Samstag, 21. August 2010

Musikalisches Immergrün - Meine 333 liebsten Disney-Lieder (Teil LVII)

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Platz 16: I'm Still Here (Jim's Theme) aus Der Schatzplanet
Musik und Text von John Rzeznik

Der Schatzplanet war in vielerlei Hinsicht ein wahres Ausnahmeprojekt für die Disney-Zeichenstudios. Genauso wie Lilo & Stitch gehörte die in eine fantastische Interpretation des Weltalls verlegte Adaption von Robert Louis Stevensons Abenteuerklassiker Die Schatzinsel nicht zu den zahlreichen an Regisseure herangetragenen Projekten wie Der Glöckner von Notre Dame oder Hercules, sondern entsprang den kreativen Köpfen seiner Regisseure und wurde (über Jahre hinweg) den Disney-Studios als Idee vorgetragen. Außerdem war der selbst für die hohen Ansprüche Disneys technisch besonders herausfordernde Film das erste Nicht-Musical der Regisseure Ron Clements und John Musker, seit sie mit Arielle, die Meerjungfrau die Musicalformel für Disney wiederbelebten. Ursprünglich sollte Der Schatzplanet sogar komplett auf Originalsongs verzichten und die zentrale Montage über die sich enger knüpfende Bande zwischen Jim Hawkins und seinem zunächst unfreiwilligen Mentor John Silver von einem alten U2-Song begleitet werden. Als sich der legendäre Disney-Zeichner Glen Keane (der in diesem Film John Silver - beziehungsweise seine nicht-mechanischen Teile - zum Leben erweckte) mit dem Storyboard zu dieser Sequenz beschäftigte, fügte er Bebilderungen von Momenten aus der zuvor von Zeichnerkollege John Ripa entworfenen Biografie seiner Figur Jim Hawkins hinzu. Außerdem unterlegte er das neue Storyboard mit dem Lied Iris der Goo Goo Dolls. Davon inspiriert, dass der Klang dieser Band die gewünschte Stimmung so gut ausdrückte, kontaktierten die Regisseure John Rzeznik, den Sänger der Goo Goo Dolls, und fragten ihn, ob er Interesse hätte einen Song für ihren Film zu schreiben. Da sich Rzeznik mit dem Charakter von Jim Hawkins identifizieren konnte und nachfühlte, wie sich eine solche Vergangenheit auf die eigene Persönlichkeit auswirken kann, sagte er zu. Ohne ein einzelnes Bild zum Projekt gesehen zu haben und nur auf einer kurzen Zusammenfassung der Geschichte basierend verfasste er seinen Alternative-Rock-Titel I'm Still Here, auf den die Montagesequenz schließlich maßgeschneidert wurde.
Meines Erachtens nach war es eine perfekte Entscheidung, der Verwendung alter Musik den Rücken zu kehren. Dass in Lilo & Stitch Montagen zu Elvis-Musik zu sehen sind, begründet sich durch den Schauplatz Hawaii und rechtfertigt sich auch dadurch, dass Elvis Presley als kleiner Plotpunkt verwendet wird. Der nicht in unserer Welt spielende Schatzplanet wäre durch einen alten Rocksong plötzlich zu stark in unserem Alltag verwurzelt - und generell ist es eigentlich zu bevorzugen, wenn Disney-Animationsfilme mit neuen Liedern aufwarten. Gleich zwei Regelbrecher nacheinander wären mir wohl nicht so gut bekommen. I'm Still Here dagegen ist für Der Schatzplanet absolut ideal und ein makelloser Rocksong über einen orientierungslosen Jugendlichen, dessen rauhen und kantigen, aber dennoch sehr einfühlsamen Qualitäten sich fantastisch in das Gefüge eines Disney-Klassikers einpassen, der etwas erwachsener, nicht so märchenhaft sein möchte und dafür mehr jugendlichen Leichtsinn sowie die Sorgen dieser Publikumsgruppe aufgreifen will. Rzezniks Titel drückt das Innenleben eines verlassenen Jungen aus, dessen Kindheitsschmerz zu Wut wurde, ohne dass er aus ihm einen aggressiven und launischen Charakter machte. Jim ist unzufrieden, enttäuscht und wütend, aber nicht unkontrolliert und hitzig oder kämpferisch, er vergräbt sich stattdessen und gibt seinem brodelnden Inneren nur nach, wenn er allein mit seinem Solarbord unterwegs ist. Jims Gefühlskomplex wird mit diesem Song greifbar und verständlich gemacht, seine Vergangenheit vertieft und gleichzeitig macht das Lied der innere Zwist zwischen aufkeimender Hoffnung und auf Erfahrung basierender Hoffnungslosigkeit unkompliziert verdeutlicht. Denn der Tonfall der Komposition von John Rzeznik spricht Bände. Es ist für mich völlig faszinierend, wie I'm Still Here sowohl Jims Vergangenheit, als auch seine zukunftsfördernde Gegenwart mit John Silver behandelt. Sicherlich, die Szenenwechsel in der besonders stark im Stil der Brandywine Schule gehaltenen Filmsequenz helfen bei dieser Wirkung, doch schon der Text allein wechselt zwischen den Gründen für die Verschlossenheit des lyrischen Ichs und dem, was ihn gegenüber seines Umfelds wieder auftauen lässt. Trotz der Bedeutung, die ich dem Text von I'm Still Here beimesse, bin ich allerdings froh drum, dass das Lied bei uns nicht eingedeutscht wurde, da sich so die im Original getroffene, stilistische Entscheidung auch auf die deutsch lokalisierte Fassung des Films überträgt. Obwohl Phil Collins' Lieder für Tarzan ebenfalls aus dem Off kamen und mit ihrem starken Rockeinfluss kontmporäre, charttaugliche Elemente beinhalteten, fungierte Collins in Tarzan auch wie ein Erzähler und die Songs erweckten weiter den Eindruck von (Musical-)Filmliedern. I'm Still Here dagegen ist keine ins Off verlagerte Gesangseinlage mit Einflüssen des Alternative Rock, es ist ein Alternative-Rock-Song und er wird im Film so eingesetzt, wie man bereits existente Lieder in Filmen üblicherweise verwendet. I'm Still Here trifft in dieser Sequenz zwar den Nagel auf den Kopf, aber man könnte es nicht problemlos so drehen, dass er zu einer Gesangseinlage für Jim Hawkins wird. Grob vereinfacht gesagt: Es soll durchaus den Anschein haben, dass hier wie in einem üblichen Realfilm ein Musikstück genommen und in den Film eingearbeitet wurde. Mit einer Eindeutschung hätte man diesen aus dem Disney-Kanon herausstechende Musikverwendung wieder etwas von ihrer Eindeutigkeit verloren und I'm Still Here assoziativ näher an Disneys Tarzan gerückt.
Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass I'm Still Here, wohl unter anderem auch deswegen (sowie aufgrund meiner emotionalen Bindung zum Schatzplanet und dem Einschnitt, den er für mich bedeutete) ganz klar der Disney-Song schlechthin ist, der sich für mich verselbstständigte. Viele Disneylieder innerhalb dieser Hitliste höre ich mir sehr gerne als exakt das an (Disneysongs), wenn mir auch die Laune dazu ist (was bei mir als Fan zwar häufig der Fall ist, aber dennoch sei diese Eingrenzung gemacht). Einige andere Songs realisiere ich als Disney-Stücke, kann sie aber je nach Stimmung gleichermaßen völlig von ihrer Herkunft losgelöst hören. I'm Still Here wiederum zählt zu den Titeln, die mich viel weiter begleiteten, er war ein Stück weit so etwas wie eine Hymne für mich und kann bei schlechter Gemütslage bis heute ungebrochen dabei helfen alles was einen nervt auszuschwitzen.

Platz 15: Zip-A-Dee-Doo-Dah aus Onkel Remus' Wunderland
Musik und Text von Allie Wrubel & Ray Gilbert (dt. Fassung von Heinrich Riethmüller)

Bloß weil Disney sich immer mehr darum bemüht den Film Onkel Remus' Wunderland vor dem us-amerikanischen Publikum zu verstecken, heißt das nicht, dass man nicht doch irgendwie Kapital aus diesem Werk schlagen kann. Das Gesamtwerk schaffte es in den USA nie auf Videokassette (geschweige denn DVD), dafür wurde Zip-A-Dee-Doo-Dah, die glückliche Hymne des charismatischen Märchenonkels Remus, nie totgeschwiegen. Zip-A-Dee-Doo-Dah, das soll der einzige Ausdruck sein mit dem man herausragend fröhliche, perfekte Tage an denen einem nur nach freiherzigem Singen zumute ist, treffend beschreiben kann. Es ist praktisch ein Vorläufer von Supercalifragilisticexpialigetisch (Platz 71), bloß dass Zip-A-Dee-Doo-Dah im amerikanischen Kulturkreis sogar noch ein Stück weit populärer ist. Der Publikumsschlager der Sing mit uns-Kassetten ist für Amerikaner das, was uns Deutschen Probier's Mal mit Gemütlichkeit (Platz 51): Der ultimative, gemütlich-freundliche und allseitsbekannte Disneysong. Erfunden wurde die Phrase Zip-A-Dee-Doo-Dah übrigens von Walt Disney höchstpersönlich. Zip-A-Dee-Doo-Dah erreichte 1946 wegens einer stattlichen Verkauszahlen die Spitze der US-Hitparade, 1947 wurde das Lied als zweite Disney-Komposition mit dem Oscar für den besten Song prämiert. Im selben Jahr landete der mehrfach Oscar-nominierte Songwriter Johnny Mercer mit seiner Version auf Platz 8 der Charts. Außerdem war Zip-A-Dee-Doo-Dah fester Bestandteil des Medleys zu Beginn der Walt-Disney-Fernsehshow und ist bis heute in einem dem zeitlichen Setting der Main Street U.S.A. angemessenen Neuarrangement Element der Hauptmusikschleife, die jeden Disneyland- (oder Magic Kingdom-)Besucher begrüßt. Zudem ist der Song, selbstverständlich, auf dem Splash Mountain zu hören, der vom Film inspirierten Wildwasserbahn. Und auch der gute Donald Duck nahm sich in einem seiner Cartoons dem populären Titel an, während Phil Spector den Song 1962 eine "Wall of Sound"-Behandlung verpasste und zurück in die Top Ten brachte. Tom Hanks' Figur Allen Bauer in Splash (dem ersten Film von Touchstone Pictures) hingegen drückte mit Zip-A-Dee-Doo-Dah sein Glück nach einer wilden Nacht mit der gut aussehenden Meerjungfrau Madison aus. Als des Amerikaners Disneysong schlechthin, von Wenn ein Stern in finst'rer Nacht (Platz 20) abgesehen, wurde Zip-A-Dee-Doo-Dah von einer fast endlosen Reihe an Künstlern aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen gecovert, und zusätzlich lassen sich neben der erwähnten Main-Street-Fassung zahlreiche weiteredisneyinterne Neuarrangements des Songs finden. Es gibt Zip-A-Dee-Doo-Dah als Bluegrass-Titel, als Showtune (in einem Disney-Megamedley während der kurzlebigen Boradway-Show On The Record) und The Gayletts, eine frühe jamaikanische Ska-Band, nahm den Song in den 60ern in ihrem Stil auf. Natürlich durfte Zip-A-Dee-Doo-Dah auch nicht auf Louis Armstrongs Disneyalbum fehlen. Und auch die Jackson 5 bearbeiteten das Lied, ebenso wie Mannheim Steamroller und The Supremes. Unter den frischeren Interpreten einer Coverversion befinden sich Paula Abdul, die dem Song zu Beginn der 90er einen distinktiven Pop-Dance-Anstrich gab (der mittlerweile stärker alterte als das Original), und jedermanns Disneylieblings-Starlet Miley Cyrus, deren Cover gar nicht mal so ansstrengend ist, wie man erwarten könnte. Es ist eher sogar etwas zu lahm. Meine liebste Coverversion von Zip-A-Dee-Doo-Dah hält dagegen genau die richtige Geschwindigkeit inne. Sie ist flott, verrückt und durchgeknallt, aber nicht zu rasant, so dass der in der Melodie liegende, entspannte Genuss abhanden geht. Und deswegen schlägt dieses Cover sogar die ursprüngliche Filmversion in meiner Gunst. Die Rede ist von Ric Ocaseks Beitrag zum Cover-Projekt Simply Mad About The Mouse. Ric Ocaseks Zip-A-Dee-Doo-Dah ist eines der Cover, die man gehört haben muss, um es sich vorstellen zu können. Wikipedia beschreibt Ocaseks Stil als New Wave, Bubblegum pop, Protopunk und Garage rock, und irgendwie lassen sich all diese Elemente in seinem Cover wiederfinden. Das psychadelische Musikvideo zum Song, das einen rotoskopierten Ocasek in Szenen aus Fanatsia, Alice im Wunderland, Dumbo und Onkel Remus' Wunderland versetzt, wurde seinerzeit auch im ARD-Disney Club ausgestrahlt und könnte meine erste Berühung mit dem Film sowie dem Song gewesen sein. Vielleicht erwischte ich aber zuvor ein Disneyspezial mit Clips aus Onkel Remus' Wunderland oder sah das Sing mit uns-Video mit Zip-A-Dee-Doo-Dah, ich weiß es nicht mehr genau. Jedenfalls überträgt Ocasek Melodie und Stimmung von Zip-A-Dee-Doo-Dah wundervoll und einfallsreich in seinen abgedrehten, dennoch poppigen und leicht zugänglichen Stil und schuf so meine Lieblingsversion dieses Disneyklassikers.

Platz 14: Nur ein kleiner Freundschaftsdienst ("Friend Like Me") aus Aladdin
Musik von Alan Menken, Text von Howard Ashman (dt. Fassung von Frank Lenart)

Es schmerzt mir in der Seele, dieses Lied bloß auf Platz 14 zu setzen. Es tut mir richtig weh, diese Entscheidung zu treffen und Nur ein kleiner Freundschaftsdienst außerhalb der Top 10 abzuspeisen. Das Problem daran ist allerdings, dass ich noch dreizehn weitere Lieder in der Hinterhand habe, bei denen es mir noch mehr weh täte, sie innerhalb meiner Hitliste schlechter zu platzieren. Kurzum, wir betreten mit Nur ein kleiner Freundschaftsdienst endlich und ein für alle Mal den innersten Kreis meiner musikalischen Disney-Leidenschaft, den Bereich für Lieder zwischen denen ich am liebsten gar nicht weiter bestimmen würde. Zugleich ist Nur ein kleiner Freundschaftsdienst für mich auch ein steter Trumpf im Ärmel, wenn es wieder zu einer der ledigen Synchro-Diskussionen kommt. Denn dass Nur ein kleiner Freundschaftsdienst mein liebstes Lied vom begnadeten und leider viel zu früh von uns gegangenen Texter Howard Ashamn ist, und nicht knapp hinter Die Schöne und das Biest (Platz 18) zurückfällt, liegt ganz klar an der außerordentlichen deutschen Synchronfassung. Frank Lenart übertrug, anders als viele seiner internationalen Kollegen, diesen Text lieber sinngemäß, statt wortwörtlich, und achtete verstärkt darauf den Schwung und Drive sowie den knalligen Witz der Zeilen Ashmans beizubehalten. Dadurch, dass aber Peer Augustinski diese großartige deutsche Fassung sang, katapultiert sich die unvergessliche und mitreißende Selbstvorstellung des magischen Alleinunterhalters Dschinni nochmal ein gutes Stück vor sämtliche andere Versionen dieses Songs, jedenfalls meiner Meinung nach. Augustinski singt einfach besser und stimmlich sicherer als Robin Williams, er hält die schwereren Noten dieser knalligen Shownummer besser und dadurch kommt die bretternde Spaßwirkung dieses überwältigenden Songs viel besser, ungebrochener beim Publikum an. Der Dschinni taucht auf, bombardiert einen mit dem Tempo eines Maschinengewehrs mit Gags und führt dies dann plötzlich singend, tanzend und sich andauernd verwandelnd fort - Zeit für eine Atempause gibt es erst nach dem finalen Crescendo von Nur ein kleiner Freundschaftsdienst, wenn der Dschinni selbst um Applaus für seine Einlage bittet. In dieser Form kannte man damals Nebenfiguren (oder Humor) in abendfüllenden Trickfilmen nicht und auch heute ist der Dschinni in seiner Mischung aus Tempo, Witz und Gesangstalent unerreicht. Nur ein kleiner Freundschaftsdienst ist nämlich nicht bloß unglaublich amüsant und mit geistreich gewitzten Texten bespickt, sondern nebenher auch erschreckend eingängig. Dynamische Bläser, die den Tusch für Dschinnis Zauber- und Scherzeinlagen servieren, eine beschwingte und gleichermaßen zeitgemäße wie zeitlose Melodie und genau das richtige Tempo, um einen umzuhauen, nicht aber völlig zu überfordern und wieder abzustoßen. Nicht umsonst wurde das Lied für einen Oscar, einen Golden Globe und einen Grammy nominiert. Es ist schlichtweg eine berauschende Bekanntmachung einer der dominantesten und herrlichsten Disney-Nebenfiguren überhaupt und ganz klar einer der Teilgründe für Aladdins großen Kinoerfolg: Zahllose Erwachsene gingen mehrfach in diesen Film, einfach nur um alle Gags des Dschinnis mitzukriegen. Der Dschinni dürfte gut und gerne auch der erste exkzessive Fall eines Promicastings im heutigen Sinne gewesen sein, weshalb sich Williams und Disney auch zwischenzeitlich verkrachten (Disney legte in der Werbung für den Film einen deutlich größeren Fokus auf Robin Williams/Dschinni, als Williams es vertraglich regeln ließ). Williams rasanter und popkultureller Humor prägte die Figur des Dschinnis, die Art seiner ersten Gesangsnummer und schließlich den Witz des gesamten Films. Um den Bruch nach dem Auftauchen des Dschinnis nicht zu krass zu gestalten, legenzuvor der Teppichhändler im Prolog und der sarkastische Jago (ebenfalls von einem US-Komiker, Gilbert Gottfried, gesprochen) die humoristische Latte bereits recht hoch für ein Disney-Meisterwerk an... Tja, und dann sprengt das blaue Ungetüm sämtliche Standards. Vergleichbar ist diese Szene bloß noch mit den Rosa Elefanten aus Dumbo und dem Titellied von Drei Caballeros, zwei weiteren Sequenzen mit flotten Liedern, psychadelischer Logik und rasantem Bildwitz. Bloß waren diese Sonsg weniger handlungsrelevant als Nur ein kleiner Freundschaftsdienst. Gemein haben alle drei allerdings den Verzicht auf richtige Hintergründe: Um das Augenmerk auf das schnelle Treiben der Figuren zu lenken und weder die Macher des Films, noch die Sehnerven des Publikums zu überlasten wurde bloß auf "Farbkarten" im Hintergrund gesetzt. Eine weitere Arbeitskürzung: Als das Design von Aladdin geändert wurde, verzichtete man darauf einige bereist fertig gestellte Momente aus Nur ein kleiner Freundschaftsdienst neu zu animieren, da man davon ausging, dass während dieses Liedes eh niemand auf den von seinem neuen Freund und seinen Fähigkeiten baffen Straßenjungen achten würde. Und ja, recht hatten sie. Von alleine hätten wohl die wenigsten die inkonsistente Form Aladdins bemerkt. Somit wäre es dann ja offiziell: Nur ein kleiner Freundschaftsdienst ist dermaßen großartig, dass die Hauptfigur des Films währenddessen ununterbrochen zwischen pre- und postpubertät hin- und herspringen kann, ohne dass sich auch bloß eine einzige Sau dafür interessiert.

5 Kommentare:

Sunshine hat gesagt…

Wundert mich in der Tat ein wenig, dass "I'm still here" nicht noch höher in deiner Hitliste zu finden ist. Ja, was mag denn da noch alles kommen?! Hab mittlerweile ziemlich den Überblick verloeren, was noch nicht vorkam, bis auf zwei, drei Sachen, bei denen ich sicher bin, dass sie noch nicht dran waren...

"Onkel Remus Wunderland" hab ich nie gesehen. ^^

Aber der Dschinni, YAY! Hab mir beide Versionen nochmal angehört, und ja, Augustinski ist einfach besser. Williams arbeitet mehr mit Stimmenverzerrung und v.a. Akzenten, aber mehr Spaß macht mir das Lied eindeutig in der deutschen Version. Augustinski ist perfekt in dieser Rolle, man hätte niemand Besseres finden können.
Was die begeisterten Erwachsenen angeht, nun - meine Mutter fand den Dschinni furchtbar. *g*

Sir Donnerbold hat gesagt…

Meine Mutter liebt(e) den Dschinni und wurde durch ihn zur Freundin der verrückten Nebenfiguren. Timon & Pumbaa, Hades in Hercules (well... er ist nicht der Protagonist, er ist witzig, also zählt er) und Mushu. Und dabei hasst sie Otto Waalkes. Der Lama-Film kam bei ihr entsprechend gut an. *g*

Ja... "I'm Still Here"... Rock, super Film, Song über eine meiner liebsten Disney-Trickfiguren... Platz 16 von 333... Ist doch eigentlich schon ganz gut. Aber ja, ich war selbst erstaunt, dass ich dann doch so viele Lieder derart gut finde, dass diese praktisch maßgeschneiderte Nummer nichtmal Top 15 ist. :-p

"Onkel Remus Wunderland" kann ich nur empfehlen. Sehr süßes Disney Dramödchen mit tollen Tricksequenzen. Und da du in Deutschland lebst, solltest du nicht zu große Probleme haben, den Film legal aufzutreiben. *Amis die lange Nase zeig*

Noch ganze zwei, drei Sachen, bei denen du sicher bist, dass sie kommen? Oder nur, dass sie nicht dran waren? Ich habe nämlich mitunter ganze Filme ausgelassen. Disneyfilm und kein einziger guter Song? Ja, soll's geben (in meinen Ohren)...

Sunshine hat gesagt…

Nee, mit dem Dschinni konnte sie nie was anfangen - zu laut und nervig. *g* Genau das ist der Grund, warum das Lama total an ihr vorbei ging (und naja, gut, sie konnte auch Ratatouille nicht zuende gucken, wegen Ratte in der Küche und so...^^).

Hm, sicher, dass sie noch kommen. Okay, bei einem zweifel ich ein wenig, dass es schon dran war... aber weit hinten wirds nicht gewesen sein, und unter den letzten war's mein ich auch nicht dabei. *g*
Und die Lieder sind defintiv aus Filmen, die schon hier in der Liste aufgetaucht sind. ;)

... Hattest du was aus "Cap & Capper"? ich glaub nicht. :P

Sir Donnerbold hat gesagt…

Cap & Wasfürnfilm? :-p

Sunshine hat gesagt…

Ach pöh, du hast ja keine Ahnung! ;P

... Ich höre grad ein potentielles Lied für deine Top 3 (tippe ich jetzt mal so gaaaanz dreist *g*) und meine Güte, ist das toll auf italienisch!

Bei den anderen möglicherweise noch auftauchenden Kandidaten würde ich mir nicht anmaßen, eine Position zu prognostizieren (da du schon einige Lieder dabei hattest, die ich weiter oben gesehen hätte), aber das... hach. *nochmal anhör*

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