Mittwoch, 13. Mai 2009

Alter Mann und junger Pfadfinder stellen sich junger Kellnerin und einem adeligen Frosch

Hinsichtlich meiner Vorfreude ist Rapunzel unumstritten mein derzeit am heißesten erwarteter Animationsfilm (den ersten Blick auf die holde Blondine gibt's hier jetzt übrigens in besserer Qualität). Aber was ist eigentlich mit den dieses Jahr anstehenden Animationsfilmen? Ganz besonders die aus dem großen Hause Disney/Pixar?

Worauf freue ich mich mehr? Auf Carl Fredriksens Humor geladenes Abenteuer Oben, oder auf Disneys in New Orleans angesiedelte Rückkehr zum Zeichentrickfilm, The Princess and the Frog?

Um ehrlich zu sein, während ich diese Zeile hier verfasse, weiß ich es selbst nicht so genau. Vor einiger Zeit freute ich mich, erstmals in der Post-Schatzplanet-Ära, wesentlich mehr auf den Disneytrickfilm des Jahres, als auf Pixars alljährlichen Kinostart.
Dann folgte allerdings eine Phase, in der sich die guten Oben-Nachrichten überhäuften, während The Princess and the Frog bei mir "bloß" einen guten Eindruck hinterließ.

Um nun (für diesen Moment) zu entscheiden, auf welchen Film ich mich mehr freue, folgt nun für beide Filme eine Liste der Gründe, die besonders für ihn sprechen. Der Sieger nach Punkten darf sich dann offiziell "Der bei Sir Donnerbolds Bagatellen meist ersehnte Animationsfilm des Kinojahres 2009" nennen. Falls es irgendeinen der Filmemacher überhaupt jucken sollte. Oder einen meiner Leser.

Los geht's mit Oben:
  1. Pixars bisherige Erfolgsbilanz: Mit Ausnahme des spät erschienenden Cars, den ich in der unteren Hälfte des Pixar-Qualitätsmaßstabs ansetze, hat sich dieses Studio in meinen Augen bislang mit jedem neuen Film selbst übertroffen, einen richtigen Stinker konnte ich bislang nicht ausmachen. Oben hat so etwas wie eine Qualitätsgarantie und das prognostizierte Datum meiner ersten Pixar-Langfilmenttäuschung verschob sich deshalb vorerst auf den 24. Juni 2011... (Mit Hoffnung auf weitere Verspätungen)
  2. Ich überstrapaziere ihn zwar langsam als den ultimativen Pro-Grund für Oben, aber dennoch: Dieser Trailer haut mich einfach aus den Socken und lässt mich den deutschen Kinostart herbeisehnen. Den Trailer für das kommende Disney-Märchen finde ich weniger mitreißend.
  3. Dug, der sprechende Hund. Ich liebe ihn jetzt schon.
  4. Oben verspricht eine Mischung aus Humor, Action, Abenteuer und Pixar-Genialität. Ich habe eine Schwäche für Abenteuer, besonders für welche, die zudem etwas auf dem Kasten haben.
  5. Mit Pete Docters letztem Film (Die Monster AG) begann meine Leidenschaft für Pixar. Vorher war es für mich nur "als das eine Studio da, das recht nette bis gute Filme macht".
  6. Michael Giacchino zeichnet sich bei Oben für den Score verantwortlich. Ich finde seine Arbeit bei Alias - Die Agentin und Lost großartig, und mit seinen bisherigen Pixararbeiten (Die Unglaublichen und Ratatouille) erarbeitete sich der Mann bei mir blindes Vertrauen. Was er als Unterstützung für Pixar alles musikalisch herbeizaubert ist fast schon selbst die Kinokarte wert. Und somit ist Pixar dieses Jahr bei der Komponistenwahl in meinen Augen (oder Ohren?) ganz klar vor Disney. Ich habe nichts gegen Randy Newman, doch besonders verehrt wird er von mir auch nicht.
  7. Oben hat den "Critic's Darling"-Bonus.
Und das hier spricht für The Princess and the Frog:
  1. Es ist Disneys Rückkehr zum Zeichentrickfilm, verflucht! Was kann dagegen sprechen?
  2. Es ist außerdem ein neues Disney-Märchen. Zwar wanre ich Disney, ein ganzes Jahrzehnt damit vollzustopfen (ich mochte die frühen 00er schon allein aufgrund ihrer Abwechslung), doch da das letzte Märchen ein wenig her ist, sehe ich die Froschprinzessin als ein Kinomuss an!
  3. Das Setting / die Konzeptbilder für die Hintergründe des Films. New Orleans sieht darauf fantastisch aus.
  4. Das Prinzessinnen-Poster ist hübscher als das für Oben.
  5. Ron Clements und John Musker führen Regie. Wie kann man den Köpfen hinter Basil, der große Mäusedetektiv, Arielle, die Meerjungfrau, Aladdin, Hercules und Der Schatzplanet nicht trauen?
  6. Auf den Schultern von The Princess and the Frog lastet möglicherweise die Zukunft einer ganzen Kunstform. Zumindest was die Welt hinter den Toren der Disneystudios angeht. Ich freu mich also nicht nur wegen dieses Filmes auf den Kinostart, sondern zugleich noch, weil ich endlich wissen will, wie schnell Disney seinen zweiten neuen Zeichentrickfilm ankündigt.
  7. The Princess and the Frog hat den "Nostalgie-neu-erleben"-Bonus.

Ja... ähm... Sehr toll... Dann heißt es wohl "Unentschieden zwischen Oben und The Princess and the Frog". Klassisch sozialisierte Disneyfans werden mich, trotzglücklicherweise endlich versiegender Vorurteile gegenüber Pixar, nun verprügeln wollen, andere wundern sich, wie ich den garantiert guten Oben nicht an der auf wackeligen Beinen stehenden Prinzessin vorbeiziehen lassen kann. Ich sage: Lasst mich in Ruh', ich will beide Filme unbedingt sehen, am besten direkt davor noch die aktuellen Fassungen von Rapunzel und Alice in Wonderland und direkt danach Inglourious Basterds. Dann bin ich erstmal zufrieden. So. Fertig, Ende, Aus.

Und jetzt wüsste ich gern, wen ihr so favorisiert...

1 Kommentare:

Jaguar D Sauro hat gesagt…

Nun denn, tatsächlich freue ich mich etwas mehr auf Oben: Pixar hat mich in den letzten jahren nie enttäuscht, Disney hingegen war zu tief unten um auf einmal wieder ein Meisterwerk der Superlative zu erschaffen. "The Princess and the Frog" wird gut, da bin ich mir sicher, aber die ersten kritiken sowie auch der fantastische Trailer sprechen für mich zurzeit eher für Oben.

Trotzdem freue ich mich weiterhin auf Beide.

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