Donnerstag, 4. Juni 2009

Regisseur fasst "Lemony Snicket"-Fortsetzung ins Auge. Als Stop-Motion-Projekt!

Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse begeisterte Kinogänger mit einer fantasievollen, extrem detaillierten und verrückten, latent albtraumhaften Ausstattung (was Vergleiche zu Tim Burton mit sich zog sowie manche Kritik ob der Einfallslosigkeit), großartigem Make-Up und einem hyperaktiven, gut aufgelegten Jim Carrey als Bösewicht.
Mit seinen 209 Millionen weltweitem Einspiel, fiel Lemony Snicket allerdings irgendwo zwischen "enttäuschend" und "recht gut". Eine Fortsetzung war somit weder ausgeschlossen, noch naheliegend.

Dass der Regisseur Brad Silberling trotzdem einen weiteren Film auf der Basis der zynischen Kinderbücher drehen möchte, ist aus künstlerischer Sicht schonmal etwas, das einen optimistisch stimmen kann. Nach einer wirtschaftlichen, unüberlegten Entscheidung des Studios klingt ein zweiter Lemony Snicket-Film jedenfalls nicht.

Und vor allem Animationsfans werden Brad Silberling für seinen Wunsch nach einer Fortsetzung lieben, denn gegenüber MTV verriet der Regisseur, dass er den zweiten Lemony Snicket-Film unbedingt als Stop-Motion-Film verwirklichen möchte. Schon komisch (und erfreulich), dass Stop-Motion im Zeitalter von Computeranimation eine Renaissance erlebt, obwohl man ja vorraussagte, dass diese Kunstform noch mehr als der Zeichentrick unter dem Computer leiden muss.
Ein wenig haben wir das wohl Tim Burton zu verdanken, der mit The Nightmare before Christmas Stop-Motion-Animation den Vorreiter des grotesken Stop-Motion-Films entwarf und die ideale Nische für dieses Medium fand.

Ich werde jedenfalls in die Fortsetzung gehen - und empfehle Animationsfans es gleich zu tun. Denn wenn Lemony Snicket 2 erfolgreich genug sein, um eine weitere Fortsetzung zu gewährleisten, verspricht uns der Regisseur jeden Snicket-Film in einem anderen Medium zu verwirklichen. Scherenschnitt, Zeichentrick, Filzpuppen... die Möglichkeiten sind weitläufig genug, um die Lemony Snicket-Reihe mit ihrem Medienwechsel als ein groteskes Familienfilm-Pendant zum Schauspielerwechsel bei James Bond oder den Regisseurwechsel bei Mission: Impossible zu etablieren.

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sehr gute Idee. Noch besser ist's aber bei Tim Burton's Alice: Da sieht man gleich alles auf einmal. ;-)

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