Sonntag, 31. Mai 2009

Gratulation: "Oben" legt drittbesten Pixar-Kinostart hin

Ein Computeranimationsfilm über einen alten, mürrischen Quadratschädel, der mit seinem Haus nach Südamerika fliegt und dabei von einem kleinen Pfadfinder begleitet wird, kann einfach kein Erfolg werden. Und wenn das die filmerfahrenen und sich niemals irrenden Experten aus der Finanzwelt sagen, dann muss das so sein.
Und tatsächlich: Oben feierte an seinem Startwochenende keinen Erfolg. Er feierte einen großen Erfolg! Mal wieder wurde bewiesen, dass sich die Leute an der Wall Street nicht irren können!

Aber Mal ernsthaft: Wann sehen die Leute endlich ein, dass Pixar selbst mit solch massenunkompatiblen Themen wie kochenden Ratten oder anspruchsvollen Roboterromanzen vor distopischem Hintergrund Erfolge feiern kann? Und wieso wird ein lustiges Abenteuer über einen liebenswert-grummeligen alten Mann in die selbe Kategorie gesteckt?

So oder so, jetzt werden die Unken mit dem rufen aufhören müssen, denn Oben spielte an seinem US-Startwochenende laut Nikki Finke circa 68,2 Mio. Dollar ein und platziert sich somit hinter Die Unglaublichen (70,4 Mio. Dollar) und Findet Nemo (70,2 Mio. Dollar) auf Platz drei in der ewigen Hitliste der Pixar-Startwochenenden.
Wie Finke meldet, überflügelte Oben somit frühe Schätzungen, die sich zunächst auf maximal 55 Millionen beliefen. Dann jedoch erwies sich Oben als riesiger Renner in Matinee-Vorstellungen und konnte sein Einspielergebnis ordentlich aufplustern. Das Kinopublikum bestand Stichproben zu Folge zu 31% aus Kindern im Alter von 2 bis 11 Jahren, die restlichen 69% des Publikums setzten sich zu gleichen Teilen aus allen Zielgruppen (Jugendliche, Erwachsene, Rentner) zusammen.

Gratulation an Pete Docter und die restliche Produktionscrew von Oben! Und da Toy Story 3 ein garantierter Erfolg ist (und wir 2010 zum ersten Mal seit Jahren keine "Pixar wird erstmals scheitern!"-Rufe zu erwarten haben), steht Pixars Erfolgsrechner bereits bei "11 von 11".

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