Samstag, 7. Januar 2012

Chip an' Dale

War Micky das "Über-Ich" des ewigen Träumers Walt Disney, lässt sich der vom Pech verfolgte und cholerische Donald Duck als sein "Es" betrachten. Mit seiner unverwechselbaren Art trat er schnell aus dem Schatten der Maus. Diese Artikelserie präsentiert die Cartoons, die Donald auch aus Sicht der Academy of Motion Picture Arts &  Sciences in den Film-Olymp aufsteigen ließen. Dies sind die Kurzfilme, die ihm eine Oscar-Nominierung einbrachten. Dies ist Entengold.

Im sechsten Teil dieser Reihe geht es darum, wie sich die Zeiten ändern. Mit zunehmendem Einfluss eines neuen Regisseurs und gewandeltem Publikumsgeschmack trat Donald Ende der 40er Jahre in eine neue Ära seiner Kinokarriere. Wie sich stellvertretend am Beispiel eines Cartoons aus dem Jahre 1947 zeigt, der ihn auch mit seinen neuen Erzrivalen bekannt machte: Chip an' Dale.

Falsch gewählte Prämisse, ein Streifenhörnchen zu viel und gräusige Proportionen: Nicht jedes Poster preist seinen Film korrekt an

Kurzfilme wie der zuletzt behandelte Donald's Crime, der skurrile Duck Pimples oder der mit einem Doppelgänger Donalds für Liebeschaos sorgende Donald's Double Trouble zeigen, in welchem Umbruch sich die Donald-Cartoons in den mittleren bis späten 40er-Jahren befanden. Geänderter Publikumsgeschmack, neue Haupt-Gagschreiber, die studiointerne Phase der Neuorientierung nach dem großen Streik und dem Zweiten Weltkrieg – es fielen zahlreiche Faktoren zusammen, wegen derer sich die Leinwand-Missgeschicke Donalds vorübergehend von ihren zuvor eingeschliffenen Schemata entfernte.

Wie so vieles in der Liebe, dem Leben und der Kunst, so hatte auch dies seine Licht- und Schattenseiten. Einerseits bescherte diese Phase der Veränderung der donald'schen Filmographie eine Variabilität, infolge derer einige der besten Cartoons mit dem schnatternden Pechvogel entstanden. Darunter der bereits besprochene, Oscar-nominierte Donald's Crime sowie der satirische Donald's Dilemma, den Disney-Historiker Leonard Maltin als seinen Favoriten unter allen Donald-Filmen bezeichnet.

Zugleich war diese kurze Ära ohne dominierenden Stil eine, in der es an Familiarität mangelte. So konnten die Donald-Macher weder bestimmte Formeln perfektionieren, beziehungsweise das Timing wiederkehrender Situationen komplett einschleifen, noch setzte man sich mit einer klaren Stimme gegen die größer werdende Konkurrenz zur Wehr. Cartoonreihen leben schlussendlich auch von ihrem Wiedererkennungswert, einer eigenen Identität. Donalds Charakter verlor man kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zwar nicht aus den Augen, jedoch fand man nach Donalds "Militärdienst" nicht zu einer eindeutigen Linie zurück.

Es war der zu Beginn des Jahrzehnts als Carl Barks' Schreibpartner tätige, ehemalige Donald-Zeichner Jack Hannah, der sich zu dieser Zeit dafür stark machte, einen neuen Pool an wiederkehrenden Rivalen für Donald Duck zu finden. 1944/45 kamen Hannahs erste Regiearbeiten ins Kino, und während Jack Kings Filme mit der matrosenbejackten Disney-Ikone quantitativ nachließen, baute Hannah seinen Einfluss ab 1946 aus. Letztlich wurde er zum Hauptregisseur der Donald-Cartoonreihe. Hannah legte einen wilderen, schnelleren Stil zu Tage, und so wie er zuvor gemeinsam mit Barks die Formel der "Donald vs. Tick, Trick und Track"-Cartoons bildete, brachte er in den späten 40ern die disney'sche Antwort auf das expandierende Subgenre der "Jagd- und Verfolgungsjagdcartoons" aufs Tableau. Dadurch, dass unter seiner Rigide gleich mehrere tierische Widersacher in den Donald-Kurzfilmen eingebürgert wurden, sollte nicht nur wieder ein dominierender Stil in ihnen Einzug halten, sondern auch weiterhin eine gewisse Abwechslung garantiert werden.

Nicht alle dieser Kreationen setzten sich durch. 1947 kehrte der aus Drei Caballeros bekannte Aracuan auf die Leinwand zurück, nur um nach einem Gastauftritt in Musik, Tanz und Rhythmus wieder von der Erdoberfläche zu verschwinden. Bis er 2000 in der TV-Serie Neue Micky Maus Geschichten kurz wieder auftauchte. Ebenfalls 1947 wurde der kleine Käfer Bootle Beetle eingeführt, der es auf gerade einmal drei Cartoonauftritte brachte. Im Folgejahr debütierte die ähnlich große Biene Spike (oder Buzz-Buzz), die es immerhin auf eine handvoll weitere Auftritte brachte, allerdings nie einen ikonischen Status erreichte. Ganz im Gegensatz zu Chip 'n' Dale. Die übrigens auf Anregung des Autors Bill Henson nach dem Kunsttischler und -schreiner Thomas Chippendale aus der Ära des Englischen Rokoko und Neoklassizismus benannt wurden. Nicht etwa nach der weltberühmten Strippertruppe namens Chippendales. Die wurde erst 1979 gegründet.

In Deutschland ist diese Verwechslung ausgeschlossen, heißen Donalds gestreiften Quälgeister hier doch Chip und Chap. Oder wie sie zunächst genannt wurden: Ahörnchen und Behörnchen.

Eine frühe, die Figuren nicht im endgültigen Design zeigende Storyboardzeichnung

Ähnlich dem Werdegang anderer Disney-Trickfiguren, wie etwa Pluto und Goofy, fanden Chip & Chap nicht auf Anhieb in ihrer heute bekannten Form Verwendung. Die Disney-Forschung datiert mittlerweile bereits das Jahr 1943 als das Premierenjahr dieser zwei Streifenhörnchen, genauer gesagt den von Clyde Geronomi gestalteten Kurzfilm Private Pluto. In diesem missbrauchen zwei namenlose Nager eine Kanone als Nussknacker, was Pluto zu unterbinden versucht. Auch wenn diese zwei pausbackigen Hörnchen gemeinhin als Chip und Chap akzeptiert werden, könnte man aus diesem vermeintlichen Fakt eine Streitfrage der Disney-Forschung machen. Das nussgierige Duo sieht hier noch exakt so aus, wie ihre Artverwandten in Schneewittchen und die sieben Zwerge, zudem weist es nicht die selben Charakteristika auf, geschweige denn die gleiche Team-interne Dynamik, wie später Chip und Chap. Es könnten ebenso gut zwei Quälgeister sein, die als Inspiration für die späteren Chip und Chap dienten. Es lässt sich deswegen auch nur mutmaßen, ob Chip und Chap als hämische Streifenhörnchen in Fröhlich frei, Spaß dabei einen Cameo absolvierten, oder es einfach irgendwelche Waldbewohner sind, die den Zirkusbären auslachen.

Dennoch kann man mit Sicherheit sagen, dass sich Chip und Chap erst an Pluto erprobten, bevor sie sich mit Donald anlegten. 1946 ließ Jack Hannah Mickys treuen Gefährten in Squatter's Rights gegen zwei Streifenhörnchen antreten, die sich im Ofen von Herren Maus einquartierten. Noch immer namenlos zeigen sie hier bereits einige ihrer typischen Merkmale und das Design von Chip ist ebenfalls schon definiert. Chaps sich unterscheidendes Äußeres sowie sein anderer Charakter kamen dagegen erst in Chip an' Dale dazu.

Da Hannah die Nagetiere in die Donald-Reihe importierte, kann man ihn zweifelsohne als eine der Antriebskräfte bezeichnen, die Chip und Chap erst in Gang und in Form brachten. Ebenso elementar für die Ausformung der Leinwandpersönlichkeiten von Chip und Chap war Autor Dick Kinney, Bruder von Der Fuehrer's Face-Regisseur Jack Kinney. Dick Kinney zementierte sowohl die Charakteristika des Duos an sich, als auch der beiden einzelnen Streifenhörnchen: Chip ist der Pläne ausheckende und strengere der beiden, und das mit einer dickeren (in späteren Filmen roten) Nase sowie auseinanderstehenden Zähnen ausgestattete Kerlchen ist der bequemlichere und dümmlichere Chap. Mit seiner Arbeit an zahlreichen Chip-und-Chap-Cartoons wie Chip an' Dale, Three for Breakfast oder Trailer Horn bestimmte Kinney den Humor und das Tempo dieser frechen Tierchen sowie ihrer Filme entscheidend mit.

Die komödiantischen Gefechte zwischen ihnen und Donald ermöglichten es Disney, festen Fuß im Bereich der cartoonigen Verfolgungsjagden zu fassen, den Warner Bros. und Hanna Barbera erfolgreich besetzten. Jedoch stellten die Autoren und Zeichner rund um Dick Kinney und Regisseur Jack Hannah sicher, dass ihre Filme ein eigenes Wesen erhalten. Chip an' Dale gehört definitiv zu den Kurzfilmen, bei denen es ihnen glänzend gelang.

Im Film nur zu sehen, wenn man darauf achtet: Donald nächtigt neben Fotos seiner geliebten Daisy

Ralph Hullets Hintergrundmalereien zum Film arbeiten intensiv mit greifbaren, eisigen Texturen und realistischem Schattenwurf

Die Handlung ist leicht zusammenzufassen: Donald versucht in einer eingeschneiten Waldhütte Schlaf zu finden, kämpft dazu allerdings zu sehr gegen die eisige Kälte an. Kurzerhand packt er sich eine Axt und fällt im Wald einen kleinen Holzstamm, um ihn am Kamin zu verfeuern. Was sich Donald nicht bewusst ist: Das Holzscheit diente den Streifenhörnchen Chip und Chap als Behausung. Diese sehen steigen daraufhin in Donalds Bleibe ein, und stehlen ihm hinterrücks sein frisch gefälltes Kaminholz, was wiederum der frierende Erpel nicht gern sieht. Es beginnt ein Hin und Her ...

Im Gegensatz zu späteren Kämpfen zwischen Donald und Chip & Chap ist das Eifern um den gefällten Baumstamm in Chip an' Dale nicht von frenetischer Slapstickgewalt dominiert. Die Cartoons mit einem enormen Tempo und sich rasant steigernden Schlagabtauschen zwischen Ente und Streifenhörnchen, wie etwa in Out on a Limb zu sehen, tauchten erst später auf. Chip an' Dale lässt sich etwas mehr Zeit für jeden einzelnen Gag, welche größtenteils auch nicht auf Action basieren, sondern auf Umschnitte zu der sich in den jeweiligen Figuren abzeichnenden Reaktion auf das kurz zuvor ereignete.Etwa Donalds von einem putzigen Lächen begleitetes, gastfreundliches Türöffnen, als er bemerkt, dass die zwei Nager versuchen, sein Kaminholz zu stehlen. Oder Chips entgeisterter Blick zu Chap, als dieser seine Position am unteren Ende einer Räuberleiter verlässt.

Die Gesichtsausdrücke und die Gestik der Figuren, anders gesagt die gelungene Charakteranimation, sind es, die in diesem Fall dafür sorgen, dass sich Chip an' Dale von der Konkurrenz abhebt. Auffällig ist auch, dass Donald, wie in zahlreichen Cartoons jener Ära, keinen ausgewachsenen Wutanfall hat, so wie es rund fünf Jahre früher noch bei Auseinandersetzungen mit ihn störendem Getier geschehen wäre. Donald zeigt sich zwar genervt, versucht aber vergleichsweise besonnen, die Streifenhörnchen zu übervorteilen.
Gewissermaßen, und man verzeih mir den etwas konstruierten Vergleich, bietet Chip an' Dale den Humor eines nach dem Vorbild von Good Scouts gestalteten "Donald und die Neffen"-Cartoons mit der Handlung eines "Donald vs. die sich seinem Willen sträubende Natur"-Kurzfilms. Und all das, um gegen die wilden Konkurrenzstudios zu bestehen, ohne den Disney-Charme zu verlieren.

Dass dies gelingt ist zu weiten Teilen Verdienst des Zeichners Bill Justice, der den umgekehrten Weg vieler seiner Studiokollegen ging. Justice begann seine Disney-Karriere mit Langfilmen wie Fantasia und Bambi, wechselte daraufhin allerdings zu den Kurzfilmen, wo er sich unter anderem auf Chip und Chap spezialisierte. Justice war geradezu prädestiniert für diese Figuren, hatte er aufgrund seiner legendären Arbeit an Bambis Freund Klopfer doch hervorragende Referenzen darin aufzuweisen, süße Pelztierchen mit einer aufgeweckten Persönlichkeit zum Leben zu erwecken. Jack Hannah und Dick Kinney entwickelten Chip und Chap zu Donalds womöglich populärsten Trickfilmgegnern, doch Justices charakter- wie humorvolle Zeichnungen hauchten dieser Rivialität erst ihre Seele ein.


Chap ist neugierig, welche Laune sich in Donalds abzeichnen könnte.
Oben: Finales Standbild aus dem Cartoon. Unten: Eine Storyboardzeichnung, in der mit Rotstift bereits die später gewählte Bildeinstellung markiert wurde

Chip an' Dale war ein voller Erfolg. Die frechen Streifenhörnchen hatten es nicht nur den Filmemachern und dem Publikum angetan, sondern auch den Trickkennern, weshalb der Cartoon vom 28. November 1947 wenige Monate später bei der 20. Oscarverleihung in der Kategorie "Bester animierter Kurzfilm" gegen vier weitere Produktionen antrat. Es war der zweite Auftritt der Streifenhörnchen in Folge, der nominiert wurde. Zuvor erhielt nämlich auch Squatter's Rights die Ehre einer Oscar-Nominierung.

Neben Chip an' Dale befand sich mit Pluto's Blue Note eine weitere Produktion Walt Disneys im Feld der nominierten Cartoons. Dies war das erste Mal seit der 14. Verleihung der Academy Awards, dass gleich zwei Disney-Trickfilme in dieser Kategorie berücksichtigt wurden. Mit Truant Officer Donald und Lend a Paw waren auch damals Kurzfilme nominiert, deren Hauptrollen Donald und Pluto innehatten. In Pluto's Blue Note kommt der Titelheld allerdings, anders als in Lend a Paw, ohne sein Herrchen aus. Stattdessen versucht Pluto sein tierisches Umfeld mit einem musikalischen Talent zu überraschen. Dabei spielt der Song You Belong to My Heart aus Drei Caballeros eine große Rolle.

Zwei der drei nominierten Non-Disney-Filme befassten sich mit Verfolgungen. Zum einen erhielt erneut ein Cartoon mit dem Katz-und-Maus-Duo Tom & Jerry eine Nominierung, nämlich The Devil Inside Dr. Jekyll and Mr. Mouse. Der von Fred Quimby produzierte Hanna-Barbera-Film zeigt, wie Tom ein Gebräu zusammenmischt, welches ihm endlich ein für alle Mal Jerry vom Hals schaffen soll, sich jedoch als Krafttrunk entpuppt, mittels dessen die braune Maus den Hauskater vermöbelt. Warner Bros. hingegen packte nach der Kündigung des Tweety-Schöpfers Bob Camplett erstmals seinen kleinen, gelben Vogel mit Fritz Frelengs aus einem Schweinchen-Dick-Cartoon bekannten Kater Sylvester zusammen. Tweetie Pie wurde aus mehreren begonnen Kurzfilmideen zusammengesetzt und hat deswegen eine äußerst turbulente Produktionsgeschichte aufzuweisen. Des Weiteren bedachte man George Pals Stop-Motion-Trickfilm Tubby the Tuba mit einer Oscar-Nominierung. Die titelgebende Tuba ist Teil eines großen Orchesters und darüber enttäuscht, immer nur ein und dasselbe spielen zu dürfen.

Mit dem Oscar prämiert wurde Tweetie Pie, womit die Paarung der beiden Warner-Figuren endgültig abgemachte Sache war und eine langlebige Serie nach sich zog, die wiederum aufgrund ihres Erfolgs neben den Tom & Jerry-Cartoons die Filme mit Roadrunner und Wile E. Coyote inspirierte.


Mit Chip an' Dale betrat man bei Disney nicht völliges Neuland. Schon in Donald's Garden von 1942 verteidigte sich Donald gegen einen pausbackigen Nager und 1945 zeigte Old Sequia zwei Biber, die es in Sachen Frechheit durchaus mit Chip und Chap aufnehmen können. Aber Chip an' Dale war insofern etwas besonderes, als dass die kreativen Köpfe bei Disney mit diesem Cartoon ganz klar eine eigene Unterreihe an Donald-Kurzfilmen begründen wollten, und seine Widersacher deswegen als richtige Charaktere aufbauten. Das machte sich in Form der Oscar-Nominierung und der Publikumsreaktion bezahlt, und so ebnete Chip an' Dale den Weg für mehr als ein Dutzend weitere Cartoons mit diesen dreien.

Chip und Chap fanden durch Comicadaptionen ihrer Kurzfilme mit Donald, darunter auch einer im Februar 1948 veröffentlichten Comicversion dieses Films, auch sehr schnell den Weg in die immer weiter florierende Welt der gedruckten Disney-Geschichten. In den 50ern folgten sogar eigenständige Comicgeschichten ohne Donald, ebenso wie drei Cartoons, in denen sie ohne watschelnden Konkurrenten auskamen. Sie wurden die letzten Classic-Cartoon-Schöpfungen, die sich beim Publikum nachhaltig durchsetzen konnten – und erhielten bekanntermaßen 1989 ein völlig neues Leben als Ritter des Rechts.

Dies soll allerdings nicht heißen, dass Jack Hannahs offensive Suche nach neuen Donald-Gegenspielern abseits der Chip-und-Chap-Cartoons scheiterte. Andere Schöpfungen konnten sie zwar nicht im kollektiven Gedächtnis festsetzen, dennoch fanden sie punktuell großen Zuspruch: Bereits ein Jahr nach Chip an' Dale startete ein weiterer Cartoon, in dem sich Donald mit deutlich kleineren Lebewesen zankt, und der für einen Oscar nominiert wurde. Und an diesem Punkt setzen wir in der nächsten Entengold-Ausgabe wieder an ...

4 Kommentare:

Cooper hat gesagt…

@Sir D.

Wenn ich deinen Blog seit Jahren so sehr schätze, dann wohl vor allem aus drei Gründen mit denen du (und später auch deine Co-Blogger) meine Leidenschaft für Disney zu trefflich bedient.

Da wäre wohl der ewige kleine Junge im Manne, den ich nie so Recht loslassen wollte und der sich an den Bunten Bildern seit seiner Kindheit erfreute.
Bedeutsam ist hierbei wohl vor allem der Umstand, als Kind der 80er mit Kinoproduktionen, Kinovorfilmen (Zeichenkurzfilme), Comics und natürlich Cartoons von den Studios mit der Maus zuerst 'nur' auf den Öffentlich-Rechtlichen - später auch Fersehprogrammen von Sendern per Satellit groß geworden zu sein.

Desweiteren gelingt es dir und deinen Mitstreitern dieses Blogs immer wieder mit tollen Gschichten vergangener, aktueller sowie vermutlich zukünftiger Disney-Historie diesen traditionsreichen Konzern mit vielen Facetten zu zeigen als das was er war, sein wollte, ist, sein könnte und euch/mich/uns als Fans besonders wichtig zu erachtend - sein sollte.

Die Mischung aus Wortwitz, nonchalanter Art des Umgangs mit weniger ruhmreichen Ereignissen, Sachkenntnis in sehr, sehr vielen Belangen und nicht zuletzt die Fähigkeit zwischen eigenem Fanverhalten und möglichst öbjektiver Dokumentation der Sachverhalte einen in seiner Ausführung und gewählten Worte gelungenen Spagat zu meistern macht diesen Blog so besonders.


Das bringt mich zu Chip'n Dale. Nein - nicht allein dem Kurzfilm dieses Namens sondern auch den Nagern im Besonderen. Ich habe mich schon sehr gefreut endlich die Streifenhörnchen durch "Entengold" in der Reihe "Im Schatten der Maus" gewürdigt zu sehen und es sei gleich gesagt:
Ich wurde vollauf in meinen Erwartungen zufriedengestellt und mit vielem für mich neuen Wissen - sowie anderen, oben genannten Stärken dieses Blogs und im Besonderen dieser Artikelreihe darin - erfreut.

P.S.
Mein persönlich nachhaltigster Kurzfilm mit Donald und den zwei Hörnchen war der 1949 erstellte "Donald Duck - All in a nutshell".
Doch es gibt noch viele deren ich mich erinnere zu den eigentümlichsten Zeiten. So gab es bei CSI - Den Tätern auf der Spur einige Folgen mit Miniaturen und ich dachte da automatisch an "Out Of Scale"!

Schade, dass bei den "Rittern des Rechts" Trixi die Maus den weiblichen Part bekam. Clarice aus "Two Chips and a Miss" hätte mir mehr zugesagt. xD

P.S. 2
Ich glaube das nächste Entengold führt uns zu "Tea for Two Hundred" oder zumindest zu der Sorte Lebewesen. ;-)

Sir Donnerbold hat gesagt…

Vielen, vielen lieben Dank für die so herzlichen, lobenden Worte. Ich freue mich ungeheuerlich, dass das Lesen dieser Artikelreihe ebenso interessant sein kann und genauso viel Spaß machen kann, wie sie zu verfassen.

Ich finde es ja stets schwer, mich festzulegen, welche meine liebsten Donald-Cartoons sind. Es gibt ein paar, die ich richtig schwach finde, die meisten gefallen mir allerdings ähnlich gut. Dennoch denke ich, unterhalb den Cartoons mit Chip & Chap einen Favoriten zu haben. Die von dir genannten finde ich zwar ebenfalls super, aber meinen Liebling darf ich euch noch im Rahmen von "Entengold" vorstellenn.

Dein Tipp, wohin das nächste Entengold führt, traf natürlich ins Schwarze. Der Ablauf dieser Reihe ist ja kein Staatsgeheimnis. :-)

P.S.: Bezüglich Clarice: Ich habe nie darüber nachgedacht, ob ich bei den "Rittern des Rechts" lieber eine Streifenhörnchendame gehabt hätte. Allerdings bin ich genug Fan von Clarice einzigem Auftritt, dass ich im Disneyland einen totalen Disney-Geek-Emotionsschub hatte, als mir Clarice erstmals begegnet ist. Mittlerweile läuft die Dame wohl öfter im Park herum, damals war sie aber noch eine Rarität (von der ich nichtmal wusste). Und niemand ist zu ihr hingerannt. Sie war wohl zu unbekannt. So konnte ich aber wenigstens ein Foto einer Figur schießen, auf dem keinerlei Touristen zu sehen sind. Auch selten genug ...

Stefan Kraft hat gesagt…

Ich möchte mich Coopers Meinung anschließen - schon allein deswegen, weil ich es gar nicht besser formulieren kann, eigentlich nur deutlich schlechter...

Ich bin Sir Donnerbolds Blog schon seit einigen Jahren treu geblieben aus den von ihm erwähnten Gründen. So gefallen mir unter anderem die guten Begründungen bei Filmkritiken, bei denen deutlich zu erkennen ist, wo objektiv, wo subjektiv geurteilt wird - das ist eine Denkart, die ich auch teile. Auch Verrisse werden fair gehandhabt (Ausnahmen wie bei Titanic bestätigen die Regel).
Natürlich finden sich dann auch Themen, die mich nicht so besonders interessieren (Alestorm-Artikel habe ich bis jetzt grob überflogen oder gar nicht gelesen). Aber das Blog erhebt ja auch nicht den Anspruch, mir genau die Themen zu präsentieren, die ich lesen möchte.
Zudem sei noch das positive Herangehen an negative Kommentare erwähnt, bei dem versucht wird, in einen Dialog mit dem Kritiker zu kommen, anstatt diesen negativ abzubügeln.

Um von diesem Lob des Blogs wieder auf den Artikel zurückzukommen, sei gesagt, dass ich mich auf die weiteren Beiträge zu "Im Schatten der Maus" freue und ob der zahlreichen Hintergrunddetails überwältigt, ja fast schon erschlagen bin. Ich bin gespannt!

Lutz hat gesagt…

Sehr interessanter Artikel, auch von mir großes Lob.

Ich weiß nicht, ob das an meinem Alter liegt, aber ich trenne "Ahörnchen und Behörnchen" und "Chip und Chap". Ich weiß, dass sie im englischen Original immer dieselben Namen haben und die Figuren aus der Zeichentrickserie mit denen aus den Cartoons und Comics identisch sein sollen, aber für mich waren das immer grundverschiedene Figuren.

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich "Ahörnchen und Behörnchen" wesentlich charmanter finde als das platte "Chip und Chap". Die Serie war für mich zu der Zeit, als sie zum ersten Mal im deutschen Fernsehen lief, eh nicht so der Burner. Vermutlich habe ich sie deshalb nie so richtig gleichwertig angesehen.

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