Donnerstag, 24. Januar 2013

Star Wars - Episode VII: Rise of the Lens Flares


J. J. Abrams, du brillanter, fieser Lügner: Wie nun ans Licht kam, bist du also doch der Regisseur von Star Wars Ep. VII! Somit teilen sich Star Trek und Star Wars künftig einen zentralen Filmschaffenden, was der Nerdwelt allerhand auszudiskutieren gibt. Wichtiger aber: Star Wars Ep. VII ist definitiv in fähigen Händen!

Aber schön der Reihe nach: Im Dezember 2012 sprach sich Abrams noch dagegen aus, den Regieposten anzunehmen, weil er ein riesiger Star Wars-Fan sei und sich diese Verantwortung deswegen nicht auflasten möchte. Stattdessen wäre er lieber als ahnungsloser, zahlender Zuschauer dabei, wenn Star Wars fortgeführt wird. Doch siehe da: Er ließ sich umstimmen! Wie The Wrap erfuhr, war es Steven Spielberg, mit dem Abrams an Super 8 zusammenarbeitete (ein liebevoller Rückgriff auf die Art hochspannender Familienfilme, die Spielberg und George Lucas in den 80ern produzierten), der die neue LucasFilm-Vorsitzende Kathleen Kennedy davon überzeugte, Abrams die Aufgabe, Star Wars Ep. VII zu drehen, schmackhaft zu machen. Spielberg vertraut Abrams und wie ich finde zurecht: Star Trek bewies, dass Abrams mit den technischen Anforderungen an Star Wars klarkommt, Super 8 wiederum zeigte grob, dass Abrams die Sensibilitäten eines guten Lucas-Films beherrscht. Und auch wenn Abrams mit seinen Lichtbrechungen übertreibt, erzählerisch ist er einer der fähigsten kommerziellen Leute Hollywoods, was sich ja schon seit Alias zeigt. Dass er Star Trek Into Darkness um ein Jahr verschieben ließ, um ein besseres Skript durchzukriegen, ist auch ein Pro-Argument für ihn: Er kann sich gegen Studiobestimmungen durchsetzen, wenn er glaubt, den kreativen Prozess somit zu fördern.

Neben Abrams hätten Disney/Lucasfilm laut /Film auch Gespräche mit Ben Affleck geführt, dessen Ansehen als Regisseur nach nur drei Filmen bereits enorm hoch ist und der auch auf Christopher Nolans Wunschliste für Man of Steel stand (zudem ist er mit Sean Bailey befreundet, Chef der Filmproduktion bei Disney). Ein weiterer Regisseur, der seitens des Konzerns angesprochen wurde, ist Kick-Ass-Mann Matthew Vaughn (der eine Hauptrolle für Chloe Mortez vorgeschlagen haben soll).

Doch wisst ihr, was für mich der vielversprechendste Punkt an dieser News ist: J. J. Abrams ist großer Fan von Brad Bird, weshalb er ihn für Mission: Impossible - Phantom Protokoll engagierte. Man mag nur davon träumen, dass Abrams für Bird ein Wort einlegt und ihn zum Regisseur von Episode VIII macht ...

Also: Abrams als Regisseur, Michael Arndt als Autor ... Die Welt sieht gut aus für die neue Star Wars-Trilogie ...

17 Kommentare:

corny hat gesagt…

Na wenn das mal kein Knaller ist! Star Trek 2009 war ja eh schon eher Star Wars als Star Trek - aber nun gut :-)
Ich möchte übrigens gaaaaanz kurz erwähnen das ich schon am 7.11. J.J. Abrams ins Spiel gebracht habe
http://sirdonnerboldsbagatellen.blogspot.de/2012/11/11-regisseure-fur-star-wars-episode-vii.html#comment-form

;-)

Wobei das natürlich damals nur ein Scherz von mir war ;-)

Anonym hat gesagt…

Ich bin einverstanden. Jakob Johannes Abrahams wird uns ins Licht führen, o du welcher du uns der einzige bist.

Anonym hat gesagt…

Die Wahl geht in Ordnung. Auch wenn ich Matthew Vaughns Filme deutlich besser als Abrams Filme finde, traue ich Star Wars eher Abrams zu. Ben Affleck dreht gute Filme, für Star Wars wär der aber nix.
Und lieber Abrams als Bird.

Anonym hat gesagt…

Ich bin ja nur froh das es nicht Nolan oder Fincher wurde. Das wäre sowas von gigantonomisch unpassend gewesen.

(Klosterfrau Melissengeist)

Stefan Kraft hat gesagt…

Offiziell bestätigt ist aber noch nichts... Mal abwarten.

Ist J.J. Abrams der richtige? Tja, ich kenne keinen seiner Filme... Super 8 würde aber für ihn sprechen. (Star Trek? Ganz ehrlich, das ist ein Argument wie wenn man 1978 sagen würde, dass der Regisseur von TESB der damals angesagte Blockbuster-Regisseur sein muss. Stattdessen wurde es Kershner, eine eher ungewöhnliche Wahl. Deswegen bin ich auch bei Michael Arndt als Drehbuchautor positiv eingestellt: Kein Nerd-Held, sondern einer, der Familienfilme mit Herz schreiben kann. Und das ist mir bei SW wichtig.)

Ich habe übrigens das erhöhte Interesse von Dir, Sir Donnerbold, an Star Wars entdeckt. Ist das nicht nur in Korrelation mit, sondern auch bedingt dadurch, dass die Filmreihe zum Mutterhaus der Maus (und der Ente!) gehört?
Nicht zu vergessen die Frage nach dem Produzenten: Würde Bruckheimer passen? Aufwendig produzierte Blockbuster, u.a. mit viel Schaueffekt, durchaus auch mal für die ganze Familie...

Sunshine hat gesagt…

Da ich weder Fan von Star Trek noch Star Wars bin, ist es mir ehrlich gesagt recht egal, wer denn da nun der Regisseur wird. Lucas hat sich ja nicht unbedingt immer mit Ruhm bekleckert (so hört man), und wenn es tatsächlich Abrams ist, hätte es deutlich schlimmer kommen können.

Aber diese verdammten Lens Flares! Ich bin da fast bekloppt dran geworden in Star Trek. Und Teil 2 sieht ja auch nicht anders aus. *g*

Sir Donnerbold hat gesagt…

Ich würde nicht von erhöhtem Interesse sprechen, sondern von erhöhtem Gesprächsbedarf. Vor einem Jahr hätte ich nichts über den Regisseur des nächsten Films schreiben können, nicht wahr? ;-)

"Star Trek" spricht insofern für Abrams, als dass es in Augen mancher Fans eh ein "Star Wars"-Film im Trek-Gewand war - tonal, visuell, erzählerisch. Ich würd's nicht unterschreiben, aber ich sehe, woher das Argument rührt.

Sir Donnerbold hat gesagt…

@ Sunshine: Aber die Lens Flares sind so schön "shiny"!

Anonym hat gesagt…

@ Sir D.: Indeed. *g*
-Sunshine

Stefan Kraft hat gesagt…

@Sir Donnerbold: Natürlich ist die Frage, ob Du auch so interessiert die Entwicklungen verfolgen würdest, wenn Lucasfilm nicht zu Disney gehören würde? Ach was soll's... Wir sind hier nicht beim großen Gewissenstest, und wenn Du aus wie auch immer geartetem ehrlichen Interesse schreibst, ist das toll!
(Vielleicht war mein Argument "Manche wollen Abrams als Regisseur, weil er ein Nerd-Held ist", arg pauschal formuliert. Aber für mich gehört zur Regisseurwahl eben mehr, als das diese(r) einfach einen von vielen Nerds gefeierten Film gedreht hat. Nolan hätte mir z.B. irgendwie nicht so recht gepasst, auch wenn er einer meiner Lieblingsregisseure ist.)

Stefan Kraft hat gesagt…

P.s.: Und natürlich ist Kathleen Kennedy Produzentin der neuen Filme. Aber als Gedankenspiel mag natürlich die Frage erlaubt sein, ob nicht Bruckheimer für einen Film...? Total unpassend scheint es mir auf den ersten Blick nicht zu sein.

Sir Donnerbold hat gesagt…

Man müsste schon in ein Paralleluniversum reisen, um deine Frage zu beantworten, aber anhand der Indizien in dieser Realität: Ich verfolge ja auch die News über die Herren Tarantino und Rodriguez und freu mich auch über jedes Gerücht eines Non-Disney-Gore-Verbinski-Films, also kann man nicht sagen, dass hier eh die reine Disneyshow stattfindet. Wieso hätte Star Wars auch ohne Mäuseverbindung keinen Platz hier?

Was Jerry angeht: Er könnte passen, aber er scheint mir nicht der "In etablierte Franchises einsteig"-Kerl zu sein.

Stefan Kraft hat gesagt…

@Sir Donnerbold: Nun, zugegebenermaßen kommt meine Frage wohl einfach vom (falschen) Eindruck, den ich von Dir zum Thema Star Wars hatte, auch bedingt durch Deine Formspring-Antwort: Sympathisant bist Du, aber auch nicht mehr.

Letztendlich entstand der falsche Eindruck wohl einfach dadurch, dass Du (warum wohl? ;-) ) bisher eher über Indiana Jones als über Star Wars geschrieben hast, sodass ich Dir sogar ein größeres Interesse an den Abenteuern des Archäologen denn an den intergalaktischen Raumschlachten unterstellt hätte. (Und Dein Artikel, dass Du TESB und ROTJ von der OT bevorzugst, hat an dem Eindruck auch nichts geändert.)

Sir Donnerbold hat gesagt…

Ich zähle spontan mehr Artikel zu Star Wars als zu Indy, auch Pre-Übernahme ...

Stefan Kraft hat gesagt…

Dann weiß ich auch nicht so recht, wie ich zu dem Eindruck gekommen bin... Vielleicht bleiben Filmreviews (in diesem Fall Indy IV) eher bei mir hängen?
Nun, Abrams wurde offiziell bestätigt. Mal sehen, was er draus macht. Ich könnte jetzt meine Befürchtungen äußern, aber mal abwarten - ich denke außerdem nicht, dass die Kommentarspalte hier der richtige Ort dafür ist. Lawrence Kasdan ist als Berater übrigens mit an Bord.

Zu Bruckheimer: Es war natürlich ein Gedankenexperiment. Aber natürlich stimmt auch, dass er nicht der Mann zu sein scheint, der etablierte Franchises übernimmt.

Anonym hat gesagt…

@Stefan Kraft

Viele bashen immer George Lucas weil sie der Meinung sind das von den 6 Star Wars Filmen die 2 besten von anderen Regisseuren stammen. Ok, die Prequel-Trilogie die komplett von Lucas als Regisseur umgesetzt wurde sei mal an den Rand gestellt, da verstehe ich das Missfallen vieler, denn hier hat Lucas wirklich teilweise pervertiert was seine Original-Trilogie so beliebt gemacht hat. In de Original-Trilogie sehe ich eigentlich alles auf einem konstanten Niveau.

Und was viele nicht wissen: Irvin Kershner und Richard Marquardt hatten kaum oder eigentlich keinerlei kreativen Einfluss auf "Empire" und "Return". Das waren immer noch Lucas-Filme, vom Feeling, Style und Umsetzung her. Er hatte alles alleine entwickelt, die Story, die Charaktere das Art-Design etc.

Irvin Kershner und Marquadt wären auch gar nicht zu so großen Blockbustern mit soviel erforderter Kreativität im Stande gewesen.

Kershner und Marquardt haben nur die Principal Photography geleitet, und das Team ein bisschen dirigiert. Der kreative Input kam von Lucas und Lucas allein. Die Klasse der Original-Trilogie ist Lucas alleine zuzuschreiben, und dafür verdient er Lob und kein gebashe.

Der Grund warum er Kershner anheuerte war weil er beim Dreh von "Krieg der Sterne" einen Herzinfarkt hatte und nicht soviel Aktives Arbeiten machen wollte, er konzentrierte sich daher eher auf Design und Story, für das "hinter-der-Kamera-stehen" hatte er Kershner angeheuert. Das war der einzige Grund. Und das hat er bei Marquardt wiederholt.

Die beiden Filme sind Lucas Filme. Definitiv. Hätten Kershnr und Marquardt sie alleine gemacht wären die Scheisse geworden, man blicke nur auf deren sonstige seeehr durchwachsene müffelnde Filmographien.

(WildHuhn)

Stefan Kraft hat gesagt…

@WildHuhn: Ich bin mir der zahlreichen Diskussionen um die Regisseure natürlich bewusst. (Wobei viele Ep IV und V als ihre Favoriten ansehen und Ep VI gut, aber nicht toll finden. Sir Donnerbold sieht das wiederum anders.)
Viele sagen, dass Kershner sehr wohl bei Ep. V eine große Freiheit hatte, während Marquandt (überspitzt formuliert) eher die Marionette von Lucas gewesen sein soll . (Lucas soll beispielsweise zu Kershner gesagt haben "It's your movie", es ist Dein Film.)
Deiner Argumentation kann ich mich aber insofern anschließen, als dass Lucas am Erfolg aller Filme sicherlich keinen unerheblichen Anteil hatte - zu sagen, alles Gute komme von den anderen, das Schlechte letztendlich von ihm, finde ich falsch. Und das ewige Lucas-Gebashe geht mir sowieso auf den Geist.

Aber wie auch immer: Schaun mer mal wie es Abrams (mit Kasdan als Berater und Lucas für Rückfragen) macht. Wenn's mir nicht gefällt, geht die Welt nicht unter, wenn es mir gefällt, ist alles in Ordnung.

Noch ein Postscriptum zu den Prequels: Pervertiert, na ja... Ich bin "Mitglied" der "Star Wars Prequel Appreciation Society", für mich wurde da nichts pervertiert. Ich habe aber auch nichts gegen Leute, die die neueren Filme nicht mögen, so lange sie das halbwegs zivilisiert ausdrücken: Jeder hat das Recht, sich nur den Teil von Star Wars anzusehen, der ihm gefällt.
So, und jetzt wenden wir uns wichtigeren Themen zu. :-) ;-)

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