Montag, 25. Mai 2009

Tarantino verlängert seine Basterds (und weitere Basterd-News)

Quentin Tarantino war noch nie ein Meister darin, sich kurz zu fassen: Pulp Fiction und Jackie Brown dauern 154 Minuten, Kill Bill 111 plus 136 Minuten und Death Proof 111 Minuten bzw. läuft Grindhouse 191 Minuten (alle Angaben in NTSC). Die in Cannes aufgeführte Fassung von Inglourious Basterds hatte eine Länge von 147 Minuten, wobei die Kritiken von brilant bis "viel zu lang, viel zu viel Gerede, zu wenig Action" reichten (was erwarten die Leute? Mit Ausnahme von Kill Bill Vol. 1 war Tarantino noch nie der Actionregisseur schlechthin). Da liegt es nahe den Film noch etwas zu trimmen - was viele Pressevertreter direkt als Meldung brachten.

Varieteys Anne Thompson allerdings meldet, dass Quentin Taratino es ausnutzt, dass in seinem Vertrag eine maximale Länge von 168 Minuten steht: Er möchte die Cannes-Version nochmal in den Schneideraum zerren und neben einigen Änderungen wieder eine Szene in den Film einfügen.

Auf Yahoo gibt es übrigens einen weiteren Clip aus dem Film zu sehen und auf Variety gibt es eine knappe schriftliche Zusammenfassung der Pressekonferenz.
Außerdem werde ich angesichts der Filmfestspiele in Cannes meine Oscar-Prognose 2010 ein klein wenig abändern: Brad Pitt, der im Film nur circa 20 Minuten lang zu sehen sein soll, fällt als Anwärter auf eine Oscar-Nominierung wohl raus, doch Christoph Waltz, der in Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, ist ab jetzt ein Topkandidat für die Kategorie "Bester Nebendarsteller".

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