Freitag, 9. Januar 2009

Die Zehn-Satz-Rezension zu "Bedtime Stories"

  1. Bedtime Stories ist eine Familienkomödie mit Adam Sandler aus dem Disney-Studio, in der Sandler wieder seine Paraderolle spielt, nämlich den liebenswürdigen Verlierer.
  2. Skeeter Bronson (Sandler) arbeitet als "Mädchen für alles" in einem Hotel, obwohl ihm schon seit seinen Kindstagen der Chefposten versprochen wird.
  3. Als seine Schwester (Courtney Cox) kurzzeitig verreist, soll er deren Kinder hüten, wobei er sein Talent für's Erzählen von Gute-Nacht-Geschichten entdeckt.
  4. Die fantasievollen und leicht albernen Geschichten, die er seinem Neffen und seiner Nichte erzählt, werden (in leicht veränderter Form) am nächsten Tag wahr - nun sieht er seine Chance für eine bessere berufliche Zukunft gekommen.
  5. Natürlich läuft nicht alles so, wie Skeeter es gerne hätte, was zu harmlosen, aber amüsanten Slapstick und kurzweiligen Wortgefechten mit den (typisch Sandler) verschrobenen Nebenfiguren, wie einem sich vor Keimen fürchtenden Hotel-Magnaten oder einem Paris-Hilton-Klon, führt.
  6. Heimliche Stars des Films sind der Familienhamster Glubschi und Russel Brand, der genau wie in Nie wieder Sex mit der Ex, einen lockeren und völlig verpeilten Dude spielt, und Keri Russel (Scrubs, Mission: Impossible 3, Felicity) verleiht ihrer abgenutzten Rolle als ökologisch korrekte und der Hauptfigur kritisch gegenüberstehende beste Freundin viel Charme.
  7. Der Film vereint Sanders-Loser-Charme mit dem ins Heute eingebauten Zauber der besseren Disney-Familienkomödien und versteht es unterhaltsame 99 Minuten abzuliefern.
  8. Die Geschichte ist zwar vorhersehbar und könnte auch ein bisschen mehr Tiefe oder etwas mehr Originalität gebrauchen, ist aber auch voller angenehmer Herzenswärme, ohne in Kitsch abzudriften - gutes, oberes Mittelmaß nunmal.
  9. Schenkelklopfer gibt es nur vereinzelt, stattdessen ist der Film voller Schmunzler - wer also einen Lachkrampf erwartet ist hier fehl am Platze.
  10. Fazit: Bedtime Stories wird zwar niemanden zum Sandler-Fan machen oder sonderlich lange im Gedächtnis bleiben, doch er ist ein sympatischer Familienfilm, der sich am besten für einen grauen Sonnntag Nachmittag eignet.
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