Donnerstag, 11. April 2013

"Saving Mr. Banks" gehört einer raren Spezies Disneyfilm an


Dass Disney uns in Saving Mr. Banks auf leicht fiktionalisierte Weise auf den Zwist zwischen Walt Disney und Mary Poppins-Autorin P. L. Travers blicken lässt, ist bereits außergewöhnlich. Zuletzt öffnete sich Disney mit einem Trio an selbstkritischen Dokumentationen, darunter die großartige Produktion Waking Sleeping Beauty über den Start der Disney-Renaissance und das dabei entstehende, böse Blut zwischen mehreren Disney-Schlüsselpersonen. Doch dass man Walt Disneys Auseinandersetzung mit einer Buchautorin und deren Unzufriedenheit mit einem gemeinhin beliebten Film behandelt, ist noch einmal eine andere Sache.

Nun ereilt uns aus den USA über das Drama mit Tom Hanks in der Hauptrolle des Studiobosses eine weitere ungewöhnliche Nachricht: Der Film wurde von der MPAA mit einer PG-13-Freigabe bewertet. Die Begründung dafür sind "thematic elements including some unsettling images", was die Frage aufwirft, welche beunruhigende Bilder es in einem Drama über die Verhandlungen zwischen Filmschaffenden und Buchautorin geben kann.

Saving Mr. Banks ist erst der zweite Disney-Realfilm, der eine solche Jugendfreigabe erhält und nicht von Jerry Bruckheimer produziert wurde. Der erste war John Carter, aus dem Hause Bruckheimer stammten die Pirates of the Caribbean-Filme und Prince of Persia: Der Sand der Zeit. Somit ist Saving Mr. Banks auch der erste Non-Abenteuerfilm Disneys, der sich diese Freigabe anhaften lässt.

1 Kommentare:

Mortimer hat gesagt…

Fand das Drehbuch (First Draft) genial! Ich hoffe sie fügen nichts hinzu was nicht den Tatsachen entspricht und zeigen Disney und Travers genau so, wie sie wirklich waren. Bin neugierig, auch wenn Mr. Hanks und Mrs. Thompson leider ihren Rollen überhaupt nicht ähnlich sehen (aber natürlich großartige Darsteller sind!).

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