Freitag, 19. Juni 2009

Pixar erfüllt krebskrankem Mädchen letzten Wunsch

Die zehnjährige, an Krebs erkrankte Colby Curtin aus Kalifornien hatte nur einen Wunsch: Seit sie im Vorprogramm von Monsters vs. Aliens die Vorschau auf Pixars Oben gesehen hatte, wollte sie sich diesen Film um alles in der Welt anschauen. Da sich ihr Zustand Anfang dieses Monats enorm verschlechterte und die Ärzte einen baldigen Tod diagnositzierten, konnte ihre Familie nicht weiter mit ihr in ein Kino gehen.

Eine Freundin der Familie begann daraufhin mit Disney und Pixar zu telefonieren, in der Hoffnung, dass sich jemand die Geschichte der kleinen Colby anhören und helfen könnte, bevor es zu spät ist. Als die Freundin der automatischen Anrufbeantwortung gegenüber irgendeinen Namen nannte, um weitergeleitet zu werden, wurde sie tatsächlich mit jemandem verbunden, der ihr helfen konnte.

Bereits am Tag nach dem Telefonat, am 10. Juni, kam ein Pixar-Mitarbeiter zu Besuch bei Familie Curtin und brachte neben einem Poster des Films, einigen Stofftieren und weiteren Fanartikeln eine DVD des Films mit. Nachdem das Pixar-Mitglied der Familie einige Hintergrundgeschichten zu Oben erzählte, schauten sie sich gemeinsam die DVD von Oben an. Danach flog der Pixar-Angstellte mit der DVD und, so Colbys Mutter, mit Tränen in den Augen wieder zurück.

Sieben Stunden später verstab das Mädchen in Anwesenheit ihrer Mutter und ihres von der Familie geschiedenen Vaters. Pixar möchte, wohl aus Anstand, keine weiteren Details zu dieser Geschichte, oder den Namen des darin involvierten Angestellten, preisgeben.

(Quellen: OC Register, Pixar Planet und Pixar Blog)

6 Kommentare:

Andi hat gesagt…

Unglaublich!

Ich verstehe allerdings den Satz "Als die Freundin der automatischen Anrfubeatwortung gegenüber irgendeinen Namn rauspickte, um weitergeleitet zu werden..." nicht. Wie ist der gemeint?

PS: Warum kann man aus deinem text nicht kopieren und hier unten einfügen? Musste alles selbst abtippen.

Sir Donnerbold hat gesagt…

Ganz einfach: Der Anrufbeantworter leitet nur dann zu einem "echten" Gesprächspartner weiter, wenn man auch einen konkreten Namen nennt. Da die Freundin keine Ahnung hatte, nach wem sie verlangen könnte, hat sie irgendeinen Namen angegeben. Ob der Anrufbeantworter wen zur Wahl stellt oder die Freundin sich einen namen ausdachte oder irgendwen von Pixar verlangte, von dem sie schonmal gehört hat, darüber schweigt sich auch die Quelle aus.

Hab's mal im Post leicht umformuliert.

Ich kann übrigens in dieses Feld kopieren..

Anonym hat gesagt…

Falls das wirklich wahr ist und kein einfallsloser PR-Gag, ist es wirklich sehr traurig, und unglaublich nett von Pixar gratis all das anzuschaffen...
Dass das mit dem Telefon so einfach funktioniert verstehe ich aber trotzdem nicht.

Anonym hat gesagt…

Normalerweise würde ich jetzt einen "Der Film ist so schlecht, dass du sieben Stunden danach sterben wirst"-Gag machen, aber die Geschichte klingt zu wahr, um sich darüber lustig zu machen. Beeindruckend. Dass Pixar dies nicht als dicke Presse-Maschine verkauft, macht mir die Firma nur noch sympathischer.

milan8888 hat gesagt…

Vielleicht haben sie auch einfach nur die Befürchtung das in Zukunft die Telefone nicht mehr still stehen werden.

Wieso haben sich die Eltern nicht einfach an die Make-A-Wish Foundation gewandt?

Sir Donnerbold hat gesagt…

@ Anonym (Nummero Uno): Da Pixar zu der Sache keine Auskünfte geben will und die Familie das ganze an die Presse trug, wird es wohl kein PR-Gag sein. (Wäre es einer, wäre es übrigens geschmacklos, nicht einfallslos)

@milan8888: Ich glaube nicht, dass es mit der Make-A-Wish Foundation so schnell geklappt hätte. So kam ja der Pixar-Mitarbeiter (da Pixar nichtmal sagt, "ja wir haben einen Animator hingeschickt" liegt die Vermutung nahe, dass es wer bekanntes sein könnte) direkt am nächsten Tag. Direkt an die Quelle zu gehen beschleunigt das ganze halt... Oder die Familie wusste nicht von der Stiftung. Kann doch auch sein.

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