Mittwoch, 22. Juli 2015

Magic Mike XXL


Wo ein Erfolg ist, da ist ein Sequel eine Möglichkeit. Erst recht in der heutigen Kinolandschaft. Aber eine Fortsetzung zur Tragikomödie Magic Mike, Steven Soderberghs vorletzter Leinwand-Regiearbeit? Angesichts des Genres und der finalen Minuten des Originals sowie des Abtauchens Soderberghs ins TV-Geschäft eine sonderbare bis desaströse Vorstellung. Dennoch: Via Twitter gab Hauptdarsteller und Produzent Channing Tatum im Jahr 2012 bekannt, einen zweiten Teil drehen zu wollen. Schön für ihn, die Frage sei trotzdem gestattet: Wovon soll der Film denn bitte handeln, nachdem die Titelfigur sich zum Schluss des Erstlings erfolgreich aus dem Teufelskreis des Erotikmilieus befreit und ein neues Leben an der Seite einer gefestigten Frau angefangen hat? Und aus Sicht eines harschen Kritikers von Magic Mike sei zudem folgender Punkt angerissen: Muss sowas denn sein? Kann Tatum keine andere Rollen übernehmen, um sich auszutoben? Denn wenn schon ein fähiger Regisseur wie Steven Soderbergh aus dem Material keinen durch und durch sehenswerten Stoff formen kann, dann dürfte doch eh jegliche Hoffnung vergebens sein ...




Gleich zu Beginn der Werbekampagne zu Magic Mike XXL sendete Warner Bros. ein überdeutliches Signal: Magic Mike ist zurück, und er hat eine Latte voll Spaß im Gepäck. Und es wird viel getanzt. Gern geschehen. Wer sich vom Teaser nicht abgeholt fühlte, bekam unter anderem einen Trailer hinterher geworfen, der dieselbe Botschaft vermittelte.Das Kinopublikum darf sich im Saal auf einen Sack voller Freude gefasst machen. Filmfreunde, die aufgrund dieser Trailer ihre Zweifel nicht ablegen wollen, müssen ihr Haupt aber nicht in Schande senken. Denn ganz gleich, wie die persönliche Meinung bezüglich Magic Mike ausfiel; Misstrauen war noch immer gestattet. Bei Teil eins wurde der spaßige Faktor schließlich ebenfalls im Voraus überbetont. Und auch der Trailer bleibt dem Betrachtenden noch immer eine Erklärung schuldig: Wie wird die Rückkehr Mikes ins Strippergeschäft gerechtfertigt?

Aber so viele Fälle es auch geben mag, in denen Teaser und Trailer falsche Versprechungen gemacht haben, manchmal ist die Marketingmaschinerie plötzlich sehr wohl von Grund auf ehrlich. Und Magic Mike XXL ist da ein absolutes Paradebeispiel. Denn die Regiearbeit des langjährigen Soderbergh-Produzenten und -Regieassistenten Gregory Jacobs ist größer, besser, lustiger, befriedigender. Und letzteres ist nicht im Sinne des Schulnotensystems gemeint. Kurzum: Magic Mike XXL ist endlich der Film, der Magic Mike sein wollte! Oder wenigstens der Film, der Magic Mike hätte sein sollen!

Die Geschichte nimmt drei Jahre nach den Ereignissen aus Magic Mike ihren Anfang: Mike Lane arbeitet hart daran, seine eigene Schreinerei am Laufen zu halten, als er einen Anruf von 'Tarzan' (Kevin Nash) erhält und ihn auf dem neusten Stand der 'Kings of Tampa' hält: Ihr Boss Dallas ist von ihnen gegangen. Mike eilt, um seinen früheren Arbeitskollegen und Freunden zur Seite zu stehen und erfährt, dass jeder einzelne in der kleiner gewordenen Runde das Strippen aufgeben möchte. Allerdings wollen Mikes langjährigen Weggefährten nicht klammheimlich aus ihrem Beruf ausscheiden. Oh nein! Sie wollen mit einem gewaltigen Knall die Bühne verlassen und fahren daher zur großen Stripper-Convention in Myrtle Beach, wo ihre gemeinsame Karriere einst erst so richtig Fahrt aufgenommen hat. Mike, der zwar zu seinem neuen Leben steht, jedoch auch einige Rückschläge hinnehmen musste, kann sich nicht helfen und schließt sich der Truppe an. Nachdem er überstürzt und von Gram erfüllt seinen geliebten Beruf einst aufgegeben hat, will er nun einen runden Abschluss finden. Ein letztes Mal mit den Jungs durchs Land kurven. Sich noch einmal richtig austoben und ein wahres Feuerwerk abfackeln. Also schwingen sich Mike, Tarzan, Tito (Adam Rodríguez), Richie (Joe Manganiello) und Ken (Matt Bomer) in den von ihrem geliebten Pummelchen Tobias (Gabriel Iglesias) gefahrenen Frozen-Yoghurt-Van und machen sich auf eine Reise, die viele spannende Begegnungen mit alten und neuen Bekanntschaften für sie bereithält!

Oberflächlich betrachtet hat Magic Mike XXL mit seinem Road-Trip bloß eine hauchdünne Story zu bieten. Und ist man bloß gewillt, bei einem Film über Stripper an der Oberfläche zu kratzen, so ist ein Road-Movie die perfekte Formel: Während Magic Mike mit einer schlecht strukturierten, holpernd zwischen Hochgefühl und Drogendrama stotternden Geschichte keinen rechten "Flow" entwickeln wollte und obendrein den eskapistischen Sehgenuss störte, ist die XXL-Variante auf flotten Sehgenuss hingebürstet. Ein Road-Movie ist stets schon allein aufgrund der unumstößlichen Genregesetze einerseits episodenhaft erzählt (Reisen wickeln sich nun einmal in Stationen ab) und zugleich sehr zielgerichtet (schließlich haben die Reisenden eine klar definierte Destination). Wo der Erstling teils ziellos mäandert und ausgedehnte Passagen von Mikes Charakterentwicklung ablenken (oder umgekehrt), ist im Sequel die narrative Struktur weniger ambitioniert, dafür aber umso makelloser ausgeführt. Jede Station ist einfach nur ein Schritt, der auf der Reise zur Convention bewältigt werden muss - und den Strippern irgendwelche Ausflüchte gibt, zu tanzen, sich auszuziehen oder beides gleichzeitig zu erledigen. Wer fürs leicht verdauliche, fleischliche Vergnügen ein Ticket löst, wird also viel kompromissloser bedient als noch in Magic Mike.


Jedoch wäre Magic Mike XXL nicht solch ein (Wasch-)Brett(-bauch) von einem Film, würde sich Drehbuchautor Reid Carolin damit begnügen, auf seine tonal unausgegore Tragikomödie einen leicht bekleideten Tanzfilm on Tour folgen zu lassen. Carolin packt all den haltlos forcierten, unpointierten sowie unausgeglichen eingesetzten Selbstanspruch des Originals, überdenkt ihn komplett neu und nutzt ihn dieses Mal, um das sündige Leinwandvergnügen konstant zu unterfüttern. Magic Mike ist letztlich auch daher so eine kopfschmerzverursachende Angelegenheit, weil er einerseits eine "Wer seinen Körper verkauft, wird emotional und charakterlich versumpfen!"-Botschaft vermittelt und andererseits mit einigen der Kings of Tampa und deren Tanzeinlagen Spaß haben will. Dass sich das beißt, ist nicht zu vermeiden und geriert angesichts der Dialogzeilen, der Performances und auch der Inszenierung von Magic Mike zu einer arg problematischen Diskrepanz.

Der XXL-Strippertrip hingegen exerziert während seiner konstant spaßigen Szenen eine sehr gut durchdachte These durch. Diese zieht zwar kritisch mit dem Status Quo sexuell aufgeladener Berufe und mit Geschlechterrollen ins Gericht, gleichwohl ist sie, passend zum generellen Tonfall des Films, von Optimismus geprägt. Sagt Magic Mike noch "Alles scheiße, aber, hey, wir haben da gute Choreos in unserem Streifen, oder?!", schlägt Magic Mike XXL vor, wie man die Wirklichkeit verbessern könnte!

Auf ihrer Reise gen Myrtle Beach begegnen Mike und seine Kumpels (Alex Pettyfer respektive seine Rolle ist glücklicherweise nicht mehr an Bord!) diversen Frauen, die von Männern herbe enttäuscht wurden. Die bisexuelle Fotografin Zoe (Metacasting: Amber Heard) schwört dem Geschlecht mit dem Gemächt ab, weil sie ausgenutzt wurde. Die frisch geschiedene Südstaatenschönheit Nancy (augenscheinlich seit Sex, Lügen und Video höchstens fünf Jahre gealtert: Andie MacDowell) ist stolz auf alles was sie erreicht hat, liebt ihre Töchter und ist überhaupt eine echt starke, faszinierende Dame ... Doch sie bereut es, nach veralteten Vorstellungen gelebt und sich in ihrer Jugend für ihre nun gescheiterte Ehe aufgehoben zu haben. Und Mikes frühere Flamme Rome (Jada Pinkett Smith) verwandelte einen klassischen Nachtclub, in dem vom Leben enttäuschte Kundinnen wenigstens für ein paar Stunden alle Wünsche von den Augen abgelesen bekommen. Nicht auf die oberflächliche "Hier, schau dir meinen geilen Körper an!"-Weise, sondern mit Passion, Hingabe und Feingespür! Und durch eben diese Begegnungen lernen die Kings of Tampa, dass sie nicht einfach nur strippen sollten, um ihre Zuschauerinnen aufzugeilen. Sie lernen, dass sie sich in die Bedürfnisse und Wünsche von Frauen einfühlen sollten.

Zugleich entwickeln die Erotiktänzer durch die Anregungen des nun auch eine Sichtweise von außen einbringenden Mike, dass es nicht reicht, sich als hohle Dienstleister zu fühlen und altbekannte Tänzerroutinen zu verwursten. Wer sein Publikum glücklich machen will, ohne daran kaputt zu gehen, muss mit voller Hingabe dabei sein. Und wie gelingt es einem Künstler (und sei seine Kunst auch "nur" sich auszuziehen!), mit Leib und Seele seinem Tagwerk nachzugehen? Indem durch sein Schaffen sein Innerstes ausdrückt. Daher werfen die Kings of Tampa zu Beginn des Films ihre klischeehafte Ausrüstung weg und denken sich im Laufe der Handlung neue, individuellere Routinen aus. Dies ermöglicht nur nur ein unverschämt originelles Finale, sondern gibt Magic Mike XXL auch ein komplexeres Bild von der Erotikbranche: Wer sich für dieses Fach berufen fühlt, sich in sein Gegenüber einfühlt und dennoch sich nicht selber verliert, kann darin Freude finden und seinem Publikum tatsächlich etwas mitgeben, das nachhallt. Gegenüber einer Branche, in der Jahr für Jahr viele Menschen aufgrund schlechter Bedingungen zerbrechen und die zugleich auch Menschen hervorbringt, die ihr Tun lieben, ist dies eine viel gerechtere und konstruktivere Aussage als die von Magic Mike.


Vor allem jedoch ist es diese Philosophie, die Magic Mike XXL so eine extrem unterhaltsame Wucht mitgibt! Ganz gleich, wie sehr man bei dieser 14,8-Millionen-Dollar-Produktion nun sein Hirn eingeschaltet lässt: Dank der positiveren, nicht aber dümmeren Attitüde ist das Sequel ein filmischer Ritt, der die Laune hebt ohne mit genügend Abstand einen "Oh weh, ich hab zu viel Fast Food intus!"-Kater zu provozieren. Wobei die Darsteller ebenfalls einen wertvollen Beitrag leisten, um das Sequel meilenweit an der Vorlage vorbeiziehen zu lassen!

Gewiss: Nash und Rodríguez sind weiterhin vor allem aufgrund ihres Körpers Teil des Ensembles, genauso wie Bomer wegen seiner Kombi aus Körper und Stimme vor die Kamera treten darf und sich Iglesias allein durch seine humorvolle Ausstrahlung einen Platz im Cast erarbeitet. Aber das Zusammenspiel ist viel besser. All die Antipathie zwischen Tatum und Pettyfer, die Magic Mike vergiftet, wird hier durch kumpelhafte Sympathie zwischen den Kings of Tampa ersetzt - die auch allesamt einen ausgewogeneren Anteil der Filmlaufzeit erhalten. Davon profitieren die Charaktere, die zwar wirklich nicht die allerausgefeiltesten sind, aber genügend Eigenheiten zeigen, dass man nur zu gern an ihrer Reise teilnimmt. True Blood-Mime Joe Manganiello profitiert davon am meisten und mausert sich zum zweitwichtigsten Mann in dieser Runde: Er legt eine gereifte Ausstrahlung in die Waagschale, gepaart mit spitzbübischem Humor und einer versteckt aufglühenden dominanten Seite. Das erlaubt ihm abwechslungsreiche und daher überraschend-witzige Interaktionen mit seinen männlichen und weiblichen Leinwandkollegen - und beschert ihm auch zwei der absolute Highlightszenen in Form begnadeter Einzelchoreographien, die ebenso feuchtfröhlich-ironiedurchtränkt sind wie athletisch und körperbetont. Man lacht hier nicht über Managniello, sondern mit ihm. Dieses Lachen jedoch übertönt nie den Respekt vor der körperlichen Leistung - weshalb seine Szenen auch dann begeistern dürfen, wenn man kein Auge für artistische Halbnackttänze mitbringt.

Mehr noch als Manganiello erhellt aber Tatum dieses Road-Movie. Durch seine 21 Jump Street- und 22 Jump Street-Erfahrungen in seinem komödiantischen Timing über sich hinausgewachsen, brilliert Tatum in beiläufigerer Situationskomik wie auch in Comedypassagen mit gewaltigem Augenzwinkern. Sein tänzerisches Können kommt ebenfalls noch besser zur Geltung als im Original. Sei es durch mühelos eingearbeitete humorvolle Elemente (Stichwort: Garage) oder dadurch, dass ihm räudigere, selbstbewusst-frivolere Choreographien noch mehr Konzentration abverlangen als die klassischeren Nummern aus Teil eins.Schließlich wollen diese Tänze aggressiv-sexy, und trotzdem sympathisch dargeboten werden - und Tatum meistert diese Balance. Die ruhigeren Momente bringt Tatum nunmehr ebenfalls überzeugend hinter sich. Seien es seine stillschweigenden Reaktionen während der Gespräche mit diversen Frauen oder seine teils Resignation, teils Zukunftsmut signalisierende Körpersprache und Stimmlage, wenn er über seine Ehepläne und deren Ausgang spricht. Der dramatische Feinschliff in Magic Mike XXL bleibt wohlgemerkt genau dies - eine Veredelung des launig-energiereichen Gesamtwerks. Doch es reicht, um Mike als Figur besser zu begreifen als im ersten Part, und ihm seine Motivation in diesem Sequel abzukaufen.

Aber auch die Gaststars stehen dem launische Seitenhiebe gen Fifty Shades of Grey und Twilight austeilenden Stripperspaß gut zu Gesicht. Amber Heard ist so natürlich wie nie zuvor, nutzt endlich einmal ihre Gesichtsmuskeln dazu, authentische Emotionen zu vermitteln - und ist daher nicht wieder zu erkennen. MacDowell ist würde- und humorvoll und erfüllt mit gewohnter Präsenz die Leinwand, Danny Glover zeigt sich überzeugend als galant-romantischer Verführer und Elizabeth Banks wiederholt (leider nur sehr kurz und knapp) ihren besten Pitch Perfect-Modus. Wenn dann noch Jada Pinkett Smith während ihrer Anmoderationen als Stripclubchefin voller Überzeugung und mit beeindruckender innerer Kraft die Frauenpower-Trommel rührt, ohne dabei zum Abziehbildchen zu verkommen, bleibt einem die Spucke weg!


All dies wäre möglicherweise null und nichtig, würde sich Magic Mike XXL in der handwerklichen Umsetzung nicht ebenso vom Vorgänger abheben wie tonal. Jacobs' Regieführung ist losgelöster, lockerer als die seines erfahreneren Kollegen Soderbergh in Magic Mike, ohne je undurchdacht zu sein. Die Tanzsequenzen sind auf den Punkt geschnitten, zeigen ehrfürchtig die Agilität der Performer, punktuelle Gegenschüsse fangen aber obendrein die Umgebung ein und unterstreichen so das Thema, dass die Gefühle, die eine gute Darbietung auslösen, aus etwas Gutem erst etwas Herausragendes formen. Farbästhetisch wird außerhalb von Romes tiefrotem, sinnlichen Nachtclub auf einen realeren Look gesetzt, mit weniger offensichtlichen Farbfiltereinsätzen, wodurch sich das "Mittendrin, statt nur dabei"-Feeling intensiviert. Gerade dies explodiert im furiosen Finale auf der Stripperconvention: Man fühlt sich wie in einer Konzerthalle voller ekstatischer Ladys, denen preisverdächtige Routinen vorgesetzt werden. Das Tempo ist enorm, aber nicht eilig, die Musikauswahl genial und so bleibt einem nach der letzten Aufführung der Kings of Tampa nur der Wunsch: Mehr! Zugabe! Haut noch ein paar Nummern raus!

Der atemberaubende Schlussakt macht auch beinahe die Startschwierigkeiten von Magic Mike XXL vergessen. Denn nach einem sich in seiner Komik und seinem ansteckenden Feeling ansehnlichen Auftakt sorgt eine im Halbdunkeln gefilmte Strandsequenz für ein kurzes Holpern im sonst so dynamisch erzählten Film. Die Dialoge sind geschliffen, haben Flair und auch leisen Witz. Da die Szene jedoch auch viel von non-verbaler Kommunikation lebt und diese im minimalen Licht schwer zu erkennen ist, hätte es eine halb so lange Version dieses sandigen Abstechers auch getan. Sobald sich Mike und Konsorten wieder vom Strand lösen, steigert sich Magic Mike XXL allerdings unaufhaltsam, bis die finalen, feierlichen Sekunden die Frage aufwerfen: Wieso kann nicht das Soderberghs letzte Kino-Regiearbeit sein? Einen würdigeren Karriereabschluss hätte sich der Regisseur nicht wünschen können!

Da Soderbergh sich immerhin als Kameramann, Cutter und Produzent an Magic Mike XXL beteiligt hat, ist dieser kleine Geniestreich dessen ungeachtet auch ohne die entsprechende "Directed by"-Tafel ein Fest für Fans des 52-Jährigen. Erst recht aufgrund der metafiktionalen Parallelen zwischen der Titelfigur und dem Filmemacher: Eigentlich hatten sie beide die Schnauze voll. Aber mit den richtigen Partnern an ihrer Seite lassen sie sich nochmal zu einigen Schandtaten hinreißen, wobei sie sich nicht mehr in den Vordergrund drängeln. Und wenn Soderbergh nun wirklich aufhört, fürs Kino zu drehen, so kann sich Magic Mike XXL als abschließende Botschaft sehen lassen. "So, jetzt geh ich aber. Hat Spaß gemacht, Bitches!"

Fazit: Größer, geistreicher, geiler! Magic Mike XXL ist feinste Unterhaltung mit spritzigen Dialogen, fesselnden Tanzsequenzen und einem toll aufgelegten Ensemble sowie einem Showdown, den so leicht nichts übertrifft. Eingangs holpert der Erzählfluss ein wenig, aber das ist diesem unterschwellig-cleveren Stripperspektakel rasch vergeben: Dieser Film ist ein Muss! Und zwar völlig unabhängig der sexuellen Vorlieben - gute Performances wissen so oder so zu beglücken!

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