Freitag, 13. März 2009

Die Ente, mit der alles begann

Heute ist wieder ein Tag, an dem sich die abergläubischen unter uns zwei Mal umsehen, bevor sie über einen Fuß vor die Tür setzen: Freitag, der 13.
Da dieser Tag ja so viel Unglück bringen soll, ist es kein Wunder, dass er eine besondere Beziehung zum wohl berühmtesten Pechvogel dieser Welt hat: Laut frühen Pressemeldungen der Walt Disney Studios platzte ihr damals gerade mit Glanz und Gloria aufsteigende Star an einem Freitag, dem 13. mit lautem Getöse und Gezeter aus dem Ei. Ein paar Jahre später konkretisierten die Disney-Studios ihre Aussage. Im Cartoon Donald's Happy Birthday ist zu sehen, dass Tick, Trick und Track den Geburtstag ihres Onkels am 13. März begehen und ihn mit einer Schachtel bester Zigarren überraschen möchte.

Auch wenn sich der generelle Konsens davon wegbewegte, in der Unsumme von disney'scher Pressemeldungen, Cartoons und Comics bei solchen Detailfragen wie Geburtstagen einen allgemeingültigen Kanon zu bilden und sich darauf einigte die Geburtstage von Cartoonfiguren am Tage ihres Leinwanddebüts zu feiern, möchte ich bereits heute die Feierlichkeiten zu Donald Ducks 75. Geburtstag loszutreten. Wie oft hat man schon die Chance am Freitag, den 13. März ein solches Jubiläum zu feiern?

Weil man sich ja nicht sicher sein kann, ob der gute Donald wirklich am 13. März das Licht der Welt erblickte, möchte ich ihm heute noch nicht gratulieren. Zu früh zum Geburtstag beglückwünschen bringt ja Unglück, und noch mehr davon braucht der gute ja wirklich nicht.
Im Juni feiert ja in sämtlichen Disney-Publikationen, also kann man davon ausgehen, dass man sich bis dahin auch wirklich dazu hinreißen lassen dürfte.

Wenn also nicht mit Geburtstagsglückwünschen und gebührenden Lobeshymnen, wie dann möchte ich heute damit anfangen, Donalds 75. Bühnenjubiläum zu feiern?

Nun, ich möchte die Gelegenheit bei den Schwanzfedern packen und darüber lamentieren, was dieser liebenswürdige, launische und lebhafte Enterich für mich bedeutet, wie er mich mein Leben lang begleitete (und weiter begleiten wird) und was ihn für mich so einzigartig macht. Lehnt euch also schonmal zurück und sagt euren restlichen Vorhaben des Tages adieu, denn das hier kann etwas länger dauern. Zumal diese Geschichte zugleich auch so etwas wie mein Werdegang als Disneyfan ist.

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann meine Leidenschaft für diese watschelnde Disney-Legende überhaupt lihren Anfang nahm, was sie überhaupt auslöste. Die ersten zwei Erinnerungen, die ich im Bezug zu Donald habe sind, dass mir meine Eltern einen Micky-Maus-Pulli und einen Donald-Duck-Pulli kauften (und ich ersteren nicht tragen wollte), und dass ich mich riesig über ein Donald-Stofftier (die erste Plüschfigur von vielen in meiner Sammlung) gefreut habe. Da war ich allerdings schon ein klein wenig vernarrt in diesen Charakter.
Wahrscheinlich fing alles durch den Disney Club auf der ARD an, wo mir die Cartoons mit Donald immer am besten gefielen. Sie waren kurz, wild und charmant. Mit der lauten, cholerischen Ente konnte ich mitfiebern, über manche Missgeschicke konnte ich lachen, vor allem aber fand ich es faszinierend wie Donald auf seine Umgebung reagiert. Früh hörte ich auf durchgehend über Donalds Pech zu lachen, meine Sympathie für ihn war zu groß, ich empfand eher Mitleid. Und dennoch hatte ich riesigen Spaß an diesen Filmchen, weil sie trotz ihrer Tragödienhaftigkeit (in meinen Augen) noch immer kurzweilig waren.
Micky war dagegen einfach nur langweilig. Und die Serien, die anfangs im Disney Club liefen, waren wirklich klasse, keine Frage, doch an den konzentrierten Megaspaß der Cartoons kamen sie meiner Meinung einfach nicht heran.

Die Produktion des Disney Clubs hat sich für Disney völlig ausgezahlt. Zwar ist es vermessen zu sagen, Disney hätte es mit dieser Show darauf abgezielt Kinder in Disneysüchtige zu verwandeln (viel mehr ging es wohl darum eine Plattform zu schaffen, in der man für das gerade im Bau befindliche Disneyland Resort Paris, damals noch Euro Disney, weben konnte), willkommen wird diese Nebenwirkung aber mit Sicherheit sein.

Jedenfalls trat die Kombination "Hey, Disney Club ist toll, Donald Duck ist super, und suuupi, es gibt auch Spielzeug von ihm" eine nicht mehr enden wollende Kettenreaktion los. Allein schon wegen Donald sah ich jede Woche den Disney Club (und zeichnete ihn auf, um ihn öfter zu sehen), mit jedem neuen Cartoon steigerte sich meine Begeisterung für ihn, mit jeder neuen Folge von DuckTales, Darkwing Duck, Käpt'n Balu und Chip & Chap liebte ich auch diese Serien immer mehr. Und dank den tollen Kurzreportagen im Disney Club über Filme und Themenparks lernte ich auch: Aha, das alles hat einen großen Zusammenhang. Das sind nicht nur irgendwelche zusammengeworfenen Serien. Das ist... Disney. Da steckt mehr dahinter. Und Donald, ja, Donald ist deren größter Star. Warum sonst kommen seine Cartoons am häufigsten?
Zugleich erkanten meine Eltern auch, dass man mich mit Donald ganz schnell ganz glücklich machen kann. Was mein Bild von der Disneywelt bestätigte: Guck Mal, von Donald gibt es auch sehr viel zu kaufen. Und wie schön das alles ist... Süße, witzige Hartgummifiguren, Stofftiere, T-Shirts...

So fing eine Sammlung an, und während es zu Beginn halt wirklich noch Figuren (aus welchem Material auch immer) und Bekleidung (der Junge muss ja was tragen, und das findet der alles schön...), erweiterte es sich später zu allem mit Donald drauf. Und je mehr Donald-Krams ich hatte, desto unzertrennlicher wurden der Erpel und ich.
Vor allem wurde es später wirklich zu einer Sammlung: Donald wurde angeguckt und angeschwärmt, gespielt wurde mit dem Zeug, dass kleine Kinder damals halt so in die Hand gedrückt bekamen. Lego, Playmobil, Autos, usw...

Im Januar 1993 erschien dann Drei Caballeros auf Videokassette. So weit ich mich zurückerinnere, war dies meine erste Kassette, auf jeden Fall meine erste bewusst herbeigewünschte. Im wöchentlichen Allkauf-Prospekt (Mensch, fühl ich mich gerade alt, ich glaube, dass viele gar nicht mehr wissen, was Allkauf ist) entdeckte ich eine Abbildung von dem Video, und ich wollte es unbedingt haben. Donald! Donald, Donald, Donald! In einem ganzen Film! Ein kompletter, langer Film mit Donald!

Es war bunt. Es war wild. Es hatte jede Menge Musik. Dieses Video war anders, größer, besser als alles was ich je zuvor gesehen hatte. Und es hatte jede Menge Donald. Ach, und ich konnte endlich wieder durchgehend herzhaft lachen. Die Pointen hier erregten nicht so viel Mitleid, sie waren ehrlich witzig. Donald geschah hier nichts wirklich schlimmes, weshalb ich mich um meinen Helden nicht sorgen musste, während andere über seine Schmerzen lachen. Dieser Film war ein Traum. Und deshalb wurde immer wieder angeschaut und mit Freunden nachgespielt.

Was übrigens verflucht schwer war. Es gibt sicherlich Filme, die einfacher nachzuahmen sind.

1993 intensivierte sich dann außerdem meine Leidenschaft für Disney allgemein. Zum einen war da mein erster Kinobesuch, Aladdin. Ist auch von Disney, vielleicht gefällt das ja unserem Sohn...
Ich fand den Film großartig, kinobegeistert war ich damals allerdings noch nicht. Es war mir zu groß, zu laut, zu voll. Im Grunde alles, was ich jetzt am Kino liebe.
Zum anderen war da aber noch der deutsche Fernsehstart von Die Dinos. Was habe ich diese Serie geliebt, meine Eltern nahmen mir die Serie deshalb komplett auf Video auf, die Serie bekam seine eigenen Kassetten.
Ich fand die Serie unglaublich witzig, und die Puppentechnik fand ich faszinierend. Ich leibte Earl, Robbie, Roy, das Baby, Oma Ethel, den finsteren Chef B.P. Richfield, Monika, ja, sogar Fran. Nur mit Charlene hatte ich es nicht sooo sehr. Es war meine absolute Lieblingsfolge, und irgendwann sah ich auch den kompletten Abspann inklusive Disney-Logo zum Schluss. Das war dann so etwas wie ein Moment der Erleuchtung: Disney macht also meinen absoluten Star Donald, den supi-tollen Disney Club und diese meeeeega-klasse Serie?

Rückblickend glaube ich, dass ich in dem Moment vom Donald-Fan, der Disney auch ganz dolle lieb hat zum Disneyfan wurde. Die Schlussfolgerung ist ja logisch: Wenn Disney Sachen macht die ich liebe und dazu auch alles, was ich geradezu vergöttere, dann bin ich Fan von denen.
Vor allem muss man nochmal betonen, dass es so herum läuft: Weil ich so vieles von ihnen liebe, bin ich Fan von ihnen. Nicht: Ich bin Fan, also liebe ich alles. Manche Leute, die nicht so leidenschaftlich dem Fan-Dasein fröhnen, scheinen das beim besten Willen nicht zu verstehen.

Mit dem Startschuss von Drei Caballeros bekam ich immer wieder Mal neue Disney-Kassetten. Vereinzelt waren es Meisterwerke (unter meinen ersten: Die Schöne & das Biest, Das Dschungelbuch und Aristocats), hauptsächlich aber Cartoon-Sammlungen wie Micky & Co., Donald präsentiert und Hier ist Goofy.

Nun konnte ich auch vom Disney Club losgelöst Cartoons gucken, und mit jedem neuen Video offenbarte sich immer mehr von Donalds Vielfalt. Donald kämpfte gegen sich selbst, gegen seine Neffen, die Widrigkeiten von Haushaltsgegenständen, gegen anonyme Tiere jeglicher Größe, gegen A- und B-Hörnchen und er erlebte überschaubare, aber unfassbar einfallsreiche Abenteuer mit Micky und Goofy. Und obwohl die Donald-Cartoons so vielfältig waren, hatten sie für mich etwas kontinuierliches. Nicht nur, dass Donald der Star war, ich fand auch den Stil immer ähnlich. Ein Donald-Cartoon war ein Donald-Cartoon und fühlte sich auch so an.

Der vom Pech verfolgte Anti-Held Donald ließ meine Augen weiter leuchten und seine Kollegen Micky, Goofy und Pluto kamen einfach nicht an ihn heran, ins Herz schloss ich sie dennoch. Naja, Micky noch nicht. Das kam erst irgendwann später. Obwohl ins Herz schließen auch wieder zu viel gesagt wäre... Naja, lassen wir die Diskussion über die Maus, dafür ist hier wirklich kein Platz.

Ende 1993, Anfang 1994 entdeckte ich dann auch die Disney-Comics für mich. Erneut war Donald wieder das Reizsignal für mich. Meine Mutter arbeitete in einem Kiosk und ab und zu kam ich zur Arbeit mit. Natürlich schweifte mein Blick über die vollen Zeitschriftenregale, und mein Blick fiel auf ein Lustiges Taschenbuch mit Donald auf dem Cover. Meine Neugier wurde geweckt und von da an durfte ich durch die nicht verkauften, zurückgeschickten Exemplare des Micky Maus Magazins und der Limit blättern. Die auf den Disney-Fernsehserien basierenden Comics in der Limit kamen allerdings überhaupt nicht an ihre Vorlagen heran, so dass ich Limit trotz präsenter TV-Ferbung ("Kennst. Du. Limit? Musst du kenn'! ComicActionAbenteuer. Limit! ComicActionAbenteuer...") schnell komplett von meiner Interessenliste strich und mich ganz auf das Micky Maus Magazin konzentrierte und gegenüber meinen Eltern auch wieder das LTB ins Gespräch brachte, welches ich mir ja nicht einfach so durchlesen konnte, von dem ja aus mir damals unerklärlichen Gründen haufenweise weitere Ausgaben im Kiosk herum lagen.

So bekam ich in anfangs unregelmäßigen Abständen das Micky Maus Magazin (immer wenn es mir besonders gefiel) und ab und zu ein LTB mit hübschem Donald auf dem Cover. Da ich zeitgleich in beide Welten der Disney-Comics eingeführt wurde, konnte ich mich zugleich an die kürzeren, spanisch-niederländisch-belgisch-dänischen und amerikanischen Heftgeschichten aus dem Micky Maus Magazin und die längeren italienischen Taschenbuchgeschichten gewöhnen. Ich wurde sozusagen mit beiden Formaten sozialisiert und da dies auch während einer Zeitspanne geschah, als die Ducks im LTB auch wirklich noch ernsthafte, spannende Abenteuer erlebten und nicht hauptsächlich auf kürzere Gag-Geschichten begrenzt wurden wie heute, genoss ich auch den Luxus neben beiden Formaten (und Erzählstilen) auch die zwei beherrschenden "Genres" im Duckuniversum nahe gebracht zu bekommen. Und ja, so mancher Mauskrimi wusste ebenfalls mich zu unterhalten, ebenso wie die Fortsetzungsgeschichten im Micky Maus Magazin. Um Zeit zu sparen sprach jedoch niemals jemand in unserem Haushalt oder im Freundeskreis den ganzen Titel aus. Dieses heft hieß einfach nur Micky Maus, und um es von der Figur zu unterscheiden blieb es bei der hartknäckigen Durchprügelei des weiblichen Artikels "die". Es war immer "DIE Micky Maus", die man sich am Kiosk holt, obwohl die namensgebende Figur eindeutig "DER" Micky ist. Über Sinn und Unsinn, ein Magazin oder Heft konsequent als weiblich zu bezeichnen darf in den Kommentaren gerne gestritten werden...

Aber zurück zu relevanteren Dingen:
Ich beobachte ja öfter, dass es doch ziemliche Fronten zwischen vom Micky Maus Magazin und vom LTB "erzogenen" Disneycomicjüngern gibt - ich wuchs gleichermaßen auf beiden Fronten auf und mag beide zu gleichen Teilen. Ich vermute, dass es Gewöhnung ist. Wer sich an den "Heft-Stil" gewöhnte, bezeichnet die italienischen Publikationen oft als platt und reißerisch. Zugleich höre ich immer wieder von LTB-Gewohnheitstieren, dass der Heftkram (abseits vom niemals zu kritisierenden Carl Barks) viel zu simpel, unaufregend und dumm sei. Äh... was immer ihr wollt, lasst mich aus dieser Didkussion einfach raus.

1994 feierte Donald dann seinen 60. Geburtstag, mit allerlei Jubel, Trubel und Aufwand. In der ARD gab es ein Special zu Donalds Geburtstag (überhaupt zeigte die ARD und der WDR gerne Reportagen aus den Disneyparks, die mit Filmausschnitten, Cartoons und Musikvideos versetzt wurden und sich als großartige Rekrutierungsvideos für Disneyfans erwiesen, da sie einem das Hobby näher brachten, Leidenschaft wecken und ein paar hübsche Infos gaben, was auf noch mehr neugierig machte), die Micky Maus feierte dieses bedeutende Ereignis mit mehr oder weniger Donald zentrischen Ausgaben, ein Micky Maus Spezial erschien, genauso wie ein Geburtstags-LTB und im Donald Duck Sonderheft gab es einen Geburtstagscomic und ein Poster, welches die optische Entwicklung Donalds (verainfacht) darstellte.

Im Rahmen dessen passierte folgendes: Weil die Micky Maus jetzt plötzlich Woche für Woche interessant war, wurde sie ab nun regelmäßig gekauft. Das Micky Maus Spezial brachte mich mit seinem kleinen Zeichenkurs auf die Idee, Donald doch auch Mal selber zu zeichnen. Außerdem erwähnte sie in der (rückblickend äußerst oberflächlichen) Donald-Biographieseite etwas von einem gewissen Carl Barks...
Das Donald Duck Sonderheft vertiefte mit seinen Infoseiten mein Interesse an Disney-Hintergrundwissen außerhalb der ARD-Sondersendungen und des Disney Clubs. Das Poster landete auf der Innsenseite unserer Wohnzimmertür, weil es dort einfach am besten aussah. Somit setzte Donald den ersten Watschelfuß außerhalb meines eigenen Zimmers. Ein kleiner Schritt für ein Poster, der Beginn einer wahnwitzigen Invasion für zahllose Matrosenjacken tragende Enten. Meine Eltern fanden das Poster schön, und aus gelegentlichem Mitguckens der Cartoons und der Freude an meiner Freude über Donald-Figuren wurde eigenes Interesse an diesem schmucken Erpel. Zudem lernten sie anhand des Posters ein bisschen was und versuchten das Wissen anzuwenden ("Aha, das da ist jetzt ein junger Donald... also, ein alter... äh... der ist alt, weil er da noch ganz jung ist... äh... der Schnabel ist noch lang, der ist von früher! Wie auf dem Poster!"). Das Donald Duck-LTB wurde von mir rauf und runter gelesen. Ein ganzes LTB nur mit Donald, die verschiedensten Arten von Geschichten. Und eine davon handelte von einem gewissen... Carl Barks.
Außerdem war dieses LTB mein erstes eigenes mit einer Phantomias-Geschichte. Ich hatte zuvor schon im Kiosk durch eine mit ihm geblättert, aber nun hatte ich meine eigene. Die Geschichte war nicht die beste mit ihm, aber ich wusste ja, dass da wohl mehr hinter steckt, und dass es schon einen Sinn hat, dass Donald da im schwarzen Kostüm und mit Maske rumläuft.

Das alles zusammen löste aus, dass ich ein Interesse daran entwickelte, Donald nicht nur zu sammeln, sondern aktiv nach Hintergrundwissen zu suchen. Und auch daraus was zu machen. Als ich nämlich erkennen musste, selbst mit Zeichenkurs nur mäßige bis schlechte Zeichnungen machen zu können, entschloss ich mich selber Hefte über Donald zu schreiben. Sozusagen Fan-Fictions mit gelegentlichen, lang erarbeiteten Zeichnungen am Rand oder in der Kopfzeile. Noch öfter aber: Nonfiktionale Artikel. Faktensammlungen. Artikelchen. Und weil man als unbedarfter kleiner Bube nicht an unendlich viele Informationen speziell zu Donald herankam und ich gesitig noch nicht ausgereift genug war für Interpretationen, und sich Donald-Cartoons nicht für Kritiken eigneten (ich fand ja alle toll), schrieb ich erste Rezensionen für Disney-Serien und -Filme. Naja, so weit man das damals halt schon so nennen konnte.

Und auch dieser Carl Barks erweckte mein Interesse. Wenn so oft von ihm zu lesen ist, muss er ja ein besonderer Mann sein. Relativ rasch schnappte ich von da an alle Infos, die man so über ihn fand auf und den einen oder anderen Comic von ihm kannte ich unwissenderweise sogar schon. Ein paar am Flohmarkt besorgte Ausgaben der Carl Barks Library machten mir dann sofort klar: Die besten klassischen Abenteuer kommen von ihm (Ausgaben mit größtenteils Zehnseitern als Material hatte ich noch nicht).

So lief das dann einige Zeit und entwickelte sich eine Zeit lang von allein weiter. Die Donald-Sammlung wurde nun gezielt erweitert. Statt schöne Donalds, die man halt sieht zu kaufen, ging es nun auf die Suche. Kaufhäuser und Flohmärkte wurden auf den Kopf gestellt, stets auf der Jagd nach dem nächsten noch nicht in meinem Besitz befindlichen Donald.
Ich holte mir auch das Lustige Taschenbuch Nummer 41. Bis heute meine Lieblingsausgabe. Die Geburtsstunde von Phantomias. Ein weiterer Schlüsselmoment in meiner Beziehung zu Donald. Ich fühlte mich richtig kräftig in meiner Meinung bestätigt. Donald ist der Tausendsassa unter den Disney-Charakteren, der erwachsene, reife, mit Schattenseiten ausgestattete Bube unter den Guten, die Disneyfigur, auf die all jene Behauptungen, Disney sei weichgespültes Seifenwasser nicht zutrifft. Donald hat Ecken und Kanten, ist eine rauhe Persönlichkeit. Dabei aber immer sympatisch, liebenswert. Unverkennbar... Donald!

Zwischendurch vertiefte ich natürlich weiter meine Disneybildung. Die Trickfilme stammen von Disney, und Walt Disney hat auch Donald erfunden. Also muss ja irgendwo was Qualität drinstecken. Allerdings war ich noch ein wählerischer Disney-Fan. Ich musste nicht jeden Film von ihnen sehen, nur die, die mich direkt ansprachen. In Arielle, die Meerjungfrau musste mich mein ältester Bruder reinquatschen. Dann mochte ich den Film, dann liebte ich ihn, dann fand ich ihn total bescheuert. Das müsste so ziemlich mit der Arielle-Serie im Disney Club zusammengefallen sein, die ich ganz und gar nicht ausstehen konnte. War die Abneigung gegenüber dem Film eine Trotzreaktion? Ich glaube ja.

Auch Fantasia wurde mir von selbiger Quelle gut geredet. Aber auf dem Cover war riesig groß Micky zu sehen, also kann er doch nicht gut sein... War er dann doch. Obwohl Micky echt nicht hätte sein müssen, sagte ich mir.
Von mir selbst aus kam dafür das Interesse an Dumbo und Alice im Wunderland. Den Faible für die bunteren, surrealistischeren Filme beziehungsweise Sequenzen (die Rosa Elefanten wurden gerne mal sofort wieder zurückgespult und gleich ein zweites Mal angesehen) muss ich wohl als "Spätfolge" von meiner Disney-Meisterwerk-Initiierung durch Drei Caballeros abbekommen haben, wodurch ich sicherlich auch meine extreme Neigung zum Lied Katzen brauchen furchtbar viel Musik und der dazugehörigen Szene erklären könnte. Immerhin spielten da die Farben verrückt. Und Nur ein kleiner Freundschaftsdienst aus Aladdin erinnerte mich stilistisch frappierend an das Titellied von Drei Caballeros (ich meine hier die Sequenzen, nicht die Lieder). Ein Vergleich, dem ich ein paar Jahre später wiederbegegnen sollte, als ich mit mit Leonard Maltins The Disney Films einen Englisch-Auffrischungskursus verpasste.

Vor Leonard Maltin stand aber natürlich erstmal deutschsprachige Sekundärliteratur. Als meine Eltern irgendwann den Überblick verloren, was ich denn so in Sachen Donald hatte und was nicht, ich aber noch Disney-Fan, und nicht schon Disney-Fan und Disney-Filmsammler war, wollten sie einen Weg beschreiten, der garantiert nicht schief geht: Bücher über Donald. Nicht Comics, von den Lustigen Taschenbüchern haben wir ja fast alle und ein paar Flohmarktbesuche später wird man für einen feuchten Händedruck die Sammlung sicher komplettieren können, sondern richtige Bücher.

Und so bekam ich zu irgendeinem Anlass, zu dem man halt was geschenkt bekommt (Zahn verloren? Geburtstag? Gutes Zeugnis? Weihnachten?) eine Walt-Disney-Biographie. "Ist zwar nur ein Kapitel über Donald drin, aber der Rest ist sicher auch schön."

Jaaa. Der Rest war schön. Und wie.
Erneut bewies sich die Schneeballtheorie des Wirtschaftens. Die Biographie enthielt (wen überrascht's?) Informationen, die es im Disney Club nicht gab. Faszination Nummero Uno. Sie zeigte mehr über diesen unglaublich interessanten Mann Walt Disney. Faszination Nummero Dos. Und sie machte den Prozess hinter seinen Filmen zu einem faszinierenden Thema. Also müssen natürlich die Filme angeschaut werden, um das gelernte Wissen anzuwenden. Multiplane-Kamera. Xeroxprozess. Regiearbeit. Alles...

Tja... Jetzt mussten Disneyfilme einfach geguckt werden. Nicht nur die Trickfilme, auch die Spielfilme, Disneys neue Liebe in den 50ern. Naja, bis Disneyland rief.
Ich hatte die Disney Spielfilme schon vorher entdeckt. Weiß aber nicht mehr genau, wann und wie. Ein wichtiger Meilenstein war aber Mary Poppins, der mit der Begründung "Menschen und Trickfiguren tanzen zusammen, wie in Drei Caballeros" angesehen, und aufgrund seiner Schönheit, Andersartigkeit, Wärme und Musik geliebt wurde. Wegen der Länge schaffte er es aber nie in eine Anseh-Dauerschleife.

Ebenfalls ein Auslöser für das Interesse an Disney-Spielfilmen war Mighty Ducks (muss ich euch wirklich erklären, was da mein Interesse weckte?). Somit war das breite Spektrum an Disney-Spielfilmen bereits abgesteckt.

In Sachen Donald erreichte das Feuer zmeiner Leidenschaft neue Höchstemperaturen, als Phantomias auf den Markt kam. Die Bedienung meines damaligen Stammkiosk, an dem ich mir immer die Comics holte, und ab und zu eine Fanta Mango, legte eine der wenigen Ausgaben, die sie erhielt, zurück, bis ich halt wieder routinemäßig vorbeikam. Ich hatte nicht genug Geld mit, weil ich nicht davon wusste, dass ich jetzt ein weiteres Heft zu kaufen habe.

Hast du gehört, Ehapa? Hast du das gehört? Ich, der sich durch eure Disney-Hefte schlang und jeden Hauch einer Information über Disney und ganz im Besonderem Donald in sich aufsog wie ein süßer, kleiner Schwamm, wusste nicht, dass es dieses Heft gab! ICH WUSSTE ES NICHT! Woher sollte es dann Otto-Normal-Leser wissen? Etwa aus der mehrseitigen Werbung einige Monate später, als wirklich kein einziger Neueinsteiger im Alter der Micky Maus-Zielgruppe noch den Anschluss gekriegt hätte? Hä? HÄ, häa, häh?!

Verzeihung... Dieses Thema bringt mein Blut noch heute zum kochen.

Jedenfalls bekam ich das Heft also in die Hand gedrückt. Noch auf dem Nach-Hause-Weg verschlang ich es komplett und am Montag darauf bekam die Dame vom Kiosk ihr wohl verdientes Geld.

Phantomias war das, was ich gesucht hatte. Ich wusste nicht, dass ich auf der Suche war, doch nachdem ich dieses Heft in den Händen hielt, wurde es mir klar. Alles, was mir fehlte, und von dem ich nicht wusste, dass es mir fehlte, bekam ich nun in gesteigerter Potenz auf dem Silbertablett serviert. Dynamische Zeichnungen. Komplexe Geschichten. Action. Wortwitz. Eine fortführende Handlung. Die geballte Ladung Donald/Phantomias in der Rolle, weshalb ich ihn so sehr mochte. Es war die kantige Version von Disney, ohne Disney untreu zu werden. Vielseitig, zugleich identifizierbar, als auch willkommene Abwechslung vom Alltag.

Ein Gottesgeschenk.

Okay, ich hatte zwar keinen blassen Schimmer, wieso Donald plötzlich in einem futuristischen Entenhausen rumlief und seine Waffen von einem grünen Entenkopf in einer Glaskugel bekam, statt von Daniel Düsentrieb... (die Antwort: Weil man in Deutschland mit dem zweiten Band anfing, statt mit dem ersten.)
Aber, hey, es ist Donald. Der darf das. Mir doch egal, warum er plötzlich noch aufregender ist als sonst.

Ist das klar, Ehapa?! MIR war es egal, aber auch nur, weil ich eine Art Traumkunde für euch war. Der Rest ist nach der von mir eifrig propagandierten und in meinem Heimatkaff flux ausverkauften Erstausgabe verwirrt und überfordert ausgestiegen.

Ähm. Ja. Wie auch immer.

Phantomias machte mich in meiner Haut als Donald-Fan noch glücklicher denn je. Und nach neun Ausgaben war Schluss.
Ersatzdroge: Mehr ungewöhnliche Disneyfilme. Was auf der ARD so manchmal am Wochenende nachmittags zeigte war definitiv ein guter Anfang (Die drei Musketiere, Hokus Pokus,...) und mein x-facher Durchlauf durch Die Dinos offenbarte immer mehr von der zynischen, satirischen und sarkastischen Seite dieser genialen Serie.

Weitere Disney-Biographien weckten immer mehr Wissbegierde und eine Carl-Barks-Biographie war auch schnell gefunden. Mit den denkbaren Folgen: Ich wollte mehr wissen und machte mich selbstverständlich auf, mehr Comics von ihm meiner Sammlung einzuverleiben.

Durch die zahlreichen Disney-Bücher erfuhr ich auch von Touchstone Pictures, Hollywood Pictures und Miramax. Die wichtigsten Filme dieser Disney-Tochterfirmen habe ich mir dann aus "disney-historischen Gründen" ebenfalls begutachtet. Filme, die als Rettung Disneys angesehen wurden (wie Splash!) und ähnliche bedeutsame Produktionen.
Ungefähr zur selben Zeit entdeckte ich teureres Disney-Merchandising. Sammlerstücke für ein älteres Publikum, wie Porzellanfiguren, Spieluhren oder limitierte Drucke. Diese hübschen Exemplare stellten eine Art Einschnitt für mich dar. Statt die eh unlösbare Aufgabe zu verfolgen, sämtliche Donald-Artikel zu erwerben fing ich an auszuwählen. Manche durchaus auch schöne Donalds ließ ich stehen, um das Geld für einen noch schöneren, wesentlich teureren Donald erwerben zu können.
Von dieser Entdeckung und der Änderung meines Konsumverhaltens war natürlich zuallererst meine Sammlung betroffen, die um einiges seltener erweitert wurde, dafür nun mit größeren Figuren oder auch kleinen Schmuckstücken. Dieser Einschnitt wirkte sich mit einiger Verzögerung auf mein generelles Donald-Fandasein aus: Irgendwann war der von mir so geliebte Pechvogel nichts alltägliches mehr, viel mehr wurde er zu etwas besonderem. Meine Sammlung erhielt nicht mehr nahezu tagtäglich Aufmerksamkeit, sondern nur dann und wann, dafür wurden die "Exponate" umso mehr angehimmelt. Füllte ich früher jede Lücke zwischen dem Erscheinen zweier LTBs mit dem wiederholten Lesen älterer Ausgaben, kam es nun nur noch ab und zu vor. Und so weiter, und so weiter. Im Grunde war's ein klügeres Umgehen mit diesem Hobby, denn so gewährte ich seine Exklusivität. Den Glanz des Besonderen.

Es war aber auch eine Frage der Zeit. Der Schultag wird mit zunehmendem Alter nicht gerade kürzer, und meinen anderen Hobbys räumte ich auch mehr Bedeutung ein. Nicht zu vergessen, dass das Leben nicht nur aus Schule und Hobby besteht. Irgendwie klaubt an allen Ecken und Enden irgendwas anderes Zeit.

Zu dem konzentrierteren Ausleben dieses Hobbys gehörte etwa die sich qualvoll hinziehende Hast nach dem "Band 0" von Phantomias. 1999 / 2000 veröffentlichte Ehapa die großartigen Phantomias-Comics nämlihc nochmal. Nun allerdings zum doppelten Preis (und ohne die großartigen "redaktionellen Seiten" mit Hintergrundinformationen) als Hochglanzband. Als ich davon erfuhr, dass der erste Comic, der bei der Erstveröffentlichung fehlte und erklärt wie Donald zum "neuen" Phantomias wurde, herauskommt, war es schon zu spät. Die paar Exemplare die gedruckt wurden waren ausverkauft.

Jahrelang hetzten ich und mein ältester Bruder durch ebay-Auktionen. Immer wieder ging er in letzter Sekunde für ein riesiges Budget weg...
Ich war immer wieder kurz vor'm Explodieren. Nicht nur wegen dem mir stets entwischenden Band 0, sondern auch wegen der fehlenden Hintergrundseiten. Vor allem aber auch, weil Phantomias schon wieder eingestellt wurde.

Dieses Mal hetzte mich die Wut ins Internet. Auf der Suche nach Informationen über die Einstellung (und Hoffnungsschimmern eines dritten Anlaufes) fand ich das Comicforum. Gespannt verfolgte ich die Diskussionen über Phantomias und so wurde die Seite meine erste Stamminternetseite, die jedes Mal wenn ich ins Internet ging (damals noch sehr sporadisch alle paar Wochen) besuchte, schaute mir die zahlreichen Unterforen an. Das von Ehapa war wegen der damals aktuellen Phantomias-Diskussion am interessantesten, Duckfilm- und das Disney-Comic-Forum waren ebenfalls immer wieder lesenswert.

Ich hasste Ehapa für alles, was sie Phantomias antaten. Ich wollte diese großartige Comicreihe, deren wenige deutschen Ausgaben von mir immer und immer und immer wieder verschlungen wurden, komplett vorliegen haben. Ich wollte eine angemessene, deutsche Veröffentlichung. Und ich wollte Band 0!

Eines Tages hatte ich es sogar geschafft. Mittlerweile erfüllte ich mir auch einen weiteren Herzenswunsch, einen Disneyland-Ausflug (und noch einen, und noch einen, und noch einen...) - aber das Gefühl, endlich Band 0 in den Händen zu halten schlug Disneyland... nicht so wirklich. Wobei... ach, als mir ein viktorianisch gekleideter Donald Duck ein Autogramm gab, war das auch ein wunderbarer Moment. Eigentlich... sind es schwer vergleichbare Augenblicke. Doch unbestreitbar waren sie Höhepunkte in meiner Geschichte als Disneyfan. Und beide wurden von Donald bestimmt.

Irgendwo zwischendrin wurde ich auch vom einstigen Donald-Fan, der dann ein Donald-Fan und zugleich Disney-Fan war, zum Donald-Fan, Disney-Fan und Filmfan. Mir fällt es schwer einen Auslöser zu bestimmen. Natürlich hat man schon immer auch andere Filme gesehen, aber ich sah als Kind früher andere Filme eben wirklich so, wie es alle andere taten. Ist halt ein Film. Es war eine Freizeitbeschäftigung. Doch mit zunehmendem Wissen über das Filmemachen und immer größerer Ansammlung an schon gesehenen Filmen veränderte sich gewissermaßen das Bewusstsein, mit dem ich einen Film sah. Das ist schonmal ein wichtiger Punkt, schließlich kann man mit der üblichen "ich guck jetzt 'nen Film"-Einstellung nicht zum Filmfan oder gar Cineasten werden.

Ein weiterer Punkt war wohl auch, dass ich durch "pflichtbewusstes" begutachten bedeutender Filme von Disneys Tochterfirmen Filmemacher kennen und lieben gelernt hatte, die mir beim üblichen, beiläufigen Filmegucken nicht untergekommen wären. Oder wenigstens nicht bewusst. Die dadurchausgelöste Kettenreaktion kennt wohl jeder Filmfreund: Man sieht sich einen Film an, findet ihn gut, hört von einem Film, bei dem man sich unsicher ist, ob er interessant sein könnte, und stellt fest, dass er von dem eben erwähnten Regisseur ist. Dort ist man begeistert von einem Schauspieler, sieht sich mehr von ihm an, wird vielleicht von einem Genre überzeugt, das man zuvor blöd fand, und so weiter, und so weiter...

Trotz des immer breiter werdenden Spektrums meiner Aufmerksamkeit, der Kern ist und bleibt der matrosenbejackte Pechvogel. Und er ist mehr, als nur der Kern, denn Donald ist, wie gesagt, noch immer die großartige Hauptnummer. Filme quetsche ich immer wieder in den Tag hinein. Nicht aber Donald-Cartoons oder -Comics. So kam es zwischenzeitlich dazu, dass sich auch vier, fünf neu veröffentlichte LTBs ungelesen bei mir stapelten, weil ich ihnen einfach nicht die gebührende Aufmerksamkeit hätte schenken können. Beim Genuss von Donald-Material darf nichts gehetzt werden. Sie müssen ungestört und in aller Ruhe, in angemessener Stimmung aufgenommen werden. Denn das Beste verdient die Beste "Kulisse".
Wenn ich Donald-Cartoons gucke oder die -Comics lese, ob neu und unbekannt oder alt und heiß geliebt, gibt es nichts anderes mehr. Nur mich und diesen cholerischen Erpel. Naja, und die zahlreichen Momente der Selbsterkennung. Und die wohlig warmen Erinnerungen an all die anderen fantastischen oder auch alltäglichen, trotzdem einmaligen und unvergleichlichen Abenteuer die ich schon mit ihm erlebte.

Donald ist eine Identifikationsfigur, ein abschreckendes Beispiel, eine überzeichnete Rückspiegelung der eigenen inneren Geister, ein liebenswerter Anti-Held. Woran er uns alles teilhaben lässt sind Fluchten in eine Fantasiewelt, überspitzte Darstellungen von Anekdoten und ärgerlicher Alltagsprobleme oder kurz: Alles, was man braucht, um einem ein Lächeln auf's Gesicht zu zaubern.

Meine anderen Lieblingsfiguren aus Film, Funk, Fernsehen und Literatur sind komplex geschrieben, aber für den Zuschauer/Leser leicht und unkompliziert zu mögen, cool, Identifikationsfiguren, haben einen rauen Charme oder ein unvergleichliches Charisma, sie sind die seichte Note in einem großen Drama oder auch die tiefsinnige Fußnote in einem leichtherzigen Komödchen. Sie erinnern mich an einen tollen Film, ein tolles Buch, meine Lieblingsepisoden einer Serie, atemberaubende oder einfach nur Lachmuskelkater verursachende Comics.
Donald vereint für mich all das und geht darüber hinaus, ist Auslöser und Kernfigur zahlloser nostalgischer Erinnerungen, für mich zudem noch im Hier und Jetzt präsent. Er ist in allen Disney-, Kunst- und Medienbelangen, wie ich hier ja ausführlich aufzeigte, mein roter Faden und der Archetyp, an dem sich neue favorisierte Charaktere zu messen haben.

Und deshalb von mir ein ganz herzliches Danke, lieber Donald! Weitere Loblieder und die offizielle Gratulation folgen in den nächsten Monaten deines Jubeljahres.

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