Donnerstag, 22. Dezember 2011

Televisionärer Dauerspaß – Meine 24 liebsten Disney-Serien (Teil XXII)

Platz 3: Quack Pack

Manchmal fühle ich mich so, als müsse ich einen verzweifelten Aufschrei direkt an den Anfang eines Artikels setzen, einfach um den Punkt besonders klar zu machen. In diesem Fall ist es: "Arghhlbraaarghl!" Was die Sprache ist, die ich mit mir selber in meinem Kopf spreche, und ungefähr so viel bedeutet wie: "Manchmal machen Fans eine Sache kaputt, bevor sie eine Chance hatte!"

Das Internet-Spin-Off Scrubs: Interns etwa wurde der Gelegenheit beraubt, den Scrubs-Fans die neuen Figuren besser vorzustellen, und wurde zu einem unpointierten Stauraum für Material, das nicht gut genug für die eigentliche Serie ist. Und Quack Pack wird bis zum heutigen Tag von einigen Personen für ein Sakrileg verdammt, welches keines ist. Die Anklage lautet: Diese Serie zeigt Donald Duck, seine Neffen und Daisy in einer von Menschen bevölkerten Welt. Und nicht in der aus DuckTales oder den meisten Carl-Barks-Comics bekannten Welt voller Hundsnasen. Und sowas sei ein Frevel am Vermächtnis des quackenden Disney-Stars.


 Denn bekanntlich arbeitet Donald ausschließlich mit anderen Enten, ...

 ... Nagetieren und Hundsnasen. Ausschließlich! Steht so im Vertrag!

Ehrlich, guckt nach!

Es steht ja jedem frei, über Quack Pack zu denken, was ihm beliebt. Wer jedoch die Serie verteufelt, weil "richtig gezeichnete Menschen" darin vorkommen und dies als Angriff auf die Duck-Ästhetik bezeichnet, sollte dringend seine Disney-Hausaufgaben nachholen. In solchen Momenten muss ich einfach Mal ein Snob sein, der mit arrogant vorgetragenem Wissen prahlt. Und ich unterstelle den Serienschöpfern nicht einmal Absichten, die sie mangels Wissen vielleicht nicht haben konnten: Die Co-Produzenten Toby Shelton und Kevin Hobbs nennen als Inspiration für das Involvement "richtiger" Menschen ebenfalls die klassischen Donald-Cartoons. Zu ihrem Unglück erwartete das Fernsehpublikum, stärker von DuckTales als Donalds Anfängen geprägt, einen anderen Stil. Nämlich DuckTales. (Ach?)

Quack Pack wurde, ganz offensichtlich, eher im Fahrwasser von Goofy & Max geboren, und weniger unter dem direkten Einfluss von DuckTales. Goofy & Max gab dem alteingesessenen Disney-Veteranen einen Sohn // modernisierte seinen Sohn aus den früheren Cartoons // gab ihm einen neuen Sohn ... also, fangen wir besser neu an: In Goofy & Max lernten wir Goofy neu kennen, und zwar als Vater des elfjährigen Max, einem Durchschnittskind der frühen 90er-Jahre. Quack Pack wiederum führte das Fernsehpublikum neu in die Familie Duck ein, wo Donald Ducks drei Neffen Tick, Trick und Track zu jeweils drei unterschiedlichen Archetypen von Teenagern der mittleren 90er-Jahre heranwuchsen. Die Parallele hinter den Grundkonzepten von Quack Pack und Goofy & Max könnten von den US-Titeln kaum offensichtlicher betont werden: Die Serie über den albernen Goofy und seinen modernen Sohn heißt im Original Goof Troop, die Serie über die knallige Ente und ihre modernen Neffen Quack Pack. Wieso hat niemand schon in den 90ern die Kritiker der Serie mit der Nase draufgestoßen?

Quack Pack teilt eine weitere Ähnlichkeit mit Goofy & Max, abseits des "klassische Disney-Figur als Vormund moderner Teens". Nämlich den über das Design hinausgehenden, auch humoristischen Rückgriff auf die alten Cartoons. Goofy & Max hatte immer wieder seine Momente, in denen sich der tollpatschige Goofy in eine Lawine des Cartoon-Slapsticks verwickelte oder gar ein weiteres "How to ..."-Lernsegment erdulden musste. Das ganze wurde in den Stil einer (schrägen, unrealistischen, cartoonigen) Sitcom gepackt, und fertig die Laube! "Klassische Goofy-Cartoons, nur im 90er-Stil und mit aktuellem Serienkonzept gekreuzt". Im Gegensatz zu den späteren Neue Micky Maus Geschichten, die klassische Disney-Cartoons nahm und ohne stilistisches Fremdgut modernisierte. Beides interessant, wenn ihr mich fragt.

Mit Quack Pack ging man keinen all zu unterschiedlichen Weg: Konzeptuelle Versatzstücke klassischer Donald-Cartoons, etwa "Verblendete Autoritätsfigur Donald vs. neunmalschlaue Neffen" oder "Donald bläht eine ihn störende Kleinigkeit auf tausendfache Größe auf", wurden genommen und in die 90er transferiert. Gekreuzt wurde dies aber nicht mit Sitcom-DNA, sondern changierend mit Abenteuern (ob nun Schatzsuche oder Schurken bekämpfen – so ganz kann man das aus Familie Duck halt nicht austreiben) und den quirlig-verrückten Trickserien, die damals en vogue waren. Der Schwerpunkt von Quack Pack lag dabei stets auf dem Humor, während das abenteuerliche oder auch der gelegentliche Sci-Fi-Ansatz auf dem Rücksitz Platz nahmen. Nach DuckTales (erste Priorität: Abenteuer, zweite Priorität: Comedy) keineswegs das, was viele Zuschauer mit den Ducks im Sinne hatten.

Deshalb bin ich auch ein klarer Vertreter der These, dass Quack Pack bei zahlreichen Personen unter dem "das habe ich aber nicht erwartet!"-Syndrom leidet, nicht etwa unter dem "das will ich nicht sehen"-Problem. Bloß liegt es in der Natur des Medienkonsumenten (und da nehme ich mich keinesfalls raus), das Erwartete oft auch sehen zu wollen, und sich etwa bei radikalen Genrewechseln abgestoßen zu fühlen. Eine zweite Chance kann da sehr oft Abhilfe schaffen, bloß war Quack Pack dafür nicht lang genug auf Sendung. Am 2. September 1996 gestartet, endete am 28. November des selben Jahres nach insgesamt 39 Episoden die erste Staffel – auf die mangels positiver Zuschauerresonanz nie eine zweite folgte.

Ich will keinesfalls sagen, dass sämtliche Quack Pack-Gegner schlicht daran scheitern, das Konzept der Serie zu verstehen oder sich von falschen Erwartungen leiten lassen. Mein Argument ist viel eher, dass einige Quack Pack schon von der ersten Minute an aufgegeben haben, möglicherweise, weil es zu nah an DuckTales startete oder Disney sonstwie etwas irreführendes versprach. Vor dem Hintergrund würde ich Disney-Fans oder sonstwie an der Serie interessierten Personen raten, ihr mit neuen Augen eine Chance zu geben.

Zugleich kann ich vollkommen nachvollziehen, wenn Leute mit Quack Pack nichts anfangen können, obwohl sie kein "DuckTales ... mit Donald!" erwarteten. Dass Quack Pack auf einem sehr polarisierenden Grundgemisch basiert, kann ich auch als großer Fan schlichtweg nicht verleugnen. Die Kombination aus stärker auf ihre Verrücktheit gebürstete DuckTales-Abenteuer, dem Übertreibungswahn der mittleren 90er und klassischem Donald ist schwer zu schlucken. Aber die Autoren, darunter Namen wie Rob Humphrey & John Benke (u.a. Darkwing Duck, Kim Possible) oder Bill Motz (u.a. Aladdin - Die TV-Serie, Die Pinguine aus Madagascar), gaben sich redlich Mühe, diese Zutaten zu einem kohärenten Ganzen zu verbinden. Was meiner Meinung nach auch gelang – die Elemente von Quack Pack fließen ineinander und sind zudem episodenübergreifend präsent, statt die Serie in mehrere stilistisch weit auseinanderklaffende Reihen von Episoden zerfallen zu lassen. Ob die Quack Pack-Zutaten auch zusammengehören, muss offenbar wiederum jeder für sich selbst herausfinden. Doch mein klares Urteil ist: Versucht es wenigstens!


Nachdem all das endlich aus dem Weg geräumt wurde, muss ich auch unbedingt erwähnen, dass Quack Pack für mich wie ein Markierstein in der Geschichte der Disney-Fernsehanimation fungiert. Denn mit Quack Pack endete auch die Ära des "klassischen" Disney-TV-Looks. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass Quack Pack eine der letzten richtig gutaussehenden Disney-Serien ist. Und ja, ich weiß, wie unglaubwürdig dieser Absatz klingt, wenn er unter dem obigen Bild der Fratzen schneidenden Neffen steht. Trotzdem bewegte sich Disney nach Quack Pack weg von Serien, die den "typischen" Disney-Kinostil für die Flimmerkiste emulierten, und hin zu anders stilisierten Programmen. Da gab es die Nickelodeon-Kritzelphase (Doug, Pepper Ann, Neds Bösenachtgeschichten, Wochenend-Kids, mit gewissen Abstrichen bzw. Disney-Zugeständnissen auch Große Pause) und Serien mit besonders dicken Außenlinien (101 Dalmatiner, Lloyd im All, Klassenhund, PB & J Otter). Und jüngere Serien schulden natürlich alle einen Teil ihres Looks der Flash Animation, oder generell dem Web-Zeitalter (Phineas & Ferb, Kim Possible, Fillmore!). Zu letzterem zählt sogar Neue Micky Maus Geschichten, die weniger schattiert sind, hellere Farben haben und mehr Schwung im Strich haben, allerdings auch "flacher" wirken.

Bitte nicht missverstehen: Ich finde nicht alle Post-Quack Pack-Serien per se hässlich. Kim Possible zum Beispiel sieht großartig aus (selten war zum exakten Verständnis eines Satzes Kursivschrift bedeutsamer, als an dieser Stelle), was unter anderem auch an der Konsequenz liegt, mit der sämtliche Designentscheidungen getroffen wurden. Ob sie nun Figuren, Hintergründe oder Gegenstände, Linienführung oder Kolorierung betreffen. Zudem ergibt der Look bei dieser Serie auch Sinn. Neue Micky Maus Geschichten sieht auch nicht schlecht aus, aber ich denke schon, dass etwas mehr "Originaltreue" die Serie in meinem Hinterkopf noch besser positionieren würde.

Worum es mir eher geht, ist dass Quack Pack als letzte Disney-Serie noch wie "echtes" Disney und vor allem auch von Hand gezeichnet und koloriert aussieht. Insbespndere vermisse ich die gemalten, ein Sinn von Tiefe vermittelnden Hintergründe. Was das Auftreten der Ducks angeht, habe ich derweil folgende Meinung: Donald in seinem Hawaii-Hemd? Das stört mich nicht. Es passt irgendwie zum "Feeling" der Serie, muss aber keinesfalls abseits dieser Serie Standard werden. Die Teenie-Neffen? Nun, das finde ich im Grunde recht lobenswert. Tick, Trick und Track bekamen endlich eigene Persönlichkeiten, was etwa bereits in einigen DuckTales-Geschichten ganz schlüssig gewesen wäre. Tick ist nun der selbst erklärte Anführer der Jungs, ein selbstsicher redender, junger Bursche. Trick ist der Technik-Nerd und Freizeit-Philosoph des Trios und Track ist der an Sport interessierte, nicht ganz so helle, aber mutige Dritte im Bunde. Die Mimik der Neffen finde ich gelungen, die Klamottenwahl wiederum ist schon sehr 90er, aber das hat bei Max in Goofy & Max auch keinen gestört. In manchen Episoden ist der Wortschatz der Jungs etwas überbordend zeitgemäß, das hätte man zum Wohle von Quack Pack vielleicht etwas drosseln sollen, ansonsten ist's eine nette Idee.

Tja, und dann ist da Daisy. Daisy war für mich schon immer eine schwer zu greifende Figur, da sich die Disney-Autoren Zeit ihrer Existenz nie fest auf einen Charakter für sie einigen konnten. Beziehungsweise nie dazu gedrängt wurden. Daisy begann als "Donald ... nur weiblich", wurde dann zwischenzeitlich zu einer, wenngleich reizbaren, doch galanten "Southern Belle", mutierte in den Comics einschlägiger Comic-Autoren dann zur Zippe und ist in jüngeren Fernsehserien eine arrogante Idiotin. In Quack Pack hingegen bemühte man sich einerseits um ein eigenständigeres Design der Figur und verpasste ihr einen Job als Moderatorin für die Nachrichtensendung Was in aller Welt? (für die Donald als Kameramann tätig ist). Dass Daisy einen gefährlichen, sie gegenüber offensichtlichen Risiken blind machenden Ehrgeiz verliehen bekam, half nicht nur der Serie (wenn kein Schatz besessener Dagobert da ist, um die Ducks tief ins Abenteuer zu stürzen, dann nun halt Daisy), sondern gab Donalds Beziehung zu ihr auch endlich ein (subtiles) Fundament. Gut, vielleicht lese ich auch mal wieder zu viel hinein, aber dass ein Kerl wie Donald sich in diese Darstellung Daisys verguckt, halte ich für ganz schlüssig, umgekehrt erst recht ... Aber auch unabhängig davon hätte ich viel lieber die Quack Pack-Daisy zurück, als weiter die Mickey Mouse Works/Mickys Clubhaus/Micky Maus Wunderhaus-Daisy zu erdulden.

Was mir außerdem an der Quack Pack-Variante Daisys gefällt, ist ihr Sarkasmus. Sarkasmus wird für meinen Geschmack viel zu selten in Disney-Trickserien verwendet. Mit Kim Possible landete bereits eine recht sarkastische Serie auf Platz 4 meiner Hitliste, und in Quack Pack wird dieser Humor gleichmal zu einem der Charaktermerkmale Daisys (und bräuchte Donalds Freundin nicht generell solch einen Humor?). Wer angesichts dessen seine Wetten, welche Serien auf Platz 2 und 1 landen, abändern möchte, sei auf die Wettbüros seines Vertrauens, Twitter und die Kommentarsektion verwiesen.
Jedenfalls gibt nicht nur Daisy trockene Sprüche ab, auch die Neffen und Donald können bei Bedarf sehr sarkastisch werden. Ja, Donald! Womit Quack Pack eine Sache vermeidet, die mich an DuckTales auf Dauer störte ... In eben jener Serie scheinen Episoden, in denen Donald vorkommt, bloß eine einzige Pointe für ihn parat zu haben: Dass ihn beim Deibel wirklich niemand auch nur ansatzweise verstehen kann. Klar, ein bisschen Selbstironie ist fein, und zwei oder drei Mal ist der Gag ja ganz gelungen. Aber dass man ihn ununterbrochen bringen musste, nervt mich schon ein wenig. Wurde Donald so doch letzten Endes als "Der Unverständliche" gekennzeichnet. Dabei ist er nur schwer verständlich. Ein für mich meilenweiter Unterschied.

Wie ich schon in meinem Entengold-Beitrag zu Truant Officer Donald ausführte, hatte Donald zu seinen besten Cartoon-Zeiten öfters einen äußerst trockenen Spruch parat, den er mit seiner kratzigen Stimme losschoss. Klar, ein angenehmes Organ hatte Donald nie, und lange vor den DuckTales machte sich auch der Cartoon Donald's Dream Voice über die Stimmbänder des Wüterichs lustig, trotzdem bekam Donald noch immer Dialogwitz zugeschustert. Dass man nach DuckTales in Quack Pack Donalds Stimme wieder schlicht als gegeben ansah, nicht dauernd den selben Gag riss, und sich sogar wieder traute, dem Schnatterich sarkastischen Text in den Schnabel zu legen, ist im Gesamtbild eine Kleinigkeit. Doch eine, die auch mal gebührend emporgehoben werden sollte.

(Ihr ahnt es wohl schon: Sollte ich jemals in die traumhafte Position gelangen, für Walt Disney Pictures einen epischen Donald-Duck-Kinozeichentrickfilm zu verwirklichen, so werde ich nach Veröffentlichung des Trailers die selbe Diskussion mit dem Studio führen müssen, wie sie Christopher Nolan derzeit mit Warner Bros. führt ...)
"The Adventures of Donald Duck: Leavin' Duckburgh prologue was really great, especially when Donald quaks the soon-to-be-classic line: 'Quaaaargh krchahahkrckck whaaaaack'"

Wenn ich die Serie doch visuell ansprechend finde, den Umgang mit Donald toll finde, mir der für Disney-Verhältnisse sehr eigensinnige, aber meines Erachtens nach dennoch zu den Figuren passende Humor so sehr zusagt und ich bekanntermaßen ein riesiger Liebhaber des Titelsongs bin ... Weshalb dann "nur" Platz 3 für Quack Pack? Tja, nachdem ich lang und breit erklärt habe, weshalb die Serie in meinen Augen gewaltig unterschätzt wird, wird es wohl Zeit, nach den "Wieso so hoch?"-Fragen auch die gegenteilige Frage zu beantworten. Selbst wenn ich nicht wüsste, wer in aller Welt ein höheres Quack Pack-Ranking verlangen könnte.

Einerseits sind es solche Kleinigkeiten, wie das bereits angesprochene, nicht immer zeitlose Vokabular der Neffen oder manche Episoden, in denen mir die Dosis des Cartoonwahns der mittleren 90er etwas zu stechend vorkommt. Wie gesagt, die Autoren ließen zwar alles ineinander übergreifen, aber auch ich hätte mir manchmal etwas mehr klassischeren Disney-Humor zusätzlich zum Wahn gewünscht, um alles wieder abzurunden. Vor allem aber stehen mir die Neffen oft zu sehr im Vordergrund, weshalb die Möglichkeiten Donalds in seiner bislang einzigen, selbstständigen Trickserie nicht ganz ausgenutzt bleiben.

Wie man es vielleicht hätte besser machen können, zeigt das Originalkonzept zu Quack Pack. Anfangs sollte die Serie Duck Daze heißen (was ein bisschen so klingt, als würde ein Deutscher mit starkem Akzent DuckTales sagen wollen, oder?) und sollte Donald zeigen, wie er von Episode zu Episode in eine andere Abteilung des Geschäftsimperiums seines Onkels Dagobert weitergereicht wird. Dass sich Donald (mit Hilfe von Tick, Trick und Track) in so vielen Jobs erprobte, sollte Dagobert beweisen, dass er Verantwortung übernehmen kann und ein würdiger Erbe ist.

Donald, der Mann der tausend Jobs? Der immer scheitert, aber mit etwas Unterstützung dennoch auch siegen kann? Das klingt nach Donald-Cartoonslapstick trifft klassischen Carl Barks! Natürlich weiß ich nicht, wie gut das Konzept von Karl Geurs (viel Erfahrung bei Goofy & Max, etwas Beteiligung an Käpt'n Balu) und Jymn Magon (umgekehrt) umgesetzt worden wäre. Aber zumindest auf dem Papier sticht es die finale Version von Quack Pack klar aus.

Schade für mich, besonders schade für Donald, aber vielleicht ein Glücksfall für euch. Denn so bekommt ihr mal eine meiner XL-Disney-Countdownreihen zu Gesicht, in der Donald nicht auf Platz 1 anzutreffen ist.
Yay, wenn das mal kein Trost ist ..?

1 Kommentare:

Jack J. Hunter hat gesagt…

Die Serie war so unsagbar groß. Nie war Disney cooler, ausgenommen vielleicht die Darstellung von Max im etwa zeitgleich produziertem "Goofy-Film" (Wie wärs da übrigens mal mit ner Rezi, Master D.? ;-)
Was bei Teenie-Max Kinoausflug aber wiedderum gänzlich fehlt, ist der Sarkasmus: Niemals wieder war die Firma so bissig/bößartig bei etablierten Figuren wie den Ducks wie in Quack Pack, speziell was den Umgang der Charaktere miteinander betrifft. Die Sprücheklopferei Daisys, der Zynismus aller Beteiligten in Beziehung auf Donald und selbstverständlich der rauhe Umgangston der Neffen untereinander: Die Einzigartigkeit dieser Elemente im damaligen Dinsey-Serien-Kosmos kann man nicht oft genug betonen.
Klar, in den folgenden 00er Jahren kam diese Art von Humor dann häufiger vor. Aber niemals wieder in Zusammenhang mit klassischen Disney-Charakteren, dafür wurden dann stets neue Szenarien + Charaktere geschaffen...
Noch was Kritisches, Master D.: Im Gegensatz zu den anderen Beiträgen in dieser Kategorie gehst du hier kaum auf inhaltliche Schwerpunkte der Serie ein, sondern verstrickst dich meiner meinung nach eine spur zu sehr in diese Verteidigungshaltung... aber keine Sorge, das ist jammern auf hohem Niveau ;-)

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