Dienstag, 15. September 2009

"Tron: Legacy" - Interviews mit Produzent Lisberger und Darsteller Sheen

Tron: Legacy ist noch einige Monate von uns entfernt, doch spätestens seit der Comic Con kann es mir nicht schnell genug gehen, bis die Fortsetzung des Kultklassikers Tron in die Kinos kommt.
Die Wartezeit wird ein wenig durch unregelmäßige Neuigkeiten und Interviews verkürzt. Im Gespräch mit ComingSoon enthüllte Michael Sheen, dass er in Tron Legacy nicht etwa einen Bösewicht, sondern einen Nachtclubbesitzer in der Tron-Welt verkörpern wird.
Der Nachtclub wurde dabei jedoch nicht am Computer erschaffen - statt vor einem Greenscreen arbeiten zu müssen hatte Sheen den Luxus auf einem enormen Set arbeiten zu dürfen:
"My stuff was mainly in this amazing set that they built because I'm a nightclub host, so they built the nightclub and there were hundreds of extras and it was one of those great scenes where there's just loads going on."

Außerdem sagte Sheen, dass der Film wesentlich besser aussehen wird als der von der Comic Con bekannte Konzepttest. Diesen drehte Regisseur Stephen Kosinski bloß um Disney von seiner Idee zu überzeugen. Für den eigentlichen Film steht ihm mehr Geld und Zeit zur Verfügung, und wie Sheen verriet ist es dem Regisseur mittlerweile sogar unangenehm, wenn sich Leute das Video ansehen, weil es so viel schlechter aussehe als Tron Legacy. Sollte sich das bewahrheiten, dann wird Tron Legacy wohl ein schierer Augenorgasmus, schließlich sah bereits das Konzeptvideo fantastisch aus.

Lisberger, der Regisseur von Tron und der Produzent der kommenden Fortsetzung, sprach derweil mit Cinematical und verglich die Zeit, die Tron brauchte um seinen Platz in der Filmgeschichte zu finden und die es dauerte, bis Tron Legacy möglich war mit den Flugbemühungen der Gebrüder Wright. Für ihn musste erst eine ganze Generation von Leuten mit dem Cyberspace und einer bestimmte Vorstellung davon aufwachsen, damit Tron richtig akzeptiert werden konnte.

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"Pirates of the Caribbean - On Stranger Tides" - Gerüchteklärung mit Terry Rossio

Seit am Wochenende im Rahmen der D23 Expo bekannt gegeben wurde, dass die nächste Fortsetzung von Fluch der Karibik auf den Titel Pirates of the Caribbean - On Stranger Tides hören soll, brodelt die Gerüchteküche und die Denkapperate der Pirates-Fans kamen nicht mehr zum Stillstand. Welche Handlung würde Ted Elliott und Terry Rossio, Jerry Bruckheimer und Disney dazu bewegen diesen Titel zu wählen? Was wird der Film mit dem Fantasy-Piratenabenteuerroman von Tim Powers gemeinsam haben?
Handelt es sich gar um eine ins PotC-Universum verlegte Verfilmung des Buches?

Wie nahezu immer, wenn das Pirates-Fandom alle zehn Finger nach Aufklärung reckt kommt die Hilfe in Gestalt des Autors Terry Rossio. Er eliminierte bereits die Gerüchte, dass Russel Brand, Sacha Baron Cohen und Zac Efron im nächsten Pirates of the Caribbean auftreten werden, ebenso wie die Gerüchte, dass Tim Burton Regie führen wird und dass der Film Steampunkelemente enthielte. Okay, er putzte die Gerüchte nicht für immer und ewig vom Erdboden, regelmäßig tauchen sie auf Webseiten und in Foren wieder auf. Aber das ist nicht Rossios Schuld, sondern die Schuld all jener, die weder Rossios und Elliotts Forum, noch diesen Blog besuchen, und trotzdem denken auf dem neusten Stand der Piratendinge zu sein. *Bescheidenheit-ist-eine-Zier*

Jetzt sorgt Rossio also für Klarheit bezüglich On Stranger Tides:
Einen echten Starttermin gibt es noch nicht (Disney peilt den Sommer 2011 bloß an) und der Titel ist ein Vorschlag Rossios und Elliotts, den Disney glücklicherweise übernahm. Es ist allerdings bloß ein Arbeitstitel. Er ist nicht festzementiert und könnte sich ändern, sollte irgendjemand mächtiges bei Disney jetzt, nach der großen Ankündigung, auf die dämliche Idee kommen, dass ein anderer Titel doch viel marktfähiger wäre.
Aber selbst dann könnte der Titel bleiben: Einer Anekdote Rossios zu Folge konnten die zwei Autoren Disney so lange bequatschen, bis aus dem Titel At Worlds End der Titel At World's End wurde, obwohl die Marketingabteilung sich gegen ein Apostroph aussprach, weil dies angeblich auf Postern und Merchandising unästhetisch wäre.

Und welche Verbindung besteht nun zwischen dem vierten Leinwandabenteuer von Jack Sparrow und dem Tim Powers Buch:
"Wir schlugen [den Titel] vor, weil es ein ziemlich cooler Titel ist, und weil Elemente im Drehbuch Elementen aus Tim Powers Roman ähneln.", so Rossio im Wordplayer Forum.

Pirates of the Caribbean - On Stranger Tides wird also keine mit Jack Sparrow bereicherte Verfilmung des Romans sein, sondern bestenfalls vom Roman inspiriert sein oder gar einfach nur ein paar Parallelen haben, weshalb Elliott und Rossio dem Roman in Form des Titels Tribut zollen. Fluch der Karibik enthielt ja auch nur ein paar für Insider erkennbare Hommagen an das Fahrtgeschäft und entwickelte ein Eigenleben. Möglicherweise ist es bei Pirates of the Caribbean - On Stranger Tides nicht groß anders.

Eigentlich dürfte uns im Jahr 2009 eine solche Titelparallele, die nicht auf eine Adaption hinweisen soll, gar nicht verwundern. Tarantinos Inglourious Basterds hat schließlich auch nahezu gar nichts mit Castellaris Inglorious Bastards gemeinsam.

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