Dienstag, 22. Januar 2008

Caruso und LaBeouf wieder vereint - Neues vom "Disturbia"-Team

Eine der größten Überraschungen des Kinojahres 2007 war sicherlich Disturbia, der extrem charmante Teenager-Drama-Thriller, der sich (sehr) lose von Hitchcocks Klassiker Das Fenster zum Hof inspirieren ließ und sich als hervorragendes Vehikel für das große Talent Shia LaBeouf entpuppte.

LaBeouf ist in Deutschland noch relativ unbekannt, gehört jedoch zu den großen Hoffnungen des jungen Hollywoods. Während sich das einstmals viel versprechende Disney-Jungtalent Lohan selbst gegen die Wand fuhr und nun nur noch mit Unten-Ohne-Fotos, Sexkapaden, Drogenmissbrauch und Autounfällen auf sich aufmerksam macht und erst gestern mehrere Nominierungen für die Goldene Himbeere einheimste, besticht Shia (ebenfalls ein Talent aus den Disney-Studios) durch Filmauftritte.

Nach seinen Disney Channel-Auftritten überzeugte er 2003 im intelligenten Disney-Spielfilm Das Geheimnis von Green Lake auch auf der großen Leinwand, 2005 reihte er sich mit einem Golf-Film in die lange Reihe der disney'schen Sportdramen ein und letztes Jahr stand er witzelnd und völlig unterfordert zwischen sich kloppenden (und im Garten eines Familienhauses rumhoppsenden) Riesenrobotern. Und dieses Jahr wird er Indian Jones bei seinem vierten Leinwandabenteuer unterstützen.

unten: "Even Stevens"-Hauptdarsteller LaBeouf
in
Disturbia, hier mit seiner hübschen
Leinwand-Partnerin Sarah Roemer

Nicht zu vergessen ist dabei aber auch der bereits erwähnte Streifen Disturbia. Neben der wirklich bezaubernden Sarah Roemer, der ich (sollte sie sich von nun an die richtigen Filme aussuchen) noch eine große Karriere vorraussagen möchte, konnte er hier sein schauspielerisches Können wieder unter Beweis stellen. Dies lag nicht nur daran, dass er hier auch einen weiblichen Gegenpart hatte, der ebenfalls schauspielern konnte (im Gegensatz zu Transformers, wo sich LaBeouf der katastrophalen Megan Fox ausgesetzt sehen musste, die den gesamten Film
über nur einen Gesichtsausdruck aufgesetzt hatte), sondern auch am überraschend guten Skript und der recht starken Regie von David Caruso, der zuvor u.a. die Fernsehserie The Shield inszenierte, deren Handlung ich nicht wirklich mag, aber eine wirklich großartige Inszenierung attestieren muss.

Wie ComingSoon.net verrät, gibt es nun also Grund zur Freude: Nicht nur, dass LaBeouf für dieses Jahr einen viel versprechenden Action-Abenteuer-Blockbuster in der Mache hat (wenn Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels schlechter ist als der lediglich in einigen Pointen überzeugende Transformers fresse ich eine Putzfrau mitsamt Besen), nein, er arbeitet mit Caruso auch wieder an einem Thriller.

Die Dreharbeiten zu diesem Film, dessen Titel Eagle Eye lautet, begannen bereits im November 2007 und sollen im nächsten Monat beendet werden. Bislang ging das aber leider völlig an mir vorrüber - aber dafür ist die Freude jetzt umso größer.

Bei Eagle Eye handelt es sich übrigens nicht um eine Fortsetzung zum völlig unterschätzten de Palma-Thiller Snake Eyes (deutscher Titel: Spiel auf Zeit) mit Nicolas Cage in der Hauptrolle, sondern um einen eigenständigen Film, dessen Idee Steven Spielberg höchstpersönlich hatte - und ursprünglich auch selber umsetzen wollte. Bis sich dann die Produktion des vierten Indiana Jones-Streifens als umfangreicher herausstellte, als man es zuvor vermutete.

unten: Der Weihnachtsmann,
hier clever verkleidet als die bislang
eher unbekannte Michelle Monaghan


In Snake Eyes spielt LaBeouf einen Jugendlichen, der sich unter mysteriösen Umständen plötzlich mit einer ihm völlig unsympathischen jungen, allein erziehenden Mutter konfrontiert sieht. Diese wird von Michelle Monaghan gespielt, welche manche vielleicht aus Kiss Kiss Bang Bang oder Gone Baby Gone kennen könnten.

Die beiden erhalten über bedrohliche Telefongespräche unter Druck gesetzt und gezwungen, sich auf eine gefährliche Aktion einzulassen.

Des weiteren spielt auch Billy Bob Thornton mit, der einen die zwei verfolgenden FBI-Agenten verkörpert.

Die Story klingt bis hierhin vielleicht nicht sonderlich originell, doch wenn man bedenkt, was Caruso und LaBeouf in Disturbia auf die Beine stellten, bin ich sehr zuversichtlich.

Schade ist jedoch, dass Eagle Eye bloß hinter den Kulissen Verbindungen zu Disturbia hat. Dieser soll nämlich auch noch fortgesetzt werden. Befürchtete ich bislang, dass dies nur in die Hose gehen kann, schöpfte ich bei der Inhaltsangabe zu Eagle Eye wieder Hoffnungen. Doch wie ein Blick auf die Besetzungsliste und Rollennamen verrät (LaBeoufs Figuren in den beiden Filmen haben andere Namen), handelt es sich um zwei gänzlich verschiedene Storys.

Schade - ich hatte gehofft schon bald Roemer und LaBeouf erneut gemeinsam auf der großen Leinwand in ihren Disturbia-Rollen zu sehen. Nun werde ich darauf wohl doch länger warten müssen. Und hoffen, dass Caruso tatsächlich noch ein weiterer guter Thriller in die Hände fällt - schließlich soll das Disturbia-Sequel auch überzeugen!

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