Samstag, 21. August 2010

Salt

Die CIA-Agentin Salt wird von einem russischen Überläufer der Doppelspionage beschldigt. Angeblich sei sie die Schlüsselfigur in einer lang geplanten Offensive gegen die USA. Da Salt aufgrund dieser Anschuldigungen inhaftiert werden soll, sie aber um das Wohl ihres Ehemannes sorgt, flieht sie kurzerhand vor ihren Kollegen und nimmt die Fäden selbst in die Hand.

Sehr viele Kritiker beschreiben Salt als einen Jason Bourne-Film mit weiblicher Hauptfigur. Dem möchte ich widersprechen: Salt ist inhaltlich weniger ambitioniert, optisch dafür imposanter und ein klarer Schritt weg von "wackelig, klein und dreckig". Die Bourne-Filme hatten einen großen Einfluss auf das Thriller-Genre, wie enorm wird aber erst dann deutlich, wenn man die Actionsequenzen von Salt fast schon als "positiv altmodisch" bezeichnen muss, weil sie sich mehr an schnelle, aber nicht zu bombastische 90er-Actioner wie Der Staatsfeind Nummer Eins orientieren. Deshalb ist Salt für mich mehr Der Staatsfeind Nummer Eins trifft die ersten paar Episoden von Alias als Jason Bourne mit Angelina Jolie an Stelle von Matt Damon.

Salt beschreitet einen schmalen Grad zwischen Hollywoods Auffassung von Realismus und hanebüschener Übermenschlichkeit der Hauptfigur. Im Grunde also gute, alte Actionblockbuster Natur. Auffällig ist aber, dass die Motive der Protagonistin im Unklaren gelassen werden. Das hebt Salt zusammen mit den tollen Kameraaufnahmen und James Newton Howards superbem Score auf ein klar überdurchschnittliches Niveau, weshalb Salt für alle Actionthrillerfreunde ein guter Kinotipp sein dürfte.

1 Kommentare:

Boris hat gesagt…

Ich bin anderer Meinung, als du sagtest, dass man August Diehl komplett streichen könne.
Ich finde er ist wichtig um zu zeigen für was Salt wirklich kämpft, sie will Rache, denn Orlov hat ihn umbringen lassen. Sie ist wirklich verliebt in ihn.
Würde man ihn streichen wäre Salt ganz und gar undurchschaubar, so sieht man als Zuschauer aber ihre menschliche und emotionale Seite.

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