenbrüder vs. Findet Nemo

Bärenbrüder hätte für die ins Trudeln geratenen Disney-Trickstudios wegweisend sein können: Der abenteuerliche, musikalische und emotionale Film fand eine ansprechende Balance aus Disney-Renaissance-Magie und die Überreizung dieser Formel vermeidender Andersartigkeit. Dazu kommen prachtvolle Bilder, und schon haben wir ein Disney-Meisterwerk, dass zweifelsfrei mehr Respekt verdient hätte. Insbesondere seitens Disneys, denn international war Bärenbrüder ein beachtlicher Erfolg. In den USA sabotierte die Geschäftsführung jegliche Erfolgschancen, und so war das Schicksal des Zeichentricks bei Disney vorerst besiegelt. Dass Pixar kurz zuvor mit Andrew Stantons witziger und berührender Abenteuergeschichte rund um Vatergefühle den damals erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten veröffentlichte, half den Disney-Traditionen auch nicht gerade. Und, so sehr ich Bärenbrüder liebe: Findet Nemo sieht noch beeindruckender aus, hat die denkwürdigeren Figuren und vereint seinen Witz und seine Dramatik dank ausgefeilterer Dramaturgie noch besser. Disney zieht den kürzeren, belegt hier aber noch einen ehrenvollen zweiten Rang.
Der Sieger: Pixar

2004: Die Kühe sind los! vs. Die Unglaublichen

Das ist eigentlich schon kein Wettbewerb mehr, sondern eine Trauerveranstaltung. In nur wenigen Jahren haben sich die Walt Disney Animation Studios völlig zu Grunde gerichtet. Dass man mit Blick auf die Besucherzahlen die überreizte Musicalformel bei Seite legte, war ja noch clever. Dass Filme wie Atlantis und Der Schatzplanet floppten, war unglaubliches Pech, gepaart mit ignorantem Publikum und schwachem Marketing. Aber dass man vermehrt der Geschäftsführung das Sagen überließ, während die Künstler entmachtet wurden, war ein Fehler, der sich unfassbar rächte. Der Zeichentrickfilm sei nicht mehr zu retten, das Medium CGI allein sei ein Wunderwerk. Und so wurde der vermeintliche Abschied vom Traditionsmedium rausgerotzt. Die anfänglich geplante Story war nicht mehr wiederzuerkennen, die Optik misslungen, einfach gar nichts funktionierte. Derweil bewies Pixar, dass das Publikum sehr wohl in actionreiche Trickfilme geht. Mittlerweile lacht man darüber, aber damals war der Gedanke, Disneys Trickabteilung wäre zu Tode verurteilt, gar nicht mal so abwegig.
Der Sieger: Pixar

2005/2006: Himmel und Huhn vs. Cars

Und weiter geht Disneys kopflose Suche nach einer neuen Existenz. Die Beziehungen zu Pixar wurden nach Toy Story 2 kontinuierlich schlechter, und der Kinostart von Findet Nemo wurde bereits von zahlreichen Branchenartikeln begleitet, ob sich Pixar von Disney nicht trennen sollte. Eisner, der sich nicht an Diplomatie versuchen wollte, drängte die Disney-Trickstudios in direkte Konkurrenz mit der unter Vertrag stehenden Erfolgsschmiede. Der computeranimierte Himmel und Huhn sollte alles zugleich sein: Eine Antwort auf Pixar, eine Neuerfindung Disneys und eine Kopie der DreamWorks-Rezeptur. Das Ergebnis war eine Katastrophe und 2006 vereinten sich Disney und Pixar. Was Pixar mit Cars zurückließ, der damals Objekt zahlreicher verrückter Verschwörungstheorien war. Lange sah es so aus, als wäre es der letzte Pixar-Film, den Disney vertreiben darf - und da Cars hinter anderen Pixars der vergangenen Jahre zurückblieb, mutmaßten viele, Pixar hätte Disney absichtlich ein faules Ei in den Korb gelegt. Ich kann das nicht glauben. Cars hat Witz und erzählt eine Geschichte, an der John Lasseters Herz hing. Er erzählt sie nicht optimal, aber viel zu gut, als dass dies ein beabichtigter Fehltritt sein könnte.
Der Sieger: Pixar
2007: Triff die Robinsons vs. Ratatouille

Triff die Robinsons markierte, nur zwei Jahre nach Himmel und Huhn, einen weiteren Wendepunkt für die Disney-Trickstudios. 2006 übernahm Disney die Pixar-Studios. Teil der diesen Zusammenschluss besprechenden Verträge war, dass John Lasseter und Bob Petersen das Sagen in Disneys-Trickstudios erhalten, woraufhin die zum kommerziellen Fließband gewandelte Traumfabrik kräftig umgekrempelt wurde. Um Triff die Robinsons komplett zu wandeln, war es zu spät, jedoch soll der Regisseur Stephen J. Andersen ermutigt wurden sein, ihn persönlicher und herzlicher zu gestalten. Dennoch wurde der Streifen zu einem ziemlich planlosen Trip, mit einigen tollen Gags, kurzen Phasen der Herzlichkeit und sehr viel Belanglosigkeit. Der Schurke war super, trotzdem ist es ein überaus vergessenswertes "Meisterwerk", das keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ratatouille wiederum ist der bislang zweitbeste Pixar aller Zeiten. Schon rein optisch liegen zwischen beiden Produktionen Welten, und die kunstvolle Story des Pixar-Films macht die Differenz nur noch größer.
Der Sieger: Pixar

2008: Bolt vs. WALL•E

2008 fand der Vergleich zwischen Disney und Pixar eine konsequente Fortsetzung des Vorjahrs. Disney steigerte seine Qualität noch stärker und fand langsam zum alten Selbst wieder, während Pixars Höhenflug kaum zu erträumende Höhen erreichte. Gegen Cars hätte Bolt gute Chancen gehabt, doch im Gegensatz zu den Disney-Studios, die sich nur langsam aus ihrem Tief arbeiten konnten, fand Pixar schnell auf die Überholspur zurück. Der das Studio auch vorerst treu blieb. Schönes Disney-Comeback gegen Pixars Meisterstück? Der Fall ist eindeutig!
Der Sieger: Pixar

2009: Küss den Frosch vs. Oben

2009 war ein großrtiges Jahr für den Animationsfilm: Coraline, Mary & Max, Küss den Frosch, Oben ... Disney fand, dank Ron Clements & John Musker, zum alten Groove zurück, während Pixar seinen sämtliche Konkurrenz deklassierenden Höhenflug beendete, auf die Erde zurück kehrte und "nur noch" fantastische Arbeit ablieferte. Küss den Frosch oder Oben, das ist eine Frage, die ich mir ungern stelle. Küss den Frosch ist ein witziges, romantisches, dezent abenteuerliches Disney-Zeichentrickmusical mit guter Musik, Oben wiederum ist zu tiefst rührend, intelligent, doch zwischenzeitlich etwas weniger ausgegoren, als die rundum stimmige Disney-Mischung. Küss den Frosch war eine Disney-Wohltat nach Jahren des Hungerns, Oben dagegen war ein Jahr nach WALL•E all seiner superben Qualität zum Trotz auch eine kleine Enttäuschung für mich. Auf hohem Niveau. Oben ist der inhaltlich stärkere Film, aber Küss den Frosch hat diese Prise Disney-Magie. Ich denke, ich wähle hier die feige Ausfahrt und votiere für ein Unentschieden.
Der Sieger: Der Trickfilm-Fan ;-)

2010: Rapunzel vs. Toy Story 3

Da ich bereits in der Hitliste meiner Lieblingsfilme des Jahres 2010 darauf einging, möchte ich die Sache kürzer machen, als gewiss möglich wäre. 2011 war ein weiteres, fantastisches Trick-Jahr (die US-Konkurrenz brachte uns noch Drachenzähmen leicht gemacht und Ich - Einfach unverbesserlich) und Pixar verzauberte mich mit dem rührenden, spannenden, mutigen, frechen, herzlichen und schlicht liebenswürdigen Toy Story 3. Und obwohl es eine Fortsetzung ist, die mit Blick auf thematische Kontinuität einige der Grundgedanken der Vorgängerfilme zurückgriff, ist das Skript einfallsreich, überraschend und intelligent. Rapunzel hat da das weniger hochgreifende Drehbuch. Nimmt Toy Story 3 alte Ideen auf und wandelt sie neu um, nutzt die neuste Disney-Prinzessin einige Disney-Klischees vollkommen stur. Aber der Film sieht besser aus, klingt besser und bringt Romantik mit sich, die Pixar abseits von WALL•E nie erreichte. Rapunzel ist strikt nach Lehrbuch vielleicht der schwächere Film, doch er fühlt sich besser an. Das Märchenmusical liegt in meinem Herzen ein Stückchen vor Pixars furiosem Trilogie-Abschluss.
Der Sieger: Disney

2011: Winnie Puuh vs. Cars 2

Winnie Puuh orientiert sich an ein Kinderpublikum, verzaubert mit seinem Charisma und Witz aber auch ältere Zuschauer. Cars 2 ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... Ich mag nicht darüber reden!
Der Sieger: Disney

Damit wären wir Pixars-Schaffenszeit komplett durchgegangen. Und mit 8 : 5 liegen die Computeranimationskünstler aus Emeryville vor dem Traditionshaus in Burbank. Disney durchlief seit 1995 eine Achterbahnfahrt der künstlerischen Stimme und der filmischen Qualität, während Pixar recht stur einen kometenhaften Aufstieg feierte. Kleinere Irrungen inbegriffen. Letztlich sind beide Studios Meister ihres Fachs, und in kommenden Jahren sollte Disney verlorenen Boden wieder gut machen können, ohne dass sich Pixar weitere Ausrutscher wie Cars 2 erlauben muss. Approps: Cars 2 ist nun auf DVD und Blu-ray erhältlich. Für alle Masochisten, Toy Story-Fans (der Vorfilm mit der Spielzeugbande ist im Bonusmaterial enthalten) und Komplettisten vielleicht einen Kauf wert.

Weiterführende Artikel:

10 Kommentare:

Lölölö hat gesagt…

Ist dock klar, dass Pixar besser ist als Disney, seid es Pixar gibt. Disneys computeranimierte Filme waren vor Rapunzel einfach echt schwach.
Aber wenn man meine Disney-Lieblinge mit meinen Pixar-Lieblingen vergleicht, gewinnt trotzdem Disney.

Stefan Kraft hat gesagt…

Interessanter Vergleich mit guten Kurzbesprechungen. Ein Nachteil ist, dass durch den direkten Jahresvergleich zwar alle Pixar-, aber nicht alle Disneyfilme von 1995 ab berücksichtigt werden (wie "Lilo und Stitch" oder "Der Schatzplanet"). Aber dafür müsste man ein Punktesystem einführen, alles zusammenzählen, gewichten usw. Und eigentlich wäre das zu viel Aufwand, denn Sir Donnerbold zählt Pixar sowieso zu seiner Disney-Passion dazu.

Plauschrausch hat gesagt…

Bekommt "Mulan" wirklich so wenig Liebe? Ich mochte den Film damals im Kino eigentlich sehr und er ist mir auch heute noch gut in Erinnerung. Auf jeden Fall besser als der Disney-Käse der später kam (Ausnahmen: "Lilo und Stitch" und "Der Schatzplanet").

Zeitzeugin hat gesagt…

Wow, da fällt mir erst auf, dass ich die ganzen Disneyfilme zwischen 2001 und 2009 (mit Ausnahme der Bärenbrüder) gar nicht mehr gesehen habe.. und ich schimpfe mich Disneyfan.. ts..*g*

Zeitzeugin hat gesagt…

Oh und Mulan zähle ich auch immer aktiv auf und nicht erst, wenn er erwähnt wird, ein ganz großartiger Film!

Lutz hat gesagt…

Ich finde deine Gegenüberstellung zwar interessant zu lesen, komme aber nicht so richtig "ran". Ohne mich jetzt intensiver damit auseinandergesetzt zu haben, liegt das glaube ich daran, dass du persönliche Meinung, Fan-Foren, Kritiker-Meinung heute und Kritikermeinung damals willkürlich durcheinanderwirfst.
So ist mir beispielsweise nicht klar, woher die beiden vorletzten Plätze auf der Beliebtheitsskale bei Toy Story und Das große Krabbeln herkommen.
Außerdem galt Toy Story 2 bei seinem Erscheinen als einer der besten Animationsfilme aller Zeiten, stand auf vielen Bestenlisten und erscheint auch heute noch immer wieder auf Bestenlisten, wenn es um beste Sequels geht. Auch wenn ich Tarzan selbst sehr gerne mag, muss man klar sehen, dass Toy Story 2 der Überlegene Film ist, insbesondere, weil er den Pixar Hype richtig ausgelöst hat und den Ruf, dass Pixar ein Studio ist, dass Kinder und Erwachsene mit bittersüßen Geschichten beglückt, überhaupt erst begründet hat. Tarzan war dagegen eine vergleichsweise kleine Flamme. Du ziehst dich bei diesen beiden Filmen sehr einfach damit aus der Affaire, dass du hier nur nach persönlicher Vorliebe gehst, wogegen ja zunächst nichts zu sagen ist, aber gerade weil du bei den anderen Vergleichen immer wieder Kritikermeinungen und Fan-Meinungen einwirfst, finde ich das etwas unausgewogen.
Mulan hingegen wird ebenfalls bei Kritkern immer wieder als einer der inhaltlich besten Disney-Filme aufgeführt (hauptsächlich wegen der selbstbestimmten Heldin und einer einigermaßen altersgerechten Darstellung des Krieges). Ich selbst teile dieses Lob für Mulan nicht uneingeschränkt, aber dass der Film unter Kennern fast vergessen ist, kann ich nicht bestätigen. Tatsache ist, dass Mulan am Ende des Silver Age geschaffen wurde und der Klassikanon unter den Disney-Filmen einfach nach "The Lion King" zugemacht wurde. :-)

Generell finde ich diese Vergleiche aber auch müßig. Disney war ab Ende der 90er auf dem absteigenden Ast und auch, wenn da noch die ein oder andere Perle herauskam, ist die wahre Größe des Studios, zumindest in den Jahren in denen die von dir genannten Filme herauskamen, größtenteils dahin gewesen.

Interessant fände ich mal einen persönlichen Vergleich von dir, in dem du die beliebtesten Disney Filme mit den beliebtesten Pixar Filmen nach Rangliste /(z.B. laut imdb.com) gegenüberstellst.

Irrsternchen hat gesagt…

Pocahontas spricht mich als "Mädchen" mit der Liebesgeschichte in der Natur und mit den Tieren und den tollen Musikstücken einfach mehr an als eine Geschichte über die Freundschaft von Actionfiguren ^^
Leider steht er auf der Liste der Disneyfilme nicht ganz so weit oben bei mir, dafür finde ich den König der Löwen und, ja wirklich, auch Mulan wesentlich besser.. Vielleicht auch, weil Mulan damals mein erster Kinofilm war und ich diese Begeisterung noch ein wenig in mir trage, die immer wenn ich ihn mir erneut ansehe, etwas zum Vorschein kommt ;)

Ansonsten mag ich deine Gegenüberstellung, entgegen der Meinung meines Vorposters hier..
Ich finde, es ist eben eine persönliche Meinungsdarstellung und auch eher speziellen Wahrnehmung der Filme über die Jahre hinweg, die du hier präsentierst, und genau das macht es auch so interessant für mich, das zu lesen.. Eine Liste, die den Anspruch auf Vollständigkeit erheben würde, wäre vermutlich doch sehr mühsam durchzugehen und zudem wahrscheinlich auch weniger spannend zu schreiben ;) So hingegen wird man als Leser dazu gebracht, selbst nochmal drüber nachzudenken, an welche Disney- oder Pixarfilme man sich erinnert und ob man diese nun in eine Rangliste mit einschieben würde oder eben auch nicht..

Sir Donnerbold hat gesagt…

@ Lutz: Diese Liste soll, wie nahezu jede Rangliste hier im Blog, in erster Linie meine persönliche Meinung wiederspiegeln. Somit erklären sich auch durchgehend meine Bewertungen, wer denn der Sieger sei. Kritiker-Konsens (damals und heute), Fanreaktionen und kommerziellen Erfolg reiße ich in den jeweiligen Absätzen zur generellen Einordnung an. Abhängig davon, was halt mMn "berichtenswert" ist. Ich setze also etwa bei den letzten paar Filmen nicht plötzlich andere Maßstäbe an - ich denke nur, dass z.B. "'Cars 2' wurde verrissen" in diesem Kontext keine erneut berichtenswerte Sache ist.

Ich dachte und hoffte, dass mein Vorgehen bei diesem Artikel (Wertung = Meine Meinung, drumherum halt erwähnen, was mMn noch erwähenswert ist) auch ersichtlich wird. Da du mir aber vorwirfst, willkürlich zwischen den Maßstäben zu schwanken, habe ich das wohl nicht deutlich genug gemacht. Das ist natürlich schade - muss das dann wohl bei vergleichbaren Artikeln in Zukunft etwas dicker unterstreichen.

Übrigens: Kann es allerdings auch sein, dass du mehrere Listen durcheinander wirfst? Die "vorletzten Punkte auf der Beliebtheitsskala" die Toy Story und dem Krabbeln zukommen, sind ja sicherlich aus meiner Hitliste der besten Pixar-Filme, und nicht aus diesem Beitrag. Und besagte Hitliste rühmt sich ja schon alle Subjektivität ankündigend als MEIN Pixar-o-Meter. ;-)

Dessen ungeachtet freut mich dein ausführlicher Kommentar natürlich. Gegensätzliche Meinungen (inhaltlicher und rein "praktischer" Natur) gehören halt dazu. Also auch lieben Dank an alle anderen Kommentar-Schreiber.

Oh, @ Zeitzeugin: Nichtmal alle Filme gesehen haben, aber vor einigen Wochen noch meinen, sicherlich mehr Disney-Lieder auf Lager zu haben als ich ... Tzzz, tzz, tzzz. ;-)

Lutz hat gesagt…

@Irrsternchen: Gerade als Mädchen solltest du dir mal ansehen, was das Nostalgiachick zu Pocahontas zu sagen hat:

http://thatguywiththeglasses.com/videolinks/team-nchick/nostalgia-chick/1880-pocahontas

@ Sir Donnerbold: Zu den beiden vorletzten Plätzen:
"Pixars Erstling Toy Story ist bis heute der von mir persönlich am zweitwenigsten gemochte Langfilm des Studios aus Emeryville."
und
"Auch wenn ich Das große Krabbeln in meiner Pixar-Rangliste auf den vorletzten Platz setze"

Ich kann mir vorstellen dass du damit unterschiedliche Dinge meintest, aber beim drüberlesen kam mir das trotzdem komisch vor. Ansonsten: Du kriegst gleich Post.

Sir Donnerbold hat gesagt…

Achso. Nun geht mir ein Licht auf. Das ist in der Tat missverständlich. Da bedanke ich mich für die genaue Benennung der betroffenen Stellen. Habe die zweite mal zur Klarheit ergänzt.

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